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201813.01




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Hallöchen..

habe gestern bemerkt, dass ich mich vor 4 Jahren hier im Forum angemeldet habe und schon da wollte ich etwas gegen meine Ängste machen. Hier sitze ich, 4 Jahre später und habe noch immer keinen Therapeuten - muss erst mal meine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. :roll: :lol:

Dass ich eine Angststörung habe (generalisiert), weiß ich von einer Psychologin, bei der ich mal mit 18 Jahren war. Generell habe ich Angst vor allem möglichen. Z.B., dass ich aufgrund irgendeiner Handlung meinerseits aus "Versehen" jemandem etwas Schlechtes tue. Ich habe zum Beispiel eine Agame als Haustier und dauernd Angst, dass ich sie nicht "gut genug" halte - sie nicht genug füttere, ihr nicht genug Wärme zur Verfügung stelle, etc. pp. Da gibt es noch genügend Beispiele..

Nur zur Zeit wird es wieder total schlimm mit den Krankheits-Ängsten. Seitdem ich klein bin, leide ich unter Angst vor Krankheiten - mit 10 habe ich täglich sicher 5-6 mal meinen Blutdruck gemessen, war sicher, dass ich nen Schlaganfall hatte, mit 16 hatte ich Angst vor Lymphknotenkrebs, mit 18 vor HIV, mit 20 vor Hautkrebs und nun gerade vor einer neurologischen, vererblichen Krankheit, die es in meiner Familie gibt, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es "meinen" Familienzweig auch getroffen hat. Ich will die Krankheit hier nicht näher nennen, weil das dann nur triggert - gerade könnte ich wieder den ganzen Tag googlen.

Also erste Frage: Wie stoppe ich das Googlen? Ich weiß! Einfach aufhören. Aber ganz ehrlich. Ich weiß nicht wie. Ich lese sogar schon in Foren von "Betroffenen" der Krankheiten (und habe es auch bei allen anderen Krankheiten vorher auch getan) und das macht das Ganze nur noch schlimmer. Ich suche sogar teilweise mit der Forensuche nach Stichworten, die meine eingebildeten Symptome unterstützen (oder die eines Verwandten, der gesund ist) und sobald jemand irgendetwas in die Richtung schreibt oder beschreibt, bekomme ich Panik und bin mir sicher: Wir haben die Krankheit doch! Und das Lustige ist ja - vom einen tag auf den anderen, weiß ich, dass mein "eingebildetes Symptom" Blödsinn war, aber bin dann der festen Überzeugung, dass das ANDERE Symptom, an das ich gerade denke, allerdings wirklich eines ist. Das ändert sich teilweise sogar im Stundentakt. :shock: Da sieht man ja eigentlich schon, wie blödsinnig das ist, oder? :freunde:

Ich weiß selbst, dass es Blödsinn ist und weiß, dass ich in aller erster Linie mich beruhigen muss. Denn wenn geklärt wäre, dass wir diese Krankheit nicht haben, finde ich etwas anderes. Ganz sicher. Ganz, ganz sicher.. :knuddeln: Ich habe ja bisher noch immer was gefunden. Top 2 auf meiner Liste wäre ziemlich sicher Hautkrebs oder Parkinson. :stirn

Das Problem ist, dass ich teilweise das Gefühl habe, dass ich diesem "Panik"-Gefühl fast schon zwanghaft hinterherlaufe. Ich google ja eigentlich, um mich zu beruhigen, aber wenn ich etwas "Beruhigendes" finde, google ich so lange, bis ich etwas Unberuhigendes finde - dann kriecht die Angst in meinen ganzen Körper, ich kann kaum noch atmen, bin mir sicher, dass die Welt untergeht... und dann kommt langsam die Vernunft und "erklärt" mir, dass das alles keine Symptome sind, sondern dass das alles Dinge sind, die normale Menschen auch machen oder haben.
Dann geht das Gefühl weg und ich google wieder so lange, bis ich etwas finde. Ich habe fast schon das Gefühl, dass ich "gezwungen" bin, zu googlen, damit ich die "Wahrheit" herausfinde. Kennt ihr sowas?! :roll: Wie stoppt man das?

