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D

derhimmelmusswa.
Gast

Gestern war ich in mehreren Geschäften und eigentlich sollte ich danach wissen, dass ich bloß einen an der Waffel haben kann. Also böse ausgedrückt. Aber ich meine mich ja selbst damit.
Ich beschreibe das mal: Wir fuhren also zu Saturn. Der liegt neben Ikea und entsprechend voll ist es dort. Wir gingen rein. Erst ging es noch. Fuhren mit dem Aufzug hoch und dann ging es los. Schwindel, Schwankschwindel, Herzrasen, Atemnot. Ich habe versucht, mich abzulenken und habe mich bei den Büchern und CD´s umgeschaut. Habe dann meinen Mann nicht mehr gesehen und dann wurde es noch schlimmer. Habe dann sofort meinen Mann gesucht und habe gesagt, dass ich sofort da raus will. Bin die Treppe runter gerast ins Auto. In ein Spielzeuggeschäft bin ich dann gar nicht mehr. Denn dort war augenscheinlich auch so viel los.
Anschließend waren wir bei Mc Donalds´s, wo ich erstmal aufs Klo bin während mein Mann bestellte. Damit ich nicht so lange warten musste.
Während wir gegessen haben, kam mir alles so komisch unwirklich vor.

Anschließend war ich in einem Laden für Kinderkleidung und da ging es. Da waren keine Kunden und der Laden ist sehr klein. Dort habe ich mich in Ruhe umgesehen. Dann wollten wir zu C & A. Ich nötige meinen Mann nun schon immer, bloß nah am Eingang zu parken. Selbst wenn es im Halteverbot ist. Ist mir in dem Moment sch...egal!

Dort angekommen, ging es noch. Als wir mit der Rolltreppe hoch fuhren, wurde es schon schlimmer. Gott sei Dank schauen Männer ja nie lange. Ich habe mir gar nichts anderes mehr angesehen. Ärgerlich, denn dort gab es 20 % auf alles. Naja. An der Kasse ging es mir so schlecht, dass ich mich draußen in der Passage auf einen Barhocker gesetzt habe. Aber gegenüber von mir saß ein Mann und das war mir dann unangenehm und außerdem dachte ich mir, dass ich mir den Kopf aufschlage, wenn ich von dem hohen Hocker falle. Also bin ich wieder rein und habe mich an meinem Mann und einem Regal festgehalten und ich hätte am Liebsten den ganzen lahmen Kunden in den Hintern getreten Ich habe mir erst gar nix mehr angeschaut. Wollte nur noch raus, raus, raus.

Aber das Schlimmste kommt noch. Abends wollte ich allein in den Supermarkt (kleinerer Art) und dort schaute ich mich zuerst um. Etwa bei der Hälfte des Ladens fing ich an zu japsen und zu zittern. Es wurde so schlimm mit dem Schwindel, dass ich meine Einkäufe in ein Regal geschmissen habe und raus gerannt bin. Die Leute guckten komisch. War mir aber egal. Meinem Mann habe ich dann erzählt, dass zuviel los gewesen wäre und ich später noch mal fahren würde. Ich habe mich auch versucht zu beruhigen im Auto und habe mir gesagt, dass es nur Angst ist und bin noch mal ausgestiege. Dachte aber sofort, dass ich vors Auto falle und bin nach Hause.
Meine Beine haben noch gezittert als ich daheim ankam!
Später bin ich dann doch noch mal los, bin sofort zum Regal, wo ich was brauchte und dann schnell zur Kasse.

Ich bin echt bedient.

Nun will der Neurologe mir eine Nervenwasseruntersuchung machen. Ich habe ihm ja gesagt, dass ich Angst habe raus zu gehen. Und der Vogel meinte, das könnte auch eine körperliche Krankheit sein.

Aber welche körperliche Krankheit löst bitteschön Angst in Geschäften aus??

Was meint ihr? Diese UNtersuchung kann ich mir eigentlich sparen, oder?

Aber vor allem: Was soll ich bloß gegen meine Angst tun? Ich zwinge mich ja raus in Geschäfte. Aber so sehr ich mich auch anstrenge und mir vor sage, dass es nur Angst ist: Es steigert sich ins Unermessliche und manchmal renne ich raus und denke, ich falle um.
Das ist echt kein Leben mehr. Aber es muss doch einen anderen Weg geben als Psychopharmaka. Ich nehme doch nicht so ein Dreckszeug, weil ich Angst in Geschäften habe.

Andererseits denke ich: Was sollte ich denn machen, wenn ich alleinstehend wäre. Dann müsste ich ja verhungern, wenn ich Angst vorm Einkaufen hätte.

Wann hört das endlich auf...

Wie seid ihr das genau los geworden? Vielleicht könnt ihr mir ja eine Strategie dafür schreiben.

13.11.2012 #1


67 Antworten ↓
W

Wuscheline
Mitglied

Beiträge:
110
Themen:
13
Mitglied seit:
Hey,

jetzt mische ich mich doch noch Mal mit ein...

Also ich hatte auch schon einige Tipps gegeben und keine Reaktion darauf lesen können. Aber gut, vielleicht waren es einfach die falschen Ratschläge.

