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nilu

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Hallo zusammen,

ich weiss mir grad keinen anderen Rat als hier meine Gedanken niederzuschreiben...Im Moment bin ich nach langer Zeit wieder in einer Panikattacke. Lange war Ruhe, ich hatte die Angst und auch die Angst vor der Angst fast vergessen. Ich leide schon seit kleinauf an Emetophobie und bin deswegen seit über einem Jahr in psychologischer Behandlung. Vieles darunter auch meine Kindheit und das Verhältnis zu meiner Mutter konnte ich dadurch aufarbeiten, denn da drin scheint die Ursache meiner Angststörung begründet zu liegen. Ich hatte Zeiten, da kam es aller 2-3 Wochen zu einer Angstattacke, meist nachts. Ich konnte förmlich die Uhr danach stellen. Ich musste dann eine Art Programm abziehen, das mich vorm Durchdrehen abhielt. Dies konnte ich mir weitestgehend wieder abgewöhnen und auch sind die Attacken viel seltener geworden, dafür fühlen sie sich heftiger an. In den letzten Wochen hatte ich ziemlich viel Stress im Geschäft, gestern gab es noch etwas Ärger mit meinem Mann, Unausgesprochenes liegt in der Luft, ich ärgere mich darüber, aber auch über mich selbst. Und dieser Stress und Ärger suchen nun ihr Ventil in Form von meiner Angst. Meine letzte Angstattacke liegt über zwei Monate zurück, was für mich nach Beginn der Aufzeichnung der Attacken eine lange Zeit ist. Doch nun ist sie wieder da und packt mich mit ihrer ganzen Kraft. Ich schaffe es einfach nicht ruhig zu bleiben, die Angst anzunehmen, sie auszuhalten. Dabei dachte ich, ich wäre ein ganzes Stück voran gekommen und könnte es aushalten. Ich weiss, es ist kein Schritt zurück, den ich da mache, dass Rückschläge dazugehören, dennoch macht es mich so mega wütend, dass mich die Angst wieder so beherrscht.

24.06.2020 #1


128 Antworten ↓
Menandera

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Hallo Nilu,

es ist verständlich, wenn du Stress im Geschäft UND Ärger mit deinem Mann hast, dass dann Ängste hoch kommen. Unsere Angst will uns eigentlich nur schützen, ein Zeichen geben:STOPP/ACHTUNG......es reicht....
Mir geht es ähnlich: Seit ich durch meine Veränderung (durch die Psychotherapie denke ich)nicht mehr so reagiere wie früher, dreht mein Mann (verbal) völlig durch.Das belastet mich sehr, macht mir viele negative Gedanken, bin hin und her gerissen zwischen"gehen -oder bleiben?"
Deshalb habe ich in letzter Zeit öfter Herzklopfen,Schwindel, leichte Panik etc. Meine Seele reagiert eben sofort, so ist es bei uns eben.Wir sind sehr sensibel. Diese Zeichen zeigen uns:
Geh das Problem an...tu etwas.....verdränge nicht.
Nur ist es nicht immer so einfach, dann auch zu reagieren, wenn man vielleicht Angst vor der Reaktion des Partners hat.. Sad
Aber das weiß ich: die Angst ist mein Freund.Ihre Zeichen geben mir die Kraft/den Mut Dinge durch zu ziehen/zu machen.....ich brauche zwar etwas Vorlauf, aber ICH bestimme, wie ich mit der Angst umgehe.....ob ich mich beherrschen lasse.
Du wirst es auch merken: Deine Gedanken sind der Anfang aller Taten.
Es ist nicht schlimm, Angst zu spüren- aber man sollte versuchen, daraus etwas Positives zu machen.....Gutes Gelingen...ich arbeite quasi täglich dran Wink
LG,Menandera

08.03.2015 10:39 • x 3 #2


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A


Die Angst ist wieder da

x 3


B

Berglust
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Hallo zusammen,

ich muss mir einfach mal ein paar Zeilen von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es hier ja Gleichgesinnte, die sich in meinem Weg wiederfinden?

