Hallo t,
ich finde das frühere Verhalten deiner Mutter schon sehr fragwürdig.

Zu merken, dass die eigene Tochter morgens völlig dicht nach Hause kommt und nichts zu sagen, und das als "gelernte" Pädagogin, ist, sagen wir mal, "schwach". Oder auch "unverantwortlich".
Es gibt leider viele Mütter, die einen Sohn, vor allem wenn er der einzige ist, als etwas Halb-Göttliches verehren

und die weiblichen Kinder für etwas, das selbstverständlich ist und einfach so mitläuft.

Noch dazu müssen Töchter viel eher ganz selbstverständlich im Haushalt mithelfen (was ja an sich okay ist), womit sie ein bisschen als "Dienstmädchen" empfunden werden. Nicht zwangsläufig, aber häufig.
Wenn deine Mutter auf deine Probleme aber so gleichgültig reagiert und sagt, sie könne dir nicht helfen: Könnte es sein, dass sie selber das Gefühl hat oder hatte, dass niemand
ihr helfen konnte oder kann? Sie ist ja auch eine Frau. Vielleicht fühlt sie sich hilflos in ihrer Frau-Rolle und kann deswegen dir auch keine emotionale Stütze sein? Und schaut deswegen weg, wenn du Probleme hast (wie Drogen z.B.)?
Ich möchte dir damit nicht nahelegen, jetzt auf Mitleid mit deiner Mutter umzuschalten, sondern um eventuell deinen Blickwinkel zu erweitern. Falls etwas an dem, was ich gerade geschrieben habe, dran ist, dann wäre das für dich ein Untersuchungsfeld. Denn die Geschichte deiner Mutter ist ja auch die Geschichte deiner Herkunft. Über seine Eltern Bescheid zu wissen erleichtert einem die Selbstfindung.
Weißt du über die Kindheit und Jugend deiner Mutter und ihre Beziehungen zu ihren Eltern und inbesondere zu ihrer Mutter Bescheid? WÜrde es dich interessieren?
Liebe Grüße
GastB