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Diamant14
Ich hoffe sehr,das es so ist und endlich verschwindet. Bin jetzt zusätzlich total müde,was sicherlich von der Anspannung kommt.
Überlege schon meinen Mann anzurufen,das er nach Hause kommt.

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Gil08
Was genau die Ursache ist, kann nur ein Arzt feststellen. Gehirnblutungen haben aber fast immer einer sehr ausgeprägten Verlauf. Das reduziert sich im allgemeinen nicht auf Kopfschmerzen. Das Problem mit Angsstörungen ist aber, und das kennen die meisten damit, dass die Ängste sich gerne verselbstständigen und dass selbst die Bestätigungen, nichts schlimmes zu haben, nur kurzfristig helfen. Unbehandelt kommt die Angst wieder zurück. Das ständige Nachfragen ist auch typisch. Dadurch kann man sich kurzfristig beruhigen aber das gestörte Angstempfinden verschwindet dadurch nicht.

x 1 #122


A


Die Angst ist wieder da

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Diamant14
Ja,du hast echt. Und es ist genau so,wie es damals schonmal war. Da musste ich auch ständig nachfragen,was meine Symptome wieder zu bedeuten haben. Nur damals bin ich immer direkt zum Arzt gerannt. Das mache ich im Moment noch nicht. Obwohl ich gerne gehen würde,denn der Schmerz im Kopf kommt gerade wieder. Hab mir jetzt noch ne Tablette genommen und hoffe,das der Schmerz morgen weg ist,denn er macht mir wirklich Angst.
Ich muss mich wohl nächste Woche mal auf die Suche nach einem Therapieplatz machen und ich sollte vielleicht doch nochmal über die Tabletten nachdenken,die ich aber eigentlich nicht nehmen möchte. Mein Arzt hat mir die Tage citalopran für den Notfall verschrieben. Wie sind denn eure Erfahrungen mit dem Medi? Mein Arzt meinte das man davon zunimmt,aber das möchte ich nicht,denn ich bin eigentlich ein wenig auf Diät.

#123


Gil08
Ich habe darunter nicht zugenommen. Wenn aber aufgrund einer psychischen Störung eine Appetitlosigkeit besteht und diese unter Citalopram verschwindet, kann sich das Gewicht erhöhen. Bedenken sollte man auch, dass jeder anders auf Medis reagiert. Sowohl was Wirkung als auch Nebenwirkung betrifft. Im Allgemeinen erhöht sich aber, einfach gesagt, dass Gewicht nur, wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht. Leichter Sport kann auch hilfreich sein das Gewicht zu halten. Vielleicht helfen die Medis auch mehr Energie dafür aufzubringen.

#124


B

Mein anfänglicher Weg mit der Angst

Hallo zusammen,

ich muss mir einfach mal ein paar Zeilen von der Seele schreiben. Vielleicht gibt es hier ja Gleichgesinnte, die sich in meinem Weg wiederfinden?

Es begann vor ca 12 Wochen fast zeitgleich mit dem Corona-Lockdown. Zu dieser Zeit hatte ich immensen Stress bei der Arbeit. (Führungskraft im Krankenhaus) Es gab zahlreiche Krankmeldungen, der Berg an Arbeit wuchs und das Personal schwand immer mehr. Dann erhielt ich auch noch den Anruf eines Kollegen: Coronaverdacht! Ich stand völlig neben mir und während er eröffnete, nun mindestens 14 Tage zuhause bleiben zu müssen, malte ich mir gedanklich die grauseligsten Horrorszenarien aus. Kurz nach dem Telefonat brach es dann über mich hinein. Von A-Z hatte ich alle Symptome einer fiesen Panikattacke. Zudem begann ich zu hyperventilieren und mir wurde speiübel. Erst nach ca. 3 Stunden, fast durchgehender Panik, besserte sich mein Zustand etwas.