Gibt es sowas wie eine Angststörung gepaart mit einer Zwangsstörung, die sich gegenseitig verstärken? :o

Ich hätte so gerne mal das Gefühl, keine Angst haben zu müssen. Manchmal habe ich auch Monate, da klappt das ganz gut, aber zur Zeit geht es mal wieder gar nicht. Seit so ca. 2 Monaten ist es wieder schlimmer. :yawn

Hat jemand einen Tipp?

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


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  13.01.2018 21:36  
Hey!
Ja ANgst und Zwang liegen dicht beieinander. Zwänge entstehen aus Angst oder aus einem irrigen gefühle, die Angst damit in den Griff zu bekommen.
Zwänge sind schwer zu bekämpfen und da kann manim Grundenur versuchen, das sein zu lassen. Aber meistens ist das tatsächlich nciht so einfach.
Vielleicht schrittweise oder du legst dir erstmal eine Übersprungshandlung zu.
Sowas wie: Ich will jetzt eigentlich goofeln....nein ich soll nicht...ich machmir zuerst einen Tee und trinke dan gaaaaanz in Ruhe. Es ist möglich, dass durch diese Ruhe und dieses auf sich besinnen schon ausreicht den Zwang etwas runter zu fahren.
Im Grunde hast du schon ganz richtig erkannt, das googeln schadet mehr als das es nützt. Harmlsoe Erklärungen reichen nciht aus. Es MUSS das schlimmste sein,d as es gibt. Aber es ist wie es ist: wenn man auf der Straße Hufe hört sollte man an ein Pferd denken, nicht an ein Zebra.
Verstehst du?
Mankann das üben wieder an Pferde statt an Zebras zu denken aber das dauert seine Zeit und sicher wäre es gut, wenn du dich nun endlich um eine Therapie bemühst!

Nicht zuletzt: Die Wahrheit wirst du nicht im Internet finden. Die Wahrheit steckt in DIR. Und irgendwo weißt du bereits (oder noch?) dass es total irrsinnig ist.

Soweit erstmal liebe Grüße

Danke2xDanke




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  13.01.2018 22:21  
kopfloseshuhn Ich habe eine Internetseite gefunden, die empfiehlt, dass man den Gedanken als Angstgedanken anerkennen soll und dann sagt, dass man dem jetzt aber nicht nachgibt und ihn "vorbeiziehen" lässt. Wahrscheinlich hat diesen Tipp schon jeder von euch bei "Google" gefunden, aber ich hab das mal eben probiert und es hat sich schon mal besser angefühlt.. das "Anerkennen der Angst"..und wie du meintest, sich auf sich selbst zu "besinnen". Das hilft zumindest gerade schon mal.

Ich wusste wirklich nicht, dass Angst und Zwang so nah beieinander sind. Ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht mehr google, um mich zu beruhigen, sondern einfach um des "Zwanges" Willen. So im Sinne von.. google jetzt, damit du endlich das Schlimmste erfährst und es bestätigt bekommst und dann musst du wenigstens keine Angst mehr haben, sondern kannst dich auf dein Ende vorbereiten.. so, aber vllt. nicht ganz so übertrieben. :wink:

Und ja, wenn ich das hier so beschreibe, dann weiß ich, dass es irrsinnig ist. Aber man denkt ja doch, dass seine Angst begründet ist. Zum Beispiel gibt es eben die Krankheit in meiner Familie und die ist vererbbar. Meine Oma und meine Mama zeigen aber keine Symptome und sagen, dass sie es total übertrieben finden, dass ich da jetzt so Angst habe. Damit haben sie auch Recht. Und ich könnte natürlich jetzt jeden dazu zwingen, sich untersuchen zu lassen (was sehr aufwändig ist und man eigentlich erst macht, wenn der Verdacht eindeutig ist (ich kann das schlecht erklären)). Aber ich weiß, dass es eigentlich "nur" meiner Beruhigung dienen würde. Und am Ende stellt sich heraus, dass wir gesund sind und dann kommt das nächste, wovor ich Angst habe.

