Pfeil rechts
5

Hallo zusammen,

ich bin mal wieder fix und fertig wegen diesem blöden Schwindel.

Er ist rund um die Uhr da, begleitet von schlechtem Sehen und Nacken-/Kopfschmerzen, Übelkeit manchmal auch.

Als ich heute morgen erwachte, quasi direkt beim Augen aufmachen hatte ich ein ekeliges Schwindelgefühl mit starker Angst begleitet. Dachte sofort an Schlaganfall oder irgendwas generell im Kopf und dass ich jetzt gleich ohnmächtig werde oder der Schlaganfall eintritt.

Dieser Schwindel verstärkt sich in angstbesetzten Situationen wie Warten in der Schlange beim Einkaufen, beim Alleinesein mit den Kindern (was leider von morgens bis abends so ist), beim Busfahren (das vermeide ich schon immer mehr), generell bei allen Dingen wo ich mich dadurch blamieren könnte umzufallen. Oder die Angst so derbe im Nacken sitzt, dass ich bald sterben muss und meine Kinder verlassen muss.

Die Ärztin sagte nur, dass der Schwindel von meiner dauerhaften Angst kommt und hat mir ein Beruhigungsmittel aufgeschrieben .

Meine Sehkraft hat sich auch in den letzten Monaten verschlechtert und ich sehe auf beiden Augen nicht gleichmäßig gut. Aber das denke ich, ist es nicht, da der Schwindel ja sofort beim Aufwachen einsetzt.

Ich kann das nur schwer ertragen, da ich nichts mehr machen kann ohne Schwindel und Angst.

Gehts jemandem ähnlich?

Lieg oft weinend im Bett, weil ich mir die schlimmsten Katastrophen ausmale und jeden Moment mit einem Schlaganfall rechne.

Muss aber auch gestehen, dass ich mir den ganzen Tag lang um meine Gesundheit und um ein Versagen meinerseits Gedanken mache.

Sorry für meine Verzweiflung aber ich googel ständig und finde die schlimmsten Sachen, die ich mir auch einbilden kann.

Ein Austausch wäre wirklich schön.

20.02.2011 13:49 • 11.07.2021 x 1 #1


251 Antworten ↓


Hey

also damit bist du auf keinen fall alleine..

ich bin mitten in der nacht schon aufgewacht, hatte so schlimme schwindelanfälle, direkt begleitet mit einer panikattacke. damals wusste ich allerdings noch nicht, dass es sowas überhaupt gibt.
mitlerweile habe ich schon eine therapie hinter mit ( hat mir leider nicht viel gebracht ) und immer noch damit zu kämpfen.. wenn ich mir viel stress mache dann habe ich einen oder mehrere tage danach durchgehend schwankschwindel. beim einkaufen ist es dann extrem schlimm. ( was ich auch nicht immer alleine schaffe ).

das wichtigste, was mir auch sehr hilft ist, sich abzulenken. beim einkaufen oder andere dinge habe ich ein gummiband um mein handgelenk, das ich ,schnalzen' lasse, wenn ich merke ,,oh nein, da kommt wieder was''.. manchmal kann ich mir zwar einreden ,,es ist alles okay'', aber oft ist es so schlimm, dass mir diese kleinigkeit hilft.

lg

20.02.2011 14:03 • #2



Schwindel sofort nach Aufwachen und den ganzen Tag lang :(

x 3


Hallo Leidensgenossen,
dieser Schwankschwindel gehört zurzeit auch zu meinem Leben, leider! Obwohl ich bereits viele Untersuchungen hinter mir habe, will er einfach nicht von mir gehen

eine schwindelfrei Woche wünsche ich euch
Sonne

20.02.2011 18:50 • #3


ohhh das kenne ich so! wenn ich mit freundinnen in die disco gehe und sie aus den augen verliere, da hab ich das auch so extrem. ganz schrecklich. bekomm auch direkt einen trockenen mund. grundsätzlich hab ich in der disco immer eine cola in der hand..

schwindel ist schon was fieses!!

danke, wünsche euch eine recht stressfreie woche.

