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L
Hallo an Alle,

ich wußte nicht in welches Forum ich meine derzeitigen Probleme schreiben soll. Hoffe, ich bin hier richtig...

Ich versuche mich mal kurz zu halten:

Ich bin w, 30 Jahre alt und bin seit mittlerweile 13 Jahren chronisch krank und fast immer auf Hilfe anderer angewiesen.

Ich bin verheiratet, aber da mein Mann arbeitet, kann er mich tagsüber meistens nicht unterstützen. Mittlerweile habe ich keine Freunde mehr, da viele nicht mit meiner Erkrankung zurecht gekommen sind und sich abgekapselt haben. Ich habe meine Eltern (sind schon in Rente) und meinen Mann - ansonsten keinen mehr.

Meine Eltern haben mich die letzten Jahre schon unterstützt, jedoch fühlte ich, dass sie es irgendwie nur aus Pflicht machen. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist sehr schwierig, da sie mir alles mögliche vorschreibt und wenn ich mich nicht dran halte, dann macht sie bestimmte Dinge nicht mehr (z.B. zum Arzt fahren, einkaufen usw). Deswegen kommt es auch oft zu Streitereien, da ich mich nicht wie eine 2-jährige behandeln lassen möchte. Nur weil ich krank bin hat sie nicht das Recht dazu...

Bei unserem letzten Streit (ich muss dazu sagen, dass ich immer sachlich, ruhig und ehrlich in Streitereien bleibe), herrschte Funkstille. Über mehrere Wochen. Ich musste für mich wichtige Arzttermine absagen, weil ich diese durch meine Beschwerden nicht einhalten konnte. Vor ein paar Tagen hatten wir das erste Mal wieder per Telefon Kontakt. Es war für mich sehr schwer, weil sie von mir verlangt, dass ich mich u.A. für Dinge entschuldige, die ich gar nicht verbockt habe. Habe das Gefühl, dass sie mich als eine Tochter sieht, die krank ist, nichts kann und einfach nur nervt. Klingt hart, aber so fühle ich. (Mir kommen jetzt schon wieder die Tränen - es tut einfach so weh.)

Mittlerweile reden wir zwar ab und an miteinander, aber es ist sehr unterkühlt und fremdlich. Richtig reden kann man mit ihr nicht - leider. Ich habe es oft genug probiert. Sie weiß, dass ich z.B. diese Woche Termine habe, die sehr, sehr wichtig für mich sind. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich nicht fahren, mein Mann kann sich nicht immer Urlaub nehmen und ohne Begleitung würde ich sowieso nicht fahren. Sie weiß, dass es mir schlecht geht, aber ignoriert alles. Ich bin sehr gekränkt, da ich (wenn die Situation anderes herum wäre) trotz Streit gewisse, wichtige Dinge für sie gemacht hätte (Arztfahrten etc). Nur sie lässt es kalt und lässt mich hängen. Und wie gesagt für Dinge, bei denen die Schuld eindeutig nicht bei mir liegt, sondern an ihr. Sie bestraft mich regelrecht dafür.

Ich habe schon genug Probleme, aber diese geschilderte Situation macht alles noch viel schlimmer.

Was haltet ihr von ihrem Verhalten? Wenn Fragen da sind, einfach fragen Ist halt alles sehr zusammengefasst.

Liebe, traurige Grüße
Lonely

14.03.2011 19:52 • 21.03.2011 #1


107 Antworten ↓


S
Hallo lonely

Ich kenne das Gefühl, dass du hast, ich selbst habe den Kontakt zu meiner Mutter beendet, weil er mir nicht mehr gut tat. Um wirklich eine Meinung dazu zu äußern, wie deine Mutter agiert und reagiert, wären wohl noch einige Gespräche nötig, so kann ich dir nicht sagen, ob ich das für fair halte.

Zwei Dinge würd ich dir aber gern mit auf den Weg geben. Du sagst, sie macht bestimmte Dinge nicht für dich, wegen des Streits, die du in dieser Situation trotzdem machen würdest. So hart das klingt, aber du kannst (und solltest) nicht erwarten, dass die Menschen das für dich tun, was du bereit bist zu geben. Ist leider so.

