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vagabond
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Hi ihr,

ich habe seit geraumer Zeit das Problem, dass ich Angst vorm Schlafengehen habe. Einfach weil es mir schwerfällt, einzuschlafen, ich liege oft 2-3 Stunden wach und bin sehr unruhig. Meine Beine kribbeln und zittern, der Mund ist trocken, das Blut rausht in den Ohren und es piekst im Kopf und wir an manchen Stellen mal wärmer (ihr wisst was ich meine?). Dann werd ich immer so nervös und habe auch den Eindruck, meine Gliedmaßen, Arme, Beine werden tauber oder gelähmt und schrecke immer wieder hoch aus Angst.
Ich kann meistens nur nach ein paar Baldrianpillen einschlafen.

Zu meiner Vorgeschichte: Seit Juli hatte ich einige Monate lang Panikattacken, einhergehend mit diesen Schlafproblemen. Die Attacken sind eigentlich weg und ich habe auch sonst keine Probleme.
Diese Schlaflosigkeit führt aber dazu, dass ich jetzt zwischen Weihnachten und Neujahr jeden ag erst in den Morgenstunden zu Bett ging, einfach um diese Rastlosigkeit nicht durchzustehen, sonder einfach so lange wach zu bleiben, bis ich vor Müdigkeit nicht mehr kann und schnell einschlafe.


Meine Frage: Haben dieses Kribbeln und die anderen Symptome etwas mit meiner genauen Beobachtung sämtlicher Körpertätigkeiten zu tun, die ich auch während der Panikattacken-Zeit hatte? Sind die Vorgänge normal und fallen sie mir bloß auf, weil ich meine Aufmerksamkeit darauf richte?

Vor Weihanchtne hatte ich auch großen Stress und Zeitdruck in der Arbeit und Uni, parallel zu einem Umzug. Sind das einfach die Nachwirkungen, gepaart mit einem komischen Schlafrhythmus?

Im Alltag achte ich nicht auf solche Körpersymptome, und wenn sie mir auffallen, schenke ich ihnen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie früher. Deswegen glaube ich nicht, dass es irgendwie gefährlich ist oder so.

Was meint ihr?

10.02.2023 x 1 #1


31 Antworten ↓
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Anonym2017
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Liebe Foren-Mitglieder!

Zu meiner Leidensgeschichte: ich bin 25 Jahre alt, männlich. Habe bislang Gott sei Dank keinen objektiven (körperlichen) Krankheitsbefund. Meine Ärzte-Odysee hier im Überblick:

2016 hatte ich eine Panikattacke (Herzrasen, Ohnmachtserscheinungen, Atemnot) und landete anschließend in der Notaufnahme. EKG, Herz-Ultraschall, MRT Kopf (mit Kontrastmittel), EEG, Blutbild ohne Befund. Schlussfolgerung meiner Beschwerden: Stressbedingte Überforderung

2017 setzten mir massive stechende Kopfschmerzen stark zu (dachte an Hirntumor). Notaufnahme (Neurologie) wurde mangels Ausfallerscheinungen verweigert. Nach schweren Schlafstörungen ließ ich mich in eine Psychiatrie einweisen. CT-Kopf, EEG und Blutbild brachten abermals keinen Befund. Psychiatrische Diagnose nach 10-tägigem-Aufenthalt: mittelschwere Depression. Eine stationäre Therapie musste ich ablehnen, da sich diese nicht mit meinem Studium vereinbaren ließ.

Die Medikation habe ich auf eigener Faust abgebrochen, da die Nebenwirkungen leider überwogen. Meine Beschwerden/Sorgen um die eigene Gesundheit verflachten daraufhin (mit Beginn des neuen Studienjahres), sodass ich im Großen und Ganzen (kurze Down-Phasen gab es immer) ein beschwerdefreies Leben führen konnte.

