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12.07.2008 00:12 • 21.07.2021 #1


111 Antworten ↓


Melanie29
Hallo Kammi
Ich kann dir da nur empfehlen ne Therapie zumachen und herauszufinden seit wann und wieso du diese Angst hast.
Hat jemand aus deiner Näheren Umgebung HIV oder so?
Ich hatte ziemlich lange Angst vor einer HIV-Ansteckung weil ich erst spät erfahren habe das mein Ex-mich mehrfach betrogen hatte mit verschiedenen Frauen(ohne Verhütung)in jeglichem Alter und Aussehen(teilweise bekam er sogar Geld dafür).
Danach hatte ich furchtbare Angst und macht im Laufe der Jahre mehrere test in Abständen von Monaten um sicher zu gehen und sie waren alle negativ"Gott sei Dank".
Seither mache ich mir keine Sorgen und ich Verhüte sonst ja auch ausser seit ich verheiratet und mit meinem Mann zusammen bin,da brauchen wir des net*gg*
Wieviele test hast du gemacht in welchen Abständen und wieso?
Gab es einen Grund das dieser Verdacht aufkam?
Und wenn du ne Person kennenlernst kannst du doch Verhüten und musst auch nicht gleich alle Geschütze auffahren wie das orale befriedigen.
Lerne die Person kennen und dann wirst du schon Erfahren ob sie mehrere und wechselnde Bekanntschaften hat,demnach kannst du dir aussuchen wie und was du machst
Melanie

12.07.2008 00:23 • #2



Angst vor HIV

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Hi, ich bin gerade noch wach, dachte ich antworte Mal.

Deine Angst ist sicherlich in der heutigen Zeit nicht unbegründet. Wenn man sich umschaut, jeder mit jedem, diverse Orgien/Parties etc.

Ich würde mit einem neuen Partner garantiert auch nicht ohne Kond. schlafen wollen, weil ich da ebenso eine Angst vor HIV hätte.
Liegt bei mir wahrscheinlich daran, das ich dem Tod Mal von der Schippe gesprungen bin, wenn man es so sagen kann.
Jung und unerfahren- mit einem Partner ohne Kond. geschlafen, der (von dem ich im nachhinein erfahren habe) seine Finger von keiner Frau lassen konnte und mit allen ins Bett ging, die nicht Nein sagten
Dann das Gerücht er hätte Aids. Das hat mich total geschockt. Bin sofort zum Arzt und wollte Gewißheit, die ich nach einer Woche hatte. Zum Glück gesund und kein HIV. Bis zur Auswertung des Tests habe ich schon meine Beerdigung geplant, so sicher war ich es zu haben.
Daraus habe ich gelernt für ein Leben

Solltest du eine neue Frau finden, dürfte sie es Dir nicht übel nehmen einen Test zu "Eurer" Sicherheit zu machen, den du ja auch mitmachen kannst Was mich interessiert; Wenn der Test da wäre und es wäre alles in Ordnung; Wäre deine Angst dann weg? Oder würdest du trotzdem zweifeln?

12.07.2008 00:29 • #3


hallo ihr beiden

also ich habe immer wieder mal tests in verschiedenen zeiträumen gemacht auch das die 3 monate eingehalten werden.. dann spricht man von 6 monaten dann habe ich eben wieder einen nach 6 monaten gemacht und zur zeit habe ich einen test MEIA gemacht und nun noch einen Elisa das ist der gängigste .. dannn hat sich meine angst breit gemacht das der meia test falsch ist und und und .. es gab noch nie anlass das ich ohne Kond. mit einer geschlafen habe.. dann habe ich nur noch Prost. gehabt .. da sie sich alle geschützt haben kamen die ängste hoch aber das war damals .. ich kann mich nicht mehr auf eine frau einlassen dann würde die angst wieder kommen vor einem monat h abe ich dann noch mal mit einer pros.. geschlafen auch geschützt dann hat sich meine pysche vorgestellt ich hätte beim abstreifen des Kond. einen fehler gemacht oder scheidenflüssigkeit wäre in meinen after von ihr gelaufen usw.. hat voll krank aber es geht ja nicht denn die flüssigkeit muss ja dann in den after rein .. dann habe ich noch gedacht der test wäre nciht aussagekräftig nach 16 monaten und ich habe davor was gegessen und medikamente genommen .. halt solche sachen die panik probiert mich dann fertig zu machen aber nun tu ich öfters mal die fakten auf den tisch legen und die angst so kontrollieren .. kennt einer einen weg oder sowas