Und das 2. Auch wenn es schwer ist, es gibt andere Hilfen, die du dringend in Anspruch nehmen solltest, nicht nur wegen deiner Mutter, sondern auch um deinen mann zu entlasten. So schön es ist, wenn jemand an deiner Seite steht und bedingungslos für dich da ist, bedenke, dieser jemand hat auch nur begrenzt Kraft. Nutze sozial therapeutische Einrichtungen oder zB ambulant betreutes Wohnen (keine Angst, das ist kein Heim).

Ich wünsch dir auf jeden fall viel Kraft!!

Bb
Sabo

14.03.2011 20:37 • #2


A


Ist das fair?! Bitte um Eure Meinung :(

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S
Hallo Lonely,
ich kann mich Sabo da anschließen.
Versuch Deine Familie zu entlasten und selbständiger zu werden durch anderweitige Hilfeleistunge im ambulanten Bereich.
Im Internet findest du sicher Anlaufstellen in Deiner Nähe.
Dann bist Du unabhängiger bei Arztterminen udn auch sonst und wenn Du Dich mti der Familie triffst könnt ihr das Zusammensein auch mal genießen ohne das eine Pflicht dahinter steht.
Wenn es mit Deiner Mutter gar nicht mehr geht - nun dann lass den Kontakt halt - vielleicht hilft eine Pause euch beiden.
Viel Glück und Zuversicht wünsche ich Dir.
LG
Seelchen

14.03.2011 21:38 • #3


jadi
hallo wenn du schon so lange krank bist hast du denn mal in der zeit ne therapie gemacht??

irgentwo kann ich deine eltern verstehen ohne dich jetze zu verärgern...sie wünschen sich auch nix sehnlicher als das du auf deine eigenen beine stehst....sie sind nun rentner...und hättwen eigentlich nu zeit für sich....aber nein sie müssen sich trotzdem noch um dich kümmern...du weisst wie ich das meine....durch viel eigenarbeit könntest du sie entlasten....therapie ,therapie,therapie...und den po hoch bekommen.......bitte nicht falsch verstehen...ich weiss wie sich das jetze für dich anhört...ich konnte solche kritik auch nicht ab.....aber mittlerweile schon....lg jadi

14.03.2011 21:53 • #4


C
Hallo...
Du bist 30 Jahre ? Da finde ich es auch mehr als fair das deine Mutter sich zurück zieht und ihr eigenes Leben wieder leben möchte.....und das solltest du auch tun und dir wenn du es nicht alleine schaffst, Hilfe von ausserhalb besorgen .

Was hast Du denn für eine chronische Krankheit ?

Frage doch mal beim Arzt nach Hilfe....Pflegedienste,Awo oder so oder Frage bei der Krankenkasse nach....
Gönne deinen Eltern jetzt erstmal ein wenig Ruhe sie werden bestimmt wieder auf dich zukommen wenn ihnen danach ist....

Lg.eva

14.03.2011 22:27 • #5


O
Es gibt doch für alle möglichen und auch unmöglichen chronischen Krankheiten Selbsthilfegruppen,die sich auch gegenseitig helfen. Dein Mann liebt Dich sehr. Doch er kann auf Dauer ja nicht alles alleine machen. Sicher er wird nichts sagen,doch arbeit und alles andere noch ist schon viel manchmal. Auch für einen Kerl.

Was Deine Mutter betrifft so ist es vieleicht das nicht whr haben wollen Deiner Krankheit. Das verdrängen . Sprüche wie mach mal selber, oder Du schaffst das auch alleine sind eigentlich manchmal Grenzen der Wahrheit nicht ständig ins Auge sehen zu müssen. Auch nicht wenn es vieleicht 2 sehr hübsche sind

Interessant wäre es zu wissen um was für eine Krankheit es sich handelt damit wir einen vernünftigen Blickwinkel haben.