2,5 Jahre blieb ich von meinen Krankheitsängsten verschont, ehe sich in einer sehr stressigen Phase Mitte Jänner dieses Jahres (Studium + Arbeit) eine Nacht auftat, in der ich nicht in den Schlaf finden konnte und am nächsten Morgen dann auf dem Weg zur Arbeit kollabierte (ähnliches Muster wie 2016: brustschmerzen, herzrasen, ohnmachtserscheinungen). Ich kam in die Notaufnahme. EKG, Blutbild, Lunge wieder befundlos.
Mir war klar, dass dem Beschwerdebild rein psychische Ursachen zugrundeliegen. Dies nahm ich zum Anlass, eine Verhaltenstherapie zu starten, um diesem "Hamsterrad" endlich zu entfliehen. Doch was leider seit diesem Vorfall übrig geblieben ist, ist eine hartnäckige Schlafstörung, die ich bis heute nicht in den Griff bekommen habe und die im Begriff ist, mein Leben zu ruinieren (Arbeit verloren, komme nicht wegen Übermüdung tagsüber zur Vorbereitung meiner letzten Prüfung vor dem Studienabschluss). Dies veranlasste mich auch, dieses Thema zu eröffnen. Ich brauche dringend Erfahrungsberichte von Menschen, denen ähnliches Leid widerfahren ist.

Ich bin meine Schlafstörungen seit Mitte Jänner folgendermaßen angegangen:
Zunächst ausschließlich nicht-chemisch. Habe auf Pflanzenpräperate (Baldrian, Lavendel) gesetzt, Stress reduziert, autogenes Muskeltraining betrieben, Tagesablauf neu strukturiert, feste Bettgehzeiten eingehalten, mich mehr bewegt, Handyverbrauch gemäßigt, also alles, was die gewöhnlichen Hausmittel gegen Schlafstörungen so hergeben. Leider mit sehr überschaubarem bzw gar keinem Erfolg, da ich offensichtlich in einen Teufelskreis geraten bin: ich kann nachts einfach nicht abschalten, weil mich ständig der Gedanke quält, nicht schlafen zu können bzw sogar nie wieder schlafen zu können. Habe Zukunftsängste (plötzlich Angst auf der Ziellinie meines Studiums zu versagen und natürlich Angst, schwer erkrankt zu sein: entweder körperlich durch Hirnfunktionsstörung, die mich am Schlafen hindert oder psychisch, weil ich mir denke, nun völlig verrückt geworden zu sein, sodass aus mir nichts mehr werden kann). Vor allem beunruhigt mich die lange Dauer (1,5 Monate!, daher wohl chronisch?) meiner Schlafstörungen, die sich darin äußern, dass ich im Schnitt nur mehr 2-3 Stunden schlafe. Manchmal sind auch gänzlich schlaflose Nächte dabei. Ich habe Zoldem/Zolpidem verschrieben bekommen, die ich nach ärztlicher Absprache aber nur im Notfall einnehmen darf. Mit 5 mg komme ich ca. schnell zu 3 Stunden Schlaf, was aber auf Dauer keine Lösung ist und im Vergleich zu meiner normalen Schlafdauer (also im gesunden Zustand) viel zu wenig ist. Jetzt habe ich letzte Woche mit der Einnahme von Trittico (50 mg) begonnen, bislang leider ohne Wirkung. Die letzte Nacht konnte ich trotz Dosiserhöhung auf 100 mg nur 1,5 (!) Stunden "schlafen".

Das aller schlimmste ist aber das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit. Meine Hausärztin verweigert jegliches Gespräch über körperliche Ursachen und schlafmedizinische Unterschungen (Schlaflabor). Sie verweist nur auf meine Psyche, was absolut verständlich ist, aber mir zu kurz greift, da ich finde, dass meine Schlafstörungen außer jedem Vehältnis zu meinen psychischen Problemen stehen und die Verhaltenstherapie bislang gar nicht angeschlagen hat.

Kann mir irgendjemand weiterhelfen oder davon berichten, wie Schlafstörungen überwunden werden konnten. Ich bin mittlerweile zu einer Leiche mutiert, bin kaum leistungsfähig und durch die Schlafstörungen auch seelisch schwer gezeichnet.

