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Hallo, ich bin neu hier und brauche dringend Austausch, weil ich sonst noch durchdrehe Ich bin 38 und habe 3 Kinder (3,6,8). Ich habe sehr viele Muttermale, als Kind hatte ich oft Sonnenbrand und meine Mutter hatte mit 45 Jahren ein Melanom, was aber rechtzeitig gefunden wurde und mit rausschneiden erledigt war. Nun gehe ich aus diesen Gründen 1x im Jahr zum Hautscreeing, es wurden auch schon Muttermale entfernt, aber zum Glück ist nie was bei rausgekommen.
Nun war ich das letzte Mal vor 9 Monaten beim Screening und letztes Wochenende hat mein Mann mir den Rücken massiert und dabei einen Muttermal entdeckt, was viel dunkler geworden ist. Ich hab mich dann auch erschrocken und bin direkt Montag morgen zum Hautarzt (4 Stunden Wartezeit ohne Termin) und der hat gesagt, das wir den lieber entfernen, damit ich mir nicht solche Sorgen mache zur Sicherheit. Als ich ihn in meiner Angst fragte, ob er glaubt, dass der Fleck auch bösartig sein könnte, sagte er, dass er es zwar nicht glaubt, aber halt auch nicht reingucken kann und es keine 100%ige Sicherheit gibt und man aufs Labor warten muss. Er war so lieb und hat mir gleich für den nächsten Tag einen OP Termin organisiert. Nun ist das Ding raus und ich muss auf das Ergebnis warten.
Leider drehe ich hier fast durch Ich habe so wahnsinnige Angst, dass ich den Fleck zu spät gesehen habe, und es ein schnellwachsender ist und nun schon alles zu spät ist. Der Arzt war noch so lieb und hat dem Labor geschrieben, dass sie schnell arbeiten sollen. Nun kann ich gar nicht glauben, dass er einfach nur nett sein will, weil ich mir solche Sorgen mache oder ob er insgeheim auch denkt, es ist eilig bei mir läuft der schlimmste Film ab, es ist so schrecklich...
Ich habe eh ständig Angst vor Krankheiten (besonders Krebs) und bin deswegen auch seit in paar Wochen in Therapie, was mir für den normalen Alltag auch schon ein bisschen geholfen hat. Leider bin ich nun nach Entdecken dieses Fleckes in ein ganz tiefes Panikloch gefallen und drehe fast durch was soll bloss machen? Kann mich jemand beruhigen?

08.02.2017 08:49 • 01.12.2019 #1


60 Antworten ↓


Nataraja
Leider kann dir keiner sagen, ob du nun ein Melanom hattest, oder nicht.
Aber du hast ja richtig und schnell reagiert..ich denke wenn, dann hält sich das in grenzen.

Wenn dich das so fertig macht, kannst du dir vielleicht von deinem Hausarzt ein Beruhigungsmittel geben lassen.

Was ist das für eine Therapie, die du machst?

08.02.2017 11:40 • #2


Es ist eine Verhaltenstherapie und ein paar Techniken kann ich im Alltag gut anwenden, aber das klappt nur so lange nichts konkretes anliegt... jetzt mit diesem dunkler gewordenen Muttermal drehe ich total durch...

08.02.2017 15:03 • #3


Nataraja
Das kann ich verstehen..es ist ja nichts Diffuses, sondern eine konkrete Bedrohung.
Kannst du vielleicht deine Therapeutin anrufen? Vielleicht kann sie dich notfallmäßig dazwischen schieben, oder hat noch einen Tipp.

So oder so, ich fürchte du wirst dich nicht ganz beruhigen können, bis das Ergebnis kommt.
Alles was ich dir als Tipp geben kann, ist Ablenkung..denn egal wie rum du es drehst..es ist die Ungewissheit da, was bei dem Ergebnis raus kommt.
Also hilft es nur, sich soweit es geht, auf etwas anderes zu konzentrieren. Denke daran, das wird untersucht und mehr kannst du nun auch nicht tun.
Deine Gedankengänge helfen dir also in diesem Moment nicht weiter. Die Angst es könnte etwas sein, hat dich zum Arzt gebracht und das ist auch gut so.. jetzt kann in jedem Fall etwas unternommen werden.

