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201704.11




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Mein Freund hat mir gestern sowas wie ein Ultimatum gestellt. Was ich aber nicht ganz ernst nehmen kann. Zu uns, wir sind seit 4 Jahren zusammen und sind vor 2 Jahren zusammen gezogen. Er arbeitet von Mo-Fr und trainiert eine Fussballmannschaft. Selber spielt er auch bei den Senioren. Nun hat er sich in den Kopf gesetzt nur noch 80% arbeiten zu wollen. Das heißt Freitag frei. Er ist erst 35 Jahre alt. Ihm geht es gut. Er ist gesund. Ausserdem würde unser Geld wohl nicht reichen wenn er die 80% stelle so annimmt.

Ich habe ihm natürlich gesagt dass es für mich nicht machbar ist und ich dann eine eigene wohnung haben will. Bzw beide ziehen wieder in eine eigene wohnung. Dann kann er sich das sowieso nicht leisten. Gestern war er ziemlich mies drauf und meinte wir müssen uns entscheiden wie es weiter geht. Ich glaube er ist total verunsichert und hat auch Angst. Wie überzeuge ich ihn davon, dass es so wie es jetzt ist, besser ist? Er kann wirklich sehr nachtragend sein. Ich glaube er wird mir diese entscheidung übelnehmen

Auf das Thema antworten


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Status: Online online
  04.11.2017 10:28  
Hey,
wieviele Stunden pro Woche gehst du denn arbeiten?

Butterfly_31 hat geschrieben:
Ausserdem würde unser Geld wohl nicht reichen wenn er die 80% stelle so annimmt.

Was bedeutet, dass das Geld nicht reichen würde? Wird es dann schon knapp um nur die Grundbedürfnisse zu befriedigen (Miete, Nebenkosten, Lebenstmittel, "einfache" Klamotten,....) oder ist es dann eher ein Luxusproblem, dass Shopping ohne auf den Preis zu achten o.ä. dann nicht mehr möglich ist?
Wenn es wirklich so "knapp" ist mit dem Geld: Würde dann vielleicht Hartz IV als Aufstocker, Wohngeld o.ä. euch zustehen?

Butterfly_31 hat geschrieben:
Nun hat er sich in den Kopf gesetzt nur noch 80% arbeiten zu wollen. Das heißt Freitag frei. Er ist erst 35 Jahre alt. Ihm geht es gut. Er ist gesund.

Nur weil es einen gesellschaftlichen Druck gibt, dass Man(n) Vollzeit arbeiten müsse, wenn man gesund ist, muss man sich diesem Druck nicht beugen. Wenn er mit einem längeren Wochenende viel glücklicher ist, dann ist das viel mehr als 20% mehr Geld wert. Wer später damit angibt, dass er 45 Jahre lang 50h pro Woche gearbeitet hat, ist dumm. Wer später erzählt, dass er nur 30h pro Woche gearbeitet hat und sich alles im Leben leisten konnte, was er wirklich haben wollte und eine auskömmliche Rente hat, der ist sehr clever.

Butterfly_31 hat geschrieben:
Wie überzeuge ich ihn davon, dass es so wie es jetzt ist, besser ist?

Garnicht! Er ist ein gesunder und erwachsener Mann. Hätte ich ne Freundin, die so einen Druck auf mich ausüben würde, entweder 100% arbeiten oder sie besteht darauf, dass wir wieder getrennt wohnen, fände ich das nicht so lustig. Dann würde ich mich fragen, ob die Frau meine Geldbörse mehr liebt als mich......


Edit: Klingt so, als ob du irgendein anderes Problem mit deinem Freund hast und das 80% Arbeiten gehen garnicht das ist, was dich in eurer Beziehung wirklich nervt. Kann das sein? ;)

Danke7xDanke




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  04.11.2017 10:39  
la2la2 hat geschrieben:
Was bedeutet, dass das Geld nicht reichen würde?
Nein da geht es um ganz normale Rechnungen. Dazu muss ich noch sagen, dass er nichts mit unseren Finanzplanungen am Hut hat. Das mache alles ich. Er isst gern mal auswärts oder gönnt sich neue Trainingsanzüge usw. Er kann nicht sparen an kleinen Dingen. Das bleibt alles an mir hängen. Der ganze Haushalt und alles andere MUSS ich erledigen.