20.02.2011 19:07 • #4


hi leute

ich habe das hier ein wenig verfolgt und mich absolut wiedererkannt.

von schwindel, bis zu krebs, bis zu hirnblutungen, ms, alles hatte ich schon durch.

momentan bin ich bei der schilddrüse.
seit 3 tagen habe ich das gefühl etwas im hals stecken zu haben
und schlucke immer und immer wieder um zu untersuchen ob es besser wird.
erwartungsgemäß nicht.

aber ich kenne diese ängst.
fast wöchentlich finde ich ein neues symptom an mir, welchen auf eine schlimme krankheit hinweisen könnte.
was es dann nur noch schlimmer macht ist GOOGLEN.

dort findet man unter kopfschmerzen direkt hirntumor
und unter halschmerzen, kehlkopfkrebs

ich weis schon lange das mit mir etwas nicht stimmt,
aber ich kann es einfach nicht änern...

21.02.2011 14:40 • #5


Hallo ihr,

vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Heute gehts mir etwas besser mit dem Schwindel, aber je nach Kopfhaltung kann das schnell wieder anders aussehen.

@terrorkruemel:

Was für eine Therapie hast du denn gemacht und warum hat es deiner Meinung nach nichts gebracht?
Ich hatte auch schon mehrere Therapien gemacht, aber aus einem anderen Symptom heraus, nämlich speziell wegen Zwangsgedanken, die mich doch lange Zeit geärgert haben. Davon sind aber nicht mehr viele übrig, jetzt beherrschen mich körperliche Symptome. Wünsche mir die ganze Zeit meine Zwangsgedanken zurück, weil ich da wenigstens keine Angst vor Schlaganfällen hatte und keinen Schwindel hatte

Das mit dem Gummiband werde ich wirklich mal probieren, vor allem beim alleine einkaufen gehen. Denn da überwältigen mich dann schwindelige Gipfelstürme der Panikattacken mi Brechreiz, Drehschwindel, Schweißausbrüchen, rotem Gesicht und einfach einem schlimmen Fluchtreflex..... OMG, mir kommt das selbst so blödsinnig vor, aber ich kann es doch nicht abstellen. Gehts dir da auch so?


@sonne32:

Ja mir gehts auch so, dass ich nicht dran glauben kann, dass die Seele solche starken und vor allem dauerhaften körperlichen Symptome auslösen kann.
Aber ich wurde zuletzt im Jahre 2004 gründlich durchgecheckt, sodass ich da jetzt wieder ran muss, eben weil es jetzt so sehr körperlich anfängt und ich will am liebsten zu gar keinem Arzt (hab da so schlimme Angst vor, dass da jetzt was Tödliches bei rauskommt am Herzen oder im Kopf)..... bekam im Jahr 2004 leider eine Fehldiagnose, die damals Lymphdrüsenkrebs lautete und nach 4 Wochen stellte sich das als nichtiger Befund wegen Verwechslung heraus..... seitdem habe ich wirklich bei jedem Arzt Todesangst und erwarte das Schlimmste......

Dein HNOArzt hat aber schon recht damit was er sagt. Mir gehts jedesmal so, wenn ich über das Wunder des Sprechens nachdenke, dass ich dann sogar manchmal kaum ein Wort oder nur unter großer Anstrengung herausbekomm und dann sofort Panik schiebe.
Man sollte vielleicht die autonom gesteuerten Dinge des Körpers nicht ständig hinterfragen (aber wenn das mal so einfach wäre......), denn dann verwirrt einen das noch mehr......

@anina:

Bist du denn in Behandlung irgendwo und bist du schon untersucht worden nach all deinen vermuteten Krankheiten?
Ich finde mich auch sehr in deinen Worten wieder und speziell zum Thema Googeln kann ich Einiges sagen, aber nichts was du nicht schon selber weißt. Das Problem am Googeln ist aber wirklich das, dass man IMMER dies oder jenes Symptom an sich wiedererkennt, die durchaus bei schweren Erkrankungen auftreten (können). Und insbesondere genau diese schweren Erkrankungen sind doch im Vergleich zu üblicheren und leichteren Erkrankungen spärlicher gesät. Man fixiert sich so dermaßen an ein paar passenden Symptomen, die dann aber auch bei Weitem nicht zur vermuteten Krankheit führen.

Haben wir nicht alle die Angst vorm Tod gemeinsam oder was soll es sonst sein?