LG

26.02.2020 13:40 • #4


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A


Schlafprobleme organisch oder psychisch? Erfahrungen

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brokenheart1302

brokenheart1302
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Zitat von Ginger1:
Hallo, ich hatte auch monatelang Schlafproblene. Ich habe gefühlt gar nicht mehr geschlafen. Habe alles ausprobiert von Baldrian über Lavendel, verschiedene Tees und Milch mit Honig. Einschlaf und Meditationsmusik. Vor Schlafmitteln als Tablette habe ich Abstand genommen, wegen der viel beschriebenen Nebenwirkungen. Und nach etlichen Tagen recherchieren bin ich auf CBD Öl gestoßen. Habe es mir bestellt und es reichen 2 Tropfen am Abend unter der Zunge und ich schlafe Blitzschnell ein. Man wird nicht schläfrig dadurch, aber die Gedanken sind wie ausgeschaltet. Ich bin sooo froh wieder schlafen zu können.
@ginger1, darf ich Mal fragen welches CBD Öl du genommen hast? Gibt ja so viele und nicht alle sind wirkungsvoll...Frage für meine Mutter, zur Zeit wieder in der Psychiatrie, hat seit ca. 2 Jahren chronische Schlafstörungen und schwere Depressionen. Aufenthalt in der Klinik wird wie letztes Jahr nicht helfen, es wird mit verschiedenen Medikamenten herumprobiert aber die Schlaflosigkeit ist bislang nicht medikamentös zu behandeln, im Gegenteil - dadurch geht es meiner Mutter immer schlechter. Sie ist 74 und ansonsten bis auf Bluthochdruck gesund und fit für ihr Alter nur hilft keine Therapie bzw. geht keiner von den Ärzten der Schlaflosigkeit auf den Grund, Neurologe, Hausärztin und Psychologen haben schon resigniert genau wie meine Mutter. Denke das es irgendwann auf einen kompletten Nervenzusammenbruch hinausläuft....Problem: zu "gesund" um ernst genommen zu werden, zumindest optisch und oberflächlich betrachtet. Bin mit meinen eigenen psychischen Erkrankungen und dem Trauma vom Verlust meiner Hündin und schweren Schuldgefühlen stark belastet und das mit meiner Mutter zieht mich noch weiter runter, weil niemand eine Lösung weiß oder es niemand interessiert. Denke das eine langfristige Psychiatrische/Traumatherapie helfen könnte aber wo finden? Eigentlich hatte ich gehofft das der SpD in so einer Situation hilft aber dort würde nur geraten in eine Behinderteneinrichtung zu gehen, weil meine Mutter weg von ihrer Wohnung und in eine Seniorenwohngruppe möchte, aber das ist das schlimmste was ihr passieren könnte, seitdem hat sie Panikgefühle das man sie dort einfach zwangsverfrachtet. Sie kann und will nicht mehr alleine leben, wahrscheinlich auch ein Grund für die Schlaflosigkeit, aber es gibt keine Alternative.

02.06.2020 22:54 • #31


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N
Klingt schon sehr nach Psyche Wink

#2


L
Hallo Vagabond,

ganz am Anfang meiner Angstlaufbahn hatte ich Angst vor MS. Diese Angst ließ mich gar nicht mehr schlafen. Ich hatte eine starke motorische Unruhe und musste mich die ganze Zeit bewegen. Habe ich mich zur Ruhe gezwungen, bin ich kurz eingeschlafen und sofort mit einem starken kribbeln in der Bauchgegend wieder wachgeworden. Dies Kribbeln wurde fast zu einem Brennen. Gespürrt habe ich das am Rücken und den Armen und Beinen. Verbunden dann auch noch mit starkem frieren. Zum schluß bin ich die ganze Nacht durch meine Wohnung getiegert. Immer auf und ab und hatte das Gefühl verrückt zu werden. Ich weiß wie lang eine Nacht seien kann.
Ich kann dir nur raten zu versuchen wieder zu "normalen" Zeiten zu schlafen. Treib Sport oder geh 2-3 Stunden vorm Schlafengehen spazieren um die Strsshormone abzubauen. Nimm Baldrian, trink eine heiße Milch mit Honig oder einen Tee. Ich habe Hörspiele im Bett gehört ( Harry Potter rauf und runter und sollte ich jemals Rufus Beck treffen schlafe ich warscheinlich sofort ein, wenn er nur ein Wort sagt.) und habe mich darauf konzentriert. Mir hat es geholfen.

Liebe Grüße
Lemonwater

#3


A

Massive Schlafprobleme psychisch bedingt - Erfahrungen

Liebe Foren-Mitglieder!