Mich stört daran einfach, dass er nichts tut wenn er zu Hause ist. Ausser Unordnung machen und auf dem Sofa sitzen ist da nicht viel. Er würde nicht mal von isch aus einkaufen oder den Müll runter bringen. Das ist der eine Grund, meine Angststörung der Andere.

la2la2 hat geschrieben:
entweder 100% arbeiten oder sie besteht darauf, dass wir wieder getrennt wohnen

Ich finde das sehr hart. Schliesslich ist er ja gesund und KANN und DARF arbeiten gehen. Ich bin hier gefangen und muss mich iwie durch den Tag bringen. Ich weiss nicht wie ich es finden würde wenn es andersrum wäre. Nehme ich mich hier zu wichtig? Gehts im Leben nicht auch darum zu schauen was für einen selber das Beste ist?



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  04.11.2017 10:51  
richtig, es geht eig nur darum zu schauen,w as für einen das beste ist. und wenn für ihn seiner meinung nach das beste ist, nur noch 80 % zu arbeiten dann hast du das zu respektieren. und darfst du auf keinen fall das argument "er ist ja gesund" anbringen. oder das er arbeiten gehen kann und darf. das ist ja kein privileg. oder gottgegeben. es ist seine alleinige entscheidung.

aber im umkehrschluss:

er muss auch akzeptieren, dass du das nicht gut findest. und eure beziehung darunter leiden wird. zudem solltest du ihm ganz nüchtern mal aufrechnen, wie er/ihr dann finanziell dasteht. und er zumindest dann sich mehr in den haushalt einbringen muss, weil eine beziehung ist ja nicht nur ein geben sondern auch ein nehmen (wobei, arbeitest du auch, sprich bringst du geld mit ein?)

insg klingt das aber irgendwie, als wenn du arg neidisch auf ihn bist. von wegen, er soll glücklich und zufrieden sein, dass er ja 100 % arbeiten kann und gesund ist und nun maßt er sich an, weniger arbeiten zu wollen? du sagst du musst dich irgendwie durch den tag bringen. ich kenn das wohl durchaus, aber ist das ein grund, jemand anderem nicht mehr freizeit zu gönnen?

ich weiß nicht wie er sich nun entscheiden wird, aber wenn ich eine freundin hätte, die nach 4 jahren beziehung mir an den kopf wirft, dass, wenn ich 20 % weniger arbeiten würde sie sofort ausziehen würde, dann würde ich ich ernsthaft fragen, ob sie überhaupt etwas für mich empfindet oder nur mit mir zusammen ist, weil ich ja das geld verdiene. sry, soll nun kein persönlicher angriff sein, aber dieses ultimatum finde ich persönlich hart. aber, das ist deine ureigene entscheidung, und nur du musst/kannst für dich entscheiden,w as für dich gefühlt das beste ist - aber auch auf die gefahr hin, dass er dann seine schlüsse draus zieht.

ich frage mich, wieso da nun so ein scheinbarer frontalangriff von dir erfolgen musste, statt sich mal nüchtern dmait auseinander zu setzen, den finanzplan offen zu legen und klar zu machen "pass auf kollege, wenn du nun nur noch 80 % verdienst haben wir nur noch summe x. das reicht dann nicht mehr, um groß extern essen zu gehen und trainingsanzüge sind dann auch nicht mehr drin. möchtest d das wirklich?"

Danke3xDanke


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1678

Status: Online online
  04.11.2017 10:55  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Dazu muss ich noch sagen, dass er nichts mit unseren Finanzplanungen am Hut hat. Das mache alles ich. Er isst gern mal auswärts oder gönnt sich neue Trainingsanzüge usw. Er kann nicht sparen an kleinen Dingen. Das bleibt alles an mir hängen. Der ganze Haushalt und alles andere MUSS ich erledigen.

Dann denkst du vollkommen falsch. Wenn er nur noch 80% arbeiten geht, dann hast du ein super Argument, dass er im Haushalt mehr mitmachen kann. ;)

Butterfly_31 hat geschrieben:
Mich stört daran einfach, dass er nichts tut wenn er zu Hause ist. Ausser Unordnung machen und auf dem Sofa sitzen ist da nicht viel. Er würde nicht mal von isch aus einkaufen oder den Müll runter bringen. Das ist der eine Grund, meine Angststörung der Andere.

