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21

M

mila76
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hallo!
ich lese schon seit einiger zeit in diesem forum und wollte mich heute mal vorstellen.
ich bin 32 und leide an ängstlich-vermeidender persönlichkeitsstörung. das macht es mir unmöglich ein "normales" leben zu führen, an beziehung, familie, normalen job ist nicht zu denken, weswegen ich oft sehr deprimiert bin. aber ich werde mich wohl damit abfinden müssen. ich bin zwar seit 6 jahren immer wieder in therapie, aber bin anscheinend an einem punkt angelangt, an dem es nicht mehr weiter geht.
was die sache noch zusätzlich erschwert, sind meine psychosomatischen beschwerden, die atemnot, die total oft und über stunden auftritt (jetzt z.b.auch wieder), eigentlich ohne anlass, und das herzstolpern, was mir auch sehr angst macht. körperlich soll mir anscheinend nichts fehlen, aber ich werde mich wohl in nächster zeit wieder mal durchchecken lassen, zur beruhigung. vielleicht geht es dann wieder etwas besser für einige zeit.
manchmal bin ich so müde von allem.
gibt es hier irgendjemanden, dem es ähnlich geht?

19.05.2025 x 1 #1


383 Antworten ↓
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ghost
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Bei mir kommst immer auf die Situation drauf an. Je drängender/wichtiger etwas ist desto höher ist natürlich mein Paniklevel. Ich versuch dann alles um irgendwie die Kontrolle zu haben also mich vorher gut zu informieren, pünktlich da sein um nochmal durch zu schnaufen, Ausweich-/Fluchtstrategien entwickeln ( also z.B. bei ner größeren Feier auf die Toilette gehen oder man hat was im Auto liegen lassen, für einen Raucher ist natürlich der Gang nach draussen um eine zu qualmen auch ganz gut ), so hat man dann zwischendrin etwas Zeit um den Kopf frei zu bekommen. Auch mal dazwischen die Beckerfaust machen oder wenn möglich etwas AT hilft manchmal auch.

Generell versuche ich natürlich nichts zu vermeiden. Es heisst ja immer man soll sich seiner Angst stellen und sie aushalten und das es dadurch mit der Zeit leichter wird. In echt ist es natürlich so das ich nur die Wichtigen Sachen wirklich einhalte. Bei den anderen Sachen kann es schon vorkommen das ich passe. Ich versuch dann mich nicht allzu sehr dafür zu verurteilen aber auch kein Selbstmitleid aufkommen zu lassen. Gut ist auch wenn man trotz Angst und vermeiden wollen sieht das es nach der Angst besser ist. Also das die Situation zwar bescheiden ist und ich mich ihr nicht aussetzen will aber das es mir danach besser geht. Das ich stolz auf mich bin weil ich es durchgestanden hab, das ich etwas erreicht habe, das die Situation gut lief und es nun besser ist ( z.B. Freunde fragen immer wieder ob du nicht iwohin mitkommst - man machts und überstehts - Freunde geben Ruhe/man ist Stolz auf sich/.. ).

Ok, jetzt etwas konfus geschrieben aber ich hoffe es hilft.

Wie gesagt, wenn es sein muss dann ist der Druck bei mir am größten aber da geht das vermeiden nicht. Kann ich vermeiden dann versuch ich mir Mut zu machen, mir zu sagen "das schaffst du", mit Freunden darüber zu reden, früher hab ich immer mit meiner Mutter darüber gesprochen und sie hat mir viel Mut gemacht, es war auch gut wenn ich einen Grund hatte zu kämpfen. Wenn also der Druck von aussen kam dann naja, aber wenn ich selbst etwas erreichen möchte dann hab ich mir immer gesagt "dafür stehst du es durch"!