Die Tage danach auf der Arbeit, waren für mich der absolute Horror. In mir machte sich eine unerträgliche Unruhe breit. Fast die gesamten Tage hatte ich Schweißausbrüche, Atemnot und Herzrasen. Zuerst hatte ich nur während meiner Arbeitszeit Panikattacken, weswegen ich mich auch nach ein paar Tagen krankschreiben ließ. Dann machte sich die Panik aber auch in meiner Freizeit breit. Das gemütliche Abendessen mit meiner Freundin, ein Besuch bei der Familie, Einkaufen, Autofahren. nichts ging mehr. Ich erzählte meinem Arzt von meiner Problematik, woraufhin er mich grob untersuchte. Kerngesund! Was meine Gesundheit anging, hatte ich zu dieser Zeit ein ambivalentes Gefühl. Diesem plötzliche Einbruch traute ich nicht so ganz. Andererseits befand ich mich schon seit knapp einem Jahr in völliger Unzufriedenheit, was meine Arbeitsstelle anbelangt. Ich kümmerte mich um einen Termin bei einer Psychotherapeutin und googelte fleißig nach Symptomen und Ursachen. Rolling Eyes Dabei stieß ich auf Vitamin-D-Mangel. Ich besorgte mir einen erneuten Termin bei meinem Hausarzt und ließ mir Blut abnehmen. Siehe da! Ich hatte einen kritischen Wert von 11ng/ml. Ich klammerte mich an diesem Strohalm fest und glaubte die alleinige Lösung meines Problems gefunden zu haben. Nach einiger Zeit der Substitution ging es mir tatsächlich etwas besser. Ehrlich gesagt, hatte ich seit dieser Zeit nur noch vereinzelt Panikattacken. Wenn, dann verpufften sie nach wenigen Sekunden, um dann aber als diffuses Angstgefühl zu bleiben. Diese starke innere Unruhe und die Lethargie, sind seitdem allerdings gänzlich verschwunden.

Ich bekam glücklicherweise nach 2 Wochen einen Termin bei meiner Psychotherapeutin. Schnell stellte sich aber heraus, dass diese mir leider keine große Hilfe war. Die ersten Stunden waren sehr aufschlussreich, was meine Psyche und Kindheit anbelangt. Fortlaufend bekam ich allerdings leider nur noch halbherzige "Handlungsanweisungen" á la: "Gehen Sie doch an die frische Luft, oder machen Sie Fahrradtouren." Machte ich ja alles schon, aber ich fühlte mich in der Zeit den täglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Schon die kleinsten Dinge machten mir angst und überforderten mich. Meine Therapeutin stand völlig auf dem Schlauch und kommunizierte dies auch offen: "Ich weiß gerade nicht mehr weiter. Entweder analytische Therapie, wobei ich bei Ihnen keine Notwendigkeit sehe, oder Medikamente." Die Medikamente wurden von nun an in jeder Sitzung angesprochen. Ich bin ganz klar dagegen, da ich ein sehr reflektierter Mensch bin und einschätzen könnte, wann es gar nicht mehr ohne gehen würde. Zudem habe ich beruflich leider viele Negativbeispiele mit ansehen müssen. Die Therapie habe ich abgebrochen, da ich in ihr leider keinen Nutzen mehr gesehen habe. Parallel habe ich mir von meinem Arzt einen Wiedereingliederungsplan aufstellen lassen. Nach 10 Wochen verordneter Ruhe, starte ich seit 2 Wochen und lasse es langsam angehen. Die ersten Tage waren unfassbar schwierig, aber mittlerweile komme ich wieder etwas mehr in der Arbeitswelt an.

