» »

200812.09




125
2
1, 2, 3, 4, 5 ... 18  »
Hallo liebe Leidensgenossen, Ich schwanke mit meiner Krankheitsangst eigentlich immer von der einen Krankheit zur anderen. Z.B. habe ich 2 Wochen lang tierisch Angst ich könnte was am Herz haben, lasse es in dieser Zeit abklären, und danach verlagert sich die Angst auf den Schlaganfall und so geht das dann immer weiter. Naja, jetzt ist mal wieder die Thrombose an der Reihe. Angefangen hat es damit, dass vor 3 Wochen ein junges Mädchen an einer Embolie gestorben ist. Sie wohnte eine paar Ortschaften weiter. Die Hintergründe kenne ich nicht, will ich auch erst garnicht wissen. Hab mich natürlich dirket im Netz schlau gemacht, was denn die Risikofaktoren dafür sind. Und ausser dem Rauchen (seit ca. 7 Jahren) habe ich kein Risiko. Ausserdem bin ich auch erst 23. Aber trotzdem besteht immer ein Restrisiko das ich nicht akzeptieren kann. Nun gut. Seit dieser Zeit kontrolliere ich öfter am Tag meine Beine vorm Spiegel bezügl. Differenzen, fühle ab nach heissen Stellen, meide das Sitzen wenn länger als 30 Min., trinke super viel etc.pp. ABER: Was micht so richtig fertig macht: Ich habe seit dieser Angst mehrmals am Tag ein fiesen Ziehen über den Venen, egal ob Unter- od. Oberschenkel. Das kommt und geht. Mal bleibt es 10 Sekunden, mal 2 Minuten. Auch ein Ziehen in den Kniekehlen führt immer wieder meine Hand und meine Augen zum Bein. Aber es ist weder was gerötet, noch geschwollen noch sonstiges.

Kennt jmd. von euch, viell. mit der selben Angst, diese Symptomatik?
Und kann die wirklich psychisch ausgelöst sein? Denn es ist ja jetzt erst wieder gekommen. Und oftmals habeich das auch 3 Tage bevor ich mit dem Flugzeug fliege (Emboliegefahr) etc.

Hoffentlich ergeht es noch jmd. so..... Hab echt Schiss und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das Ziehen vom Kopf kommt...

Danke fürs Lesen und Beantworten,

Miriam

Auf das Thema antworten




125
2
  12.09.2008 12:12  
Muss noch dazu sagen, dass wir in der Familie noch nie eine Thrombose hatten, auch nicht meine Großeltern und nicht meine Uroma. Lediglich ich (war ja klar) hatte vor 4 Jahren mal eine Venenentzündung. Wie ich die überstanden habe weiss ich bis heute noch nicht *kopfschüttel*
Bin ich nach einer solchen Entzündung dann anfälliger für Thrombosen?



373
20
5
  12.09.2008 13:55  
Hallo Miriam,

willst Du Deine Fragen wirklich beantwortet haben?





125
2
  12.09.2008 17:07  
JA BITTE!!





125
2
  13.09.2008 19:19  
ich bitte wirklich um antwort!



4
1
  14.09.2008 13:35  
Hallo Miriam

Da anscheinend niemand antwortet tue ich das...

Ich kenne Deine Ängste, bei mir war es so ähnlich. Bei uns ist jemand in der Nachbarschaft an einem Kreislaufstillstand gestorben. Ich war an diesem Abend zu Hause und an der Nothilfe beteiligt. Erst dachte ich mir nichts dabei und hatte mich danach auch ganz gut im Griff.

Zwei Tage später gings dann aber los:
- Atemnot
- Schmerzen in der Brustgegend
- kalter Schweiss
- Übelkeit
- Herzrhythmusstörungen

Wir sind sofort in die Klinik gefahren, weil ich Angst hatte, dass es sich um einen Herzinfarkt handeln könnte.

In der Klinik wurde dann alles abgecheckt (EKG, Röntgen, Puls, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Blutuntersuch), aber nichts gefunden. Ich wurde mit ein paar Schmerztabletten wieder nach Hause geschickt. Es kann also nichts Schlimmes gewesen sein, sonst hätten sie es garantiert bemerkt und mich stationär aufgenommen.