Es begann vor ca 12 Wochen fast zeitgleich mit dem Corona-Lockdown. Zu dieser Zeit hatte ich immensen Stress bei der Arbeit. (Führungskraft im Krankenhaus) Es gab zahlreiche Krankmeldungen, der Berg an Arbeit wuchs und das Personal schwand immer mehr. Dann erhielt ich auch noch den Anruf eines Kollegen: Coronaverdacht! Ich stand völlig neben mir und während er eröffnete, nun mindestens 14 Tage zuhause bleiben zu müssen, malte ich mir gedanklich die grauseligsten Horrorszenarien aus. Kurz nach dem Telefonat brach es dann über mich hinein. Von A-Z hatte ich alle Symptome einer fiesen Panikattacke. Zudem begann ich zu hyperventilieren und mir wurde speiübel. Erst nach ca. 3 Stunden, fast durchgehender Panik, besserte sich mein Zustand etwas.

Die Tage danach auf der Arbeit, waren für mich der absolute Horror. In mir machte sich eine unerträgliche Unruhe breit. Fast die gesamten Tage hatte ich Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen. Zuerst hatte ich nur während meiner Arbeitszeit Panikattacken, weswegen ich mich auch nach ein paar Tagen krankschreiben ließ. Dann machte sich die Panik aber auch in meiner Freizeit breit. Das gemütliche Abendessen mit meiner Freundin, ein Besuch bei der Familie, Einkaufen, Autofahren. nichts ging mehr. Ich erzählte meinem Arzt von meiner Problematik, woraufhin er mich grob untersuchte. Kerngesund! Was meine Gesundheit anging, hatte ich zu dieser Zeit ein ambivalentes Gefühl. Diesem plötzliche Einbruch traute ich nicht so ganz. Andererseits befand ich mich schon seit knapp einem Jahr in völliger Unzufriedenheit, was meine Arbeitsstelle anbelangt. Ich kümmerte mich um einen Termin bei einer Psychotherapeutin und googelte fleißig nach Symptomen und Ursachen. Rolling Eyes Dabei stieß ich auf Vitamin-D-Mangel. Ich besorgte mir einen erneuten Termin bei meinem Hausarzt und ließ mir Blut abnehmen. Siehe da! Ich hatte einen kritischen Wert von 11ng/ml. Ich klammerte mich an diesem Strohalm fest und glaubte die alleinige Lösung meines Problems gefunden zu haben. Nach einiger Zeit der Substitution ging es mir tatsächlich etwas besser. Ehrlich gesagt, hatte ich seit dieser Zeit nur noch vereinzelt Panikattacken. Wenn, dann verpufften sie nach wenigen Sekunden, um dann aber als diffuses Angstgefühl zu bleiben. Diese starke innere Unruhe und die Lethargie, sind seitdem allerdings gänzlich verschwunden.

Ich bekam glücklicherweise nach 2 Wochen einen Termin bei meiner Psychotherapeutin. Schnell stellte sich aber heraus, dass diese mir leider keine große Hilfe war. Die ersten Stunden waren sehr aufschlussreich, was meine Psyche und Kindheit anbelangt. Fortlaufend bekam ich allerdings leider nur noch halbherzige "Handlungsanweisungen" á la: "Gehen Sie doch an die frische Luft, oder machen Sie Fahrradtouren." Machte ich ja alles schon, aber ich fühlte mich in der Zeit den täglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Schon die kleinsten Dinge machten mir angst und überforderten mich. Meine Therapeutin stand völlig auf dem Schlauch und kommunizierte dies auch offen: "Ich weiß gerade nicht mehr weiter. Entweder analytische Therapie, wobei ich bei Ihnen keine Notwendigkeit sehe, oder Medikamente." Die Medikamente wurden von nun an in jeder Sitzung angesprochen. Ich bin ganz klar dagegen, da ich ein sehr reflektierter Mensch bin und einschätzen könnte, wann es gar nicht mehr ohne gehen würde. Zudem habe ich beruflich leider viele Negativbeispiele mit ansehen müssen. Die Therapie habe ich abgebrochen, da ich in ihr leider keinen Nutzen mehr gesehen habe. Parallel habe ich mir von meinem Arzt einen Wiedereingliederungsplan aufstellen lassen. Nach 10 Wochen verordneter Ruhe, starte ich seit 2 Wochen und lasse es langsam angehen. Die ersten Tage waren unfassbar schwierig, aber mittlerweile komme ich wieder etwas mehr in der Arbeitswelt an.

