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Eine Frage, die mich sehr beschäftigt: Wie reagieren eure Angehörigen auf eure Panikattacken und Angstzustände? Und auf die ganzen damit verbundenen körperlichen Symptome?
Bei mir ist es in erster Linie mein Mann, der das mit bekommt. Als es (wieder) damit anfing und ich ihn panisch auf der Arbeit anrief, morgens in aller Frühe und er mich ins Krankenhaus fuhr, hatte er noch Verständnis. Als nichts gefunden wurde (ich war im MRT), sank sein Verständnis schon. Er hielt mir vor: "Deshalb rufst du mich an." Billigte aber noch, dass ich zu einigen Ärzten ging. Internist, Neurologe, Hausarzt. Zwei Mal waren wir auch noch im Krankenhaus seitdem. Weil Wochenende war und man dann zum Hausarztdienst muss. Dort wurde EKG geschrieben, Blutdruck gemessen und Zucker. Nix gefunden. Dann fühlte er sich bestätigt und schimpfte rum. "Immer müssen wir dahin fahren. Wegen nix."
Nun geht es über ein Jahr wieder mit meinen Ängsten. Die auch immer schlimmer werden. Da außer meinem Mann keiner da ist, erzähle ich ihm natürlich immer, wenn ich was spüre.
Inzwischen motzt er mich fast nur noch an, dass er das nicht mehr hören kann, er erträgt es nicht mehr. Er kann nicht mehr heim kommen, ich brauche ihn nicht mehr anzurufen, er kann auch nicht daheim bleiben, weil ich krank bin. Unterstellt mir, dass er wegen mir irgendwann noch seinen Job verliert und dass wir dann Hartz IV-Empfänger werden. Verlangt, dass ich mich mal zusammen reiße, mich nicht so anstelle und behauptet, dass er Symptome wie Schwindel auch dauernd hat, aber dass ER das ignoriert und sich nicht so anstellt.
Wenn wir dann irgendwo sind (Einkäufe, Ausflüge) und ich sage, ich muss raus, ich will ans Auto. Mir geht es nicht gut. Dann wird er stinkwütend. Und dann hält er mir das permanent vor. Es ist nun zwei Mal passiert in letzter Zeit, dass wir wirklich gehen mussten. Einmal bei großer Hitze in einem Tierpark, wo ich zum Auto gerannt bin und einmal im Baumarkt, wo ich ihn gebeten habe, dass er nicht mehr so lange guckt, weil ich heim will. Die anderen Male habe ich mich immer überwunden und zusammen gerissen. Auch, wenn es schlimm war.
Aber die Vorfälle hält er mir ständig vor. Sagt auch, dass man mit mir ja nicht mehr weg könnte, weil ich mich immer so anstelle. Dass er darauf keine Lust mehr hat. Ich solle doch zu Hause rum hocken. Es wäre lächerlich. Er kann es nicht mehr hören. Es belastet ihn und er wird auch noch verrückt deswegen.
Wenn ich ihm dann von meinen Ängsten und Symptomen erzähle, sagt er, ich solle ruhig noch zu mehr Ärzten rennen. Er würde um 200 Euro mit mir wetten, dass der auch nix findet. Dabei gehe ich gar nicht so oft zum Arzt. Internist, Hausarzt und Neurologe waren in einem Jahr und nicht in einer Woche. Es ist doch wohl klar, dass man eine Ursache finden will oder jemanden, der einem endlich hilft.
Er macht sich auch über mich lustig, wenn ich mal wieder total unruhig irgendwo rum stehe.
Nun habe ich mir einen Termin bei einer Therapeutin geholt und dann sagt er: Die kann dir auch nicht helfen. Bilde dir das bloß nicht ein.
Wenn ich sage, ich will Hypnose machen (in der Nähe bietet jemand medizinische Hypnose an bei Panikattacken) sagt er direkt: Raus geworfenes Geld. Oder: Haben wir eh kein Geld für.
Oder er sagt: Sag mir Bescheid, wenn es dir mal gut ist. Ich will es nicht mehr hören, dass es dir schlecht geht usw.
Ab und zu hat er mal Verständnis, sagt dann aber auch: Ich kann dir dabei auch nicht helfen. Wenn er ganz wütend ist, brüllt er rum und sagt: Lass dir Tabletten verschreiben. Was anderes hilft eh nicht mehr. Und ein anderes Mal sagt er: Tabletten brauchste eh nicht nehmen. Helfen auch nicht.
Vor allem ärgert mich, dass er behauptet, er hätte das alles auch. Wenn ER was hat, dann gilt das. Wenn ICH was habe, nicht. ER hat ja auch Schwindel usw. Aber ER ignoriert es ja. Weil ER ja arbeiten muss. Aber er kann ja nicht so schlimme Symptome haben wie ich, denn dann könnte er gar nicht mehr so schwer arbeiten.

Meiner Mutter erzähle ich nur, ich hätte es "mit den Nerven". Ist ja auch keine Schande, bei zwei kleinen Kindern. Wenn ich mal andeute, was ich wirklich so habe. Dann sagt sie nur: Nutzt ja nix. Hatte ich auch schon mal. Muss man drüber stehen blabla und dann jammert sie höchstens, was sie alles hat und stellt mich so hin als hätte ich doch ein prima Leben und sie ist die arme Omma, die alleinstehend ist und arbeiten muss. Die ganze Wahrheit will ich ihr gar nicht sagen. Sie würde es noch weiter tratschen.