LG Isabell

21.02.2011 19:23 • #6


Hallo,
deine Erfahrung bezüglich der falschen Diagnose ist ja der Hammer! Ich kann mir gut vorstellen, dass auch diese seine Spuren hinterlässt! Seltsamerweise (glücklicherweise) habe ich das Googeln nie so sehr praktiziert. Da schafft es mein Verstand mich daran zu hindern. Jedes noch so kleine Symptome könnte ein Hinweis sein und demnach findet man dort auch sofort die schlimmen Krankheiten! Ich schaffe es zwar nicht zu googeln, aber genau dieser Satz Jedes noch so kleine Symptom könnte ein Hinweis sein bringt mich oft um den Verstand! Meine Nachbarin hat beispielsweise MS, ihr letzter Schub hat sich darin geäußert, dass sie ein seltsames, brennendes Gefühl am linken Arm hatte. Versteht mich nicht falsch, mit tut sie total leid und ich will auch nicht mit ihr tauschen. Trotzdem kommen dann bei mir die Gedanken auf, dass meine Symptome schlimmer sind und dann frage ich mich und ich soll gesund sein?. Das will irgendwie nicht in meinen Kopf. Könnt ihr das verstehen??
Ich glaube schon, dass wir eine große Angst vor dem Tod haben. Ich werde schon regelrecht panisch, wenn ich Todesanzeigen von Menschen lese, die in jungen Jahren gestorben sind. Genauso ergeht es mir, wenn ich höre, dass jemand an einer schlimmen Krankheit erkrankt ist. Ich denke dann pausenlos daran und frage mich, wann trifft es dich?! Mein Thera meint, dass die Anzahl der Gesunden viel höher liegt, aber das reicht mir als Erklärung nicht aus. Hat jemand zum Beispiel eine Spinnenphobie mit all den schrecklichen Symptomen, die wir kennen, wird er aber in einer Thera irgendwann verstehen, dass Spinnen keinen Grund für eine Angstattacke liefern, da nichts passiert, wenn man ihnen begegnet! Bei unserer Krankheitsangst ist es jedoch anders, kein Thera kann uns sagen, dass wir lange gesund bleiben und irgendwann an Altersschwäche sterben. Deshalb ist meine Thera auch nicht so erfolgreich, weil er mir zwar andere Gedankenmuster näher bringen kann, aber ich finde für mich nicht, dass meine Angst unbegründet ist. Schließlich kann es jeden Menschen, jeden Tag treffen! Könnt ihr diese Gedankengänge verstehen? Vielleicht ist dies jetzt nicht unbedingt aufbauend, aber ich wollte einfach mal schildern wie ich denke! Natürlich werden wir alle bestimmt morgen nicht tot umfallen!!!
Entschuldigung, der Text ist sehr lange geworden. Aber wenn ich einmal am schreiben bin...

21.02.2011 20:46 • #7


Hallo sonne,

jepp, ich kann das absolut verstehen, wenn du in Anbetracht der MS-Erkrankung deiner Nachbarin dann sowas denkst wie und ich soll gesund sein bei meinen ganzen Symptomen?. Das kann ich wirklich nachvollziehen

Ich stelle mir auch immer die Frage wie stecken es die Menschen weg, wenn sie dann plötzlich eine schlimme Erkrankung haben/bekommen? Ich mit meinen Krankheitsängsten wüsste absolut nicht damit umzugehen. Einerseits will ich wissen, ob ich gesund bin oder nicht, andererseits wäre es doch auch unerträglich zu wissen, wenn ich einen Hirntumor, MS, Herzkrankheiten etc hätte... weil ich kenne mich und würde in schlimme Depressionen verfallen, die dann auch noch begründet werden würden in Anbetracht einer schlimmen Diagnose.
Die Zeit der Fehldiagnose war schon der Hammer und ich bekam meine Angsterkrankung, die bis heute zu mir gehört.

Ich weiß nicht, was ist der Schlüssel dies alles zu überwinden?
Konfrontation mit dem Tod? Und dann? Was kommt dann? An einen Gott glaube ich nicht,da fehlt mir der Halt.

Leider kann auch kein Thera sagen, wie lange wir leben, ob wir gesund bleiben oder nicht, somit ist die Angst vor Krankheiten nicht irrational. Aber wirkt es dadurch nicht erstrecht so als fehle einem die Auseinandersetzung und die persönliche Wegfindung beim Thema Tod? Es ist letztendlich egal welche Symptome mich heimsuchen, eines hab ich immer: Angst vorm Tod, teilweise auch gemischt mit sozialen Ängste und der Angst irre zu werden, aber zentral ist doch immer dieses eine Thema.

