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Angelina71
Guten Abend euch allen ,
Ich hab wieder mal ein Problem was mir unheimliche Angst macht .Vielleicht kennt jemand die Beschwerden und kann seine Erfahrungen mit mir teilen .
Es geht um folgendes ,seit etwa 3 Wochen habe ich immer wieder Halsschmerzen ,ich hab die Schmerzen nicht als so störend empfunden oder vielleicht habe ich die Schmerzen auch versucht zu verdrängen um nicht auf komische Gedanken oder Ängste zu kommen .
Am Donnerstag war ich dann wieder mal im Sport ( habe seit insgesamt 4 Wochen zwei mal in der Woche intensiv im Fitness Studio trainiert ) am Donnerstag war ich dann eine Stunde im Zumba danach nochmal eine dreiviertel Stunde trainiert ,am Freitag dann seltsame einseitige Halsschmerzen, am Samstag auch ,am Sonntag weniger und seid Montag wieder stärker ,der Schmerz ist jetzt mittig am Hals ,ich hatte heute morgen auch Schmerzen wenn ich an mein Kehlkopf leicht gedrückt habe .
War dann beim HNO der hat sich das angeschaut und meinte das mein Hals gereizt wäre ,viel schleim und sehr verspannt .
Er meinte das sodas oft vorkommt wenn der kehlkopfmuskel verspannt sei .
Natürlich bin ich verspannt im Nacken, mit Sicherheit auch im Nacken das Problem hab ich schon länger .Aber diesen Schmerz hatte ich noch nie in dieser Form.
Ich muss oft räuspern und hab das Gefühl das da was ist was nicht hingehört .
Es ist alles sehr seltsam ,vor allem weil ein leichter Schmerz auch da ist wenn ich an meinen Hals/kehlkopf fasse.
Kennt das jemand in dieser Form ? Und kann mir was dazu sagen ? Ich weiß es ist ein langer Text ,sorry aber ich wollte so viele Infos wie möglich schreiben .
Ich bedanke mich jetzt schon bei euch allen .

14.10.2020 18:45 • 09.12.2023 x 1 #1


69 Antworten ↓


N
Hey,
ich habe seit über einem Jahr Schluckbeschwerden. Auch ich musste mich oft räuspern, wobei das die Sache nicht besser macht, weil du dadurch noch mehr den Hals reizt. Also habe ich es sein gelassen.
Das mit dem räuspern ging dann bei mir auch irgendwann weg, weil ich es nicht mehr gemacht habe.
Der HNO sagte, damals auch, dass mein Hals gereizt wäre. Habe dann auf Verdacht Antibiotika genommen, weil ich davor Erkältet war und er meinte, dass das auch davon kann. Halt noch eine bakterielle Infektion. Besser wurde es allerdings nicht.
Nach 4x HNO Besuch, großes Blutbild, Ultraschall, Orthopäde mit Physiotherapie, Neurologin, Magenspiegelung und MRT lautete die Diagnose, da nichts organisches festgestellt werden konnte, psychosomatisch.
Seitdem ignoriere ich die Probleme.

14.10.2020 18:57 • #2


A


Halsschmerzen - Reizung des Kehlkopfmuskels?

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Angelina71
Danke Negresco ,
Ich versuche so gut es geht zu ignorieren, nur leider geht das seid heute morgen nicht mehr so gut weil dieser Schmerz so seltsam ist ,und ich kenne wieder mal niemandem der die gleichen Beschwerden hat .

14.10.2020 19:08 • #3


N
Wenn ich mich damit beschäftige und rein steiger, wird es bei mir auch schlimmer.
Ich habe das schon des öfteren gehört mit den Beschwerden. In Foren und eine Bekannte von meiner Mutter hat es auch. Sie war deswegen in Kur.
Im Zweifel muss du das gröbste ausschließen. Vorher habe ich zumindest keine Ruhe bekommen und dann funktioniert das mit dem Ignorieren auch nicht wirklich gut.