Mein Mann hat es natürlich seinem Vater erzählt. Dabei soll der still sein. Er nimmt selbst, wie wir erst jetzt erfahren haben, seit langer Zeit ein leichtes Antidepressivum, weil seine Frau Schizophrenie hat, die immer wieder ausbricht und ihn dann fertig macht mit ihren Wahnvorstellungen und dem Unsinn, den sie verzapft oder anstellt.

Anderen will ich es gar nicht erzählen. Ich habe keine Lust, dass mich alle für irre halten. Ich habe so schon wenig Freundschaften, da meine Freundinnen alle noch kinderlos sind und den ganzen Tag arbeiten. Wenn ich ihnen haarklein die Wahrheit sagen würde, würden sie sich garantiert abwenden und über mich tuscheln. Ich will es einfach niemandem mehr sagen.
2003 hatte ich das schon mal und nachdem es raus war auf der Arbeit, bekam ich die Kündigung. KEiner hatte Verständnis. Die haben mich alle für bekloppt gehalten und über mich geredet und das tat weh.
Ich habe Angst, dass andere mir das ansehen und denken, ich saufe oder nehme Dro.. Sobald mich einer länger anschaut im Supermarkt, denke ich: Nun hat es jemand gemerkt was mit dir los ist. Da sitzen auch immer die gleichen Kassiererinnen. Dann denke ich: Die schaut mich komisch an. Die denkt, da kommt die irre, die hier durch den Laden hetzt und dann in der Schlange nach Luft schnappt und sich komisch verhält.
Auch bei den Erzieherinnen habe ich Angst, dass sie mir das anmerken und über mich schlecht denken.

Niemand hat Verständnis für einen. Man kriegt immer nur noch auf den Deckel. Weil man psychisch was hat und nicht körperlich. Für andere ist das einfach nur lächerlich und man ist die Irre. Sie wissen ja nicht, was eine Panikattacke ist und was Angstzustände sind. Sie wissen ja nicht, wie es ist, wenn man nachts schon mit innerer Unruhe wach wird, innerlich zittert, Angst hat. Wenn man den ganzen verdammten Tag denkt, dass man umfällt. Und sich deshalb nix mehr zutraut. Und Dinge vermeidet. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Weil ich so bin und weil ich nicht immer genug Kraft habe, dagegen zu kämpfen.

Aber das Schlimmste ist, wenn man Angst haben muss, dass der eigene Mann einen irgendwann verlässt. Er musste seine ganze Kindheit mit einer schwer kranken psychischen Mutter verbringen und sieht nun, wie sein alter Vater daran zugrunde geht, dass seine Frau ihn sein halbes Leben lang tyrannisiert hat. So will er bestimmt nicht enden und deshalb denke ich auch, dass er mich verlässt, wenn die Kinder größer sind. Und dass ich dann ganz alleine bin und psychisch krank, vielleicht verarmt.

Haben eure Angehörigen oder Freunde Verständnis für euch? Oder müsst ihr euch auch sowas anhören?

10.10.2012 09:38 • 14.10.2012 #1


71 Antworten ↓


So wie du das Verhalten deines Mannes beschreibst, kann ich nur sagen: Mit so einem wirst du eher noch mehr krank als gesund. Das wäre für mich ein unglaublicher Druck, den er da aufbaut,einfach schrecklich. Außerdem liegt es in der Tat nah, dass er irgendwann die Nase einfach voll hat und andere Frauen attraktiver für ihn sind. Denn machen wir uns nichts vor, so als Häufchen Elend während einer Attacke oder einfach nur im Angstzustand, sieht man nicht wirklich verlockend aus. Darüber habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht.
Bei mir weiß es (PA, Angstzustände) mein Mann und nur er. Ein Zeichen reicht und eine Situation ist erklärt. Er ist da unglaublich geduldig ohne mir alles abzunehmen, was sehr wichtig ist. Alles andere würde ich nicht ertragen und eine Trennung -auch von meiner Seite- wäre die Konsequenz. Ich hätte sonst den Eindruck, er verpasst wegen mir sozusagen sein Leben und ich ja irgendwie meines auch.

10.10.2012 10:15 • #2



Wie reagieren eure Angehörigen?

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Trennung? In meiner Situation (Mann Alleinverdiener, zwei kleine Kinder, ich in Elternzeit und krank) wäre das total dämlich. Ich werde ihn sicher nicht verlassen. Dann würde ich mich ja noch schlechter stellen und es wäre gar keiner mehr da, der sich um die Kinder kümmert außer mir.
Und ich will ja auch keine Trennung. Kann ja verstehen, dass er damit nix anfangen kann. Es ärgert einen halt. Ich habe nur Angst, dass ich wegen NIX unsere Familie zerstöre. Wegen meinen Befürchtungen, die wahrscheinlich niemals eintreffen werden. Wenn ich fertig bin, habe ich wahrscheinlich den Großteil meines Lebens damit verbracht, Angst vor einem Ohnmachtsanfall zu haben oder vor Krankheiten und Symptomen. Und das war dann mein Leben. Traurig. Ich hadere so sehr damit, dass ausgerechnet mir sowas passieren muss. Warum darf ich denn kein glückliches Leben führen und andere Idioten schon.

