» »

201704.11




2259
1243
«  1, 2, 3, 4, 5  »
Maldur hat geschrieben:
puh ich hab mir aber gerade mal dien tagebuch durchgelesen.

Hab da grad auch mal reingeschaut. Ist ne gute Idee.... Bestätigt den Verdacht, dass das 80% Arbeiten nur als Alibiproblem herhalten muss für ein viel größeres Problem.....

Wenn du willst, dass dein Freund komplett mit dir Schluss macht, dann machst du grad alles richtig.
Butterfly_31 hat geschrieben:
Mein Freund hat mir gestern sowas wie ein Ultimatum gestellt. Was ich aber nicht ganz ernst nehmen kann.
Das Ultimatum solltest du SEHR ernst nehmen.


Du hast genau 2 Möglichkeiten:

1. Du willst die Beziehung retten: Dann mach endlich den Mund auf und sage deinem Freund, was du in deinem Tagebuch geschrieben hast (natürlich etwas netter verpackt, dass er dich nur stört). Zieht wieder auseinander und dann ab zum Zahnarzt (hast da einen sehr toleranten Freund - für mich wäre ein schlecht gepflegtes Gebiss ein no-go.... könnte eine Frau mit schlecht gefplegten Gebiss nur nen Schmatzer auf die Wange geben, aber nie intensiv knutschen.). Anschließend irgendwie die restlichen Probleme in den Griff bekommen.

2. Mach so weiter, dann wirst du in spätestens 1-2 Monaten die Beziehung durch das Alibiproblem mit den 80% Arbeiten erfolgreich zerstört haben. Wenn die Beziehung daran kaputt geht, wird der sehr wahrscheinlich endgültig mit dir Schluss machen.

Auf das Thema antworten




140
7
24
  04.11.2017 11:18  
Maldur hat geschrieben:
puh ich hab mir aber gerade mal dien tagebuch durchgelesen.


hängt mich bitte nicht an dem Tagebuch auf hier :D da schreib ich meist wirres Zeug rein wenn die Angst gross ist.

JollyJack hat geschrieben:
Was macht Dein Freund eigentlich beruflich?


Er ist Dachdecker. Hat jetzt 12 Jahre in der gleichen Firma gearbeitet und sucht jetzt einen neuen Job. Er arbeitet aber noch bis Weihnachten. Dann geht er in Urlaub nach Thailand für 2 Wochen. Danach hat er nochmal 2 Wochen frei. unbezahlt natürlich...





140
7
24
  04.11.2017 11:26  
la2la2 hat geschrieben:
Hab da grad auch mal reingeschaut. Ist ne gute Idee.... Bestätigt den Verdacht, dass das 80% Arbeiten nur als Alibiproblem herhalten muss für ein viel größeres Problem.....

Wenn du willst, dass dein Freund komplett mit dir Schluss macht, dann machst du grad alles richtig. Das Ultimatum solltest du SEHR ernst nehmen.


Du hast genau 2 Möglichkeiten:

1. Du willst die Beziehung retten: Dann mach endlich den Mund auf und sage deinem Freund, was du in deinem Tagebuch geschrieben hast (natürlich etwas netter verpackt, dass er dich nur stört). Zieht wieder auseinander und dann ab zum Zahnarzt (hast da einen sehr toleranten Freund - für mich wäre ein schlecht gepflegtes Gebiss ein no-go.... könnte eine Frau mit schlecht gefplegten Gebiss nur nen Schmatzer auf die Wange geben, aber nie intensiv knutschen.). Anschließend irgendwie die restlichen Probleme in den Griff bekommen.

2. Mach so weiter, dann wirst du in spätestens 1-2 Monaten die Beziehung durch das Alibiproblem mit den 80% Arbeiten erfolgreich zerstört haben. Wenn die Beziehung daran kaputt geht, wird der sehr wahrscheinlich endgültig mit dir Schluss machen.



danke für deine klaren Worte. Das einzige was mein Freund nicht weiss ist das ich diese üblen Verdauungsstörungen habe. Ansonsten weiss er eigentlich über alles Bescheid. Wir haben diese Themen schon oft durchgekaut. Er scheint es nur manchmal zu vergessen. Über das Zahnproblem habe ich ihn auch informiert. Er sagt da aber nicht gross was dazu. Vielleicht habe ich auch Existenzängste weil er sich emotional zu wenig einbringt. Ich habe einfach das Gefühl diese Last alleine zu Tragen. Quasi er chillt hier auf dem Sofa und ich muss mir einen Kopf machen wie ich ihm das finanziell ermögliche. Ich glaube es ist iwie eine Mischung aus beidem. Ohne mich da rausreden zu wollen. In meinem Kopf herrscht ein grosses Durcheinander, das sieht man an meinem Tagebuch