Zu meiner Leidensgeschichte: ich bin 25 Jahre alt, männlich. Habe bislang Gott sei Dank keinen objektiven (körperlichen) Krankheitsbefund. Meine Ärzte-Odysee hier im Überblick:

2016 hatte ich eine Panikattacke (Herzrasen, Ohnmachtserscheinungen, Atemnot) und landete anschließend in der Notaufnahme. EKG, Herz-Ultraschall, MRT Kopf (mit Kontrastmittel), EEG, Blutbild ohne Befund. Schlussfolgerung meiner Beschwerden: Stressbedingte Überforderung

2017 setzten mir massive stechende Kopfschmerzen stark zu (dachte an Hirntumor). Notaufnahme (Neurologie) wurde mangels Ausfallerscheinungen verweigert. Nach schweren Schlafstörungen ließ ich mich in eine Psychiatrie einweisen. CT-Kopf, EEG und Blutbild brachten abermals keinen Befund. Psychiatrische Diagnose nach 10-tägigem-Aufenthalt: mittelschwere Depression. Eine stationäre Therapie musste ich ablehnen, da sich diese nicht mit meinem Studium vereinbaren ließ.

Die Medikation habe ich auf eigener Faust abgebrochen, da die Nebenwirkungen leider überwogen. Meine Beschwerden/Sorgen um die eigene Gesundheit verflachten daraufhin (mit Beginn des neuen Studienjahres), sodass ich im Großen und Ganzen (kurze Down-Phasen gab es immer) ein beschwerdefreies Leben führen konnte.

2,5 Jahre blieb ich von meinen Krankheitsängsten verschont, ehe sich in einer sehr stressigen Phase Mitte Jänner dieses Jahres (Studium + Arbeit) eine Nacht auftat, in der ich nicht in den Schlaf finden konnte und am nächsten Morgen dann auf dem Weg zur Arbeit kollabierte (ähnliches Muster wie 2016: brustschmerzen, herzrasen, ohnmachtserscheinungen). Ich kam in die Notaufnahme. EKG, Blutbild, Lunge wieder befundlos.
Mir war klar, dass dem Beschwerdebild rein psychische Ursachen zugrundeliegen. Dies nahm ich zum Anlass, eine Verhaltenstherapie zu starten, um diesem "Hamsterrad" endlich zu entfliehen. Doch was leider seit diesem Vorfall übrig geblieben ist, ist eine hartnäckige Schlafstörung, die ich bis heute nicht in den Griff bekommen habe und die im Begriff ist, mein Leben zu ruinieren (Arbeit verloren, komme nicht wegen Übermüdung tagsüber zur Vorbereitung meiner letzten Prüfung vor dem Studienabschluss). Dies veranlasste mich auch, dieses Thema zu eröffnen. Ich brauche dringend Erfahrungsberichte von Menschen, denen ähnliches Leid widerfahren ist.

Ich bin meine Schlafstörungen seit Mitte Jänner folgendermaßen angegangen:
Zunächst ausschließlich nicht-chemisch. Habe auf Pflanzenpräperate (Baldrian, Lavendel) gesetzt, Stress reduziert, autogenes Muskeltraining betrieben, Tagesablauf neu strukturiert, feste Bettgehzeiten eingehalten, mich mehr bewegt, Handyverbrauch gemäßigt, also alles, was die gewöhnlichen Hausmittel gegen Schlafstörungen so hergeben. Leider mit sehr überschaubarem bzw gar keinem Erfolg, da ich offensichtlich in einen Teufelskreis geraten bin: ich kann nachts einfach nicht abschalten, weil mich ständig der Gedanke quält, nicht schlafen zu können bzw sogar nie wieder schlafen zu können. Habe Zukunftsängste (plötzlich Angst auf der Ziellinie meines Studiums zu versagen und natürlich Angst, schwer erkrankt zu sein: entweder körperlich durch Hirnfunktionsstörung, die mich am Schlafen hindert oder psychisch, weil ich mir denke, nun völlig verrückt geworden zu sein, sodass aus mir nichts mehr werden kann). Vor allem beunruhigt mich die lange Dauer (1,5 Monate!, daher wohl chronisch?) meiner Schlafstörungen, die sich darin äußern, dass ich im Schnitt nur mehr 2-3 Stunden schlafe. Manchmal sind auch gänzlich schlaflose Nächte dabei. Ich habe Zoldem/Zolpidem verschrieben bekommen, die ich nach ärztlicher Absprache aber nur im Notfall einnehmen darf. Mit 5 mg komme ich ca. schnell zu 3 Stunden Schlaf, was aber auf Dauer keine Lösung ist und im Vergleich zu meiner normalen Schlafdauer (also im gesunden Zustand) viel zu wenig ist. Jetzt habe ich letzte Woche mit der Einnahme von Trittico (50 mg) begonnen, bislang leider ohne Wirkung. Die letzte Nacht konnte ich trotz Dosiserhöhung auf 100 mg nur 1,5 (!) Stunden "schlafen".