Und wann hast du das letzte mal mit ihm sachlich über dieses Problem gesprochen? Das ist wohl eher das wahre Problem. Ist natürlich viel einfacher jetzt über 80% Arbeitszeit zu streiten, als mit ihm über das zu diskutieren, was dich wirklich schwer belastet......

Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich finde das sehr hart. Schliesslich ist er ja gesund und KANN und DARF arbeiten gehen.

Vergiss die gesellschaftlichen Normen! Es zählt nur eine Sache: Die Individuelle Zufriedenheit und Lebensqualität. So lange der Staat den Banken Milliarden in den Hintern schiebt, weil die Manager ihre Jobs verfehlt haben, sollte man keine Sekunde daran denken, eine gesellschaftliche Verpflichtung zu haben, mehr zu arbeiten um mehr Steuern und sonstige Abgaben für den Staat zu erwirtschaften!

Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich bin hier gefangen und muss mich iwie durch den Tag bringen.

Dann müsstest du dich doch sehr freuen, dass du nicht nur Samstag und Sonntag mit ihm Zeit verbringen kannst, sondern auch in Zukunft am Freitag. Wenn du, wie du schreibst, zu Hause gefangen bist und irgendwie den Tag absitzen musst, hätte ich jetzt erwartet, dass du dich über mehr Zeit mit ihm freuen würdest....

Butterfly_31 hat geschrieben:
Nehme ich mich hier zu wichtig? Gehts im Leben nicht auch darum zu schauen was für einen selber das Beste ist?

Wenn er deutlich mehr Geld nach Hause bringt, als du, dann fände ich es an seiner Stelle nicht so dolle, wenn sich dann meine Freundin beschweren würde, dass ich mit 80% zu wenig verdienen würde.... Du kannst ihn natürlich auch 50-60h pro Woche zur Arbeit jagen. Und in einigen Jahren dich dann hier beschweren, dass er Burnout hat....

Wieviele Stunden pro Woche gehst du denn arbeiten? Oder wieviel Geld kommt von dir? EU-Rente? Hartz IV? Garnichts?

Danke1xDanke


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  04.11.2017 10:58  
puh ich hab mir aber gerade mal dien tagebuch durchgelesen.

+dein problem ist ja nicht das weniger geld, sondern, dass dein freund dann mehr zu haus ist. also wenn ich nach dem, was du in deinem tagebuch geschrieben hast gehe, dann solltest du dringend in eine eigene bude.
wobei, noch dringender solltest du dich in stationäre behandlung geben. gibt es eine psychiatrische klinik für notfälle ind einer gegend? dort würde man dir, wenn du stabil genug bist, auch mit dem internen sozialdienst bei behördensachen helfen. mir hat das damals sehr geholfen.

Danke1xDanke


1262
Das Tal der Wupper
1807
  04.11.2017 11:04  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Nein da geht es um ganz normale Rechnungen. Dazu muss ich noch sagen, dass er nichts mit unseren Finanzplanungen am Hut hat. Das mache alles ich. Er isst gern mal auswärts oder gönnt sich neue Trainingsanzüge usw. Er kann nicht sparen an kleinen Dingen. Das bleibt alles an mir hängen. Der ganze Haushalt und alles andere MUSS ich erledigen.

Mich stört daran einfach, dass er nichts tut wenn er zu Hause ist. Ausser Unordnung machen und auf dem Sofa sitzen ist da nicht viel. Er würde nicht mal von isch aus einkaufen oder den Müll runter bringen. Das ist der eine Grund, meine Angststörung der Andere.


Ich finde das sehr hart. Schliesslich ist er ja gesund und KANN und DARF arbeiten gehen. Ich bin hier gefangen und muss mich iwie durch den Tag bringen. Ich weiss nicht wie ich es finden würde wenn es andersrum wäre. Nehme ich mich hier zu wichtig? Gehts im Leben nicht auch darum zu schauen was für einen selber das Beste ist?


Moin!