In diesen Wochen habe ich mir viele Gedanken machen dürfen. Ich habe mich dazu entschieden in eine andere Stadt zu ziehen und dementsprechend meinen Job zum Ende des Jahres zu kündigen. Diese Entscheidungen waren unfassbar schwierig, mit starker Angst verbunden, fühlen sich jetzt nach ein paar Wochen jedoch sehr befreiend an. Ich versuche mir seitdem mehr bewusste Pausen zu gönnen, übe mich in der Meditation und mache regelmäßig Atemübungen. Seit einer Woche nehme ich ebenso CBD Öl ein.
Die Angst ist trotzdem mein stetiger Begleiter, aber ich versuche sie zu akzeptieren. Mal habe ich gute Phasen und mal schlechte. Meine Angst hat verschiedene Gesichter. Mal zeigt sie sich in Form von Agoraphobie, mal in Hypochondrie, aber insgesamt kann ich sie nun besser einordnen. Ebenso gehe ich seitdem einige gesundheitliche Baustellen an, die ich jahrelang vor mir hergeschoben habe.

Insgesamt freue ich mich seit kurzem wieder auf alles was kommt und was mich ab Ende des Jahres nach dem Umzug und nach dem Jobwechsel erwartet. Auch einen erneuten Beginn einer Therapie wünsche ich mir. Die Ursache meiner Ängste liegen in meiner Kindheit begraben. Gerade die Hypochondrie ist dort verankert. Die Erkenntnis habe ich nun und jetzt muss ich nur noch damit arbeiten Very Happy

Schreibt doch gerne von euren anfänglichen Erfahrungen. Verschiedene Sichtweisen interessieren mich sehr!

Berglust

17.06.2020 19:17 • x 1 #125


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Menandera
Hallo Nilu,

es ist verständlich, wenn du Stress im Geschäft UND Ärger mit deinem Mann hast, dass dann Ängste hoch kommen. Unsere Angst will uns eigentlich nur schützen, ein Zeichen geben:STOPP/ACHTUNG......es reicht....
Mir geht es ähnlich: Seit ich durch meine Veränderung (durch die Psychotherapie denke ich)nicht mehr so reagiere wie früher, dreht mein Mann (verbal) völlig durch.Das belastet mich sehr, macht mir viele negative Gedanken, bin hin und her gerissen zwischen"gehen -oder bleiben?"
Deshalb habe ich in letzter Zeit öfter Herzklopfen,Schwindel, leichte Panik etc. Meine Seele reagiert eben sofort, so ist es bei uns eben.Wir sind sehr sensibel. Diese Zeichen zeigen uns:
Geh das Problem an...tu etwas.....verdränge nicht.
Nur ist es nicht immer so einfach, dann auch zu reagieren, wenn man vielleicht Angst vor der Reaktion des Partners hat.. Sad
Aber das weiß ich: die Angst ist mein Freund.Ihre Zeichen geben mir die Kraft/den Mut Dinge durch zu ziehen/zu machen.....ich brauche zwar etwas Vorlauf, aber ICH bestimme, wie ich mit der Angst umgehe.....ob ich mich beherrschen lasse.
Du wirst es auch merken: Deine Gedanken sind der Anfang aller Taten.
Es ist nicht schlimm, Angst zu spüren- aber man sollte versuchen, daraus etwas Positives zu machen.....Gutes Gelingen...ich arbeite quasi täglich dran Wink
LG,Menandera

x 3 #2


S
Hallo Nilu,
mir geht es zur Zeit leider ähnnlich. Nach meinem Studium.suche ich gerade einen Job und die Angst vor der Veränderung wirft mich so sehr aus der Bahn. Hab seit letzten Dienstag jeden Morgen 2-3 Stunden immer wieder Attacken, kaum.komm ich kurz zur Ruhe, kommt die nächste. Kann dann nicht mehr richtig einschlafen, aufstehen.will ich aber eigentlich auch nicht, denn mir is dann extrem sxhlecht. Aber ich zwinge mich dazu. Denke da müssen wir durch, bin froh, dass es dieses Forum hier gibt! Mit meinem Mann kann ich mal besser mal schlechter reden. Er sagt dann oft Dinge wie: Du brauchst doch keine Angst haben. Oder: Das wird wieder. Manchmal lenkt er mich ganz gut ab, indem wir dann über irgendwas
anderes reden.
Vielleicht hat von euch jemand Lust privat zu schreiben, dem es ähnlich geht. (-:

