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Hallo ihr Lieben, ich leide seit Anfang des Jahres unter Panikattacken und einer Art Dauerschwindel/ Angstschwindel.. Die Angststörung an sich find ich schon schlimm genugaber diese permanente Schwindel gibt mir wirklich den Rest.. Ich kann das Gefühl sehr schlecht beschreiben, es ist kein richtiger Schwindel, also es dreht sich nicht alles, sondern es ist so das ich die ganze umwelt irgendwie anders wahrnehme, ganz leicht schwankend.. in starken stressituationen wie auf der arbeit oder wenn viele leute durcheinaner sprechen ist es noch schlimmer, da führt der schwindel auch zu angstsymptomen, wie unruhe, übelkeit, herzklopfen.. neurologisch,kardiologisch und HNO bin ich untersucht worden ohne befund..ich bin mir mittlerweile auch sicher das es eher ein psychischer schwindel ist, denn wenn ich abgelenkt bin, nehm ich ihn viel weniger wahr.. das problem ist das meine gedanken total auf den schwindel fixiert sind wer von euch leidet auch darunter und wie geht ihr imm alltag damit um? Ich finde es auf dauer wirklich sehr anstrengend und ich bin deshalb ständig erschöpft und möchte mich ausruhen,, was amn ja gerade bei schwindel nicht tun soll.. ich weiss so langsam echt nicht mehr weiter, weil der schwindel eben immerf da ist.. nicht wie eine Pnikattacke,die verschwindet dann auch wieder.. der schwindel bleibt...mal mehr mal weniger stark ausgeprägt.. Ich habe jetzt eine Verhaltenstherapie angefangen die mir auch gut gegen meine Ängste hilft..aber wie soll davon der Schwindel verschwinden? Hab manchmal angst und mach mir gedanken, was wenn dieser sch.. für immer bleibt? Das macht das Leben nicht sehr lebenswert...hat jemand tipps besser damit umzugehen? Hab aus lauter Verzweiflung sogar schon paroxetin eingenommen, weil meine neurologin meinte der schwindel könnte dadurch besser werden.. hab ich aber aufgrund starker nebnewirkungen nach einigen tagen wieder abgesetzt... danke für antworten, schönen abend!

28.10.2013 23:21 • 11.10.2019 #1


130 Antworten ↓


sorry für die schreibfehler ...

28.10.2013 23:26 • #2



Dauerschwindel, Benommenheit- mein ständiger Begleiter

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Huhu ..? So gar keine Gleichgesinnte ? Schade ..

29.10.2013 09:29 • #3


Doch Edie ,
Sind morgens nur viele auf Arbeit

Herzlich willkommen...habe den SchwindenlAngst und Panik auch
Bei mir hat es sich h auf starke Migraene gelegt was zurZeit durch viel
Stress beruflich und Privat getriggert wurde aber es wird besser

Vg cooky

29.10.2013 09:33 • #4


Hallo,
ich habe jetzt seit 1,5 Jahren Panikattacken.
Den Schwindel bzw. dieses etwas undefinierbare Gefühl kennne ich auch.
Auch ich bin körperlich kerngesund, oft denke ich, mein Herz sei das am Besten kontrollierteste weltweit
Mittlerweile habe ich gelernt, dass mir die Symptome etwas zeigen wollen. Seit ich das verstanden habe, kann ich sie besser akzeptieren. Dadurch wirken sie nicht mehr so bedrohlich. Doch dieser Schwindel hindert mich häufig daran, die ganz "normalen" Dinge zu tun. ich traue mich dann z.B. nicht raus, weil ich mich unsicher mit mir selbst fühle.
Viele Grüße

29.10.2013 12:03 • #5


Hallo! Schön das sich doch ein paar wenige gemeldet haben .. bei mir ist es nur so das der Schwindel bzw dieses komische Gefühl die ganze zeit durchgehend ist .. Also nicht nur in bestimmten Situationen wie lange Kasse etc. Sondern auch Zuhause deshalb kann ich auch irgendwie nichts dagegen tun von wegen vermeidungsverhalten und dagegen angehen .. Den Schwindel hab ich überall .. Nur wenn ich wirklich mal ganz konzentriert bin und komplett abgelenkt dann nehm ich ihn tatsächlich weniger wahr .. Ganz komisch das ganze .. wäre echt froh wenn ich "nur" Panikattacken hätte aber dieser sch.. Schwindel zusätzlich ist echt schlimm :/(