Da ich immer mehr vermutete, dass es sich um ein psychosomatisches Problem (der Körper und die Seele hängen da viel näher zusammen als man denkt.. ) oder ein Stresssymptom handelt, hab ich als erstes versucht, meiner Seele Gutes zu tun. Ich bin 4 Tage in den Wellness-Urlaub gefahren und habe mir zu Hause eine Bachblüten-Mischung machen lassen und auch die SOS-Tropfen gekauft. Diese nehme ich jetzt jedes Mal ein, wenn ich eine Panikattacke habe und so bekomme ich das ganz gut in den Griff. Wenn ich wieder mal eine Panikattacke kriege, dann rede ich zu mir selber: "Reg Dich nicht auf, Dir kann nichts passieren. Du bist gesund... Das geht alles gleich wieder vorbei...". Dann werde ich meistens ruhiger. Je mehr Du Dich gegen die Panikattacken und die Angst wehrst, desto eher überfällt sie Dich.

Alles kommt gut, mach Dir keine Sorgen...

LG, Marcello

Danke1xDanke


373
20
5
  14.09.2008 13:50  
Hallo Miriam,

habe mich dagegen entschieden, bestimmte Dinge zum Thema Thrombose zu schreiben. Ich denke, das würde Deine Ängste sonst schüren und extrem verstärken.

Ich rate Dir nur: Trink weiterhin viel Wasser, gehe täglich stramm spazieren oder treibe Sport, wenn möglich und halte Deine Gewicht im Normalbereich. Rauchen ist natürlich ein großer Risikofaktor, vor allem in Kombination mit Hormonen. Vor längeren Flugreisen könntest Du einen Arzt aufsuchen, Dir ggf. sogar Heparinspritzen für den Flug verschreiben lassen. Das tun übrigens viele Menschen (auch ohne Angststörung). Zusätzlich empfehle ich dann Kompressionsstrümpfe. Die Spritze wirkt 24 Stunden und wir kennen sie alle aus dem Krankenhaus. Ein Pieks, ein kleines Brennen und sonst merkst Du rein gar nichts, hast aber absolute Sicherheit.

Wenn sich diese Angst allerdings absolut in Deinen Alltag einschleicht, Du an nichts anderes mehr denken kannst und Dich total darauf konzentrierst, dann hilft nur eines: Abklären lassen! Dazu suchst Du eine Gerinnungsambulanz auf. Die hat jede Uniklinik. Die nehmen Dir etwas Blut ab, führen ein Gespräch mit Dir und klären Dich auf. Der Bluttest wird auf genetische Faktoren untersucht. Danach kann man Dir ziemlich genau sagen, wie hoch Dein Risiko ist, an einer Thrombose/Embolie zu erkranken.

Und versuche das Googeln zu dem Thema zu lassen. Letztendlich kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass vieles von dem nicht stimmt, was da steht.

Beruhigen konnte ich Dich wahrscheinlich jetzt trotzdem nicht oder?



373
20
5
  14.09.2008 14:01  
Natürlich kann der Schuss auch nach hinten los gehen, wenn Du das abklären lassen und man Dir eine Disposition diagnostizieren würde. Klar, dann geht die Angst erst mal recht los. Andererseits gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Risisko in einem solchen Falle zu minimieren.

Ich kann Dir nicht sagen, dass Du Dich beruhigen sollst und bestimmt vollkommen gesund bist. Ich gehe aber davon aus, dass es bei Dir eine von vielen "fixen" Ideen und "eingebildeten " Krankheiten ist, unter denen wir Angstler nun mal oft leiden. Am Anfang steht da immer: Arzt aufsuchen und er-bzw. abklären lassen! Wenn man aber dann aber trotzdem immer wieder von vorne beginnt und sich neue Sachen einredet oder Diagnosen in Frage stellt, muss man genau das lassen, d.h. nicht mehr zum Arzt, weil man zum 10x ein Ziehen hier oder ein Reissen dort verspürt, muss sich ein Googel-Verbot zum Thema Krankheit auferlegen und sich ablenken, ablenken, ablenken!

Danke1xDanke


  14.09.2008 14:59  
Hallo miriam,

ob das, was du empfindest, irgendwas mit Thrombose zu tun hat, weiß ich natürlich nicht.
Aber was ich dir - aus eigener Erfahrung - sagen kann, ist folgendes:

Es gibt die Theorie - entwickelt von Dr. Peter J. D'Adamo -, dass die 4 verschiedenen Blutgruppen (0, A, AB, B) unterschiedliche Reaktionen auf die verschiedenen Nahrungsmittel aufweisen. Es wird vermutet, dass die Blutgruppen mit der stufenweisen Entwicklung der Menschheit vom Jäger und Sammler zum Sesshaften zusammenhängen könnten, aber das ist letztlich nicht wichtig, woher das kommt.

Dass die Blutgruppen sich untereinander überhaupt nicht vertragen, ist ja bekannt und unumstritten. Deswegen ist es z.B. lebenswichtig, dass bei einer notwendigen Bluttransfusion nur die passende Blutgruppe gegeben wird, sonst endet das tödlich.

