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6

R
hallo, elvira!

na, ich denke, es gibt sich ein bisschen mit dem älterwerden.

es hängt wohl auch mit dem jeweiligen temperament zusammen.

bei mir war es wohl nicht ganz so stark ausgeprägt, wie bei dir!?

lg
rose

#21


T
liebe E. ich habe dir ne pn geschrieben.

lg Tina.

#22


A


Habe ich eine soziale Phobie?

x 3


E
Liebe Tina,

danke für die pn, hab zuerst ein bisschen suchen müssen, bis ich sie gefunden habe, und hab mich dann aber umso mehr darüber gefreut. Hab Dir auch gleich eine pn zurückgeschrieben

Liebe Grüsse

Elvira

#23


C

Soziale Phobie

Ich habe diese Angst in Restaurants zu essen mit vielen Leuten ...ich denke immer ich bin damit alleine.Bitte meldet euch bei mir wenn ihr auch solche Ängste habt.

#24


S
guten morgen
hier ein paar worte an dich, weil ich mich frage wozu wir uns in einem forum befinden, wenn zig leute das problem überfliegen, aber nicht einer davon ein paar sätze findet. ich weiß ein bisschen wie es ist. ich gehe auch nicht gern in restaurants, lieber nehme ich (wenn überhaupt) das essen mit nach hause und esse alleine oder mit mir vertrauten personen. habe ich leute dabei (im restaurant) die ich gerne hab und die mich vom umliegenden geschehen ablenken, dann macht es mir weniger aus.
was genau magst du nicht an solchen situationen?
alles liebe und einen schönen, hoffentlich sonnigen tag!

#25


mirona41
Guten Morgen Carola, ja, das kenne ich leider auch nur zu gut. Ich fühle mich immer total unwohl, bekomme kaum was runter, muss immer außen sitzen, am besten in der Nähe vom Ausgang. Ich habe das schon seit vielen Jahren und versuche, es zu vermeiden (verkehrt, ich weiss ...). Es belastet mich auch sehr, denn es ist leider nicht meine einzige Angst und das Leben wird immer schwieriger, gerade weil Menschen, die so etwas nicht kennen, es nicht verstehen. Und man sagt ja auch nicht zu irgendwelchen Kollegen oder Bekannten, "ich habe Angst ins Restaurant zu gehen". Richtig tolle Ratschläge kann ich da leider auch nicht geben, höchstens das Übliche: Du musst dich der Angst stellen.... und es immer wieder üben. Leicht gesagt, ich weiss ...
LG

#26


M
Liebe Carola

Ich weiß so ziemlich genau wovon du sprichst. Ich leide unter diesen Ängsten schon seit ca. 12 Jahren. Das ist schon eine sehr lange zeit..ich weiß..aber die sache mit dem essen in restaurants hat sich im laufe der zeit gebessert. wenn du willst kann ich dir sagen wie und wann es bei mir angefangen hat und wie und wodurch sich die sache bei mir etwas gebessert hat wobei sie noch weit davon entfernt ist erträglich zu sein.

lg

#27


J
Das hat jeder mit SP oder ÄvsuP.
Angst, sich zu blamieren oder angestarrt zu werden.
Dann sucht man automatisch ne Ecke, wo man vor den meisten Blicken sicher ist.

#28


nyunmin

Soziale Phobie

Hey,

ich bin 15 Jahre alt und war schon seit meiner Kindheit sehr schüchtern und zurück haltend.
Es ist nicht so das ich keine Freunde hatte, ich hatte sogar während der Grundschulzeit sehr viele Freunde. Nur war ich... ein eher "komisches kind". So sagten wohl meine Lehrer. Meine Mutter erzählte mir das ich in der Grundschule schon bei Sportfesten unmotiviert war und versuchte mich zu verstecken. In der dritten Klasse hatten wir Schwimmunterricht dem ich oft ausgewichen bin in dem ich vor spielte ich hätte Kopfschmerzen. Im Unterricht gab ich nie ein Wort von mir. Während die anderen fröhlich quatschten saß ich stumm da. Wenn Lehrer mich immer wieder fragten, warum ich mich nicht melde, antwortete ich nicht. Ich weiß nicht mehr genau warum ich es nicht tat, aber ich weiß das meine Mutter sehr oft zur Schule gerufen wurde weil ich einfach nicht reden wollte. Aber in der Grundschulzeit machte mir das alles noch keine Probleme, erst als ich zur Realschule ging.