29.10.2013 17:47 • #6


FraukeB.
Hallo Edie,

das kenne ich sehr gut. Während meiner schlimmsten Zeit, und noch lange danach, hat mich dieser Schwindel begleitet. Auch durchgehend. Und Benommenheit.
So als wenn mir jemand mit einer Keule auf den Kopf schlägt. Aber nach vielen Monaten hat er sich langsam gelegt. Ab und zu überfällt mich der Schwindel noch, besonders zur Zeit wo die Panikattacken wieder da sind, aber er ist nicht mehr durchgehend.
Ich weiß wie unangenehm das ist, aber wenn die Panikattacken weniger werden, geht der Schwindel auch irgendwann weg. Es dauert eben etwas...

LG
Frauke

29.10.2013 18:24 • #7


Jaspi
Ich kann bestätigen was Frauke sagt. Auch mir geht es so. Vor vielen Jahren habe ich den Schwindel bestimmt durchgehend bis zu einem halben Jahr gehabt, damals habe ich noch nicht wirklich gewusst das es nur Angst ist, ich habe an Tumore usw gedacht.
Neulich habe ich den Schwindel auch über Wochen gehabt, momentan nur noch manchmal wenn ich zu schnell alles mache im Alltag.
So gut es geht solltest Du Dir viel Ruhe und Erholung können, der Geist ist einfach völlig überlastet von der ganzen Panik

29.10.2013 19:03 • #8


Hallo und guten Abend, danke für eure Antworten... ich bin wirklich etwas erleichtert zu lesen das ich nicht ganz alleine dastehe mit meinem Problem.. Angst und Panikstörung sind ja schon recht weit verbreitet, aber diesen andauernden Benommenheitsschwindel kennen glaub ich nicht so viele.. oft denke ich mir da hab ich ja echt die a...karte gezogen, als wären Panikattacken nicht schon schlimm genug..ich habe einfach so angst davor das dieses Gefühl ich nenne es immer Nebel im Kopf mich für immer begleiten wird und einfach nicht mehr aufhört..dieses Gefühl ist praktisch so konstant da das ich mir gar nicht mehr vorstellen kann das es mal wieder aufhört.. ich habe mich natürlich viel mit dem Thema beschäftigt und ich weiss das ich s eigentlich falsch mache, nämlich mich total darauf fixiere und mich ständig frage, und ist der schwindel noch da? Ist es heute besser oder schlechter usw.. stattdessen sollte ich den schwindel und die angst annehmen und akzeptieren und nicht dagegen ankämpfen.. ach, es ist manchmal einfach so anstrengend und ich denke so oft an die Zeit an der noch alles in ordnung war und ich morgens mit einem ganz normalen Körpergefühl aufgewacht bin... sorry für mein Gejammer aber mir macht das ganze monentan wieder ziemlich zu schaffen..

29.10.2013 22:35 • #9


Ich kenne das auch,aber er wird weniger!
Wirst sehen!

03.11.2013 20:58 • #10


Hallo Edie09

Mir geht es sehr ähnlich, ich kopier dir hier meine kleine Leidensgeschichte aus der Vorstellrunde

"...Was mich aber immer wieder Angst bereitet sind meine Dauersymptome wie dieser komische Schwindel, es kein Drehschwindel, sondern eher ein Wankschwindel mit Benommenheit, ich habe dies nun seit der Angsterkrankung und es ist immer da, sobald ich morgens aufstehe verspüre ich ihn, hinzu kommt ein komischer Druck im Kopf, schläfen, über den Augen, in den Ohren, am hals als ob mich jemand am Hals drücken würde. Diese Symptome sind immer da auch wenn ich gerade keine Angst empfinde, es ist ein Teufeskreis, denn die Angst kommt dann oft aufgrund dieser Symptome. In den ersten Wochen hatte ich noch so ein anderes eigenartiges Gefühl im Kopf, es war als ob meine Hirnhaut sich verkrampfen würde oder ich eine Gänsehaut kriegen würde, diese kam immer so wellenartig und war so unangenehm, nun ist diese Missempfindung weg,dafür folgten andere neue Beschwerden.