In diesen Wochen habe ich mir viele Gedanken machen dürfen. Ich habe mich dazu entschieden in eine andere Stadt zu ziehen und dementsprechend meinen Job zum Ende des Jahres zu kündigen. Diese Entscheidungen waren unfassbar schwierig, mit starker Angst verbunden, fühlen sich jetzt nach ein paar Wochen jedoch sehr befreiend an. Ich versuche mir seitdem mehr bewusste Pausen zu gönnen, übe mich in der Meditation und mache regelmäßig Atemübungen. Seit einer Woche nehme ich ebenso CBD Öl ein.
Die Angst ist trotzdem mein stetiger Begleiter, aber ich versuche sie zu akzeptieren. Mal habe ich gute Phasen und mal schlechte. Meine Angst hat verschiedene Gesichter. Mal zeigt sie sich in Form von Agoraphobie, mal in Hypochondrie, aber insgesamt kann ich sie nun besser einordnen. Ebenso gehe ich seitdem einige gesundheitliche Baustellen an, die ich jahrelang vor mir hergeschoben habe.

Insgesamt freue ich mich seit kurzem wieder auf alles was kommt und was mich ab Ende des Jahres nach dem Umzug und nach dem Jobwechsel erwartet. Auch einen erneuten Beginn einer Therapie wünsche ich mir. Die Ursache meiner Ängste liegen in meiner Kindheit begraben. Gerade die Hypochondrie ist dort verankert. Die Erkenntnis habe ich nun und jetzt muss ich nur noch damit arbeiten Very Happy

Schreibt doch gerne von euren anfänglichen Erfahrungen. Verschiedene Sichtweisen interessieren mich sehr!

Berglust

x 1 #125


Sonnenzombie
Hey kann es sein dass dir diesen Druck in so einer schwierigen Zeit noch in einen Krankenhaus zu arbeiten einfach
Zu Viel geworden ist ?
Wäre zumindest kein Wunder !
Mache einen Ausdauersport wie wandern oder joggen oder ähnliches .Selbsthilfegruppen sind auch immer super.
Keine Therapie und Medikamente sind okay insofern es dir gut damit geht .Aber wenn's dir schlecht geht wäre es sinnvoll dir Hilfe zu holen . Viele von uns nehmen jahrelang Medis und sind froh sie zu haben !
Aber echt schön dass du jetzt wieder Freude auf die kommenden Ereignisse hast !Soll so bleiben Daumen hoch
Liebe Grüsse sonnenzonbie

#126


Diamant14
NAbend...heute ist es wieder ganz schlimm bei mir. Ich habe schon den ganzen Tag ein komisches Gefühl am Herzen,so als wenn es jeden Moment auf hören könnte zu schlagen. Mein Puls rast auch wie bescheuert,obwohl ich schon ne ganze Weile im Bett liege. Es ist wirklich schlimm,denn die ganze Zeit wartet man quasi da drauf,das was passiert. Ich bin auch den ganzen Tag schon so müde,würde am liebsten schlafen, denn mir fallen auch ständig die Augen zu. Aber dann kommt wieder die Angst mit meinem Herzen. Können diese Ängste nicht einfach aufhören. Ich hätte gerne wieder ein normales Leben zurück..

#127


Emef1989
Zitat von Diamant14:
NAbend...heute ist es wieder ganz schlimm bei mir. Ich habe schon den ganzen Tag ein komisches Gefühl am Herzen,so als wenn es jeden Moment auf hören könnte zu schlagen. Mein Puls rast auch wie bescheuert,obwohl ich schon ne ganze Weile im Bett liege. Es ist wirklich schlimm,denn die ganze Zeit wartet man quasi da drauf,das was passiert. Ich bin auch den ganzen Tag schon so müde,würde am liebsten schlafen, denn mir fallen auch ständig die Augen zu. Aber dann kommt wieder die Angst mit meinem Herzen. Können diese Ängste nicht einfach aufhören. Ich hätte gerne wieder ein normales Leben zurück..



Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer es ist, es hilft aber leider nur Ablenkung

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Diamant14
Naja aber sich abends abzulenken ist schon schwierig. Ich kann noch nicht einmal den Fernseher anmachen, da mein Mann sich davon gestört fühlt. Gestern habe ich mich wieder so sehr reingesteigert,das meine Kraft irgendwann am Ende war und ich dann doch eingeschlafen bin

#129






Dr. Reinhard Pichler
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