12095
7
11172
  04.11.2017 11:32  
Hallo,
ich habe (verzeih, daß ich jetzt auch ins Tagebuch geguckt habe) :roll: in deiner Schilderung einiges von mir wiedergefunden. Als ich jünger war, habe ich auch verschiedene Beziehungsmodelle ausprobiert und keines paßte wirklich für mich. Am Besten war noch das mit den eignen Wohnungen. Die Beziehungen gingen letztendlich daran kaputt, daß ich eine autonome Persönlichkeit habe. Hier im konkreten Thema würde das heißen: wenn ich Vollzeit arbeite, dann hat der Partner (unter gleichen Vorraussetzungen) auch Vollzeit zu arbeiten. Krankheit, zeitweise Arbeitslosigkeit ect., was ja auch mich treffen könnte, ist da einkalkuliert. Freiwillig wegen nichts die Arbeitszeit reduzieren käme überhaupt nicht in Betracht, zumal das bei den heutigen Preisen auch wirklich schlecht geht.

Wenn jemand im Zusammenleben Druck empfindet, sich vereinnahmt fühlt, nicht wirklich für den anderen mitplanen kann, emotionalen Druck hat und sich verstellen muß (das tust du nämlich schon die ganze Zeit), wenn es um normale persönliche Vorgänge geht (Darmtätigkeit) und man sein eigenes Schlafzimmer braucht, nennt sich das Autonomie und dann ist das etwas, was schnell an die Grenzen des anderen stößt.

Hast du eine Diagnose @Butterfly_31 ?





140
7
24
  04.11.2017 11:39  
Reenchen hat geschrieben:
Hallo,
ich habe (verzeih, daß ich jetzt auch ins Tagebuch geguckt habe) :roll: in deiner Schilderung einiges von mir wiedergefunden. Als ich jünger war, habe ich auch verschiedene Beziehungsmodelle ausprobiert und keines paßte wirklich für mich. Am Besten war noch das mit den eignen Wohnungen. Die Beziehungen gingen letztendlich daran kaputt, daß ich eine autonome Persönlichkeit habe. Hier im konkreten Thema würde das heißen: wenn ich Vollzeit arbeite, dann hat der Partner (unter gleichen Vorraussetzungen) auch Vollzeit zu arbeiten. Krankheit, zeitweise Arbeitslosigkeit ect., was ja auch mich treffen könnte, ist da einkalkuliert. Freiwillig wegen nichts die Arbeitszeit reduzieren käme überhaupt nicht in Betracht, zumal das bei den heutigen Preisen auch wirklich schlecht geht.

Wenn jemand im Zusammenleben Druck empfindet, sich vereinnahmt fühlt, nicht wirklich für den anderen mitplanen kann, emotionalen Druck hat und sich verstellen muß (das tust du nämlich schon die ganze Zeit), wenn es um normale persönliche Vorgänge geht (Darmtätigkeit) und man sein eigenes Schlafzimmer braucht, nennt sich das Autonomie und dann ist das etwas, was schnell an die Grenzen des anderen stößt.

Hast du eine Diagnose @Butterfly_31 ?


Interessant. Ein ganz neuer Aspekt. Danke dir für deine Antwort.

Ich habe bis jetzt immer alleine gewohnt. Da ging es mir auch deutlich besser. Aber ganz auf dieses Beziehungsmodell verzichten? Sollte ich das für mich auch so wählen? Ich habe eine ängstlich vermeidende persönlichkeitsstörung mit Panikattacken. Das wurde so diagnostiziert. Mittlerweile habe ich wohl noch eine Tonne anderer Probleme angehäuft. Hast du evtl einen Tipp wo ich mich da einlesen könnte zum Thema Autonomie und Angststörung. Möchte mich nicht schon wieder panisch googeln und auf etwas stossen was mir Angst macht



  04.11.2017 12:10  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich arbeite nicht. Bekomme eine IV Rente mit Ergänzungsleitungen. DIe hat mir immer gut gereicht zum Leben. Jetzt ist es so, dass ich mit seinem Lohn seine Rechnungen bezahle und mit meinem Lohn, meine, unsere gemeinsamen und teilweise noch seine, zahle. Stört mich ja auch nicht im Moment. Da es grade so reicht. Er hat zum Bsp ein geleastes Auto, dafür zahle ich auch, obwohl ich es nie nutze, nicht mal als Beifahrer. Er will nun eine Neues, Grösseres. Leasingrate erhöht sich natürlich. Im Dezember geht er für 2 Wochen nach Thailand in den Urlaub. Auch kein Thema. Das gönne ich ihm alles. Aber ich kann es nicht befürworten, 80% arbeiten zu wollen und dann trotzdem noch leben wollen wie ein König. Verstehst du was ich meine?