09.10.2014 13:41 • x 1 #229


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A


Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung - Erfahrungen

x 3


mathilda03

mathilda03
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Zitat von Fee*72:
die 1. Verschlimmerung is schon etwas her..über 1 jahr...hatte dann VT gemacht.....und versuche es nun mit Medis,hatte mich ja dauernd gesperrt dagegen,wollte es ohne schaffen...aber hab diese "Hilfe" jetzt angenommen und hab auch schon Fortschritte gemacht und man sagt mir auch,ich sei auf einem guten weg..ich hab den sozial psych. dienst auch ,morgen kommt ein praktikant der mit mir draussen übt..und nächste woche is wieder gespräch..ich schaue jetzt noch ob ich bei meiner VT weiter machen kann,da sie jetzt warteliste hat oder ob ich wen neues suche..dazu haben wir jetzt ,mein Mann und ich,eine systemische Thera angefangen..heute ist das 5. mal...also wir arbeiten dran...
wir haben 2 kinder (13 und 16) und viel durchgemacht alle..
mein sohn war mal 7 wochen stat. und ich hab ihn da besucht..war geschlossen dort und ich hab mir gesagt,ich möchte das nicht...nehme aber so Hilfen in Anspruch und weis auch das ich dafür was tun muss weiterhin..

hey fee kann es so nachvollziehen was du schreibst mir geht es ganz genauso wie dir echt.....und da brauch nur eine kleine situation kommen und es verschlimmert sich kenn ich ich hatte auch erst die diagnose generalisierte angststörung mit panik attacken jetzt dazu persönlichkeitsstörung mit ängstlichem und meidungsverhalten was total normal is duurch die ständige angst egal welche versuchen wier alles total menschlich es zumeiden und abhägigkeit ist damit vorausgesetzt aber kommt auch viel aus der vergangenheit mir wird so einiges bewusst seitdem ich in der tagesklinik war war das beste was mir passiert ist echt therapie ist immer anstrengend die klinik war der anfang und jetzt gehts erst los........ seufzen aber man darf nicht den kopf hängen lassen was mir momentan echt schlecht fällt ....könnte momentan auch nur weg.....nervt mich alles und bin so unzufrieden nur bekomm in verschieden sachen noch nix alleine hin aber wie gesagt geduld und step by step!fee wie du bekommst nen praktikant vom sozial pychologischen dienst?muss da auch hin..

13.10.2014 12:31 • x 1 #249


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M
Liebe Mila,

heiße dich hier herzlich willkommen. Ich denke es geht hier vielen so wie dir. Hoffe du findest hier die Unterstützung die du brauchst.
Freue mich auf regen Austausch.

Alles Liebe
von Claudia

#2


P
Hi Mila,
ja , den meisten von uns geht es genau wie dir.Stöber mal durchs Forum
Tipp

#3


K
Hallo Mila,

da ich vor drei Jahren in einer psychosomatischen Klinik war wegen einer schweren Depression und immer noch nicht richtig wusste, wie eigentlich die genaue Diagnose lautete, habe ich meiner damaligen Ärztin geschrieben. Heute kam die Antwort: u.a. asthenische Persönlichkeitsstörung.

Ist es das, was du auch hast?

Tja, ich hatte keine Ahnung, was das ist und habe erst mal im Internet gegoogelt. Ohweija, da steht, es wird von weniger als 1% Betroffenen in der Bevölkerung ausgegangen.

Irgendwie weiß ich nun nicht, was ich mit dieser Information machen soll. Ich muss erst mal eine Nacht drüber schlafen. Mein erster Gedanke war, dass ich mich damit nicht einfach abfinden werde. Momentan nehme ich ja Medikamente und fühle mich recht stark.
Kann man einen Menschen denn nicht umprogrammieren?

Der Vorteil davon, dass der Brief mit der Diagnose heute kam ist, dass ich nun endlich weiss, warum ich anders bin als andere. Dafür gibt es sogar einen Namen, na toll.

Es wäre schön, wenn wir uns austauschen könnten. Wie lange weißt du denn schon von der Persönlichkeitsstörung?

Liebe Grüße
Birgit

#4


M
hallo an alle!

lieben dank für die willkommensgrüße!