GLG

14.03.2011 22:38 • #6


L
@ all: Ich muss dazu sagen, dass ich meine Mutter vielleicht 2 Mal im Monat beanspruche würde- mehr nicht. Wie gesagt, es sind meist nur Fahrten zum Arzt. Ich denke schon, dass sie das tun könnte. Und außerdem: Das schlimmste für mich ist ja dieses du darfst nichts mehr kaufen, du musst dieses, du musst jenes... Ich kann jetzt hier nicht alles aufzählen, aber es ist z.b. mehr als verletztend, wenn man von seiner Mutter hört: Manchmal wünschte ich, du wärst gar nicht erst geboren oder Ich möchte Deine Freundin adoptieren - die sieht so gut aus!

@Sabo: Ich erwarte auch nicht, dass Menschen die Dinge für mich tun, die ich anderen gebe. Jeder ist anders. Nur ich denke, dass ich bei z.B. 2 Fahrten im Monat zum Arzt nicht viel verlange.

@Jadi: Natürlich mache ich Therapien - stationär und ambulant. Wäre ja heftig, keine Therapie zu machen... Und zum Thema Rentner: Sie haben Zeit ohne Ende, unternehmen nichts, verlassen das Haus nicht, schlafen nur noch, haben keine Hobbies/Freunde... Lebenslust ist irgendwie weg...

@Chaosfee: Eigenes Leben...es fehlt die Lust zu allem... gibts sozusagen nicht.

@Ozonik: Tut mir Leid, aber ich kann öffentlich nicht über die Krankheit reden, auch wenn es Euch vielleicht weiterhelfen würde. Bitte versteht das...

LG, Lonely

15.03.2011 06:00 • #7


jadi
dann geh deine eltern erstmal aus dem weg...und leg die arzttermin so das dich jemand anderes fährt z.b dein mann....wenn er frei hat oder vor oder nach der arbeit.....und es hört sich so an als ob deine eltern selber sehr arge probs haben....
wie lange machst thera?kannst du alleine vor die tür?

15.03.2011 07:44 • #8


L
@jadi:

ich gehe meinen eltern schon so gut wie aus dem weg bzw. habe den kontakt schon heftigst reduziert.
mit den terminen ist's natürlich so eine sache. mein mann geht morgens um 5 aus dem haus und kommt abends erst um 18:30 wieder. die meisten praxen haben dann schon geschlossen. und außer meinen eltern habe ich halt keinen, der mich begleiten könnte.
bin in therapie seit mehreren jahren. problem ist nur, dass ich weiß was ich ändern muss, aber die krankheit lässt es nicht zu. sie ist unberechenbar.

15.03.2011 08:41 • #9


jadi
na doll dann muss es aber ne therapie geben die dich mit der krankheit umgehen lässt.....es gibt aber auch so begleiter für ärzte schrieb doch schon jemand oben....ich denke mal du kannst auch net arbeiten gehen...daher biste hilfebedürftig.....ich würde mich mal erkundigen bei der krankenkasse

15.03.2011 08:59 • #10


S
Guten Morgen lonely

Zitat von lonely29:
@ all: Ich muss dazu sagen, dass ich meine Mutter vielleicht 2 Mal im Monat beanspruche würde- mehr nicht. Wie gesagt, es sind meist nur Fahrten zum Arzt. Ich denke schon, dass sie das tun könnte.


Also, erstmal schreibst du im ersten thread, dass du diese Woche Termine hat, Plural, also mind. 2. Vielleicht für einen alten Menschen schon zu viel. Vielleicht aber einfach deiner Mutter zu viel.
Und du sagst, du denkst schon, dass sie das tun könnte, genau das hab ich gemaint, als ich sagte, du kannst von anderen nicht das erwarten, was du geben würdest. Ja sie könnte das sicher tun, aber sie will scheinbar nicht. Und sie hat das Recht NEIN zu sagen, egal warum. Du bist 30 Jahre alt und egal wie krank du bist, sie müssen dich nicht mehr umsorgen. Ob das moralisch schön ist, darüber kann man streiten, aber verpflichtet sind sie nicht dazu.

