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Hallo!

Ich habe hier schon einige Themen gelesen, aber die Angst konnte mir bisher nicht genommen werden.
Wie der Titel des Themas schon verrät, habe ich unglaubliche Angst vor Herzstolpern/Extrasystolen. Ich weiß nicht mal wirklich, ob es tatsächlich Herzstolpern ist, das ich empfinde und so mehr ich darüber google, umso unangenehmer wird das Thema. Aber Wegschalten und Ausblenden lässt sich das Thema eben nicht, wenn man Angst hat/bekommt.

Ich leide seit einem Jahr an Panikattacken. Angefangen mit den typischen Symptomen, die ich irgendwann gut einordnen konnte und als typisch für PA eingeordnet habe. Wenn mich meine Psyche dann wieder "ärgern" wollte, hat sie sich neue Symptome ausgedacht, die ich bis dato noch nicht kannte, wie Kribbeln, inneres "Beben" usw. Diese Symptome haben mich so lange "gequält", bis ich sie als Panikattacke (und somit nicht gefährlich) einordnen konnte. Ab dann waren sie quasi weg.

Seit einigen Wochen habe ich jedoch bei Aufregung oder Nervosität das Gefühl, dass im Brustkorb unter der Luftröhre etwas plötzlich "stark pochen" würde. Vorhin sogar 3-4x schnell hintereinander, es fühlt sich an wie Schluckauf, nur eben ohne Schluckauf. Ich vermute, dass es Herzstolpern ist und beim Hausarzt war ich bereits ebenfalls. Dieser erklärte mir, dass Herzstolpern durch mangelnde Sauerstoffzufuhr entsteht, zB durch flaches oder zu schnelles Atmen, und ungefährlich sei. Dennoch solle ich ein Belastungs-EKG und ein Herzecho machen lassen. Ein "normales" EKG wurde nicht durchgeführt.

Ich weiß, dass ich an einer Panikstörung leide und ich weiß vor allem, dass ich Angst vor der Angst habe. Angst, dass die Panikattacken wieder kommen und Angst, dass meine Ängste sich als wahr herausstellen könnten. Dass ich krank wäre und sterben könnte. Und dass obwohl ich immer gesund war und mir bis vor einem Jahr keinerlei Gedanken über solche Themen gemacht habe.
Ich bin ebenfalls in Therapie, meine Therapeutin "beruhigt" mich jedoch nicht, sondern sagt mir, dass ich auf meine Symptome hören soll, da ich nicht alles direkt als typisches Anzeichen einer Angststörung abstempeln soll, um sensibel für tatsächliche Warnsignale zu bleiben. Das ist auch an sich korrekt, aber dennoch weiß ich in Momenten wie diesen - kurz nach dem Herzstolpern - nicht, was ich tun oder denken soll. Die Angst ist riesig, dass es unnormal, ungesund und gefährlich sein könnte...

Ich mein, es kann doch nicht wahr sein, dass ich wie eben am Rechner sitze, angeregt mit jemanden schreibe, ich Aufregung verspüre und plötzlich das Herz vermeintlich stolpert. Oder nachts, wenn ich im Bett liege und versuche einzuschlafen, kurz vor dem Einschlafen ein Gefühl in mir aufkommt, als würde das Herz einmal kräftig schlagen, sodass ich hellwach bin. Das macht einem große Angst und der Termin zum Kardiologen ist erst in 2 Monaten... Was soll ich tun? Hat jemand ebenfalls diese Ängste durchlebt?


Liebe Grüße

19.04.2016 22:53 • 25.07.2019 x 1 #1


19 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo Nachschwaermerin,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Was ist vor einem Jahr in Deinem Leben geschehen? Und ja, es ist normal, das die Psyche sich immer neue Wege sucht, um auf sich aufmerksam zu machen. Wichtig ist, die Symptome anzunehmen und dennoch bei sich hinschauen, was wirklich nicht ok ist.

Was Deine Therapeutin so macht fnde ich jetzt auch nicht sehr hilfreich.