10.10.2012 10:30 • #3


Schlaflose
Hmm, ich denke, solange du innerlich nicht breit bist, aktiv an deiner Situation etwas zu ändern, und immer nur Wut auf die äußerene Umstände hast, die (deiner Meinung nach) zu deiner Situation geführt haben, wird es nicht besser, im Gegenteil. Wenn du deinem Mann gegenüber genauso pampig bist, wie du hier oft auf gut gemeinte Ratschläge von Betroffenen, denen es ganau so geht wie dir, reagierst, wundert es mich nicht, dass er kein Verständnis mehr für dich hat. Du solltest dankbar sein, dass du überhaupt einen Mann hast, der gut verdient, und Kinder hast und nicht völlig alleine mit deinen Ängsten dastehst, wie viele andere hier im Forum, die sich auch noch um ihre Zukunft sorgen machen müssen, weil sie aufgrund ihrer Ängste nicht arbeiten können und niemanden haben, der sie finanziell unterstützt.

Viele Grüße

10.10.2012 10:51 • #4


Ich merke das gar nicht, dass ich angeblich so ungehalten bin. Vielleicht ist das eben mein Schreibstil.
Ich denke immer, dass andere, die alleine sind, es doch besser haben. Keine Verantwortung für andere. Können den ganzen Tag treiben was sie wollen und können alle möglichen Therapien machen, in Kliniken gehen, weil sie eh alleine sind und wenn sie keinen Bock haben, können sie sich den ganzen Tag ins Bett legen und die Decke übern Kopf ziehen. Ich habe halt den Verdacht, dass ich größtenteils unter Burn out leide. Und dass ich deshalb auch oft so wütend auf alles und jeden bin. Weil meine Familiensituation es eben nicht zulässt, dass ich mich mal eben wochenlang ausklinke. Manchmal wünsche ich mir, dass ich endlich umfalle und körperlich was gefunden wird. Damit ich Verständnis bekomme. Dann denke ich mir: Einer der Krebs hat, der kann wochenlang oder monatelang Therapien machen. Ich wirke wie ein Simulant und muss mich gefälligst zusammen reißen. Es ist alles nicht so einfach. Ich denke halt immer, dass es allen anderen besser geht und keine Mutter außer mir unter so einem Mist leidet. Tut mir leid, wenn ich irgendwie böswillig oder undankbar erscheine, was die Ratschläge hier angeht. Das ist gar nicht so gemeint. Ich ärgere mich nur, wenn mir Leute ständig schreiben a) du musst Medikamente nehmen, b) du musst in eine Klinik. Ohne zu wissen, wer ich bin, wie es mir genau geht usw. Ich danke dir trotzdem für deine Antwort. Ich will auch versuchen, weniger Zeit hier zu verbringen. Ich kriege ja sogar von anderen zu hören, dass ich hier zu oft schreibe. Selbst in so einem Forum wie hier fühle ich mich dann unerwünscht.

10.10.2012 10:59 • #5


Schlaflose
Wer wirklich unter Burnout leider, hat gar nicht die Energie, so wütend zu sein, wie du es bist. Der liegt wirklich nur im Bett und schafft es noch nicht einmal aufzustehen, um sich etwas zu essen zu machen. Du hast eine Menge Energie in dir, die du einfach in die falschen Bahnen lenkst und dich in deine Wut auf die Umstände immer mehr reinsteigerst. Wut setzt sehr viele Stresshormone frei, die dann wiederum zu den Panikattacken führen. Das ist ein Teufelskreis.
Wer alleine ist, hat es insofern besser, dass er keine Verantwortung für andere hat. Aber dafür gibt es auch niemanden, der für ihn sorgt. Der kann auch nicht den ganzen Tag im Bett liegen sondern muss arbeiten gehen. Und wenn man krank geschrieben ist, muss man sich ständig Sorgen machen, ob man dann den Arbeitsplatz verliert, oder wie lange die Krankenkasse das mitmacht (Höchstdauer von Krankschreibung sind anderthalb Jahre), ob man bald Hartz IV beziehen muss, wie das Leben überhaupt weitergehen soll. Das sind dann echte existentielle Ängste, die zu der psychischen Erkrankung dazu kommen.

Ich wünsche dir, dass die Therapie, die du du bald machst, etwas in dir bewirkt. Ist natürlich blöd, dass der erste Termin geplatzt ist, aber lass dich dadurch nicht entmutigen.

Viele Grüße

10.10.2012 11:32 • #6


sinka
Hallo derhimmelmusswarten,

Oh je Oh je ,Du erinnerst mich gerade mit Deiner Geschichte an meine erste Ehe, ich war Damals auch eine junge Mama mit zwei kleinen Kindern,muss aber sagen mein Damaliger Mann hatte mich mit Panikattacken schon geheiratet,er kannte es also.
Wir bekamen in der Ehe zwei Kinder, ich litt weiter unter meinen Panikattacken.es gab in den ersten Jahren kaum streit, er versuchte es zu verstehen ging mit mir zu den Ärzten aber irgendwann lies dieses nach.
Ich weiss noch eine Situation da hat er mich im Auto gelassen und alles zu gemacht,boh bin bald Wahnsinnig geworden.
Er wurde in Laufe der Jahre immer Ungehaltener mir gegenüber,immer Kälter sogar Eiskalt, bis er mich eines Tages betrog. ja und ab da ging die Ehe den Bach runter......

Ich stand mit 26 Jahren mit zwei kleinen Kindern alleine da,Sozialhilfe keine Ausbildung nichts.....
Das wurde mir zuviel,ich Krempelte meine Ärmel hoch und legte mich ins Zeug, Ausbildung nachgeholt, zwei Kids Haushalt und Panikattacken...
Ich war so wütend auf mich selbst ,das meine Ehe den Bach wegen den Schitt auseinander ging.....

Ich entwickeltet dadurch aber auch Verständnis gegenüber meines Ex Mannes ,es ist wirklich nicht einfach jeden Tag von einem Menschen zu hören ,es geht mir nicht gut ,und man rennt von Arzt zu Arzt undjeder sagt Dir alles ist ok,es spielt sich nur in deinem Kopf ab......