Aber was mir aufgefallen ist, lieber Himmel, du versuchst die Angst zu bekämpfen. Sie soll "weggehen" und "geheilt" werden. Ich denke aber, das ist eigentlich der zweite Schritt. Denn im ersten Schritt müsste herausgefunden werden, woher die Ängste überhaupt her kommen.

DER URSPRUNG DER ÄNGSTE MUSS DRINGEND FESTGESTELLT WERDEN!

Erst wenn du die Angst demaskierst wird es dir vermutlich leichter fallen sie auch auszuhalten.

Meine Therapeutin sagt immer, die Angst ist wie eine Freundin die versucht dir aus einer "Gefahrensituation" herauszuhelfen in dem sie die ihre Hand (in Form von Angst) reicht und dich rauszieht (der Drang nach Flucht).

Die Art der Hilfe ist eben eine etwas "falsche" Art und eben in vielen Situationen unnötig, weil die Angst nicht erkennt ist es jetzt eine Situation in der sie helfen muss oder in der keine Hilfe nötig ist.

Hier mal ein Bsp.:
Du bist in einem Raum in dem plötzlich ein Feuer ausbricht. Viele Menschen sind in dem Raum, geraten auch in Panik und drücken und drängen raus. Die Luft ist stickig und warm. Die Freundin (in Form der Angst) kommt und warnt dich und veranlasst dich aus dem Raum zu flüchten. Hier ist die Hilfe notwendig!

Später gehst du in ein Kaufhaus. Wieder viele Menschen. Die Luft ist ebenfalls stickig und warm. Jetzt fühlt sich die Freundin in der Form der Angst wieder an den Brand erinnert und kommt wieder auf und warnt dich. Versucht dich aus dem Kaufhaus zu bewegen in dem sie dir Notsignale sendet. Hier ist die Angst unbegründet!

Verstehtst du was ich meine? Deine Freundin die Angst wird immer wieder an etwas erinnert bei dem sie dich mal beschützt hat und jedes Mal wenn eine ähnliche Situation aufkommt, kommt auch die Angst und warnt dich. Für dich ist es jetzt wichtig herauszufinden an was aufgrund welcher Erinnerung dich die Angst immer und immer wieder warnt.

Bitte betrachte dieses Beispiel objektiv. Das du sicher nicht in einem Raum warst in dem es gebrannt hat, weiss ich ja.

Versuch mal zu beschreiben was du in dem Moment der Angst fühlst. Also Angst... klar! Aber höre mal genauer in dich rein! Was du da fühlst. Enge? Hilflosigkeit? Zeitdruck?

Und noch Mal wegen der Hypnose: Damit wirst du eine Linderung erreichen aber keine komplette Heilung. Vielleicht hat dir dir Hypnose ja geholfen, weil es der Heilpraktiker tatsächlich mal geschafft hat, dich zu Ruhe zu bringen. Ich habe nämlich den Eindruck du bist total hyperaktiv und hast verlernt zur Ruhe zu kommen. Mal los zu lassen. Das kenne ich auch von mir. Deshalb fällt es mir auch schwer, an einer Kasse mal zu warten. Die Hektik flammt dann in mir auf und versucht mich aus dem Gebäude zu bringen. Das eine meiner Baustellen an denen ich arbeiten muss. Und so scheint es mir auch bei dir.

Du springst in deinen Erzählungen von einem zum anderen. Hast nie Zeit. Nimmst dir nie Zeit für irgendwas. Ständig werden Dinge subjektiv zerpflückt und (sorry für das folgende Wort) "sinnlos" kommentiert.

Niemand zwingt dich Medis zu nehmen. Dennoch stellen sie für viele einen Weg dar, ZUR RUHE ZU KOMMEN, damit sie sich auf die Therapie einlassen können. Tipps annehmen und auch mal drüber nachdenken. Und zwar über ihre Situation und ihr Verhalten nachdenken, ohne dass die Angst gleich wieder in ihnen aufflammt. Im Normalfall, beutzen Therapeuten Medikamente, damit der Patient sich beruhigt und sie besser "an ihn rankommen". Ein Mensch der total hippelig in die Therapie kommte, mit dem nicht tiefgründig gesprochen werden kann, weil nur die Erinnerung an eine Situation Panik auslöst, ist nur schwer zu therapieren. Also sind die Medis, kein "Heilmittel", sondern ein "Hilfsmittel". Und ebenso ist es mit der Hypnose. Sie ist ein Hilfsmittel, kein Heilmittel.

Versuch mal zur Ruhe zu kommen. Schnattere nicht so nervös rum und stelle dir einen Konfrontations-Plan auf.

Alles Gute und Kopf hoch!

12.11.2012 23:13 • #55


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A


Panische Angst in Geschäften! Was bloß dagegen tun?

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derhimmelmusswarten
Gast

Ich glaube, wir reden bzw. schreiben total oft aneinander vorbei. Alles zu hinterfragen, ist eben meine Art. In allen Lebenslagen. Das bedeutet aber nicht, dass ich hier eure Beiträge kritisieren will oder mir die Ratschläge nicht durchlese und gucke, ob ich was davon umsetzen kann. Und diejenigen, die ich mit meiner Phobie nerve, brauchen doch gar nicht mit zu lesen oder zu antworten. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht. Ich antworte auch nicht auf Beiträge, die mich nicht interessieren. Dazu ist doch niemand gezwungen.
Ich denke, niemand, der nicht haargenau diese Phobie hat, wird es nachvollziehen können. Ich kann andere Ängste auch nur schwer nachvollziehen. Das ist doch ok.

