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Damaja77

Damaja77

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Guten Tag, ich habe seit 1999 immer wieder mit Schönen von Panikattacken zu tun. Jetzt hatte ich 3 Jahre Ruhe und es kommt sehr stark zurück.
Ich kann kaum alleine das Haus verlassen und doch muss ich es. Jeden Morgen schleppe ich mich los. Bringe mein Kind zur Kita und dann mich zur Arbeit. Am schlimmsten sind die freien Flächen (Strasse) die ich überqueren muss. Ich bin total am Ende und weiss nicht wie es weiter gehen kann. Ein Klinikaufenthslt kommt nicht in Frage, da ich mich um mein Sohn kümmern muss. Wieder eine Psychotherapie wäre eine Möglichkeit, habe aber schon einiges gemacht. Habe eine Vorahnung wo es herkommt. Stress und Unzufriedenheit auf der Arbeit. Dann geht es im privaten Umfeld weiter. Meine Tage sind sehr vollgepackt gewesen. Doch so kann es nicht weitergehen. Die Angst schränkt mich sehr ein.

05.08.2019 12:09 • 25.08.2019 #1


78 Antworten ↓


bb123456

bb123456


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was hast du für Symptome so ?

05.08.2019 12:22 • #2


Damaja77

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Wie gegen eine Wand zu laufen. Benommenheit, je stärker die Panik desto mehr zittern am ganzen Körper und schwindel, sodass ich mich dann dort wo ich bin auf den Boden setzen muss.

05.08.2019 12:39 • #3


DieAlex

DieAlex


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Hallo Damaja88

Ich kann dich gut verstehen.
Mir geht es schon lange so,mit den freien Plätzen, sodass ich seit wenigen Monaten das Haus nicht mehr verlasse.

Bei mir ist es eher so,dass sich alles anspannt und ich laufe wie ein Roboter mit ausgestreckten Armen.
Mittlerweile geht selbst das nicht mehr alleine.

05.08.2019 12:48 • #4


Mondkatze

Mondkatze


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Zitat von DieAlex:
Hallo Damaja88 Ich kann dich gut verstehen. Mir geht es schon lange so,mit den freien Plätzen, sodass ich seit wenigen Monaten das Haus nicht mehr verlasse.Bei mir ist es eher so,dass sich alles anspannt und ich laufe wie ein Roboter mit ausgestreckten Armen.Mittlerweile geht selbst das nicht mehr alleine.


05.08.2019 13:02 • x 1 #5


Damaja77

Damaja77


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Ich muss morgen wieder zur Arbeit und ich habe solche Angst davor, das auf dem Weg dahin die Angst wieder kommt. Hatte vor meinem Sommerurlaub, dort sehr viel Stress. Mein Morgen sieht so aus, das ich mich und mein Junge fertig mache, dann Frühstück und Pausepakete richte, dann geht's zur Kita. Dort hab ich die erste Panik. Dort gibt ex oft Diskussionen warum er mit 3 noch nicht trocken ist, bzw. an Gruppenangeboten nicht teilnimmt. Dann weiter zur Arbeit, habe noch die Jacke an, kommen schon die ersten neuen Aufgaben. Das geht durch bis zum Arbeitsende, dann wieder in die Kita. Nach Hause, den kleinen etwas Obst schnippeln, für mich eine Kleine Pause. Dann weiter, Garten, Waschmaschine, putzen. Zum Sport für mich war ich seit April nicht mehr, bin Abends einfach ko. Ich frag mich, ob ich nicht genug belastbar bin. Dazu kam das mir mein Urlaub nur nach langem hin und her bewilligt wurde. Da wo ich selbst mal was für mich wollte.
Jetzt steht ab morgen der Alltag vor der Tür und ich weiss nicht wie.

05.08.2019 13:37 • #6


DieAlex

DieAlex


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Ich würde dir eine Psychotherapie empfehlen und irgendwann evtl.einen Aufenthalt in einer Tagesklinik.

Hast du einen Partner?
Es hört sich ein wenig nach Überlastung an,was zusätzlich zu den Ängsten vorhanden ist.

Du schreibst, dass du eine Ahnung hast,woher es rühren könnte.
Magst du darüber schreiben?

05.08.2019 13:46 • #7


Damaja77

Damaja77


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Ja ich bin verheiratet. Doch mein Mann arbeitet sehr viel zur Zeit und ist kaum da.
Ich hatte vor 3 Jahren eine tiefenpsychologisch Therapie beendet. Die Psychologin ist leider zur Zeit in Urlaub. Würde auch dort gerne wieder hin gehen.
Bisher habe ich fast alles durch was es gibt an Therapien.

Meine Vermutung ist das meine persönliche Belastung für mich im Moment zu hoch ist. Bin auch sehr unzufrieden mit meiner jetzigen Arbeit.

