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L

Lapie
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Hallo
bin 34 Jahre und lege folgende Verhaltensweisen an den Tag !
Ich belüge meine Umwelt in Sachen Ausbildung, Geld, Arbeit usw. nur um nicht sagen zu müssen wie es wirklich ist und um Anerkennung und Sympathie zu erfahren. Ich bastele mir sozusagen eine andere Persönlichkeit an die ich sogar nach einer Zeit selber glaube. Wenn diese Lügen und Geschichten rauskommen guck ich mich an und bin echt angeekelt von mir und kann gar nicht glauben was ich da gemacht hab. Nur diese Geschichten kommen total unüberlegt sie sind wie automatisiert!
Ist das eine Form von SP oder etwas anderes, bei einem KH aufenthalt diagnostizierte man das aber irgendwie pass ich nicht so ganz ins Raster ?
Danke für Antwort

15.06.2021 #1


55 Antworten ↓
J

Juli0210
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Hallo an alle.
Danke an jeden einzelnen von euch, der sich meinen Text durchliest.

Ich habe mich aus mehreren Gründen dazu entschieden, diesen Beitrag zu verfassen. 1. Weiß ich nicht weiter. 2. Habe ich Angst, mein komplettes Leben gegen die Wand zu fahren und 3. würde es mich freuen von euch evtl Ratschläge zu hören oder zumindest jemanden zu finden, der mir zuhört/mitliest und dem es vielleicht ähnlich ergeht.

So, nun zu meinem "Problem". Vorwarnung, es könnte ein längerer Text werden.
Ich zeige ein paar Verhaltensweisen, die ich selber nicht richtig deuten kann, habe aber den Verdacht, dass es sich vielleicht um eine Soziale Phobie handeln könnte.
Ich werde zur Erklärung mal weit ausholen, und zwar bis zu meiner Kindheit. Ich war schon als Kleinkind sehr ängstlich, habe viel geweint, oft ohne erkennbaren Grund. Beispielsweise hatte ich immer panische Angst vor einem Arbeitskollegen meines Onkels, immer wenn ich ihn sah, habe ich geschrien und geweint, obwohl mir der Mann ja nie was getan hat. Auch hatte ich Probleme damit, mich gegenüber anderen Kindern zu behaupten. Meine Eltern hatten mich damals im Kindergarten, auf Anraten einer meiner Erzieherinnen, da ich mir (Zitat) "Die Wurst vom Brot stehlen ließ", zu einer Art Trainingsgruppe für Sozialkompetenzen geschickt (denke mal, dass der Begriff am besten passt). In der Gruppe waren neben mir noch ein paar wenige andere Kinder mit der selben introvertierten, ängstlichen Art, als auch ein paar hyperaktive Kinder. Das Ganze erstreckte sich über ein paar Monate und hat mein Verhalten zumindest ein bisschen verbessert. Zudem hatte ich im Kindesalter enorme Verlust- und Trennungsängste, vor allem in Bezug auf meine Mutter, was rückläufig betrachtet wahrscheinlich dadurch ausgelöst wurde, dass meine Tante damals an Krebs verstarb und ich deshalb Angst hatte, auch meine Mutter verlieren zu können.