Mit der Psychotherapie: Ich weiß doch gar nicht, welcher Therapeut gut ist und wo ich mich auf eine Warteliste setzen lassen soll. Es gibt hier sicher 25 Stück in der näheren Umgebung. Wie trifft man denn da eine Auswahl? Das ist ja wie Lotto spielen. Wenn ich nun irgendeinem von denen auf den Trichter gehe und in ein paar Wochen einen Termin bekomme, weiß ich immer noch nicht, ob derjenige gut ist. Klar, das weiß man vorher nie. Aber nach dem letzten Erlebnis bin ich ein wenig ernüchtert.

Angeblich hat der Therapeut, wo ich war, schon viele Leute geheilt von den Panikattacken. Klar. Man könnte nun böswillig behaupten, dass er die ganzen positiven Bewertungen und Dankesschreiben im Internet gefälscht hat. Aber das glaube ich einfach nicht. Dazu habe ich eigentlich zu viel Menschenkenntnis. Und es spricht auch für ihn, dass er Wartezeit hat und in einer kleineren Stadt ansässig ist. Wenn es ein Betrüger wäre, hätte sich das in so einer doch relativ ländlichen Region herum gesprochen.

Ich habe mehrere Ideen, woher die Angst kommt. Aber das hilft mir auch nicht dabei, sie abzustellen. Meine Oma ist mehrmals umgefallen als ich ein Kind war. Zufälligerweise war aber immer ein anderes Familienmitglied im Haus. Aber das war purer Zufall. Als dann auch noch mein Opa und meine Oma im Haus verunglückten und in Folge dessen zu Tode kamen, ist meine Angst wieder voll ausgebrochen denke ich. Verbunden mit Streß und Überlastung. Aber das habe ich ja hier schon mal geschrieben.

Nicht einordnen kann ich das Kribbeln und die Taubheitsgefühle auf einer Körperseite. Irgendwie bringe ich die nicht mit Angst in Verbindung. Sondern vielleicht eher mit Rücken- oder Nackenproblemen. Es macht mir halt Angst, wenn ich ein taubes Gesicht habe oder einen tauben halben Kopf. Der Neurologe hat ja auch gar keine Diagnose gestellt und auch keinen Verdacht, warum er eine Nervenwasseruntersuchung machen will! Mir hat noch niemals jemand eine genaue Diagnose gestellt. Und ich war ja wahrlich bei einigen Ärzten. Seid doch froh, wenn das bei euch anders gelaufen ist. Und seid froh, wenn die Angst bei euch nicht mehr so groß ist. Niemand von euch steckt doch in genau meiner Situation.

Mir haben hier sogar andere Frauen mit kleinen Kindern geschrieben, die GENAU das Gleiche haben wie ich. Aber viele trauen sich schon gar nicht mehr, hier im Forum noch zu schreiben. Eben wegen der Kommentare.

Ich habe die Ratschläge hier befolgt. Ich war beim Neurologen, ich habe endlose Telefonate geführt, um einen Psychotherapieplatz zu bekommen, ich versuche, immer wieder raus zu gehen, ich habe es mit pflanzlichen Medikamenten probiert, ich habe mich mit dem Internisten über Pysychopharmaka unterhalten, ich habe nun die Hypnosetherapie in die Wege geleitet. Ich weiß absolut nicht, warum mir immer unterstellt wird, ich würde nichts annehmen!

13.11.2012 12:45 • #57


Zum Beitrag im Thema ↓


C
Und schon wieder ein neuer Roman

#2


Schlaflose
Zitat von derhimmelmusswarten:
Nun will der Neurologe mir eine Nervenwasseruntersuchung machen. Ich habe ihm ja gesagt, dass ich Angst habe raus zu gehen. Und der Vogel meinte, das könnte auch eine körperliche Krankheit sein.

Aber welche körperliche Krankheit löst bitteschön Angst in Geschäften aus??

Was meint ihr? Diese UNtersuchung kann ich mir eigentlich sparen, oder?


Ja, das glaube ich auch. Wenn du etwas Neurologisches hättest, wäre es auch zu Hause da, außerdem hat man da echte Ausfallerscheinungen wie Lähmungen, Krämpfe oder so.