Ich würde ihm erstmal detailliert vorrechnen, welche Einschränkungen eine Teilzeitstelle zur Folge hätte und dass er sich seinen bisherigen Lebensstil dann wohl bis zu einem gewissen Grad verkneifen muss. Direkt mit Auszug zu drohen, finde ich übertrieben ("Kanonen auf Spatzen" und so....). Desweiteren würde ich darauf bestehen, dass er auch häusliche Aufgaben übernimmt, wenn er schon an drei Tagen in der Woche frei hat.
Ich selbst bin auch seit August in Teilzeit (4-Tage-Woche) und muss sagen, das war der beste Schritt meines Lebens. Natürlich muss man sich manche finanziellen Extravaganzen verkneifen, auf die man früher kaum geachtet hätte, aber bei einer 80%-Beschäftigung ist das alles sehr gut machbar. Ein bisschen muss man allerdings schon mit Geld umgehen können.... :wink:
Und dass manche Aufgaben im Haushalt meine sind, war von Anfang an klar wie Kloßbrühe. Ich hätte auch gar keinen Nerv, den lieben langen Tag nur auf dem Sofa zu verrotten und meiner Madame beim Arbeiten zuzuschauen, ganz ehrlich.

Wichtige Frage (wie ich finde): Was macht Dein Freund eigentlich beruflich?

LG
JollyJack

Edit: Da waren andere Leute etwas schneller als ich. Muss ich noch lesen.... :wink:



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  04.11.2017 11:06  
ps: um sie besser zu verstehen, solltet ihr euch noch ihr tagebuch durchlesen



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Das Tal der Wupper
1807
  04.11.2017 11:08  
Maldur hat geschrieben:
ps: um sie besser zu verstehen, solltet ihr euch noch ihr tagebuch durchlesen


Danke für den Tipp! :daumen:
Hab ich noch nicht gemacht, kann nur hilfreich sein.

LG
JollyJack





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  04.11.2017 11:13  
Ich arbeite nicht. Bekomme eine IV Rente mit Ergänzungsleitungen. DIe hat mir immer gut gereicht zum Leben. Jetzt ist es so, dass ich mit seinem Lohn seine Rechnungen bezahle und mit meinem Lohn, meine, unsere gemeinsamen und teilweise noch seine, zahle. Stört mich ja auch nicht im Moment. Da es grade so reicht. Er hat zum Bsp ein geleastes Auto, dafür zahle ich auch, obwohl ich es nie nutze, nicht mal als Beifahrer. Er will nun eine Neues, Grösseres. Leasingrate erhöht sich natürlich. Im Dezember geht er für 2 Wochen nach Thailand in den Urlaub. Auch kein Thema. Das gönne ich ihm alles. Aber ich kann es nicht befürworten, 80% arbeiten zu wollen und dann trotzdem noch leben wollen wie ein König. Verstehst du was ich meine?

Und so plötzlich ist das Ganze nicht passiert. Er wusste von Anfang an auf was er sich einlässt und dass dieses Zusammenwohnen eine Art Probe ist. Ich belüge ihn da nicht. Ich sage ihm immer ganz direkt was ich von etwas halte. Es ist nun mal so, dass ich Probleme habe und die händeln wir ansonsten relativ akzeptabel.

Ich will auch nicht die böse Hexe sein die ihn zum schuften zwingt. Das mag hier vielleicht so rüberkommen aber dem ist nicht so. Ich bewundere ihn wenn er arbeiten geht. Es macht mich stolz, dass es gesund ist. Und natürlich bin ich neidisch, er ist es ja auch. In seinen Augen sitze ich ja auch nur zu Hause rum und habe keine Verpflichtungen. Das ist jetzt mal die umgekehrte Sichtweise :)

Ich lebe sehr reduziert. Brauche nicht viel Geld um glücklich zu sein. Wenn ich mir ab und zu ein paar Stoffe zum nähen oder Bastelzeug kaufen darf bin ich zufrieden.

Um nochmal auf das Hexenthema zurück zu kommen.. Ich habe ihm den ultimativen Adventskalender gemacht. 24 Geschenke, alles zusammen seeeehr teuer, weil ich ihm das gönne. Er sammelt Originalverpacktes Star Wars Zeugs. Ist ja nicht so, dass ich ihm nichts gutes tun möchte. Ich weiss nur leider wie ich leide wenn er zu Hause ist, und einfach nichts tut. NICHTS.