Das aller schlimmste ist aber das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit. Meine Hausärztin verweigert jegliches Gespräch über körperliche Ursachen und schlafmedizinische Unterschungen (Schlaflabor). Sie verweist nur auf meine Psyche, was absolut verständlich ist, aber mir zu kurz greift, da ich finde, dass meine Schlafstörungen außer jedem Vehältnis zu meinen psychischen Problemen stehen und die Verhaltenstherapie bislang gar nicht angeschlagen hat.

Kann mir irgendjemand weiterhelfen oder davon berichten, wie Schlafstörungen überwunden werden konnten. Ich bin mittlerweile zu einer Leiche mutiert, bin kaum leistungsfähig und durch die Schlafstörungen auch seelisch schwer gezeichnet.

LG

#4


-Leeloo-
Hallo,

bis jetzt helfen mit Atemübungen, die ich jeden Tag mehrmals praktiziere sowie Notfall Tropfen von Bach (zumindest macht sich eine innere Ruhe bemerkbar und ich werde müde). Mit Baldrian hat es leider auch nicht so besonderes geklappt.

Habe auch mit Yoga angefangen und auch in den letzten 3 Stunden einen Erfolg spüren können. Bis jetzt hatte ich zwar keine schlaflosen Nächte mehr, aber dadurch, dass ich nachts schon seit etlichen Jahren wegen meiner Blase aufs WC muss, wird der Schlaf eh gestört. Manchmal kann ich gleich wieder einschlafen, manchmal dauert es länger.

Programme wie viele verschiedene Antidepressiva, Therapien usw. habe ich auch schon durch. Leider ohne dauerhaften Erfolg. Die letzte Verhaltenstherapie hatte irgendwie nur noch alles schlimmer gemacht (ich war oft durcheinander wegen meiner Gedanken, wusste nicht mehr genau, was mache ich jetzt richtig, was nicht, wie verhalte ich mich, wenn ich mich so und so fühle etc. etc.) Deshalb versuche ich es mit Mediation, Atemübungen, Yoga. Konnte aber eine winzige Besserung feststellen. Ich kann es häufiger schaffen durch die Atemübungen einzuschlafen.

#5


Schlaflose
Ich leide schon seit über 30 Jahren an genau solchen Schlafstörungen. Ich konnte schon als Kind nicht gut schlafen und im Studium war es immer ganz schlimm vor Klausuren und Prüfungen, wo ich oft tagelang vor einer Prüfungssituation nur 2-3 Stunden oder gar nicht schlafen konnte. Als ich ins Berufsleben eintrat, wurde es ganz massiv und täglich, weil das für mich eine dauernde Prüfungssituation darstellte (ich war Lehrerin). Mir haben nur schlafanstoßende Antidepressiva (erst Amitriptylin, dann Doxepin) und bei Bedarf auch Zopiclon und Alprazolam einigermaßen geholfen, die Jahre zu überstehen. Trittico/Trazodon hatte bei mir auch 0 Wirkung, genauso wie Opipramol, Mirtazapin und Trimipramin. Besser wurde es erst, als ich den Beruf aufgab und einen Job in der Verwaltung bekam. Doxepin nehme ich immer noch, aber nur noch 25mg (vorher 125mg) Alles andere wie mehrere Therapien, Entspannungstechniken, pflanzliche oder homöopatische Mittel haben bei mir 0 Wirkung. Krankheitsängste hatte ich aber nie. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass es etwas Körperliches ist, weil in Zeiten, wo ich nicht arbeiten muss und auch sonst keine Termindruck habe, gut schlafen kann. Ich habe sogar abgelehnt ins Schlaflabor zu gehen, weil ich genau wusste, dass es nichts bringt und ich dort keine Sekunde schlafen würde.
Was mir auch noch gut hilft, ist regelmäßiger Ausdauersport, vor allem Joggen. Es gibt Studien dazu, dass sowohl Schlafstörungen als auch leichte bis mittelschwere Depressionen damit geheilt oder zumindest stark gebessert werden können.