08.02.2017 15:28 • #4


petrus57
Vielleicht beruhigt dich das ein bisschen:

Typische Merkmale kann man mit der so genanten ABCDE-Regel erkennen: Asymmetrie, Begrenzung, Rand, Color, Durchmesser und Erhaben. Wer also ein Hautfleck entdeckt, der nicht gleichmäßig rund ist, einen unscharfen Rand hat, mehrfarbig ist, größer als fünf Millimeter ist und etwas höher steht, sollte zum Arzt gehen.

http://www.t-online.de/lifestyle/gesund ... kheit.html

08.02.2017 17:06 • #5


Nur mal keine Panik.das mit den Melanomen wird heisser gegessen als gekocht.

Da du ja jährlich zur Kontrolle gehst,kann es noch nicht allzu lange dunkler sein.

Eine Freundin hatte mal ein ganz krasses Muttermal...total ausgefranst...hat schon genässt....das wurde weggeschnitten...selbst das war nur eine Vorstufe..und nun ist gut.

Selbst senn es wirklich ein Melanom war,dann ist es mit wegschneiden in der Regel getan.

Diese Aussage mit der 100% Sicherheit ist im Moment ziemlich modern bei Ärzten...rechtlich gesehen korrekt,viele haben Angst verklagt zu werden,sollten sie was anderes sagen.

08.02.2017 18:45 • #6


Danke für deine beruhigenden Worte. Es macht mich wahnsinnig, was man so liest,aggressisvste Krebsart, kann sehr schnell wachsen und dann ist es schon gestreut.... Wer weiß wie lange der nun schon dunkler ist... Und mein Kopf denkt, es ist zu spät... Ich versuche mich an den ersten Worten des Arztes festzuhalten, wenn der Fleck bei mir wäre, würde ich ihn nicht rausmachen, aber weil Sie es sind mit ihrer Angst... Das warten macht mich verrückt

11.02.2017 17:16 • #7


Von der Panikattacke bin ich erlöst. Der Arzt hat mich heute morgen angerufen und Entwarnung gegeben. Es war eine Talkdrüsenverhärtung, die sich stark pigmentiert hat... Meine Güte ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, aber es war halt auch kein einfacher Leberfleck, sondern halt sowas... deshalb war ich so in Panik, weil es einfach gruselig aussah... aber nun ist es ja vorbei... meine Güte, freu mich tierisch, aber bin immernoch benommen von so vielen Tagen Mega Angst... einfach schrecklich
Warum kann ich mit solchen Situationen bloß immer nicht umgehen wie normale Menschen... schlimm sowas...

13.02.2017 15:33 • #8


IchWillPositiv
Murzel, es ist immer schön, wenn die Angst umsonst war.

Ich wünsche mir die Gelassenheit meines Mannes. Der musste letzte Woche zum KnochenSzintigramm, ich wäre durch die Hölle gegangen und bin es halb wegen ihm. Als er am Freitag vom Arzt zurück kam, wegen der Ergebnisse und mich anrief, ist mir beim Klingeln das Herz in die Hose gerutscht und die Beine fast weggesackt. Es ist alles ok. Und er hat sich keinen Stress gemacht. Meine Mutter war auch so, hat alles mit einer stoischen Gelassenheit hingenommen und sich keinen Kopp gemacht. Das Gen hat sie mir leider nicht vererbt.

13.02.2017 15:45 • #9


Boah, genauso geht es mir IMMER bei sowas.. furchtbar, oder? Meine Verwandtschaft und mein Mann sind auch immer gelassen. Ich wünschte ich könnte das auch
Mir ist auch das Herz erst in die Hose gerutscht, weil ich den Befund erst Mi / Do bekommen sollte, und dann hat heute morgen der Arzt PERSÖNLICH bei mir durchgeklingelt... kannst Dir ja vorstellen, dass ich dachte, dass kann nur bedeuten, es ist bösartig... dabei wollte er nur nett sein und sich so schnell wie möglich melden. aber nun ist ja alles gut bis zum nächsten mal

13.02.2017 15:51 • #10


Nataraja
Murzel du hast also schon eine gewisse Erwartungshaltung.. das ist natürlich schlecht.
Wenn ich gleich erwarte, dass bald die nächste Angst kommt, ist das quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung.