@kribbel: die persönlichkeitsstörung, die ich habe nennt sich ängstlich-vermeidend oder auch vermeidend-selbstunsicher. ich habe große angst vor kritik und zurückweisung durch andere und habe totale minderwertigkeitskomplexe.

ich habe mich immer mehr von anderen zurückgezogen, jetzt bin ich meistens allein, was auch nicht so schön ist, da die atemnot eben meist auftritt, wenn ich allein bin.
von der persönlichkeitsstörung weiß ich seit 5 jahren.

ich glaube schon,dass man gewisse verhaltensweisen verändern kann, aber das ist ein langwieriger prozess. das problem bei mir ist, dass ich die fortschritte eigentlich nicht sehe und mich ständig mit anderen vergleiche.

lg mila

x 1 #5


K
Hallo Mila,

die Diagnose "Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung" wurde bei mir vor gut einem Jahr als Abschlußbericht eines Aufenthaltes in einer psychosomatischen Klnik gestellt.

Bei mir treten keine körperlichen Symptome wie Atemnot o. dgl. auf - wohl aber massive Ängste, Verwirrtheit und Unsicherheiten in der Bildung und Vertretung meiner eigenen Meinung, die meine Kontaktfähigkeit erheblich einschränken.

Ich bin hier dabei, menen persönlichen Weg zu finden - im Moment arbeite ich, unterstützt durch eine analytische Gruppentherapie daran, all die Ängste und verinnerlichten abwertenden Prägungen von früher zu erkennen und mich nicht durch sie treiben zu lassen.

Sondern sie durch Abgrenzung, Akzeptanz, und Liebe zu mir selbst - auch zu meinen Macken und manchmal nur allzu menscnlichen Eigenschaften und Schwächen zu entkräften.

Ich würde mich auf regen Gedankenaustausch freuen...

LG von

Klaus

#6


M
hallo klaus!

man hat mir auch vorgeschlagen eine gruppentherapie zu machen, aber nicht mal damit bin ich klargekommen. ich habe totale hemmungen in der gruppe etwas zu sagen. naja, hab' dann bei der ersten sitzung vor den anderen geheult (was mir schrecklich peinlich war) und bin dann nicht mehr hin gegangen.
theoretisch wäre es wohl wichtig, aber praktisch kann ich mich einfach nicht dazu aufraffen. ich glaube, ich würde es nie schaffen in einer großen gruppe über meine probleme zu sprechen.
ich bin da wohl ein ziemlich schwerer fall, auch in diesem forum, es kostet mich jedes mal enorme überwindung überhaupt etwas zu schreiben.

hast du eigentlich das gefühl, dass dir die therapie hilft?
und was ist eigentlich eine "analytische" gruppentherapie?

hm," liebe zu mir selbst" sollte ich auch lernen, versuche ich auch immer wieder, ist aber sehr schwer, wenn man gewisse dinge so sehr und schon so lange verinnerlicht hat.

lg mila

#7


K
Hallo Mila,

vielleicht wäre es das Beste, wenn Du mt einer Therapieform einsteigst, mit der du klarkommst - vielleicht erstmal Einzelsitzungen.

Daß es die ersten Male unendlich schwer ist, über sich selbst und die Dinge, die vielleicht peinlich sind, zu reden, kenne ich sehr, sehr gut.

Aber genau dazu ist ein Therapeut (oder auch eine Gruppe) ja da - und Therapeuten haben sicherlich schon viele peinliche Dinge gehört und sind speziell darauf ausgebildet, damit umgehen zu können.
Das ist Teil ihres Jobs...

Und mit jedem Mal baut sich auch mehr Vertrauen und Offenheit auf und irgendwann kannst du über die Dinge reden, die dir jetzt vielleicht unendlich schwer fallen.

Weinen ist nichts, was peinlich zu sein braucht. Es wird nur in unserer europäischen Gesellschaft tabuisiert - schau Dir z.B. mal eine Beerdigung bei den Afrikanern an, die schreien und weinen all ihren Schmerz lauthals hinaus - und leben damit mMn. seelisch viel gesünder als unsere "Keep-Cool"-Gesellschaft.

Und wenn du auch mal andere in der Gruppe weinen gesehen hast, fällt es dir vielleicht leichter.

Weinen ist meines Wissens auch ein seelischer Reinigungs- und Entlastungsvorgang - ich habe mich danach jedesmal besser und freier gefühlt.

