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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 10:57 
hallo zusammen,

meine mutter trinkt seit sie 14 ist, aber seit ca 10 jahren ist es richtig schlimm mit ihr.
sie trinkt von morgens bis abends und ist dann immer so knülle das sie hinfällt, glühende zigaretten vergisst und blut im stuhl hat. :(

sie war schonmal in einer entgiftung(2wochen) und danach 3 jahre trockenmit selbsthilfegruppen und allem.. hat sich dann aber durch alkoholfreies bier wieder eingeschlichen... sie verspricht immer wieder einen entzug zu machen und macht dann doch nen rückzieher. aber wenn sie nicht schnell aufhört zu trinken wird sie daran sterben. ich habe auch schonmal den krankenwagen gerufen weil ich angst hatte das sie im schlaf stirbt weil sie deeermaßen übertrieben hatte.

kann man in extremfällen seine eigene mutter zwangseinweisen ? sie versucht momentan "sich selbst zu therapieren" (sagt sie) indem sie versucht nur abends zu trinken (weil das ja viele machen ;) ) aber sie schafft es nicht und es ist auch nicht ungefährlich solche versuche zu unternehmen.. die ganze familie leidet darunter aber sie wohl am meisten. ich habe ein großes verantwortungsgefühl ihr gegenüber weil sie sonst niemanden mehr hat..

weiß jemand rat ? freiwillig macht sies nicht..

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 17:24 
Offline

Registriert: 31.Jul.2011, 16:07
Beiträge: 124
Wohnort: Köln
Hallo Resley,

eine Zwangseinweisung nach dem Unterbringungsgesetz ist nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung möglich. Und auch dann nur für einen bestimmten Zeitraum, meist liegt der bei 24 Stunden, (der Zeitraum ist Ländersache).
Nach 24 Stunden muss die betreffender Person dann zumindest vom zuständigen Richter auf eine weitere Vorgehensweise begutachtet werden.
Eine Suchterkrankungen (auch wenn diese schädliche körperliche Folgen haben werden) ist kein zwingender Grund für eine Zwangsunterbringung.

Ich finde es toll, daß Du Dir so viele Gedanken um Deine Mutter machst. Vor allem, wenn Sie anfängt sich ein Trinksystem zurechtzubauen (nur abends zu trinken) und dann die Bagatellisierung (tun ja alle), macht das schon klar, daß die Lage ernst ist.
Nur für eine erfolgreiche Therapie ist ja auch immer die Einsicht des Erkrankten in seine Krankheit nötig. Vielleicht hilft es ja, wenn Ihr (also Deine Mutter und Du) mal an den Sozialen Dienst in Eurer Stadt wendet?

Wünsche Dir viel Glück!
LG
Angela

_________________
Angst findet nur im Kopf statt


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 17:44 
@resly

Zunächst mal eine Internetadresse Link an den Du Dich wenden kannstn und der glaube ich sehr wichtig für Dich ist. da meldeste Dich an bist anonym und bekommst bei allen Fragen was Alkohol betrifft entscheidende Hilfen

http://online-aa.de

http://www.anonyme-alkoholiker.de

Die beiden Adressen oder Links sind für Betroffene.

Und die hier für Angehörige wie Dich z.B ;-)

http://www.al-anon.de

Da biste schon mal an der richtigen Adresse.

Nun zu Deiner Frage . Du kannst Deine Mutter sehr wohl einweisen lassen wenn Du sagst das Du sie mit der glühenden Zigarette auf dem Fussboden schon mehrmals entdeckt hast und somit hat sie das Leben von sich , von Dir von den Leuten im Haus usw gefährdet. Somit greift der Absatz im Gesetzbuch das jemand der für sich selbst und andere eine Gefährdung darstellt.

Das sie Blut im Stuhl hat und dies möglicherweise Krebs sein kann ist ebenfalls eine Eigengefährdung , da sie aufgrund des Alkoholkonsumes ihr Krankheitsbild nicht abklären lassen kann .