13.02.2017 19:03 • x 1 #11


06.02.2019 09:52 • #12


Icefalki
Der hat nur auf deine Angst reagiert. "Mutter dreht am Rad, also schneiden wir das eben raus".

Machen wir bei Kindern, mit grossen Mandeln auch, wenn die Eltern es wünschen. Interessant ist auch, dass mit Operationen Geld verdient wird.

Und im Prinzip geht das doch jetzt sehr schnell. Nach der Gewebeprobe hast du ein 100% sicheres Ergebnis.

Und bezgl. Deiner Aussage, dass er ihn auch rausnehmen will, stimmt nicht so ganz. Er wollte ihn ursprünglich in 3 Monaten nochmals überprüfen.. War also vom sofortigem Entfernen keine Rede. Immer bei der ursprünglichen Aussage bleibe. Gelle?

06.02.2019 12:42 • x 4 #13


Vielen Dank, dass Du mir geantwortet hast. Es tut so gut, wenn jemand mit klarem Kopf mir zuhört und die Sache einschätzt. Leider interpretiere so viele Dinge in das, was der Arzt gesagt hat. Ich fand halt, dass ich versucht habe, nicht panisch zu reagieren, sondern so ruhig wie möglich zu fragen. Und ich hatte das Gefühl, dass er wahnsinnig schnell umgeschwenkt hat und dann rausnehmen wollte. Ich bin selbst auch bei ihm, um immer rechtzeitig screenings zu machen. Normalerweise schaut er immer schnell drüber und sagt dann, alles ok. Bei meinem Sohn hat er echt lange durch das Miroskop geschaut und das hat mich schon so verunsichert.
Er hätte doch sicher nicht vorgeschlagen in 3 Monate wiederzukommen, wenn er auch nur einen geringen Zweifel gehabt hätte oder? Er ist schon über 60 und müsste ja viel Erfahrung haben, aber trotzdem sagen meine Gedanken, vielleicht irrt sich ja der Arzt
Ich weiß, dass ja schon nächste Woche der Termin ist, aber es kommt mir leider wie eine Ewigkeit vor

Ganz lieben Dank nochmal für Deine Antwort!
Murzel

06.02.2019 13:46 • x 1 #14


kalina
Ich würde es nicht gleich raus machen lassen, sondern erstmal weiter beobachten lassen. Warum dem achtjährigen Jungen eine OP zumuten, nach der er bestimmt ne Weile nicht gut laufen kann, wenn das doch gar nicht nötig ist?

Normalerweise werden solche Male immer erst nur beobachtet.

Gibt es Hautkrebsfälle in der Familie?

Ich kenne Leute, die sogar Hautkrebs in der Familie haben und wirklich viele große verdächtige Male haben, die sogar mir Sorgen machen würden, wo aber in der Hautklinik tatsächlich auch nur einmal jährlich überprüft wird.

Ich würde eine zweite Meinung in der Hautklinik einholen oder in drei Monaten nachschauen lassen.

06.02.2019 13:54 • x 1 #15


Ja, leider gibt es bei uns einen Fall, meine Mutter hatte mit 45 ein bösartiges Mal, was aber zum Glück rechtzeitig entfernt wurde. Vielleicht bin ich auch davon ein bisschen geprägt, denn damals hatte meine Mutter den Arzt auf das Mal hingewiesen, der aber meinte, es ist nichts, dann aber auf ihren Wunsch entfernt hat und dann selbst überrascht war. Das ganze war vor 25 Jahren und vielleicht gabs da noch nicht so viel Erfahrung wie heute, aber die Geschichte vergesse ich halt nicht

Würdest Du tatsächlich nicht entfernen lassen, nach meiner Geschichte?
Der Arzt sagte, er würde das Mal mit der Schürftechnik entfernen, so dass es nicht mehr weh tut als eine kleine Schürfwunde.
Ich weiß nicht, das Muttermal sieht wirklich sehr dunkel aus

06.02.2019 14:05 • #16


kalina
Okay, dann würde ich es auch weg machen lassen. Nur vorsorglich. Aktuell würde ich aber in keinem Fall Angst deswegen haben.