Bevor Deine Ehe den Bach runter geht ,tu etwas ,nur Du allein kannst etwas gegen tun und Dein Mann kann sich auch ändern und Dir zur Seite stehen und es nur verstehen das würde schon reichen ....
Wenn Ihr beide Gemeinsam Hand in Hand arbeitet ,das heisst wenn es dir schlecht geht wenn ihr Unterwegs seit ,dann geh vor die Tür und atme tief ein und aus ,der Panikanfall dauert höchstens zwanzig Minuten.

Du wirst merken ,je länger Du in einer Situation bleibst umso besser wird es. Es passiert nichts mit Dir und wenn Du umfällst mitten auf dem Parkplatz ,na und sind genug Menschen da die sich um Dich kümmern und he Du stehst dann mal im Miettelpunkt. Seh es von der Seite.......

Was ich eigendlich damit sagen möchte ,versteh auch deinen Mann, es ist schwer, wenn man das nicht kennt mit klar zu kommen ,heute nach fast zwanzig jahren versteh ich wie mein Damaliger Mann sich gefühlt hat.
Leider kann ich die Zeit nie wieder zurück holen, ich velor meine große Liebe wegen Panikattacken und vor Zehn Jahren verlor ich ihn ganz.

Heute würde ich mir wünschen das ers ieht wer und wie ich wirklich bin,kein Angsthase mit Panikschüben...Sondern Selbstbewusst und Stark.....

Mach Dich nicht klein mit der Panik ,trotze Ihr ,ich weiss wovon ich rede ,ich habe lange genug drunter gelitten.

Es geht nicht darum das Du Dich von Deinem Mann ,weil er es nicht versteht trennst ,sondern pass auf das er nicht geht.Zeige ihm die ,die Du wirklich bist,nicht das kleine verängstigte Mädchen...Du bist Stärker als Du glaubst .....
Dann ist Dir halt schindelig,dann ist Dir halt mal für einen Moment schlecht ,es wird nie etwas passieren......
Steigere Dein selbstbewusstsein und lass Dich nicht von deiner PA auffressen.

Wenn ich eine Zeitreise machen jkönnte ,ganz ehrlich ich würde an den Punkt zurückreisen wo ich so drauf war und mir selbst ordentlich den Kopf waschen,das sag ich Dir. Nur ich kann es nicht mehr ändern was geschehen ist ,ist geschehen aber Du kannst es, lass es nicht zu das deine Pa Deine Ehe kaputt macht.....


Hoffe Du siehst es nicht als angriff an ,es sind die Erfahrungen die ich in der ganzen Zeit gesammelt habe, heute bin ich 43 Jahre alt habe zwei wohlerzogene und Selbstbewusste Junge Männer als Kinder, legte in der zeit noch eine zweite Ausbildung ab und hab nee Klappe heute da kann man staunen .
Maschieren mit meiner vollen größe und Knallroten Haaren durch die Welt.

Das liebe der derhimmelmusswarten hat die Pa aus mir gemacht und ich bin stolz darauf

Ich finde es so schade ,das alle so weit auseinader wohnen ,ich würde mir eine Tuppe Angsthasen zusammen trommeln und mit ihnen üben üben üben bis alle wieder als starke Persönlichkeiten ins Leben stolpern.....


LG Sinka

10.10.2012 11:45 • #7


sinka
Zitat von derhimmelmusswarten:
Ich merke das gar nicht, dass ich angeblich so ungehalten bin. Vielleicht ist das eben mein Schreibstil.
Ich denke immer, dass andere, die alleine sind, es doch besser haben. Keine Verantwortung für andere. Können den ganzen Tag treiben was sie wollen und können alle möglichen Therapien machen, in Kliniken gehen, weil sie eh alleine sind und wenn sie keinen Bock haben, können sie sich den ganzen Tag ins Bett legen und die Decke übern Kopf ziehen. Ich habe halt den Verdacht, dass ich größtenteils unter Burn out leide. Und dass ich deshalb auch oft so wütend auf alles und jeden bin. Weil meine Familiensituation es eben nicht zulässt, dass ich mich mal eben wochenlang ausklinke. Manchmal wünsche ich mir, dass ich endlich umfalle und körperlich was gefunden wird. Damit ich Verständnis bekomme. Dann denke ich mir: Einer der Krebs hat, der kann wochenlang oder monatelang Therapien machen. Ich wirke wie ein Simulant und muss mich gefälligst zusammen reißen. Es ist alles nicht so einfach. Ich denke halt immer, dass es allen anderen besser geht und keine Mutter außer mir unter so einem Mist leidet. Tut mir leid, wenn ich irgendwie böswillig oder undankbar erscheine, was die Ratschläge hier angeht. Das ist gar nicht so gemeint. Ich ärgere mich nur, wenn mir Leute ständig schreiben a) du musst Medikamente nehmen, b) du musst in eine Klinik. Ohne zu wissen, wer ich bin, wie es mir genau geht usw. Ich danke dir trotzdem für deine Antwort. Ich will auch versuchen, weniger Zeit hier zu verbringen. Ich kriege ja sogar von anderen zu hören, dass ich hier zu oft schreibe. Selbst in so einem Forum wie hier fühle ich mich dann unerwünscht.