12.07.2008 00:40 • #4


also die sache vor 16 monaten da habe ich den test bekommen gott sei dank negativ da ist meine ex mit einem mann im bett gewesen und ich habe es vor ein paar tagen rausbekommen .. vor 4 wochen hatte ich geschützten verkehr trotzdem sucht meine panik mir das leben schwer zu machen .. am liebsten wäre ich nicht mehr alleine aber dann weiss ich nicht was mit der aids phobie wäre..


kennt einer den namen der speziellen angst hab so was mal gehört .. ich guck auch schon beim händeschütteln ob keiner blutet oder ich ne wunde hab ..

12.07.2008 00:44 • #5


hmmm hiv ist ne schlimme krankheit aber sollte man keine "so große" angst haben da es von 1 million menschen in deutschland genau 400 leute des habn. also hol mal tief luft und sag dir selber "ey was denkst du fürn schmarn" du hast dich testen lassen es war negative mehr braucht man nicht und die wahrscheinlichkeit das ein test falsch ist ist sehr sehr sehr gering dafür werden die "maschinen" ja hergestellt!!

Und wenn du echt so Viel angst hast dann ziehst halt ned ein sondern zwei Kond. an dann hast zu 1000000000000% die sicherheit das nix passieren kann =).
Mach dich nicht verrückt HIV heisst ja nicht gleich du stirbst an dem tag wo du dich infezierst hast. es gibt wissenschaftliche nachforschungen das auch menschen die hiv infe..... sind bis zum max. des alters leben können.
Hiv = nicht AIDS!!

HIV ist eine vorerkrankung von aids!! In Amerika haben angeblich forscher ein "gegenmittel" gegen aids gefunden was aber noch nie getestet wurde und dies bestimmt in den nächsten 5 jahren nicht getestet wird :/

Mach dich nicht verrückt die wahrscheinlichkeit das du es bekommst liegt bei 0.01%

Lg Mölchen

12.07.2008 05:00 • #6


HIV-Angst hatte ich zu den "Glanzzeiten" meiner Hypochondrie.
Die Phobie vor einer HIV-Infektion kann zu einer der massivsten Phobien überhaupt werden, wenn man nichts dagegen tut.
Ich für meinen Teil habe sie damals unbehandelt "heranreifen" lassen, und dadurch nahm sie letztendlich solche Formen an, daß ich letztendlich Angst hatte, wenn ich jemandem die Hand gegeben habe, weil ich glaubte, daß ich vielleicht eine kleine Wunde an der Hand gehabt haben könnte ... die andere Person auch, und dadurch eine Übertragung stattgefunden haben könnte. (Wobei ich in dieser Phobie der Ansicht war, daß so ziemlich JEDER Mensch der mir über den Weg lief, HIV-Positiv war.)

Der beste Weg diese Angst zu bekämpfen, ist eine Unterhaltung über das Thema mit einem objektiven Arzt.

Natürlich ist HIV eine ernstzunehmende Sache, aber ich rate dir auf jeden Fall:

1. Bloß nie nach Infos und Statistiken zu HIV (oder anderen Krankheiten) "googlen"!

2. Keine Beiträge zu HIV in irgendwelchen Society- / Klatsch- / Wissens- / Lifestylemagazinen sofort für bare Münze nehmen!


Sicher, HIV ist eine ernste Sache, aber in den "Klatsch-Medien" sowie im Internet wird eine HIV-Panikmache betrieben, die jenseits aller Fakten und Tatsachen liegt. Wenn man so manchen Medien-Beitrag hört, könnte man fast meinen, daß 50% der Weltbevölkerung HIV-Positiv sind, und es regelrecht darauf ANLEGEN die Gesunden durch gemeine Tricks anzustecken.