Zitat:
Und das schlimmste für mich ist ja dieses du darfst nichts mehr kaufen, du musst dieses, du musst jenes... Ich kann jetzt hier nicht alles aufzählen, aber es ist z.b. mehr als verletztend, wenn man von seiner Mutter hört: Manchmal wünschte ich, du wärst gar nicht erst geboren oder Ich möchte Deine Freundin adoptieren - die sieht so gut aus!


Kenn ich von meiner Mutter. Hatte ich auch keine Lust mehr drauf, kann dich also verstehen. Aber wenn du willst, dass deine Mutter dich nicht wie eine 2jährige behandelt, dann benimm dich nicht wie eine. Bekomm den Allerwertesten hoch, such dir Hilfe und lass dir so ein Verhalten von ihr nicht bieten, zeig ihr, dass du erwachssen bist.

Zitat:
@Sabo: Ich erwarte auch nicht, dass Menschen die Dinge für mich tun, die ich anderen gebe. Jeder ist anders. Nur ich denke, dass ich bei z.B. 2 Fahrten im Monat zum Arzt nicht viel verlange.


Doch und doch. Du erwartest, dass sie dich zum Arzt fährt. Und ja das ist eine Erwartung zu viel. Ich kann als Chef von meinen Angestellten erwarten, dass sie ihren Job machen, dafür werden sie bezahlt, aber du kannst nicht erwarten und schon gar nicht verlangen, dass deine Mutter dich irgendwo hinfährt. Du kannst sie darum bitten und wenn sie es macht, dann ist das nett von ihr. Und es kommt noch schlimmer, wenn sie es macht, finde ich persönlich auch nch, dass ein Danke angebracht ist, aber das ist meine Meinung.

Zitat:
@Jadi: Natürlich mache ich Therapien - stationär und ambulant. Wäre ja heftig, keine Therapie zu machen... Und zum Thema Rentner: Sie haben Zeit ohne Ende, unternehmen nichts, verlassen das Haus nicht, schlafen nur noch, haben keine Hobbies/Freunde... Lebenslust ist irgendwie weg...


Na Und? Vielleicht ist das ihre Vorstellung vom Rentenalter, vielleicht sind sie am Ende ihrer Kräfte, immerhin leben auch sie seit 13 Jahren mit deiner Krankheit. Du möchtest nicht, dass deine Mutter dir vorschreibt, was du zu tun und zu lassen hast, also solltest du auch nicht bewerten was sie macht bzw. nicht macht. Lass sie doch schlafen, ist doch ihr Leben. Und nur weil es für dich so aussieht, als wenn sie kein eigenes Leben haben, weil ihnen die Lust zu allem fehlt, hast du noch lange nicht das Recht ihnen dein Leben aufzuzwingen und/oder ihnen deine Schwachpunkte und deine schwierigen Situationen aufzubürden!!

Und eigenes Leben ist ein gutes Stichwort. Nimm deines in die Hand, übernimm die Verantwortung für dich und deine Krankheit. Es gibt wie hier schon genannt Anlaufstellen, die du nutzen kannst, und wie gesagt, dieses ambulant betreute Wohnen, da ist 24 Std jemand erreichbar (hab das letztens erst für jemanden gegooglet, klingt eigentlich ganz nett). Und glaub mir, es wird dir auch gut tun, solche Dinge eigenständig zu regeln. Du wirst sehen, mit jedem Shritt, den du schaffst, wird dein Selbstwertgefühl steigen und bald schaffst du diese Dinge vielleicht wieder allein, wenn du deine Angst überwunden hast.

Bb
Sabo

15.03.2011 09:02 • #11


L
Ja, ich habe diese Woche Termine. 2 Stück.
Das sind aber die einzigen diesen Monat! Also durchschnittlich 2!

Natürlich hat sie das Recht NEIN zu sagen. Nur sie verlangt von mir auch sehr viel und da ist eine kleine Gegenleistung ja nicht schlimm.

