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C

carnation_15
Mitglied

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Ich würde gerne einmal wissen, wie Ihr es hält mit Panikattacken und Alk.?

Ich habe bisher immer, wenn überhaupt, nur wenig Alk. getrunken, über Jahre gar keinen und in den letzten Jahren ungefähr 1 mal (bis allerhöchstens 2 mal) die Woche 1 - 2 Gläser Wein, wenn wir z. B. mit Freunden zusammen waren.

Nun las ich aber, daß Alk. den Serotoninspiegel senkt. Da ich seit über 1 Monat wieder in dieser Panikattacken-Welt lebe,
versuche ich ja gerade, den Serotoninspiegel hoch zu halten (Ananas und Mango sollen bei der Bildung von Serotonin helfen, und ich habe den Eindruck, daß es auch wirkt).

Ich bin mir nicht sicher, aber ich überlege, ob Alk. mit ein Grund für das Auslösen von Panikattacken sein können.

Was meint Ihr, und wie sieht es bei Euch aus?

07.05.2019 #1


137 Antworten ↓
G


Gast

hallo,
ich habe auch sehr lange versucht, die PA mit Alk. irgendwie zu "verscheuchen"...manchmal hat das sogar funktioniert - glaubte ich jedenfalls.
über mehrere jahre habe ich immer, wenn`s mir nicht so gut ging, zum B. oder auch wein gelangt. na ja, was soll ich drumrum erzählen...irgendwann konnte ich schon nicht mehr ohne mindestens 1-2 fl.B. getrunken zu haben, morgens zur arbeit. ich hatte einfach angst, das haus zu verlassen...und so`n bischen Alk. war ich einfach lockerer.
und im laufe der zeit wurden neben den bierchen und weinchen die härten sachen notwendig...wodtka,weinbrand,rum. bis ich nicht mehr wußte, ob ich den alk als seditivum brauchte, oder ob ich nun alk-abhängig war.
in einer art selbst-test habe ich alles! von jetzt auf gleich sein lassen. hatte gerade urlaub und mußte die wohnung ja nicht verlassen

zum glück konnte ich für mich feststellen, daß ich neben meinen angst- und panikattacken nicht noch eine Alk. hatte.

seit nunmehr einem jahr geht`s besser ohne als mit alk! im gegenteil - mich ekelt mittlerweile, wenn ich nur am Schnap. rieche! so`n glas sekt zu diversen anlässen ist o.k. auch m a l ein B....

da ich seit über 20 jahren diese PAs habe, kann ich nur jedem davon abraten, es so wie ich mit dem "sch*** -egal-macher" Schnap. zu versuchen! es verschlimmert die sache nur weiter!!

das war fast ein halber lebenslauf...wollte ich euch aber mitteilen.

gruß
carmen

10.01.2008 21:36 • x 1 #8


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Panikattacken und Alk. als Auslöser?

x 3


T

Tara
Gast

hallo ihr lieben.
mir gehts genau wie euch, wenn nicht noch schlimmer, hab ich zumindest das gefühl.Ich habe auch immer wieder ängste. vor allem vor schlimmen krankheiten. momentan ist sie permanent. verschwindet nur für ein paar tage, wenn ich gerade beim arzt war, um danach wiederzukommen. das schlimmste ist, dass ich die symptome wahrnehme, und mir einfach nicht vorstellen kann, dass ich mir das nur einbilde, oder übertreibe, oder dass das alles nur von der psyche kommt!! schliesslich spüre ich sie ja!! geht das dir auch so? und dann versucht man sich zu beruhigen, es gelingt für einige zeit, bis es dann wiedermal irgendwo zieht oder piekst, und der ganze mist fängt von vorne an.

ich war bis vor kurzem noch studentin.bis zum abschluss war die grésste angst natürlich die uni nicht zu schaffen. die prüfungszeit war der volle horror für mich. nachts aufwachen mit mega puls und sich an jede einzelne prüfungssiutation zurückerinnern was man falsch gemacht hat, das der Prof die Antworten falsch notierte etc etc. Fazit: prüfung gut (!) bestanden. immer dachte ich, mein leben würde wundervoll werden nach der uni. aber denkste. die kacke fing wohl erst jetzt richtig an.
es begann während dem lernen, mit kribbeln in dem arm... es machte mich wahnsinnig, statt zu lernen googelte ich die schlimmsten krankheiten raus, bis ich auf dem notfall landete, wo man mir einen psychiater zuwies.
mittlerweile schmerzt und stichts überall. das lustige ist, dass es mal kommt und geht.