Wie geht es Dir,wenn du in diesem Forum hier was geschrieben hast - ist das nicht jedesmal auch wieder ein Schrittchen zur Offenheit, ein Moment, in dem du dich getraut hast...

Was ist eine "analytische" Therapie... Ich würde es mal so beschreiben:

Du schreibst, daß du dir so viele Dinge schon so sehr und so lange verinnerlicht hast.

Eine analytische Therapie versucht, diese und andere Dinge, die dich blockieren und belasten, wieder ans Tageslicht zu bringen.
Und damit kannst du diese Dinge lösen und -mit therapeutischer Unterstützung- verarbeiten und ändern.
Und dadurch ändert sich nach und nach auch dein ganzes Leben zum Positiven...

Das mit der "Liebe zu mir selbst" ist etwas, an dem ich schon seit vielen Monaten arbeite - und mir wurde durch die Therapie überhaupt erst möglich, soweit zu kommen,daß ich dran arbeiten kann.

Zuvor hatte ich das auch schon gehört - da auch bei mir viele verinnerlichte Dinge dem im Wege standen, war es seinerzeit aber nur Theorie, die ich nicht umsetzen konnte.

Ich wünsch' dir ganz viel Kraft und guten Mut, deinen Weg anzugehen...

LG von

Klaus

#8


S
Hallo mila76 und Klaus B,



auch wenn dieser Thread, schon ( alt ) ist möchte ich dazu auch einmal etwas beisteuern.


1. Bei mir wurde ADHS mit der Ko-Morbidität ÄVPS festgestellt.
Die ÄVPS hat meine Kindheit, Jugend, und mein junges erwachsenen Dasein, zerstört.
Ich musste auf vieles im meinem Leben, absulut verzichten weil die ÄVPS, vom mir vieles genommen hat.
Auch Heute noch, kann ich nicht Einkaufen, Kino, Disco, Eisdiele, Partys, und zu Geburtstage gehen.
Beim Arzt im Wartezimmer sitzen, wo sich schon andere Patienten drin befinden, macht mir eine solche Angst, so das ich schon, ohne eine Behandlung
erfahren zu haben, von dort ab gehauen bin.
Ich gehe nur sehr selten raus.
Meine Lebensqualität, ist deswegen nicht zu beschreiben.
Von vielen Träumen und Wünschen, und auch Hoffnungen musste ich, mich schon deswegen leider, vollkommen im Leben verabschieden



2. Wenn ich Heute Jugendliche sehe, die in die Disco gehen, oder auf Partys, und dabei auch Spaß haben, dann bekomme ich tief in mir drin, jedes mal eine große
Krise.
Mir rennt meine Zeit davon, und erreicht habe ich in meinem Leben, überhaupt noch gar nichts.
Keine Freunde, keine Bekannten, keinen Beruf, fast keine Hobbys, keine Menschen die mich vom Ansatz her verstehen können, ich muss vieles mit mir ganz alleine
abmachen.
Ich lebe bei meinen Eltern, weil ich alleine nicht fähig wäre, mein Leben zu meistern.



3. Ich habe in Fachpublikationen gelesen, das eine ÄVPS, und auch das ADHS, absulut nicht heilbar sind.
Eine Linderung ist meist nur, wenn überhaupt erst nach vielen Jahren möglich.
Ich habe eine starke Ausprägung, vom dem ADHS, und von der ÄVPS, und darum habe ich überhaupt große Zweifel, das alles behandeln zu lassen.
Bei mir würde das alles, zu einer schweren Lebensaufgabe werden, wenn ich diese Geschichte, noch angehen sollte.
Rückschläge, wären für mich viel zu schwer, weil ich keine Kraft mehr habe, und weil diese schweren Problematiken, mir den letzten Nerv rauben.



4. Ich möchte mit meinem Beitrag Euch aufzeigen, das die ÄVPS, einzeln aber auch als Ko-Morbidität, auftreten kann.
Für die User, die wie wir darunter leiden, kann das Leben dadurch zu einer Qual werden. ( Je nach stärke der Ausprägung )
Auch der ( Normale ) soll durch meinen Beitrag zum Nachdenken angeregt werden.
Auch die Debatte um einen Suizid, bei schweren seelischen Problemen, die nicht zu heilen sind, könnte an dieser Stelle einmal aufkommen.








