4

Hallo,

ich bin bine und 16 Jahre alt.
Ich habe seit 4 Jahren immer mehr Angst vor anderen Leuten. Ich werde sehr nervös wenn mich andere Leute gezielt anschauen, oder wenn ich auch nur denke dass sie mich anschauen.
Ich kann dann z.B. nicht mehr richtig gehen oder essen... oder ich rede völligen Unsinn.

Außer bei den 8 Minuten zur Schule, gehe ich seit 2 Jahren nicht mehr alleine raus, treffe mich mit Freunden an einem Ort der bei mir um die Ecke ist, oder lasse mich gleich von ihnen abholen. Schon der Gedanke alleine zum Treffpunkt zu gehen, bringt mich zum Schwitzen und Zittern.
Natürlich nervt das dann meine Freunde wenn sie sich ständig um mich kümmern müssen, weil ich nichts alleine machen kann..
Und wenn ich einmal draußen bin, habe ich ständig das Gefühl beobachtet zu werden.

In der Schule ist das auch mein Problem. Im müntlichen bekomme ich immer mehr schlechte Noten, weil ich mich nicht traue und ich nicht von allen angeschaut werden will.. Und wenn ich einmal aufgerufen werde, wird mir warm, ich fange an zu schwitzen und ich zitter.

Ich wohne bei meinen Großeltern, und bin ohne Mutter aufgewachsen.
Daher hatte mein Vater ständig neue Partner. Aus diesen Zeiten habe ich viele Schlechte Erfahrungen.



Ich weiß nicht was ich habe und was ich dagegen tun kann... aber ich merke dass ich mich immer weiter zurück ziehe und am liebsten niemand anderen um mich haben will außer meiner Familie, Freund und Freunden...


Bitte helft mir.

19.05.2008 23:48 • 03.05.2019 #1


11 Antworten ↓


Mario89
Hallo ABC ... es hört sich sehr nach Sozialer Phobie an

hier schau mal: https://www.psychic.de/soziale-phobie.php

Bei mir war es damals genauso ... jeder Tag war eine Qual ... früh zum Busgehen war schwer ... es standen immer viele Leute schon da und wenn ich angekomm bin hatte ich angst im Mittelpunkt zustehen und irgendwas komisches zu machen

im Bus wars noch schlimmer weil ich angefangen habe zu zucken wenn ich gedacht habe das mich leute von hinten anschaun ... so lief das den ganzen tag bis ich zuhause war

Heute hab ich immer noch Probleme aber ich bin mir bewusst das ich nicht komisch bin sondern krank ... und seit dem geht es mir auch besser ... ich meide auch keine Situationen mehr wie Konzerte oder Schulräume

Vielleicht fehlt dir einfach das selbstvertrauen ... bist oder warst du schon in psychlogischer Behandlung?

20.05.2008 13:52 • #2


Ich bin wirklich sehr schüchtern.
und ich war noch nich beim Psychologen.

Ich trau mcih nicht zu so etwas zu gehen.

20.05.2008 22:34 • #3


Mario89
Hast du dir die seite durchgelesen über Soziale Phobie?

Der erste Schritt in Richtung Behandlung war für mich auch exrem schwer aber um meine Probleme zuverstehen und anschliessend zu behandeln unersätzlich.

21.05.2008 11:36 • #4


Hallo!

Es kann der Anfang einer sozialen Phobie sein, ja. Aber auch nein.

Du bist noch sehr jung, man spricht in Deinem Alter immer noch von Pubertät. In dieser Zeit können Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stark wechseln, und die Gefühle Achterbahn fahren. Einige Jugendliche ziehen sich vollkommen zurück, andere reagieren sogar agressiv.

Ich arbeite mit Jugendlichen zusammen. Unter denen sind auch solche, die sich in Gegenwart anderer nicht zu Essen wagen. Oder sie erzählen zusammenhanglose Dinge. Oder sie sagen gar nichts und laufen rot an. Ich habe bei vielen aber gesehen, dass wenn sie z.B. Umfeld wechseln (d.h. eine Lehre beginnen oder eine Veränderung im Leben haben), zum Teil ändern. Das Selbstbewusstsein baut sich auf, die Hormone kommen langsam ins Lot -- Der Jugendliche wird zum jungen Erwachsenen.