Oh je Oh je ,ich denke so sollte das nie von wen rüberkommen ,verständniss habe alle hier für Dich,es ist wirklich nicht einfach wenn man nicht weiss was da mit einem passiert, ich habe nie Medis genommen sondern eher meine Wut auf mich selbst. Und meine liebe derhimmelmusswarten ich war eine Mami alleinerzeihend und zum Schluss waren sie Halbwaisen. Harter Tobak aber ich hab es geschafft und es geht meine liebe.
Ich verstehe voll und ganz wie du Dich fühlst und was in Dir vorgeht das dich keiner versteht aber seh auch die andere Seite und aber wiederum viele verstehen Dich aber nur Du allein kannst Dir helfen kein anderer ,nur Tips geben aber nehmen kann es Dir keiner ...Ausführen musst Du es allein ,das wird Dir auch ein Therapeut sagen,auch er kann Dir all deine großen und kleinen PA´s nicht nehmen.

Drück Dich mal lass mal deiner Wut freien lauf ,weine , schreie und dann aber los

LG
sinka

10.10.2012 11:54 • #8


Hmm, ich denke, solange du innerlich nicht breit bist

10.10.2012 12:27 • #9


sinka
Hmm, ich denke, solange du innerlich nicht breit bist. Solange Du dieses nicht bist ,solange verpasst Du auch einiges im Leben was man nie wieder aufholen oder geschweige zurückholen kann.

Man selbst kommt nur aus diesen Teufelskreislauf raus,ich habe schon einige gelesen die dieses trotz Pa`s ausüben und üben üben üben auch wennbimmer mal wieder Rückschläge kommen weiter machen nur das hilft...

Die besten Medis dieser Welt werden nie die Pa´s wegzaubern.Es ist so.

Entweder man entscheidet sich den Weg zu gehen und sein Leben lang damit zu kämpfen, medis schlucken bis nichts mehr geht und trotzdem Pa´s haben oder man nimmt den Weg und geht wieder ins offne Leben zurück und weiss das einem gut tut und helfen wird. Nach über Zwanzig Jahren und die Selbstwerkennung das nur der zweite Weg hilft und man diese Tips gibt sollte man sich aufraffen und Wissen auch andere haben es so geschafft.

Es ist schwer ich weiss aber das Stärkt ungemein......ich habe diesen Weg hinter mir ,er ist nicht der bequemste aber der Effektivste.

Lg

10.10.2012 12:40 • #10


Himmel, erzählst du von meinem Freund?
Er ist GENAUSO! Bringt GENAU die gleichen Sprüche!
ALLES was du geschrieben hast, hat mein Freund schon genauso gesagt
oder gemacht!!! Wahnsinn!

10.10.2012 13:51 • #11


nicht alle haben vertändniss für solche sachen und Könne sich auch nicht in die Lage versetzen.

Meine Eltern verstehen es auch nicht.

10.10.2012 13:55 • #12


Hi Himmel,

mal daran gedacht das dein Mann "sauer" auf sich selbst ist? Weil er dir nicht helfen kann?

Gruß
Ich

10.10.2012 14:43 • #13


Christina
Zitat von derhimmelmusswarten:
Mein Mann hat es natürlich seinem Vater erzählt. Dabei soll der still sein. Er nimmt selbst, wie wir erst jetzt erfahren haben, seit langer Zeit ein leichtes Antidepressivum, weil seine Frau Schizophrenie hat, die immer wieder ausbricht und ihn dann fertig macht mit ihren Wahnvorstellungen und dem Unsinn, den sie verzapft oder anstellt.
Ich glaube, deine eigene Bewertung von psychischen Störungen und davon Betroffenen ist es, die es dir so schwer macht, dein Problem als psychisches Problem zu akzeptieren.

Zitat von derhimmelmusswarten:
Er musste seine ganze Kindheit mit einer schwer kranken psychischen Mutter verbringen und sieht nun, wie sein alter Vater daran zugrunde geht, dass seine Frau ihn sein halbes Leben lang tyrannisiert hat. So will er bestimmt nicht enden und deshalb denke ich auch, dass er mich verlässt, wenn die Kinder größer sind.
Nicht nur er... Dein Mann ist schließlich auch Vater und wird evtl. euren Kindern Belastungen durch eine psychisch kranke Mutter ersparen wollen. Für mich klingen seine Aussagen so, als wolle er nicht wahrhaben, dass du ein psychisches Problem hast. Angesichts seiner Lebensgeschichte ist das verständlich, u.U. setzt er psychische Probleme unbewusst generell mit der Schizophrenie seiner Mutter gleich. Jetzt hast du unverständliche Ängste und drängst zu unverständlichen Handlungen (plötzlicher Flucht) - auch ein psychotischer Schub fängt für das Umfeld mit harmlosen unverständlichen Dingen an.

Ein zweiter Punkt: Symptome - egal ob von echten, eingebildeten oder befürchteten Krankheiten - sind als Gesprächsthema unglaublich nervig. Der andere kann sowieso nichts dran ändern, wird damit auch noch in eine hilflose Lage gebracht. Detaillierte Symptombeschreibungen gehören ins Sprechzimmer des Arztes. Die nötige Rücksicht schließt das nicht aus bzw. fällt sie weniger genervten Angehörigen i.d.R. leichter. Man kann sagen, dass man dieses und jenes (heute) nicht kann oder sich nicht zutraut und den anderen bitten, es zu übernehmen. Punkt. Natürlich ist trotzdem irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht und der Partner bzw. die gesamte Familie über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen. Und die Trennungsdrohung des Partners ist dann oft der Grund, die Therapie anzufangen.