LG Schwarzes-Leben

#9


S
NACHTRAG



Ich vergas noch die seelische Vulnerabilität, also die sehr schnelle Kränkbarkeit zu erwähnen, die uns allen immer so ganz besonders und auch schwer zu setzt.

Die Hypersensibilität, ( HSP ) sei an dieser Stelle auch einmal, groß mit zu betonen.

Die Soziale Phobie, hat schon gewisse Gemeinsamkeiten, zur der ÄVPS aber die ÄVPS, ist eine sehr überlappende Geschichte, die alle Bereiche leider mit einbezieht.

Privat, Beruflich, Intim, u.s.w....................

Euch allen alles gute, und versucht noch ein, einigermaßen gutes Leben zu Leben.






LG Schwarzes-Leben

#10


N
Hallo,

ich habe auch eine ÄVPS und kann mich in dem, was du schreibst, sehr gut wiederfinden. Mein ganzes Leben lang war ich immer schon extrem schüchtern und ängstlich, wodurch es mir unmöglich wurde, ein normales Leben zu führen. Ich fühle mich im Vergleich zu anderen hässlich und minderwertig und hatte auch nie Freunde geschweige denn eine Beziehung. Die Ängste ziehen sich bei mir durch alle Lebensbereiche, daher finde ich den Begriff der generellen sozialen Phobie auch ganz treffend. Mittlerweile habe ich mich ein wenig damit abgefunden, dass ich eben so bin und daher nie ein normales Leben werde führen können. Ich sehe das wie bei einer angeborenen Behinderung. Trotzdem zieht es hin und wieder runter, wenn ich sehe, was andere in ihrem Leben alles hinkriegen. Ich dagegen habe keine Ziele, keinen Ehrgeiz. Mein ganzes Leben dreht sich nur um Sicherheit. Das ist mir am wichtigsten. Manchmal frage ich mich, warum es solche Menschen wie mich überhaupt gibt.

#11


A
Zitat von Schwarzes-Leben:
Auch die Debatte um einen Suizid, bei schweren seelischen Problemen, die nicht zu heilen sind, könnte an dieser Stelle einmal aufkommen.


hallo schwarzes leben, spielst du mit diesem gedanken?

#12


S
Hallo an nachtmahr, und an abra 77,




eigendlich wollte ich zu meiner ÄVPS ein eigenes Thread aufmachen, aber nun schreibe ich doch noch einmal in diesem bereits schon vorhandene Thread.


1. Mir geht es ganz genau so wie dem nachtmahr, weil ich absulut gar nichts hinbekomme, und ein Leben lang damit werde Leben müssen.
Es ist bei mir eine schwere seelische Behinderung, und die Lebenszweifel, b.z.w. Lebensängste die damit einher gehen, sind die logischen Folgen, von diesen
schweren und fundamentalen, Grundproblemen.
Da kann man keine Lebensfreude mehr so richtig entwickeln.



2. Ich habe schon oft an einen Suizid gedacht, denn wenn man keine ÄVPS hat, dann kann man sich eben nicht, in einem Betroffenen ÄVPSler hinein versetzen.






LG Schwarzes-Leben

#13


S
Wer Interesse hat, kann sich auf YouTube Martin Käseberg ansehen, der beschreibt seine schwere Sozial Phobie sehr gut.



LG Schwarzes-Leben

#14


M
Hallo ihr lieben Leute,
ich habe auch eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung gemischt mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung. Da ich es wohl ganz gut überspielen kann, merkt man mir das aber nicht an. So fühle ich mich oft nicht ernst genommen, nach dem Motto, ich solle mich nicht so anstellen. Das nervt und sorgt nur dafür, dass ich mich noch weniger leiden kann.
Stichwort Behinderung, seid ihr trotzdem im Arbeitsleben aktiv, wenn ja in welchem Umfang, oder habt ihr einen Behindertenausweis?
Ich arbeite 5 mal pro Woche auf Mini-Job-Basis, in einem sehr verständnisvollen Betrieb. Für mich persönlich reicht das an Belastung. Ich habe versucht wie ein "normaler" Mensch zu arbeiten, es gab immer Probleme und mir ging es schlecht. Aber ich habe ein schlechtes Gewissen, als Behinderte zu gelten, so als ob ich bloß zu faul wäre und nicht "richtig" arbeiten will.