05.08.2019 14:12 • #8


DieAlex

DieAlex


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Gibt es denn die Möglichkeit beruflich etwas zu verändern?
Es ist ja absehbar, dass deine Therapeutin bald wieder da ist.
Ich hoffe nur,dass sie auch einen Platz frei hat.
Ja
Es hört sich ganz nach Überlastung an.
Dein Mann scheint dir leider nicht unter die Arme greifen zu können.
Wenn es zu arg ist,solltest du vllt.über eine berufliche Auszeit nachdenken.

05.08.2019 14:17 • #9


Damaja77

Damaja77


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Hi, ich war die letzten Tage arbeiten. Dann musste ich heute noch etwas einkaufen. Versuche mich der Angst zu stellen, beisse die Situationen durch. Doch es schlaucht mich so, ich bin unendlich erschöpft. Hab bevor diesem Angstschub soviel bewegt bekommen und nun- fast nichts mehr. Meine alte Therapeutin ist noch in Urlaub, hoffe ich kann sie nächste Woche erreichen. Irgendwie versuche ich den Alltag aufrecht zu erhalten.

07.08.2019 13:16 • #10


Noiram

Noiram


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@Damaja77

Seit wann hast Du die Angststörung?

Bei mir brach sie aus, als ich nach über 2 Jahren total erschöpft und ausgelaugt war, bedingt
durch das Stillen, jede 2. Stunde wurde mein Schlaf unterbrochen. Dann eines Tages war ich
mit der Tochter im Supermarkt, mein Kreislauf machte Probleme und ich hatte das Gefühl ich
kippe jeden Moment um. Bin dann aus dem Supermarkt rausgerannt mit dem Kind ins Auto
und kämpfe gedanklich damit, ob ich den Rettungswagen rufen soll oder nicht. Ab da habe ich
eine Angststörung mit Agoraphobie entwickelt. 2 Jahre lang habe ich das auf den Schlafmangel
geschoben. Durchschlafen klappte nicht zu dem Zeitpunkt. Mein Mann konnte mich am Wochenende
wohl etwas entlasten oder wenn bei mir die Angst so gross war,ist er zum Einkaufen gefahren.
Was war bei Dir der Auslöser?

07.08.2019 14:01 • #11


Damaja77

Damaja77


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Hi, den genauen Auslöser kenne ich noch nicht, denke es geht in Richtung Überlastung. Spagat zw. Arbeit und Kindergarten, stressiger Job, Garten mach ich alleine, da mein Mann selten da ist, stehe auch fast jede Nacht auf. Mein Mann hört den kleinen nicht, bis ich den wach hab, war ich schon 3x drüben. Mein Problem ist, ich schlaf dann nur schlecht wieder ein. Bei meinem Job bin ich bei einer grossen Firma. Ich bearbeitete die Beschwerden die eingehen, es sind allerdings so viele das ich nicht alles Abarbeiten kann. Es soll jemand neues ins Team kommen, dich es bewirbt sich niemand. Auch das beschäftigt mich. Dann ewige Diskussionen in der Kita, wegen weil er noch nicht trocken ist, warum er nicht mitturnt usw. Angst kenne ich seit 99, ich hab einiges an Therapien durch. Die letzte Episode liegt war glaub ich 2014.
Ich weiss das ich nicht so Stressresistent wie andere bin und habe wohl in letzter Zeit nicht so gut auf mich geachtet.

07.08.2019 14:46 • #12


Noiram

Noiram


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Auf jeden Fall muss eine Lösung her aber wie und in welchem Umfang?

Wieviel Stunden bist Du in Deinem Job tätig und jeden Tag?

Kannst Du noch auf die Bedürfnisse Deines Kindes eingehen?

Bei mir war das so, wenn meine Kids in Kita und Schule waren,musste ich durch die
Panikattacken erst eine Runde schlafen, es ging nichts mehr. Ich hätte mir nicht
vorstellen können auch noch berufstätig zu sein in der Zeit. Nach zwei Jahren der Angststörung
bin ich dann in Therapie.

07.08.2019 15:26 • #13


DieAlex

DieAlex


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Zitat von Damaja77:
Dann musste ich heute noch etwas einkaufen. Versuche mich der Angst zu stellen, beisse die Situationen durch.

Hallo

So blöd sich das in deiner Situation anhört, aber es ist gut,dass du Verpflichtungen hast und dich nicht hängen lässt.

Wie schon geschrieben, rutscht man schnell in den "Ich überlasse anderen meine Arbeit draußen "Modus.

Also ist es sehr wichtig, nicht anzufangen Dinge draußen zu vermeiden.

Wichtig wäre zu überlegen, wo deine Kraftquelle liegt?
Zudem könntest du so etwas wie Autogenes Training o.ä.machen?

07.08.2019 15:38 • x 1 #14


Damaja77

Damaja77


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Und wieder ein Tag geschafft, vielleicht sogar ein bisschen besser als gestern. Wenn ich die Angst genau anschaue sind es die freien Flächen die Problem machen. Solange ich irgendwo langschleichen kann geht es besser. Heute hab ich den Gedanken, ich kauf mir ein Anglerhocker, dann kann ich mich jederzeit setzen, wenn die Angst kommt. Dann überlege ich was ich gutes für mich tun kann. Was gibt Euch Kraft und was tut Euch gut?

