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---Jessy---
Hallo ihr lieben,

Normalerweise leide ich unter einer Angst und Panikstörung.
Zur Zeit habe ich eigentlich eine gute Phase.
Anspsnnungszustände sind nur da.
Nun ist es so, das mein Freund heute morgen los geflogen ist nach süd Korea für 2,5 Wochen um dort zu arbeiten.
Ich habe ihn damals mit diesen Job kennengelernt und es war auch in Ordnung für mich das er bis zu 8 Monate im Jahr im Ausland sein wird.
Seit einem Jahr wurde ich aber immer emotionaler wenn er weg geflogen ist. Ich habe tagelang geweint.
Seit Oktober leide ich unter meiner Krankheit und da war auch seine letze Reise.
Sie ist genau in dem Zeitraum bei mir ausgebrochen.
Seit Dezember ist er jetzt nicht mehr unter den reisenden Sonden plant die reisen von den Kollegen. Es kann aber vorkommen, das er 1-2 mal im Jahr trotzdem fliegen muss.
Das einmal zur Vorgeschichte...

Heute ist er dann los. Wir haben 8 Stunden zeitverschiebung. Die ganze Woche stand leider einiges an und wir hatten nur sehr sehr wenig Zeit nach der Arbeit für uns. Gestern Abend dann haben wir uns auch noch gestritten, wegen nichts. Das hat mich sehr mitgenommen. Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Und auch heute noch geht es mir extrem schlimm. Mir viel es so extrem schwer ihn gehen zu lassen. Ich habe Angst alleine zu sein. Angst davor das die Panikattacken wieder dollerer werden. Ich war damit noch nie alleine. Als es ausbrach, war ich für die ersten Wochen (da er noch 5 Wochen im Ausland war) bei meinen Schwiegereltern. Dort bin ich also erst einmal eingezogen für diese Zeit.
Ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich bin völlig fertig. Kann nichts essen und komme nicht aus dem Bett:( ich müsste den Haushalt machen aber ich habe keine Motivation, weil ich so unglücklich bin. Ohne ihn macht nichts mehr Spaß.
Jeder wäre für mich da, aber egal wo ich hingehe, fühle ich mich unvollständig denn alles verbinde ich mit ihm. Ich hätte nie gedacht, das es so schlimm wird. Das hatte ich noch nie. Die ganzen Jahre davor nicht.
Was ist nur los und wie bekomme ich das nur hin?
Sorry, für den langen Text.

11.02.2017 13:04 • 15.06.2017 #1


22 Antworten ↓


4_0_4
Hallo Jessy,

das tut mir sehr Leid für dich.

Das sind tröstende Worte schwer zu finden. Wenn es so arg ist und du vorher schon einmal bei deinen Eltern für eine Weile warst, ist das eine Option? Da wärst Du wenigstens unter vertrauen Menschen.
Wie sieht es mit Skype oder anderen Videochats aus?

In solchen Situationen ist es wichtig sich an seinen Strukturen festzuhalten. Strukturen helfen, denn sie sichern dich. Auch wenn sich vieles leer anfühlt ist es wichtig diese aufrecht zu erhalten. Autopilot durch den Gefühlsnebel. Bleib bei und in dir. Du bist existent. Du bist stark.

Du liebst und vermisst ihn. Da ist so etwas normal. Je mehr Du selbst eins mit dir bist, desto besser kann man mit der Reise des Partners umgehen.

Gruß
Cube

11.02.2017 13:30 • x 1 #2



Freund ist im Ausland arbeiten>Angst vor einem Rückfall

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---Jessy---
Hallo Cube,

Ich könnte dort hin und das sofort. Aber ich würde für mich persönlich nur im abspülten Ausnahme Zustand dort hin, sprich wenn die Angst und Panik wieder extrem werden das es mich sehr aufwühlt. Solange wie das ist, möchte ich mir beweisen das ich es auch so schaffe.

Ich bin ja zu meinen Schwiegereltern gegangen und ich fühle mich da zu 100% wohl vor allem weil da immer jemand ist. Jetzt dort hingehen weil ich so traurig bin, ist vielleicht etwas verfrüht.

