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Philomena
Hallo, Ich hatte ja schon einmal hier gepostet, als ich Angst vor einem Besuch hatte. Ich habe den Besuch letztenendes abgesagt, weil es mir immer schlechter ging (konnte nichts mehr essen, Unruhe, Beklemmungen, Schwindel) je näher der Tag des Besuchs kam.
Nun habe ich wieder das Gefühl, dass ich mich für nichts entscheiden kann. Mir geht es seit einigen Monaten wieder schlecht, nachdem ich 2 Jahre fast Angst und Depressionsfrei war. Getriggert wurde mein "Rückfall" durch eine Zahn OP, bei der mir 2 Implantate eingesetzt worden sind und gleichzeitig auf der selben Seite ein Weisheitszahn gezogen wurde. Danach hatte ich überhaupt kein Gefühl mehr wie mein Aufbiss sein muss und bekam extreme Schmerzen im Kiefer und an den Zahnnerven wegen der falschen Belastung. Ich knirsche schon lange nachts. Ein Zahnarzt, zu dem ich dann an einem Wochenende ging, als ich wieder große Schmerzen hatte, schliff dann auf einer Seite meine Backenzähne ein - "zur Entlastung" wie er meinte. Dann bekam ich von meinem Zahnarzt eine Schiene, die wieder den Biss herstellen sollte. Leider zeigte sich dann, dass nun die Backenzähne zu kurz geschliffen wurden. Um eine lange Geschichte kurz zu halten: Es wurde dann hier und da geschliffen - aber eigentlich wurde es nicht besser. Die Schmerzen sind nun weniger geworden, aber der Aufbiss stimmt überhaupt nicht und ich habe oft Verspannungen im Kiefer und in der Halsmuskulatur. Mein ZAhnarzt weiß irgendwie auch nicht weiter. Nun gibt es ja da einige "Spezialisten" die aber leider sehr weit weg sind, bei welchen ich mich vorstellen möchte und deren Meinung ich gerne hören würde, was sie in meinem Fall tun würden.
So, nun geht es mir aber nicht gut und ich habe Angst zu reisen, obwohl ich unbedingt dort hin möchte.
Dann habe ich in 2 Wochen ein Erstgespräch zur Aufnahme in einer sehr guten psychosomatischen Klinik in meiner Nähe. Bin mir nicht sicher ob ich erst zu dem Zahnarzt reisen soll und dann in die Klinik? Dann hätte ich schon mal eine Auskunft und wieder einen hoffnungsvollen Plan...Oder soll ich, wie auch meine Ärztin meint, erst in die Klinik zum stabilisieren und dann zum Zahnarzt reisen? Ich denke ja immer, wenn ich irgendwas mit meiner Zahngeschichte geregelt bekomme, dann geht es mir auch so besser? Weil mich das sehr belastet und ich kanns auch nicht ignorieren weil es oft weh tut und auch beim essen stört. Dann habe ich noch das Problem, dass ich z.Z. bei meinen Eltern wohne. Ich bin, seit es mir wieder schlecht geht, bei meinem Lebensgefährten ausgezogen - wir lebten mehr oder weniger seit 5 Jahren in einer Art WG zusammen, seit es mir damals sehr schlecht ging. Er möchte, dass ich wieder zurück komme. Ich habe überhaupt kein Verlangen dort hin zu gehen. Auch auf Kontakt habe ich gar keine Lust, weil er oft jammert, dass er alleine sei und mir ein schlechtes Gewissen macht. Er hat mir jedoch schon viel geholfen, als es mir nicht gut ging und ist auch so ein sehr fürsorglicher Mensch, der mir alles abnimmt, was auch nicht immer gut ist. Wobei er sich aber dann meistens gut fühlt. Wenn es mir gut geht, hat er oft Verlustängst. Eigentlich will ich nicht mehr dort wohnen (weil es dort auch losging mit meiner Angststörung und den Depressionen durch extremen Stress mit seinem psychisch sehr kranken Ziehsohn, der aber inzwischen nicht mehr dort lebt) und würde auch die "Beziehung" klar beenden. Ich habe aber Angst es alleine nicht zu schaffen. Ich habe Angst eine falsche Entscheidung zu treffen, weil er ein so guter MEnsch ist, wie man ihn selten findet. Ich habe Angst, dass er dann überhaupt keinen Kontakt will, was ich auch schlimm fände. Er ist halt doch noch der Fels in der Brandung, wenn gar nichts mehr geht. Was aber auch irgendwie nicht fair ist von mir, ihn als ein solchen zu benutzen. Er bietet sich eben auch immer an und will mich nicht verlieren. Naja, dass ist so meine Baustelle: Gehe ich erst in die Klinik? Oder erst zum Zahnarzt reisen, auch wenn ich es kaum schaffe und mir das Stress macht? Soll ich mir eine eigene WOhnung besorgen? Schaffe ich das dann? Enscheide ich falsch, wenn ich mich von dem LEbensgefährten klar distanziere? Eigentlich würde ich gerne wieder bei 0 anfangen und wirklich mal bei mir schauen... aber ich habe Angst, es nicht hinzubekommen. Ich habe auch noch Familie, Freunde und Geschwister die mir helfen würden. Irgendwie weiß ich, dass ich etwas in meinem Leben verändern muss, weiß aber gar nicht wo ich anfangen soll. Eins nach dem anderen abarbeiten. Aber wie anfangen? Ich weiß gerade gar nichts.

23.11.2016 13:13 • 23.11.2016 #1


3 Antworten ↓


Icefalki
Oh je, du Arme, soviel Baustellen.

Ratschläge sind so eine Sache.

Also rein sachlich von mir: du bist so durch den Wind, dass ich dir die Klinik empfehlen würde. Dann kannst du dir mit fachlicher Hilfe deine Probleme anschauen.

23.11.2016 13:32 • x 1 #2



Kann keine Entscheidungen treffen

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Philomena
Ja, so sehe ich das auch, wenn ich mal klarer bin. Ich war schon mal in einer Klinik vor einigen Jahren, was mir gut tat. Leider habe ich danach fast nichts verändert, sondern bin den Weg des geringsten Widerstands gegangen, warum ich ja auch heute wieder dort bin wo ich bin. WIn Baustelle nach der anderen abarbeiten ist wahrscheinlich das Richtige und nicht alles auf einmal.

23.11.2016 14:25 • #3


Hallo,
als erstes würd ich das mit deinen FReund klären. Wenn er kein Ar. ist läuft zunächst mal alles so weitr. Du lebt bei Muttern, und ihr kümmert euch um euer Leben.
Heist ja nicht das jetzt irgendwas übers Knie gebrochen werden muss. Wenn das raus ist, und du eine gütige Einigung mit deinen Partner gefunden hast, dann ist schon mal ein Problem gelöst.
Das geht schnell, und kann sehr effektiv sein.

Bzgl. Klinik oder Op:
Ruf in der Klinik an und erbitte ein Gespräch mit einen Arzt. Schildere dem dein Fall. Er kann besser einschätzen als wir was nun sinnvoller ist.
Vielleicht kannst du auch beides zusammen machen? Such dir in der Nähe der Klinik ein Zahnartzt der Interesse hat.
Dann gehst du nach Feierabend zum Zahnarzt und lässt dich dort behandeln.

23.11.2016 16:33 • x 1 #4




Mira Weyer