Soviel zu meiner Kinderheit. Heute habe ich immer noch enorme Probleme mit ängstlichem Verhalten gegenüber von Gleichaltrigen und zum Teil auch Jüngeren. Als Beispiel eine Situation von heute, hatte vorhin eine Telefonkonferenz mit ein paar Kommilitoninnen. Sobald die Kamera lief und alle etwas sagten, verfiel ich immer mehr in Passivität. Ich wurde innerlich sehr nervös und spürt wie eine Art Druck in der Bauchgegend. Die Nervosität stieg mit jeder Sekunde, da ich das Gefühl hatte, dass ich von meinen Kommilitoninnen als seltsam betrachtet werde, wenn ich nichts sage. Ich hatte auch selber auf einmal da Gefühl, einfach nur komisch und abnormal zu sein. Ein komischer Nerd, der für sein Alter viel zu schüchtern, zu dumm und vor allem auch zu dünn ist. Immer wenn ich dann was gesagt habe, um mich am Gespräch zu beteiligen, hatte ich sofort danach Gedanken wie "Man du hörst dich an wie ein Depp, hochnäßig, Möchtegern schlau, außerdem war das, was du gesagt hast, total dumm." Ich hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.
Und genau dasselbe passiert mir auch wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin. Wenn wir in einer größeren Runde Karten spielen, kommt in mir die Angst auf, etwas falsch zu mache, was an dem Kartenspiel nicht zu verstehen, nicht mitzukommen, kurzum: mich zu blamieren. Ich fühle mich furchtbar, verletzlich und als kompletter Außenseiter, obwohl meine Freunde ja aktiv gar nichts tun, was mir dieses Gefühl vermitteln könnte. Was auch noch wichtig ist, zu erwähnen, ist, dass mir in solchen Situationen dann solche bereits genannten, negativen Gedanken massenweise durch den Kopf schießen, auch male ich mir dann Zukunftsszenarien aus, die auch sehr negativ sind und durch diese Gedankengänge kann mich dann auch nicht mehr auf das hier und jetzt konzentrieren, bekomme Gespräche nicht mehr richtig mit, werde deshalb von meinen Freunden auch als arg verpeilt angesehen (was sie aber nie negativ gemeint haben).
Ich studiere Heilpädagogik, heißt, ich werde viel mit Menschen arbeiten, bevorzugt eigentlich mit Kindern. Doch jagt mir inzwischen der Gedanke, Verantwortung für eine Kindergruppe zu übernehmen, immer mehr Angst ein. Ich habe vor meinem Studium ein FSJ (halbjährig im Ausland absolviert), in welchem ich auch mit Kindern arbeitete und das hat nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch ziemlich gut funktioniert und mir auch viel Freude bereitet, wodurch ich überhaupt auf die Idee kam, dieses Studium zu beginnen. Ich möchte Kindern helfen, welche einen schweren Stand im Leben haben mit dem Ziel, dass sie ein sorgenfreies und entspannteres als auch glückliches Leben führen können. Nach diesem halben Jahr absolvierte ich noch ein halbjähriges FSJ bei einer Ganztagesbetreuung an einer Grundschule hier in Deutschland, bei welchem ich mir sehr schwer getan habe, mich gegenüber den Kindern richtig zu behaupten, konsequent zu sein und mich auch nicht zu sehr stressen zu lassen. Nichtsdestotrotz habe ich das Studium begonnen mit dem Gedanken, dass mir im Rahmen des Studiums die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden, um auch mit solchen Situationen umgehen zu können, das war aber bisher nicht der Fall. Mich plagen seit Monaten nun schon extreme Selbstzweifel, mir fehlt es immer schwerer, Entscheidungen zu treffen, vor allem, wenn diese eine große Tragweite haben und habe das Gefühl, komplett allein zu sein, sowie im Leben schon jetzt versagt zu haben und gebe mir auch vollumfassend die Schuld dafür.

Ich frage mich nun, ob die oben genannten Symptome wirklich zu einer sozialen Phobie passen oder eher nicht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Neige auch zu Perfektionismus, sei noch erwähnt.

Tut mir leid, dass der Text jetzt tatsächlich so lange geworden ist, deshalb noch Mal ein großes Danke an jeden, der oder die es sich durchgelesen hat.

Euer Juli0210

12.12.2019 21:19 • x 2 #38


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Habe ich eine soziale Phobie?

x 3


S

SoulFeather
Gast

Huhu,

Ja, eh man mal einen Termin oder freien Platz bei einem Therapeuten bekommt, dauert leider manchmal unveschämt lange.
Traurig, da sieht man immer wieder, wie viele psychisch kranke Menschen es gibt, die Hilfe brauchen. Manchmal steht man dann erstmal auf der Warteliste.
Und dann muss man erstmal sehen, ob überhaupt die Chemie stimmt zwischen dem Therapeuten und dir... und wenns nicht passt, geht die Suche und die Warterei von vorne los. Habe ich auch alles schon durch und das kann echt demotivierend sein.