Wenn Dir eine Therapie helfen kann, dann zögere nicht, sondern wende Dich an einen Spezialisten. Nicht, dass Du Dich immer wie mehr isolierst!

Liebe Grüsse
Nicole

21.05.2008 15:23 • #5


Hallo!

Ich kenne das Gefühl ganz gut. Wenn ich zum Bus musste, zum einkaufen oder zu meiner Freundin gelaufen bin, habe ich meine Musik auf volle Lautstärke gedreht, damit mich keiner anspricht.

Für mich war es zwar immer schwer, aber am leichtesten ist es für mich, mich immer wieder mit der Situation zu konfrontieren. Damit ich das ganze nicht unterdruck mache, nehme ich mir manchmal einfach Zeit und spaziere alleine durch die Stadt.

Ich hoffe du schaffst es, deine Angst zu überwinden, den es ist Schade, wenn man das Leben nicht ausleben kann.

liebe grüße

23.05.2008 15:41 • #6


03.05.2019 20:52 • #7


Gleichklang
Hallo Markus1989,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Hast du schon mal darüber nachgedacht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um deine früheren Mobbing-Erlebnisse aufzuarbeiten?

Ich wurde früher selbst extrem gemobbt und weiß wieviele Jahre das noch in einem schlummert und welche Probleme es in vielerlei Situationen leider mit sich zieht.

Magst du näher über dein früheres Mobbing berichten, was du schlimmes erlebt hast?
Vllt würde es dir helfen das mal runter zu schreiben, um dein heutiges denken und handeln besser zu verstehen?

Ganz liebe Grüße

03.05.2019 23:09 • #8


jaaa bin ich schon am überlegen wegen einer therapie weill das ganz schön Mein Leben Einschränken tuht. bis ich aber bei einem Therapeuten ein Termin Bekomme dauert ja bestimmt auch sehr lange aber erstmal will ich auch zum Hausarzt um die andere probleme anzusprechen...

wir können auch gerne privat schreiben wenn du magst?

03.05.2019 23:22 • x 1 #9


Gleichklang
Zitat von Markus1989:
jaaa bin ich schon am überlegen wegen einer therapie weill das ganz schön Mein Leben Einschränken tuht. bis ich aber bei einem Therapeuten ein Termin Bekomme dauert ja bestimmt auch sehr lange aber erstmal will ich auch zum Hausarzt um die andere probleme anzusprechen...

wir können auch gerne privat schreiben wenn du magst?


Du kannst mich gerne anschreiben, wann immer du möchtest!

03.05.2019 23:28 • x 1 #10


SoulFeather
Huhu,

Ja, eh man mal einen Termin oder freien Platz bei einem Therapeuten bekommt, dauert leider manchmal unveschämt lange.
Traurig, da sieht man immer wieder, wie viele psychisch kranke Menschen es gibt, die Hilfe brauchen. Manchmal steht man dann erstmal auf der Warteliste.
Und dann muss man erstmal sehen, ob überhaupt die Chemie stimmt zwischen dem Therapeuten und dir... und wenns nicht passt, geht die Suche und die Warterei von vorne los. Habe ich auch alles schon durch und das kann echt demotivierend sein.

Aber ich würde dir auch empfehlen über professionelle Hilfe nachzudenken, auch wenn es vielleicht schwierig ist und ein längerer Weg wird.
Glaube manchmal kommt man mit diesen Problemen einfach nicht mehr alleine klar.

Die anderen Probleme erstmal beim Hausarzt anzusprechen ist sicherlich auch nicht verkehrt und vielleicht hat er dann sogar auch eine Empfehlung für dich, wie du weitermachen könntest. Wurde damals auch von meinem HA auf meine jetzige Psychiaterin verwiesen, dass ich vielleicht mal einen Termin bei ihr ausmachen könnte... und zuerst kam ich mir auch doof dabei vor... aber habe es am Ende nicht bereut.

Achja: Willkommen im Forum. Vielleicht hilft dir das Lesen und Schreiben hier ja auch schon etwas.

03.05.2019 23:28 • x 2 #11


Danke

03.05.2019 23:40 • #12




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler