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17

N

Nicky
Gast

Hallo Ihr,

habt ihr auch so Ängste und/oder Depressionen, dass es euch teilweise echt schwer fällt das Haus zu verlassen,o.ä. ?

L.G.

07.07.2024 #1


46 Antworten ↓
User30

User30
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Hallo an alle,

heute merke ich wieder, wie sehr die Angststörung mein Leben eingenommen hat.

Letztes Jahr konnte ich GAR NICHT allein das Haus verlassen, selbst in Begleitung war es heftig, aber allein ging gar nichts. Habe sofort Panikattacken bekommen.

Obwohl, selbst im Bett liegend hatte ich welche zu meiner schlimmsten Zeit.
Mittlerweile sind 3 Jahre vergangen, anfangs war es noch am angenehmsten.

Als meine ZG dazu kamen, hatte ich wieder große Probleme allein zu sein.
Es ist 3 Jahre her, dass ich mal alleine einkaufen war, das kam seit dem nicht vor.

Ich gehe trotzdem alleine raus, aber nur wenn es unbedingt notwendig ist und PAs habe ich auch, jedoch komme ich mittlerweile damit zurecht.

Auf dem Weg zur Schule oder Arbeit (bin noch in der Ausbildung) sitze ich im Auto und muss mich aber total zusammen reißen, in der Schule habe ich eigentlich immer PAs die ziehen sich über den ganzen Schultag (hatte meine erste damals im Abi mitten im Unterricht)

Heute war es aber super.
Trotzdem nervt es mich dass ich es kaum aushalte, mal nach McDonalds zu fahren, wenn mir danach ist.

Vor den PAs war ich des Öfteren alleine shoppen oder mal in der Bücherei, allein Eis essen, Kaffee trinken . würde das gerne wieder können, es ist ein harter Weg.

Also, was sein muss das geht, aber auch nur mit recht viel Qual. :/

Ich bin sehr dankbar dass es mir schon so viel besser geht, aber ich kann mir vorstellen, das sehr viele Leute mit PAs nicht mehr allein sein konnten.

Ich habe bemerkt, dass es die Angst ist, das etwas passiert und mir niemand hilft.
Was total bescheuert und übertrieben ist.

Ich glaube das kennen einige und ich würde mich gerne über Erfahrungen und vielleicht Tipps freuen, wie der ein oder andere gelernt hat, wieder alleine das Haus verlassen zu können.

Ich bin letzten Monat 22 geworden und es ist mir extrem unangenehm so unselbstständig und eingeschränkt zu sein.
Es gab schon Tage, da musste meine Mutter mich zur Schule fahren, weil ich solche Atemnot hatte, dass ich mich unmöglich auf den Verkehr hätte konzentrieren zu können.

Wenn ich zum Zahnarzt muss, hab ich sie auch schon ein paar mal mitgeschleppt, weil ich solche Angst hatte, dass ist mir so peinlich und es tut mir sooo leid für sie, dass ich ihr so viele Umstände mache.

Sie sagt sie tut es gerne aber ich weiß genau, ihr wäre es lieber sie hätte eine ganz normale 22 jährige Tochter, die es schafft 15 Minuten mit dem Auto zur Schule und zurück zu fahren oder ohne ihre Mutter in die Stadt zu gehen und einzukaufen.

Wir verbringen auch so gerne Zeit zusammen, wir sind wie beste Freunde aber so kann es unmöglich weiter gehen.

Irgendwann muss ich schließlich ausziehen und dann muss ich allein sein können, alleine einkaufen und mich um meinen sch. alleine kümmern, so wie alle anderen das auch tun . wenn ich meine Ausbildung fertig habe, ist die erste eigenen Wohnung auch das Ziel.

Naja, wie gesagt, es wäre schön wenn der ein oder andere Lust hätte sich etwas auszutauschen

Liebe Grüße

31.08.2020 20:24 • x 1 #28


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A


Angst, dass Haus zu verlassen ?

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Flousen

Flousen
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Zitat von clara5711:
Wie kannst du jetzt die Wohnung ohne Probleme verlassen, wo du davor solche Sorgen hattest? Was hast du noch geändert? Vor allem an deinen Gedanken? ...

Durch Therapie.
Wichtig für dich ist erstmal zu wissen was in dir vor geht, und das es nicht gefährlich ist. Dann musst du schauen woher diese Probleme kommen. Ich sage immer (klingt zwar komisch ist aber so, das Angst und Panikattacken nicht grundlos da sind, und uns auf den richtigen Weg wieder führen wollen.) Sie sind ein Zeichen das etwas nicht richtig bei uns läuft und das wir mehr auf uns achten sollten.
Du musst gezielt lernen mit deinen Negativen Gedanken umzugehen und sie auf Positive umzulenken. Fang mal mit Achtsamkeitsübungen an. Beobachte deine Angst und Panikattacken und schreibe diese auf. Wovor hast du Angst, wann tritt diese auf, wie geht es dir, welche Symptome, und und und
Ganz wichtig ist das du anfängst Ausdauersport zu machen. Denn da durch lernst du erst recht deinen Körper wieder kennen.
Du solltest dir einen Therapieplatz suchen, und auch schauen das du in die Angst Situationen dich hineinbegibst.

Ich bin damit weiter weg gezogen es war die Hölle aber trotzdem schafft man es. Schließlich sind es (Nur Symptome) ..

20.11.2021 07:13 • x 1 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


S
hallo nicky

oh ja ich kenne das, ich hab auch verschiedene blöde ängste die mich jeden tag daran hindern einfach so das haus zu verlassen. angst vor großen menschenmengen, mittlerweile auch angst vor vielen leuten an sich (z.b. in der stadt), angst in geschäfte zu gehen wenn sie zu groß sind (z.b. center, in kleinen boutiquen gehts mittlerweile), angst auf offener straße zu laufen weil ich denke dass ich gleich umkippe oder mich übergeben muss oder nicht mehr heim komme (kein plan woher des kommt, bisher is noch nie was passier!). und aus all dem kommen dann natürlich depris

wenn du möchtest können wir uns gerne weng austauschen, des tut echt gut find ich

lg serenity

#2


P
Ds kennen alle Angsthasen, aber bitte gib dieser Angst nicht nach. SAS ist der Beginn einer Spirale die alles verschlimmert und daher zwinge dich aus dem Haus, dir kann nichts passieren, es ist nur in deinem Kopf.

#3


N
Hallo,

Serenity,

so wars bei mir auch mal,vor einigen Monaten,bzw. Jahren ; dieses Gefühl der Unwirklichkeit,meinst du,oder ? Kommt mir so bekannt vor. :/

Nimmst du denn Medis,oder so ?

L.G.

#4


S
hallo nicky

oh ja, genau dieses gefühl des unwirklichseins macht mir meistens am meisten angst. ich komm mir dann vor als ob ich gar nicht wirklich da bin und wenn ich dann noch unter leuten bin und sich alles um mich rum bewegt und viel los ist... horror...

ok ich habs ja nicht jeden tag aber halt relativ häufig und das belastet mich teilweise echt richtig doll...

mein arzt hat mir gesagt dass dieses gefühl im prinzip das "aushängeschild der angst" ist. aber wirklich helfen tut mir so ne aussage auch nicht, ich wünsch mir einfach nur dass des gefühl mal weggeht...

im moment nehme ich doxepin 25 mg einmal täglich aber die helfen mir irgendwie nicht wirklich. ab nächster woche bin ich bei nem neuen therapeuten und werd den als erstes mal auf die medi-geschichte anhauen, hab nämlich auch kein bock dass ich irgendwann nicht mehr von dem zeug runter komm...

nimmst du irgendwelche medis? und machst du therapie?

lg

#5


N
Hey,

ja das kenne ich ; genau das hatte ich auch ! Und seitdem ich meine Medis bekommen habe ( nehme 20 mg Citalopram ; zuvor waren es 10 mg Cipralex ( was aber genau dasselbe ist,wie 20mg Citalopram ; das wurde nur umgestellt,weil die Kasse letztendlich nur noch die "Billigvariante",also Citalopram zahlt ) ) ging das Weg! Zumindest dieses schreckliche Unwirklichkeitsgefühl. Ich habe ca. 3 Jahre eine Therapie gemacht,war 2x in der Klinik ( beim ersten Mal,vor ca. 2 Jahren,wo ich auch auf die medis eingestellt wurde ) ,und nun gehe ich wieder zu einer Therapeutin,aber ob das alles von Erfolg gekrönt sein wird...langsam habe ich echt keine Hoffnung mehr.

L.G.

#6


T
Ich verstehe das voll und ganz! Ich habe auch furchtbare Angst das Haus zu verlassen. Wenn mein Freund oder meine Mutter dabei sind, dann geht's so einigermaßen. Aber immer können Sie natürlich nicht dabei sein. Es ist echt schlimm in die Arbeit zu gehen (irgendwie muss man ja überleben...)

Ich nehme derzeit Cymbalta, Abilify und Trittico.

Mir selbst hat ein Klinikaufenthalt sehr weitergeholfen, auch wenn ich noch nicht geheilt bin.

#7


N
Kannst du gar nicht alleine weg ? Nicht mal 2 Meter weit von daheim ? :/

#8


T
Nur wenn es wirklich nicht anders geht (zum Einkaufen oder in die Arbeit)... Ich hab mir überlegt, mir vielleicht einen Hund zuzulegen. An dem könnt ich mich dann quasi festhalten... Aber da hätten unsere Katzen wohl was dagegen, wenn plötzlich ein Hund einziehen würde

#9


C
So brutal das klingen mag, Leute, dann muss man das üben! Wenn man dann nicht mehr raus geht, dann hat die Angst gewonnen und das geht nicht. Angst ist ein schei. Gefühl mit sicher teilweise auch heftigen körperlichen Symptomen, aber NIE tödlich! Aus Angst stirbt man nicht, man fällt auch nicht wegen der Angst um oder bekommt einen Herzanfall. Das ist alles Blödsinn!

Nicht mehr raus gehen wäre Stillstand und sich aufgeben und nur das will die Angst. Man muss dagegen arbeiten.

#10


wiechris
Der gleichen Meinung bin ich auch wie crazy030. Die Angst darf nicht gewinnen, sonst ist man zuhause im Gefängnis. Man muß die Angst akzeptieren, okay ich habe Angst, aber ich kann mit Angst überall hingehen, sie wird mich nicht umbringen. Ich kenne auch diese massiven Zustände mit Körpersymptomen, besonders stark sind meine Augen betroffen, ich sehe nicht mehr richtig und auch schon eine halbseitige Hemianopsie gehabt während einer Autobahnfahrt....bin dann wie verrückt weitergefahren, würde ich nie mehr tun. Es geht auch nach 20 Minuten ca. vorbei. War deshalb schon im MRT, nichts. Angst! Sie sucht immer neue Wege. Ich rede mit der Angst und schicke sie Kaffee trinken in Gedanken natürlich. Probieren rauszugehen, Stück für Stück, das ist wichtig für uns!

x 2 #11


Flousen

Angst davor, das Haus zu verlassen und vor Autofahrten

Guten Tag,
Ich habe seit Wochen wieder mega Probleme den Ort zu verlassen ich lasse mich da durch aber nicht einschränken ich tue es trotzdem. An manchen Tagen habe ich keine Probleme und dann gibt es Tage da hab ich bei 10 Km Entfernung schon Schwindel Unruhe Nasse Hände Herzrasen und will einfach nur nach Hause.
Ich rede mir dann immer ein das alles gut ist und ich ja sonst auch das schaffe nur bringt mir das schön reden nix. Hab 2 Jahre Therapie hinter mir aber jetzt wieder so ein tief.

x 2 #12


A
Hallo Flousen solch eine Situation kann immer wieder auftreten ,ich finde es toll das du dich dieser Angst stellst und es trotzdem machst.
Bin auch schon länger in Therapie und ich merke das meine Ängste sich zur Zeit auch wieder häufiger melden,denke es liegt am Stress.Hast du vielleicht auch eine auslösende Situation?
Die Psyche ist schon sehr hinterhältig und überfällt einen regelrecht,könntest du eventuell noch Mal ein paar Therapiestunden bekommen? Liebe Grüße

#13


klaus-willi
Hallo Flousen
Ich habe mal 2 Jahre meine Wohnung nicht verlassen können.
Sogar in den Keller gehen war fast nicht möglich.
Heute gehe ich sogar alleine einkaufen was zwar immer noch nicht einfach ist aber ich mache es wenn ich dazu in der Lage bin..
Mußte Vorgestern ins Krankenhaus für eine Untersuchung ....auch das hat geklappt.
Ich schaffe es aber nicht immer..muß aber leider wegen eines Schicksalschlages jetzt vieles alleine machen wo ich vorher hilfe hatte.
Lg.