20.04.2016 08:04 • x 1 #2


FragileWings
Huhu Nachtschwaermer,
ich kenne genau das was du beschreibst sehr gut. Ich lebe damit nun seit 5 Jahren und es ist noch nie was passiert. Erst gestern Abend als ich ins Bett gegangen bin, hatte ich wieder zwei Mal Herzstolpern...nur viel kräftiger als üblich und irgendwie tat es weh und zog bis in die linke Seite im Hals. Wenn ich einen guten Tag habe, warte ich dann fünf Minuten und wenn dann nichts weltbewegendes passiert ist, versuche ich mich wieder zu beruhigen und hinzulegen. Leider ist das nicht immer so einfach, weil man ja die körperlichen Symptome verspürt und man das oft nicht einfach so wegsteckt.
Wenn ich einen schlechten Tag habe (was zur Zeit leider öfter so ist) höre ich von morgens bis abends in mich hinein und empfinde irgendwie alles als unnormal...hoher Puls, niedriger Puls, Druck in der Brust, Herzrasen, Herzstolpern, Übelkeit, Schwindel usw.
Aber bis jetzt ist ja noch nie etwas passiert und wenn soweit alles abgeklärt ist, sollte man das einfach akzeptieren, dass vieles davon von der Psyche kommt. Oft zeigt uns unser Körper so, dass wir mit irgendwas überfordert sind, zu viel Stress haben oder zu wenig auf uns selbst hören und uns selbst vernachlässigen.
Nun versuche dir etwas weniger Gedanken zu machen und es als Zeichen zu sehen, dass du noch lebst. Mein Arzt meinte mal zu mir, dass fast jeder Mensch diese Extrasystolen hat, doch nur ganz wenige fühlen sie und das sind meist die Menschen, die sowieso schon sehr sensibel sind und mit der Zeit reagiert man immer extremer darauf. Unser Herz ist eben kein Motor, welcher immer völlig rund läuft.

20.04.2016 08:57 • x 4 #3


monochrom
FragileWings hat es schon sehr gut zusammengefasst:

fast jeder hat Extrasystolen, das ist vollkommen okay. Mich haben sie damals auch in Panik versetzt... kombiniert mit Verspannungen über der Brust denkst Du dann dass Du einen Herzinfarkt bekommst (ICH! mit 26!)... Aber je mehr ich mich mit dem Hypochonder und auch natürlich Extrasystolen beschäftigt habe, umso schneller verschwandt mein Gefühl für Extrasystolen. Ich merke sie nicht mehr (oder habe keine mehr.. keine Ahnung ). Gestern Abend hatte ich mal seit ewig mal wieder einen kleinen Hüpfer, aber den konnte ich getrost ignorieren. Nach einer Minute hatte ich es schon wieder vergessen

Ich wünsche Dir die Kraft dass Du es auch bald soweit schaffst! Keine Sorge, alles ist gut.

LG

20.04.2016 09:24 • x 1 #4


Erst einmal vielen Dank für die Begrüßung und die Antworten! Hatte schon lange überlegt mich anzumelden und hab es erst jetzt getan. Es ist leider schwierig in seiner Umgebung jemanden zu finden, der einen verstehen kann bzw. sowas ähnliches durchgemacht hat...

Zitat von Vergissmeinicht:
Was ist vor einem Jahr in Deinem Leben geschehen? Und ja, es ist normal, das die Psyche sich immer neue Wege sucht, um auf sich aufmerksam zu machen. Wichtig ist, die Symptome anzunehmen und dennoch bei sich hinschauen, was wirklich nicht ok ist.

Was Deine Therapeutin so macht fnde ich jetzt auch nicht sehr hilfreich.

Ich habe vor einem Jahr mitten im Semester die Schule abgebrochen (ich bin 23, Ziel Abitur auf dem zweiten Bildungsweg). Ich hatte nicht mal "wirklich" einen Grund, mir fiel es von Tag zu Tag immer schwerer in das Gebäude hineinzugehen. Im Klassenzimmer selbst hatte ich grundlos ein unbehagliches Gefühl, welches schon an Angst grenzte. Ich habe mich unsicher und bedroht gefühlt, obwohl keine Bedrohung da war. Ich war schon immer "Klassenbeste", schriftlich wie mündlich. Aber an dieser Schule habe ich mich von jetzt auf gleich nichts mehr getraut. Ich war selber ziemlich schockiert und enttäuscht von mir, weil ich es mir nicht erklären konnte. Die Therapeutin hat mir erklärt, dass das mit Traumatas aus der Vergangenheit im Zusammenhang steht und ich arbeite daran.