Und so plötzlich ist das Ganze nicht passiert. Er wusste von Anfang an auf was er sich einlässt und dass dieses Zusammenwohnen eine Art Probe ist. Ich belüge ihn da nicht. Ich sage ihm immer ganz direkt was ich von etwas halte. Es ist nun mal so, dass ich Probleme habe und die händeln wir ansonsten relativ akzeptabel.

Ich will auch nicht die böse Hexe sein die ihn zum schuften zwingt. Das mag hier vielleicht so rüberkommen aber dem ist nicht so. Ich bewundere ihn wenn er arbeiten geht. Es macht mich stolz, dass es gesund ist. Und natürlich bin ich neidisch, er ist es ja auch. In seinen Augen sitze ich ja auch nur zu Hause rum und habe keine Verpflichtungen. Das ist jetzt mal die umgekehrte Sichtweise :)

Ich lebe sehr reduziert. Brauche nicht viel Geld um glücklich zu sein. Wenn ich mir ab und zu ein paar Stoffe zum nähen oder Bastelzeug kaufen darf bin ich zufrieden.


1. Du bringst kein erarbeitetes Geld nach Hause. Erwartest aber von ihm volle Leistung. Das finde ich schon frech.

Wenn ihr beide jeder vom eigenen Geld lebt und nur bei Miete, Strom, Heizung, DSL Lebensmittel 50/50 macht, kann dir das doch egal sein. Dann zahlst du nicht mehr seine Leasingrate und er übernimmt auch nichts für dich.

Ihn zu erpressen finde ich unfair. Abgesehen davon geht der Trend eh weg von Vollzeitstellen. Kannst ja mal googeln warum...

Bezüglich deines Problems das er dann noch mehr daheim ist:

Warum wohnt ihr nicht jeder in einer eigenen Wohnung? Das wirkt wahre Wunder! @ Veritas und ich haben uns für den Weg entschieden weil es kurz vor Beziehungsende war. Nur die Konsequenz musst DU auffahren. Er ist nicht für dein Seelenheil verantwortlich.

Danke1xDanke




140
7
24
  04.11.2017 12:25  
Flocke37 hat geschrieben:
Warum wohnt ihr nicht jeder in einer eigenen Wohnung?

Das will ER nicht. Er weiss, dass er dann putzen, waschen usw muss. Er sagt mir auch ständig, dass ich hier nicht weg will weil ich hier total liebe Nachbarn habe. ER will hier nicht weg. Darum kann ich sein Ultimatim auch nicht ganz ernst nehmen. Ich glaube es ist eher anders rum und er wollte mir die Pistole auf die Brust setzen und mich zu der Entscheidung drängen getrennte Wohnungen zu suchen. Dazu kommt dass ich einfach nicht voreilig die Flinte ins Korn werfen will. Da ich ihn ja auch liebe und mich gern um ihn sorge



  04.11.2017 12:35  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich habe ihm natürlich gesagt dass es für mich nicht machbar ist und ich dann eine eigene wohnung haben will. Bzw beide ziehen wieder in eine eigene wohnung. Dann kann er sich das sowieso nicht leisten.

Gestern war er ziemlich mies drauf und meinte wir müssen uns entscheiden wie es weiter geht. Ich glaube er ist total verunsichert und hat auch Angst.

Wie überzeuge ich ihn davon, dass es so wie es jetzt ist, besser ist? Er kann wirklich sehr nachtragend sein. Ich glaube er wird mir diese entscheidung übelnehmen

Ich glaube du verdrehst da was.
Du schreibst, jeder lebt von seinem eigenen Geld. Also wird er sich auch eine eigene kleine Wohnung leisten können.

Und das Ultimatum stellst doch DU ihm. Warum verdrehst du das?

Ich lese ganz klar heraus da du nicht weißt was du willst, verunsichert bist und vor allem inkonsequent bist.