Aber ich würde dir auch empfehlen über professionelle Hilfe nachzudenken, auch wenn es vielleicht schwierig ist und ein längerer Weg wird.
Glaube manchmal kommt man mit diesen Problemen einfach nicht mehr alleine klar.

Die anderen Probleme erstmal beim Hausarzt anzusprechen ist sicherlich auch nicht verkehrt und vielleicht hat er dann sogar auch eine Empfehlung für dich, wie du weitermachen könntest. Wurde damals auch von meinem HA auf meine jetzige Psychiaterin verwiesen, dass ich vielleicht mal einen Termin bei ihr ausmachen könnte... und zuerst kam ich mir auch doof dabei vor... aber habe es am Ende nicht bereut.

Achja: Willkommen im Forum. Vielleicht hilft dir das Lesen und Schreiben hier ja auch schon etwas. Freunde

04.05.2019 00:28 • x 2 #36


Zum Beitrag im Thema ↓


Dr.-Doris-Wolf
Hallo,
aus der Ferne ist es immer schwierig, eine Diagnose zu stellen. Was du beschreibst, könnte auf eine soziale Phobie passen. Im Mittelpunkt steht, dass du Angst vor Ablehnung hast. Dir ist es wichtiger, zumindest kurzfristig die Anerkennung zu erhalten, als die Wahrheit zu sagen. So ganz einordnen kann ich nicht, wenn du sagst, das komme alles automatisiert. Das würde bedeuten, dass du nichts daran verändern kannst. Wenn du erkennst,was du tust, dann wäre aus meiner Sicht zu überlegen, wie du die Angst überwinden kannst.
viele Grüße
Dr. Wolf

#2


L
Hallo
mit automatisiert meine ich das ich Lügen und Geschichten sage ohne darüber nachzudenken man könnte sagen das der Teil in meinem Kopf viel schneller ist als ich. Es ist nicht wirklich kontrollierbar für mich. Im moment sieht es so aus wenn ich jemanden sehe das ich jedes Wort 5 mal überlege und erst was sage wenn ich das durchdacht hab was ich sag !
Werde jetzt erst mal in eine Klinik gehen dann werden wir sehen ...
Danke für die Antwort

#3


P

Soziale Phobie

Hallo leute ich leide seit meinem 12. lebensjahr an sozialer phobie.Es ist ständig ein auf und ab in meinem Leben.
Ich leide sehr arg. Manchmal traue ich mich nicht mal vorm Haus.
Habe mich extrem von meinen freunden abgekapselt. Bisher war ich bei vielen Psychatern/ Psychologen, habe mir HypnoseCD`s bestellt...alles ohne Erfolg. Was würdet ihr mir raten? Ich bin jetzt 26J geworden und möchte mehr voran kommen im Leben. Aber ich schaff das nicht. Was könnte ich noch tun?

#4


G
hallo,
du könntest in eine psychosomatische Klinik gehen, wo du dann 4 Wochen oder länger bleibst. Wahrscheinlich ist dies zunächst eine Horrorvorstellung, in eine Klinik zu gehen. Aber veilleicht tröstet es dich,dass dort viele Menschen mit ähnlichen Problemen sind.
Rita

#5


G
für mich gehört zu ner Therapie auch, dass man sich zukunftspespektiven schafft, bzw sich was aufbaut. Das man seine Zeit vernünftig nutzt und seinen Fernseher in Tonne tritt und sich in Leihbücherei begibt z.B.

#6


A
Hallo,

ich bin bine und 16 Jahre alt.
Ich habe seit 4 Jahren immer mehr Angst vor anderen Leuten. Ich werde sehr nervös wenn mich andere Leute gezielt anschauen, oder wenn ich auch nur denke dass sie mich anschauen.
Ich kann dann z.B. nicht mehr richtig gehen oder essen... oder ich rede völligen Unsinn.

Außer bei den 8 Minuten zur Schule, gehe ich seit 2 Jahren nicht mehr alleine raus, treffe mich mit Freunden an einem Ort der bei mir um die Ecke ist, oder lasse mich gleich von ihnen abholen. Schon der Gedanke alleine zum Treffpunkt zu gehen, bringt mich zum Schwitzen und Zittern.
Natürlich nervt das dann meine Freunde wenn sie sich ständig um mich kümmern müssen, weil ich nichts alleine machen kann..
Und wenn ich einmal draußen bin, habe ich ständig das Gefühl beobachtet zu werden.