Ich denke, du kommst um eine Therapie nicht herum, wohl am besten Verhaltenstherapie. Lass dich auf mehrere Wartelisten sezten und auf einen Platz warten, anders geht es nicht. Man kann ja auch Glück haben und es springt jemand ab oder zieht um etc. und es wird schneller etwas frei. Ich hatte auch Glück und bekam innerhalb von zwei Wochen genau bei dem Therapeuten einen Platz, wo ich am liebsten hinwollte, weil das im Nachbardorf war und ich zu Fuß oder mit dem Fahrrad hinkonnte. Ich hatte an drei Tagen hintereinander auf den Anrufbeanworter gesprochen, aber es kam kein Rückruf und ich hatte es schon abgehakt. Dann eine Woche später kam der Rückruf von seinem Mitarbeiter, mit dem ich bestimmt 15 Minuten geredet und ihm mein Problem geschildert habe. Daraufhin hat er gemeint, in 4-5 Monaten könnte es klappen. Keine 2 Stunden später rief er wieder an, er hätte mit seinem Chef gesprochen und mein Fall würde ihn sehr interessieren, ich soll in 14 Tagen zu einem Erstgespräch kommen. Und danach ging es schon richtig los, regelmäßig 1X pro Woche.

#3


A
Psychopharmaka ist kein Dreckszeug.

#4


Schlaflose
Zitat von Amy87:
Psychopharmaka ist kein Dreckszeug.


Da sind wir mal ausnahmsweise einer Meinung.

Ohne sie hätte ich die letzten 15 Jahre nicht überlebt. Wenn man davon außer in den ersten paar Tagen keine Nebenwirkungen hat und die Blutwerte trotz langjähriger Einnahme gut sind, gibt es keinen Grund, sie zu verschmähen. Und von wegen Abhängigkeit, wie Himmel stets befürchtet, besteht auch keine Gefahr (außer bei Benzos und Co). Ich habe während der letzten zwei Jahre die Dosis ganz langsam immer weiter reduziert ohne irgendwelche Absetzungs- oder gar Entzugserscheinungen haben. Das einzige was passiert ist, war, dass ab einer bestimmten Dosis bei Stress meine Schlafstörungen wieder aufgetreten sind. Dann habe ich wieder etwas erhöht, bis es mit dem Schlafen wieder funktioniert hat, dann wieder langsam reduziert. Jetzt bin ich seit einigen Tagen auf Null, merke weder körperlich noch psychisch irgendeinen Entzug und kann auch gut schlafen. Ich habe allerdings Urlaub. Mal schauen, wie es weitergeht.

#5


A
Mein Lebensraum war es auch nicht, Psychopharmaka zu nehmen, der Himmel muss warten.
Aber Irgendwann war ich am absoluten Tiefpunkt angelangt.

So, das ist nun Anfang Dezember 1 Jahr her. Es gab auch Zeiten, wo mir die Tabletten die ich nahm, zu schaffen machten oder wo ich sogar an ihnen gezweifelt habe. Aber , die Dinger helfen dir ungemein, erstmal wieder den Boden unter den Füßen zu spüren. Sie entspannen und du solltest meiner Meinung nach bitte eine Therapie machen.

Man ist von den Tabletten immer noch bei klarem verstand ! Du kannst deinen Alltag trotzdem oder gerade mit ihnen leben und strukturieren .

Mach bitte erstmal dringend eine Psychotherapie.... Und sei bitte nicht gegen Dinge, die du nicht kennst

#6


T
Hallo,
soviel Angst kann der Himmel muß warten ja nicht haben, das sie noch in weitere Geschäfte gehen kann, nach dem ersten Erlebnis. Ich als Angstpatient habe dies nie geschaft. Nach dem ersten "Geschäftsbesuch" war ich zu NIX mehr fähig.
Das könnte eine hysterischen Angststörung sein.
Aber ich bin ja kein Fachmann/frau.
Da besteht Handlungsbedarf. Eine Therapie wäre nötig.
Bestimmt ist -der Himmel muß warten- aber schon in guter Behandlung, denn sonst würde sie diese dauernden Konfrontationen nicht so gut aushalten.
Alles Gute bei dem weiteren Weg

#7


D
Ich mache nun eine Hypnosetherapie. Ich war aber erst einmal da und wir haben nur eine "normale" Hypnose gemacht und an den Symptomen arbeitet der erst beim nächsten Mal! Es war toll! Er war der einzige, der mich für voll genommen hat und ich freue ich mich richtig auf den nächsten Termin. Es hat auch geklappt mit der Hypnose und ich denke, dass mir das helfen kann. Der Therapeut war richtig lieb und wirklich der erste Fachmann, den ich für voll nehme. Die Ärzte haben mich alle nicht ernst genommen, eine Psychotherapeutin hat behauptet, ich wäre von Geistern befallen und bei anderen Psychotherapeuten bekomme ich KEINERLEI Termine. Nix. Ich habe Gott weiß wo angerufen. Und die Krankenkasse macht mir keinerlei Hoffnungen, dass ein Antrag, dass ich zu einem privaten Therapeuten darf, durch geht!
Und die Ärzte sagen wirklich gar nix dazu. Der Neurologe hat erst auf Drängen Psychopharmaka aufgeschrieben. Will aber lieber eine Nervenwasseruntersuchung machen. Ich sehe da keinen Sinn drin. Der Typ muss doch wissen was man hat, wenn man ihm das schildert. Außerdem habe ich diese Ängste schon das zweite Mal und dann wäre es ja nach 2004 nicht komplett weg gewesen, wenn es eine Krankheit wäre... Naja. Ich denke, dass der nur Geld machen will.

Ich habe Angst vor Psychopharmaka. Ich habe zwei kleine Kinder. Wenn ich das Zeug nicht vertrage- was dann?! Nee.