Ich benehme mich nicht wie eine 2jährige. Aber was soll ich tun wenn sie hier zu Besuch ist und meine Wohnung umdekoriert, während ich auf der Toilette bin?! Und dann die Fragen: Warum hast Du Dir das gekauft etc?! Da ist sie diejenige, die sich nicht erwachsen verhält.

Sie hat mich in der Hand und nutzt es total aus. Sie hat ab und an mal angeboten mich zum Arzt zu fahren (ist schon ein paar Monate her). Ich nahm ihr Angebot an und morgens rief sie an und sagte, dass sie keine Lust hat. Und wer hatte dann das Problem?! Ich! Denn ich musste diese Arzttermine aus eigener Tasche zahlen und das ist bei meinen Behandlungen ca. 130 euro pro Stunde!
Und ich denke, dass man sich an das, was man verspricht, halten kann!

Am Ende ihrer Kräfte mit meiner Krankheit?! Nee, ganz sicher nicht. Sie hat sich immer rausgehalten.

Ich lasse sie ja auch schlafen etc! Ich schreiben ihnen nichts vor, denn es ist nicht mein Problem. Ich wollte damit nur sagen, dass sie die Zeit hätten mich einmal zu fahren.

15.03.2011 09:19 • #12


C
Guten Morgen....

Ich kann mich da den anderen nur anschließen......du musst jetzt auf eignen Beinen stehen und darfst dich nicht auf andere verlassen....auch Eltern wollen vielleicht irgendwann ihre Ruhe haben....und ihren Lebensabend in Ruhe verbringen....

Du solltest dir dringend Hilfe von außerhalb suchen denn dafür sind die einzelnen Verbände,Vereine etc da.

Liegt es an deiner chronischen Krankheit oder an deinen ängsten das du das Haus nicht verlassen kannst?


Lg.eva

15.03.2011 09:28 • #13


S
Hallo lonely,
ich stimme Sabo in allen Punkten zu.
Eltern bleiben immer Eltern - egal wie erwachsen wir auch sind! Doch wir dürfen die Eltern in manche Situationen (umdekorieren Deiner Wohnung!) in die Schranken weisen und damit beweisen das wir diese Erziehung nicht mehr brauchen.
So wie mir scheint, gibt es bei Euch (Eltern und Tochter) klare Grenzüberschreitungen, die aber nie von dem ein oder anderen zur Kenntnis genommen wurden, geschweige durch ein angemessenes Verhalten gezogen haben.

Ich an Deiner Stelle (mit all Deinen Empfinden auf fehlende Unterstützung) würde eine solche Wut auf meine Mutter bekommen, das ich ihr beweisen wollte ES nicht nötig zu haben. Also wenn Du von Deiner Ansicht der Dinge nach wie vor Überzeugt bist, dann verwende die Enttäuschung und Wut und beweise das Du es nicht nötig hast!

Liebe Deine Eltern so wie sie sind- sie sind so wie sie sind und haben es von ihren Eltern nicht anders gelernt! Doch Du kannst aus ihren Fehlern lernen!

15.03.2011 09:36 • #14


L
@Chaosfee:
Es liegt an beidem. Die Krankheit, die zuerst da war, hindert mich dran und dann kamen die daraus entstandenen Ängste.

@Söckchen:
Ich habe oft gesagt, dass ich alt genug bin um zu entscheiden (egal ob es jetzt die Wohnung betrifft oder andere Dinge). Ich habe versucht, in Ruhe ein Gespräch zu frühren. Geht nicht mit der Begründung: Keine Lust
Vor ein paar Jahren haben sie mich finanziell utnerstützt und dann hieß es immer: Wenn Du nicht das machst, was wir dir sagen, dann bekommst Du auch kein Geld mehr.

15.03.2011 09:43 • #15


S
Erstmal...ich wollte dich nicht angreifen, hoffe dass ist jetzt nicht so angekommen, ich find nur manchmal sind deutliche Worte angebracht.

Zitat von lonely29:
Natürlich hat sie das Recht NEIN zu sagen. Nur sie verlangt von mir auch sehr viel und da ist eine kleine Gegenleistung ja nicht schlimm.