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Status: Online online
  04.11.2017 11:15  
Maldur hat geschrieben:
puh ich hab mir aber gerade mal dien tagebuch durchgelesen.

Hab da grad auch mal reingeschaut. Ist ne gute Idee.... Bestätigt den Verdacht, dass das 80% Arbeiten nur als Alibiproblem herhalten muss für ein viel größeres Problem.....

Wenn du willst, dass dein Freund komplett mit dir Schluss macht, dann machst du grad alles richtig.
Butterfly_31 hat geschrieben:
Mein Freund hat mir gestern sowas wie ein Ultimatum gestellt. Was ich aber nicht ganz ernst nehmen kann.
Das Ultimatum solltest du SEHR ernst nehmen.


Du hast genau 2 Möglichkeiten:

1. Du willst die Beziehung retten: Dann mach endlich den Mund auf und sage deinem Freund, was du in deinem Tagebuch geschrieben hast (natürlich etwas netter verpackt, dass er dich nur stört). Zieht wieder auseinander und dann ab zum Zahnarzt (hast da einen sehr toleranten Freund - für mich wäre ein schlecht gepflegtes Gebiss ein no-go.... könnte eine Frau mit schlecht gefplegten Gebiss nur nen Schmatzer auf die Wange geben, aber nie intensiv knutschen.). Anschließend irgendwie die restlichen Probleme in den Griff bekommen.

2. Mach so weiter, dann wirst du in spätestens 1-2 Monaten die Beziehung durch das Alibiproblem mit den 80% Arbeiten erfolgreich zerstört haben. Wenn die Beziehung daran kaputt geht, wird der sehr wahrscheinlich endgültig mit dir Schluss machen.





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  04.11.2017 11:18  
Maldur hat geschrieben:
puh ich hab mir aber gerade mal dien tagebuch durchgelesen.


hängt mich bitte nicht an dem Tagebuch auf hier :D da schreib ich meist wirres Zeug rein wenn die Angst gross ist.

JollyJack hat geschrieben:
Was macht Dein Freund eigentlich beruflich?


Er ist Dachdecker. Hat jetzt 12 Jahre in der gleichen Firma gearbeitet und sucht jetzt einen neuen Job. Er arbeitet aber noch bis Weihnachten. Dann geht er in Urlaub nach Thailand für 2 Wochen. Danach hat er nochmal 2 Wochen frei. unbezahlt natürlich...





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  04.11.2017 11:26  
la2la2 hat geschrieben:
Hab da grad auch mal reingeschaut. Ist ne gute Idee.... Bestätigt den Verdacht, dass das 80% Arbeiten nur als Alibiproblem herhalten muss für ein viel größeres Problem.....

Wenn du willst, dass dein Freund komplett mit dir Schluss macht, dann machst du grad alles richtig. Das Ultimatum solltest du SEHR ernst nehmen.


Du hast genau 2 Möglichkeiten:

1. Du willst die Beziehung retten: Dann mach endlich den Mund auf und sage deinem Freund, was du in deinem Tagebuch geschrieben hast (natürlich etwas netter verpackt, dass er dich nur stört). Zieht wieder auseinander und dann ab zum Zahnarzt (hast da einen sehr toleranten Freund - für mich wäre ein schlecht gepflegtes Gebiss ein no-go.... könnte eine Frau mit schlecht gefplegten Gebiss nur nen Schmatzer auf die Wange geben, aber nie intensiv knutschen.). Anschließend irgendwie die restlichen Probleme in den Griff bekommen.

2. Mach so weiter, dann wirst du in spätestens 1-2 Monaten die Beziehung durch das Alibiproblem mit den 80% Arbeiten erfolgreich zerstört haben. Wenn die Beziehung daran kaputt geht, wird der sehr wahrscheinlich endgültig mit dir Schluss machen.



danke für deine klaren Worte. Das einzige was mein Freund nicht weiss ist das ich diese üblen Verdauungsstörungen habe. Ansonsten weiss er eigentlich über alles Bescheid. Wir haben diese Themen schon oft durchgekaut. Er scheint es nur manchmal zu vergessen. Über das Zahnproblem habe ich ihn auch informiert. Er sagt da aber nicht gross was dazu. Vielleicht habe ich auch Existenzängste weil er sich emotional zu wenig einbringt. Ich habe einfach das Gefühl diese Last alleine zu Tragen. Quasi er chillt hier auf dem Sofa und ich muss mir einen Kopf machen wie ich ihm das finanziell ermögliche. Ich glaube es ist iwie eine Mischung aus beidem. Ohne mich da rausreden zu wollen. In meinem Kopf herrscht ein grosses Durcheinander, das sieht man an meinem Tagebuch