Kann mich erinnern wie ich dachte als ich noch gesund war. Ich seh mich noch sagen und das sogar zufrieden: wenn der Tod jetzt käme, wäre das ok für mich.... ich hab so viel Schönes erlebt...... was war ich frei zu der Zeit, aber er war auch nicht greifbar der Tod..... plötzlich musste ich mich dem Thema stellen und von jetzt auf gleich war mein Leben so schwer.... kannst du das irgendwo nachvollziehen?

PS: Lange Texte sind super

21.02.2011 21:15 • #8


hey bellami1983.

habe eine ambulante verhaltenstherapie hinter mir.. leider konnte meine therapeuten mit meinen depressionen nicht richtig umgehen..
sie war auch der meinung mich direkt mit meinen ängsten zu konfrontieren un *BÄM* da kam mein zusammenbruch.. bin in mein erstes richtiges tief gefallen. es ging gar nichts mehr. entwickelte psychosen mit allem drum und dran. hatte so angst aus dem haus zu gehen ( was davor noch ging ) dass ich nicht mal mehr zu meinen therapiestunden ging..

am donnerstag habe ich einen info termin in einer klinik. mit erstgespräch usw. ich hoffe und denke, dass das endlich das richtige ist, weil ich mitlerweile schon borderlinerin geworden bin. mein neurologe meinte, dies hat sich mit dazu eingeschlichen.. nun ja.. leider kann ich es nicht wegzaubern

21.02.2011 22:33 • #9


Manchmal tut Einsicht weh und man verdrängt sie dann. das kann so eine Situation verschlimmern. (Vermeintlich )

Doch wenn einen in Therapie nix berührren würde, dann würde sich auch nix tun

Alles mal positiv sehen wär ja mal auch nicht schlecht

22.02.2011 01:22 • #10


Hallo bellami,

ich kann das absolut nachvollziehen und wenn das der Schlüssel zu deinen Ängsten ist, dann ist das wirklich der absolute Hammer. Ärzte sind zwar auch nur Menschen, aber ich finde es schon krass, dass was du jetzt dadurch durchmachen musst. Klar ist man ja auf der einen Seite glücklich, dass sie vertauscht wurden, aber das jetzt ist ja auch nicht unbedingt leicht.
Wenn du dich auf ganz plötzliche Weise mit dem Tod auseinandersetzen musstest, ist es nur verständlich, dass du selbst nach dem Ergebnis nicht wieder zum Alltagsgeschäft übergehen kannst.

Nach deinen Texten vermute ich mal, dass du eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch bist. Ich hänge sehr an meinem Leben, habe viel Schönes erfahren dürfen und mich nicht mit wirklichen harten Schicksalsschlägen auseinandersetzen müssen. Bin auch eher ein humorvoller, gut gelaunter und selbstständiger Mensch. Deshalb fällt mir auch der manchmal sehr harte Wechsel zu einem ängstlichen, hilflosen und unselbstständigen Menschen schwer.

Mein Tag war heute auch nicht so toll, der Schwankschwindel war mal wieder mein Begleiter. Habe diese Situation aber schon in einem eigenen Beitrag beschrieben! Fall du Lust hast zu lesen...

Vor dem Tod habe ich auch eine schreckliche Angst. Aber ich denke, dass das doch bestimmt sehr viele Menschen haben und sie haben doch auch nicht gleich eine Angststörung, oder?! Allerdings glaube ich auch, dass ich mir darüber gar nicht so die Gedanken machen würde, wenn nicht ich nicht immer die Symptome hätte. Wenn ich symptomfreie Tage habe, denke ich darüber nicht nach und lebe eher den Gedanken, dass der Tod noch weit weg von mir ist. Aber mit Symptomen ...
Kennst du das auch?

Soziale Ängste habe ich eigentlich gar nicht, aber die Angst verrückt (sagen wir lieber RICHTIG verrückt ) zu werden, kenne ich absolut. Angst davor, dass meine Angststörung schlimmer wird und ich irgendwann nicht mehr in der Lage bin, meinen Alltag zu meistern, mein Leben zu leben und über diese Tour absolut unfähig werden und meine eigentliche Persönlichkeit verliere. Oh man...

Wir müssen alle ganz fest zusammen halten und daran arbeiten, dass uns die Angst nicht besiegt!!

Liebe Grüße
Sonne

22.02.2011 19:43 • #11


Hallo ihr alle!