#3


nilu
Danke für eure Zeilen. Bin wieder in alte Muster gefallen, denn obwohl ich ja eigentlich weiss, dass die Angst mir nur zeigen will dass irgendetwas zu viel ist, hab ich es einfach nicht bemerkt. Man hängt einfach drin und kann nicht rational denken oder handeln. Jetzt im Nachhinein ist mir das auch wieder klar. Ich hätte mit meinem Mann sprechen sollen, nicht verärgert ins Bett gehen sollen...der Stress im Geschäft...das kann ich schwer handeln. Ich überlege schon seit Wochen dort aufzuhören. Ich fühle mich den Aufgaben nicht mehr gewachsen, kann mich nicht weiterentwickeln. Was wohl daran auch liegt, dass ich dort nur Teilzeit schaffe. Aber aufstocken möchte ich nicht, da ich für meine Kinder da sein möchte. Ich denke diese Grübelei ob aufhören oder nicht ist mit der Hauptgrund, dass meine Angst wieder zurück ist.

@Sternchenundich
Was würde sich denn ändern wenn du einen Job finden würdest? Oder vor welcher Veränderung hast du Angst? Ich glaube eben auch fest, dass man manchmal seinen ganzen Mut zusammennehmen und über seinen Schatten springen muss. Die Angst sollte uns nicht stoppen, sie darf da sein, ja, aber sie sollte uns nicht hindern.

@Menandera
Ich hatte nach dem Gespräch mit meinem Mann viel mehr ein schlechtes Gewissen bzw. fühlte mich schlecht, weil er im Recht war und ich es so im Raum stehen liess. Ich bin leider so erzogen, dass man sich nicht entschuldigt wenn man mal Unrecht hatte, dass man auch mal den ersten Schritt macht. Teilweise gelingt mir das bzw. hat da mein Mann auch viel Verständnis. Aber ich ärgere mich meist über mich selber, dass ich unangemessen reagiere und dann im Stillen mit mir hadere als die Dinge anzusprechen. Das ist ein langer Prozess, diese Muster umzuändern.

#4


S
Hallo Nilu,
ich habe Angst vor der Angst. Habe das schon ein paar Mal durchmachen müssen. Hab Angst es nicht zu schaffen; dass.mich meine Angst daran hindert die neue Stelle anzugehen. Und ich dann mit nichts da stehe. War heute das letzte Mal bei.meiner Therapeutin und sie meinte, dass ich da durch muss und sie fest an mich glaubt. Es ist für mich derzeit sehr hart. Hab immernoch jeden morgen Panikattacken, obwohl mir im Moment keine "Gefahr" droht. Aber ich gebe nicht auf!

#5


nilu
@ Sternchenundich
Ich drück dich mal ganz fest! gib nicht auf, glaub an dich, du schaffst das! Sieh es positiv, wenn du einen neuen Tag meisterst. Es sind kleine Schritte, aber am Ende werden sie grosses bewirken.

Ich fühle mich wieder etwas zurückgeschmissen. Hab mal wieder arg Stress im Büro und das äusserst sich nun in Panik und Übelkeit.

#6


S
Hallo nilu,
danke für deine lieben Worte (-:
Im Moment geht es mir besser. Hab keine Panikattacken mehr, bin nur oft sehr nervoes. Ich bin daf7er auch sehr dankbar, weil ich weiss wie schnell sich das wieder aendern kann.
Ich hoffe bei dir entspannt sich die Lage bald wieder!
LG

