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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 20.Aug.2011, 19:25 
Offline

Registriert: 15.Aug.2011, 09:08
Beiträge: 28
Schon wieder ein Thread von mir.

Ich versuche, alles kurz und präzise zu schildern.

Ich bin ein unsicherer Mensch ohne Selbstvertrauen, das weiß ich. Es gäbe so viel von mir zu berichten. Ich fühle mich minderwertig, ich glaube, ich mache immer alles falsch, ich habe Angst vor der Zukunft und Angst davor, zu versagen und alleine zu sein und Menschen zu enttäuschen, ich habe oft Angst und fühle mich oft so, als hätte ichnichts fertiggebracht im Leben, ich bin ständig müde und schnell erschöpft und einfach verunsichert und denke, niemand kann mich leiden und habe Angst, mich zu blamieren.
Ich mache jetzt meine Dritte Ausbildung, weil in den letzten ZWeien fühle ichmich auf grund von - Mobbing?? - nicht wohl , obwohl ich sie gerne hätte abschließen wollen. Jetzt ist es eine Schulische und es geht mir gut, weil ich nicht in der Arbeitswelt stehe.

Puh, das wird wohl doch lang.

Nun hatte ich seit meinen 16. Lebensjahr eine Beziehung. Damals war ich froh, dass mich überhaupt jemand liebt, das klingt jetzt vielleicht doof. Wahrscheinlich bin ich eigentlich hübsch und andere sehenmich nicht so negativ, aber ich denke das immer. Nun, diese Beziehung hat 6 Jahre gehalten, aber wir haben eigentlich nicht zueinander gepasst. Letzten Dezember habe ich mich dann schweren Herzens getrennt, es war eine lange, schreckliche, schmerzhafte Entscheidung, aber sie war richtig. Dazu muss ich sagen, ich wusste 4 von Sechs Jahren, dass wir eigentlich nicht zsuammengehören.

Danach war ich einige Monate single, nur so 3 oder so. In der Zeit geschah viel. Meine Eltern klammern sehr und habenauch kein Verständnis für mich. Ich beschloss, endlich mal loszulassen und umzuziehen. Warum? Ich wolle weg, ich habe die ganze Zeit mit meinem Ex bei denen im Haus gewohnt. Es gab viel Streit. Sie können es heute noch nicht verstehen, dass ich gegangen bin.
Ich wohne jetzt in der Nähe meiner Schule. SEit einigen Monaten. Ich bin froh, dass ich mich einmal meinen Eltern gegenüber durchsetzen konnte.

Nun, wie gesagt, nach den drei Monaten single-Sein (kurz vor dem Umzug), lernte ich einen Mann im Internet kennen. Wir begannen eine Beziehung. Alles fühlte sich so wundervoll an, wie es eben so ist, zauberhaft, besonders. Er besitzt eine Firma und arbeitet viel und ständig. Er hat einige Freundinnen, aber das ist ja nicht schlimm. Er hat auch noch Kontakt zu exfreundinnen, freundschaftlich, aber ich habe das hingenommen. Er kann niemals Nein sagen, viele Leute , besonders Freunde, rufen ihn bei Problemen an. Er hat zwei Ziehkinder um die er sich kümmert, weil die mutter psychisch krank ist. Er ist für alle da, er versucht es.
Wir waren 4 Monate zusammen.

Leider ist er etwas egoistisch, denke ich. Er hat ja kaum Zeit für mich, okay, ich meine, klar, er arbeitet ständig. Und die Arbeit ist sein Leben. Er liebt sie und möchte nicht anders Leben.
Doch weiterhin ist er auch verwöhnt.
Ich dachte immer, ichkönnte gut kochen, aber er hat so speziellen Geschmack, er ist glaube ich, nie zufrieden. Er ist dann nicht böse, aber er sagt immer "Du hättest das so und so machen sollen " - "Hey, diesmal könntest du die Gurke SCHÄLEN" udn so, dass ich immer dachte, mist, ich kann ihm nie was recht machen. Das war sehr schlimm. Ich fühlte mich oft, als hätte ich keinen Platz in seinem Leben. Weil er auch immer Müde war und wir nicht so oft Sex hatten. Und ich bin ja auch schwierig, siehe oben. Er aber auch. Ich fühlte mich oft allein.