Ich gehe immer wieder raus und in Geschäfte. Meist aber mit meinem Mann. Dass ich dann noch in weitere Geschäfte gehe, liegt daran, dass ich dann so wütend werde! Letztens war ich auch allein beim Arzt, weil ich dort noch 10 Euro zurück zu kriegen hatte. Das spornt mich dann schon an. Aber wenn ich es vermeiden kann, raus zu gehen, mache ich es natürlich.

Ich habe mich ja damals auch ohne Psychopharmaka darauf befreit. Will es diesmal wieder schaffen. Ich dachte nur, es hätte jemand schon mal eine Therapie gemacht und man hätte euch gezielt gesagt, wie man dieser Angst in Geschäften begegnet!
Ich versuche ja, nicht raus zu rennen. Schaffe es aber nicht immer. Das ist ja das Blöde. Und ich habe ja Angst vorm Umkippen. Die Angst ist also sehr speziell. Ich habe aber nicht Angst, DASS ich umkippe, weil dann ja Leute mich aufraffen würden. Sondern vor der Situation an sich. Also das Aushalten müssen der Symptome ist das Schlimmste für mich an allem!

Ach Mensch. Ich will doch auch nicht nerven. Ich suche nur nach Tipps, wie man ohne Psychopharmaka da raus kommt. Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich bisher keine Psychotherapie bekommen habe.

Deshalb mache ich ja nun die Hypnose. Hypnose war eines der genialsten Sachen, die ich je gemacht habe. Mir geht es richtig gut,wenn ich nur daran denke. Ich habe danach so herrlich geschlafen. Haltet mir die Daumen, dass mir das hilft!

#8


M
Nervenwasseruntersuchung??Niemals!Du weißt hoffentlich schon das diese Untersuchung nicht ohne ist?Und was erwartest Du Dir von der Hypnose und wer bezahlt die?So wie Du Deine Situation beschreibst sind das "nur" typische Panikattacken,klar schlimm genug,aber auf keinen Fall eine Krankheit die es nötig machen würde eine Nervenwasseruntersuchung machen zu lassen.

#9


A
Mein Psychologe hat mich mal gefragt, warum ich mich so quäle.

Der Satz fällt mir auch zu dir ein, Himmel.

Du berichtest nahezu tagtäglich, was du wieder für körperliche Symptome hast und wie fertig du bist.

Und dann hast du Angst vor den evtl Nebenwirkungen von Tabletten ?

Das du die Hypnose positiv empfindest freut mich. Aber hast du mal überlegt, wie es wäre, wenn du mal richtig ausrasten könntest , körperlich? Vielleicht würde dir das mal gut tun, so richtig aus dir herauszukommen. Das regt auch den Kreislauf an.

Vielleicht hört es sich für dich Suspekt an, aber ich habe das Gefühl du musst die ganze Anspannung die in dir ist mal rauslassen. Schmerzen oder Gefühle die uns unbekannt sind können auch Blockaden heraustreten lassen. Wenn dir zb übel wird, lass es raus, erbrich dich, deine Seele will den Ganzen Ballast loswerden. Wenn du das Gefühl hast du kippst um, lass dich mal darauf ein, Wehre dich nicht immer mit Flucht . Und ich Wette mit dir , du kippst trotzdem nicht um.

Du musst mal los lassen.. Gib dich mal deinen Empfindungen hin. Lass mal alles raus. Du bist zu streng zu dir selbst. Das macht krank.

#10


N
Hallo,

Du widersprichst dir. Der Neurologe schreibt Psychopharmaka nur auf drängen auf, du willst keine Medikamente. Du willst etwas gegen den niedrigen Blutdruck bekommen ( keine Medikamente ? )
Es war schonmal komplett weg also kann es keine Krankheit sein, es ist bestimmt eine Krankheit ich bin nur nicht richtig untersucht weil es bestimmt keine Standarderkrankung ist und meine Symptome eine körperliche Ursache haben muessen. Eine weitergehende Untersuchung verweigerst du jedoch weil der Neurologe dich ja schliesslich nach Anamnese diagnostizieren können muesste.

Du willst wissen was du gegen die Angsr machen kannst? Es wurde dir hier schon bald hundertfach gesagt die Angst AUSHALTEN in der Situation bleiben bis die Angst weg ist. Nicht vor dem Geschäft warten sondern drinnen.

Was du willst ist das Kuschelprogramm aber das funktioniert leider nicht bei Ängsten.