LG, Melancholy

#15


S
Hallo melancholy,




ich kann hier nur für mich persönlich sprechen, und ich bin seid langem deswegen arbeitslos.
Mein Hausarzt, hat vor 8 Jahren, schon einmal einen Antrag gestellt, wegen schwerer seelischer Behinderung, einen Ausweis für mich zu beantragen.
Er meinte das ich zu 80% beeinträchtigt bin, aber der Stadt und die Krankenkassen, drücken immer ganz gerne die Behinderung runter, und darum wurde das bei mir nicht anerkannt.



Vor ca. 5 Jahren war ich in unserem Kreiskrankenhaus gewesen, weil da jedem Monat für einem Tag lang, ein Psychiater eine Sprechstunde hat.
Der fand heraus, dass ich ADHS und eine ÄVPS mit dazu habe, mit Panikatacken.



Er sagte mir das so etwas kaum heilbar ist, und Erfolge erst nach einer sehr sehr langen Zeit sich einstellen.
Ich recherchierte dann, nach seiner Aussage, Nächte lang im Internet herum, und in allen Fachpublikationen stand es schwarz auf weis, dass so etwas kaum zu behandeln ist, und niemals verschwinden wird.
Seid dieser Erkenntnis habe ich keine Kraft mehr, und weis auch nicht mehr so richtig weiter.
Also Lebensqualität, ist für mich nur ein Begriff, aber was das wirklich ist, kann ich leider nicht beantworten.
Ich kenne nur die soziale Isolation deswegen, und die Einsamkeit.
Freunde, Bekannte, oder eine Freundin, habe ich noch niemals in meinem Leben gehabt, und das Erste mal, schon gar nicht.




LG Schwarzes-Leben

#16


M
Zitat von Schwarzes-Leben:
Hallo melancholy,

Hallo Schwarzes-Leben!

Zitat von Schwarzes-Leben:
Er sagte mir das so etwas kaum heilbar ist, und Erfolge erst nach einer sehr sehr langen Zeit sich einstellen.
Ich recherchierte dann, nach seiner Aussage, Nächte lang im Internet herum, und in allen Fachpublikationen stand es schwarz auf weis, dass so etwas kaum zu behandeln ist, und niemals verschwinden wird.


Ich habe auch gehört, dass es keine Heilung geben soll, aber meine Kunsttherapeutin/Heilpraktikerin sagte, dass es besser werden kann je älter man wird.

Zitat von Schwarzes-Leben:
Seid dieser Erkenntnis habe ich keine Kraft mehr, und weis auch nicht mehr so richtig weiter.
Also Lebensqualität, ist für mich nur ein Begriff, aber was das wirklich ist, kann ich leider nicht beantworten.
Ich kenne nur die soziale Isolation deswegen, und die Einsamkeit.
Freunde, Bekannte, oder eine Freundin, habe ich noch niemals in meinem Leben gehabt, und das Erste mal, schon gar nicht.


Kann ich sehr gut verstehen. Mir ging es auch bis vor ein paar Jahren so, habe lange gebraucht, um mich jemandem öffnen zu können und habe mich in Beziehungsfantasien gestürzt. Ich war gar nicht fähig in der Wirklichkeit eine Beziehung zu führen, hatte aber Sehnsucht danach und habe diese in Träumen ausgelebt. Das hat mich letztendlich noch unglücklicher gemacht.

Ich hoffe die Kontakte hier im Forum helfen Dir die Einsamkeit etwas erträglicher zumachen.

LG, Melancholy

#17

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S
Hallo melancholy,



Dankeschön für Deine Antwort.