Es ist aber richtig und gut, dann regelmäßig zur Vorsorge zu gehen, denn dadurch kann man auf jeden Fall Schlimmeres verhindern.

Schürftechnik und nur oberflächlich hört sich gut an.

Ich kann Dir nur eins noch zur Beruhigung sagen:

Ich hab schon mehrere Menschen mit Hautkrebs kennengelernt, alle haben sich in gute Behandlung begeben und alle leben bis jetzt noch. Das bedeutet, dass heutzutage Hautkrebs viel besser und früher erkannt wird und wenn er früh erkannt wird ist er heilbar, im Gegensatz zu anderen Krebsarten. Aufpassen ist aber natürlich trotzdem wichtig.

Vertrau dem Arzt. Er geht nur auf Nummer sicher. Mach Dir aber keine Sorgen, dafür gibt es überhaupt keinen Grund, wenn Du regelmäßig zur Vorsorge gehst.

06.02.2019 14:19 • x 1 #17


Danke für Deine Beruhigung! Warum kennst Du so viele mit Hautkrebs? Arbeitest Du in dem Bereich?
Können Kinder denn tatsächlich auch schon Hautkrebs bekommen?
Danke Dir auf jeden Fall!

06.02.2019 15:06 • #18


Mein Sohn hatte letztes Jahr plötzlich Ei Schwarzes Muttermal unter Fußsohle und stellte sich als warze heraus .nach paar Wochen veränderte sich das mal in eine warze. Meine Kids bekommen mal neue pigmemtflecken aber ein schwarzes mal war mir zu auffällig, die Ärztin hatte eine
superneue Lupe und direkt erkannt .

Hol dir einfach zweitmeinung ,mich wundert dass der Arzt das mal nicht ausstanzt oder rausschneidet und ins Labor schickt . Imho geht er ja schon von einem gutartigen mal aus und was will er dann ins Labor schicken , wenn er oberflächlich abschürft ? Da würde ich nachhaken ,ob er das auch einschickt . Ansonsten wirst du das Ergebnis nie erfahren . bei einem Verdacht auf auffälligem Muttermal muss es im ganzen raus .ansonsten wäre das abschürfen ok, wenn der Arzt ganz sicher vom gutartigen mal ausgeht .

06.02.2019 16:25 • #19


Hallo nochmal,

morgen soll ja eigentlich der Termin zur Muttermal Abschürfung von meinem Sohn sein. Jetzt hat heute die Praxis angerufen, dass die OP nicht stattfinden kann, da der Dr. krank ist. Und da er geplant von März bis ca. Juli dann noch ausfällt, soll ich einfach zu einem Chirurgen gehen. Jetzt habe ich direkt einen Termin zur Besprechung bei unserem Chirurgen heute nachmittag gehabt. Er hat von einer kompletten Entfernung abgeraten, da er die Schürfvariante, die der Hautarzt durchgeführt hätte, besser findet. Man kann das einschicken und er würde nur im ganzen mit Sicherheitsabstand rausnehmen und das würde bedeuten, dass mein Sohn 3 Wochen nicht laufen kann, weil es so eine ungünstige Stelle am Fuß ist. Ich weiß nicht, warum er nur diese "große" OP Methode machen würde und nicht die Schürftechnik. Er würde es machen, wenn wir Eltern drauf bestehen, aber er findet das Muttermal nicht so dramatisch und würde dann lieber bis Juli warten bis mein Hautarzt wieder da ist. Das sind aber noch 5 Monate! Ich weiss nicht, was ich machen soll.. möchte natürlich meinem Sohn nicht so eine unnötige OP zumuten, aber möchte natürlcih auch nicht zu lange gewartet haben Was mache ich jetzt bloß?

12.02.2019 18:42 • #20




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Dr. Matthias Nagel