Auch ich möchte mich bei diesem Thema mit einklinken, denn auch mir geht es ganz genauso wie euch!

Das Ganze hat bei mir vor fast 7 Wochen angefangen - Benommenheits- und/oder Schwankschwindel mit Panikattacken, manchmal mit Kopfschmerzen oder Kopfdruck, manchmal auch noch Stechen in der Brust oder im Bauch oder sonstwo.
Und dabei ganz massiv die Angst vor dem Tod.

Letzte Woche hatte es sich sehr, sehr gebessert, war mehrere Tage so gut wie symptomfrei, hab echt gedacht, der Spuk wär vorbei - doch gestern ist es erst in leichter Form mal wieder vorübergehend aufgetaucht, und heute dann wieder volle Kanne seit dem Aufwachen, immer wieder den ganzen Tag über.
Gestern kam mal wieder eine Todesmeldung von jemand aus unserem Dorf.
Todesmeldungen oder Todesanzeigen lösen ES meistens aus. Vor allem, wenn es total unvorhergesehen war, also wenn Leute einfach tot umfallen. Damit komm ich zurzeit überhaupt nicht klar

Auf der Arbeit heute Nachmittag ging es ganz gut (Ablenkung!), aber gleich danach fing es wieder an. Es ist auch jetzt im Moment weiter da, mal mehr, mal weniger.
Nächste Woche hab ich am Do endlich meinen Termin beim Neurologen.

Ich will lernen, dem Leben und meinem Körper zu vertrauen.
Und gut zu mir zu sein...

Schön, dass es dieses Forum gibt,
zu merken: es gibt Menschen, die im selben Boot sitzen....

Liebe Grüße
Laetitia

24.02.2011 22:41 • #12


Huhu,
ich kann dich sehr gut verstehen...ich bin auch sofort angespannt, wenn ich in der Zeitung lese, dass jemand in jungen Jahren gestorben ist. Sofort höre ich bei Bekannten nach, ob diese Person jemand kennt und woran er gestorben ist. An solchen Tagen kann ich davon ausgehen, dass meine Symptome schlimmer sind. Die Ironie ist nur, dass mich auch die Todesanzeigen interessieren. Wie bekloppt, man sollte sie doch besser gar nicht lesen! Genauso ist es, wenn jemand erkrankt. Ich will immer die Symptome wissen, wie es angefangen hat! Wir sind schon seltsam
Du kannst ja mal Bescheid sagen wie es beim Neurologen war...

Liebe Grüße
Sonne

26.02.2011 21:54 • #13


Hallo!

Jetzt geht ES schon wieder eine ganze Woche lang, mal stärker, mal schwächer (vor allem Schwindel und/oder Benommenheit, schlechtes Sehen, Herzklopfen, innere Unruhe, Angst- und Panikgedanken).
Morgen habe ich endlich den Termin beim Neurologen!
Ich werde euch berichten!
Die Angst vor Todesanzeigen hat sich schon ausgeweitet - ich nehme mittlerweile die Tageszeitung schon gar nicht mehr in die Hand

Ich nehme seit ein paar Tagen wieder Neurexan (nachdem ich es erst für ein paar Tage abgesetzt hatte, als es mir zwischendurch mal besser ging) und zusätzlich seit gestern eine Bachblütenmischung, die ich mir selbst zusammengestellt habe, speziell für die Balance, für das Selbstvertrauen und auch gegen Todesangst. Mal sehen, ob das hilft

Sonne, ich habe auch Beiträge von dir in anderen Themen gelesen und habe den Eindruck, meine Symptomatik ist deiner in vielen Punkten SEHR ähnlich

Also wie gesagt, morgen berichte ich, wie es beim Neurologen war.

Alles Gute euch allen...
liebe Grüße

Laetitia

02.03.2011 12:37 • #14


Hallo Laetitia,
morgen wird es dir bestimmt besser gehen! Wenn man von einem medizinischen Fachmann die Bestätigung erhält, geht es bei mir gleich bergauf! Und da wir uns wohl sehr ähnlich sind, wird es bei dir bestimmt genauso sein! Drück dir ganz fest die Daumen! Und sag mal Bescheid wie es war. Bin gespannt!

Ganz liebe Grüße
Sonne

02.03.2011 17:25 • #15


Hallo Laetitia,

ich wünsche dir auch viel Erfolg morgen beim Neuro und ich würde mich auch freuen, wenn du berichten würdest was er gemacht hat und was er sagte .