Deswegen halte ich diese These, dass die Menschen je nach ihrer Blutgruppe auch andere Ernährungsbedürnisse und -unverträglichkeiten bzw. -unzuträglichkeiten aufweisen, für überhaupt nicht abwegig, sondern erstmal für durchaus plausibel.

Dass diese These wahr ist, habe ich leider soeben an mir selber feststellen können.


Deswegen: Ich kann wirklich jedem nur raten, sich diese Ernährungslehre mal anzuschauen und wer auf der sichereren (nicht: sicheren, die gibt es nie) Seite sein möchte, sich einigermaßen danach zu richten, v.a. nicht gravierend dagegen zu verstoßen.

Hier eine kurze Beschreibung: http://www.institut-ernaehrung-gesundhe ... ndiaet.php

Ich finde das Original-Buch sehr lesenswert, da sehr informativ, verständlich und praktikabel aufbereitet:

Dr. Peter J. Adamo, Catherine Whitney: 4 Blutgruppen
Vier Strategien für ein gesundes Leben
Mit Rezeptteil
Verlag Piper Taschenbuch

Ich habe es vor ca. 6 Jahren gelesen und habe seinerzeit beim Lesen festgestellt, dass praktisch alle Lebensmittel, die ich seit Kindesbeinen ganz besonders leidenschaftlich gern esse, genau die sind, die für mich als "besonders bekömmlich" drinstehen,
und genau diejenigen Lebensmittel, die ich immer schon nicht mochte, bei den für mich "unbekömmlichen" stehen.
Deswegen hat mich diese These sehr überzeugt und seitdem habe ich mich im großen und ganzen danach gerichtet. Ich muss dabei nur auf ganz wenige Dinge verzichten, die ich sonst gern gegessen habe.


Also, wenn du Angst vor Thrombose hast (die in deinem Alter zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich ist), dann kauf dir dieses Buch und richte dich danach. Das kann meines Erachtens die Thrombosegefahr und die Gefahr sonstiger Krankheiten stark reduzieren.

Natürlich wird diese Theorie von der etablierten "Wissenschaft" mal wieder für unwahr erklärt, z.B. hier: http://www.dge.de/modules.php?name=News ... le&sid=108

Ich kann dazu nur das sagen, was ich selbst damit erlebe, und das belegt sie - leider, muss ich momentan sagen! - zu 100 %.


Liebe Grüße,
GastB



373
20
5
  15.09.2008 12:49  
Ich muss mich hier doch noch mal melden, GastB. Die Aussage, dass eine Thrombose in ihrem Alter unwahrscheinlich ist, ist schlichtweg falsch. Thrombose hat nur wenig mit dem Alter zu tun, sondern mit genetischen oder anderen Risikofaktoren, die jeden Menschen in jedem Alter treffen können. Das Risiko mag mit zunehmenden Alter grundsätzlich steigen, kann aber auch schon von Geburt an bestehen.

Was Deine Überzeugung von Blutgruppen und Ernährung angeht, da kann ich nichts dazu sagen, weil ich davon keine Ahnung habe. Aber alles, was einem hilft, ist gut. Und ob es da einen Zusammenhang zur Thrombose gibt? Who knows?! Wer weiß, was die Medizin in den nächsten Jahren noch herausfindet? Wenn man beispielsweise blutverdünnende Medikamente einnimmt, soll man mit Vitamin K reichhaltiger Kost aufpassen. Vitamin K wirkt auf die Blutgerinnung. Die Wirkung gerinnungshemmender Medis wird beispielsweise in der Medizin mit Vitamin K Gabe herabgesetzt, wenn es z.B. notwendig wird, bei einem Marcumar-Patienten eine akute OP durchzuführen.

Als Du Deine Thrombose bekommen hast, hat man da keine speziellen Bluttests angeordnet?


« Wahrnehmungsverlust/Realitätsverlust Nächste Woche Psychosomatische Klinik » 

Auf das Thema antworten  177 Beiträge  1, 2, 3, 4, 5 ... 18  Nächste

Foren-Übersicht »Angst & Panikattacken Forum »Agoraphobie & Panikattacken


 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 
Angst vor Thrombose

» Angst vor Krankheiten

16

7384

03.11.2009

Angst vor Thrombose

» Angst vor Krankheiten

38

4697

23.12.2017

Angst vor Thrombose

» Angst vor Krankheiten

16

3452

25.09.2014

angst vor thrombose :(

» Angst vor Krankheiten

5

2743

24.09.2011

Angst vor Thrombose

» Angst vor Krankheiten

42

2390

14.11.2015







Angst & Panikattacken Forum