Nun frage ich mich was das ist, und warum es nicht weggeht, liegt es an meiner unterschwelligen Angst? In manchen Situationen werden diese Empfindungen stärker, vor allem an öffentlichen Plätzen wo viele Menschen sind. Meine Therap. erklärt es mit de Ungleichgewicht des Nervensystems, deshalb auch ständig der hohe Ruhepuls, der mir auch total Angst macht. Er liegt bei 85-94 wenn ich sitze, und sobald ich mich bewege steigt er weiter an und da kommt automatisch wieder die Angst, was am Herzen zu haben, so dass ich mich kaum noch traue Sport zu machen. Habe aufgrund dessen einen Termin für einen Herzultraschall beim Kardiologen vereinbart, da ich so etwas noch nie habe machen lassen, viell. habe ich einen Herzfehler, von dem ich nichts weiß

Hat von euch auch jemand diese Daueranhaltenden Beschwerden, wie dieser komische Schwindel mit Gangunsicherheit, das Gefühl irgendwie beim Laufen auf eine Seite gezogen zu werden, merkwürdig zu laufen oder wie auf Watte zu laufe? Das ist einfach schrecklich, das ständig zu haben."


Wie du siehst habe ich mir ebenfalls die Frage gestellt, ob ich alleine mit meinen Dauersymptomen bin....für mich war es einfach nicht verständlich, dass dies alles mit der Angsterkrankung zu tun hat. Ich habe mich nach vielen Monaten des geduldigen Wartens dazu entschieden in eine psychosomatische Klinik zu gehen (war in der Schön Klinik in Bad Arolsen). Ich bereue keinen Tag dort gewesen zu sein, es hat mir sehr geholfen, meine Symptomatik ist nicht ganz weg, aber deutlich besser. Hinzu haben sie bei mir auch eine Erschöpfungsdepression festgestellt, die sich bei mir wohl mitunter durch die Symptome bemerkbar macht. 100% konnten es mir die Ärzte auch nicht sagen, doch eins ist klar, ich habe wieder mehr Vertrauen in meinen Körper und mir sicher, dass mir der Körper auf diese Weise zeigen will, hey ich habe Grenzen.

VG

04.11.2013 21:49 • #11


Hallo ich habe genau die selben Beschwerden wie du!
Vielleicht können wir uns weiter austauschen
Lg

04.11.2013 22:03 • #12


Ich habe eigentlich laut Psychiater und Psychologe eine Panikstörung und dieser Dauerschwindel soll wohl auch daher kommen.. ich habe aber auch schon des öfteren gelesen das diese Benommenheit durch eine Depression entstehen kann.. eigentlich fühle ich mich jetzt nicht so depressiv.. ich bin gar nicht so hoffnungslos, oder traurig oder komme mir nutzlos vor oder so.. das einzige was mich wirklich so langsam deprimiert ist dieser schei. schwindel, weil er mir mein ganzes leben verdorben.. ich versteh auch auchnicht warum der schwindel die ganze zeit da ist auch dann wenn ich entspannt bin und keine angst habe oder mich angstmachenden situationen befinde.. wobei ich sagen muss das es viel schlimmer wird wenn ich unter stress stehe oder viele leute um mich herum sind... das steigert sich das manchmal in eine panikattacke.. ich habe auch schon paroxetin versucht aber ich hatte schlimme nebenwirkungen davon.. die ärztin meinte davon könnte der schwindel beser werden...