Zitat von derhimmelmusswarten:
Weil meine Familiensituation es eben nicht zulässt, dass ich mich mal eben wochenlang ausklinke. Manchmal wünsche ich mir, dass ich endlich umfalle und körperlich was gefunden wird. Damit ich Verständnis bekomme. Dann denke ich mir: Einer der Krebs hat, der kann wochenlang oder monatelang Therapien machen. Ich wirke wie ein Simulant und muss mich gefälligst zusammen reißen.
Das ist aber auch hier eigentlich nur eine Frage dessen, wie viel Stellenwert du selbst deiner Angststörung bzw. ihrer Therapie einräumst. Hättest du Krebs und bräuchtest eine mehrwöchige Therapie mit anschließender Reha, wäre deine Familiensituation nicht anders als jetzt. Sie wäre aber kein Argument gegen die stationäre Therapie. Ebenso, wenn du bei einem Unfall so verletzt würdest, dass du wochenlang ins Krankenhaus müsstest. Und nein, dein Mann könnte nicht zu Hause bei den Kindern bleiben. Ihr bekämt eine Familienhilfe. Das läuft bei psychischen Störungen nicht anders... Du selbst betrachtest deine Störung als - im Vergleich zu körperlichen Erkrankungen - weit weniger ernsthaft behandlungsbedürftig und behandlungswürdig. Warum sollten andere deine psychische Störung weniger gering schätzen als du selbst?

Meine Angehörigen machten keine abwertenden Sprüche, allerdings hielt sich mein Mitteilungsbedürfnis über einzelne Symptome und Angstzustände sehr im Rahmen. Ich habe jeweils nur gesagt, was ich tun kann und was nicht. Nach meinem ersten Rückfall habe ich lange Zeit bei meinen Eltern gelebt und sie durch die Unterstützung, die ich brauchte, sehr belastet. Die Therapie, die ich währenddessen machte, zeigte keine Erfolge und vergiftete zu Hause die Atmosphäre durch Schuldzuweisungen. Irgendwann hatten meine Eltern die Schnauze voll und stellten mich vor die "Wahl" zwischen Klinik und Rausschmiss. Ich wählte die Klinik, was mich letzten Endes aus der Angst rausbrachte.

Ich habe noch von niemandem blöde Sprüche zu hören bekommen. Verständnis in Form von Unterstützung/Begleitung oder als Akzeptanz, wenn ich etwas nicht tun konnte, gab es immer. Aber ich habe ein bisschen den Eindruck, dass du unter Verständnis etwas anderes verstehst, vielleicht andere Erwartungen hast. Ist das so?

Liebe Grüße
Christina

10.10.2012 21:14 • #14


Eigentlich tut dein Mann genau das richtige. Er hört auf dich in dem verhalten zu unterstützen welches du eigentlich von dir selber aufgeben müsstest. Er weiß wie du, dass du körperlich nicht krank bist und daher dein ganzen verhalten mit Ärzten überflüssig und kontraproduktiv ist. Wenn er dich noch in deinem falschen verhalten unterstützen würde, wäre er ein schlechter Ehemann. Es ist ein bisschen wie mit Süchtigen, den muss es auch erst so schlecht gehen, damit sie die Einsicht bekommen das sie Hilfe brauchen und sich in Behandlung begeben. Burn Out hast du sicherlich nicht, dann würdest du nur im Bett liegen und nicht im Traum auf die Idee mit den Ärzten kommen und nur vor dich hin vegetieren. Mir scheint nicht so, dass dein Mann nicht Realieren will, dass du eine Krankheit hast, aber er weiß das diese nicht körperlich bedingt ist und du in deinem verhalten dir selber mehr als schadest und eben überhaupt nicht das tust was jeder Therapeut dir als Rat mit auf den weg geben würde. Auch gibt es keinen Grund dich von der familiären Verantwortung befreit zu werden. Und er hat ja auch recht, wenn er weiter einfach dem Arbeitsplatz fern bleibt ist er den Job irgendwann los. Das kannst du auch nicht wollen, vor allem weil du ja weißt, dass du nicht ins Krankenhaus musst und keinen Arzt brauchst. Auch wenn du Todesangst spürst, du weißt das sich dies nur in deinem Kopf abspielt und er ist frustriert, dass du dich vielleicht zu wenig an deiner eigenen Gesundung beteiligst. Mein Mann hat mich auch nie von der Verantwortung befreit und im Grunde erwartet das ich meine Sachen mache, auch wenn er eingesprungen ist wenn ich ihn gebeten habe. Als ich dann zum Ziel hatte auf die Medikamente zu verzichten, war er einverstanden mir zu helfen, in dem er außerhalb der Arbeit bei mir bleibt, wenn ich mich schlecht fühle und Panik habe, so dass ich ohne Tabletten auskomme. Aber mir ist Selbstständigkeit immer sehr wichtig gewesen.

10.10.2012 21:40 • #15


Mir wäre es halt oft am Liebsten, mein Mann würde ein paar Wochen daheim bleiben. Am Liebsten würde ich mich ins Krankenhaus legen und alle Untersuchungen machen lassen, die es nur so gibt. Ich bin schließlich noch lange nicht überzeugt, dass ich nicht doch eine unerkannte Krankheit habe. Ich würde mich am Liebsten für ein paar Wochen nicht um die Kindern kümmern und mich ins Bett legen. Nicht, weil ich die Arbeiten los werden will, sondern weil ich wieder gesund werden will.

