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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 29.Aug.2011, 10:38 
Hi oneruga!

Ich stimme da mit moeweX überein, dass sich Deine Eifersucht tatsächlich in einem normalen Rahmen bewegt, und hier nur so schlimm war, weil Du einen echten Anlass hattest, Dir Sorgen zu machen.

Ich sehe es so, dass genau dafür die Eifersucht da ist. Sie kommt hoch, wenn unter der Schwelle des Bewusstseins Dinge registriert werden, die man vielleicht als ungutes Gefühl beschreiben könnte. Sie warnt und rät zur Wachsamkeit.

Das hat bei Dir funktioniert! Mehr noch, Du hast sofort auch noch versucht, die Eifersucht zu verstehen und die Verantwortung für sie zu übernehmen.

Es tut mir sehr leid für Dich, dass die Beziehung / Affäre (schon wieder) für Dich zu einer Enttäuschung geworden ist. Das ist echt bitter. Pass gut auf Dich auf, dass diese andauernden Enttäuschungen nicht mehr aus Deiner Eifersucht machen, wie moeweX es schon angedeutet hat.

Oder platt ausgedrückt, andauernde Enttäuschungen in Gefühlsangelegenheiten hauen den stärksten Mann irgendwann um.

Wenn Du auf meinen Rat wert legst, dann würde ich Dir empfehlen erst einmal Abstand von der Beziehung und auch der Freundschaft zu nehmen. Solange emotional für Dich da mehr ist, kannst Du beim Versuch eine Freundschaft zu leben nur verlieren.

Wenn Du überhaupt noch eine Chance bei ihr hast, dann indem Du sie gehen lässt und ab sofort nicht für sie, sondern für Dich selbst da bist. Das ist zumindest meine Meinung.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Du diese Affäre schnell hinter Dir lassen kannst, und jemanden findest, der auch Dich glücklich macht!

Lieber Gruß
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 31.Aug.2011, 14:31 
Offline

Registriert: 28.Aug.2011, 00:05
Beiträge: 12
Wohnort: NRW
Update:
Habe mich mit ihr getroffen um ihr noch Sachen zu bringen die sie bei mir hatte.
Wir haben geredet, ich habe ihr meine Vermutungen erzählt... Und es hat alles genaustens gestimmt.
Was meine Eifersucht mir als Kopfkino gesetzt hat, stimmte alles soweit.
Sie ist in einer Affäre mit dem Arbeitskollegen.
Ich wurde abserviert.
Ich kann allen nur den Rat geben nie eine Affäre mit einer Frau anzufangen die dabei ist sich zu trennen. Ihr seid immer die die verlieren. Ihr werdet im Prinzip nur benutzt um die trennung angenehmer zu gestalten.
Zeit das Unterforum von Eifersucht zu Trennung zu wechseln ;)

Ich bedanke mich noch einmal für die Unterstützung und das Einfühlungsvermögen das einem hier entgegen gebracht wird.
Es hilft schon manchmal wenn man andere Beiträge liest und man feststellt das man nicht alleine ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 07.Sep.2011, 09:36 
Hi oneruga!

Dein letztes Update ist jetzt genau eine Woche her. Ich wollte mal hören, wie es Dir heute so geht?

Lieber Gruß
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 07.Sep.2011, 14:37 
Offline

Registriert: 28.Aug.2011, 00:05
Beiträge: 12
Wohnort: NRW
Hey Sven,

Naja mir geht es zur Zeit nicht wirklich gut,
am Wochenende addierte sich noch ein Todesfall in der Familie hinzu.
Aber durch die ganze Klarheit die die Sache bekommen hat fällt es mir leichter damit umzugehen.
Zu Ihr habe ich vorerst den Kontakt komplett abgebrochen. Ob er jemald wieder da sein wird steht in den Sternen.

Auch wenn es nicht das geworden ist was ich erhofft habe, so ist es immernoch eine Lektion für mich gewesen ;)

Lieben Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 08.Sep.2011, 08:55 
Hallo und guten Morgen Oneruga!

Es überrascht mich nicht, dass es Dir nicht besonders gut geht. Mein Beileid für den Trauerfall in Deiner Familie. Hast Du dem verstorbenen Menschen sehr nahe gestanden?

Ich finde es gut, dass Du zu Deiner Ex keinen Kontakt hast, denn jedes zwischen Euch gesprochene oder geschriebene Wort würde nur die Emotionen verstärken, die Dich zurzeit belasten.

Ich kann die Bitternis Deiner Worte nachvollziehen, passte sie doch sehr zu der trüben Stimmung, die mich in den letzten Wochen immer mal wieder eingeholt und beschäftigt hat. Ich denke mir, dass es Dir im Moment sehr schwer fallen dürfte, die letzten Ereignisse anders, als mit Enttäuschung, Trauer und vermutlich auch Wut zu betrachten. Deine Sichtweise, die Geschehnisse als Lektion zu nehmen ist total gut nachvollziehbar und wird Dir tatsächlich helfen, besser mit Deinem Schmerz umgehen zu können.