Hmmm schlimm ist eine Gegenleistung nicht, aber da sind wir wieder bei den Erwartungen. Ich weiß ja nicht, was deine Mutter von dir verlangt, aber auch DU hast das Recht NEIN zu sagen. Wenn es dir zu viel ist, dann erfüll ihre Wünsche nicht.

Zitat:
Ich benehme mich nicht wie eine 2jährige. Aber was soll ich tun wenn sie hier zu Besuch ist und meine Wohnung umdekoriert, während ich auf der Toilette bin?! Und dann die Fragen: Warum hast Du Dir das gekauft etc?! Da ist sie diejenige, die sich nicht erwachsen verhält.


Richtig, das ist auch von deiner Mutter kein besonders erwachsenes Verhalten, aber nur weil sie sich kindisch benimmt, musst du nicht auf diesen Zug aufspringen. Wenn sie dich mal wieder fragt, warum du etwas gekauft hast, sag ihr einfach, weil du es kaufen wolltest (kenn ich übrigens auch, ich hab meiner Mutter mal gesagt, als sie an einem neuen Pullover rummäkelte, ich hab den nur gekauft, um sie zu ärgern, eigentlich find ich den häßlich, dafür hab ich aber auch gebraucht, bis solche Antworten möglich waren). Also, lass dich nicht auf ihre Spielchen ein, wie meine Vorredner schon schreiben, zeig ihr, dass du ihre Erziehung nicht mehr brauchst.

Zitat:
Sie hat mich in der Hand und nutzt es total aus. Sie hat ab und an mal angeboten mich zum Arzt zu fahren (ist schon ein paar Monate her). Ich nahm ihr Angebot an und morgens rief sie an und sagte, dass sie keine Lust hat. Und wer hatte dann das Problem?! Ich! Denn ich musste diese Arzttermine aus eigener Tasche zahlen und das ist bei meinen Behandlungen ca. 130 euro pro Stunde!
Und ich denke, dass man sich an das, was man verspricht, halten kann!


Ja, da bin ich ganz bei dir, Versprechen sollte man einhalten, seh ich genauso. Fakt ist aber scheinbaar, sie macht es nicht.
Mit in der Hand haben meinst du, dass du auf sie angewiesen bist, weil du sonst deine Arzttermine absagen und selber zahlen musst? Naja, dagegen haben wir dir ja mehrfach ne Lösung genannt. Wenn du weißt, du kannst dich auf sie nicht verlassen, dann such dir jemanden, auf den du dich verlassen kannst. Diese sozialen Einrichtungen, die dich zu solchen Terminen begleiten, arbeiten ja auch nicht umsonst, die werden von der Krankenkasse bezahlt. D.h., wenn du nen Termin verpasst, weil die nicht kommen, dann zahlst du in Zukunft auch nicht mehr für versäumte Termine, das haben die dann zu verantworten, i. d. R. halten die aber ihre Zusagen und deine Termine ein, ist ja ihr Job.

Zitat:
Am Ende ihrer Kräfte mit meiner Krankheit?! Nee, ganz sicher nicht. Sie hat sich immer rausgehalten.


Schwer zu beurteilen, wenn man deine Eltern nicht kennt. Vielleicht sind sie mit deiner Erkrankung überfordert, also psychisch, weil sie damit nicht umgehen können, können aber auch nicht drüber reden. Vielleicht verhalten sie sich aber einfach wie Ar.. Für erstreres, sie müssen reden, das ist nicht deine Aufgabe das rauszufinden und gerade zu biegen. Wenn es Variante 2 ist, nimm Abstand...so viel wie möglich und triff sie nur noch zum Kaffee oder so, keine Verpflichtungen mehr dem anderen gegenüber.

Zitat:
Ich lasse sie ja auch schlafen etc! Ich schreiben ihnen nichts vor, denn es ist nicht mein Problem. Ich wollte damit nur sagen, dass sie die Zeit hätten mich einmal zu fahren.