#7


martha_r
Hallo nilu,
das mit der Wut auf die Angst, die zurück gekommen ist, kenne ich auch. Allerdings finde ich Wut auch eine ganz gute Form von Energie, die mich auch aus der Angst heraus bringen kann, aber eben auch sehr anstrengend ist. Bei mir wechselt das derzeit recht schnell. Nach zwei Wochen positiver Stimmung und guten Umgang mit Gedanken und dem Gefühl Angst, ist dann immer wieder die lähmende, unruhige Angst da. Und statt zu hoffen und darauf zu vertrauen, dass sie auch wieder weg geht, wenn der Stress vorbei ist und wenn ich körperlich wieder fitter bin, neige ich zum Verzweifeln und dazu alles in Frage zu stellen, mich selbst, meinen Partner, mein Leben, meine Therapien, meinen Selbstwert usw.
Manchmal denke ich, dass das Muttersein mich einfach auch sehr fordert und mich noch viel mehr Angst als früher spüren lässt.
Aber ich finde es auch in Ordnung Wut auf die Angst zu empfinden, weil ich das auch kenne, dass ich sie in guten Zeiten fast vergesse und wenn sie dann da ist, erschrecke ich wegen dieser Wucht der Angst.

LG Martha

#8


S
Hallo nilu,
mein "Zustand" hat sich wieder enorm verschlechtert. Ganz schlimme Panikattacken, Übelkeit, Zittern usw. Bin relativ verzweifelt )))):

#9


asil
hallo,

ich bin neu hier und hab noch nie in ein Forum geschrieben.
Ich kenne das Gefühl das ihr alle hier beschreibt sehr gut. Ich bin auch grade mit meinem Studium fertig und im Refrendariat. Ich habe seit einiger Zeit immer wieder Panikattacken und weiß nicht so wirklich wie ich mich dann beruhigen soll bzw. was ich dagegen tun soll. Hat jemand einen Guten Rat für mich?
Ich glaube solche Panikattacken hatte ich vorher noch nicht, auch wenn ich vor einiger Zeit eine depressive Phase hatte und eine Therapie gemacht habe. Deswegen habe ich neben alle möglichen anderen Ängsten (Versagen, verlassen werden, allein sein,...) auch Angst vor der Angst.

Man darf wirklich nicht aufhören dagegen anzugehen, so wie du schon sagtest "sternchenundich".
Mein Problem dabei ist immer, dass ich weiß das sich was ändern muss, aber das ich nicht weiß was und wie...und dann immer das gefühl habe keine Zeit zu haben...

Ich find es schön sich ein bisschen mit anderen "gelichgesinnten" austauschen zu können.

lg

x 1 #10


S
Hallo asil,
schön, dass du den Weg hierher gefunden hast (: wenn ich eine Panikattacke habe versuche ich sie entweder kommen zu lassen und auszuhalten, sie wegzuatmen oder ich lenke mich ab, wenn es die körperlichen Symptome zulassen. Wann treten denn die PA bei dir besonders auf?

#11


asil
hallo sternchenundich,

danke für deinen Willkomensgruß. Smile
Ich kann gar nicht genau sagen, wann sie immer auftreten. Manchmal kommt das alles ohne Vorwarnung und obwohl ich grade was ganz anderes mache, aber ich die gedanken nicht los werde; manchmal wenn ich dabei bin oder vor habe etwas für die Arbeit zu tun, manchmal wenn ich... ach eigentlich hab ich keine ahnung.
Ich sitz dann meistens da und kann nur heulen und nicht mehr aufhöhren. bin dann immer total verzweifelt. ich hatte vor einiger zeit schon mal depressionen und bekomme dann angst das diese auch noch wieder kommen. Aber irgendwie ist es mit der Angst was anderes. ich habe dann nicht nur angst vor allen möglichen Sachen (ich hab ein paar sachen über Angststörungen gelsene und irgendwie trifft so fast alles auf mich zu, was es an Angststörungen gibt Sad , sondern bekomme auch noch angst vor der Angst, wie einige von euch ja auch schon beschrieben haben. ein ätzender Teufelskreis.
bis jetzt konnte ich die Angst in Umgebungen wie die Arbeit oder ähnliches soweit unterdrücken, dass ich nicht vor anderen durchdrehe und die aufsteigenden Tränen unterdrücken bzw. verstecken kann, und dass es dann kommt, wenn ich alleine bin. Aber seit ein paar Tagen ist es schlimmer geworden, ich hoffe das es nicht doch irgendwann vor "fremden" passiert.