ich muss natürlich gestehen, dass ich selber schuld bin. denn aufgrund meiner versagensangst, griff ich zu chemischen aufputschmitteln. die versetzen mish zwar stossweise in einen lernschub, dafür fiel ich danach in ein mega-loch, konnte nicht schlafen, half dann mit beruhigunsmitteln und alk nach. sprich, körper und psyche voll daneben. seither habe ich täglich diese ängste. gewisse nennen das amphetamin-psychose.
internet ist die volle plage. habe mir google-verbot auflerlegt. alk trinke ich seit einer woche auch nicht mehr, und ich glaube, dass es WIRKLICH VIEL besser geworden ist, wenn auch nicht ganz weg.
Es sticht immer noch manchaml, meine arme werden kalt, meine füsse vibrieren. ich finde immer ein neues symptom. und dann denk ich an all diese anderen krankheiten, die ich mir bereits eingebildet habe, an meine flugangst, die prüfungsängste, (ich habe echt viele ängste: vor dem tod, um meine familie, um meinen mann, keine babies zu bekommen, den job nicht zu meistern, wenn mal ein lymphknoten geschwollen ist, ist es sofort AIDS, etc.).

Am schlimmsten ist es, wenn ich alleine bin. dann drehen sich die gedanken den ganzen tag nur um den mist. um das zu vergessen, hab ich ja bis vor kurzem getrunken. dann gings mir auch blendend. na ja, jedenfalls bis am nächsten tag. dann kam der totale hangover, schmerzen im ganzen körper etc.

ich fühle mich voll mies und weiss nicht, wie ich aus diesem mist wieder rauskommen soll (wobei ich ja manchmal bezweifel, dass ich solche ängste habe ) könnt ihr mir eure erfahrungen berichten?
help help help.

tara

ps mein orthopäde sagte mir kürzlich, der beste psychotherapeut sei man selbst. aber wie lautet die therapie? die such ich noch vergeblich

28.01.2008 18:42 • #25


Zum Beitrag im Thema ↓


K
Hallo! Ich trinke sogar noch weniger Alk. wie du! Ich stelle mir vor wenn ich Alk. trinke das ich dann völlig durch knalle! Das ich dann eine extrem schlimme PA bekomme. Ich habe richtig Angst Alk. zu trinken. Obwohl viele der Meinung sind das der Alk. einen viel entspannter macht. Aber ich kann mich dazu nicht überwinden. Auch wenn mein Partner ein Gläschen Wein trinkt, ich kann keinen Schluck nehmen. Also denke ich nicht das es am Alk. liegt wenn man PAs bekommt. Aber sicher bin ich mir nicht!

#2


Freakazoid
Zitat von kajal:
Hallo! Ich trinke sogar noch weniger Alk. wie du! Ich stelle mir vor wenn ich Alk. trinke das ich dann völlig durch knalle! Das ich dann eine extrem schlimme PA bekomme. Ich habe richtig Angst Alk. zu trinken. Obwohl viele der Meinung sind das der Alk. einen viel entspannter macht. Aber ich kann mich dazu nicht überwinden. Auch wenn mein Partner ein Gläschen Wein trinkt, ich kann keinen Schluck nehmen. Also denke ich nicht das es am Alk. liegt wenn man PAs bekommt. Aber sicher bin ich mir nicht!


Huhu,

kann mich in der Hinsicht "kajal" nur voll und ganz anschließen! Habe seit meiner ersten PA keinen Schluck Alk. mehr getrunken weil ich Angst davor habe in einen Zustand zu kommen wie in einer PA. Weiß nicht warum ich das denke aber ich habe wirklich richtig Angst davor.

LG Jan

x 1 #3


Mario89
Also wenn ich Alk. trinke dann gehts mir meist nach 2 B. besser dafür hab ich am nächsten Tag starke Angstzustände und PA`s ... mich würde aber interessieren was der Serotoninspiegel ist.