14.10.2020 19:38 • #4


rosebud42
Hallo Angelina,
ich habe genau die gleiche Symptomatik am Hals; mal stärker, mal schwächer, seit über einem Jahr. Auch bei mir tut es teilweise von außen weh wenn ich an den Hals fasse. Außerdem hatte ich zT schlimme Schluckschmerzen auf der linken Seite.
Ich dachte auch erst es sei ein HNO Problem (es wurde sogar MRT gemacht...), aber es ist eindeutig muskulär. Auch die Physiotherapeutin bei der ich deswegen in Behandlung war/bin, kennt das Problem. Sie erklärte dass ja der Hals/Schlund ein Ringmuskel ist, der sich genau wie andere Muskeln verspannen kann. Leider ist es extrem schwierig das gezielt zu behandeln, ab besten hilft eigentlich bei mir Wärme und so gut es geht ignorieren.
Und einmal hat mir eine einzige Physik-Behandlung direkt monatelang Beschwerdefreiheit verschafft. Da hatte sie an meiner Schulter die Faszien gezupft, danach tat der Arm 1/2 Tag weh, der Schmerz am Hals war aber weg. (Kam allerdings nach einigen Monaten auch wieder zurück und seither hat es mit dieser Behandlung nicht mehr so gezielt geklappt; leider...)

16.10.2020 20:38 • x 1 #5


Angelina71
Danke rosebud42 ,,ich hab diese Beschwerden seit Februar ,mal mehr mal weniger ,aber diesmal hat es mich beunruhigt weil es von außen auch weh tat .

18.10.2020 13:58 • #6


J
Hallo ich will kein neues Thema öffnen weshalb ich hier mein Problem schilder.


Seid jetzt bald 5 Wochen geht es mir psychisch und körperlich seeehr schlecht.

Seid 3 Wochen habe ich immer wiederkehrende starke schluckschmerzen also die sind wirklich stark (nicht wie bei einer Erkältung)

Ich war beim hno er hat nichts festgestellt.


Können diese starken schluckschmerzen muskulär sein?

Ich hatte jetzt eine Woche Ruhe und seid gestern sind diese Schmerzen wieder da.
Ich werde nachts teilweise wach davon.


Ich hoffe iwer kennt das und kann mir einen Rat geben.


Vielen Dank im voraus

28.07.2022 19:00 • #7


J
Keiner?

29.07.2022 10:21 • #8


Tänzerin82
Hallo Angelina71,
ich bin Logopädin und habe viel Erfahrung mit der Behandlung der Stimme und Kehlkopfbeschwerden.
Für mich klingt das sehr nach einer Überlastung des Kehlkopfes und des gesamten Stimmapparats. Dies hängt zusammen mit der Überspannung im Hals-Nacken-Schulterbereichs. Denn der Kehlkopf hat Muskelverbindungen zum Beispiel zu den Halsmuskeln, dem Zungenbein, Brustbein, Schlüsselbein und Schultergürtel. Diese Verbindungen sind vom Kehlkopf aus nach oben spitz zusammen laufend wie ein Kirchturm und nach unten abgespannt wie ein Zelt. Deshalb hat der Spannungsgrad des Hals-Nacken-Schulterbereiches eine direkte Auswirkung auf den Kehlkopf. Für den Kehlkopf ist aber die Weichheit, die Nachgiebigkeit seiner eigenen Muskeln ganz wichtig. Denn wenn der Kehlkopf überanstrengt ist, geht der Teufelskreis los mit Räuspern - was sozusagen einen Zwillings-Teufelskreis auslöst -, mit Schmerzen, Störgefühlen, Missempfindungen, Fremdkörper-, Klumpen- oder Druckgefühl, Brennen im Hals oder ähnlichem.
Für dich wäre es optimal, deinen Kehlkopf zu entlasten, dann sollte sich das ganze wieder - Stück für Stück - beruhigen. Das heißt zusammengefasst, dein HNO-Arzt soll dir ein Rezept für die Logopädie ausstellen. Dort bekommst du eine umfassende Anamnese und Diagnostik sowie eine auf dich individuell abgestimmte Therapie und gute Empfehlungen für deinen Alltag bzw. Zuhause.
Ich habe übrigens während meiner Ausbildung auch eine solche Therapie gemacht und es hat mir ganzheitlich sehr gut getan. Meine damalige Logopädin hat neben der Heilung meiner Stimme auch immer eine Verbesserung meiner Psyche erreicht.
In diesem Sinne wünsche ich Dir schon mal viel Erfolg und Wohlbefinden bei meinen Kollegen!
Liebe Grüße

29.07.2022 16:32 • x 2 #9


J
@Tänzerin82
Vielen lieben Dank für deine Antwort

Ich habe mir jetzt erstmal einen Termin zur physio besorgt.

