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maxmuster

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Hallo liebe gleichgesinnte,

Ich habe in meinem anderen Beitrag schon davon berichtet, das ich seid wenigen Wochen an einer "Angststörung" leide. Da ich noch ein Neuling in diesem Bereich bin habe ich auch noch nicht gelernt zu akzeptieren das ich vll doch organisch komplett gesund bin.

War heute beim Neurologen. Nach diversen Rektionstests nahm Blut ab. Dann meinte er ich muß ein EEG machen und ein MRT vom Kopf. Termine stehen aus. Als ich ängstlich fragte ob irgendwas nicht OK sei meinte er es wäre alles OK wäre nur Routine.

Da stellte er mir eine frage die mich nun beschäftigt? "haben sie die angstsymptome immer? "

Habe ich nicht. Ich merke das wenn ich dementsprechend abgelenkt bin merke ich fast Garnichts von den symptomen ausser wenn ich daran denke. Abends im. Bett wenn ich hundemüde bin fühle ich mich auch gut.

Deutet Das nicht eindeutig eine psychiche Ursache als auf eine organische? Ich denke doch wäre es organisch, Wäre es auch in abgelenkten Situationen deutlich zu spüren? Bitte beantwortet mir die Frage, Wenn ihr euch auskennt.

29.04.2016 #1


216 Antworten ↓
Daisho

Daisho
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Sorry for my jumpin' in.

Ich habe mich gerade mal durch die Vielzahl der Antworten gequält. Auch wenn ich den Wunsch vieler zu helfen respektiere, an Stelle von Max wäre ich jetzt verwirrter und verängstigter als zu Beginn. Auch diese nur scheinbare interdisziplinäre Diskussion zwischen Vergissmeinnicht und Kern12 ist nur - ebenso scheinbar - zielführend.

Aber erst mal @maximilian.hamm:

Wenn du z. B. dein Auto mit einem unklaren Fehler in die Werkstatt bringst, wird der Mechaniker erst mal vermuten, was es sein könnte. Dann Stück für Stück den Fehler eingrenzen oder ausschließen. Erst wenn er sich sicher ist den Fehler gefunden zu haben, wird er beginnen zu reparieren.

Ein Arzt geht im Prinzip genauso vor. Er unterhält sich mit dir, erstellt quasi eine Liste. Danach versucht er durch konkrete Untersuchungen die Punkte seiner Liste entweder zu streichen oder mit einem Haken zu versehen. Und ähnlich, wie es beim Auto den Mechaniker und den Elektriker gibt, gibt es beim Menschen den Dr. med und den 'Dr. psych.' So wird der allgemeine Arzt erst mal die in seiner Spezialisierung möglichen Ursachen ausschließen, bevor er den Kollegen der anderen Spezialisierung ruft.

Also musst du dir erst Mal gar keine großen Gedanken machen. Auch klingt "V.a. (lateinische Phrase) DD (noch 'ne lateinische Phrase)" in einer Überweisung wesentlich besser als 'Keine Ahnung, wat der hat, Kollege. Schaust mal ob du was findest?' Und Differenzialdiagnose heißt nur, 'Kollege, ich habe da mehrere Möglichkeiten, schaust mal, welche dir möglicher zu sein scheinen?'
Und medizinisches Latein? Laughing Angenommen, bei dir wurde eine 'infektiöse Refrigeratio' diagnostiziert. Klingt scheußlich, nicht wahr? Ist es auch: Eine ansteckende Erkältung! Furchtbar! Twisted Evil Auf Neudeutsch: Eine Rüsselseuche.
Höre mal zwei Metzger, Bäcker beim fachsimpeln zu. Wenn du keine Ahnung davon hast schlackern dir nach Minuten die Ohren. Warum soll es bei Ärzten anders sein? Schließlich haben die eine tote Sprache lernen müssen, damit keiner merkt, dass die auch nur mit Wasser kochen.

Aber, Psyche und Physis (Geist und Körper) zu trennen, wie es manche Vorredner versuchen, ist i. m. A. - mit Verlaub - mist.

Bei uns Menschen geht das eine nicht ohne das andere, eines wirkt sich auf das Andere aus. Beispiele?
Bei einem Fortgeschrittenenkurs autogenes Training setzte sich während einer Übung eine Stubenfliege auf die Stirn eines übenden Schülers. Der stellte sich vor, wie die Stubenfliege ihn jetzt beißen würde. Und hatte nach Ende der Übung einen kräftigen Fletschen auf der Stirn.