Die Menschen an der Realschule sind einfach so... ich hasse sie einfach. Ich fühle mich von jeder Seite verurteilt. Egal wie sehr ich versuche mir ein zu reden das ich ihnen egal bin, fühle ich mich beobachtet. Ich weiß das es nicht stimmt und trotzdem kann ich keinem von ihnen in die Augen blicken.
Ich habe einige Freunde die jedoch so ähnlich sind wie ich. Schüchtern, still. Mit ihnen kann ich komplett normal reden, aber sobald nur eine Person neben uns steht die nicht "zu uns gehört" bekomm ich kein Wort mehr raus. Meinen Freunden zu vertrauen allein hat sehr lange gedauert, da ich in der 6. Klasse sitzen geblieben bin und das mich noch ein mal weiter schwächte.
Ich bin sitzen geblieben weil ich zu still war. Ich möchte mich melden und etwas beitragen, aber die Angst zu versagen und verurteilt zu werden ist einfach zu groß. Ich habe jetzt schon Schwierigkeiten diesen Text zu schreiben. Ich möchte einfach alles los werden ohne verurteilt zu werden.

Ich könnte noch viele andere Dinge aufzählen in denen ich Panikattacken und Angstzustände bekomme. Allein beim einkaufen empfinde ich solche Ängste Menschen auch nur nah zu kommen. Ich bekomme Atemnot, Herzrasen und Kopfschmerzen.

Kann so ein Verhalten auftreten wenn man als Kind traumatisiert wurde? Ich lebte seit meiner Geburt an mit einem Gewalttätigen Vater der zwar nicht mich schlug, aber meinen Bruder und meine Mutter. Ich sah alles.

Ist das eine Soziale Phobie? Wenn ja, was kann ich dagegen tun? Sollte ich zum Arzt oder so gehen?
Ich habe viele Beiträge hier darüber gelesen und das man es später damit schwer haben kann. Allein wegen dem Beruf etc. Ich möchte so früh wie möglich damit anfangen, etwas zu ändern, sonst isoliere ich mich nur noch mehr als sonst. Ich möchte meine Jugend nicht damit verbringen nur zu Hause zu sitzen.

#29


patriot
Was ich sehr schön finde ist das du was tun möchtest.
Viele Menschen haben ihr Päckchen aus der Kindheit zu tragen.

Meistens erleben wir die ersten inneren und äußeren Bewertungen in der Kindheit. Kinder die eine sichere Elternbindung erleben, entwickeln einen guten Schutzfaktor für ihr Selbstwertgefühl.
Nahe liegend, dass ein unerwünschtes Kind sich wenig geliebt fühlt und deshalb sensibler auf negative Bewertungen reagiert.
Ablehnung oder Verachtung der Eltern gegenüber Kindern könnten Ursachen für spätere psychische Probleme sein, für Selbstzweifel und Selbstwertkrisen.
Ein Kind muss fühlen: „Ich bin in Ordnung, so wie ich bin.“ Andererseits beginnt es an sich und seinem Selbstwert zu zweifeln.

Deswegen arbeite an dir, nehme dich an wie du bist. Sag du zur dir selbst , ich bin ok wie ich bin.
Vereine sind gut Freundschaften zu schliessen.
Es gibt viele Möglichkeiten aus dir mehr zu machen. Natürlich wenn du es nicht mehr aushälst vertraue deiner Frauenärztin oder Hausarzt an. Die können dir im Gespräch auch weiterhelfen.

#30


I
Also der Beitrag ist ja schon ein paar Tage alt und ich weiss nicht, ob mein Kommentar überhaupt noch gelesen wird. Aber als ich deinen Text gelesen hab nyunmin, dachte ich nur "Respekt". Du siehst die Dinge sehr klar und scheinst dich sehr gut reflektieren zu können. Und das jetzt schon, ohne irgendwelche Hilfe(Therapie). Ich hab so zurück gedacht und drüber nachgedacht, was gewesen wäre, hätte ich das mit 15 schon so sehen können... Ich habe eine soziale Phobie, die lange falsch behandelt wurde. Ich wusste lange nicht, was mit mir los ist, hab nicht gewusst, wovor ich eigentlich Angst hatte. Das hat es noch schlimmer für mich gemacht. Beispielsweise konnte ich nicht mehr in die Schule gehen, hab oft geschwänzt, hatte einfach Angst. Und das, obwohl da nichts war, die Leute mochten mich sogar, ich hatte keine Streit usw. Aber ich konnte nicht so, wie ich wollte.

Was mir geholfen hat, und was auch erste Wahl ist, was Therapie angeht, ist die kognitive Verhaltenstherapie. Dort wird dir beigebracht, selbst gegen deine Ängste vorzugehen und vorallem wie. Es ist nicht mal so wichtig, warum du die Phobie hast(ob du sie hast muss aber erst mal diagnostiziert werden). Ich weiss es bis heute nicht so wirklich, kann mich auch nur erinnern, dass ich in vielen Situationen nicht "frei" sein konnte, auch als Kind schon nicht.