Grüße
Nico

#11


D
Ich habe mich ja auch ohne Medikamente da rein manöwriert. Es kommt ja vom Unterbewusstsein. Also muss ich am Unterbewusstsein arbeiten. Ich habe ja wahrscheinlich keine Hirnkrankheit. Ich verurteile doch niemanden, der das nehmen muss.
Aber meint ihr, wegen Angst vorm raus gehen muss man zwingend Psychopharmaka nehmen? Ich habe immer noch genug Kampfgeist, das ohne zu schaffen.
Es ist ja nicht so, dass ich mein Leben nicht auf die Reihe bekomme. Ich bin zwar oft traurig, weil ich so oft weg renne und Angst habe. Aber ich kann ja alles machen. Ich kann das ganze Haus putzen, kochen, meine Kinder versorgen usw. Ich habe von August-Oktober 5 Wochen im Kindergarten verbracht. Jeden Morgen für 2-3 Stunden. Obwohl ich solche schlimme Angst habe. Nur wenn ich Dinge vermeiden kann, bin ich natürlich sofort dabei...
Wisst ihr, was ich meine? Es ist ja nicht so, dass ich mein Leben an sich nicht mehr bewältige. Und ich habe ja eine spezielle Phobie. Ich weiß halt nicht, ob man da leichtfertig zu Medikamenten greifen sollte. Wenn man dagegen ist, hilft es sicher eh nix.
Also falls jemand aus seiner Therapie noch einen Tipp hat oder ein Buch kennt, das sich speziell mit Phobien vor Ohnmacht beschäftigt... Bitte her damit. Ich WILL das nun endlich schnell los werden. Ich will wieder leben und ich habe SO die Nase voll davon, klein Doofie zu sein, die aus Geschäften raus rennt.
Gerade ich. Ich habe es GELIEBT, einkaufen zu gehen. Ich habe Angst vor den Dingen, die ich früher am Meisten geliebt habe... Das ist doch bescheuert.
Ich habe letztes Jahr ein Kind ohne Schmerzmittel bekommen auf eigenen Wunsch, ich habe mir einen entzündeten Zahn raus operieren lassen im April (schon mit Panikattacken) und ich habe mir im Januar die Mandeln raus operieren lassen (auch schon mit Panikattacken) und JETZT habe ich Angst, einkaufen zu gehen. Das ist doch paradox.


Die Hypnose bezahle ich selbst, Ist nicht billig. Aber ich bin restlos begeistert an sich davon. Es ist nicht diese Show-Hypnose, die man im Fernsehen sieht. Sondern in einer Praxis für medizinische Hypnose. Der Therapeut ist auch Heilpraktiker. Die Erfahrung war unglaublich. Es geht gar nicht darum, dass der eine Diagnose stellt. Nein. Dort wird am Unterbewusstsein gearbeitet. Denn das löst unsere Beschwerden aus. Ich habe große Hoffnungen. Wenn mir das auch nur soweit hilft, dass meine Angst vor Ohnmacht weniger wird und ich wieder raus kann ohne Angst, falle ich dem Therapeuten um den Hals.

Maggie. Was kannst du über diese Untersuchung sagen? Der Neurologe will das "in 5 Minuten" in seiner Praxis machen. Der hat doch einen Sockenschuss, oder? In der neurologischen Klinik sagte man mir, dass die das am Bett machen und mann dann zur Beobachtung da bleiben muss.
Ich habe Angst davor. Ich hatte schon vor einer PDA Angst und habe das strikt abgelehnt. Vor allem weil meine erste Geburt schief lief wegen einer Spritze.

Wisst ihr. Bei meiner ersten Geburt bekam ich eine Schmerzspritze und danach wollte ich aus dem Fenster springen, sterben und schlafen!! Kein Witz. Es wäre beinah tragisch geendet für mein Kind.
Daher habe ich die zweite Geburt ohne jegliche Schmerzmittel mit einer "russischen Hardcore-Hebamme" gemeistert

Seither traue ich nicht mehr einfach so "harmlosen Medikamenten". Eine "harmlose" Schmerzspritze hat vor drei Jahren beinah dazu geführt, dass mein Kind gestorben wäre.

#12


M
Du hast Angst vor Spritzen??Und dann erwägst Du es ernsthaft diese Untersuchung machen zu lassen?Und das in angeblich 5 Min ambulant?Diese Untersuchung ist sehr heikel,1mm daneben gestochen und man könnte schwertwiegende Schäden davon tragen.Und eine PDA,also heutzutage kein Problem,da hast Du Dich bestimmt reingesteigert.Und eine Hypnose noch dazu von einem Heilpraktiker,na ich weiß nicht,ich würde das nur im stationären rahmen machen lassen.Was wenn aus Deinem Unterbewußtsein was ausbricht was Du alleine nicht verarbeiten kannst?

#13


A
Liebe Maggi, ein Heilpraktiker der Hypnose anbietet hat eine aus Ausbildung dazu erhalten.

Sind Heilpraktiker für dich Menschen 2. klasse? Hast du dich einmal mit den Inhalten einer solchen Tätigkeit befasst ? Aber ein Arzt der kleinen Kindern mehrfach Impfungen reinhaut oder Menschen mit Problemen wegschickt oder irgend ne Salbe verschreibt , der ist dann deiner Meinung nach kompetenter ?

Hast du dich jemals mit heilhypnose näher beschäftigt, oder denkst du allen ernstes, man wird durch Hypnose Willenlos? Vergesst mal das, was euch das Fernsehen immer präsentiert, das ist nur Show.

Aber er ist ja oft hier, irgendjemand hat Super halbwissen und redet dann Therapie Möglichkeiten schlecht, mit denen man Super Erfolge erzielen kann.

#14


A
Wozu eine Nervenwasseruntersuchung?
Völliger Quatsch und unnötig wie ein Kropf!