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  04.11.2017 11:32  
Hallo,
ich habe (verzeih, daß ich jetzt auch ins Tagebuch geguckt habe) :roll: in deiner Schilderung einiges von mir wiedergefunden. Als ich jünger war, habe ich auch verschiedene Beziehungsmodelle ausprobiert und keines paßte wirklich für mich. Am Besten war noch das mit den eignen Wohnungen. Die Beziehungen gingen letztendlich daran kaputt, daß ich eine autonome Persönlichkeit habe. Hier im konkreten Thema würde das heißen: wenn ich Vollzeit arbeite, dann hat der Partner (unter gleichen Vorraussetzungen) auch Vollzeit zu arbeiten. Krankheit, zeitweise Arbeitslosigkeit ect., was ja auch mich treffen könnte, ist da einkalkuliert. Freiwillig wegen nichts die Arbeitszeit reduzieren käme überhaupt nicht in Betracht, zumal das bei den heutigen Preisen auch wirklich schlecht geht.

Wenn jemand im Zusammenleben Druck empfindet, sich vereinnahmt fühlt, nicht wirklich für den anderen mitplanen kann, emotionalen Druck hat und sich verstellen muß (das tust du nämlich schon die ganze Zeit), wenn es um normale persönliche Vorgänge geht (Darmtätigkeit) und man sein eigenes Schlafzimmer braucht, nennt sich das Autonomie und dann ist das etwas, was schnell an die Grenzen des anderen stößt.

Hast du eine Diagnose @Butterfly_31 ?





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  04.11.2017 11:39  
Reenchen hat geschrieben:
Hallo,
ich habe (verzeih, daß ich jetzt auch ins Tagebuch geguckt habe) :roll: in deiner Schilderung einiges von mir wiedergefunden. Als ich jünger war, habe ich auch verschiedene Beziehungsmodelle ausprobiert und keines paßte wirklich für mich. Am Besten war noch das mit den eignen Wohnungen. Die Beziehungen gingen letztendlich daran kaputt, daß ich eine autonome Persönlichkeit habe. Hier im konkreten Thema würde das heißen: wenn ich Vollzeit arbeite, dann hat der Partner (unter gleichen Vorraussetzungen) auch Vollzeit zu arbeiten. Krankheit, zeitweise Arbeitslosigkeit ect., was ja auch mich treffen könnte, ist da einkalkuliert. Freiwillig wegen nichts die Arbeitszeit reduzieren käme überhaupt nicht in Betracht, zumal das bei den heutigen Preisen auch wirklich schlecht geht.

Wenn jemand im Zusammenleben Druck empfindet, sich vereinnahmt fühlt, nicht wirklich für den anderen mitplanen kann, emotionalen Druck hat und sich verstellen muß (das tust du nämlich schon die ganze Zeit), wenn es um normale persönliche Vorgänge geht (Darmtätigkeit) und man sein eigenes Schlafzimmer braucht, nennt sich das Autonomie und dann ist das etwas, was schnell an die Grenzen des anderen stößt.

Hast du eine Diagnose @Butterfly_31 ?


Interessant. Ein ganz neuer Aspekt. Danke dir für deine Antwort.

Ich habe bis jetzt immer alleine gewohnt. Da ging es mir auch deutlich besser. Aber ganz auf dieses Beziehungsmodell verzichten? Sollte ich das für mich auch so wählen? Ich habe eine ängstlich vermeidende persönlichkeitsstörung mit Panikattacken. Das wurde so diagnostiziert. Mittlerweile habe ich wohl noch eine Tonne anderer Probleme angehäuft. Hast du evtl einen Tipp wo ich mich da einlesen könnte zum Thema Autonomie und Angststörung. Möchte mich nicht schon wieder panisch googeln und auf etwas stossen was mir Angst macht