In der Schule ist das auch mein Problem. Im müntlichen bekomme ich immer mehr schlechte Noten, weil ich mich nicht traue und ich nicht von allen angeschaut werden will.. Und wenn ich einmal aufgerufen werde, wird mir warm, ich fange an zu schwitzen und ich zitter.

Ich wohne bei meinen Großeltern, und bin ohne Mutter aufgewachsen.
Daher hatte mein Vater ständig neue Partner. Aus diesen Zeiten habe ich viele Schlechte Erfahrungen.



Ich weiß nicht was ich habe und was ich dagegen tun kann... aber ich merke dass ich mich immer weiter zurück ziehe und am liebsten niemand anderen um mich haben will außer meiner Familie, Freund und Freunden...


Bitte helft mir.

#7


Mario89
Hallo ABC ... es hört sich sehr nach Sozialer Phobie an

hier schau mal: https://www.psychic.de/soziale-phobie.php

Bei mir war es damals genauso ... jeder Tag war eine Qual ... früh zum Busgehen war schwer ... es standen immer viele Leute schon da und wenn ich angekomm bin hatte ich angst im Mittelpunkt zustehen und irgendwas komisches zu machen

im Bus wars noch schlimmer weil ich angefangen habe zu zucken wenn ich gedacht habe das mich leute von hinten anschaun ... so lief das den ganzen tag bis ich zuhause war

Heute hab ich immer noch Probleme aber ich bin mir bewusst das ich nicht komisch bin sondern krank ... und seit dem geht es mir auch besser ... ich meide auch keine Situationen mehr wie Konzerte oder Schulräume

Vielleicht fehlt dir einfach das selbstvertrauen ... bist oder warst du schon in psychlogischer Behandlung?

#8


A
Ich bin wirklich sehr schüchtern.
und ich war noch nich beim Psychologen.

Ich trau mcih nicht zu so etwas zu gehen.

#9


Mario89
Hast du dir die seite durchgelesen über Soziale Phobie?

Der erste Schritt in Richtung Behandlung war für mich auch exrem schwer aber um meine Probleme zuverstehen und anschliessend zu behandeln unersätzlich.

#10


N
Hallo!

Es kann der Anfang einer sozialen Phobie sein, ja. Aber auch nein.

Du bist noch sehr jung, man spricht in Deinem Alter immer noch von Pubertät. In dieser Zeit können Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stark wechseln, und die Gefühle Achterbahn fahren. Einige Jugendliche ziehen sich vollkommen zurück, andere reagieren sogar agressiv.

Ich arbeite mit Jugendlichen zusammen. Unter denen sind auch solche, die sich in Gegenwart anderer nicht zu Essen wagen. Oder sie erzählen zusammenhanglose Dinge. Oder sie sagen gar nichts und laufen rot an. Ich habe bei vielen aber gesehen, dass wenn sie z.B. Umfeld wechseln (d.h. eine Lehre beginnen oder eine Veränderung im Leben haben), zum Teil ändern. Das Selbstbewusstsein baut sich auf, die Hormone kommen langsam ins Lot -- Der Jugendliche wird zum jungen Erwachsenen.

Wenn Dir eine Therapie helfen kann, dann zögere nicht, sondern wende Dich an einen Spezialisten. Nicht, dass Du Dich immer wie mehr isolierst!

Liebe Grüsse
Nicole

#11


T
Hallo!

Ich kenne das Gefühl ganz gut. Wenn ich zum Bus musste, zum einkaufen oder zu meiner Freundin gelaufen bin, habe ich meine Musik auf volle Lautstärke gedreht, damit mich keiner anspricht.

Für mich war es zwar immer schwer, aber am leichtesten ist es für mich, mich immer wieder mit der Situation zu konfrontieren. Damit ich das ganze nicht unterdruck mache, nehme ich mir manchmal einfach Zeit und spaziere alleine durch die Stadt.