Danke1xDanke


12095
7
11172
  04.11.2017 12:38  
Auf Beziehung verzichten mußt du doch nicht, nur in der Gestaltung einer Beziehung kannst du mehr Einfluß haben.
Du machst den ganzen Haushalt und natürlich beklagt sich dein Freund nicht darüber. Du machst den Haushalt, weil dir Ordnung wichtig ist und ihm ist es recht. Wenn du willst, daß er sich mehr im Haushalt beteiligt, dann kannst du offen, mit Ansprache und des Anspruchs der Wichtigkeit dafür sorgen. Verteil die Aufgaben!
Du willst nicht, daß er die Arbeitszeit verkürzt. Dann rechne ihm vor, was das in Zahlen ausmacht. Thailandurlaub... ist dann wohl der Letzte gewesen.
Du hast Schwierigkeiten, mit normalen menschlichen Vorgängen umzugehen. Das mußt du nicht rechtfertigen. Wer krempelt schon gerne seine Eingeweide auf den Tisch - keiner. Mußt du auch nicht, sind deine Eingeweide und die brauchen weder eine Rechtfertigung, noch einen Tisch. :lol: Jeder Mensch grenzt sich dadurch von anderen ab, weil das keinen was angeht.

Jeder Mensch ist zu einem gewissen Grad autonom oder besser gesagt individuell. Als Störung wird es nur gesehen, wenn man selbst das Gefühl hat, durch Zugriff anderer Menschen darauf, verletzt zu werden. Ich bin schizoid und bei mir hat Autonomie oberste Priorität und das oft auch total unbewußt. Ich habe keinen Plan für ein Leben mit anderen Menschen - kann das nur einfach nicht, weil ich permanenten Rückzug brauche. In gewisser Weise haben die ängstlich-vermeidende und die schizoide PS da gemeinsames Potential - nur daß schizoide weniger ängstlich, aber hauptsächlich vermeidend sind. :wink:

In einer Beziehung hat mich nie sonderlich beeindruckt, wenn ein Partner es zur treibenden Drohung nahm, mir zu sagen "dann ist alles aus", um irgendwas zu bezwecken. Dann war es schon aus und ich bin weg, so wie ich da saß oder stand. Hat sich immer gut angefühlt. Die Scheidung war etwas anstrengender - aber gut.
Bei dem googlen nach autonome Persönlichkeit kann dir eigentlich nichts Schlimmes passieren. Hier ist so ein harmloser Link http://www.focus.de/wissen/mensch/sprac ... 30862.html

Danke1xDanke


  04.11.2017 12:41  
Butterfly_31 hat geschrieben:

Das will ER nicht. Er weiss, dass er dann putzen, waschen usw muss. Er sagt mir auch ständig, dass ich hier nicht weg will weil ich hier total liebe Nachbarn habe. ER will hier nicht weg. Darum kann ich sein Ultimatim auch nicht ganz ernst nehmen.

Ich glaube es ist eher anders rum und er wollte mir die Pistole auf die Brust setzen und mich zu der Entscheidung drängen getrennte Wohnungen zu suchen.

Dazu kommt dass ich einfach nicht voreilig die Flinte ins Korn werfen will. Da ich ihn ja auch liebe und mich gern um ihn sorge

Häh! ? Was denn nun?
Entweder er will keine eigene Bude ODER er drängt dich zur Entscheidung eigene Wohnung. :idee Sehr wirr. Kommt aber auf's gleiche raus.

Außerdem stellt getrenntes Wohnen keine Kapitulation dar. Das ist deine persönliche Bewertung dessen. Aber es kann eine Partnerschaft auch entspannen. Denn man ist automatisch wieder mehr bei sich selbst...eigenen Grenzen und Bedürfnissen.

Danke1xDanke

« Bindungsangst und Smartphone-Nutzung in Paarbez... Angst vor dem Ende meiner Beziehung » 

Auf das Thema antworten  43 Beiträge  Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Foren-Übersicht »Partnerschaft & Liebe Forum »Beziehungsängste & Bindungsängste


 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 
Kann keine Entscheidungen treffen

» Zukunftsangst & generalisierte Angststörung

3

512

23.11.2016

Angst Entscheidungen zu treffen und vor Ablehnung

» Agoraphobie & Panikattacken

8

342

23.11.2015

Mein Freund will nicht mehr arbeiten

» Kummerforum für Sorgen & Probleme

31

4081

30.11.2011

Angst mit dem Freund zu treffen

» Agoraphobie & Panikattacken

4

1543

17.12.2008

Freund ist im Ausland arbeiten>Angst vor einem Rückfall

» Einsamkeit & Alleinsein

22

1088

15.06.2017







Partnerschaft & Liebe Forum