Leider mache ich eine Partnerschaft immer zum Mittelpunkt meiner Welt. Für mich ist sie das Wichtigste. Ich weiß nicht, wie ich mit mir selbst besser klarkommen soll, das habe ich auch schon im Thema Einsamkeit geschrieben. Ich weiß, ich muss mich selbst lieben, um andere lieben zu können. Aber wie nur?

Wir haben viel gestritten, über das Eifersuchtsproblem, über die Zeit, die er nicht hat, er hatte nicht oft Lust auf mich. Er hat mir auch nie mal ne Kleinigkeit geschenkt oder so. Doch, aber sehr selten, ich hab immer vesrsucht, ihm ne Freude zu machen, aber er irgendwie nicht und er hat meine Bemühungen zwar gesehen udn auch geschätzt, aber nicht so sehr, wie ich dachte... Hmmm.

Es ist viel vorgefallen, alles Kleinigkeiten! Aber ich habe mich unwohl gefühlt!

Zwei mal war ich kurz vor dem Schluss machen, zwei mal haben wir gesagt, wir versuchen es! Denn ich will eine Beziehung auch so schnell nicht aufgeben.

Dann hab ich ihm eine Lange Mail geschrieben. In der alle meine Gedanken und gefühle geschildert wurden. Er sagt oft, er versteht mich nicht. Obwohl ich es ihm doch vermitteln will. Aber er ist oft so unsensibel. Er hat auch schon mal gesagt, dass er sich nicht verbiegen will. Ich weiß nicht

Es müssen ja beide Partner dran arbeiten, wenn etas nicht stimmt. Aber dann ist er doch auch wieder so lieb zu mir.

Und ich spüre, er ist ein ganz besonderer Mensch.

Heute war er ihr, wir haben Schluss gemacht. Er hat mir meine Sachen gebracht.

Warum geht es mir so schlecht???? Warum kann ich nicht einfach eine Entscheidung treffen und für mich sicher seink??? Das kann ich nicht...

Ich hab immer wieder den Gedanken gehabt, die Beziehung zu beenden und zwei Mal standen wir kurz davor, ich habe aber dann doch gesagt, dass ich esprobieren will. Das waren zwei male kurz nacheinander. Jetzt haben wir die Beziehung beendet und mir geht es schrecklich, die letzten Zwei Tage hab ich nur geweint und zwischendurch aber wieder gedacht, dass es richtig ist und ich war mir auch sicher. Aber jetzt war er wieder da und er war so liebevoll und er hat gesagt, dass er sich wünscht, dass es mir bald besser geht und dass ich auf mich aufpassen soll. Er war eine Stunde lang hier und ich konnte nicht aufhören, ihn zu umarmen... Ich wollte ihn nicht gehen lassen... Und das tat alles so schrecklich weh.Ich wollte ihn trotzdem nicht verlierne, ich meine, ich habe ihn wirklich unglaublich lieb und so... ich empfinde sehr viel für ihn und das tut mir weh... Und er ist auch total fertig und er meinte, vielleicht ist sein Leben zu schnell für mich undm wenn wir füreinander bestimmt wären, dann würden wir uns wiederfinden. Aber ichkann das alles nicht und ich komme damit nicht zurecht, denn ich kann schwer loslassen und ich frage mich immer immer wieder, ob das ein Fehler ist. Das ist schon immer so gewesen, ich möchte gern endlich selbstsihcerer Entscheidungen fällen können. Aber ich traue mir selsbt nicht über den Weg... UNd jetz ist er gegangen und ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass er jetzt weg ist und nich t mehr kommt, am liebsten hätte ich gesagt, er soll hierbleiben und nicht mehr gehen...

Ich weiß, eigentlich wird das hier auch richtig sein, weil es mir doch schlecht ging. Und wenn es nicht die richtige Entscheidung war, wieso habe ich dann so oft über Trennung nachgedacht und wieso ging es mir so oft so schlecht? Aber er ist trotzdem ein wundervoller Mensch und ich habe das Gefühl, ich kann das alles nicht schaffen ohne Ihn, ich fühle mich alleine und vermisse ihn... Ich möchte nicht immer alles kaputt machen und falsch... Und ichmöchte endlich glücklich werden können, aber mir geht es so chlecht und er leidet auch wegen mir... ICh hätte ihn nicht verlassen sollen, ich hätte noch abwarten sollen... Aber ich weiß nich... ichweiß nicht mehr weiter...