Ich stehe im moment auch unter enormen druck und stress, was meinen job bzw. ausbildung betrifft, jeden monat prüfungen... das hilft dann auch nicht wirklich weiter....

wie äußern sich denn bei dir die Panikattacken und wovor hast du genau angst, Sternchenundich?
ich kann verstehen, dass es manchmal nicht hilft mit deinem mann zu reden. ich wohne alleine und habe auch keinen Freund. momentan bin ich sehr froh, dass es meine mutter gibt, die ich manchmal anrufen kann, aber wie auch bei deinem mann, kann man mal besser mal schlechter mit ihr reden. oft kommt dann auch nur, dass sie nicht nachvollziehen kann, warum ich so denke und fühle bzw. woher das alles kommt.

#12


S
Also bei mir ist es so, dass die PA meist am Morgen, wenn ich noch im Bett liege, auftreten. Es ist dann auch nicht nur eine, sondern mehrere hintereinander. Erst halte ich ein pasr aus und dann zwinge ich mich aufzustehen und irgendetwas zu tun. Das Schlimme ist, dass ich mich oft wie gelähmt fühle, mir schlecht ist und ich dann nix essen kann. Im Laufe des Tages wird es dann besser und meistens ist es am Abend so als wäre nix gewesen. Hatte jetzt ca eine Woche nix. Meine Ängste haben mit Verlustängsten, Verlust von Kontrolle und Veränderungen zu tun. Am Mi habe ich ein Vorstellungsgespräch und langsam wächst die Nervosität wieder....
Was mir auch hilft ist eine Hypnose Cd und Bachblütentropfen bei Nervosität.
Ich hatte auch schon mal Depressionen UND hab auch mal Lehramt studiert (: war aber nicht im Ref. Kann mir vorstellen, dass das seeeehr stressig ist. An was für einer Schule bist du denn?
Meine Mama is grad leider im Urlaub, da fällt dann schon eine Stütze weg.

#13


asil
interessant das du gleich darauf kommt das ch lehramt studiert habe Wink ich bin in einer grundschule.
warum hast du das denn nicht weiter gemacht, wenn ich fragen darf, sternchenundich?

kann mir gut vorstellen das du nervös bist. vielleicht hilft es tief durchzuatmen und direkt vor dem gespräch was gegen nervösität zu nehmen Smile
leider kommen wir um veränderungen nicht herum.
das ist auch eins meiner probleme: verlustängste, verlust von Kontrolle, veränderungen, alleinsein, versagen, ablehnung - das alles sind auch sachen, die bei mir angst und panik auslösen... kann dich also gut verstehen...
bei mir kommt es aber eher tagsüber als morgens...

ich wünsch dir aber ganz viel erfolg für dein Vorstellungsgespräch und drück dir die daumen Smile

ich hab seit ein paar tagen angefangen regelmäßig was homöopathisches gegen nervösität zu nehmen. ich hoffe das hilft ein bisschen.
ich bin seit drei wochen krankgeschrieben wegen grippe und ähnliches und hab nächste woche, wenn ich wieder arbeiten gehen wollte/darf ne prüfung. das passt natürlich wieder wie faust aufs auge-alles gleichzeitig. ich hoffe ich bin bis dahin wieder gesund und bekomme grippetechnisch keinen rückfall - auch einer der sachen vor denen ich angst habe.

#14


S
Ich hab Realschullehramt studiert. Schon während des Studiums hatte ich immer wieder starke Zweifel und hab mich dann nach einem langen 'inneren Kampf' entschieden, dass zu machen was ich wirklich möchte. In welchem Bundesland studierst du?
Danke fürs Daumendrücken (-: da muss ich durch, ich weiß es ja selber. Mein Mann meinte vorhin, warum ich denn jetzt schon nervös bin. Es sind doch noch zwei Tage...
Das ist so typisch!
Oh je, da hat es dich ja voll erwischt, gute Besserung! Hast du eigentlich mal irgendwelche Medis genommen? Also außer was Homöopathisches, und was nimmst du da?
Ich denke, wenn bei dir der Pruefungsstress vorbei is, werden bzw koennen deine PAs und Aengste auch wieder weniger werden.

#15


asil
ich habe in NRW studiert.
Was wolltest du denn wirklich machen, wenn ich fragen darf?