Schon mal beim Baden gehen oder tauchen zu wenig Luft bekommen? Und nachher, wenn das Luftproblem beseitigt war, in deinen Körper gehorcht? Die Angst gespürt?
Früher. Schulhof. Große breite Schulkollegen bauten sich vor dir auf, wollten dir etwas. Oder eine Schrecksituation, z. B. beim Autofahren: Das Herz pumpt Adrenalin und andere Stoffe strömen durch deinen Körper...

Ursprünglich gehörte unsere Angst zur Lebenserhaltung. Als wir noch auf allen vieren herumtaperten, bedeutet ein Angstauslöser meist Gefahr für Leib oder Leben. So werden bei Angst oder Stress Stoffe ausgeschüttet, die zum einen 'Unnötiges' ausbremsen, andererseits eine Menge Energie für Herz und Muskeln bereitstellen. So werden bei Angst die höheren Hirnfunktionen, der Verdauungstrakt etc heruntergefahren, dafür das Herz beschleunigt, die Muskel für Flucht oder Kampf hoch versorgt. Heute nicht mehr unbedingt nützlich, denn wenn dich dein Boss zusammenstaucht, bringt es wenig abzuhauen oder dem an den Hals zu gehen. Laughing

Andererseits kann der Körper nicht zwischen Fantasie und Realität unterscheiden: Wenn du dich jetzt in eine wunderschöne Situation aus der Vergangenheit versetzt, sie visualisierst, wird dein Körper sie mit erleben, du wirst die Gefühle spüren, die du damals hattest. Umgekehrt genauso: Wenn du dich jetzt in eine angstauslösende Situation versetzt....

Mehr noch: Wenn du dich intensiv in angstauslösende Situationen versetzt, wird dein Körper versuchen sie zu realisieren. Erinnere dich an mein Beispiel mit dem autogenen Training. Der Kurskollege hatte eine heftigen Fletschen an der Stirn. Allerdings können Stubenfliegen tatsächlich nicht beißen. Sie verdauen außerhalb des Körpers vor und saugen die Flüssigkeit auf. Haben kein 'Gebiss'. Allerdings war der Kollege so tief in Trance, dass seine Vorstellung sich wie eine Hypnose auswirkte.

Allerdings muss man sich nicht tief in Trance befinden um hypnotisch begründete Auswirkungen zu spüren. Vergleiche mal mit Hypochondrie...

Wie du das in den Griff bekommen kannst? Eigentlich easy. Lerne dich selber abzulenken, deine Gedanken auf Dinge und Geschehnisse zu lenken, die du willst. Und nimm die Weißkittel nicht halb so ernst, wie die das selber tun.

Vielleicht hilft dir folgendes dabei?
https://www.youtube.com/watch?v=a8sNy92OyZw

09.04.2016 11:33 • x 4 #110


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A


Angststörung organisch bedingt?

x 3


Daisho

Daisho
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Zitat von Jelo84:
Ich habe mir gerade alle 12 Seiten durchgelesen und bin gerade etwas verwirrt. Bislang habe ich immer gedacht, dass psychische Erkrankungen, wie zb eine Depression etwas mit dem Erlebten zu tun haben. Also, dass ich bspw nicht damit zurecht komme, dass mir in der Vergangenheit etwas schlimmes zugestoßen ist (wie Missbrauch). Wenn ich das jetzt hier richtig verstehe, haben diese Erkrankungen organische Auslöser. Das hieße ja dann, dass nicht das schlimme Ereignis Schuld an der folgenden psychischen Erkrankung ist, sondern dass es quasi Zufall ist, wie der individuelle Mensch dies verarbeitet und es ihn aufgrund seiner organischen "Zusammensetzung" mehr oder minder belastet. Des Weiteren hieße das dann ja auch, dass jmd der überhaupt keine "schlimme" Erfahrung erlebt hat an einer psychischen Erkrankung erkranken kann, weil es eben zu einem "Ungleichgewicht" im Gehirn o.ä. kommt...


