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Hey,
jetzt mische ich mich doch noch Mal mit ein...
Also ich hatte auch schon einige Tipps gegeben und keine Reaktion darauf lesen können. Aber gut, vielleicht waren es einfach die falschen Ratschläge.
Aber was mir aufgefallen ist, lieber Himmel, du versuchst die Angst zu bekämpfen. Sie soll "weggehen" und "geheilt" werden. Ich denke aber, das ist eigentlich der zweite Schritt. Denn im ersten Schritt müsste herausgefunden werden, woher die Ängste überhaupt her kommen.
DER URSPRUNG DER ÄNGSTE MUSS DRINGEND FESTGESTELLT WERDEN!Erst wenn du die Angst demaskierst wird es dir vermutlich leichter fallen sie auch auszuhalten.
Meine Therapeutin sagt immer, die Angst ist wie eine Freundin die versucht dir aus einer "Gefahrensituation" herauszuhelfen in dem sie die ihre Hand (in Form von Angst) reicht und dich rauszieht (der Drang nach Flucht).
Die Art der Hilfe ist eben eine etwas "falsche" Art und eben in vielen Situationen unnötig, weil die Angst nicht erkennt ist es jetzt eine Situation in der sie helfen muss oder in der keine Hilfe nötig ist.
Hier mal ein Bsp.:
Du bist in einem Raum in dem plötzlich ein Feuer ausbricht. Viele Menschen sind in dem Raum, geraten auch in Panik und drücken und drängen raus. Die Luft ist stickig und warm. Die Freundin (in Form der Angst) kommt und warnt dich und veranlasst dich aus dem Raum zu flüchten.
Hier ist die Hilfe notwendig! Später gehst du in ein Kaufhaus. Wieder viele Menschen. Die Luft ist ebenfalls stickig und warm. Jetzt fühlt sich die Freundin in der Form der Angst wieder an den Brand erinnert und kommt wieder auf und warnt dich. Versucht dich aus dem Kaufhaus zu bewegen in dem sie dir Notsignale sendet.
Hier ist die Angst unbegründet!Verstehtst du was ich meine? Deine Freundin die Angst wird immer wieder an etwas erinnert bei dem sie dich mal beschützt hat und jedes Mal wenn eine ähnliche Situation aufkommt, kommt auch die Angst und warnt dich. Für dich ist es jetzt wichtig herauszufinden an was aufgrund welcher Erinnerung dich die Angst immer und immer wieder warnt.
Bitte betrachte dieses Beispiel
objektiv. Das du sicher nicht in einem Raum warst in dem es gebrannt hat, weiss ich ja.
Versuch mal zu beschreiben was du in dem Moment der Angst fühlst. Also Angst... klar! Aber höre mal genauer in dich rein! Was du da fühlst. Enge? Hilflosigkeit? Zeitdruck?
Und noch Mal wegen der Hypnose: Damit wirst du eine Linderung erreichen aber keine komplette Heilung. Vielleicht hat dir dir Hypnose ja geholfen, weil es der Heilpraktiker tatsächlich mal geschafft hat, dich zu Ruhe zu bringen. Ich habe nämlich den Eindruck du bist total hyperaktiv und hast verlernt zur Ruhe zu kommen. Mal los zu lassen. Das kenne ich auch von mir. Deshalb fällt es mir auch schwer, an einer Kasse mal zu warten. Die Hektik flammt dann in mir auf und versucht mich aus dem Gebäude zu bringen. Das eine meiner Baustellen an denen ich arbeiten muss. Und so scheint es mir auch bei dir.
Du springst in deinen Erzählungen von einem zum anderen. Hast nie Zeit. Nimmst dir nie Zeit für irgendwas. Ständig werden Dinge subjektiv zerpflückt und (sorry für das folgende Wort) "sinnlos" kommentiert.
Niemand zwingt dich Medis zu nehmen. Dennoch stellen sie für viele einen Weg dar, ZUR RUHE ZU KOMMEN, damit sie sich auf die Therapie einlassen können. Tipps annehmen und auch mal drüber nachdenken. Und zwar über ihre Situation und ihr Verhalten nachdenken, ohne dass die Angst gleich wieder in ihnen aufflammt. Im Normalfall, beutzen Therapeuten Medikamente, damit der Patient sich beruhigt und sie besser "an ihn rankommen". Ein Mensch der total hippelig in die Therapie kommte, mit dem nicht tiefgründig gesprochen werden kann, weil nur die Erinnerung an eine Situation Panik auslöst, ist nur schwer zu therapieren. Also sind die Medis, kein "Heilmittel", sondern ein "Hilfsmittel". Und ebenso ist es mit der Hypnose. Sie ist ein Hilfsmittel, kein Heilmittel.
Versuch mal zur Ruhe zu kommen. Schnattere nicht so nervös rum und stelle dir einen Konfrontations-Plan auf.
Alles Gute und Kopf hoch!