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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Übertriebene, kontrollierende Eifersucht, Verlustangst
BeitragVerfasst: 12.Mär.2010, 14:57 
Hallo freiergeist!!
Zitat:
Du meinst also ich soll es das nächste Mal auf meine Vergangenheit schieben? Ob das klappt...?
Ich frage mich generell was überhaupt gegen solche Zustände gemacht werden kann.

Ich glaube, fast jeder Mensch hat Dinge im Leben erlebt, die er nicht so einfach verdaut hat.
Ging mir auch nicht anders.
Mein Therappeut hat so eine Aufarbeitung verglichen mit: Zimmer aufräumen.
Ich fand das ganz passend. Man glaubt auch gar nicht, an was man sich mit einem Mal so alles erinnern kann. Nur, durch reden.
Also, freiergeist, ran an den "Haushalt". :wink:
Ich drück Dir und Deiner Partnerin die Daumen, das ihr eure Partnerschaft bald wieder so richtig geniessen könnt.
Vent hat übrigens sehr recht. Die Wut, die Eifersucht, die Du jetzt fühlst, hat nichts mit der momentanen Situation zu tun.
Liebe Grüße.... Simmi


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 Betreff des Beitrags: Re: Übertriebene, kontrollierende Eifersucht, Verlustangst
BeitragVerfasst: 12.Mär.2010, 15:02 
Hi Freier Geist,
du schiebst sicher nicht deine Probleme auf die Vergangenheit, weil es um keine Frage der Schuld geht, sondern darum, dass bestimmte Ereignisse dein Denken und Verahlten geprägt haben und dass du, sowie deine Partnerin das einfach akzeptieren müsst. So ist es, Punkt.

Wenn du als Kind unzähligen Trennungen und Verlusten ausgesetzt warst, hat es bestimmte Ängste zur Folge, je älter man wird, desto mehr werden sie sich manifestieren - und denen musst du dich in der Therapie stellen. Rede ganz ruhig mit den Psychologen, lass dir gleich bei meheren Termine für Vorgespräche geben und suche dir dann für das Therapieverfahren den aus, bei dem du ein gutes Gefühl hast, dass er engagiert genug ist und dir am besten weiter helfen kann.

Zitat:
Mein Denken, mein Handeln hat schon paranoide Züge in der Hinsicht, es ist wie eine Psychose, ein Trauma... ein heftiger Knacks, so oder so ähnlich könnte man es beschreiben.

Nein, da hat sich nur etwas festgefahren, da kannst du jederzeit wieder herauskommen, Schritt für Schritt. Wie schnell - das hängt u.A. auch von äußeren Umständen ab. Es ist dabei wichtig einen ehrlichen und verständnisvollen Partner zu haben, der mit Problemen in der Beziehung gut umgehen kann.

Überleg mal, in welchen Situationen du am meisten ratlos bist und leidest, und meide sie fürs erste mal. Als Beruhigungsmittel kann ich dir Opipramol empfehlen, das ist ein Sedativum, das keine Abhängigkeit erzeugt und im Gegensatz zu AD's keine ziemlich häufig vorkommende Nebenwirkungen hat. Das Mittel bekommst du auch von einem Hausarzt verschrieben.

Setzt dich doch auch mal ruhig hin und überleg, was dir alles im Kindesalter geschehen ist... wie kann ein kleines Kind unbeschadet mit so vielen Belastungen fertig werden? Geht doch gar nicht. Das ist die Situation und wir brauchen keine Helden zu spielen. Die Aufgabe ist zu lernen damit, was man hat, mit allen Nach- und Vorteilen im Frieden mit sich selbst zu leben. Dann werden auch die anderen Männer auf der Straße oder sonst jemand für dich gar keine Bedrohung mehr sein.


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