Du konfrontierst Dich nur halbherzig. Du rennst sofort raus, wenn Du meinst, es nicht mehr auszuhalten!
Du musst es aushalten, bis die Angst von alleine wieder abflaut.

Mach eine Konfronationstherapie und kein Hypnose-Gedöns...
Glaub mir, ich habe beide probiert und nur eins half mir ! Rate mal was..... ich gebe dir einen kleinen Tipp: Die Hypnose wars nicht

Eins ist aber klar:

DER WEG AUS DER ANGST GEHT DURCH DIE ANGST !
Was soviel heißt wie: Eine Konfrontation OHNE Angstgefühle gibt es nicht !

Dennoch ein großes Lob, dass Du an einem Tag soviel probiert hast.
Dadurch, dass Du es aber nicht bis zum Schluss (also das die Angst von alleine abflaut) durchgehalten hast, wurde der nächste Schritt, in Deinem Fall das nächste Geschäft, wieder schwerer.....

Ansonste sagt Nico73 genau das Richtige! AUSHALTEN ist die Devise

#15


M
ja ich habe mich mit Hypnose näher auseinandergesetzt,und jeder kompetente Arzt od Therapeut rät dringend dazu das nur in einer Klinik machen zu lassen,grad bei schwerwiegenden psychischen Problemen.Denkst Du im Ernst der kann eine "Umkippangst" so einfach weg zaubern?Da muß man schon erst mal ans Eingemachte und dann ist es sehr sinnvoll wenn man in einem geschützen Rahmen aufgefangen wird und nicht total panisch alleine erstmal wieder nach Hause muß.Ich hab nix gegen Hypnose,ganz im Gegenteil,ich erwäge es selbst auch,aber bitte alles mit Vorsicht genießen.

#16


D
Ich glaube, wir reden hier von total unterschiedlichen Formen der Hypnose. Das was ich mache, läuft bei einem speziell ausgebildeten Therapeuten, der u. a. auch Heilpraktiker ist. Die Bewertungen im Internet sind erstklassig und er arbeitet täglich mit Angst- und Panikpatienten. Außerdem hat er die Bude voll. Also kann er schlecht nicht sein. Denn in einer Kleinstadt hätte sich das längst herum gesprochen und dann wäre der Laden dicht.
Außerdem habe ich keinerlei Angst davor. Ich habe auch keine Angst dass "was aus mir raus bricht". Und ich muss dann auch nicht panisch nach Hause. Warum denn? Ich habe mich total komisch gefühlt danach. Aber zufrieden. Und ich habe auch ein langes Infoblatt mit bekommen. Ich glaube, manche Leute haben verständlicherweise ein völlig falsches Bild von Hypnose, weil das Fernsehen einem irgendeinen Quatsch suggeriert. Ich habe mich im Vorfeld gar nicht darüber informiert und voll und ganz dem Therapeuten vertraut. Und mich daran gehalten, was ER gesagt hat. Und nicht an das, was ich selbst recherchiert habe. Warum sollte ich denn sowas in einer Klinik machen? Verstehe ich jetzt nicht.
Es ist doch wohl harmloser, Hypnose zu machen als sich Psychopharmaka rein zu pfeifen. Zur Hypnose kann man einfach nicht mehr hin gehen oder es direkt währenddessen abbrechen. Man ist nicht willenlos, man schläft auch nicht oder ist sonstwie ausgeschaltet.
Die Hypnose war jedenfalls eine der coolsten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Warum sollte ich denn da Angst vor haben? Der Therapeut ist auch gar nicht dazu da, mir eine Diagnose zu geben. Er ist ja ein Psychiater oder Psychotherapeut. Es geht einfach nur darum, am Unterbewusstsein zu arbeiten. Und genau da liegt doch unser Problem, wenn wir Angst haben. Unser Unterbewusstsein löst doch die Ängste und Gefühle aus, die wir bei Panikattacken haben. Genau dort muss man doch ansetzen! Und wenn ich Psychopharmaka nehme, unterdrücke ich das doch alles nur. Das ist doch bei meiner speziellen Sache nicht das Richtige, denke ich. Wenn man depressiv und selbstmordgefährdet ist oder sonst irgendwie gefährdet, dann ist das doch was anderes.
Ich weiß auch ohne den Therapeuten, woher meine Ängste kommen. Ich muss sie nur irgendwie abstellen. Und DAS ist ja das schwere.
Die Symptome steigern sich so krass, dass ich am Liebsten andere Leute ansprechen würde, damit sie mir nen Notarzt rufen Ich bin jedes Mal aufs Neue fest davon überzeugt, dass ich DIESMAl wirklich umfalle. Und wenn die Symptome dann so stark sind, kenne ich nur noch einen Ausweg: FLUCHT.