Drück die Daumen ganz fest!

@Sonne:

Ja es ist für mich auch heute total konfliktbeladen über die Zeit der Fehldiagnose zu sprechen. Ich sollte froh sein, dass ich gesund war, aber leider kann ich es einfach nicht. Es ist seitdem einfach alles anders.
seitdem schlepp ich halt die permanente Todesangst mit mir herum, die sich in zig Symptomen manifestieren kann. Mal habe ich Zwangsgedanken/-impulse, Panik, Angstzuständie, Schwindel, Bluthochdruck, verschwommenes Sehen und und und, also wirklich eine ganze Bandbreite.

Diesen Wechsel, den du beschreibst vom einem humorvollen, gut gelaunten und selbstständigen Menschen zu einem ängstlichen, hilflosen und unselbstständigen Menschen kenne ich wirklich auch haargenauso. Es kommt dann plötzlich einfach über mich und kann dann wieder wochenlang anhalten.

oh ja, wenn ich keine Symptome habe, denk ich auch nicht viel drüber nach, dass ich irgendwann sterben muss oder was für Krankheiten ich haben oder bekommen könnte. Sobald aber diverse Symptome kommen, dreht sich alles wieder nur um die blöde Angst vor so vielem.
Z. B. heute morgen ging es mir super, voller Elan, ohne Symptome. Irgendwann so gegen 10 Uhr merkte ich plötzlich einsetzende Schwäche, hab sofort meinen Puls gefühlt, der normal war, total ruhig. Das hielt dann eine ganze Weile so an, ich fühlte mich schlapp, müde, so als ob ich vor Benommenheit gleich umfalle und ich sterbe.
Das überrennt mich dann immer so. .

Seid lieb gegrüßt

bellami

02.03.2011 18:21 • #16


Das Schwächegefühl kenne ich nicht so...ich glaube dafür stehe ich auch zu häufig unter Strom, war schon immer ein sehr energiegeladener Mensch! Aber ich weiß von einer Bekannten, die auch unter Ängsten leidet, dass dies ihr Hauptproblem ist...Müdigkeit und Schlappheit, sich zu nichts aufraffen können. Aber ich kenne es nur zu gut, dass die kleinsten Symptome, die meinen doch so gut gelaufenen Tag ins Gegenteil umwandeln können. Sie kommen aus heiterem Himmel, man spürt sie und schon dreht sich das Gedankenkarusell. Auch wenn ich mich ablenke ist es meist immer in meinem Hinterkopf, so als ob ein Teil meines Gehirns während ich beispielsweise telefoniere, am Computer sitze und arbeite sich damit beschäftigt. Erst eben hatte ich mal wieder das Gefühl, dass mein Bein sich nur bewegt, wenn ich mich richtig darauf konzentriere...es ist optisch nicht zu sehen, aber ich habe in mir das Gefühl. Als ob das Bein irgendwie schwerer ist und ich mich mehr anstrengen muss es zu bewegen, ganz komisch, weiß auch nicht so ganz wie ich das beschreiben soll! In Verbindung mit dem Schwindel komme ich jetzt natürlich wieder zu den alarmierenden Krankheiten. Ich habe es zwar noch ganz gut unter Kontrolle, aber ich weiß, dass ich jetzt zunehmend darauf achten werde. Und das nervt mich jetzt schon! Darauf achten bedeutet spüren und gegebenfalls panisch werden !
Die Schwäche kann natürlich auch durch die Ängste kommen. Wir müssen uns mal überlegen, welchen Stress wir dadurch auf uns nehmen und dass unser Körper viel häufiger auf Hochtouren läuft als bei anderen Menschen. Ich sage immer, ich habe mein Fitnessstudio in meinem Kopf ! Wir müssen die Dinge positiv sehen...

Ganz liebe Grüße
Sonne

02.03.2011 20:51 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Sonne und Bellami!

Vielen vielen Dank für eure lieben Wünsche und fürs Daumendrücken - Danke, danke, danke
Ich werde euch dann gleich berichten!
Übrigens hab ich das Gefühl, dass die Bachblüten schon wirken...
Na, mal sehen, wie sich das Ganze so entwickelt.