04.11.2013 22:23 • #13


huhu.. also wenn ich das Lese ,sehe ich meine Symptome beschrieben....

es ist kein richtiger Schwindel, man kann ihn nicht beschreiben als würde etwas einen runter ziehen,, ich sag auch oft : wie auf Wolken laufen ohne Unterdruck.. mit gleich umkippen...mir ist schwummerig und ich habe dann ein komisches Körpergefühl..

wenn ich raus möchte , fühle ich mich erwischt, unwohl.. so als hätte ich schlimmes getan und würde gleich erwischt werden..

unbeschreiblich... schrecklich

05.11.2013 00:18 • #14


Gut dann sind wir doch mehr als gedacht;)

Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich eine depressive Episode hätte, auch die Tests meiner ambulanten Therapie ergaben dies nicht. Aber es gibt auch die larvierte Depression...ich stand halt vor der Erkrankung extrem unter Stress, habe aber trotz diverser Signale des Körpers weitergemacht, bis der Zusammenbruch kam mit Panikattacken. Die larvierte Depression heißt übersetzt versteckt, die Meisten haben gar nicht die typischen Depressionsymptome, die zeigt sich dann durch körperliche Beschwerden. Aber das konnten sie bei mir auch nicht zu 100% sagen, meine Therapeutin zuhause hat mir das so erklärt, dass es durch die Angststörung kommt, unterschwellig ist die Angst noch abgespeichert im Gehirn, welches eben so reagiert . Ich hatte die ersten Wochen auch eine Agoraphobie, habe mich fast gar nicht alleine vor die Tür getraut, Straßenbahnen, Züge, Busse, an der Kasse stehen, war ganz schlimm für mich.
Manche Beschwerden sind abgeklungen (auch der Schwindel), der Druck hinter den Augen ist weg, dafür leide ich neuerdings unter einem Kloßgefühl im Hals, welches vor allem auftritt, wenn ich öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss:(
Nochmal zu dem Schwindel, den ich zuhause seit wenigen Wochen kaum noch habe, dafür kommt er manchmal noch wenn ich draußen bin, oft sogar eine Art Derealisation, als wär ich im Traum und sobald ich wieder zuhause bin geht dieses Gefühl weg. Es muss also noch irgendwas mit der Angst zu tun haben. Als ich in der Klinik war, merkte ich, dass der SChwindel besser wird, aber sobald ich draußen spazieren war oder wir joggen waren im Wald, kam der Schwankschwindel und das Käseglockengefühl. Man hat mir auch gesagt dass Medikamente diese Symptome verschwinden lassen könnten, aber ich habe mich nicht getraut etwas zu nehmen. Nehme nur pflanzliche Tabletten die Neurapas.

05.11.2013 09:36 • #15


Zitat von Samamy:
huhu.. also wenn ich das Lese ,sehe ich meine Symptome beschrieben....

es ist kein richtiger Schwindel, man kann ihn nicht beschreiben als würde etwas einen runter ziehen,, ich sag auch oft : wie auf Wolken laufen ohne Unterdruck.. mit gleich umkippen...mir ist schwummerig und ich habe dann ein komisches Körpergefühl..

wenn ich raus möchte , fühle ich mich erwischt, unwohl.. so als hätte ich schlimmes getan und würde gleich erwischt werden..

unbeschreiblich... schrecklich



Genauso!, manchmal habe auch eine Art Unterzuckerungssymptome, mir wird schwummrig und ich habe dann Angst doch umzukippen, Pudding in den Beinen, innere Zittrigkeit
Kennt das auch noch jemand?