  04.11.2017 12:10  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich arbeite nicht. Bekomme eine IV Rente mit Ergänzungsleitungen. DIe hat mir immer gut gereicht zum Leben. Jetzt ist es so, dass ich mit seinem Lohn seine Rechnungen bezahle und mit meinem Lohn, meine, unsere gemeinsamen und teilweise noch seine, zahle. Stört mich ja auch nicht im Moment. Da es grade so reicht. Er hat zum Bsp ein geleastes Auto, dafür zahle ich auch, obwohl ich es nie nutze, nicht mal als Beifahrer. Er will nun eine Neues, Grösseres. Leasingrate erhöht sich natürlich. Im Dezember geht er für 2 Wochen nach Thailand in den Urlaub. Auch kein Thema. Das gönne ich ihm alles. Aber ich kann es nicht befürworten, 80% arbeiten zu wollen und dann trotzdem noch leben wollen wie ein König. Verstehst du was ich meine?

Und so plötzlich ist das Ganze nicht passiert. Er wusste von Anfang an auf was er sich einlässt und dass dieses Zusammenwohnen eine Art Probe ist. Ich belüge ihn da nicht. Ich sage ihm immer ganz direkt was ich von etwas halte. Es ist nun mal so, dass ich Probleme habe und die händeln wir ansonsten relativ akzeptabel.

Ich will auch nicht die böse Hexe sein die ihn zum schuften zwingt. Das mag hier vielleicht so rüberkommen aber dem ist nicht so. Ich bewundere ihn wenn er arbeiten geht. Es macht mich stolz, dass es gesund ist. Und natürlich bin ich neidisch, er ist es ja auch. In seinen Augen sitze ich ja auch nur zu Hause rum und habe keine Verpflichtungen. Das ist jetzt mal die umgekehrte Sichtweise :)

Ich lebe sehr reduziert. Brauche nicht viel Geld um glücklich zu sein. Wenn ich mir ab und zu ein paar Stoffe zum nähen oder Bastelzeug kaufen darf bin ich zufrieden.


1. Du bringst kein erarbeitetes Geld nach Hause. Erwartest aber von ihm volle Leistung. Das finde ich schon frech.

Wenn ihr beide jeder vom eigenen Geld lebt und nur bei Miete, Strom, Heizung, DSL Lebensmittel 50/50 macht, kann dir das doch egal sein. Dann zahlst du nicht mehr seine Leasingrate und er übernimmt auch nichts für dich.

Ihn zu erpressen finde ich unfair. Abgesehen davon geht der Trend eh weg von Vollzeitstellen. Kannst ja mal googeln warum...

Bezüglich deines Problems das er dann noch mehr daheim ist:

Warum wohnt ihr nicht jeder in einer eigenen Wohnung? Das wirkt wahre Wunder! @ Veritas und ich haben uns für den Weg entschieden weil es kurz vor Beziehungsende war. Nur die Konsequenz musst DU auffahren. Er ist nicht für dein Seelenheil verantwortlich.

Danke1xDanke




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  04.11.2017 12:25  
Flocke37 hat geschrieben:
Warum wohnt ihr nicht jeder in einer eigenen Wohnung?

Das will ER nicht. Er weiss, dass er dann putzen, waschen usw muss. Er sagt mir auch ständig, dass ich hier nicht weg will weil ich hier total liebe Nachbarn habe. ER will hier nicht weg. Darum kann ich sein Ultimatim auch nicht ganz ernst nehmen. Ich glaube es ist eher anders rum und er wollte mir die Pistole auf die Brust setzen und mich zu der Entscheidung drängen getrennte Wohnungen zu suchen. Dazu kommt dass ich einfach nicht voreilig die Flinte ins Korn werfen will. Da ich ihn ja auch liebe und mich gern um ihn sorge



  04.11.2017 12:35  
Butterfly_31 hat geschrieben:
Ich habe ihm natürlich gesagt dass es für mich nicht machbar ist und ich dann eine eigene wohnung haben will. Bzw beide ziehen wieder in eine eigene wohnung. Dann kann er sich das sowieso nicht leisten.

Gestern war er ziemlich mies drauf und meinte wir müssen uns entscheiden wie es weiter geht. Ich glaube er ist total verunsichert und hat auch Angst.