#4


D
Also ich habe nur Probleme wenn ich richtig viel Alk. trinke und dann erst 1-2 Tage danach. So während dem Kater und ein Tag danach! Da bekomme ich viel leichter Atacken und bin nicht wirklich fit. Aber 2-3 Gläser Wein oder B. machen bei mir eigentlich keinen Unterschied!
Downtown

#5


E
Soweit ich weiss ist Alk. zwar kein Auslöser von PA´s allerdings kann man durch Alk. Depressionen bekommen das heisst der Tag danach wird meist als völlig Negativ geschildert,sprich man hat mehr Ängste.
Ich trinke ebenfalls nicht,ich muss mich schon überwinden mal ein Krefelder zu trinken seitdem ich das weiss.
Im moment verzichte ich also lieber weil es mir so schon nicht besonders gut geht da muss ich mich nicht noch mit einem Kater rumschlagen.Allerdings danke für den Tip mit den Ananas und Mangos das ist was neues für mich

#6


P
Also ich trink jetzt auch nichts mehr seit Dezember weil ich auch glaube das das "Gefühl" wie bei einer PA ist und dann eine auslösen könnt...außerdem will ich selber fahren, weil ich dann heimkann wenns ma schlecht geht....

#7


G
hallo,
ich habe auch sehr lange versucht, die PA mit Alk. irgendwie zu "verscheuchen"...manchmal hat das sogar funktioniert - glaubte ich jedenfalls.
über mehrere jahre habe ich immer, wenn`s mir nicht so gut ging, zum B. oder auch wein gelangt. na ja, was soll ich drumrum erzählen...irgendwann konnte ich schon nicht mehr ohne mindestens 1-2 fl.B. getrunken zu haben, morgens zur arbeit. ich hatte einfach angst, das haus zu verlassen...und so`n bischen Alk. war ich einfach lockerer.
und im laufe der zeit wurden neben den bierchen und weinchen die härten sachen notwendig...wodtka,weinbrand,rum. bis ich nicht mehr wußte, ob ich den alk als seditivum brauchte, oder ob ich nun alk-abhängig war.
in einer art selbst-test habe ich alles! von jetzt auf gleich sein lassen. hatte gerade urlaub und mußte die wohnung ja nicht verlassen

zum glück konnte ich für mich feststellen, daß ich neben meinen angst- und panikattacken nicht noch eine Alk. hatte.

seit nunmehr einem jahr geht`s besser ohne als mit alk! im gegenteil - mich ekelt mittlerweile, wenn ich nur am Schnap. rieche! so`n glas sekt zu diversen anlässen ist o.k. auch m a l ein B....

da ich seit über 20 jahren diese PAs habe, kann ich nur jedem davon abraten, es so wie ich mit dem "sch*** -egal-macher" Schnap. zu versuchen! es verschlimmert die sache nur weiter!!

das war fast ein halber lebenslauf...wollte ich euch aber mitteilen.

gruß
carmen

x 1 #8


G
@mario 89,
serotonin wird umgangsprachlich auch als "glückshormon" bezeichnet...
aktivier einfach mal eine der suchmaschinen...da findest du reichlich infos.

carmen.

#9


Mario89
"Ob Depressionen, bipolare Störungen und Angststörungen mit einem regelrechten Mangel an Serotonin im Gehirn einhergehen bzw. durch einen solchen verursacht werden, ist umstritten. Gesichert ist jedoch, dass die Symptomatik dieser Störungen durch eine Steigerung des aktuellen Serotoninspiegels deutlich gelindert werden kann." Wikipedia

Das macht Sinn wenn ich mir meine Situation ansehe.
Ich trinke mir gehts gut und am nächsten Tag gehts mir immer schlecht.
Je nachdem wieviel ich am Vortag getrunken hab umso schlimmer wars bei mir. Seit dem 1 Januar trink ich ja absolut nix mehr. Am anfang gings mir noch ziemlich schlecht aber mittlerweile gehts mir jedentag sehr gut.
Ich hab kaum noch Angstzustände oder PA`s obwohl ich zurzeit nur zuhause bin und nix zutun hab.

Ich hatte mir eigentlich nur einen Monat ohne Alk. vorgenommen aber ich merke immer mehr wieviel besser es mir geht.
Vielleicht sollte ich doch wirklich komplett damit aufhören.

#10


D
Ja aber ich kann mir nicht vorstellen nüchtern gut Party zu machen. Ich denke das um umgehemt in der Disco rumzuhüpfen und div Leute kennen zu lernen, ohne Alk. nicht jedem möglich ist.

