Danke,
Passe-partout, gut, also nicht völlig wirr.
Schön, dass du das ähnlich erlebst, siehst! Ich finde, die Krankheit fühlt sich fast an, wie eine Sucht. Vielleicht besiegt, aber immer da. Und genau wie du, merke ich ebenfalls, wenn ich anfange zu "schlampen", mich und meine Bedürfnisse vernachlässige. Dann weiss ich, dass ich mich wieder mehr mit mir beschäftigen und Stress reduzieren muss.
Hier im Forum muss ich zum Beispiel Threads meiden, in denen sich die Mitglieder zu sehr über ihre Symptome austauschen. Das tut mir nicht gut. Fand ich auch nicht hilfreich, in den Selbsthilfegruppen. Ich glaube, da steigern sich dann alle munter in ihre Ängste erst richtig hinein.
Hallo
medicus,
das klingt zynisch, was du schreibst. Wenn du meinst, ich hätte es allein geschafft, dann hast du nicht richtig gelesen. Ich war sehr wohl in Therapie und habe auch andere Hilfsangebote in Anspruch genommen. Privat dagegen stand ich eher allein da. Kein Kontakt zur Familie - das hätte es nur noch schlimmer gemacht - meine Mutter gerade gestorben, Freunde weg, bis auf einen, der ca. 7000km weit weg war und mit dem ich emails tauschen konnte. Mein damaliger Freund/Lebensgefährte hat mich verlassen, als es mir dreckig ging. Ich war nicht allein und fühlte mich doch allein.
Aber am Ende zählt nicht, wer bei dir ist, sondern ob du selbst bei dir bist und was du willst. Für immer ein Leben in Angst? Hier im Forum und auch da draussen in der Welt gibt es so viele Angebote, aber niemand wird kommen und dir den Kopf tätscheln. Bringt auch nichts. Mir jedenfalls hat der Kuschelkurs nichts gebracht. Ich brauchte klarere Worte. Aber am Ende musst du selbst den Hintern hochkriegen und tun.
Hallo
kyra96,
Die Angst vor dem Tod geht nicht sofort weg, aber mir hat die Auseinandersetzung damit sehr geholfen. Ich habe viel darüber gelesen, mich mit Religionen und Kulturen auseinandergesetzt, mit der Geschichte und mich an den Gedanken herangetastet, dass wir alle sterblich sind und auch ich selbst. Dann habe ich Vorsorge getroffen, für meinen Tod. Mit allem drum und dran. Beerdigung, Testament usw. Das tat mir gut. Der Tod wurde für mich begreifbarer, akzeptierbarer.
Nicht zuletzt kam für die pragmatische Überlegung dazu, ob ich mir denn mein ganzes restliches Leben mit der Angst versauen sollte. Der Angst vor einem Augenblick, der irgendwann absolut unvermeidbar ist, aber niemand, und ich auch nicht weiss, wie lange ich mir das Leben mit der Angst zur Hölle mache.
Frohes neues Jahr allerseits!