Kann das durch panikattacken, Angst verstärkt werden?

Wie entspannen ich den Kehlkopf?

Räuspern muss ich nicht. Habe nur halt manchmal das Gefühl nicht schlucken zu können.

Ist es möglich dadurch einen kehlkopfkrampf zu bekommen? Das ist meine größte Angst momentan.

Also können Verspannungen soo starke schluckschmerzen verursachen? Wahnsinn wirklich!
Zudem habe ich das Gefühl nahrung geht sehr langsam bzw schlecht runter, habe dementsprechend Angst zu essen.

29.07.2022 16:44 • #10


Tänzerin82
Ja, das kann allgemein durch psychische Probleme verstärkt werden. Denn die Stimmung sitzt körperlich besonders präsent im Hals-Nacken-Schulter-Bereich. Es gibt doch auch solche Redensarten wie: Mir sitzt die Angst, der Druck im Nacken. Genau da ist der Ursprung und Zusammenhang. Denn man verkrampft sich ja auch körperlich, wenn man Angst hat, atmet flach und sowas.

Wie du den Kehlkopf entspannst, kannst du in einer logopädischen Stimmtherapie lernen. Ich kann dir gerne gleich mal ein paar Lockerungsübungen nennen, die Behandlung durch eine Logopädin ist aber unabdingbar. Sie arbeitet dann am optimalen Zusammenspiel aus Haltung, Spannung und Atmung mit dir, schaut mit dir auf deine alltäglichen Gewohnheiten und damit auf die Ursachen und Verbesserungsmöglichkeiten, führt im Dialog Sprech- und Singsang-Übungen durch, die den Kehlkopf entlasten.

Folgendes: Du setzt dich gerade und entspannt hin und kreist mit den Schultern langsam und gleichmäßig nach hinten (das öffnet den Brustkorb). Die Arme sind passiv. Stell dir vor du hast von den Schultern seitwärts einen Pinsel und willst damit Kreise an die Wand malen. Strecke und dehne dich ausgiebig morgens beim Aufstehen, gähne und seufze dabei. Hebe die Arme auf Brusthöhe seitlich hoch mit den Handflächen nach oben und ziehe die Arme nach hinten, damit der Brustkorb weit geöffnet wird. Neige den Kopf nach einer Seite und halte mit dem Arm an der anderen Seite dagegen, so dass du eine Dehnung in der Halsseite spürst. Wechsele die Seite nach 20 Sekunden, so lange braucht der Muskel um zu reagieren.

Falls du Auto fährst, achte mal darauf ob du dabei die Schultern hochziehst bis zu den Ohren; im Büro auf deine Sitzhaltung, ob du am PC einen Schildkrötenhals machst; ob du beim Schreiben mit dem Stift mit zu viel Kraftaufwand im Arm schreibst; ob du beim Telefonieren das Handy einklemmst; ob du beim Kochen verspannt umrührst, dich dabei verdrehst um durch die ganze Wohnung jemandem etwas zuzurufen. Verstehst du, was ich meine? Wenn du bei dir deine individuellen, vergleichbaren Gewohnheiten findest und auflöst oder ersetzt oder sowas, hast du schon viel gewonnen.

Ja, soweit erstmal, was ich per Schreiben empfehlen und anleiten kann...

29.07.2022 17:21 • x 1 #11


Tänzerin82
Ja, auch das Schlucken kann schmerzen.
Der Kehlkopf sitzt auf dem oberen offenen Ende der Luftröhre. Er ist ein Gerüst aus Knorpeln, die mit Bändern verbunden sind und wird mit Muskeln bewegt. Vorne ist der Schildknorpel, das ist beim Mann der Adamsapfel. Oben ist der Kehlkopf am Zungenbein aufgehängt.
Jedenfalls zieht sich der Kehlkopf hoch beim Schlucken, der Kehldeckel klappt runter und verdeckt die Luftröhre, damit das Geschluckte nur in die Speiseröhre gelangt. Damit hat der Kehlkopf primär die Schutzfunktion der Atemwege.
Im Zusammenhang mit dem Thema hier heißt dass, der Kehlkopf ist schon so verspannt und überlastet, dass ihm quasi alles wehtut. Deshalb kann man da durchaus auch Schluckbeschwerden bekommen.