Der einzige Weg HIV objektiv zu sehen, und dadurch auch die Angst einzudämmen, ist ein Gespräch mit einem Arzt.
Laß dir die Fakten zu HIV / der Übertragung / der Infektionsrate etc. erklären - dann wirst du sehen, daß der größte Teil deiner Ängste wie von Zauberhand verschwindet.
Nachdem mir ein Arzt die TATSACHEN erklärt hat, war meine Angst wie ausgelöscht, denn die realen Zahlen und Informationen stehen in keinem Verhältnis zu dem, was die Boulevardmedien an Infos unter die Leute bringen, oder was irgendwelche "Hobby-Krankheitsforscher" an vielen Stellen im Internet aufbauschen.

Einen Bluttest machen ist gut und schön, aber es ist nicht die endgültige Lösung, denn dieser beruhigt höchstens für ein paar Tage / wenige Wochen, bevor - wie bei fast jeder Krankheitsphobie - die Unsicherheit erneut kommt, und man sich fragt: "Hm, wurde der Test auch RICHTIG gemacht?", "Ist der Test vielleicht nur negativ, weil im Labor gepfuscht wurde?" etc.
Aus Erfahrung kann ich sagen: Bei einer vorhandenen HIV-Phobie werden Bluttests schnell zur "allmonatlichen Beschäftigung", bis sie irgendwann die Fähigkeit verlieren, einen zumindest vorübergehend beruhigen zu können.

Besser ist es das Problem an der Wurzel zu packen. Setze dich mit dem Arzt deines Vertrauens zusammen, und laß dir alles erklären - dann wirst du sehen, daß der "HIV-Teufel" nicht an jeder Ecke wartet, um dich "hinterhältig anzustecken".

12.07.2008 07:45 • #7


Hi kammi,

pueblo hat das ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Erstens finde ich es wichtig, dass du zu einer guten AIDS Beratung gehst, um noch einmal klar zu stellen, was genau zur Ansteckung führen kann.
Bei vielen Dingen bleibt immer ein kleines Restrisiko. Es sei denn Du lebst keusch und abstinent. Vielleicht im Kloster oder einer Eremitage.
Du kannst Dich schützen so gut es geht und Andere auch.
100% geht wohl nie im Leben und ich denke, dass das das Problem ist.
Ich habe das mit allen möglichen Krankheiten und immer Angst, ich könne sterben. Aber trotz Angst kann ich es wohl nicht verhindern, wenn es soweit ist. Das habe ich aber noch immer nicht verinnerlichen können.

Was AIDS anbetrifft, so habe ich einen Ex-Partner gehabt, der nach 6 Jahren nach Ende unserer Beziehung an AIDS erkrankte.
Ich hatte damals schon ein Paniksyndrom entwickelt und war gerade dabei mich wieder aufzurichten, als er sich aus dem Krankenhaus meldete.
Es war Ende der 80iger und eigentlich hier noch gar nicht verbreitet.
Ich habe unwahrscheinliche Ängste entwickelt und bin in eine Beratung gegangen. Dort versuchte man erst einmal alle Gefahren auszuschliessen.
Das Dumme war aber, dass ich wirklich jedes Risiko hatte, das es gab.
Ich habe es nicht geschafft zum Test zu gehen, weil ich sehr große Angst hatte in meiner damaligen Situation. Ich habe mich dann ca. 3 Jahre so verhalten, als wäre ich positiv. Erst dann habe ich den Test gewagt.
Und ich war negativ trotz wirklich aller Risiken, die ich hatte.
Ich hatte einfach Glück! Daraufhin habe ich nur noch Kond. benutzt
und von meinem Mann gefordert, dass er einen AIDS Test macht bevor wir heiraten.
Eine Gewähr gibt es aber nicht auch trotz aller Tests. Man weiss nie, ob man dem Partner vertrauen kann, aber man sollte es versuchen, wenn man sich bindet. Alle anderen sexuellen Beziehungen nur mit Schutz!!!

L.G

12.07.2008 09:39 • #8


Hi kishti!

Erstmal meine grösste Bewunderung dafür, daß du diese Sache mit deinem Ex-Partner so gut durchgestanden, und dich schon nach drei Jahren an einen Test gewagt hast. Bei mir hat es fast 9 Jahre gebraucht, bis ich meine Angst davor, einen HIV-Test zu machen, überwinden konnte.