Oh man, sowas wie dein Mann gesagt hat, habe ich grade auch von meinen Eltern und Freunden gehört, als ich über meine Prüfung gesprochen habe und gesagt habe das ich angst davor habe... echt nervig so was...

Ich habe ca drei Jahre lang bis etwa ende letzten Jahres Citalopram genommen, wollte und musste wegen dem Ref und weil ich nicht mehr so viele tabletten nehmen wollte und weil ich dachte ds es mir besser ging aufgehört. ich habe aber auch schon lange vorher depressionen gehabt, bevor ich angefangen habe eine therapie zu machen und tabletten zu nehmen. wusste es vorher nicht zu benennen und konnte mir keien Hilfe holen. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das mit dem absätzen so sinnvoll war, aber was solls...
Im moment nehm ich sonst nichts an medikamenten...
Nimmst du noch irgendwas? So weit ich das richtig gelesen habe, hattest du doch auch mal eine therapie zu Angststörungen oder? Hat dir das geholfen?

Ich weiß nicht ob die Ängste und PA dann wirklich weniger werden, wenn der Stress (noch ein Jahr...) vorbei ist. ich hatte eigentlich zumindest einige Ängste schon vorher. Oder wenn ich genau überlege eigentlich alle schon vorher... oh man schrecklich so was... ich muss erstmal noch das Jahr Ref überstehen...

#16


S
Ich wollte nach dem Abi Sozialpädagogik studieren, hatte aber den NC nicht. Hab es dann später aber.doch gewagt und auch einen Platz bekommen, denn mir konnte einiges angerechnet werden. Das Studium war einfach super und ich habe es nie bereut.
Zur Zeit nehm ich auch Citalopram, jetzt wieder 20 mg. Waren schon mal 10. 2004 hab ich eine Verhaltenstherapie gemacht. Leider stimmte da die Chemie zum Therapeuten nicht so ganz. 2010 war ich in einer Tagesklinik und hab danach bis Anfang 2015 eine tiefenpsychologische Therapie gemacht. Beides hat mir sehr viel gebracht. Trotzdem gibt es Situationen, die mich immer wieder umhaun.
Was sagen denn Eltern und Freunde zu dir wg den Prüfungen? Am "besten" find ich find ich ja"du brauchst doch keine Angst haben. Vor was denn? V
Ich mache meinem Mann eigentlich keinen Vorwurf, er weiß halt auch nicht immer wie er mit mir umgehen soll. Meine Mama kann das einfach besser. (:
Heute merke ich die Nervosität sehr und irgendwie is mir schlecht.

#17

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asil
schön das du den Schritt gewagt hast und doch noch das gemacht hast was du eigentlich wolltest Smile ich muss ja sagen, dass das lehramtssudium nicht wirklich toll war, und auch nicht wirklich was für den beruf bringt, aber was solls, ohne kann man halt kein lehrer werden...

ich habe auch mit einer therapeuin angefangen, wo ich irgendwie immer zuwischen durch dachte, was mit das bringen soll. irgendwie war weder die therapeutin noch die tiefensychologische thearpie das ware für mich. hab es aber leider erst nach fast ein oder ein-einhalb jahren geschaltet, dass es an der therapie und nicht an mir liegt und hab dann zu einer verhaltenstherapeutin gewechselt, was besser war. aber die passende thearpie zu finden ist schon echt nicht einfach...
ich muss aber sagen, dass ich mich manchmal frage, ob mir die thearpie überhaupt was gebracht hat. manchmal denke ist, so sequnzen waren ganz ok, aber im großen und ganzen... ich weiß es nicht...vorallem weil ich jetzt mit so vielen änsten zu kämpfen habe...