Ich kann vor allem nicht begreifen das es mit jeder Reise immer schlimmer wurde bei mir. Ich weiß auch das das wohl einzige Reise sein wird dieses Jahr, aber dieser Schmerz und die Trauer sind trotzdem da. Mich macht es traurig ohne ihn einkaufen zu gehen, obwohl ich das auch mache wenn er da ist. Es ist echt verrückt. Es fühlt sich so an als ob wir uns getrennt haben, obwohl es völliger blodsin ist so zu denken.

11.02.2017 14:02 • #3


4_0_4
Da hast Du recht, das man lernen sollte das auszuhalten. Aber bitte achte darauf wenn es besser ist dort hinzugehen.

Die Angst die Du empfindest treibt da ihre Spielchen mit dir - vermeindliches verlassen werden. Dem solltest Du dir selber auf den Grund gehen. Und ja, immer schön die Realität vor Augen halten. Es ist Blödsinn.
Vermutlich wirst Du das einige mal am Tag tun müssen. Aber das ist wichtig.

Habt ihr kein Skype oder ähnliches für einen Video-Chat?

11.02.2017 14:41 • #4


---Jessy---
Ich wünschte es gibt ein Geheimrezept, wassofort hilft damit ich aufhöre zu weinen. Das ist ja echt schrecklich, das mich es so fertig macht das er jetzt für 2,5 Wochen weg ist.

Doch, Skypen usw. Können wir. Allerdings ist er noch unterwegs. Er ist erst heute morgen los und wird in unserer Zeit erst um 1 Uhr nachts ankommen. Das heißt jetzt im Flugzeug können wir kein Kontakt haben. Nur in den Zwischenlandungen hatten wir kurz Kontakt.

Der Kontakt wird leider weniger sein, da wenn er arbeiten ist ich noch schlafe und wenn er Feierabend hat und wenn er schlafen geht ich am arbeiten bin. Da bleibt uns um richtig schön zu Skypen nur das Wochenende.

11.02.2017 15:00 • #5


Vonnie006
Ach liebe Jessy, ich kann dir leider nicht viel dazu sagen! Ausser das du ganz tapfer bist und eine starke Frau! Ich finde deine Einstellung wie du damit umgehen willst super! Aber wenn es nicht feht, zwinge dich nicht es durchhalten zu müssen!

11.02.2017 15:12 • x 1 #6


4_0_4
Es gibt bestimmt ein Rezept für das. Nur ist es etwas was Du dir selbst erarbeiten muss. Ich habe selber lange Jahre eine Fernbeziehung geführt. Das kann einem manchmal wirklich mürbe machen.
Das mit der Zeitverschiebung hatte gar nicht bedacht :

Das es dich fertig macht hat auch einen positiven Aspekt - Du liebst ihn. Und das ist sehr wertvoll, denn er wird damit von dir beschenkt.

Lieben zu können ist etwas positives und schönes. Es gibt Menschen die wären froh so empfinden zu können.

Es ist auch ein Segen und nicht nur ein Fluch.

11.02.2017 15:17 • x 1 #7


---Jessy---
Ihr seid lieb, danke!

Das stimmt wohl, fühlen zu können ist definitiv auch ein Segen.

ich hoffe das es die Tage dann besser wird und sich dadurch nicht wieder extreme Ängste und Panik entstehen.

11.02.2017 15:37 • #8


4_0_4
Das hoffe und wünsche ich dir auch.

Versuche in dir selbst eines zu sein, dann bist Du auch mit deinem Freund auch mehr zwei.

11.02.2017 15:42 • x 1 #9


ollie69
Ich habe ihn damals mit diesen Job kennengelernt und es war auch in Ordnung für mich das er bis zu 8 Monate im Jahr im Ausland sein wird.

Du bist anscheinend jetzt an einem Punkt in deiner Beziehung angekommen,wo die Dienstreisen deines Freundes nicht mehr in Ordnung sind. Zumindestens hat sich dein Krankheitsbild wieder verstärkt. Du leidest an einem geringen Selbstwertgefühl, wodurch die derzeitigen Umstände viel stärker auf Dich einwirken als im gesunden Zustand. Verständlicherweise brauchst Du deinen Freund jetzt mehr denn je!