Deshalb sehe ich genau diese Krankheit so ein wenig als "Chance", mich endlich um die Angststörung zu kümmern. Die Angst vor der Krankheit in mit sagt "Ausrede, du willst nur nicht, dass die Ärzte was Schlimmes herausfinden, weil die Krankheit nicht heibar ist und willst deshalb nicht die ganze Familie zum Arzt schicken". :mrgreen: Vielleicht ein bisschen.. aber tief in mir drin, weiß ich, dass das Problem bei mir begraben liegt. Meine Vergangenheit zeigt es ja. :stirn Und die Krankheit ist ja nicht meine einzige Angst. Als wir letztens meinen Rolladen ausgetauscht haben, war ich mir sicher, dass im Rollladenkasten Asbest verbaut ist. Als ich eine Lampe bestellt habe und sie kaputt angekommen ist, hatte ich Angst, dass ich nun eine Quecksilbervergiftung habe und der Postbote auch - und ich habe mir die Schuld dafür gegeben, weil ich die Lampe ja bestellt habe. Ich arbeite in einem Labor - da habe ich immer wieder Angst, dass ich aus Versehen andere Leute vergiften könnte oder die Umwelt, weil ich unvorsichtig bin. Niemand ist vorsichtiger als ich, sage ich euch. :lol:

Ich brauche auf jeden Fall eine Therapie, aber erst mal brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Und mit Therapie und Angststörung kann ich das vergessen. :stirn Das habe ich allerdings in Angriff genommen und habe einen tollen Versicherungsmakler gefunden, der meine Probleme selbst kennt. Ich hoffe, dass ich in den nächsten 2 Wochen die Versicherung abschließen kann. Dann 2-3 Monate warten und dann kann ich einen Psychologen kontaktieren. Endlich.. :daumen:

Gibt es gute Selbsthilfebücher bis dahin?



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  13.01.2018 23:03  
Ja das anerkennen der Angst ist auch ein wichtiger Schritt.
Aber meistens lohnt es sich hinter diese Angstzu sehen. Denn die Angst selbst ist meist nur das Ablenkungsmanöver von dem wahren Problem.
Das steht dahinter und veranlasst dich, dich mit wilden Theporien und Kankheitsängsten zu beschäftigen eigentlich auch nur, weil man die wahre Angst garnicht sehen will.
hier kommt auch der Zwang ins Spiel. Die wahre Angst wird verschleiert und manglaubt, mit dem Zanwang alles unter Kontrolle zu haben.
So wie du nun glaubst das schlimmste bereits zu wissen und nicht unvorbereitet in deine zukunft zu schreiten.
Kann also sein, dass eine Art Angst dahinter steht die ANgst ist, vor Kontrollverlust.

Ich meine, die meisten Zwängler wissenum die Ansurdität ihres tuns.
Ich weiß auch, eigentlich, dass das strenge machen meines Bettes, faltenfrei, ordentlich, sicher, mich morgens nicht wirklich davor beschützt, dass mit draußen etwas schlimmes passiert. Und dennoch kann ich nicht ohne.
Ich weiß, dass es irgendwie magisches denken ist.
Und dennoch....krigichdie Krise wenn ich es zeitlich mal nicht schaffe undbin unterwegs unruhig.
Der Zwang berihigt michalso irgendwie. Und das wissen, dass mir trotzdem ncihts passiert ist reicht bis morgen früh, bis ich mein Bett wieder machen muss.

So in etwa.

Mich würde noch interesieren ob du die Angst schon vor dem job im Laobr hattest oder ob sie damit quasi erst richtig ausgebrochen ist?

Liebe Grüße und gute Nacht.





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  14.01.2018 00:57  
Angst vor Kontrollverlust oder Ähnliches kann schon sein. Glaube, es ist auch die Angst vor dem Tod und Verlust.. habe als ich recht klein war eine wichtige Bezugsperson verloren und da fingen auch Zwangsgedanken an (nicht in Richtung Friedhof schauen, Fernbedienung darf nicht drauf zeigen, Kirchen werden gemieden...). Und die Ängste kamen dann schon richtig durch. Kurz danach hatte Ich als kleines Kind schon Angst vor Durchfall (hatte schon immer einen nervösen Magen/Darm) und dass ich daran sterben könnte..da war ich 7-8 Jahre alt).. während der Angst vor Schlaganfall mit ca 13 Jahren hatte ich eine Depersonalisierung und Derealisation.. und so geht es gerade weiter. Ich hatte eigentlich schon immer Angst vor etwas.