Es ist als ist der Boden unter meinen Füßen weg...
ICh hasse mich gerade selbst, weil ich nie was hinbekomme... ichmuss immer alles kaputt machen, vielleicht wäre es richtig gewesen, vielleicht hat mir Gott ein Geschenk gemacht mit diesem Mann und ich hab es einfach nicht verdient... Ich will imerm das richtige tun und kann es aber einfach nicht

Ich weiß nicht was ich tun soll. Er sagt dann sachen, dass er immer für mich da ist und ich ihn jederzeit anrufen kann und dass er dann auch jederzeit vorbeikommt, wenn ich ihn brauche, aber was soll das? Und was denken all meine Freunde, wenn das imemr so hin und her geht mit meinen Gefühlen??? Ich hab Schluss gemacht, Ach neee, doch nicht, doch, jetzt aber schon, ooooh ich bereue es...

ICh bin total unfähig, ich mcöhte mich gern zusammenreißen aer irigendwie geht es nich...


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Tipps und Hilfestellungen bei Trennung und Scheidung
 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 20.Aug.2011, 20:35 
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Registriert: 15.Aug.2011, 09:08
Beiträge: 28
Und was ich dazu sagen muss.

Mir ist klar, ich muss, wenn ich alleine bleibensollte, mich auf mich selbst konzentrieren. Ich hab nur das Problem, dass ichmich am liebsten schnell von allem ablenken will, indem ich wieder mit irgendwelchen Männern chatte... aber das sollte ich nicht, nämlich deshalb, weil man dann vielleicht wieder jemanden findet, den man sehr mag, dabei will ich ja erst mal alleine sein, ... wenn... nun ja, wenn... Wenn ich es hinbekomme... und... ich denke trotzdem immer an ihn...

Das widerspricht sich, oder??


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 21.Aug.2011, 15:44 
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Registriert: 11.Jul.2011, 21:25
Beiträge: 51
Hi Käsekuchen!

Ich glaube dass es erstmal normal ist, viel an den anderen zu denken und auch zu trauern.

Warum er Dir noch Sachen vorbeibringt und supernett ist, kann ich nur vermuten
- er hat vielleicht Mitleid, ist aber auch erleichtert, daß jemand eine Entscheidung getroffen hat, und er es nicht musste ?

Erstmal Alleinsein wollen klingt nach einer guten Option, wird auch von den meisten Ratgebern (im Internet und in Büchern) empfohlen.

Insofern ist Dein Verhalten nicht unlogisch. Du musst halt an ihn denken (Herz), der Verstand sagt: bleib lieber allein und als eine Art Übersprungs- oder Ablenkungsreaktion chattest Du mit anderen.

Kannst Du versuchen, Dich mit anderen Dingen als Chat anzulenken?

Vielleicht findest Du auch einen Chat mit gleichgesinnten Frauen?

Viel Glück!
-luf-


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 21.Aug.2011, 16:29 
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Registriert: 15.Aug.2011, 09:08
Beiträge: 28
Ja, ich versuche mich auf jeden Fall, erst mal anders abzulenken. Mit Lesen und dem Einrichten meiner Wohnung. Mit meinem Hund und Freunden. Und tollen Serien : )

Naja, ich denke, chatten und flirten und so ist eigentlich nicht schlimm. Würd ich auch machen, das problem ist nur- wenn ich dann wieder jemanden nettes finde- ich will mich ja nicht schon wieder in die näcshte Beziehung "stürzen", der Richtige wird hoffentlich auch so mal in mein Leben stolpern ^^ Daher chatte ich erst mal lieber nicht, das stimmt schon. Ich mag die Person, mit der ich dann öfter schreibe , nämlcih viel zu schnell, ja, ich bin da ein sehr emotionaler Mensch. Das möchte ich mir erst mal ersparen.
Das ganze Liebeskummer-Zeug ^^

Heute geht es mir schon etwas besser. Hätte ich fast nicht geglaubt gestern Da war es echt schlimm.