#11


P
@ Downtown: Das ist das allgemeine "ÜBel" der Gesellschaft ohne Alk keinen SPaß haben zu können....Da hält mich auch immer jeder für verrückt und ich habe weißgott kein großes selbstbewusstsein, aber selbst mir ist es möglich auch nüchtern zu tanzen und Spaß zu haben wenn die Leute stimmen...

Mag aber auch dran liegen, dass mei Freundin und ich zusammen ne ausgewachsenen VOllknall haben und "rumspinnen"...

Klar, mit a bissl Alk isses wesentlich leichter...

#12


C
hey also ich kann mich nur der mehrheit anschließen seit meinen PA kein Alk

#13


T
ich kann nur Sagen das ich vor 2 Jahren im Urlaub mal etwas mehr getrunken habe und am nächsten Tag gedacht habe ich muß sterben so schlecht ging es mir !!Es war kein Jammer oder so es waren Attacken vom feinsten seid dem trinke ich nichts mehr vor lauter Angst so was noch mal erleben zu müssen.

LG.Tini

#14


M
Hallo carnation15 und alle anderen,

da sind wir einer Meinung: Alk. kann nur ganz kurzfrist Erleichterung bringen ... und am nächsten Tag ist's viel schlimmer, das kann ich nur bestätigen; gerade in Verbindung mit Psychopharmaka.

Aber Glückshormone bekomme ich auch anders: Mit meiner Familie Montainbike-Fahren und in der Natur aufhalten.

Lacht mich jetzt nicht aus, aber: Mir tut es gut, einen alten Buchenbaum anzufassen und dessen Leben zu spüren.
Wenn man den (gelassenen) Blick für die Natur wiedergewinnen kann, den Duft des Waldes, dann ist schon viel positives geschehen.

Liebe Grüße
Michael

#15


Mario89
Ach Michael deswegen lacht dich doch keiner aus. Ganz im Gegenteil ich bin zwar auch nicht grade oft im Wald aber ich finde das die Natur doch sehr viel Ruhe und Gelassenheit einem wiedergeben kann in unserer Hektischen Welt.

#16


C
Hallo Michael,

ich empfinde es aus so, daß Erlebnisse in der Natur guttun.

Ich mag Bäume auch, setze mich gerne auf Wiesen und bin einfach gerne in der Natur. Mir geht es dann jedes Mal direkt besser.

Wir sind ja auch ein Teil der Natur. Und daher glaube ich auch, daß diese "unnatürliche", hektische Welt, in der vielfach Profit- und Machtgier, sprich das Ego herrschen, auch mit ein Grund für das gehäuftge Auftreten von Angsttörungen heutzutage sind.

Liebe Grüße

#17

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P
Zitat von Michael/Saarland:
Hallo carnation15 und alle anderen,

da sind wir einer Meinung: Alk. kann nur ganz kurzfrist Erleichterung bringen ... und am nächsten Tag ist's viel schlimmer, das kann ich nur bestätigen; gerade in Verbindung mit Psychopharmaka.

Aber Glückshormone bekomme ich auch anders: Mit meiner Familie Montainbike-Fahren und in der Natur aufhalten.

Lacht mich jetzt nicht aus, aber: Mir tut es gut, einen alten Buchenbaum anzufassen und dessen Leben zu spüren.
Wenn man den (gelassenen) Blick für die Natur wiedergewinnen kann, den Duft des Waldes, dann ist schon viel positives geschehen.

Liebe Grüße
Michael


FInd NAtur auch super entspannend...Wenn ich auf meinem Pferd durch die Wälder zuckel

#18


E
hmmm, seit meinen pa´s trinke ich vielleicht 2 mal im jahr ein v-plus lemon...das wars...zuviel angst, dass es irgendwas auslösen könnte...trinke auch nichts mehr mit koffein, weil dann ja das herz schneller schlägt...naja...

#19


G
Ich kann aus Erfahrung sagen, Alk. erhöht die Bereitschaft zu Panikattacken. Im Moment (bei einer PA) denkt man, Alk. hilft, aber weit gefehlt. Auch ich habe diese Erfahrung machen müssen. Am anderen Tag sind die PAs nur noch schlimmer.

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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