Ich hoffe du schaffst es, deine Angst zu überwinden, den es ist Schade, wenn man das Leben nicht ausleben kann.

liebe grüße

#12


W

Soziale Phobie?

Hallöchen!

Da ich mich schon seit Jahren so durch das Leben kämpfe und erst vor kurzem auf die Diagnose "Angst" gestoßen bin, wollte ich nun zusätzlich die freie Zeit nutzen, um zu erfahren, was ich wirklich habe. Eigentlich wurde mir gesagt, dass ich generalisierte Angst habe. Dann habe ich hier und da aber noch einen zusätzlichen Touch von diversen anderen Ängsten kennen gelernt. Und nun bin ich am Rätseln, ob ich nicht doch überwiegend eine soziale Phobie habe.

Mein Hauptproblem ist nämlich, wenn ich mal in mein Inneres gehe, von anderen bewertet zu werden. Alleine wohl mein unbewußtes sorgt dafür, dass ich in bestimmten Situationen ein unsicheres Auftreten habe, mich ungeschickt anstelle, z.Bsp. vor dem Chef, vor schlagfertigen Kollegen, vor extrem selbstsicheren Menschen. Das führt zu Sprechhemmungen oder das ich komplizierte Sätze formuliere, die keiner versteht.
Daher vermeide ich meist den Kontakt oder grüble sehr viel, wenn ich dann doch nicht drum herum komme, wo ich dann meist auch noch Panik bekomme.

Am schlimmsten ist es im Beruf. Ich will immer perfekt sein und arbeite bis zur Erschöpfung, weil ich Angst habe, dass ich sonst Ärger bekomme, wenn ich nicht schnell/ordentlich genug bin etc. Und das wiederrum nimmt mir soviel Power, dass ich irgendwann nicht mehr kann, weil ich mich unter großen Druck setze.

Generalisierte Angst hingegen ist ja eher das generelle Grübeln und Sorgen machen. Aber dies bezieht sich am häufigsten auf oben genanntes, also hab ich dann doch eher eine Soziale Angst?

#13


S
Hallo Wolke0815

Ich erkenne mich wieder in deiner geschichte. ich habe dasselbe problem. ich vermeide auch situationen, wo ich um berufskollegen bin, vor allem wenn es mehrere leute sind. bei mir wirkt sich das auf meinem körper aus mit schwitzen, zittern und eben auch versprecher. ich hab das gefühl, dass die leute mich als dümmerchen betitteln könnten. es ist schon so, dass man sich den stress selber macht. den andern interessierts eigentlich nicht was du machst oder bist. jeder schaut für sich selber und grundsätzlich sollten wir den gleichen gedanken haben, anstelle dass unsere sogren um die andern sind.

ich wünsche dir alles gute und kopf hoch, denn es ist "nur" übungssache, um die angst zu bekämpfen!

Grüsse

#14


E
Hallo wolke und selini,
als ich Eure beiden Beiträge gelesen habe, das ist wie ein Spiegel. Bei uns im Büro gibt es JEDEN MORGEN eine sog. Kaffeepause, d.h., alle, die da sind, müssen sich in einem Raum versammeln und zusammen Kaffee trinken. darüber hinaus gibt es sehr oft extreme Geburtstagsessen mit Kochen und allem drum und dran. Ich bin doch da, um zu arbeiten und mit 50 Jahren muss mir das Büro auch nicht mehr meine Familie ersetzen. Und Vorgestern hatten wir wieder so ein essen, da mochte ich praktisch nichts von und war vom Gesicht an bis zum Dekoleté wirklich krebsrot vor lauter Stress. Hab dann - zu spät - eine Lorazepam genommen und bin einfach raus an die frische Luft und hab da eine geraucht, obwohl ich Nichtraucherin bin. Ich wusste einfach nicht mehr was ich machen sollte. Als dann später alles wieder in "Normalfarbe" war, war ich total erschöpft. Mit meinem Chef hab ich einen Tag später gesprochen, dass ich daran keine Freude habe an solchen Essen, sondern es für mich der totale Stress ist. Und er meinte, dann brauchte ich auch nur noch teilzunehmen, wenn ich will, ansonsten könnte ich sagen, ich hätte einen termin. Das finde ich natürlich nun sehr erleichternd, aber es hilft mir ja nciht, mit der Situation fertig zu werden. was macht Ihr dann, stürzt Ihr Euch rein, egal, ob Ihr rot werdet, oder vermeidet ihr auch? Ach ja und am zittern bin ich dann natürlich auch, dass ich immer Angst habe, die bemerken das. Das Rotwerden hat natürlich jeder gesehen, was mir extrem peinlich ist.
Viele Grüße
Elvira