Nein, ich denke nicht, dass er Mitleid hat, er wäre nämlcih sehr gerne in der Beziehung geblieben und wir empfinden beide füreinander noch sehr viel!
Aber ich habe auch eingesehen, dass es so für mich nicht weitergehen kann, eine Beziehung soll ja stärken und nicht kaputtmachen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 23.Aug.2011, 07:40 
Hi Käsekuchen!

Wie geht es Dir heute!

Lieber Gruß
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 23.Aug.2011, 07:50 
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Registriert: 15.Aug.2011, 09:08
Beiträge: 28
Im Moment nicht so gut. Ich habe den Fehler gemacht, meinen Exfreund im Internet anzuschreiben, wir chatten gerade miteinander. Ich bin sehr traurig. Wir träumen von Änderungen und Neuanfängen, aber ich glaube, das dass keine Gute idee wäre, da es eh nicht gutgehen kann. Ich weiß es nicht. Ich bin wirklich sehr traurig. Ich habe sehnsucht nach ihm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 23.Aug.2011, 09:19 
Hallo Käsekuchen!

Ich kann Deine Sehnsucht und Traurigkeit gut verstehen. Nur gönnst Du Dir noch nicht einmal ein paar Tage, um wieder etwas zu Dir selbst zu finden. :(

Du hast Angst, dass Du ihn verlieren könntest, wenn Du eine zu lange Zeit ohne Kontakt verstreichen läßt, nicht wahr?

Ganz lieber Gruß, drück Dich!
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 23.Aug.2011, 16:49 
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Registriert: 15.Aug.2011, 09:08
Beiträge: 28
Hmm, naja, verlieren... Ich weiß nicht.

Ich hatte das Bedürfnis, ihn anzuschreiben, habe auch manchmal das BEdürfnis, mit ihm zu sprechen. Denn: Er war ja doch einige Zeit mein Ansprechparter, der Mann, an den ich mich wenden konnte, wenn ich reden wollte,mit dem ich geflirtet und gelacht und dem ich meine Sorgen erzählt habe. Das kann ich schlecht im Kopf so von einem auf den anderen Tag abstellen. Ich habe leider keinen Schalter, den ich umlegen kann.

Und ich will ihn mir auch nicht "warmhalten." So ist es auch nicht. Klar, wir haben heute darüber gesprochen, wie es wäre, wenn man mal wieder sich zusammenrauft, aber ich denke, das ist keine gute Idee, klar, er ist ein wundervoller Mensch, aber ich möchte ja auch glücklich werden. Das kann ich mit ihm wohl nicht. Ich weiß es nicht, aber mein Verstand sagt schon eher : Nein.
Ich möchte nur hin und wieder... ja,... noch diese Nähe...spüren.. Klingt komisch. Ich weiß auch, dass man so schlecht abschließen kann, wir sollten uns gar nicht mehr reden, schreiben, sehen.

Und wisst ihr, was mich hier sehr stark beschäftigt?
Eigentlich gehört das in den Thread "Einsamkeit", aber naja.

Ich möchte auch nicht, dass ihr schlecht von mir denkt. Ich versuche, es zu erklären.

Mir sagen jetzt alle: "Du soltlest dich um dich selbst kümmern" und "Lerne, allein zu sein". Das mag auch richtig sein, ich weiß. Und ja, ich vermisse meinen Ex... freund... und ich habe aber auch halb schon abgeschlossen. Ich bin ja ein Mensch, der nicht viel alleine bleiben kann, also, alleine schon, generell. Aber ich bin gerne NICHT single. So ist das gemeint. Und ich war auch noch nie lange single. Und klar, das muss man mal gelernt haben und man kann sich ja nicht von einer Beziehung in die nächste stürzen.
Das ist mir bewusst. Ich möchte mich auch jetzt um mich selbst kümmern.