#17

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T
Also, ich kenne mich da ja wirklich nicht mit aus, aber das ist mir alles zu konfus. Diese Geschichte ist irgendwie seltsam.
Es gibt verschiedene Hypnosen..mmhh...Pillen möchtest du nicht...suchst aber nach einer nicht vorhandenen körperlichen Krankheit und willst dir NERVENWASSER entnehmen lassen. Super Idee, schließlich rennst du dann auch noch ständig mit einem Blutdruckmessgerät rum und überlegst dir ob es nicht am Blutzucker liegen könnte, Hws könnte man noch röntgen lassen, Langzeit EKG, EEG , MRT..und Borreliosetest...die Liste könnte lang werden...
Damit kann man sich auch selbst verunsichern.
Wenn du Angst bekommst dann rennst du weg.
"gibt es bei dir wilde Tiere, Naturkatstrophen, Brände und Überschwemmungen?"
Solange du Angst hast und keine reale Bedrohung zu erkennen ist, sind es deine Gefühle die dich übermannen. Die mußt du aushalten und nicht bekämpfen. Lasse sie zu und dann verschwindet sie wieder. Wenn du jedoch immer flott die Fliege machst, hat die Angst immer gewonnen!
Für mich hat dies auch hysterische Züge, aber ich weiß auch das die Angst viele Gesichter hat.
Mach doch einfach was du möchtest, frage dich nicht um Erlaubnis, gebe Antworten auf Fragen und es wird dir stetig besser gehen, wenn du dich mit deinem Angstgespenst anfreundest und es auslachst.
Gute Nacht

#18


Tänzerin
Hallo derhimmelmusswarten,

schau doch mal hier im Angst + Panikattacken Forum in das Thema "Notfall-Koffer" (ganz oben). Da gibt es einige Tipps für solche akuten Notfälle. Es gibt da schon ein paar "Tricks", wie man solche Situationen überstehen kann. Guck doch mal rein!

Alles Gute!



P.S.: Ich hatte auch immer Angst vor Psychopharmaka. Und ich habe auch zwei Kinder. Aber nun bekomme ich Gott sei Dank Tabletten, ganz niedrig dosiert, die ich gut vertrage. Ich fühle mich überhaupt nicht "fremdbestimmt" und auch nicht "abgeschalten", sondern die Ängste sind schon noch da. Nur habe ich seit drei Wochen keine Panikattacken mehr, obwohl ich öfters beim Einkaufen "kurz davor" bin..... Aber die Tabletten mussten bei mir sein, weil ich mich nicht mehr richtig raus traute. Der Weg zum Kindergarten war oft schon der Horror und ich habe zwei Tage gebraucht, um meine Wohnung zu saugen usw.... Jetzt kann ich wieder den Alltag bewältigen. Dank dieser Tabletten.

#19


D
Also das ist bei mir nicht so, dass ich den Haushalt nicht machen kann. Das ist ja wieder was anderes. Obwohl ich auch schon so Antriebslosigkeit hatte ganz schlimm. Aber wahrscheinlich eher, weil ich total platt war wegen der Angst. Dagegen nehme ich aber Johanniskraut. Hilft auch.
Ich weiß ja, was ihr meint. Nur wenn ich mich in die Situationen trauen, die mir Angst machen, dann ist es so, als würde das Hirn das merken, dass ich in der Situation bleibe und dann sorgt es dafür, dass die Symptome immer schlimmer und immer schlimmer werden. Bis ich es nicht mehr aushalte. Das Hirn schreit "Gefahr! Flucht!" und wenn ich dann nicht reagiere und flüchte, werde ich mit immer stärkeren Symptomen zugebombt bis ich aufgebe. So ist es bei mir. Und das ernüchtert einen total.
Wenn ich in den Kindergarten fahre, zittere ich innerlich wie Espenlaub, denke, dass ich auf der Stelle dort umfalle und erledige alles ganz schnell. Ich zittere noch, wenn ich daheim ankomme. Genauso bei Einkäufen.
Wie soll die Konfrontation denn aussehen? Irgendwann wird es so schlimm, dass ich am Liebsten nach einem Notarzt rufen würde. Und dann mache ich mich lieber vorher aus dem Staub. Denn sonst könnte es jemand bemerken und mich für irre halten und sich über mich lustig machen oder es weiter tratschen, dass ich diese Probleme habe. Ich will tunlichst vermeiden, dass fremde Leute das erfahren. Ich habe keine Lust, die Irre zu sein. Das ist doch lächerlich. Kein Mensch hat Angst, einkaufen zu gehen oder seine Kinder in den Kindergarten zu bringen. Wenn ich das einem erzähle, zeigen die mir ja den Vogel. Das ist doch das Problem.

Beim Neurologen war ich, weil ich mal eine Diagnise haben wollte. Aber der Typ hat MICH gefragt, was das denn wäre!! Wer hat denn studiert? Der oder ich? Und an so Ärzte gerate ich leider nur. Kann ich doch auch nix für. Und bei der Psychotherapie kriege ich keine Termine. Kann ich auch nix für. Und die ganze Palette an Untersuchungen wie MRT; EEG, Langzeit-EKG, Blutuntersuchungen usw. usf. habe ich alle hinter mir.
Bis auf diese Nervenwasseruntersuchung, vor der ich Angst habe. Von der HWS kann es natürlich gut sein. Denn ich habe Probleme mit dem Rücken und dem Nacken. Aber ich war schon paar Mal beim Einrenken, beim Massieren und beim Osteopathen. Und das hat irgendwie auch nix gebracht.

Und ich messe ja nur Zucker und Blutdruck, um mich selbst irgendwie zu beruhigen.

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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