Du machst das fast ganz genau so wie ich.
Ich lebe meine Sehnsüchte, und die ero. Phantasien, in meiner tiefen inneren Phantasiewelt aus.
Musik ist für mich dabei, eine große Hilfe, das zu bekommen was ich eigendlich möchte, aber wegen dieser Sch...............niemals werde ausleben können.
Ich würde auch zu gerne eine Beziehung führen, aber ich bin zu ungeschickt dafür, weil ich wegen der ÄVPS und dem ADHS, auch viel zu schwierig bin, und leider
auch keine reale Lebenserfahrung auf diesem Gebiet, deswegen hab sammeln können.
Ich in ein Laie, was das Thema Partnerschaft angeht.
Hoffentlich werden auch noch andere ÄVPSler hier her finden, den unter gleichgesinnten ist das alles, viel besser zu ertragen und auch auszuhalten.
Es ist schon erstaunlich, das wir beide fast das selbe an Strategien anwenden, um das alles erträglich zu gestalten.
Dabei sind wir eigendlich ( wild fremd ). Very Happy




LG Schwarzes-Leben

#18


M
Zitat von Schwarzes-Leben:
Hallo melancholy,



Dankeschön für Deine Antwort.


Smile

Zitat von Schwarzes-Leben:
Du machst das fast ganz genau so wie ich.
Ich lebe meine Sehnsüchte, und die ero. Phantasien, in meiner tiefen inneren Phantasiewelt aus.
Musik ist für mich dabei, eine große Hilfe, das zu bekommen was ich eigendlich möchte, aber wegen dieser Sch...............niemals werde ausleben können.


Für mich ist Musik da auch sehr wichtig. Komisch ist auch, dass sich das mit den Fantasiewelten trotz Beziehung fortsetzt. Das ist aber typisch bei Schizoiden (glaube ich). So eine Art Selbstschutz(?).

Zitat von Schwarzes-Leben:
Ich würde auch zu gerne eine Beziehung führen, aber ich bin zu ungeschickt dafür, weil ich wegen der ÄVPS und dem ADHS, auch viel zu schwierig bin, und leider
auch keine reale Lebenserfahrung auf diesem Gebiet, deswegen hab sammeln können.


Du kannst ja auch keine Erfahrung sammeln, wenn Du keine Beziehung eingehst. knuddeln Gib Dir und einem anderen Menschen eine Chance, das ist es Wert.

Zitat von Schwarzes-Leben:
Ich in ein Laie, was das Thema Partnerschaft angeht.


War ich auch mal, so wie eigentlich jeder andere auch, das entwickelt sich mit der Zeit. Ich weiß das ist leicht gesagt, hätte auch nie geglaubt, dass ich einmal so etwas jemandem schreiben würde. Smile

Zitat von Schwarzes-Leben:
Hoffentlich werden auch noch andere ÄVPSler hier her finden, den unter gleichgesinnten ist das alles, viel besser zu ertragen und auch auszuhalten.
Es ist schon erstaunlich, das wir beide fast das selbe an Strategien anwenden, um das alles erträglich zu gestalten.
Dabei sind wir eigendlich ( wild fremd ). Very Happy


Stimmt, ist ein schönes Gefühl nicht? Ich glaube es werden sich noch andere Gemeinsamkeiten auch mit anderen "Leidensgenossen" finden Wink

Dir auch liebe Grüße,
Melancholy

#19


S
Hallo melancholy,




also das mit der Phantasiewelt, ist Schutz aber auch die Erfüllung von wünschen, die real niemals kommen werden.
Auch gewisse Filme regen meine Phantasiewelt an.
Gothic geht schon in diese Richtung, weil in der Gohtic Szene, die Tolleranz ein wichtiges Merkmal ist, obwohl es dort auch solche und solche gibt.
Ich mache auch selbst Musik, obwohl ich gar keine Noten kann.
Durch die Phantasiegebilde, schaffe ich mir meine eigenen Noten, die ich dann auf den Tasten spiele.



Es fällt mir absulut schwer Menschen anzureden, und wenn eine Person an mir Interesse hat, werde ich vollkommen verlegen, und haue lieber von dort ab.
Mir ist vieles ganz einfach peinlich.
Ich kontrolliere mich ständig, wie ich gehe, und wie ich mich bewege, weil ich eigendlich, immer noch ein Zappelphilip bin, das kommt von dem ADHS.




LG Schwarzes-Leben

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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