x 1 #14


Flousen
Zitat von Akinom:
Hallo Flousen solch eine Situation kann immer wieder auftreten ,ich finde es toll das du dich dieser Angst stellst und es trotzdem machst.Bin auch schon länger in Therapie und ich merke das meine Ängste sich zur Zeit auch wieder häufiger melden,denke es liegt am Stress.Hast du vielleicht auch eine auslösende Situation?Die Psyche ist schon sehr hinterhältig und überfällt einen regelrecht,könntest du eventuell noch Mal ein paar Therapiestunden bekommen? Liebe Grüße

Danke für die Antwort.
Also auslösen tut es meist weite Strecken oder Zug fahren. Ich fahre ungern weiter weg und erst recht kein Zug. Ich erreiche alles mit dem Auto allerdings halt nicht immer entspannt. Und das schlaucht mich momentan wieder sehr wenn Ich weiß ich fahre gleich weg und ich dann vorher noch 3x auf Klo muss weil ich so angespannt aufgeregt bin. Und je weiter weg desto mehr laufe ich dort unter Strom rum selbst wenn ich dort alles kenne..

Ja ich fange demnächst wieder eine Therapie an.

x 2 #15


klaus-willi
Zitat von Flousen:
Also auslösen tut es meist weite Strecken oder Zug fahren. Ich fahre ungern weiter weg und erst recht kein Zug. Ich erreiche alles mit dem Auto allerdings halt nicht immer entspannt. Und das schlaucht mich momentan wieder sehr wenn Ich weiß ich fahre gleich weg und ich dann vorher noch 3x auf Klo muss weil ich so angespannt aufgeregt bin. Und je weiter weg desto mehr laufe ich dort unter Strom rum selbst wenn ich dort alles kenne..

Das hätte ich genau so auch schreiben können.
Kenne das nur zu gut. knuddeln

#16


Flousen
Zitat von klaus-willi:
Hallo FlousenIch habe mal 2 Jahre meine Wohnung nicht verlassen können.Sogar in den Keller gehen war fast nicht möglich.Heute gehe ich sogar alleine einkaufen was zwar immer noch nicht einfach ist aber ich mache es wenn ich dazu in der Lage bin..Mußte Vorgestern ins Krankenhaus für eine Untersuchung ....auch das hat geklappt.Ich schaffe es aber nicht immer..muß aber leider wegen eines Schicksalschlages jetzt vieles alleine machen wo ich vorher hilfe hatte.Lg.

Na das freut mich für dich das es klappt. Leider müssen wir uns alles zurück erkämpfen. Ich war auch in dieser Phase wo nix ging (Wohnung verlassen, Einkaufen etc..) durch Therapie bin ich da wieder raus aus dem Strudel nur außer Orts schlaucht mich echt Momenten.

x 2 #17

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klaus-willi
Kann das auch noch nicht..mit dem Auto in die Nachbarstadt fahren.
Hier im Ort geht es momentan ganz gut.
Zug fahren allerdings geht garnicht.

x 1 #18


Flousen
Zitat von klaus-willi:
Kann das auch noch nicht..mit dem Auto in die Nachbarstadt fahren.Hier im Ort geht es momentan ganz gut.Zug fahren allerdings geht garnicht.

Ich kenne das alles zu gut und es raubt echt viel Lebensqualität.. Wenn man darüber nachdenkt das man Jahre lang alles konnte und von heute auf morgen (schleicht sich ein) hat man sowas an der Backe... Bei mir dreht sich außer Orts meist alles darum Zack Zack zu machen da richtig entspannen schwierig ist..

x 1 #19


klaus-willi
Zitat von Flousen:
Bei mir dreht sich außer Orts meist alles darum Zack Zack zu machen da richtig entspannen schwierig ist..

Ich träume auch davon mal wieder mit dem Auto die Burgen am Rhein besichtigen zu fahren.
Ganz entspannt im Sonnenschein die fahrt zu genießen wie früher.
Ach das wär mein größter Wunsch.
Ich glaube wenn ich das wieder kann geht auch viel mehr.

x 1 #20


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Dr. Reinhard Pichler
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