Hallo BöserBauch,
zuerst kann ich mal sagen das ich dich sehr gut verstehe wie du dich fühlst und das ich ebenfalls an Reizdarm erkrankt bin und sehr damit zu kämpfen habe.
Das Gefühl als
Hypochonder abgestempelt zu werden kenne ich zu gut, ich habe deshalb auch den Arzt zweimal gewechselt. Jetzt habe ich einen Hausarzt der super Klasse ist und mich immer wieder aufmuntert wenn ich mal wieder am Boden zerstört bin, weil ich schon wieder wegen starken Bauchkrämpfen und ähnlichem nicht zur Arbeit konnte.
Ich habe sehr viele Untersuchungen hinter mir, ich zähle das mal auf:
- mind. 15 Bluttests
- Urinproben
- Stuhlproben
- Koloskopie
- Ultraschall (sehr oft)
- MRT (gesamtes Abdomen, also alle Organe)
- Lungenarzt
- ausführliche Gynäkologische Untersuchung
- Laktose- und Fruktose Test (H2 Atemtest)
- andere Allergietests
- Krankenhausaufenthalt
... und vielleicht habe ich noch was vergessen?
Jedenfalls kam nur bei den Allergie Tests raus, das ich unter Laktose- und Histaminintoleranz leide.
Mein Gastroenterologe hat schließlich den Reizdarm bestätigt, den mein Hausarzt vermutet hatte.
Meine Symptome sind sehr starke Bauchkrämpfe, Blähungen, starke Verstopfung (selten Durchfall), Übelkeit und Atemnot.
Meine Medikamente:
- Buscopan
- Iberogast
- Carminativum Hetterich Tropfen (täglich)
- MCP Tropfen
- Novaminsulfon Tropfen
- Flohsamenschalen (täglich)
Natürlich nehme ich das nicht alles täglich ein, das gehört aber zu meiner Notfall Apotheke.
Meine Therapie:
- nur noch stilles Wasser und Magen- Darm schonende Tees
- viele kleine Mahlzeiten statt wenige große (gelingt mir aber nicht immer)
- auf keinen Fall Alkohol oder Kaffee/ schwarzen Tee
- Psychologe (den ich leide sehr an seelischen Problemen, die letztendlich auch meinen Reizdarm ausgelöst haben)
- Regelmäßige Arztbesuche
- viel Bewegung
Im Moment geht es mir wieder sehr schlecht mit meinem Darm, aber es gibt auch Tage an dem spüre ich gar nichts.
Ich lerne gerade meinen Darm zu akzeptieren und Versuche meine Psyche auf die reihe zu bekommen.
Ich bin guter Hoffnung das ich das mal in den Griff bekomme.
Vielleicht hast du jetzt die ein oder andere Anregung bekommen, vor allem nicht auf zu geben! Es ist schwer mit Reizdarm zu leben und nur Betroffene können das wirklich nach voll ziehen.
Ich wünsche dir alles Gute das du noch deinen Geeigneten weg findest... auch wenn es vielleicht doch nochmal ein Arzt wechsel ist...
Liebe Grüße Paddy