Eine Familienhilfe bringt doch auch nichts. Die ist doch nicht rund um die Uhr da. Als ob man auf dem Land mal eben so eine Person bekommen würde, die rund um die Uhr (mein Mann hat Arbeitszeiten im Schichtdienst) auf Abruf bereit ist. Und meine Kinder brauchen eben noch 24 Stunden Betreuung.
Außerdem: Das käme mir gerade noch in die Tüte. Wie soll es denn hier aussehen, wenn ich wochenlang weg bin? Dann kann ich anschließend wochenlang putzen. Das wäre ein Chaos. Großer Gott. Alleine der Gedanke daran löst schon Attacken aus.

Im Januar habe ich die Mandeln raus bekommen. Als ich wieder "fit" war (als fit kann ich mich ja eigentlich nicht bezeichnen) konnte ich hier wieder klar Schiff machen. Das ist einfach nix für mich.
Ich weiß aber selbst, dass ich mich mit meinem TIck selbst in diese Situation rein manöwriert habe.
Ich habe mir ja nun einen Termin bei einer Therapeutin geholt und bei der Hypnose auch. Ich will mir ja helfen lassen. Aber eine stationäre Therapie steht an letzter Stelle. Ich schließe es nicht völlig aus.Aber ich habe auch keine Lust, dass mein Mann mir dann sein Leben lang vorhält, er habe wegen mir den Job verloren.
Ich will einfach nicht alleine sein. Als mein Mann letztens krank und eine Woche lang zu Hause war, war das das Paradies auf Erden (bis darauf, dass ich auch krank war natürlich). Er war die ganze ZEit hier und ich hatte fast gar keine Ängste. Ich konnte so viel mehr machen. Weil ich dann weiß, dass er da ist und einen Arzt holen kann, wenn ich umfalle.
Sobald ich ganz alleine bin, drehe ich total am Rad. Der ganze Tag besteht aus panischer Angst, dass ich umfallen könnte. WEIL ich Schwindel habe. Nur deshalb. Wenn die schei. verdammten Symptome nicht wären, hätte ich doch keine Angst. Aber wie soll ich diese verschissenen Symptome endlich los werden? Sie sind ja schon da, wenn ich die Augen morgens aufmache.
Nur diejenigen, die sowas auch haben, können das wohl verstehen. Ich hoffe, dass die Therapeutin und vor allem die Hypnose mir helfen können. Ich würde doch alles dafür geben, wenn ich wieder gesund wäre. Ich klinge vielleicht immer abweisend und "böse", aber das bin ich gar nicht. Ich will nur, dass es mir wieder gut geht. Und ich kann doch nichts für die Angst. Ich habe mir das doch nicht ausgesucht. Wenn ich die Symptome habe und alleine bin, bin ich in Todesangst. Wahrscheinlich bekomme ich vor lauter Aufregung und ANgst irgendwann einen Herzanfall oder Schlaganfall. Das kann doch nicht spurlos am Körper vorüber gehen, denke ich mir dann.
Ich weiß auch gar nicht, was ich habe. Panikattacken dauern doch nur Minuten. Ich lebe in einer einzigen Rund-um-die-Uhr-Panikattacke! In permanenter Dauerangst. Aber es ist keine generelisierte Angststörung. Ich mache mir aber nur Sorgen um mich und einzig und alleine ums Umkippen. ALs was soll man das denn bezeichnen? Depression? .Burnout? Angststörung? Alle schreiben immer, dass sie Panikattacken haben und dazwischen geht es ihnen normal. So ist es aber bei mir nicht.
Ich beschreibe es mal: Ich werde nachts wach, schaue auf die Uhr. Denke: hoffentlich ist es noch nicht morgens. Ich will weiter schlafen und meine Ruhe haben. Manchmal habe ich dann Hunger und esse was, weil ich denke, ich könnte unterzuckern.

Wenn ich aufstehe, warte ich ab, ob mir schwarz vor Augen wird und ich vors Bett kippe. Innere Unruhe und Herzrasen und komisches Sehen kommen hinzu. Und dann laufe ich den ganzen Tag wie auf Eiern. Halte mich überall fest. Gehe höchst ungerne raus. Und wenn ich dann alleine bin, steigert es sich ins Unermessliche. Ich habe sogar Angst, dass ich unter der Dusche weg klappe. Dass die Kinder sich allein überlassen sind. Dass ich mir den Kopf anhaue, keiner findet mich, den Kindern passiert was.Ich falle so ungünstig, dass ich nie wieder gesund werde oder sterben muss. Verdammt! Als was bezeichnet man das denn? Sowas hat doch kein Mensch. Abends geht es mir besser. Gestern habe ich um 20 Uhr geputzt. Wenn ich dann nicht müde wäre, könnte ich weiter machen.