#6


A
Danke für eure Antworten!

@Schlaflose wenn ich fragen darf, nehmen Sie die Tabletten nur bei Bedarf (also bei entsprechenden Drucksituationen) ein oder doch regelmäßig, weil es ohne nicht ginge?

Ich hatte bis ins Erwachsenenalter eigentlich nie Probleme mit dem Schlafen. Diese traten nur in stressigen Lebensphasen auf. So hartnäckig und lange, wie bei dieser Schlafstörung momentan der Fall, war bislang keine. Sie hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Ich würde ja liebend gerne intensiveren Ausdauersport betreiben, mir fehlt aber nach jeder qualvollen Nacht die nötige Kraft und Motivation.

#7


Schlaflose
Das Doxepin nehme ich immer, Zopiclon bzw. Alprazolam bei Bedarf noch zusätzlich.

#8


A
Wie es scheint, haben sich meine Schlafprobleme bereits chronifiziert bzw werde ich nie mehr richtig schlafen können. Habe letzte Nacht kaum ein Auge zugedrückt.
Das ist unfassbar, ich weiß mit meinem Leben nichts mehr anzufangen. Bin für nichts zu gebrauchen und auch für meine Familie seit meiner Schlaferkrankung nur mehr eine Last.

#9


blue1979
Ich habe meine jahrzehntelangen Schlafstörungen mit viel Geduld und Therapien überwunden und vielleicht hilft dir magnesiumglycinat abends etwas weiter. Das ist eine besondere Verbindung,die bei mir zu einem tieferen Schlaf führt. Wie sieht dein cortisolspiegel aus? Der speicheltest kann dir einen Hinweis geben, ob du eine verkehrte Rhythmik hat.

#10


Cortex
Auch ich leide jahrelang schon unter massiven Schlafstörungen und das lässt mich manchmal verzweifeln.
Ich habe versucht, zu eruieren, warum dem so ist, ob es Stress bedingt ist, oder durch meine Panikattacken ausgelöst Wurde und habe meine Tages Abläufe sogar protokolliert, um dahinter kommen.
Leider bisher vergebens.
Ich bin oft todmüde, lege mich ins Bett und kaum sind meine Augen zu, geht irgendwo in meinem Hirn ein Licht an, Millionen von Gedanken schwirren mir durch den Kopf und lassen mich einfach nicht zur Ruhe kommen, das ist furchtbar.
Ich drehe und wälze mich Bett hin und her, werde immer wacher und ängstlich dann auch noch.
Dann folgen Panikattacken und dann ist sowieso Feierabend.
Alle möglichen, pflanzlichen Präparate haben bisher nicht geholfen und ich bin am überlegen, mir Schlafmittel verschreiben zu lassen.

#11


fourofour
"Das aller schlimmste ist aber das Gefühl der absoluten Hilflosigkeit. Meine Hausärztin verweigert jegliches Gespräch über körperliche Ursachen und schlafmedizinische Unterschungen (Schlaflabor). Sie verweist nur auf meine Psyche, was absolut verständlich ist, "

Das was die Hausärztin da sagt erschließt sich mir nicht. Warum ist das verständlich? Ohne Screening kann sie definitiv keine Apnoe in irgend einer Form ausschließen.
Sie hat mit einem Schlafscreening oder einer Nacht im Schlaflabor nichts am Hut. Das entscheidet der Pneumologe.

Ich würde mal subjektiv mutmaßen das deine Schlafstörungsphase psychischer Natur sind.

Falls Du eine Apnoe ausschließen willst -- kannst Du dir eine Überweisung zum Pneumologen holen. Der kann dann entscheiden ob er ein Screening des Schlafes bei dir zu Hause für notwendig hält. Mit dem Ergebnis dieses Screenings kann der Doc eine Aussage treffen ob eine Nacht im Schlaflabor notwendig ist.