Ja, dass sie Zeit dazu HÄTTEN, hab ich schon verstanden, sie WOLLEN diese Zeit aber scheinbar nicht dafür verwenden, dich hin und her zu fahren. So unschön das sein mag und so sehr du dich darüber ärgern magst, du kannst das nicht ändern. Was ich vorhin schon geschrieben hab, das ist eine moralische Frage. Klar bleiben Eltern immer Eltern und es wäre ein netter Schachzug von ihnen, dich zu unterstützen, aber es gibt eben kein Gesetz, dass es ihnen vorschreibt. Für dich ist im Endeffekt an erster Stelle nicht wichtig warum sie so reagieren, sondern, dass du einen Weg findest, wie du es trotzdem schaffst deine Termine zu managen und wie du es schaffst dich abzugrenzen. Stell dir erstmal ein unabhängiges Leben auf die Beine, danach kannst du dich mit dem Warum auseinandersetzen, denn auch das wird viel leichter für dich, wenn du (einigermaßen) fest im Leben stehst.

Und ja, ich weiß, sowas geht nicht von heut auf morgen, aber heute ist der richtige Tag, um den ersten Schritt zu machen

15.03.2011 10:01 • #16


S
Zitat von lonely29:
Ich habe oft gesagt, dass ich alt genug bin um zu entscheiden (egal ob es jetzt die Wohnung betrifft oder andere Dinge). Ich habe versucht, in Ruhe ein Gespräch zu frühren. Geht nicht mit der Begründung: Keine Lust
Vor ein paar Jahren haben sie mich finanziell utnerstützt und dann hieß es immer: Wenn Du nicht das machst, was wir dir sagen, dann bekommst Du auch kein Geld mehr.


Wenn sie nicht zuhören will, dann schreib ihr einen Brief. Bedank dich für die Hilfe vor einigen Jahren, sag aber auch deutlich was du willst. Die meisten Mütter schaffen es abweisend zu sein, weil sie eine direkte Konfrontation überfordern würde, Briefe lesen sie aber i.d.R. doch

Leider ist das keine Garantie, dass sie zu einer Klärung bereit ist, aber du hast deinen Standpunkt deutlich gemacht und deinen Ärger dorthin gegeben, wo er hingehört, das wird dich stärken Und beim nächsten Mal sag ihr, wenn sie wieder umdekoriert, sie soll das lassen, sonst kannst du sie leider nicht mehr in deine Wohnung lassen (ob du das wiklich umsetzt ist noch ne andere Frage, meist reicht die Drohung aus)

15.03.2011 10:05 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

L
Ich gebe Dir Recht, dass deutliche Worte die besseren sind.

Ich bin nur gerade sehr fertig und soviel am Weinen, dass ich schon irgendwie neben mir stehe. Geschlafen habe ich auch nur eine Stunde und von dem her bin ich total durch den Wind.

Das mit dem Briefschreiben habe ich vor 2 Jahren mal gemacht. Sie hat darauf ganz anderes reagiert, als ich gehofft habe. Sie sagte, dass es ihr zu unpersönlich ist. Aber das ist ein Widerspruch, denn am Telefon oder persönlich leht sie ja alle Gespräche ab.

Bin mal kurz weg - muss mich hinlegen, da es mir gerade besch***** geht.

15.03.2011 10:12 • #18


G
Was ist mit Taxi?


Deine Eltern sind allmählich in dem Alter, in dem sie eher Hilfe von ihren erwachsenen Kindern erwarten, als umgekehrt. Das ist sicher auch einer der Gründe, weshalb deine Mutter sich immer weniger motiviert fühlt, dich zu fahren.

Außerdem: Du bist offenbar psychisch krank. (Das schließe ich zumindest aus deinen bisherigen Mitteilungen.) Das Verhalten deiner Eltern, viel zu Hause bleiben usw., deutet ebenfalls in die Richtung, dass sie nicht gerade vor Lebensfreude sprühen. Da gibt es doch sicher einen Zusammenhang! Deinen Eltern geht es seelisch also auch nicht so top. Und ging es ihnen vielleicht nie.

15.03.2011 10:15 • #19


L
Wer soll das bezahlen?!

15.03.2011 10:17 • #20


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