05.11.2013 09:39 • #16


Hallo hoperful, es freut mich zu hören das dein Schwindel wenigstens zuhause fast verschwunden ist, bei mir ist es auch zuhause viel besser als draussen, besonders schlimm ist es eben wenn ich unter starkem druck stehe auf der arbeit zum beispiel.. daher denke ich schon auch das eben viel mit der angst zu tun hat.. bei mir hat die ganze geschichte auch angefangen als ich enorm unter stress stand, das war März diesen Jahres, meine tochter kam in die Kita, ich ging wieder arbeiten, dann war meine tochter ständig krank mit infekten und ich musste mich dauernd auf der arbeit krank melden und das war für mich enormer stress weil man sich natürlich nach 2 Jahren abwesenheit nicht gleich wieder dauernd krank melden möchte.. naja irgendwie hab ich mich dann selbst dauernd so verrückt gemacht alles unter einen Hut zu kriegen..und dann kam auf der arbeit die erste Panikattacke, da wusste ich ja nicht was es war, dachte mein Herz ist jetzt im eimer, wurde untersucht, ultraschall, ekg usw, das Herz sei in Ordnung.. ich dachte erst das ganze wäre eine einmalige sache gewesen, aber 5 Wochen später bekam ich die gleiche attacke zuhause, hab sogar die 112 gerufen weil ich wieder dachte ich krieg nen Infarkt... tja und ab dann war s vorbei, ein paar Tage später hat sich dann dieser nervige schwindel eingeschlichen, mit übelkeit und Angstsymptomen.. naja und dann gings weiter mit dem Ärztemarathon.. Neurologe, Augenarzt, HNO Arzt, ... im Mai bekam ich dann die Diagnose Panikstörung.. tja so schnell kann sich was im Leben verändern.. heute vor einem Jahr gings mir noch supergut, ich war eine glückliche Mama.. und heute ... (

05.11.2013 15:36 • #17

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Hallo Edie09,

ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst, ich bin auch glücklich verheiratet und habe eine 6jährigen Sohn der im Sept. eingeschult worden ist. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war.... man sehnt sich nach seinem alten Leben wieder zurück, in dem man alles unbeschwert genießen konnte ohne die blöde Angst. Bei mir war es ähnlich ich studiere seit 2011 wieder und wollte nicht nur im Haushalt 120% geben sondern auch im Studium, dann noch die Pendlerei zwischen Wohnort und der FH hat einfach zuviele Nerven gekostet.
Meine erste Panikattacke habe ich am 04.03 bekommen aufgrund einer plötzlich eingetretenen Sehstörung, da war ich allein mit meinem Sohn in unserem großen Einkaufsmall und ganz plötzlich aus heiterem Himmel habe ich für 1 Minute alles doppelt oder verzerrt gesehen, dachte da mein letztes Stündchen hätte geschlagen, ich dachte ich falle gleich in Ohnmacht, habe da an einen Schlaganfall gedacht und mir schon ausgemalt wie meine Sohn mich hier gleich liegen sieht.
Daraufhin bekam ich Herzrasen und butterweiche Knie, das war meine erste Panikattacke. Natürlich bin ich nicht umgekippt, die Sehstörung ging wie sie gekommen war und kam nie wieder. Bin dann sofort zum Arzt, es war aber nix, auch mit dem Herzen war alles ok, dachte auch bei dem Herzrasen, dass ich was mit dem Herz haben könnte, aber das war ja die Paniksymptomatik;)
Die nächsten zwei Tage nach der ersten PA ging es mir gut, dann am dritten Tag überkam mich plötzlich ein Derealisationsgefühl, kennst du das? So als wäre alles ein Traum, daraufhin reagierte ich wieder mit einer PA und danach war es nicht mehr wie vorher, die PA ging nach einer halben STunden vorbei, es blieb eine Art Benommenheit, Tage später schlichen sich noch andere Symptome ein und es folgten aufgrund der Beschwerden ständig neue PA, die ich aber so seit MOnaten Gott sei Dank nicht mehr habe.

Du hast geschrieben, dass du die PA auf der Arbeit bekommen hast. kamen die so plötzlich oder hast du irgendwas davor gespürt zum Beispiel Herzstechen, daraufhin hast du es bewertet und dementsprechend mit Panik reagiert? Hast du auch Probleme bei großen Menschenmengen bei geschlossen Plätzen? Bist du in ambulanter Therapie?

Bitte entschuldige die vielen Fragen, wenn ich dir zu Nahe trete sage Bescheid;)

05.11.2013 15:55 • #18


habe gerade zwei Beiträge zu einem ähnlichen Thema geschrieben.

Ich hatte ähnliche Symptome und bei mir waren es Nahrungsmittelallergien, Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Weizen, Kuhmilch, Obst etc., die man fast täglich isst und auch in vielen Fertignahrungsmitteln versteckt sind, deshalb sind Schwindel, Wie-Auf-Wolken-Gehen und Angstattacken auch fast täglich da. Man kann der Sache neben einer Weglassdiaet auch versuchen, mit einem Ernaehrungs- und Alltagstagebuch auf die Spur zu kommen, vor allem wenn man nicht immer das Gleiche tut oder isst. Dabei muss man auf zeitverzögerte Effekte achten (also Stunden bis Tage nach der Nahrungsaufnahme oder Stressevent).