Obwohl ich weiß, dass die Probleme keine körperliche Ursache haben - ich mein, ich bin 23, Nichtraucher, mittlerweile Normalgewicht, trinke nicht, ernähre mich gesund... - sondern die Psyche vehement versucht auf sich aufmerksam zu machen, weil Konflikte in mir herrschen, die bewältigt werden wollen, kann man dieses Katastrophendenken nicht abschalten.

Zitat von FragileWings:
Wenn ich einen schlechten Tag habe (was zur Zeit leider öfter so ist) höre ich von morgens bis abends in mich hinein und empfinde irgendwie alles als unnormal...hoher Puls, niedriger Puls, Druck in der Brust, Herzrasen, Herzstolpern, Übelkeit, Schwindel usw.

Ja, dieses Hineinhören. Das möchte man gerne manchmal abschalten, um mal wieder einen klaren Kopf bekommen zu können und das Leben genießen zu können. Ich verzichte seit einem Jahr auf so viele Dinge, ich habe das Gefühl, dass ich selbst die einfachsten alltäglichen Dinge "neulernen" muss, weil ich mich monatelang "schonen" wollte aufgrund der Angststörung.

Zitat von monochrom:
Mich haben sie damals auch in Panik versetzt... kombiniert mit Verspannungen über der Brust denkst Du dann dass Du einen Herzinfarkt bekommst (ICH! mit 26!)...

Das ist die große Angst! Mit Anfang 20 aus heiterem Himmel ein Herzinfarkt, eine schlimme Krankheit! Es klingt so abstrus und ich "schäme" mich manchmal für solche Gedanken, aber was soll man machen, wenn die Angst nun mal da ist?

Mittlerweile habe ich die Befürchtung, dass ich selbst für meine Herzstolperer verantwortlich bin... Ich empfinde sie nur in Anspannung, Aufregung, Stress (ob positiv oder negativ) oder wenn ich versuche krampfhaft einzuschlafen. Leider verbiete ich mir selbst seit Jahren übermäßige Gefühle wie Freude, Wut, Trauer, Aufregung. Sobald ich einen Anflug davon merke, versuche ich mich selbst zu drosseln.


Ich danke euch für eure Antworten, es ist beruhigend am eigenen Beispiel so aufbauende Nachrichten zu lesen...

20.04.2016 12:35 • x 1 #5


petrus57
@Nachtschwaermer

"Mittlerweile habe ich die Befürchtung, dass ich selbst für meine Herzstolperer verantwortlich bin."

Es ist nicht nur eine Befürchtung. Es ist so, dass Aufregung, Stress, etc. zu ES führen. Die werden aber auch durch Medikamente, Koffein, Alk etc. ausgelöst.

20.04.2016 12:49 • #6


monochrom
So siehts aus!

20.04.2016 12:58 • #7


Zitat von petrus57:
@Nachtschwaermer

"Mittlerweile habe ich die Befürchtung, dass ich selbst für meine Herzstolperer verantwortlich bin."

Es ist nicht nur eine Befürchtung. Es ist so, dass Aufregung, Stress, etc. zu ES führen. Die werden aber auch durch Medikamente, Koffein, Alk etc. ausgelöst.

Meinst du es liegt vielleicht einfach daran, dass ich mir so unglaubliche Gedanken über Aufregung und Stressempfinden mache, sodass wenn es zu diesen Gefühlen (so nenne ich es mal) kommt, gleichzeitig eine kleine Panikattacke ins Rollen kommt und dadurch Stolperer ausgelöst werden?

Ich trink vielleicht ne Tasse Kaffee alle 2 Tage und die auch mit mehr Milch als alles andere. Medikamente nehme ich nicht, da verweigere ich mich und Alk. trinke ich nie.

20.04.2016 13:12 • #8


Vergissmeinicht
Liebe Nachtschwaermerin.

Was sind das für Konflikte aus der Vergangenheit?

Gefühle wie Wut, Trauer, Freude etc. zu unterdrücken ist der absolut falsche Weg. Angst ist auch ein Gefühl und dies nimmt Dich komplett ein. Wie willst Du ohne Gefühle da rauskommen?

20.04.2016 13:14 • #9


Zitat von Vergissmeinicht:
Liebe Nachtschwaermerin.

Was sind das für Konflikte aus der Vergangenheit?

Gefühle wie Wut, Trauer, Freude etc. zu unterdrücken ist der absolut falsche Weg. Angst ist auch ein Gefühl und dies nimmt Dich komplett ein. Wie willst Du ohne Gefühle da rauskommen?