@ bellami:
Die Schwächegefühle kenn ich nur zu gut.
Auch deine Symptome insgesamt, wie du sie beschreibst, da finde ich mich in den meisten Punkten wieder.
Manchmal ist es so, als ob mich eine Schwindel- und Schwächewelle regelrecht durchfährt, von oben nach unten, vom Hinterkopf ausgehend durch den ganzen Körper. Dann meine ich auch, jede Sekunde umzufallen und zu sterben...
Wenn es ganz schlimm ist, nehm ich gleich noch eine Tablette Neurexan und noch die Rescue-Tropfen. Und ich schütte viel Wasser in mich rein, möglichst kühles und vor allem stilles. Das hilft mir meistens, um die akuten Situationen einigermaßen in den Griff zu kriegen.
Und vor allem sage ich mir - vor allem bei akuten Situationen - immer wieder gebetsmühlenartig vor: Ich vertraue meinem Körper. Ich vertraue dem Leben. Ich bin in Sicherheit. Das Leben geht weiter. Ich WILL leben. Ich genieße das Leben.
Auch das ist für mich sehr hilfreich.

Aber morgen mehr, bin ebenfalls sehr gespannt, was der Neurologe macht und sagt und wie es dann weitergeht...

Alles Gute,
liebe Grüße
Laetitia

02.03.2011 22:57 • #18


So, da bin ich wieder!
Also, den Besuch beim Neurologen hatte ich mir ja eigentlich etwas anders vorgestellt...
Nu denn, erstmal in Kürze: Er ist sich sicher, dass ich nichts am Gehirn habe und dass es sich eindeutig um eine Angststörung handelt.

Zuerst machte die Arzthelferin eine sogenannte AEP-Untersuchung. Damit sollen die Hörnerven gemessen werden. Es werden Elektroden an den Ohrläppchen angeschlossen, und dann bekommt man über einen Kopfhörer unangenehme Knattergeräusche zu hören, klingt wie ein Maschinengewehr. Und dabei muss man auch noch die Augen geschlossen haben. Das Ganze je Ohr 4 Minuten (eine gefühlte Ewigkeit).

Und das war dann auch schon die ganze hirnorganische Untersuchung.
Der Arzt meinte nur, wenn ich unbedingt ein EEG wollte, müsste ich im April wiederkommen, denn wenn er das noch in diesem Quartal machen würde, müsste er drauflegen.

Überhaupt bin ich mir ziemlich abgefertigt vorgekommen; er wusste ja schon genau, was ich für ein Typ bin, allein auf Grund meiner nonverbalen Signale, ich brauchte ja gar nicht viel zu sagen...

Also, er war jedenfalls der Meinung, ein EEG sei nicht erforderlich. (CT oder MRT traute ich mich dann schon gar nicht mehr anzusprechen). Überhaupt war ich von Anfang an ziemlich eingeschüchtert, da der Arzt so einen einen Aufbau auf seinem Schreibtisch hatte, hinter dem er STAND (während ich natürlich saß), so wie hinter einem Schutzwall, und so von oben herab...

Ein Rezept für Opipram hat er mir noch mitgegeben und so zwischen Tür und Angel noch gesagt: Also bis April. (ich dachte, ich bräuchte kein EEG??!!!)

Nu denn, ich werde mal sehen. Ob ich mir das Opipram hole, weiß ich noch nicht. Hab mir gerade den online-Beipackzettel durchgelesen - Nebenwirkungen u.a.: Schwindel, Benommenheit, niedriger Blutdruck, verschwommenes Sehen... - alles, was ich sowieso schon habe (und wo ich weiß Gott drauf verzichten kann).

Ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll, aber im Moment denke ich, dass ich ihm einfach mal glaube, dass mein Gehirn ok ist.

So viel jetzt mal zu meiner heutigen Erfahrung....

Bis bald,
liebe Grüße

Laetitia

03.03.2011 23:22 • #19


hey laetitia..

tut mir leid, dass es für dich eher nicht gut gelaufen ist.
und wenn du einmal zu einem anderen neurologen gehst? Meiner ( der leider jetzt in Rente gegangen ist

Also mit den Nebenwirkungen.... ich hab das Opipramol auch bekommen, mit paar kleinen Nebenwirkungen ( habe den Zettel direkt weggeworfen, weil ich mir immer alles einbilde ). Habe aber keinen PA bekommen. wie auch?! das is ja dafür da, dass deine Ängste weniger sind , der ,,schisser'' ).


LG, Krümel

04.03.2011 08:31 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Heuser-Collier