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Hallo,
kurz zu meiner Person: Ich bin 31 Jahre und die soziale Phobie(Angst davor im Mittelpunkt zu stehen,sowie dem Rotwerden) beschäftigt mich schon über 10 Jahre...irgendwie habe ich mich immer durchgeschmuggelt und seit 8 Jahren arbeite ich als Buchhalter in einem grossen Unternehmen.
Nun meine Frage an Euch, wie steht ihr im Berufsleben ? Welche Möglichkeiten habt Ihr wahrgenommen(Karriere,Jobwechsel,das tun,was man eigentlich will..), trotz eurer Ängste, die manchmal so unüberwindbar scheinen?...
Ich nehme mir schon jahrelang vor mich zu verändern, schaffe es aber einfach nicht...eigentlich würde ich gerne mit menschen arbeiten, da es meine grösste angst ist, finde ich aber andereseits immerwieder ausreden und schaffe es nicht.....bin sehr gespannt auf eure positiven/negativen erfahrungen!

02.04.2008 22:10 • 20.04.2008 #1


5 Antworten ↓


Hmm... Also ich war nach meinem Schulabschluss in einem Lehrgang zur Berufsvorbereitung. Danach sollte ich 2006 eine außerbetriebliche Ausbildung machen, aber dann waren sich dort alle einig, dass mein Zustand noch nicht stabil genug für eine Ausbildung ist und ich mich erstmal um mich selbst kümmern soll - habe eine Sozialphobie und meine Mutter starb 2003 weshalb ich häufig Depressionen bekam die ich zur Zeit aber ziemlich gut in Griff habe. Seit Herbst geht es nur noch Berg auf mit mir und ich will auch umbedingt arbeiten sobald ich dafür bereit bin, aber bis jetzt habe ich noch keine Ahnung was ich machen möchte/kann was schon ganz schön zerreißend ist und mich oft beschäftigt, wenn ich es nicht gerade schaffe zu verdrängen...
LG, Merri

10.04.2008 12:49 • #2



Soziale Phobie - Berufsleben?!

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Hallo!
Also, da ich im Handwerk tätig bin, hilft es mir immer wieder, wenn ich mich ablenke MIT der Arbeit. Das heißt: Sobald ich während einer Unterhaltung merke, daß ich gleich wieder rot werde, fange ich an weiterzuarbeiten. Das lenkt mich von den Angstgedanken ab, und ich kann mich trotzdem mit demjenigen weiter unterhalten. Das funktioniert sehr gut.

15.04.2008 20:08 • #3


Ich bin zwar noch sehr jung (20) aber ich habe dennoch schon mein halbes Leben lang ein gestörtes Verhältnis zu mir und meinen Mitmenschen. Das komische oder tragische ist, dass mir äusserlich niemand anmerkt wie gestört und einsam ich bin. so führe ich die leute auch immer hinters licht. und jetzt der knaller: ich bin seit kurzem als flight attendant tätig. obwohl ich total einsam bin, keine Freunde habe, total angst vor menschen habe, einfach schlichtweg ein aussenseiter bin, komme ich doch einigermassen durch im leben. also jobmässig. meine unsicherheit äussert sich immer damit, dass ich arrogant und überheblich wirke. als selbstschutz natürlich. naja ich weiss nicht ob dir mein geschriebenes weiterhilft...

17.04.2008 16:35 • #4


Hallo Trisha.
Wie Du Dich beschrieben hast, so sieht es auch bei mir aus.
Gerade jetzt, wo es mir echt schlecht geht, wirke ich nach außen total selbstbewußt.
Aber ich spüre, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich wieder zusammen breche.

Und das ist meine größte Angst, weil meine Existenz dran hängt.

Weiß jemand, wie ich die Angst vor Menschen überwinden kann?
Liebe Grüße Rücklicht

18.04.2008 22:01 • #5


Ich bin auch erst 20 und habe ebenfalls, wie Trisha, fast mein halbes Leben lang ein gestörtes Verhältnis zu mir und meinen Mitmenschen. Außenstehende werten dieses Verhalten als arrogant und überheblich ab aber eigentlich ist dem überhaupt nicht so, ganz im Gegenteil. Aber das merkwürdige ist, wenn ich das Gefühl habe von meinem Gegenüber akzeptiert/ gemocht zu werden,bin ich so wie ich wirklich bin und dann bin ich sehr extrovertiert. Bei mir kommt es immer auf meinen Gegenüber an. Aber es ist auch meist so, dass Menschen von mir voreingenommen sind. In einer Gruppe zu sprechen, fällt mir total schwer und bisher habe ich solche Situationen auch immer gemieden. Ich weiß inzwischen, dass dieses Verhalten abnormal ist und ich möchte das auf jeden Fall ändern. Meine Mutter hat sowas in der Art, nur noch sehr viel ausgeprägter und das ging über Jahrzehnte so. Ich möchte nicht erst so viele Jahre meines kostbaren Lebens vergeuden bzw. mein Leben aufgrund dessen einschränken müssen, um dann irgendwann feststellen zu müssen was ich dadurch alles verpasst habe. Ich würde mich gerne mit anderen gleichgesinnten unterhalten, welche Wege ihr geht oder vorhabt zu gehen, um dieses Verhalten "abzustellen". Ich würde mich über Mails von euch freuen:)

Lg Mayi

20.04.2008 11:28 • #6




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