Das war schon lange vor meinem Job so, aber immer, wenn die Verantwortung irgendwo groß ist, habe ich dann Angst, etwas so falsch zu machen, dass es zu schlimmen Konsequenzen führt. Ich hatte z.B einen Nebenjob in einer Bäckerei und ein Kunde wollte vom Waffelteig rohen Teig haben. Ich dachte, er nähme ihn mit nach Hause, um ihn dort zu backen, aber der fand einfach rohen Teig lecker. Ich hatte so Angst, dass der Kunde daran sterben könnte, dass ich selbst rohen Teig davon gegessen habe, um sicherzugehen, dass es nicht tödlich ist..



  14.01.2018 12:11  
Fiepchen hat geschrieben:
Gibt es sowas wie eine Angststörung gepaart mit einer Zwangsstörung, die sich gegenseitig verstärken?



Ja.
Bei psychischen Problemen ist es oft nicht so, dass Krankheitsbilder strikt voneinander getrennt sind.
Man kann z. B. neurotische Symptome haben, gleichzeitig depressiv sein, Phobien entwickeln usw.
Die Zwänge sollen ja einen beruhigen. dadurch gerät man in eine Abhängigkeit.
Gleichzeitig führen die meistens symbolischen Zwangshandlungen einen näher an die eigentliche Angst, die man eben mit der symbolischen Handlung wieder zum Verschwinden zu bringen versucht.
Man gewöhnt sich daran, sich mit den Zwangshandlungen ein wenig Beruhigung zu verschaffen und dadurch gerät man aber auch ganz nah an das, wovor man eigentlich Angst hat.
Ohne Angst gäbe es auch keinen Zwang.

Vereinfacht kann man sich das so vorstellen: In der Kindheit ist einiges nicht so gelaufen, wie es für eine gesunde Entwicklung sein sollte.
Man hat vielleicht ganz schlimme Erfahrungen gemacht, die einem so eine extreme Angst machten, dass man sie abgespalten hat, um die Verbindung zu den Eltern aufrechterhalten zu können (also z. B. spaltet man die extremen Ängste und die enorme Wut auf die Eltern ab).
Fortan weiß man nichts mehr davon, gar nichts.
Aber diese Gefühle verschwinden nicht. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass sie aus dem Bewusstsein ferngehalten werden, entfalten sie eine enorme Kraft und man entwickelt dann alle nur erdenklichen Mechanismen, um diese Zustände, Gefühle, Erinnerungen usw., nicht erneut durchleben zu müssen.
Man hat fortan Angst vor dem, was in einem jederzeit auszubrechen droht.
Kaum etwas macht einem so sehr Angst, wie das, was sehr tief in einem drin verborgen ist.
Man kämpft dagegen, man will nicht erinnert werden, man will es nicht noch einmal durchleben.
Und dafür ist einem alles oder fast alles lieb, Hauptsache keine Erinnerung daran!

Der eine entwickelt eine Zwangssymptomatik, symbolische Handlungen, die einen beruhigen, wenn man sie ausführt.
Man verschiebt praktisch die Angst auf etwas "Fassbares" (z. B. der tropfende Wasserhahn oder hat man die Wohnungstür beim Verlassen des Hauses richtig abgeschlossen usw.).
Dadurch "erlangt" man Kontrolle über das Furchtbare in einem selbst.

Jeder "sucht sich was aus" (Anführungszeichen, da es nicht bewusst geschieht). Der eine hat Angst vor Krankheiten, die andere muss immer kontrollieren, ob das Gas abgedreht ist, immer und immer wieder, 5mal, 6 mal usw., der andere sammelt alles mögliche, ein anderer kann kaum das Haus verlassen, eine andere meidet fast jeden Kontakt zu Menschen und und und.. Man kann ganze Seiten ausfüllen.

Leider bekämpft man dann oft nur die Symptome, ohne den tiefer liegenden Problemen, den eigentlichen Gründen, die dazu geführt haben, dass man die Symptome entwickelte, auf den Grund zu gehen, mit der Folge, dass sich die Symptome verschieben, das Ganze sich über viele, sehr viele Jahre erstreckt, man immer wieder Rückfälle erlebt, oft Medikamente verschrieben bekommt usw..

Danke2xDanke




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  14.01.2018 12:56  
abirel Danke für die Erklärung. Das macht schon Sinn. Ich denke halt, dass ich doch eigentlich wissen muss, wovor ich Angst habe. Wie kann ich dass denn einfach nicht wissen oder verdrängen?

Und sobald ich glaube, dass mein Problem wo anders liegen könnte, denkt mein Kopf: "Nein, du versuchst nur die Wahrheit, dass du eine ganz schlimme Krankheit hast, zu verdrängen und willst dich nicht mit ihr auseinandersetzen". Das ist ja eigentlich schon von Grund auf Blödsinn, weil ich mich ja offensichtlich jeden Tag mehrere Stunden mit den Ängsten vor der Krankheit und dem Googlen beschäftige. Die Zwänge habe ich auch schon früh gehabt.. Licht zehn mal aus und an gemacht, gebetet und darf dabei an nichts Schlimmes denken, sonst passiert etwas.

Und ihr meint, dass das einfach sozusagen "Ersatzhandlungen" sind?

Und mit einem Psychologen kann man dem auf den Grund gehen? Ich denke schon, dass es etwas mit dem plötzlichen Tod meiner Oma zu tun hatte. Sie war auch immer besorgt um mich, dass ich krank sein könnte (wie gesagt, schon als kleines Kind hatte ich oft Magenprobleme). Letztendlich ist sie selbst an Nierenversagen wegen Diabetes gestorben, weil sie ihre Medikamente nicht nehmen wollte.

Meine andere Oma meinte auch, dass ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt immer mit ihr auf den Friedhof gekommen bin, um meinen Opa zu besuchen und habe ihn auch immer gegrüßt und es hat mir nichts ausgemacht. Der ist damals vor meiner anderen Oma gestorben. Irgendwann wollte ich da nicht mehr hin, weil ich Angst davor hatte. Ich nehme an, dass es mit dem Tod meiner Oma zusammenfiel?! Keine Ahnung.. das ist so kompliziert.



  14.01.2018 13:37  
Fiepchen hat geschrieben:
Ich denke halt, dass ich doch eigentlich wissen muss, wovor ich Angst habe. Wie kann ich dass denn einfach nicht wissen oder verdrängen?



Wenn man das immer wissen würde, dann gäbe es sehr viel weniger psychische Erkrankungen.
Die Abspaltung ist sogar noch "effektiver" als Verdrängung: Mein weiß gar nichts mehr davon.

Ein Psychotherapeut kann helfen. Aber nicht alle. Man muss so lange suchen, bis man den für sich richtigen gefunden hat.

Ja, Zwangssymptome sind symbolische Handlungen.
Die Angst wird verschoben.
Ist der Hahn abgedreht, dann ist man eine Weile beruhigt.
Manchen genügt der Wasserhahn, der Herd und die Wohnungstür, andere brauchen mehr, viel mehr.





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  14.01.2018 22:14  
Meinen Zwangshandlung beruhigt mich aber leider gerade gar nicht. Habe vorhin schon wieder 2h in einem Forum für diese Krankheit gegoogelt, früheste Symptome gesucht, sie als Bestätigung gesehen, dass wir diese Krankheit haben, obwohl das Dinge sind, die gesunde Menschen genauso tun. Ich verschiebe die Angst ja gar nicht, sondern verstärke sie nur noch mehr.. was bringt mir denn bitte das?

Außer natürlich, wenn man annimmt, dass meine Angst wo anders liegt und ich mich nur damit ablenke.. mit dieser Krankheitsangst...





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  15.01.2018 20:11  
Also ich habe nun nochmal druber nachgedacht und als ich ca 15 Jahre alt war, hatte ich ja eine Depersonalisierung und Derealisation.. das spricht ja schon dafür, dass ich irgendwie abgespalten war... :D

Hat das etwas damit zu tun oder ist das wiederum etwas ganz anderes? Und warum google ich Sachen, die mir so große Angst machen... Als erwachsener Mensch sollte man doch wissen, dass es gar keinen Sinn macht...

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