Hallo Jelo,

Depressionen (z. B.) können durchaus durch Traumata (wie Missbrauch) ausgelöst werden. Es braucht aber nicht unbedingt ein Traumata, es können auch latente oder schleichende Ursachen verantwortlich sein, die dem Patienten gar nicht so vordergründig bekannt sein müssen. Angenommen eine Person ist a la 'Schaffe, schaffe, Häusle baue' erzogen worden. Lebt danach und dadurch in einem mehr oder weniger nicht enden wollendem Stress. Durch den Dauerstress kommt es zu Ungleichgewichten im körperlichen Haushalt. Diese wirken sich schließlich als Depression oder auch anderes aus. Auch können psychosomatische oder somatoforme Erkrankungen entstehen. Eine Erkrankung daran durch rein körperliche oder rein geistige Ursachen ist m. K. n. extrem selten.

Stressauslöser können extrem vielfältig sein: Da kann schon die Differenz zwischen Vorstellungswelt und Realität als Stressauslöser dienen. Angenommen, die Person träumt (ist erzogen in der romantischen Vorstellung) vom 'Ritter in glänzender Rüstung', 'Prinzessin', und weißer Kutsche zur festlich geschmückten Kathedrale zur Hochzeit, dann kann die Realität, Fabrikarbeiter Mann, Kind und drei Zimmer Wohnung schon ein latenter Stressauslöser sein. Oder die engagierte MitarbeiterIn einer sozialen oder medizinischen Einrichtung, die ihren Job als Berufung verstand um Menschen zu helfen, und mehr und mehr feststellt, dass sie eigentlich nur 'eine bessere Maschine' zum Verbandswechsel, Saftschubser etc. ist.

Also deine ursprüngliche 'Denke' ist völlig richtig. Nur sind die Auslöser von Depressions- und ähnlichen -erkrankungen fast ebenso vielfältig wie der Mensch selber.

09.04.2016 15:25 • x 2 #118


Zum Beitrag im Thema ↓


Vergissmeinicht
Hey Max,

vorab, Du hast jetzt 3 Themen zu der gleichen Problematik aufgemacht; dies bringt Dir und uns nicht wirklich viel, weil alle von einem Thema in das andere springen müssen, um zu schauen, was, wer bereits geschrieben hat.

Wenn Du neu bist bei dem Neurologen ist es wirklich Routine, wobei es bei mir nicht gemacht wurde. Und nein, wenn Du abgelenkt bist, schlafen kannst etc. kann es keine organische Ursache haben!

x 1 #2


maxmuster
Tut mir Leid. Bin neu hier und noch total überfordert mit dem Umgang mit den Gefühlen und der Situation das ich immer schnellstmöglich auf eine Antwort hoffe. Hast natürlich recht. Werde ich in Zukunft nicht mehr machen.

Also spricht es eher gegen organische Ursache wenn ich in abgelenkten Situationen (zb. Gestern im Freizeitpark) keinerlei Symptome habe? Klingt für mich dann auch eher wirklich doch nach psyche.

Tut mir Leid für mein durcheinander.glaube der Anfang einer solchen Krankheit überfordert fast jeden.

#3


Vergissmeinicht
Hey Max,

schon ok. Wenn Du in Deinem bestehenden Thema einen Beitrag schreibst, sehen wir das auch. Nichts für ungut.

Ja, es ist in der Tat die Psyche Max, auch wenn es schwer ist zu glauben. Diese hat ihre eigenen Gesetze und kann und schier kirre machen.

#4


maxmuster
Da hast du recht. Die Psyche ist wohl mächtiger als man sich vorher bewusst ist.

Ich habe schwer daran zu knabbern durchleuchte jedes Wort des Arztes und denke er sagt mir nicht die Wahrheit um mich nicht zu verunsichern. Deshalb würde er weitere Untersuchungen Veranlassn.

Danke für deine antworten. Dein Spruch in deiner Signatur ist toll und zutreffend. Ein toller Satz, Da ist was dran.

#5


Vergissmeinicht
Hey Max,

ein guter Arzt muss diese Untersuchungen durchführen, sofern dies noch nicht gemacht wurde. Es ist wirklich nur Routine. Zu 99,9 % kommt i9n der Regel dabei nichts negatives heraus. Trau Dich und vielleicht beruhigt es Dich dann ein wenig.

#6


K
Zitat:
Deutet Das nicht eindeutig eine psychiche Ursache als auf eine organische?

nein

Mit Konzentration und Ablenkung kann man die Symptome relativ gut unterdrücken.

#7


Vergissmeinicht
Doch!

#8


maxmuster
Hm.