#15


W
Bei Betriebsfeiern geht es, da ich ein paar sehr nette Kollegen habe.
Vor Feiern von Verwandtschaft drücke ich meist...

#16


E

Soziale Phobie

Hallo Ihr

ich bin neu hier und möchte mich Euch gerne vorstellen.

Ich bin 42 Jahre alt, habe einen wundervollen Mann, zwei herzallerliebste Katzen, eine liebe Mutter, sechs liebe Geschwister (alle älter als ich), ein kuscheliges Heim, eine Arbeitsstelle (bin Chemielaborantin), kurz, ich hab alles, was man sich nur wünschen könnte um glücklich zu sein.

Nur an einem mangelt es mir, mein Selbstwertgefühl ist sehr niedrig. Ich habe Angst vor fremden Menschen, ich habe Angst vor ihrer negativen Beurteilung. Das ist schon so seit ich ein Teenager bin. Mal war es mehr, mal weniger stark. Zur Zeit ist es sehr stark.

Vor allem an meinem Arbeitsplatz fühle ich mich sehr unsicher. Ich fühle mich isoliert, getraue mich nicht, auf die Arbeitskollegen zuzugehen und bin unsicher, wenn mich jemand anspricht. Small talk ist etwas, das ich nicht beherrsche. Ich habe auch Angst, Fehler zu machen. Ich kann mir vieles so schlecht merken und es fällt mir schwer, andere um Hilfe zu bitten. Ich habe Angst vor Neuem, fürchte mich ständig vor Neuerungen, dass ich mit anderen Kollegen arbeiten müsste, dass ich was neues lernen müsste.

Ich gehe mit den Kollegen in die Frühstückspause, verstecke mich dann aber meist hinter einer Zeitung. Mittags getraue ich mich nicht in der Kantine zu essen, weil ich allein bin. Am Nachmittag mache ich keine Pause, weil die Kollegin, die mir ein bisschen einen Halt gibt, nachmittags nicht arbeitet.

Am liebsten würde ich an einer anderen Stelle nochmal ganz von vorne anfangen, aber vor einem Stellenwechsel hab ich natürlich ernorme Angst. Alles neu... Ich weiss ja, dass ich mein inneres Gefängnis zur nächsten Arbeitsstelle mitnehme.

Privat läuft es im Moment gut, doch oft bin ich deprimiert und habe das Gefühl, das Leben nie zu meistern.

Ich wohne in der Schweiz, in der Nähe von Basel.

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich hoffe, hier Freunde zu finden, denen es ähnlich geht wie mir und vor denen ich mich deshalb wegen meiner Ängste nicht zu schämen brauche.

Lieber Gruss

Elli

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

T
gm, Elvira.
herzlich willkommen hier in diesem forum.

so wie es dir geht kenne ich ganz gut.

gruß.

#18


R
hallo, elvira!

willkommen in unserem forum.
schön, daß du da bist.

ich kann mich gut in dich hineinversetzen; ich hatte ähnliche
phasen in meinem leben.

das selbstwertgefühl wird ja in der kindheit angelegt, und wenn da einiges
schiefgelaufen ist, dann hat man wohl damit zu kämpfen.

ich habe mich damit ein lebenlang (und immer noch) engagiert.

ich hoffe, du findest irgendwie für dich eine lösung.

liebe grüsse
rose

#19


E
Liebe Tina, liebe Rose,

danke für die Willkommensgrüsse. Hab mich sehr darüber gefreut.

Liebe Rose, Du schreibst so in der Vergangenheitsform, so als wärest Du im Moment in einer besseren Phase. Darf ich fragen, was Du gemacht hast, damit es Dir besser geht?

Liebe Grüsse

Elli

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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