Du hast absolut recht, es ist definitiv nicht der richtige Weg seine Gefühle zu unterdrücken. Das ist mir bewusst und dennoch tue ich es, ich kann das nicht abschalten dieses Verdrängen. Das ist wie Selbstschutz, nichts zu nah an einen rankommen lassen. In jeglicher Hinsicht. Ein Automatismus, der sich einschaltet, sobald ein Gefühl droht einen zu übermannen. Ich habe dann nicht das Gefühl bewusst entscheiden zu können, sondern alles in mir schreit Stop! als würde man zu nah an einer Klippe stehen und der nächste Schritt wäre fatal. Die Emotion ist dann mit einem Mal weg. Darauf stellt sich Erleichterung und Ruhe ein.

Konflikte... ziemlich viele, die ein riesiges Wirrwarr und Chaos verursachen. Überwiegend Gewalt, Drohungen, Tod in der frühen Kindheit und Mobbing, Unterdrückung, Gewalt im Teenager-Alter.
Ich war jahrelang der festen Überzeugung, dass ich diese Erlebnisse gut verarbeitet habe und sie mir nichts ausmachen, bis eben letzten Jahr die Panikattacken aus heiterem Himmel anfingen und man mir sagte, dass mein Unterbewusstsein möchte, dass ich mich meinen inneren Konflikten stelle, weil ich nun "reif" genug dafür wäre.

20.04.2016 13:29 • x 1 #10


Vergissmeinicht
Huhu,

nun, Du bist immer noch sehr jung, aber Deine Seele schreit. Es ist ein Riesenpaket was Du da mit Dir rumträgst. Denke, das Du prof. Hilfe bedarfst; was hältst Du davon und kannst Du Dich jemand Fremdes anvertrauen?

Wichtig wäre auch einen Ausgleich zu schaffen, um die Agressionen abzubauen wie Ausdauersport, Kickboxen etc. oder ab und ab mal in den Wald und einfach losschreien. Hast Du jemand an Deiner Seite, der zu Dir steht?

20.04.2016 13:48 • #11


Ich bin bereits seit einigen Monaten in Therapie. Bin ebenfalls der Meinung, dass ich meine Konflikte allein nicht lösen kann.

Ich würde gerne Ausdauersport betreiben, jedoch meinte meine Hausärztin, dass ich damit noch warten solle, bis ich den Termin beim Kardiologen hatte. So um sicher zu gehen. Stattdessen gehe ich alle 1-2 Tage mindestens eine halbe Stunde spazieren.

Um ehrlich zu seine habe ich nur meine Mutter, die an meiner Seite steht. Da sie aber selbst so viel Leid in der Vergangenheit erfahren musste, halte ich mich da bedeckt und versuche so gut es geht keine Last zu sein. Klar, ich habe Freunde. Die wissen sie aber nur, dass ich eine heikle Kindheit hatte und mehr auch nicht.

20.04.2016 14:13 • #12


schmölle
Hallo ihr lieben.

Ich habe mal eine kurze Frage an euch.

Hab ja immer wieder mit herzstolpern zu tun. Derzeit bin ich schwanger und war heute bei einem Ultraschall.

Bin ja von Natur aus ein nervöser Mensch und war leicht aufgeregt aber sonst war alles gut.

Dann war ich dran und hab auf der liege fürn Ultraschall gelegt. Plötzlich hatte ich "herzstolpern". Weswegen ich jetzt hier schreibe ist, es hat sich anders angefühlt als sonst

Ich versuche es mal zu beschreiben.

Es ging los mit schnellem bum..bum..bum....... Bum......bum.....bum(dann wieder schneller) bum..bum..bum (und wieder langsam)..... Bum.....bum....bum

Das ging einige Sekunden so und etwas länger als sonst.

Kennt das jemand von euch? Ich weiß jetzt nicht ob das auch normales herzstolpern ist oder was schlimmeres

Es hat sich angefühlt wie herzstolpern. Aber beim messen am Handgelenk hat es sich wie herzrasen und wieder normales schlagen.... Dann wieder herzrasen und wieder normales schlagen angefühlt.

Danach bzw seitdem pumpt es wieder ganz normal.

Danke für eure antworten

.