Ich finde es einfach verwerflich, was in den Medien an Panikmache betrieben wird. Da wurde z.B. in einem Wissensmagazin die geringe Chance, daß ein Kond. nicht vor einer Ansteckung schützt, derartig breitgetreten und hochgespielt, als ob Kond. praktisch nutzlos wären.
Da wurde die Ausbreitung von HIV sogar mit der PEST im Mittelalter verglichen (!)
Sowas macht eine Höllenangst.

Mich hat damals am meisten beruhigt zu erfahren, daß das HI-Virus kein "Allround-Super-Erreger" ist, sondern es im Grunde recht schwer hat sich zu übertragen. Hitze, Kälte und Luft töten ihn schnell ab, er braucht einen DIREKTEN ZUGANG in den Körper, und kann nicht einfach durch mikroskopisch kleine Wunden, Wunden die schon zu verheilen begonnen haben, oder irgendwelche oberflächlichen Kratzer in die Haut "einsickern", er ist nicht in allen Körperflüssigkeiten in einem gefährlichen Maße vertreten, und selbst das Eindringen kleiner Mengen des Erregers in den Körper ist noch kein 100%iger Garant für eine Infektion. Eine Infektion über kleine Wunden im Mund ist eher theoretisch möglich als erwiesen, denn der Speichel "verschließt" kleine Wunden im Mund sofort, und selbst da hat das HI-Virus kaum eine Chance durchzukommen.
Das alles sind Dinge, die man im Fernsehn nie zu hören bekommt. Stattdessen gibt's Horrorprognosen und Botschaften nach dem Motto: "Vielleicht hast du es ja schon, ohne es zu wissen".

HIV soll nicht unterschätzt werden, Kond. sind Pflicht, und eine Grundvorsicht sollte immer gegeben sein - das ist wahr, aber bei aller Vorsicht finde ich es wichtig, daß man das HI-Virus nicht als die "unbesiegbare ultra-gewappnete Überbedrohung" sieht, sondern auch erfährt, daß diese Krankheit nicht "allmächtig" ist, denn sonst hockt die Angst einem ständig im Nacken.

12.07.2008 10:11 • #9


Hi pueblo,
mir blieb nichts anderes übrig als den Test zu machen. Ich hatte gerade meine schlimmsten PA`s hinter mir und einen Job im ausland schon fest. Da wollte ich aber nicht hin als HIV Positive. Es war dann ein Mittel durch die Angst zu gehen. Den Job habe ich nicht angetreten - aus anderen Gründen.
Bei mir war das Ganze mitte der 80iger und man versuchte mich damals immer zu beruhigen mit Einstellungen wie:
Man wird nicht so schnell HIV positiv, weil........ heute ist das was man mir damals sagte alles widerlegt. Und abgesehen davon wie schon vorher geschrieben, stellte sich bei mir heraus, dass ich wirklich kein Risiko ausschliessen konnte. Mein Partner war Bi und hatte Kontakte ins schöne Kalifornien, was Praktiken anbetraf, so waren Kond. ja noch out etc.
Ich glaube, dass er schon länger infiziert war und dass das der Grund war, dass das Virus schlief. Heute sagt man ja, dass es am Kritischsten zu Beginn der Infektion und kurz vor Ausbruch der Krankheit ist.

Seine letzte Partnerin war auch positiv.

12.07.2008 20:32 • #10


Das was Pueblo schreibt, könnte 1 : 1 von mir geschrieben sein Mir geht/ging es GENAUSO.. Ich dachte auch immer, dass jeder der mir über den Weg läuft, positiv ist. Ich hab meine Hände nach kleinen Wunden kontrolliert, dasss da ja nix ist und ich mich infizieren könnte.

Ich hatte 1 1/2 Jahre keinen Sex weil ich sogar Angst hatte, das Kond. platzt und ich infiziere mich.

Ich mache seit letztem Jahr Ende Mai eine Therapie und hab die Sache schon einigermaßen gut im Griff. Ich hatte vor zwei Wochen das erste mal wieder Sex und war sogar 50 % wirklich bei der Sache. Klar, die restlichen 50 % hat man natürlich immernoch Angst, dass das Kond. auch fein ganz bleibt etc. Furchtbar.. Aber es ist normal. Der Körper muss sich ja erst wieder an diese für ihn neue Situation gewöhnen.