#9


Vergissmeinicht
Zitat von maxmuster:
Also spricht es eher gegen organische Ursache wenn ich in abgelenkten Situationen (zb. Gestern im Freizeitpark) keinerlei Symptome habe? Klingt für mich dann auch eher wirklich doch nach psyche.


Hey Max,

sorry für Kern`s Verhalten; kennen wir hier bereits und er meint halt so sein und agieren zu müssen.

Es gibt keine ernsthafte organische Krankehit die mal da und dann wieder weg ist!

x 1 #10


K
Sag mal Vergissmeinicht,

was ist denn dein Problem? Was heißt denn hier "agieren müssen"?

Ich vertrete meine Meinung, die auf Wissenschaft beruht, während du eine mittelalterliche Position ohne wissenschaftlichen Background vertrittst.

Wenn du meinst dich entschuldigen zu müssen, dann bitte für deine Meinung.

Danke

#11


Vergissmeinicht
Hey Kern.

Ganz sicher nicht für meine Meinung und meine ureigensten Erfahrungen.

Das eine ist Theorie und das andere Praxis. Hier geht es aber um die Praxis Kern! Diese ist weit ab von jeder Wissenschaft und ist nicht das erste Mal, das wir in der Richtung aneinander geraten und sicher auch nicht das letzte Mal.

Belasse es nun dabei; es nervt nur!


Vergißmeinicht

x 1 #12


K
Zitat:
Belasse es nun dabei; es nervt nur!

Schämst du dich eigentlich nicht, mir sagen zu wollen, was ich zu tun und lassen habe ?

Ich kann meine Position auf wissenschaftlichen Basis begründen und du auf "ureigensten Erfahrungen" ?

Schäm dich mal lieber auf dieser Basis hier überhaupt eine Meinungshohheit für dich beanspruchen zu wollen.


Wenn doch alles mit Willen erreichbar ist, wieso nimmst du überhaupt Medikamente und warst stationär? habe eine Idee

#13


Vergissmeinicht
Mir zu dumm und kein weiterer Kommentar!


Vergißmeinicht

OT aus!

#14


maxmuster
Das hat mich jetzt auch verunsichert. Dachte eigtl. Auch immer das es die psychiche sein muss wenn man in abgelenkten Momenten nichts oder fast keine Symptome hat. Denke organische Sachen wurden sich nicht so leicht unterdrücken lassen. Unsicherheit ist Mist.

#15


maxmuster
In meinem Überweisung Beleg zum MRT steht folgendes.

V. A. Autonome Störung DD angststörung

Was heißt das? Finde nichts über autonome Störung nur über somatische autonome Störungen

#16


Astaratio
Hallo:)

ich versuche dir einmal zu helfen!
Eine Angststörung ist nahezu psychischer Ursache.
Um organische Schäden auszuschließen (Hirntumor, Schilddrüsenprobleme), wird oft auch hierzu ein MRT durchgeführt.
Die Ärzte sind dazu verpflichtet, dir diese "Behandlungsmöglichkeit" anzubieten.

Mache dir bitte wegen der Überweisung zum MRT bitte keine Gedanken. Es handelt sich um eine Routineuntersuchung und nichts Weiteres.
Ich weiß selber aus Erfahrung, dass man sehr kritisch gegenüber den Fragen der Ärzte ist, alles hinterfragt usw. Nur leider wird man dir diesbezüglich nie eine genaue Antwort geben können.
Sprich: Grübeln bringt nichts.

Des Weiteren empfehle ich dir auch nicht viel Wert auf Diagnosen zu legen. Die Ärzte müssen eine stellen (alleine schon für die KK), die Psychotherapeuten interessiert diese allerdings herzlich wenig.
Bei mir wurden Diagnosen gestellt, wonach man im Nachhinein nur lachen kann (weil die eben alle falsch waren).

Konzentriere dich bitte erst einmal auf die Ursache deiner Angst und mache die über die Diagnose an sich keine Gedanken.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

K
@astaratio:
Zitat:
Eine Angststörung ist nahezu psychischer Ursache.

Kannst du bitte einige Belege dafür bringen, dass eine Angststörung eine "psychische Ursache" hätte?
Danke

#18


maxmuster
Kann mir bitte jemand sagen was das heißt.?

V..a. autonome Störung DD angststörung

#19


K
Zitat:
V..a. autonome Störung DD angststörung

Verdacht auf...... Differentialdiagnose......

#20


A


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