Gegebenenfalls den Notarzt fragen ob man erst warten soll bis das Haus in Flammen steht .

Sie müßen reagieren weil es sonst unterlassene Hilfeleistung wäre wenn dann tatsächlich etwas passiert.

Das war erstmal das wichtigste. Zum anderen ist es zwar richtig das sie vorerst nur 24 Stunden inm Entzug gehalten werden kann, aber der Richter wohl wenn sie nicht freiwillig bleibt von den Ärztebn des KHs ausgeht und bei dem Alkoholkonsum ist Deine Mutter eh nicht so fit , das sie am nächsten Tag schon wieder raus geht. Ohne Alk schon mal gar nicht. dazu gehts uihr dann viel zu schlecht.

Dann wäre es wichtig in eine anschließende Therapie zu gehen und zwar in eine psychosomatsiche langzeitklinik. Aufenthalt zwischen 6Wochen bis 6 Monaten. Kommt auf ihre Mitarbeit an ;-)

Nur eine Entgiftung hat gar keinen Sinn. Sie hat verlernt sich Problemen zu stelen und wird beim geringsten Widerstand wieder in den Suff flücjhten. In einer Langzeitherapie wird ihr wieder beigebracht das leben mit Problemen ohne Alkohol zu leben und Probleme ohne Alkohol zu lösen und sie wird selbstbewußter und stärker. danach ist dann regelmäßiger Gruppenbesuch das A und O.

Alkoholiker ist keine Krankheit die man mal eben so hat, sondern eine LEBENSLANGE Krankheit die man aber in den Griff bekommen kann. das schafft man allerdings nicht mit einer Entgiftung wo nur der Körper vom Alkohol weg ist, sondern man braucht unbedingt auch Psychologen und Therapeuten die an den Defizitehn und vermeintklichen Gründen zu trinken mit Deiner Mutter arbeiten. Sonst ist alles für die Katz !!!


Glaube mir bitte . Ich weiß von was ich schreibe ;-)

Nutze meine Worte ;-)

Dir und deiner mama alles alles Gute .

Bin gerne jederzeit auch über pn erreichbar ;-)

GGLG Ozzy :D :D :D


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 17:46 
Offline

Registriert: 09.Jun.2008, 18:00
Beiträge: 1671
Also mein vateer war alki .

Ganz ehrlich solange sie nicht die einsicht hat , kannste garnichts machen.
du müsstest sie fallen lassen , ihr sich selbst überlassen.

Was du machst ist coabhängikeit , du leidest darunter siehst den verfall.

Entweder sagst Ihr , wenn du jetzt keinen entzug und therapie machst haste auch mich verloren.
wenn sie dann sagt dann geh doch dann kannst du ihr nicht helfen .
dies wird dir wohl auch jeder suchtberater sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 17:51 
@resly

Einsicht wird sie erst haben wenn sie nüchtern ist. Dazu muss sie erstmal nüchtern werden und das kann sie am besten in einer Klinik.


So lange der Alk das Wort bei ihr hat is nix mit Einsicht ;-)


Darf ich fragen wie alt Du bist ?


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 11.Nov.2011, 17:52 
:D :D :D


Ich denke mal wenn sie in einer Klinik aufwacht und fragt wie sie dahin gekommen ist und man sagt ihr das Du sie eingewiesen hast , dann wird das Räderwerk schon anfangen zu rattern. Soweit der Kater dies zulässt ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 12.Nov.2011, 09:31 
hey,

danke schonmal für die schnellen antworten und die internetadressen.

ich habe ja wie gesagt schonmal den krankenwagen gerufen als es nachts ganz schlimm war (zu der zeit wohnte ich wieder bei ihr). aber die jungs vom rtw haben sich sogar darüber lustig gemacht und wollten sie erst garnicht mitnehmen :evil: . bis ich gesagt habe "wenns eure mutter wäre, würdet ihr auch nicht lachen". dann haben sie sie doch mitgenommen.. als verabschiedung bekam ich dann ein "ich hasse dich" :roll: und am nächsten morgen stand sie wieder auf der matte.