so ähnlich reagieren meine eltern und freunde auch immer: "wovor hast du angst, ist doch noch lange hin, du hast doch schon so viel geschafft" (und diesen satz finde ich schrecklich, ok ich kann nicht immer unbedingt sehe, was schon geklappt hat in meinem leben bzw. sehe oft nur das was nicht geklappt hat, aber es sind ja doch immer wieder neue aufgaben...); am besten ist dann auch: "reg dich ab", "hör auf zu heulen, es gibt gar keinen grund"... solche und ähnliche sachen bekomme ich vorallem von meinen eltern zu hören.
Ich glaub meine mutter fühlt sich auch oft hilflos, weil sie nicht weiß was sie sagen soll und dann auch manchmal meint, sie ist ja keine therapeutin und ganz toll ist auch der satz "du hast doch ne therapie geamcht, hat das alles denn nichts gebracht, so was lernt man doch da und ähnliches" , aber trotzdem rede ich oft mit ihr (was auch einfach daran liegt, das ich nicht weiß mit wem ich sonst reden soll), auch wenn ihre kommentare mich manchmal nur noch mehr aufregen.

ich weiß nicht woran das liegt, aber irgendwie bin ich heute morgen auch mit nervösität aufgestanden bzw. konnte deswegen nicht mehr schlafen. ich hab angst das alles nicht zu schaffen, wenn ich mir angucke, was ich alles noch machen muss. und denk dann auch oft, dass ich mich ja eigentlich ausruhen sollte und will. ich glaub ich kann auch nicht so wirklich gut mit dem stress umgehen bzw. habe ich keinen gegepol dazu...

wir müssen durchhalten und es einfach hinter uns bringen!
vielleicht hilft dir ja irgendein mittel gegen die Übelkeit?! gibt es vielleicht irgendwas was dich ein bisschen ablenken könnte?

#18


S
Zum Glück war ich heute unterwegs. Habe noch einen Job in einer Hausaufgabenbetreuung, besser gesagt in zwei verschiedenen Einrichtungen. Das macht mir sehr viel Spaß.
Ich kenne das auch, wenn man im Prüfungsstress is und dann noch dies o.jenes dazu kommt. Halt dir aber trotzdem immer vor Augen was du schon alles geschafft hast. Sowohl bzgl der Prüfungen als auch sonst im Leben. Du bist jetzt im Ref und das is sehr anstrengend, aber dss wird auch wieder besser. Macht dir denn dein Job ansonsten Spaß? Ist es bei euch auch so, dass ihr ein Hauptfach wählen.müsst.

#19


Menandera
Hallo Asil,

erstmal "Herzlich Willkommen"!
Du fragst nach einem Rat........Mein Rat für dich:denke darüber nach, was deine Panik dir vielleicht sagen will- umsonst hat man nämlich keine PA. Die Angst will uns etwas sagen.Und weil wir es anders manchmal nicht erkennen, ist Panik die letzte Möglichkeit unserer Seele, uns auf etwas aufmerksam zu machen...da stimmt irgendetwas nicht.
Du hast es ja angesprochen: deine Ängste.Diese solltest du in einer Therapie versuchen aufzuarbeiten. Dann verstehst du eventuell besser, warum sie entstanden sind und immer noch da sind. Nicht "dagegen angehen"...nein, mitgehen....wenn du kannst dich fallen lassen und erkennen, dass du vor PA keine Angst (Angst vor der Angst) haben brauchst- es ist eine körperliche Reaktion deines Unterbewusstseins. Sehr ,sehr beängstigend und machtvoll, aber : es ist nur eine Fluchtreaktion auf körperlicher Ebene.
Ich kenne es nur zu gut....aber nachdem ich durch die Therapie die Zusammenhänge gelernt habe, war meine Angst vor der Angst sehr schnell verschwunden.
Wenn ich heute , nach 2 Jahren, emotional sehr in Stress bin, mir zu viel zumute (negatives wie positives), dann kann es schon mal sein, dass ich nachts (bei mir meistens nachts) eine PA bekomme-nur: ich habe keine Angst mehr dabei. Es ist ein Zeichen meiner Seele...und die Angst ist mir eigentlich zum Freund geworden. Eigentlich passt sie auf mich auf Wink!
Wenn du das Gefühl hast, keine Zeit zu haben: dann ist es sicher so, dass du für dich keine Zeit hast, stimmts? Achtsamkeitsübungen, bewusst etwas tun, was du magst, einfach mal NICHTS TUN, auch mal NEIN sagen, sich abgrenzen- vielleicht hilft es dir auch.
Pass gut auf dich auf und erkenne die Zeichen deiner Seele,
das wünsche ich dir...
LG,Menandera

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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