Allerdings ist es doch schon mal gut, daß er nur noch 2 mal im Jahr weg ist. Für mich wär das ein absolutes No-go, wenn meine Freundin 8 Monate weg wär. Kommen diese Dienstreisen eigentlich immer wie aus heiterm Himmel oder stehen die Termine längerfristig fest?

Also Kopf hoch, die erste Woche dauert immer am längsten, danach hast Du Dich etwas dran gewöhnt und die Zeit vergeht wie im Flug!
Mach,um das Selbstwertgefühl zu steigern, mit Freunden oder Familie lange Spaziergänge und power Dich aus, das ist das Beste gegen Liebeskummer/Angst!

Versuch Struktur/Tagesroutine in den Alltag zu bringen, aber in den ersten Tagen ist auch trauern erlaubt!Laß alles raus!
LG Olly

11.02.2017 15:49 • #10


---Jessy---
Ich denke auch, das ich definitiv jetzt an den Punkt angekommen bin, wo ich Zeit mit ihm verbringen möchte ohne Kompromisse zu machen.

Geplant ist eher relativ. Es werden Termine angekündigt mit Glück auch drei Monate vorher, das heißt aber nicht das die stattfinden und Gebäus könnten ganz spontan am Montag auf der Arbeit es heißen am Donnerstag geht es los.
Das ist schon wirklich nicht einfach gewesen. Aber auch er hat die Freude immer mehr daran verloren da er lieber mehr zu Hause sein möchte.
Deswegen ist das jetzt auch ne echt gute Alternative.

Da wir jetzt 3 Monate zusammen hatten am Stück und er mir in dieser Zeit unglaublich beigestanden hat ist es jetzt echt hart für mich, ohne ihn zu sein.

Morgen Mittag bin ich bei meinen Eltern und dann komme ich von zu Hause raus. Ich denke das wird mir gut tun. Und heute ist eben ein qualvoller Tag leider.
Würde zu gerne zu meinen Schwiegereltern gehen und dort schlafen bis er wieder da ist, aber ich möchte stark sein und mir selber das Erfolgserlebnis schenken das alles gut überstanden zu haben.

11.02.2017 16:02 • #11


ollie69
...die Sache jetzt in den ersten Tagen alleine durchstehen zu wollen, ist vielleicht keine gute Idee, weil Du dann ja quasi in deinem eigenen Saft schmorst und so in einen negativen Gedankenstrudel geraten kannst,der die depressive Stimmung/Ängste noch mehr verstärkt und hochschaukelt...

Da ist die Gesellschaft/Gespräche von vertrauten Menschen wirklich eine große Stütze und sorgt für Ablenkung/Trost. Natürlich ist es auch wichtig,daß man sich zurückziehen kann und in Ruhe alles rausläßt .

Deine Schwiegereltern scheinen ja deine derzeitige Situation zu kennen und wie ich so zwischen den Zeilen gelesen habe, Dich auch mit offenen Armen empfangen. Das Gute an deinen Schwiegereltern (Es sind ja die Eltern deines Freundes!) ist natürlich auch, daß sie Dir quasi vorleben, wie cool man mit der Trennung auch umgehen kann....
denn die sind ja wahrscheinlich nicht zu Tode betrübt, weil Ihr Sohn im Ausland ist, sondern nehmen das ganz locker! Außerdem gilt hier der Grundsatz:geteiltes Leid ist halbes Leid!

11.02.2017 16:27 • x 1 #12


---Jessy---
Da hast du recht, die Gefahr besteht in der Tat, das ich das dadurch wieder hervorrufe.

Das stimmt. Klar finden die das nicht so toll das er alleine in der Welt rumreist, aber sie sehen es entspannter. Sie reden mir sehr sehr gut zu. Und was ganz wichtig ist, wenn ich da bin, dann bin ich nicht alleine habe immer jemanden zum reden dort.
Außer dieses Wochenende, leider sind die selber weg und kommen erst morgen Abend wieder -.-

Was ich mich aber frage ist, wie soll das in der Zukunft aussehen? Ich habe scheinbar ein großes Problem damit alleine sein.