08.08.2019 16:20 • #15


Damaja77

Damaja77


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Die neue Woche steht vor der Tür. Die Kita startet morgen wieder. Ich hab Angst meinen Sohn abzugeben, eher gesagt das dann dort die Angst kommt. Dann geht es weiter zur Arbeit und wieder ist der Weg das Problem. Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren. Wie schaffe ich die Situation, was für Gedanken könnten hilfreich sein?

11.08.2019 18:44 • #16


Lunaa

Lunaa


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Zitat von Damaja77:
Die neue Woche steht vor der Tür. Die Kita startet morgen wieder. Ich hab Angst meinen Sohn abzugeben, eher gesagt das dann dort die Angst kommt. Dann geht es weiter zur Arbeit und wieder ist der Weg das Problem. Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren. Wie schaffe ich die Situation, was für Gedanken könnten hilfreich sein?


Meine liebe du brauchst unbedingt eine Auszeit... so wird das nix.
Warst du deswegen mal beim Arzt? Kannst du dich erst mal für paar Wochen krank schreiben lassen?

Ich denke jeder Mensch ist belastbar und kann auch unheimlich viel Stress ertragen ABER wenn er auch eine Kompensation hat.
Wenn man einen stressigen Job hat sollte es daheim ruhiger zugehen. Oder eben anders herum.
Ohne eine Kompensation geht die Psyche und dadurch der Körper irgendwann kaputt und genau das wollen dir deine Panikattacken nun sagen. Du musst nun irgendwo die Handbremse ziehen bevor du komplett zusammenbrichst.
Ich spreche aus Erfahrung! Du solltest nun endlich irgendwo runterfahren.

12.08.2019 19:23 • x 1 #17


Damaja77

Damaja77


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Guten Morgen, mein Sohn ist in der Kita, doch weiter bin ich nicht gekommen. Die Angst war stärker. Habe mich krank gemeldet. Habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Am Freitag habe ich ein Termin bei der Psychologin bekommen, allerdings hat sie kein freien Therapieplatz. Jetzt habe ich ein paar Stunden dann muss ich wieder los, den kleinen Abholen.
Hab Stress mit meinem Mann, da ich mich krank gemeldet habe. Ich fühle mich wie ein Versager.
Hätte ich nicht die Verantwortung für meinen Jungen, würde ich ihn eine Klinik gehen. Doch ich möchte ihn nicht Wochenlang alleine mit Papa lassen.
Wie geht es weiter- ich überlege zu kündigen- mein Mann fragt ob ich verrückt bin. Brauchen ja auch das Geld. Ich selbst brauche Hilfe, denke über eine Haushaltshilfe nach.
Ich bin es so satt, immer der letzte in der Kette zu sein. Mit meiner Angst kommt soviel Wut hoch. Ich hab mich im letzten halben Jahr, selbst vernachlässigt. War nicht mehr zum Sport, weil immer irgendetwas war. Kind krank oder Mann noch zur Arbeit oder kein Babysitter.
Die ganze Zeit hab ich auf den Sommerurlaub zugearbeitet und gedacht, danach geht es wieder besser. Doch so ist es nicht.
Wie werde ich die Angst los. Es muss sich was ändern.

13.08.2019 07:44 • #18


Lunaa

Lunaa


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Meine liebe es ist schon mal gut dass du dich krank gemeldet hast.
NEIN du bist definitiv kein Versager. Lass dir sowas nicht einreden und schon garnicht von deinem Mann!
Das habe ich alles auch schon durch. Die Erwartungen der anderen machen dich krank. Du brauchst jetzt Zeit für dich. Geh eins nach dem anderen an.
Erst mal zum Arzt noch nur zum Psychologin. Mach dir einen Termin beim Psychiater eventuell brauchst du Medikamente.

Du musst dich jetzt auf dich fokussieren. Ich weiß du hast noch die Verantwortung für dein Kind. Da muss dir jetzt dein Mann oder andere Familienmitglieder oder Freunde unter die Arme greifen.
Denk bitte an dich. So schnell bekommt man die Ängste nicht weg. Ich kämpfe seit Anfang des Jahres. Mai/April ging dann garnix mehr bei mir.

Und kündigen brauchst du im Moment auch nicht. Lass dich krank schreiben, somit bekommst noch deinen Lohn und Krankengeld. Über den Job kannst du dir später Gedanken machen. Das hat jetzt noch keine Priorität.

13.08.2019 07:51 • #19


Lara1204

Lara1204


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Wenn du schreibst das du unzufrieden im Beruf bist, dann würde ich da als erstes Ansetzen.
Was ist wenn du zum Arzt gehst und dich krank schreiben lässt? Dann kannst du die Vormittage wo dein Kleiner nicht da ist mal nur für dich nutzen!?

13.08.2019 08:57 • #20




Dr. Christina Wiesemann