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg und kann mir vorstellen, wenn es die soziale Phobie ist, dass du da relativ schnell Erfolge haben wirst, wenn du es angehst.

#31


M

Soziale Phobie?

Hey Gemeinde ich schildere jetzt mal mein problem und hoffe auf Rat Hilfe!

Zu meiner person ich Männlich 30 Extrem schüchtern...

Habe seit längerem Das problem keine freunde zu finden ich tuhe wirklich alles um freunde zu finden aber keine chance ...

Früher wurde ich in der schule gemobbt und gehänselt hatte nie großartige freunde gehapt vileicht 2-3 kumpels die mitterweile auch ihre eigende wege gehen.

Internetbekanntschaften habe ich leider auch nicht wenn ich mal eine Frau anschreibe kommt nie eine antwort zurück warum auch immer...

es ist auch so seit meiner kindheit habe ich angst vor jugendgruppen denke mal das es daran liegt das ich in der schule gemobbt wurde.

was kann ich tuhn um neue freunde zu finden bin auch ein ängstlicher Mensch und traue mich auch nicht so auf menschen zuzugehen was mich wirklich fertig macht..

leide auch schon seit längerem unter schwindelanfällen atemnot erstickungsgefühle übelkeit das gefühl umzukippen Stimmungsschwankung Niedergeschlagenheit Sad egal woh ich bin ob es im bus ist oder im supermarkt oder im wartezimmer jobcenter etc... ich weiß nicht mehr weiter ich würde gerne neue freunde kennenlernen aber es geht nicht manchmal denke ich das es an mir liegt weill ich so extrem jung aussehe...

ich selber finde mich nicht hübsch eher hässlich..

würde mich um rat freuen!

#32


Strawberry11
Hallo Markus1989,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Hast du schon mal darüber nachgedacht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um deine früheren Mobbing-Erlebnisse aufzuarbeiten?

Ich wurde früher selbst extrem gemobbt und weiß wieviele Jahre das noch in einem schlummert und welche Probleme es in vielerlei Situationen leider mit sich zieht.

Magst du näher über dein früheres Mobbing berichten, was du schlimmes erlebt hast?
Vllt würde es dir helfen das mal runter zu schreiben, um dein heutiges denken und handeln besser zu verstehen?

Ganz liebe Grüße

#33


M
jaaa bin ich schon am überlegen wegen einer therapie weill das ganz schön Mein Leben Einschränken tuht. bis ich aber bei einem Therapeuten ein Termin Bekomme dauert ja bestimmt auch sehr lange aber erstmal will ich auch zum Hausarzt um die andere probleme anzusprechen...

wir können auch gerne privat schreiben wenn du magst?

x 1 #34


Strawberry11
Zitat von Markus1989:
jaaa bin ich schon am überlegen wegen einer therapie weill das ganz schön Mein Leben Einschränken tuht. bis ich aber bei einem Therapeuten ein Termin Bekomme dauert ja bestimmt auch sehr lange aber erstmal will ich auch zum Hausarzt um die andere probleme anzusprechen...

wir können auch gerne privat schreiben wenn du magst?


Du kannst mich gerne anschreiben, wann immer du möchtest! Wink

x 1 #35


S
Huhu,

Ja, eh man mal einen Termin oder freien Platz bei einem Therapeuten bekommt, dauert leider manchmal unveschämt lange.
Traurig, da sieht man immer wieder, wie viele psychisch kranke Menschen es gibt, die Hilfe brauchen. Manchmal steht man dann erstmal auf der Warteliste.
Und dann muss man erstmal sehen, ob überhaupt die Chemie stimmt zwischen dem Therapeuten und dir... und wenns nicht passt, geht die Suche und die Warterei von vorne los. Habe ich auch alles schon durch und das kann echt demotivierend sein.

Aber ich würde dir auch empfehlen über professionelle Hilfe nachzudenken, auch wenn es vielleicht schwierig ist und ein längerer Weg wird.
Glaube manchmal kommt man mit diesen Problemen einfach nicht mehr alleine klar.

Die anderen Probleme erstmal beim Hausarzt anzusprechen ist sicherlich auch nicht verkehrt und vielleicht hat er dann sogar auch eine Empfehlung für dich, wie du weitermachen könntest. Wurde damals auch von meinem HA auf meine jetzige Psychiaterin verwiesen, dass ich vielleicht mal einen Termin bei ihr ausmachen könnte... und zuerst kam ich mir auch doof dabei vor... aber habe es am Ende nicht bereut.

Achja: Willkommen im Forum. Vielleicht hilft dir das Lesen und Schreiben hier ja auch schon etwas. Freunde

x 2 #36


M
Danke Very Happy

#37

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J
Hallo an alle.
Danke an jeden einzelnen von euch, der sich meinen Text durchliest.