Aber das Problem ist... wenn mir Freunde sagen, "Ach, in einem Jahr oder so, da hat dir das alleinsein schon gut getan" , dann bin ich wütend, dann denke ich mir (innerlich) "Ja, sie haben recht. Aber warum ist es jetzt die Norm, dass ich für mich bleiben MUSS???" Ich denke, Mann, ich möchte das selbst entscheiden. Natürlich, werdet ihr jetzt sagen, kann ich das auch selbst entscheiden.
Aber irgendwie habe ich das gefühl... es gibt eine Mindestzeit, in der man allein bleiben muss, ohne schief angesehen zu werden. Und eine noch längere Zeit, in der man allein bleiben muss (wie in meinem Fall), wenn man mit sich selbst nicht zufrieden ist und kein Selbstbewusstsein hat.

Versteht mich nicht falsch. ICh traure um die Beziehung. Ich möchte mich NICHT in eine Neue stürzen. Aber leider fühle ich mich jetzt unter Druck gesetzt und denke "Also mindestens ein Jahr allein", ich traue mich ja gar nicht, mal zu flirten im Internet oder zu chatten oder so, weil ich angst habe, jemanden zu mögen. Wenn man jemanden MAG, dann will man ihn auch treffen, kennen lernen. Und dann kann es passieren, dass man sich umsomehr mag und sich sympathisch ist. Um dieser "Gefahr" aus dem Weg zu gehen (hört sich alles wahrscheinlich total komisch an), kann ich das alles nicht tun, obwohl es manchmal - nicht im Moment - mein Bedürfnis ist und ich einfach glücklicher bin, wenn ich ungezwungener mit meinem Leben umgehe. Für mich selbst da sein. Das soll ich.

Und das bedeutet, auch mal das zu tun, was einem den Alltag verschönert. Aber flirten im Netz, schreiben mit netten Männern, das dürfte ich demnach jetzt mindestens ein Jahr nicht, denn wenn dann doch mal jemand dabei ist, schütteln alle um mich herum nur die Köpfe und sagen sich "Häääh?? Schon wieder der Nächste??"

Also, ichbin eine sehr treue Person in der Beziehung.

Und ich leg es jetzt nicht drauf an, aber ich fühle mich so eingeengt durch diese unsichtbare "Regel"; die da gerade über mir schwebt. Ich muss doch selbst wissen, wie meine Bedürfnisse sind? Und ja, ich möchte gerade nur Schule, meine Wohnung, bissel lesen, schreiben. Aber ich möchte auch, wenn es mich überkommt, einfach mal mit einem Mann schreiben oder reden. Nur können dann ja Dinge folgen.
Und nein, wie bei manchen Singles kommt eine Affäre leider nicht für mich in Frage, denn da besteht auch wieder die "Gefahr", dass ich den Mann dann mag und mehr möchte (ich bin kein Affärentyp), er aber nicht (-> Enttäuschung) oder er doch (-> BEziehung, schon wieder).

Oh, ich denke, ihr schüttelt jetzt die Köpfe und sagt: Auweia. Wie ist die denn drauf.

Es ist nicht so, dass ich jetzt DEN Mann vermisse in meinem Leben (naja, doch, irgendwie schon), aber ich wäre auch nicht bös, wenn ich erst mal eine Weile allein bleibe. Aber ich möchte mich eben nicht so zwingen, NICHT mit jemanden zu reden, NICHT zu chatten an einem Wochenende, an dem ich eh alleine bin. Und dazu kommt ja noch, dass ich in meiner langen Beziehung so gut wie nie Sex, dann etwas war ich single, dann mit meinem Ex lief es dann auch wieder nicht so toll, weil er ja immer müde war. Ich bin aber durch meinen ersten, wackligen Schritt in richtung BDSM auch irgendwie neugierig. Diese ganzen Dinge frustieren mich. Ich brauche jetzt niemandne, der bei mir ist, so ist es nicht. Aber mich zu zwingen, nicht ein bisschen zu stöbern, zu lesen, mal zu chatten aus Neugier... aus Angst vor den Konsequenzen ( ich nenne sie einfach mal so), ist einfach doof.