Was mich nur beunruhigt ist die Tatsache, dass ich einen Tag später (OBWOHL das Kond. ganz blieb, ich hab es ja sogar noch selber "entsorgt" und somit gesehen, dass es ganz blieb) wieder Angst hatte, mich evtl. infiziert zu haben. Das ist doch krank oder? Warum ist das so? Ich meine, es war ganz! Ich habe kein Sper. in mir gehabt und trotzdem hat mich die Angst wieder ein bisschen eingeholt. Sie hielt zum Glück nicht lange an aber sie war da und das macht mich unsicher.

Weiß einer von euch warum das so ist?

LG

07.02.2009 11:42 • #11


PS:

Ich hab auch einen Test hinter mir der Gott sei Dank negativ war und einmal war ich auch Blutspenden und da war er auch negativ. Und wie Pueblo so schön schreibt, halten die Testergebnisse nicht wirklich an, was die Beruhigung betrifft. Und auch ich habe manchmal daran gezweifelt ob die wirklich alles richtig überprüft haben oder mein Blut vertauscht haben und ich deswegen negativ bin. Total schlimm sowas echt.

In einer Aids-Beratungsstelle war ich auch schon und hab viel Infomaterial mitbekommen und das nicht nur über HIV/Aids sondern auch über andere "tolle" Krankheiten die man sich beim Sex holen kann und das sogar schneller als HIV. Das hat mir etwas die Augen geöffnet aber leider nur etwas.

07.02.2009 11:47 • #12


vielleicht steckt hinter der angst vor hiv nicht unbedingt die angst vor krankheiten sondern eher eine bindung- oder beziehungsangst.

07.02.2009 15:02 • #13


Hm das hab ich auch schon gehört aber was soll das eine mit dem anderen zutun haben?

07.02.2009 15:44 • #14


Naja, wenn man Nagst vor HIV hat und deswegen keine Beziehung eingehen kann, da wird der Zusammenhang doch deutlich, oder? Denn eine Beziehung ist ja auch nicht nur Sex, vor allem zu Beginn nicht. Also ich sehe da schon einen Zusammenhang. Lohnt sich bestimmt, das in der Therapie mal zu besprechen

08.02.2009 11:58 • #15


An die Verbindung mit der Beziehungsangst habe ich auch schon oft gedacht, denn bei mir war es immer so, daß die Angst proportional zum Stress in der Beziehung wuchs. Kaum kriselte es in der Beziehung, stieg die Angst davor, daß sie ja womöglich HIV-positiv sein könnte, an.
Letztendlich ging es dann soweit, daß wenn die Beziehung beendet war, ich mir im Hinterkopf sogut wie "sicher" war, daß sie HIV positiv war.
In den ersten Wochen nach Beziehungsschluß habe ich dann ständig Angst gehabt, daß irgendwann ein Anruf von ihr kommt, in dem sie mir sagt: "Ich habe einen Test gemacht. Wir müssen reden".

Mit der HIV-Phobie läuft es wahrscheinlich - wie bei Panik an sich auch - letztendlich auf die eigenen Probleme mit dem Ur-Vertrauen (die Angst davor "den Boden unter den Füssen zu verlieren - welche ja auch Beziehungen betrifft) hinaus. Bei Panik an sich projeziert man diesen Mangel an Ur-Vertrauen auf das Herz, das Hirn oder den Kreislauf. Bei Beziehungsangst, Eifersucht, oder Verlustangst springt die HIV-Angst an.
Wir Paniker und Phobiker neigen dazu jede Form von Stress "nach innen" zu leben, und das macht sich bei jeder Form von Angst oder Befürchtung bemerkbar.

09.02.2009 10:02 • #16


@ Pueblo

Das gibts nicht. Du schreibst genau das wie es mir auch geht. Ich hatte auch immer Angst das nach Beziehungsende ein Anruf oder eine SMS kommt in der steht "Ich habe Aids" Nur dieser eine Satz.