Gegen die angst können auch Verhaltenstherapien oder gute soziale Momente helfen, weil das auch das Immunsystem stärkt und die Neurotransmitterbalance verbessert. Vitamin D (= Sonnenbaeder ohne Sonnencreme und ohne Sonnenbrand) können auch sehr hilfreich sein.

Im Prinzip muss man versuchen, die köperliche und psychische Gesundheit in allen Bereichen zu verbessern (natürliches soziales Leben leben). Das kann zwar lange dauern, wobei es schrittweise bergauf geht, hilft aber garantiert.

05.11.2013 15:56 • #19


Hallo Hoperful, ich hatte meine erste Panikattacke am 11.3. also einige Tage nach dir.. ja und wie du schon sagst hat sich seitdem alles verändert, was mich auch sehr traurig macht, ich wünsche mir auch mein "altes" leben zurück, aber ich glaube mittlerweile das wird es nicht mehr geben, denn wenn man sowas mal erlebt hat das vergisst man einfach nicht mehr... ich habe vorhin gerade über diese jahr silvester nachgedacht, normalerweile lässt man ja dann nochmal das jahr revue passieren.. ich glaub ich werd dieses jahr mit nem glas sekt in der hand stehen und um 12 werd ich an nichts anderes denken können als das 2013 einfach das schlechteste und beschissenste Jahr in meinem ganzen leben war...bis jetzt zumindest.. soviel leid hab ich die ganzen 33 Jahre vorher nicht erfahren.. naja ok jetzt genug gejammert.. zu deinen fragen, dieses Derealisationsgefühl kenn ich auch und finde es schrecklich, so als wär ich manchmal gar nicht da, und dann krieg ich angst das ich einfach umkippe...ich weiss nicht manchmal verwechsel ich das vielleicht auch mit meiner komischen benommenheit die ich ja die ganze zeit mit mir rumschleppe...also diese Panikattacke auf der arbeit kam eher so angeschlichen, das war ganz komisch, erst hab ich mich einfach unwohl gefühlt, dann kam das gefühl das ich alles so komisch um mich herum wahrgenommen habe, so wie in watte gepackt, dann hab ich angst bekommen und mein herz fing an schneller zu schlagen.. ich hab erstmal sogar noch irgendwie weitergearbeitet, bin dann aber früher gegangen, das komische war das diese attacke fast 2 Stunden angehalten hat.. bin ja dann sogar noch mit dem auto erst nach hause und dann in die notaufnahme.. dort wurde es dann besser nachdem mir der arzt gesagt hat ich hätte keinen infarkt oder so.. das zweite mal war ich allein mit meiner tochter zuhause, m mann hatte nachtdienst, da ging es wieder los mit so einem unwirklichkeitsgefühl, schwindel und herzklopfen.. ich dachte jeden moment ich falle tot um und das meine tochter dann hier alleine ist bis zum nächsten tag weil mein mann ja arbeiten musste über nacht... das hat meine panik so gesteigert das ich die 112 gerufen hab.. die kamen dann sogar mit tatüttata, oh mann ! dann haben sie mich samt meiner tochter sogar mit ins krankenhaus genommen, da wurde dann noch ein ekg geschrieben.. normalbefund, nur hoher Puls.. ich werde dieses erlebnis und die angst die ich um mich und meine tochter hatte nie vergessen, das war das schlimmste überhaupt, sie ist ja erst 2 jahre alt gewesen zu dem zeitpunkt..
ja und so wie du krieg ich auch angst in grossen Menschenmengen oder Kaufhäusern seit neuestem auch in der Schlange an der Kasse;.(( du kannst ruhig viele fragen stellen, bin froh das es überhaupt dieses forum gibt wo man sich austauschen kann.. liebe grüsse

05.11.2013 17:46 • #20



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Dr. Reinhard Pichler