12.05.2016 15:44 • #13


Hallo ich bin auch so ein Panikataken und ich habe auch jeden Tag Herzstolperer,und in letzter Zeit immer Angst und dann geht es mir so schei.,das ich es nicht beschreiben kann, und renne auch wegen jeden zwicken zum Arzt.; obwohl ich Weiss das es nicht schlimm ist. Ich kann auch nicht entspannen und bin immer auf Hochtouren und dann kommt sowas vor .Ich bin Single und hab so angst das ich umfalle ,ich bin fast den ganzen Winter nicht mehr baden gegangen weil ich die stolpert auch im Wasser gemerkt habe . Ich bin froh das es noch welche gibt die es auch haben. Ich habe heute bestimmt schon 14 herzstolperer gehabt will aber nicht zum Arzt obwohl ich schon will weil es angst macht und es schränkt mich so sehr ein im Moment

20.05.2016 16:12 • #14


Zitat von Nachtschwaermer:
Hallo!

Ich habe hier schon einige Themen gelesen, aber die Angst konnte mir bisher nicht genommen werden.
Wie der Titel des Themas schon verrät, habe ich unglaubliche Angst vor Herzstolpern/Extrasystolen. Ich weiß nicht mal wirklich, ob es tatsächlich Herzstolpern ist, das ich empfinde und so mehr ich darüber google, umso unangenehmer wird das Thema. Aber Wegschalten und Ausblenden lässt sich das Thema eben nicht, wenn man Angst hat/bekommt.

Ich leide seit einem Jahr an Panikattacken. Angefangen mit den typischen Symptomen, die ich irgendwann gut einordnen konnte und als typisch für PA eingeordnet habe. Wenn mich meine Psyche dann wieder "ärgern" wollte, hat sie sich neue Symptome ausgedacht, die ich bis dato noch nicht kannte, wie Kribbeln, inneres "Beben" usw. Diese Symptome haben mich so lange "gequält", bis ich sie als Panikattacke (und somit nicht gefährlich) einordnen konnte. Ab dann waren sie quasi weg.

Seit einigen Wochen habe ich jedoch bei Aufregung oder Nervosität das Gefühl, dass im Brustkorb unter der Luftröhre etwas plötzlich "stark pochen" würde. Vorhin sogar 3-4x schnell hintereinander, es fühlt sich an wie Schluckauf, nur eben ohne Schluckauf. Ich vermute, dass es Herzstolpern ist und beim Hausarzt war ich bereits ebenfalls. Dieser erklärte mir, dass Herzstolpern durch mangelnde Sauerstoffzufuhr entsteht, zB durch flaches oder zu schnelles Atmen, und ungefährlich sei. Dennoch solle ich ein Belastungs-EKG und ein Herzecho machen lassen. Ein "normales" EKG wurde nicht durchgeführt.

Ich weiß, dass ich an einer Panikstörung leide und ich weiß vor allem, dass ich Angst vor der Angst habe. Angst, dass die Panikattacken wieder kommen und Angst, dass meine Ängste sich als wahr herausstellen könnten. Dass ich krank wäre und sterben könnte. Und dass obwohl ich immer gesund war und mir bis vor einem Jahr keinerlei Gedanken über solche Themen gemacht habe.
Ich bin ebenfalls in Therapie, meine Therapeutin "beruhigt" mich jedoch nicht, sondern sagt mir, dass ich auf meine Symptome hören soll, da ich nicht alles direkt als typisches Anzeichen einer Angststörung abstempeln soll, um sensibel für tatsächliche Warnsignale zu bleiben. Das ist auch an sich korrekt, aber dennoch weiß ich in Momenten wie diesen - kurz nach dem Herzstolpern - nicht, was ich tun oder denken soll. Die Angst ist riesig, dass es unnormal, ungesund und gefährlich sein könnte...

Ich mein, es kann doch nicht wahr sein, dass ich wie eben am Rechner sitze, angeregt mit jemanden schreibe, ich Aufregung verspüre und plötzlich das Herz vermeintlich stolpert. Oder nachts, wenn ich im Bett liege und versuche einzuschlafen, kurz vor dem Einschlafen ein Gefühl in mir aufkommt, als würde das Herz einmal kräftig schlagen, sodass ich hellwach bin. Das macht einem große Angst und der Termin zum Kardiologen ist erst in 2 Monaten... Was soll ich tun? Hat jemand ebenfalls diese Ängste durchlebt?