#12


Z
Ich hatte auch jahrelang schlafstörung. Als Kind habe ich sehr wenig geschlafen. Aber es ging nach jahren wieder besser. bei brustschmerzen helfen einfach gerade sitzen und die 4-7-8 Atemtechnik anzuwenden. Ich würde die Brustschmerzen ignorieren, daher kommt auch das herzrasen. Ich kenne das gefühl zu gut. Man bekommt Brustweh und man denkt an Herzinfarkt. Und das Herz rast und man bekommt übelkeit und schwindel. Der Schwindel kommt weil der Blutdruck in die höhe schiesst. Du muss deine Brustschmerzen einfach zu dir sagen. Das sind schmerzen, aber ich lasse mich nicht runterkriegen. Am besten hilft das wenn du zu dir sagst. Ich fühle mich gut und habe keine schmerzen. Nach ne weile gehen die schmerzen. Es ist immer ein Phänomen was die Psysche mit unseren körper so macht bzw. verars....ES ist unangenehm aber du bist organisch gesund. Ich denke du hast viel anderwertig stress und du muss dich etwas entspannen.

#13


Schlaflose
Bei mir geht es nie um irgendwelche Schmerzen, wegen denen ich nicht schlafen kann oder aus Angst, dass eine schlimme Krankheit dahintersteckt. Es sind immer Sorgen bezüglich meiner Arbeit oder meiner finanziellen Zukunft oder wenn ich irgendwelche Termine habe.

#14


A
Zitat von cube_melon:
Das was die Hausärztin da sagt erschließt sich mir nicht. Warum ist das verständlich?


Wegen meiner medizinischen Vorgeschichte. Diese mutet eine psychische Ursache an.

Eine Apnoe kann ich glaube ich ausschließen. Dafür müsste ich in den Schlaf finden und das gelingt mir seit geraumer Zeit nicht.

#15


A
Es ist sehr komisch. Die vorletzte Nacht war die reinste Katastrophe, in der ich höchstens 1,5 Stunden dahingeschlummert bin. Die darauf folgende Nacht war zu meiner Überraschung sehr zufriedenstellend, konnte etwa 8 Stunden schlafen.
Letzte Nacht nun ein erneuter Rückschlag: bin um halb 2 eingeschlafen und nach vielen Unterbrechungen war ich gegen 5 leider wieder munter und kann seither nicht mehr schlafen.

Ich habe zurzeit keinen außergewöhnlichen Stress. Das lässt mich an einer psychischen Ursache zweifeln.

#16


fourofour
Naja, ich sage das halt weil doch einige psychisch Erkrankte zumindest auch eine leichtgradige Apnoe aufweisen.
Was man subjektiv vom Schlaf wahrnimmt, kann auch ganz was anderes sein als das was real passiert.

Gut, so wie Du das beschreibst halte ich das auch für eher unwahrscheinlich.

Trotzdem finde ich es seltsam das sie dann gleich völlig zumacht. Im worst case würde eine physische Erkrankung untergehen.

#17

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A
Ich kann noch immer nicht schlafen.
Diese Schlafstörung nimmt mir bald mein Leben.

#18


fourofour
Du hast aus meiner Sicht nur zwei sinnvolle Möglichkeiten.

Entweder damit zu leben das deine Ärztin sagt das es psychisch ist und du dich entsprechend anpasst. Oder du gehst zu einem anderem Arzt und holst dir eine zweite Meinung ein.

Falls es psychisch ist, solltest Du weiter in Therapie und neue Medis ausprobieren. Einfach so absetzen von Medikamenten kann Folgen haben. Und wenn du "nur" 3h schläfst, hast Du wenigstens 1-2 Tiefschlafphasen mitbekommen. Es könnte schlimmer sein. Und somit ist es besser als nix.

Wenn ich eines begriffen habe ist das psychische Probleme sich massiv und auch aussergewöhnlich somatisieren können.
Aber eben auch das doch einige die psychische Probleme haben eine Schlafapnoe haben oder entwickeln.
Zudem das man sich, durch zuviel Stress gepaart mit zu wenig Ausgleich, verheizen kann. Und das auch wenn man jung ist.

x 1 #19


M
Ich habe auch wahnsinnige Schlafstörungen. Bisher hat mir noch nichts geholfen, auch keine AD.
Bei mir hat es zu vielen Symptomen geführt, die wohl als Gesamtbild eine somatoforme Störung ergeben. Besonders nervig ist das Muskelzucken, was ich seit Monaten habe.
Seit neuestem mache ich Neurofeedback. Vielleicht kennt ihr das?
Das Dauer aber wohl, bis es hilft.

x 1 #20


A


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Dr. Matthias Nagel
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