Dann könntet ihr noch sagen: "Aber dann sagst du eben, dass du noch nichtbereit bist für eine Beziehung". Genau das ist es doch aber. Ich würde das von mir aus wohl eher nicht sagen, nur, weil mir andere Menschen immer wieder sagen: Das ist das Beste für dich, bleib erst mal alleine.
Ja, ich seh das auch so, aber da gibt es keinen festgelegten Zeitrahmen. Ich will ja nun nicht die näcshten Monate jemanden Neues.
Aber ich bin als SIngle einfach sorgloser, wenn ich auch flirten darf, ohne im Kopf zu haben: "Puuuh, du darfst nicht weitergehen bis..."

Ich weiß, das klingt total verrückt.

Und ihr könnt es sicher nicht vesrtehen, immerhin habe ich gerade mit meinem Freund schluss gemacht. Nur manchmal lenken mich gespräche mit anderen etwas ab. ABer ich will das gar nicht im Moment. MIch stört nur gerade diese Tatsache, dass jetzt jeder von mir erwartet, dass ich allein bin. Und bleibe. Das ist, als könne ich nicht selbst entscheiden.
Leider kann ich das wirklich nicht, weil mir die Meinung Anderer immer so wichtig ist.

Klar, ich stürze mich nicht mit dem nächstbesten Mann in eine Beziehung... will ich doch gar nicht. Ich will für mich sein. Aber diese unsichtbaren Regeln... baaaah.

Ich hoffe, ich habe niemanden verärgert oder mich jetzt in ein schlechtes Licht gerückt. Wenn Fragen sind, möchte ich sie auch gern beantworten. Das ist echt komisch. Ich weiß nicht.

Vielleicht habt ihr ja einen Tipp. Ich weiß, was wichtig für mich ist: Hobbies pflegen, Ausbildung, Wohnung hübsch machen, mich mit meinen Problemen auseinandersetzen. Seht ihr, das ist auch genug, als dass ich noch irgendwelche Männergeschichten brauche.

Und ich denke oft an meinen Freund. Aber mein Verstand hat mir schon vor einem Monat zugeflüstert, dass es eher schwierig wird mit ihm. Naja. Ich hätte es wissen müssen.

Danke fürs Lesen.

Bitte denkt nichts Schlechtes von mir. Herrjeh :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 24.Aug.2011, 12:44 
Hi Käsekuchen!

Zitat:
Und ich will ihn mir auch nicht "warmhalten."
Das hatte ich gemeint und es ist gut, dass Du nicht so denkst.

Zitat:
Ich möchte nur hin und wieder... ja,... noch diese Nähe...spüren.. Klingt komisch. Ich weiß auch, dass man so schlecht abschließen kann, wir sollten uns gar nicht mehr reden, schreiben, sehen.
Ja, ich denke, es wäre gut, erst einmal Abstand herzustellen. Jeder Kontakt ist ein Aufwärmen der Gefühle, oder? Erst recht, wenn Ihr über Eure Beziehung sprecht, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, wieder zusammen zu kommen, oder was wäre wenn...

Zitat:
MIch stört nur gerade diese Tatsache, dass jetzt jeder von mir erwartet, dass ich allein bin. Und bleibe. Das ist, als könne ich nicht selbst entscheiden.
Leider kann ich das wirklich nicht, weil mir die Meinung Anderer immer so wichtig ist.
Wenn Du mit anderen sprichst, dann bitte doch darum, das Dir andere Leute nicht irgendwelche gut gemeinten Ratschläge geben. Wenn sie mögen, können sie Dir ja auch einfach nur zuhören. Aber tatsächlich liegt Dein Problem darin, dass Du das Wort anderer so wichtig nimmst.

Ich meine, wenn ich Dir hier irgendeine Empfehlung hinschreibe, was Du tun könntest, dann, um Dir zu helfen. Was Dir tatsächlich helfen könnte, weiß ich nicht wirklich. Aber unter Druck setzen will ich Dich ganz bestimmt nicht damit!

Erwartet wirklich jeder von Dir, dass Du erst einmal für Dich alleine bleibst, oder denkst Du nur, dass es so ist?

Zitat:
Ich hoffe, ich habe niemanden verärgert oder mich jetzt in ein schlechtes Licht gerückt. Wenn Fragen sind, möchte ich sie auch gern beantworten. Das ist echt komisch. Ich weiß nicht.
Ich finde Deine Gedanken nicht komisch. Ich finde es erschreckend, wie sehr Du Dir nen Kopf darum machst, was wir hier von Dir denken. Diese Sichtweise verkompliziert Dein Leben bestimmt sehr, und das finde ich sehr schade.