Ich bitte Dich nur, nicht ganz aus den Augen zu verlieren, dass nicht alle Frauen, die sich in einer Trennungssituation befinden, so sein müssen, wie Du es jetzt bei Deiner Ex erlebt hast. Die Lektion, die Du hier glaubst gelernt zu haben ist meiner Meinung nach keine Gute.

Die Gefühle, die sie in Dir geweckt hat, waren stark und für Dich einzigartig. Aber sie wird nicht der einzige Mensch gewesen sein, der diese Gefühle in Dir hervorholen kann. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann besteht die Lektion darin, dass Du zukünftig von Frauen in Trennungssituationen die ‚Finger lassen‘ willst. Bedenke aber, dass Du niemals Sicherheit haben kannst, dass nicht doch eine Trennungssituation vorliegt, selbst wenn der Zeitpunkt der Trennung schon lange zurück liegt.

Jeder, der eine Trennung erlebt hat, befindet sich in einer Trennungssituation. Wie sehr und wie lange dies Folgen haben kann, auch in neuen Beziehungen, ist individuell verschieden. Auch noch nach Jahren können die Folgen einer Trennung Konsequenzen nach sich ziehen, so dass auch andere Menschen durch das in Unordnung geratene Leben Leid erfahren. Der einzige Unterschied ist dann vielleicht, dass man den Zusammenhang zur Trennung nicht herstellt, weil sie so lange zurück liegt.

Wir Menschen brauchen oft sehr viel Zeit, um schwierige Erlebnisse verarbeiten und damit hinter uns lassen zu können, weil wir der Enttäuschung, der Trauer und der Wut auf eine Art und Weise begegnen, die uns vor dem Schmerz schützen soll, den wir erleiden. Dies hindert uns aber oft daran, die richtigen Schlüsse zu ziehen, und der schmerzlichen Vergangenheit etwas Positives abgewinnen zu können.

Du begegnest dem Schmerz mit einer gewissen Rationalität, wie ich finde, indem Du versuchst, der Trennung einen rationalen Sinn oder Wert zu geben. Aber die Lektion, die Du gelernt zu haben glaubst, ist nicht positiv. Diese Frau hat Dir etwas gegeben, das Du so noch nicht erlebt hast. Sie erwiderte Deine Zärtlichkeit auf eine Art und Weise, die Dir das Gefühl gab, angenommen und angekommen zu sein. Sie konnte Dir aber nur dieses Gefühl geben, weil Du es zugelassen, Dich darauf eingelassen hast. Diese Fähigkeit ist bei weitem nicht so selbstverständlich, wie Du vielleicht glauben magst.

Du bist oft enttäuscht worden, das ist richtig. Aber kannst Du Dir sicher sein, dass nicht Du selbst mit an diesen Enttäuschungen beteiligt warst, weil Du Deine Erwartungen, Wünsche und Sehnsüchte zu sehr auf Deine Beziehungen projiziert hast? Ich lese heraus, dass Du Dir eine innige, harmonische und dauerhafte Beziehung wünscht, ja, Dich danach sehnst, endlich anzukommen.

Du kannst aber nur ankommen, wenn Du Dich erneut auf einen Menschen einlässt und auch zulässt, dass er Dein Herz berührt. Anzukommen bedeutet meiner Meinung nach weit mehr, als den richtigen Partner dafür zu finden. Wenn ich mich angekommen fühlen will, dann muss ich bereit sein, dies immer wieder aufs Neue zu leben. Ich muss bereit sein für dieses Gefühl zu kämpfen. Ich muss bereit sein, Enttäuschungen zu erdulden, und nicht durch sie den Glauben und die Hoffnung auf eine Beziehung zu verlieren, wie ich sie mir ersehne. Denn ob meine Sehnsucht Erfüllung findet hängt von mir selbst ab.

Das Leben ist kein Film oder keine Geschichte, in dem die Menschen in einem Happy End ankommen und in unserer Vorstellung nie wieder Enttäuschungen erleben werden. Es ist ständig in Bewegung und Veränderung begriffen. Nichts lässt sich wirklich vorhersagen und schon gar nicht, was die Menschen daraus machen.

Oneruga, Du hast mich nicht um diese Worte gebeten und ich bin trotzdem bewusst das Risiko eingegangen, bei Dir etwas hervorzuholen, dass Du für Dich auf Deine Art und Weise gedeckelt hast. Ich habe es getan, weil ich glaube zu erkennen, wie groß Dein Wunsch ist, in einer Beziehung zu einem anderen Menschen anzukommen, wie groß Dein Sehnen nach Liebe um Deiner selbst willen ist. Die Lektion, von der Du gesprochen hast, war für mich Ausdruck Deiner Verletzlichkeit und auch Sensibilität. Worte, die wir Männer vielleicht nicht gerne auf uns beziehen. Allerdings nimmst Du Dir selbst die Möglichkeit, das zu erleben, was Du Dir so sehr wünschst, wenn Du Dich durch Enttäuschung und Bitternis dazu verleiten lässt, Dich nicht mehr auf andere Menschen einzulassen.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du den richtigen Menschen für Dich findest, bei dem Du Dich jeden Tag aufs Neue angekommen fühlen kannst. Aber noch mehr wünsche ich mir für Dich, dass Du niemals den Glauben und die Hoffnung daran verlierst, dass dies tatsächlich geschehen könnte.

Mitfühlende Grüße
Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 15.Sep.2011, 14:42 
Offline

Registriert: 28.Aug.2011, 00:05
Beiträge: 12
Wohnort: NRW
Hallo Sven,

Entschuldige das meine Antwort auf sich warten lies, ich war auf "Geschäftsreise" für einen der Vereine in denen ich ehrenamtliche Tätigkeiten ausübe.

Die Verstorbene Person war das letzte Mitglied meiner Großeltern.

Genau aus dem Grund habe ich den Kontakt eingestellt. Ich finde das ist eine gesunde Form des Egoismus. Der Kontakt zu ihr würde mich belasten.

Ich habe tatsächlich viele verschiedene emotionen durch, jedoch nicht wie auch von mir erwartet Wut oder gar Hass. Liegt eventuell daran das ich auch in der Empathie bin und ihre Situation nachvollziehen kann. Immerhin war es sicherlich auch für sie nicht leicht.

Die Lektion die ich erlangt habe kann sich auch wieder verlieren. Ich bin keine Person die behauptet die Weisheit mit dem Löffel gefuttert zu haben und Kritikfähigkeit zählt zu meinen stärken. Nur ist mit großer Sicherheit vorerst das mein Verhalten. Du kennst doch sicherlich von Freud das ich und über-ich, daher muss nicht das was wir wissen doer zu wissen glauben wirklich unser Handeln beeinflussen.

Das eine Trennung auch noch lange nachwirken kann habe ich in der Tat auch schon selbst erlebt. Das Phänomen nach Jahren eine Ex wieder zutreffen die mit ihrem neuen Freund unterwegs ist, wirkt immer befremdlich und das werten der eigenen Person mit dem Neuen ist unausweichlich ;)

Das ich vor Ihr auch schon einmal glücklich war ist der Grund warum ich weiss das ich es auch wieder werden kann. Nur will das Herz das nie so ganz verstehen in solchen Momenten.

Uuuuh ganz böse Sache, ich und meine Rationalität. Ja ich gestehe ich evrsuche ALLES zu ergründen, eine der "Berufskrankheiten" wenn man philosophisch und wissenschaftlich in seinem Job arbeitet.

Ankommen, das ist schön formuliert. Neben jemanden aufzuwachen ist das was ich Suche, Sex bekommt man heutzutage genügend. Gar stellt sich für mich klar das es in der aktuellen Gesellschaft leichter ist jemanden für ein one night stand zu finden als für eine "ernsthafte" Beziehung (gibt es auch unernsthafte?).

Dein nächster Punkt das ich eine Teilschuld haben könnte an dem Ende der vergangenen Beziehungen, ist etwas das mich zum nachdenken bringt. Natürlich sind nicht immer und nur die Partnerinnen schuld. Beide Seiten tragen dazu bei. Jedoch denke ich eher weniger das mein wunsch nach einer funktionierenden, ehrlichen und harmonischen Beziehung ein Punkt ist.

Im folgenden zitiere ich von ASP - und wir tanzten:"nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch die Liebe mit hinein".
Es gibt keine Filterung für Gefühle. Jemanden sein Herz zu öffnen bedeutet auch ihm einen Dolch in die Hand zu drücken mit dem er jeder Zeit zustechen kann.

Ich bin dir keinesfalls böse über deine Worte. Du willst helfen.
Das ich ein Sensibellchen bin ist mir schon länger durchaus bewusst :P
Eben das macht es für mich in der fehlsozialisierten Welt von Hollywood&Co schwerer.
Wollen die meisten Frauen doch den Über-Macho.

Ich danke dir dafür das du dir erneut die Zeit genommen hast einen langen Text für mich zu verfassen und dich wirklich mit dem Thema und mir beschäftigt hast.

Ich werde auch in dem Zuge des Selbstbewusstseins-aufpeppelns, anders als angekündigt vorerst nicht hier zu finden sein. Werde sogar den PC wenn möglich meiden und mich "Draussen" aufhalten.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Überwinden deiner Eifersucht. Denn so wie ich es bisher lesen konnte bist du am besten Weg!
Alles Gute und Liebe für dein weiteres Leben.

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Ich(m) bin Eifersüchtig. Beziehung im entstehen.
BeitragVerfasst: 17.Sep.2011, 03:12 
Hi oneruga!

Zitat:
Alles Gute und Liebe für dein weiteres Leben.


Das wünsche ich Dir auch. Vielleicht lesen wir uns hier ja mal wieder!

Lieber Gruß
Sven


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