Liebe Grüße



Hallo
Ich kann das sehr gut verstehen ich habe vor 2 Jahren mit panikattacken angefangen und dann kam ständig etwas dazu und ich kenne dieses herzstolpern und dieses pochen das ich beim Arzt nicht beschreiben kann das ist ganz komisch das herzstolpern hatte ich vor den panikattacken nicht ich war schon so oft bei meiner Kardiologie hatte belastungs ekg 24Std ekg schon zum 5 mal jetzt Dienstag habe ich wieder die besprechumg vom EKG weil ich noch eines machen wollte weil jedes mal wenn ich das 24 std EKG oben hatte kam das herzstolpern nicht mal schaun was sie diesmal sagt. Aber ich kann dich sehr gut verstehen!

Wie geht es dir heute?

LG fabian

18.03.2018 19:34 • #15


@schmölle
Das würde mich auch interessieren, das hab ich nämlich auch ganz oft.

Zur zeit hab ich auch so ein aufkommendes gefühl als qürde ich gleich fallen. Ich liege zum Beispiel im bett es fühlt sich an als würde es von unten aufsteigen bis in den kopf und dann qie eine art Gefühl des fallens... Kennr das jemand?

18.03.2018 19:49 • x 1 #16


carohoney
Huhu, mir geht es genau so was das Herzstolpern angeht. Heute ist es wieder ganz schlimm! Meistens kommt es bei mir, wenn die anderen Weh Wehchen mal nicht da sind. Heute geht es mir eigentlich gut, kein wirkliches stechen irgendwo ,kein Zwicken, aaaalsoooo Herzstolpern, manchmal hab ich das Gefühl es schlägt doppelt oder kurz gar nicht. Ich hatte vor 6 Monaten und vor 4 Monaten ein EKG, beide waren perfekt und was ist, ich zweifle trotzdem! Fast als bräuchte der Kopf irgendwas vor dem er Angst haben kann! Ich bin schon den ganzen Tag ab Puls messer und am darauf achten wie mein Herz schlägt und ich hab schon ganz oft gehört, dass genau das Herzunregelmäßigkeiten (gibt's das Wort?) auslösen kann. Du bist nicht alleine!

07.07.2019 17:10 • #17


carohoney
Zitat von Darfnichtsein:
@schmölleDas würde mich auch interessieren, das hab ich nämlich auch ganz oft.Zur zeit hab ich auch so ein aufkommendes gefühl als qürde ich gleich fallen. Ich liege zum Beispiel im bett es fühlt sich an als würde es von unten aufsteigen bis in den kopf und dann qie eine art Gefühl des fallens... Kennr das jemand?


Du meinst das als würde dir jemand ruckartig einen Teppich unter den Füßen weg ziehen? Das ist so ekelig das Gefühl, aber ganz normal, weil sich in diesem Moment schlagartig alle Muskeln entspannen

07.07.2019 17:11 • #18


carohoney
Zitat:
Gestern Abend hatte ich mal seit ewig mal wieder einen kleinen Hüpfer, aber den konnte ich getrost ignorieren. Nach einer Minute hatte ich es schon wieder vergessen


Oh Gott ich beneide dich so für deine Einstellung

07.07.2019 17:15 • #19


Hallo,

das Thema Herzstolpern kenne ich auch schon seit 20 Jahren. Bei mir sind es neben einem sensiblen Nervensystem auch die Hormone. Auch in beiden Schwangerschaften und bei Einnahme von Verhütungsmitteln trat dies verstärkt auf. Was es deutlich abgemildert hat ist das Absetzen der Hormonellen Mittel, viel Magnesium, viel Wasser trinken und richtiges Atmen. Bei Frauen kann auch Progesteronmangel und weitere Dysbalancen im Hormonsystem (PMS, Schilddrüse)eine Rolle spielen. Ansonsten würde ich körperlich alle Mängel abklären lassen. Zur Gelassenheit hat mir Lavendel in TablettenForm auch gut geholfen. Schmeckt furchtbar ist aber echt gut für den Notfall. Ich nehme ziemlich viel einem ein, deswegen kann ich nicht alles aufzählen, aber es ist schon vieles besser geworden. Ansonsten gibt es auch Hypnose bei Herzangst ( glaube auch als App) . Weiß nicht ob man hier Namen nennen darf, will nichts falsch machen. Aber das sind so die Sachen die es mildern konnten. LG

25.07.2019 09:50 • x 1 #20




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