Wie überzeuge ich ihn davon, dass es so wie es jetzt ist, besser ist? Er kann wirklich sehr nachtragend sein. Ich glaube er wird mir diese entscheidung übelnehmen

Ich glaube du verdrehst da was.
Du schreibst, jeder lebt von seinem eigenen Geld. Also wird er sich auch eine eigene kleine Wohnung leisten können.

Und das Ultimatum stellst doch DU ihm. Warum verdrehst du das?

Ich lese ganz klar heraus da du nicht weißt was du willst, verunsichert bist und vor allem inkonsequent bist.

Danke1xDanke


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  04.11.2017 12:38  
Auf Beziehung verzichten mußt du doch nicht, nur in der Gestaltung einer Beziehung kannst du mehr Einfluß haben.
Du machst den ganzen Haushalt und natürlich beklagt sich dein Freund nicht darüber. Du machst den Haushalt, weil dir Ordnung wichtig ist und ihm ist es recht. Wenn du willst, daß er sich mehr im Haushalt beteiligt, dann kannst du offen, mit Ansprache und des Anspruchs der Wichtigkeit dafür sorgen. Verteil die Aufgaben!
Du willst nicht, daß er die Arbeitszeit verkürzt. Dann rechne ihm vor, was das in Zahlen ausmacht. Thailandurlaub... ist dann wohl der Letzte gewesen.
Du hast Schwierigkeiten, mit normalen menschlichen Vorgängen umzugehen. Das mußt du nicht rechtfertigen. Wer krempelt schon gerne seine Eingeweide auf den Tisch - keiner. Mußt du auch nicht, sind deine Eingeweide und die brauchen weder eine Rechtfertigung, noch einen Tisch. :lol: Jeder Mensch grenzt sich dadurch von anderen ab, weil das keinen was angeht.

Jeder Mensch ist zu einem gewissen Grad autonom oder besser gesagt individuell. Als Störung wird es nur gesehen, wenn man selbst das Gefühl hat, durch Zugriff anderer Menschen darauf, verletzt zu werden. Ich bin schizoid und bei mir hat Autonomie oberste Priorität und das oft auch total unbewußt. Ich habe keinen Plan für ein Leben mit anderen Menschen - kann das nur einfach nicht, weil ich permanenten Rückzug brauche. In gewisser Weise haben die ängstlich-vermeidende und die schizoide PS da gemeinsames Potential - nur daß schizoide weniger ängstlich, aber hauptsächlich vermeidend sind. :wink:

In einer Beziehung hat mich nie sonderlich beeindruckt, wenn ein Partner es zur treibenden Drohung nahm, mir zu sagen "dann ist alles aus", um irgendwas zu bezwecken. Dann war es schon aus und ich bin weg, so wie ich da saß oder stand. Hat sich immer gut angefühlt. Die Scheidung war etwas anstrengender - aber gut.
Bei dem googlen nach autonome Persönlichkeit kann dir eigentlich nichts Schlimmes passieren. Hier ist so ein harmloser Link http://www.focus.de/wissen/mensch/sprac ... 30862.html

Danke1xDanke


  04.11.2017 12:41  
Butterfly_31 hat geschrieben:

Das will ER nicht. Er weiss, dass er dann putzen, waschen usw muss. Er sagt mir auch ständig, dass ich hier nicht weg will weil ich hier total liebe Nachbarn habe. ER will hier nicht weg. Darum kann ich sein Ultimatim auch nicht ganz ernst nehmen.

Ich glaube es ist eher anders rum und er wollte mir die Pistole auf die Brust setzen und mich zu der Entscheidung drängen getrennte Wohnungen zu suchen.

Dazu kommt dass ich einfach nicht voreilig die Flinte ins Korn werfen will. Da ich ihn ja auch liebe und mich gern um ihn sorge

Häh! ? Was denn nun?
Entweder er will keine eigene Bude ODER er drängt dich zur Entscheidung eigene Wohnung. :idee Sehr wirr. Kommt aber auf's gleiche raus.

Außerdem stellt getrenntes Wohnen keine Kapitulation dar. Das ist deine persönliche Bewertung dessen. Aber es kann eine Partnerschaft auch entspannen. Denn man ist automatisch wieder mehr bei sich selbst...eigenen Grenzen und Bedürfnissen.

Danke1xDanke

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