sie trinkt halt "nur" bier aber das dann von morgens bis abends.. aus dem grunde hat sie nicht so oft blackouts oderso. auch wenns ihr am nächsten tag schlecht gehen würde, könnte sie locker aus der klinik nach hause kommen. das ist ja das problem .... es wird einfach von allen unterschätzt wie weit es mit ihr schon gekommen ist.

sie ist bei einer suchtberachtungsstelle und geht ein mal im monat zum psychiater.
und dieses gerede "alkoholismus ist eine krankheit" hat sie erstrecht dazu gebracht wieder anzufangen. is ja auch ne schöne ausrede :verrück ....

das mit dem fallen lassen wurde mir schon oft gesagt. aber was wäre ich denn für eine tochter wenn ich meine KRANKE (so sehen es ja alle) mutter zu hause verkommen lasse.
es ist ein teufelskreis in dem ich bin... und ich sags mal ganz krass : ich will nicht vom tod meiner mutter durch die zeitung erfahren. es geht nicht mehr lange gut...deswegen kann ich sie nicht fallen lassen. ich habe aber in den letzten jahren den kontakt immer weiter gedrosselt weil ichs einfach nicht mehr kann. ich mache mich selbst damit kaputt das mit anzusehen und zu hören was sie sagt im suff.. aber ich fühle mich dazu verpflichtet denn sie ist so ein lieber mensch und sie hat sonst nur ihren freund der auch trinkt. der rest der familie hat sie schon abgeschrieben...

Ozonik7, ich bin 22. wieso fragst du?

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 12.Nov.2011, 10:51 
Offline

Registriert: 10.Nov.2011, 18:57
Beiträge: 194
Ich hatte mal einen Nachbar, der Trank wie Bekloppt, ebenfalls von morgens bis abends.
Er Erbrach und Soff anschliessend weiter.

Klinik und Entgiftung.
Pause
Weiter Saufen.


und das ganze von vorne.


Ich habe ihn öfters weg gebracht in die Klinik mit dem Ergebnis was andere hier schon geschrieben hatten.

So lange deine Mutter von alleine nicht einsehen will das sie Hilfe braucht kannst du machen was du willst. :-(
Allerdings fände ich eine Zwangsunterbringung ganz gut, nur wenn sie nicht will bringt das ganze nichts.

Soweit ich weiß ist mein ehemaliger Nachbar heute trocken aber nur weil er Grenzen erreicht hatte, wo es nicht mehr weiter ging.

Viel Glück


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 12.Nov.2011, 11:07 
Bommel1 hat geschrieben:
Allerdings fände ich eine Zwangsunterbringung ganz gut, nur wenn sie nicht will bringt das ganze nichts.
:mrgreen:

ja ich habe mal gehört das ein alkoholiker durchschnittlich 7 mal im entzug war bevor er es schafft trocken zu bleiben..

bei meiner mutter sind die grenzen überschritten.. ich mein, jemand der blut sch***** und immernoch weiter trinkt ist verdammt arm dran.

an wen müsste ich mich denn wenden wenns darum geht sie zu zwingen ? weil rtw hatte sie damals in ein normales krankenhaus gebracht für einen tag.. das bringt ja nichts. man müsste sie irgendwie entmündigen oderso


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 Betreff des Beitrags: Re: mutter zwangseinweisen ?
BeitragVerfasst: 12.Nov.2011, 11:09 
Offline

Registriert: 10.Nov.2011, 18:57
Beiträge: 194
äääääähm soweit ich weiß ist es das gesundheitsamt, amtsarzt und andere öffentliche behörden. die können sowas veranlassen.

entmündigen geht nicht so einfach.... das muss dann auch ein gericht entscheiden (vormundschaft).

frag erstmal bei den öffentlichen behörden nach was die dazu sagen.


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