Zitat:
Vielleicht habt ihr ja einen Tipp. Ich weiß, was wichtig für mich ist: Hobbies pflegen, Ausbildung, Wohnung hübsch machen, mich mit meinen Problemen auseinandersetzen. Seht ihr, das ist auch genug, als dass ich noch irgendwelche Männergeschichten brauche.
Du sagst zu uns „Seht ihr“. Wenn Du das jetzt noch zu Dir selbst sagst, dann wirst Du feststellen, dass Du Dir damit selbst eine Bestätigung, quasi ein Schulterklopfen gibst. Das ist mein Tipp. Übe es, Dir selbst auf die Schulter zu klopfen. Wenn Du etwas getan oder erledigt hast, etwas für Dich geschafft hast, dann lobe Dich selber, bevor Du woanders nach Bestätigung suchst. Wenn Du Dir nicht sicher bist, dass es überhaupt etwas gibt, wofür Du Lob verdient hättest, dann nimm einfach alles, was Du getan hast, dass für Dich schwierig oder anstrengend war.

Zitat:
Bitte denkt nichts Schlechtes von mir. Herrjeh
Oh man, Käsekuchen! Du bist mir schon so eine! :wink:

Ganz lieber Gruß
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Jetzt hab ich mich getrennt. Ich habe Angst...
BeitragVerfasst: 01.Sep.2011, 09:19 
Offline

Registriert: 22.Aug.2011, 12:45
Beiträge: 49
Ich kenne die Predigten von wegen "stürz Dich nicht in die nächste Beziehung, lern erst mal, aleine zu leben" sehr gut von meiner Mutter.

Aber ...

... es gibt keine Regel dafür, ob und wie lange man alleine sein muss, um danach wieder eine glückliche und dauerhafte Beziehung führen können. Es gibt nur einen einzigen Menschen, der Dir sagen kann, ob Du wieder bereit bist, Dich neu zu verlieben: Dich selbst!

Wichtig ist, dass Du Du selbst bist, dass Du Dich nicht verstellst oder irgendwas darstellen willst, was DU nicht bist. Wenn Du chattest und flirtest und Dir dabei jemand immer sympatischer wird, dann merkst Du selbst, ob DU weiter gehen willst oder nicht. Wenn Dein Herz ja sagt, lass Dich drauf ein, wenn Dein Herz noch nicht will, gib Dir die Zeit.

Wichtig dafür ist aber, dass DU lernst, zu unterscheiden, welche Gefühle von Dir selbst kommen und welche Gefühle nur von den "Regeln" udn gut gemeinten Tipps der ANderen kommen. Wenn also irgendwas in DIr "VOrsicht, RÜckwärtsgang" schreit, dann versuch, raus zu finden, ob das Deine eigenen Empfindungen sind, oder etwas, was DIr jemand vorgebetet hat ... Deine Gefühle entscheiden!

Ich persönlich finde es (für mich selbst) wichtig, immer treu zu sein, aber das siehst DU ja genau so, wie Du selbst geschrieben hast. VOn dem Moment an, wo eine Beziehung beendet ist, gibt es ... finde ich ... keine Regel, wie lang man warten soll. Es kommt einfach drauf an, wann das eigene Herz sich wieder öffnen kann. Ich finde, Du solltest Dich gegen eine neue Beziehung genau so wenig sperren, wie gegen das alleine sein, Nimm es einfach, wie es kommt, und höre auf das, was DU selber fühlst.

Übrigens KANN es klappen, sofort in die nächste Beziehung zu "stürzen". Ich kam mit meinem Verlobten zusammen, direkt nachdem ich mich von meinem Ex getrennt hatte. Meine Mutter hat gezetert, viele Freunde haben den Kopf geschüttelt und mein Ex war felsenfest davon überzeugt, dass da vorher schon was gelaufen ist. Ich für mich weiß aber, dass das nicht so war, dass ich bis zum Schluss treu war. Ich bin meinem Herzen gefolgt ... und habe den Mann meines Lebens gefunden!


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