10.02.2009 10:20 • #17

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Hallo ihr lieben, ich bin ganz neu hier und möchte mich gleich mal mit meiner Angst an euch wenden die mich langsam wirklich zum verzweifeln bringt. Ich habe panische Angst an HIV erkrankt zu sein. Die Angst habe ich seit knapp 7 Jahren-mal stärker mal weniger stark. Ich hatte vor 8,5 Jahren das erste und einzige mal einen Kontakt ungeschützt bei dem ich nicht weiß ob positiv oder negativ. Irgendwann kam dann die Angst. Über die Jahre redete ich mir regelrecht ein aufjedenfall an HIV erkrankt zusein. Jede Erkältung war meine Bestätigung und erst recht eine Lungenentzündung mit der ich ins Krankenhaus musste. Seit einiger Zeit ist es so schlimm das ich Panik habe mich im ganz normalen Alltag zu infizieren. Habe Angst das die beste Freundin krank ist und mich vorsätzlich ansteckt. Nur mal als kleiner Einblick. Naja vor 2 Monaten nahm ich allen mut zusammen und machte einen HIV Schnelltest bei der Aids Hilfe. Der Test viel negativ aus und ich war für etwa 2 Wochen beruhigt. Und jetzt ist es wieder so weit das ich Gedanken habe wie: Ergebnis falsch, Test vertauscht, mit Absicht ein falsches Ergebnis genannt. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, habe eingesehen das ich Hilfe brauche. Allerdings würde es hier ewig dauern um zB einen Therapieplatz zubekommen. Sorry für den Roman aber ich musste jetzt einmal alles schreiben. Lieben Gruß

07.01.2016 23:58 • #18


Nataraja
Hallo Lillifee,

hast du dich denn schon einmal mit dem Thema HIV befasst?
Zuerst einmal ist es weit weniger ansteckend und seltener, als man denkt, im Vergleich zu vielen anderen Geschelchtskrankheiten,
die viel eher und stärker zu Krankheitsbeschwerden führen.

Dann ist HIV inzwischen sehr gut behandelbar, so, dass man auch mit dem HIV ein gutes und langes Leben führen kann. Das heißt natürlich nicht, dass man sich nicht schützen soll.
Jede Erkrankung ist schlecht und es gibt wie gesagt noch viele andere Geschlechtskrankheiten.

Das Ergebnis von dem Test ist sicher nicht falsch. Wie kommst du denn darauf, dass das der Fall sein könnte?
Hast du schon mal von jemandem gehört, dass er ein falsches Laborergebnis erhalten hat?

Aber egal was ich dir sage, wie du selbst schon festgestellt hast, ist nicht HIV dein Problem, sondern die Angst an sich
und da hilft es nur, sich damit zu befassen, um sie zu besiegen.

Auch wenn es leider lang dauert, einen Therapieplatz zu erhalten, solltest du dich jetzt schon um einen kümmern,
denn wenn du nicht aktiv gegen dein psychisches Leiden angehst, wird es nicht besser werden.

08.01.2016 02:49 • x 2 #19


MrsAngst
Ich kann mich Nataraja nur anschließen.

An HIV erkrankt man nicht zwingend so schnell. Als erstes wäre es zufall bei deinem einigen ungeschützten Kontakt an HIV zu erkranken und zum anderen selbst wenn er HIV hatte ist es keine Garantie selbst dran zu erkranken.

Wieso sollten die in der HIV Stelle dir Testergebnise vorenthalten? Die machen das ja um eben Menschen zu helfen.
Vertauscht halte ich für sehr unwahrscheinlich, die achten peinlich genau darauf, dass alles richtig ist.
Wie schon geschrieben, kennst du wen bei dem jemals Laborwerte vertauscht wurden?

Deine angst hat über die Jahre Überhand genommen und du hast bereits erkannt, dass du da ein gestörtes Verhältnis zu dem Thema hast. Das ist schon mehr der richtige Schritt.
Auch das du den Schritt ins Forum gemacht hast, finde ich sehr gut.

Informiere dich doch gerne über Angst vor Krankheiten im allgemeinen, hier auf der Seite aber auch mal im www ich denke da wirst du viele deiner Ängste wiederfinden.


Mir hat das sehr geholfen


Dein Problem ist nicht HIV sondern nur die angst!

Ein Therapieplatz wäre bei deinem Leidensweg sicher sehr ratsam. Lass dich auf sämtliche Wartelisten setzen, manchmal geht es doch deutlich schneller als man glaubt.

09.01.2016 02:03 • x 1 #20



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Dr. Matthias Nagel