11.10.2012 09:27 • #16


du spriclehst mir so aus der see

11.10.2012 10:08 • #17

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naja aber mir geht es auch so ... ich habe zwar einzelne heftige panikattacken und die auch recht regelmäßig aber angst ist tag und nacht da immer wegen allem... und meine eltern haben mich jahrelang zu ärzten geschleppt weil es nicht normal ist das ein 10jähriges kind plötzlich krank ist und die ärzte nur sagen, dass das sonst immer so fröhliche kind nur simuliert... 10 jahre später als ich dann von mir aus für 6 wochen in ne klinik gegangen bin, war dann genau das thema... man muss sich damit abfinden, dass psychische störungen all diese körperlichen sympthome auslösen können. erst wenn man einsieht, dass man nur sich und alle anderen um sich rum unnötig verrückt macht mit ich muss zum 20 mal zum orthopäden und auch wenn es schon 5 verschiedene waren einer findet schon was... und nein eine woche krankenhaus ohne befund reicht nicht da müssen noch 10 andere her... aussenstehende die sich sagen ok die ärzte haben alles ausgeschlossen, aber falls es viel schlimmer wird muss man halt nochmal gucken, ob da was ist.. schön und gut. aber immer sagen, nein, das kann nicht meine psychische krankheit sein... da wird man verrückt... ich erlebe das gleiche in meiner familie.. ich bin jetzt seit 12 jahren krank... habe im alltag immer probleme... und weiß wie das ist... aber es hat mich wütend gemacht, dass meine mutter allen jahrelang einreden wollte, dass ihre probleme nur körperlich sind, ich wollte mir das irgendwann nicht mehr anhören... bei uns beiden gibt es auch festgestellte körperliche probleme, aber die sind nicht schuld daran wie wir uns tagtäglich fühlen. und sowas hat kein mensch kann auch nicht stimmen ich kenne genug mit den gleichen problemen.... es benennen zu können ist eigentlich nicht so wichtig... es zu akzeptieren, dass es da ist und daran arbeiten... und es kann besser werden. auch wenn es jahrelang dauern kann

11.10.2012 10:58 • #18


Wisst ihr, was mich so fertig macht? Dass ich das schon mal hatte. Und dass ich mit 29 Jahren das zweite Mal im Leben von so etwas befallen werde. Überfallen könnte ich auch sagen. Ich bin das zweite Mal in meinem Leben am Ende! Das ist so schlimm.
Und ja. Ich komme mir manchmal vor wie der ärmste Mensch auf der Welt. Weil ich mir so vorkomme, als würde es jedem einzelnen Menschen auf dieser Welt besser gehen als mir.
Ich kenne niemanden, der so etwas hat persönlich. Alle sind aktiv, glücklich und fröhlich. Und ich lebe in einer permanenten Todesangst-ähnlichen Angst.
Irgendwann kriege ich deshalb einen Herzinfarkt und bin weg vom Fenster. Weiß doch jeder, dass sowas aufs Herz geht. Und man kann sich schließlich auch so erschrecken, dass man tot umfällt. Letztens stand noch in der Zeitung, dass eine ausgebüchste Giraffe vor lauter Angst tot umgefallen ist. Und dann kann das auch Menschen passieren. Ganz bestimmt. Wer weiß, wie viele Herzinfarkte und Schlaganfälle darauf zurück gehen und wie viele chronische Krankheiten dadurch entstehen. Das erfasst doch niemand.
So und dann denke ich, wenn ich so weiter mache, werde ich wirklich körperlich krank. Und außerdem denke ich, dass ich ja was haben muss körperlich, denn sonst würde ich mich niemals im Leben so fühlen. Ich fühle mich wie 90. Jede Oma ist fitter als ich. Ich bin ein Wrack. Immer müde, immer schwindelig. Vor allem Angst. Das ist kein Leben. Wenn man morgens hofft, dass der Tag schnell endet und man endlich schlafen kann. Weil man die Symptome ertragen muss.
Das allerschlimmste ist, dass man die Symptome den ganzen Tag ertragen und erleiden muss. Womit hat man das nur verdient? Warum haben andere das nicht? Was hat man denn getan, dass man so bestraft wird? Warum darf ich denn nicht so glücklich und fit sein wie andere? Geht das denn nun immer so weiter bis ich tot bin? Werde ich nie wieder ein normales Leben führen können? Warum ich? Ich würde alles dafür geben, wenn sich dieser Nebel in meinem Kopf lösen würde. Wenn es nen Knall geben würde und ich wäre wieder ich selbst.
Es hilft einem keiner. Die Ärzte halten einen für einen Simulanten. Und übrigens gibt es hier für unseren Wohnort eine einzige Klinik. Die entlassen selbst meine Schwiegermutter, die Wahnvorstellungen hat und schizophren bis dorthinaus ist und die ganze Familie tyrannisiert und religiösen Wahn hat nach 2 Wochen wieder! Das juckt die doch gar nicht. Das ist doch nicht mehr wie früher.
Der Kassenpatient kriegt ein paar Medikamente rein gepfiffen,soll die Fresse halten und kann wieder gehen und zusehen wie er klar kommt.
Als ob die mir da helfen würden mit meinen Ängsten, wenn die so einen wie meine Schwiegermutter nun das dritte Mal wieder laufen lassen. Die hat mich einmal angegriffen, sieht Sachen, hört Stimmen wenn so so Schübe hat. Die quält ihren Mann die ganze Zeit damit. Alle Leben in Angst und Schrecken, dass sie wieder was anstellt. Tolle Ärzte kann man da nur sagen. Man ist einfach nur bestraft. Niemand hilft einem. Niemand kann einem helfen. Entweder hört es eines Tages von alleine wieder auf. So wie bei mir damals. Oder man hat es sein ganzes Leben. Das sagen ja auch manche Ärzte. Dass man das niemals wieder weg bekommt.

11.10.2012 11:13 • #19


Peppermint
Himmel solange wie du weiter in Selbstmitleid zerfliesst wird das nix werden....

Höre mal auf zu denken das dich das leben bestraft....schau dich hier um....wir haben alle hier fast die selben Synthome ...finde dich damit ab das du ne angsterkrankung hast...

Du solltest lernen dich mit der Angst auseinander zu setzen und dich von ihr nicht einschränken zu lassen....

Ich habe auch schon viele Jahre ãngste ....und manche Dinge im Alltag fallen mir auch schwer ....aber ich mache sie trotzdem weil ich weiss mir kann nix passieren...

Ständig sich selbst zu bemitleiden und zu denken man wäre vom leben bestraft kann niemals gut sein...

11.10.2012 11:41 • #20



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