11.02.2017 17:55 • #13


ollie69
Hey Jessy,

ich gehe gerade die Beiträge durch,bei denen ich etwas gepostet habe und frag mich so,was aus den Problemen der Leute so geworden ist...

Hat sich etwas geändert, seit dein Freund wieder aus dem Ausland zurück ist? Ist alles wieder besser?

LG Olly

03.06.2017 15:02 • #14


---Jessy---
Hallo Olly,

Lieb das du fragst.
Es ist alles super. Er reist jetzt nur noch 1-2 mal im Jahr. Das beruhigt mich sehr. Die letze Reise habe ich auch ohne großen PA's überstanden.

Jetzt wo er mehr zu Hause ist, klappt alles im gesamten viel besser.

03.06.2017 17:28 • #15


ollie69
Zitat von ---Jessy---:
Hallo Olly,

Lieb das du fragst.
Es ist alles super. Er reist jetzt nur noch 1-2 mal im Jahr. Das beruhigt mich sehr. Die letze Reise habe ich auch ohne großen PA's überstanden.

Jetzt wo er mehr zu Hause ist, klappt alles im gesamten viel besser.


Klasse,ich freue mich für dich! Habt ihr da endlich eine Lösung gefunden? Mann, überleg mal, du warst echt ein Häufchen Elend...

03.06.2017 17:39 • #16


---Jessy---
Ja das haben wir:)
Es kam kurz danach ein internes Jobangebot. Es passte natürlich perfekt.
Da hast du recht, ich war echt am Boden und haben mir geweint. Aber nun kann ich wieder lachen:)
Wenn jetzt noch die Angst und PA's weg gehen, wäre es natürlich perfekt:)

03.06.2017 17:54 • #17

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ollie69
Zitat von ---Jessy---:
Ja das haben wir:)
Es kam kurz danach ein internes Jobangebot. Es passte natürlich perfekt.
Da hast du recht, ich war echt am Boden und haben mir geweint. Aber nun kann ich wieder lachen:)
Wenn jetzt noch die Angst und PA's weg gehen, wäre es natürlich perfekt:)


Ist absolut klasse,daß dein Freund den Ernst der Lage erkannt und umgeswitched hat...daran siehst du, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels...

Ich dachte ja auch, es wird niemals besser bei mir (und es war ECHT schlimm damals), aber irgendwann gings plötzlich bergauf und die Sonne war wieder zu sehen ...

Auch wenn die Angst einen immer irgendwie begleiten wird (ist ja auch irgendwo Veranlagung) ,kann man sie gut im Griff behalten...

Bei mir ist sie hin und wieder auch noch in Form von körperlichen Symptomen da,aber nur abgeschwächt,nicht mehr bedrohlich (innere Unruhe,Anspannungzustände,Kloß im Hals etc)

Man hat gelernt damit umzugehen,wie bei einer Erkältung... Das kriegst du auch hin,gib dir einfach Zeit!

03.06.2017 18:36 • #18


---Jessy---
Danke für deine Worte! Ich komme darauf zurück, wenn Inches geschafft habe

03.06.2017 18:42 • #19


Strudeline
Hallo! Habe gerade ein etwas ähnlich Situation.. meine Freundin ist gerade für 2,5 Monate für ein Praktikum im Ausland und ich fühle mich auch ganz schrecklich deswegen. Ich bin es so gewohnt, sie unterstützend in meinem Alltag zu haben und fühle mich trotz Freunden und Studium, Job.. so alleine. Bzw bin ich gerade auch sehr gestresst wegen Studium und Job und bräuchte so sehr ihre Schulter zum Anlehnen ( Bin ganz verheult -.- Wie hast du es geschafft, damit fertig zu werden? Ich weiß, dass ich es auch allein schaffen sollte ohne Nervenzusammenbrüche.. den Alltag.. aber ich fühle mich gerade gar nicht so stark
Habe eine generalisierte Angststörung und ab und zu Dissoziation.

14.06.2017 17:20 • #20



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