29.07.2022 17:28 • x 1 #12


Majorie
@Tänzerin82
Hallo,
Ich habe Probleme beim runter schlucken von Nahrung. Irgendwie ist im Abgang kein Druck drauf und es bleibt immer etwas dort hängen. Wenn ich hinterher trinke geht es mit runter.
Wie schätzt du das ein?
Muss ich schnell zum hno damit?
Lg

07.08.2022 17:20 • x 1 #13


Tänzerin82
Hallo Majorie,
beschreibe mir bitte genauer, den schwierigen Moment beim Schlucken bzw. wo genau der Druck beim Abgang fehlt und etwas hängen bleibt. Ist das schon beim Transport vom Mund in den Rachen und in den Hals, sodass dort im Übergang etwas hängen bleibt. Oder ist das innerhalb des Halses, im Übergang vom Rachen in die Speiseröhre?
Weitere Fragen von mir sind Folgende: Wie lange liegt das Schluckproblem schon vor und hast du eine vermutete Ursache? Hattest du eine Erkrankung oder ein neurologisches Ereignis, wie zum Beispiel einen Schlaganfall?
Wenn du nicht alles abschlucken kannst, sodass es oberhalb des Kehlkopfes liegen bleibt, musst du so schnell wie möglich zum HNO-Arzt und zum Logopäden. Denn dann kann diese liegen gebliebene Nahrung irgendwann durch den Kehlkopf und die Luftröhre abrutschen und in der Lunge landen, was sehr gefährlich ist.
Lg

07.08.2022 17:47 • x 1 #14


Majorie
Danke
Also es ist das erste was du geschrieben hast. Irgendwie fehlt die Kraft beim schlucken. Auch gähnen kann ich manchmal nicht.
Hab auch ein Druckgefühl im Hals linksseitig. Gereiztes Gefühl im Rachen.
Keine Erkrankungen.
Symptome noch mehr.die habe ich schon seit ca 2 j. Die schluckbeschwerden erst seit 1 woche akuter.Bws Schmerzen und Schmerz links unter dem Rippenbogen.
Leichte Brustschmerzen.
Insgesamt alles stark links ausgeprägt.
Mrt bws hws ohne Befunde
Ct abdomen u Thorax ohne Befunde

07.08.2022 18:17 • x 1 #15


Tänzerin82
Okay, ich verstehe.
Schluckstörungen sind generell ein Fall für die Logopädie und sind definitiv dringend. Der Ablauf ist folgender: Hol dir einen Termin beim HNO-Arzt und besprich bei einer Untersuchung dein Anliegen. Dann googelst du nach Logopäden in deinem Wohnort und machst einen Termin aus. Wenn du den Termin hast, lässt du dir vom Arzt eine Verordnung für die Logopädie ausstellen. In dieser Reihenfolge ist es am besten, weil die Verordnung 28 Tage Gültigkeit hat. Und der Arzt weiß vorher schon Bescheid, kann dir dann das Rezept einfach geben.

07.08.2022 18:27 • x 1 #16


Majorie
@Tänzerin82
Ich habe auch starken speichelfluss
Kann auch ein infekt das verursachen?

07.08.2022 18:42 • x 1 #17

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Tänzerin82
Das kann möglich sein. Am besten sammelst du all solche Fragen und redest mit dem Arzt darüber.
Es gibt auch diesbezügliche logopädische Übungen. Dort wird man dann eine umfassende Anamnese und Diagnostik durchführen. Anhand des daraus erhobenen Befundes wird dann eine individuell auf dich abgestimmte Therapie durchgeführt.

07.08.2022 19:12 • x 1 #18


Majorie
@Tänzerin82
Diese ganzen Symptome machen mir Angst. Gerade auch der speichelfluss, den habe ich bestimmt schon 6 wochenlang. Kann man soetwas haben und es ist keine schlimme Erkrankung?
Ich werde morgen gleich zum hno .
Dankeschön für deine Anteilnahme und Info.

07.08.2022 19:28 • x 1 #19


Tänzerin82
Dafür ist die logopädische Anamnese da, um der ganzen Symptomatik und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

07.08.2022 19:29 • x 1 #20


A


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