Ich habe mich aus mehreren Gründen dazu entschieden, diesen Beitrag zu verfassen. 1. Weiß ich nicht weiter. 2. Habe ich Angst, mein komplettes Leben gegen die Wand zu fahren und 3. würde es mich freuen von euch evtl Ratschläge zu hören oder zumindest jemanden zu finden, der mir zuhört/mitliest und dem es vielleicht ähnlich ergeht.

So, nun zu meinem "Problem". Vorwarnung, es könnte ein längerer Text werden.
Ich zeige ein paar Verhaltensweisen, die ich selber nicht richtig deuten kann, habe aber den Verdacht, dass es sich vielleicht um eine Soziale Phobie handeln könnte.
Ich werde zur Erklärung mal weit ausholen, und zwar bis zu meiner Kindheit. Ich war schon als Kleinkind sehr ängstlich, habe viel geweint, oft ohne erkennbaren Grund. Beispielsweise hatte ich immer panische Angst vor einem Arbeitskollegen meines Onkels, immer wenn ich ihn sah, habe ich geschrien und geweint, obwohl mir der Mann ja nie was getan hat. Auch hatte ich Probleme damit, mich gegenüber anderen Kindern zu behaupten. Meine Eltern hatten mich damals im Kindergarten, auf Anraten einer meiner Erzieherinnen, da ich mir (Zitat) "Die Wurst vom Brot stehlen ließ", zu einer Art Trainingsgruppe für Sozialkompetenzen geschickt (denke mal, dass der Begriff am besten passt). In der Gruppe waren neben mir noch ein paar wenige andere Kinder mit der selben introvertierten, ängstlichen Art, als auch ein paar hyperaktive Kinder. Das Ganze erstreckte sich über ein paar Monate und hat mein Verhalten zumindest ein bisschen verbessert. Zudem hatte ich im Kindesalter enorme Verlust- und Trennungsängste, vor allem in Bezug auf meine Mutter, was rückläufig betrachtet wahrscheinlich dadurch ausgelöst wurde, dass meine Tante damals an Krebs verstarb und ich deshalb Angst hatte, auch meine Mutter verlieren zu können.

Soviel zu meiner Kinderheit. Heute habe ich immer noch enorme Probleme mit ängstlichem Verhalten gegenüber von Gleichaltrigen und zum Teil auch Jüngeren. Als Beispiel eine Situation von heute, hatte vorhin eine Telefonkonferenz mit ein paar Kommilitoninnen. Sobald die Kamera lief und alle etwas sagten, verfiel ich immer mehr in Passivität. Ich wurde innerlich sehr nervös und spürt wie eine Art Druck in der Bauchgegend. Die Nervosität stieg mit jeder Sekunde, da ich das Gefühl hatte, dass ich von meinen Kommilitoninnen als seltsam betrachtet werde, wenn ich nichts sage. Ich hatte auch selber auf einmal da Gefühl, einfach nur komisch und abnormal zu sein. Ein komischer Nerd, der für sein Alter viel zu schüchtern, zu dumm und vor allem auch zu dünn ist. Immer wenn ich dann was gesagt habe, um mich am Gespräch zu beteiligen, hatte ich sofort danach Gedanken wie "Man du hörst dich an wie ein Depp, hochnäßig, Möchtegern schlau, außerdem war das, was du gesagt hast, total dumm." Ich hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.
Und genau dasselbe passiert mir auch wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin. Wenn wir in einer größeren Runde Karten spielen, kommt in mir die Angst auf, etwas falsch zu mache, was an dem Kartenspiel nicht zu verstehen, nicht mitzukommen, kurzum: mich zu blamieren. Ich fühle mich furchtbar, verletzlich und als kompletter Außenseiter, obwohl meine Freunde ja aktiv gar nichts tun, was mir dieses Gefühl vermitteln könnte. Was auch noch wichtig ist, zu erwähnen, ist, dass mir in solchen Situationen dann solche bereits genannten, negativen Gedanken massenweise durch den Kopf schießen, auch male ich mir dann Zukunftsszenarien aus, die auch sehr negativ sind und durch diese Gedankengänge kann mich dann auch nicht mehr auf das hier und jetzt konzentrieren, bekomme Gespräche nicht mehr richtig mit, werde deshalb von meinen Freunden auch als arg verpeilt angesehen (was sie aber nie negativ gemeint haben).
Ich studiere Heilpädagogik, heißt, ich werde viel mit Menschen arbeiten, bevorzugt eigentlich mit Kindern. Doch jagt mir inzwischen der Gedanke, Verantwortung für eine Kindergruppe zu übernehmen, immer mehr Angst ein. Ich habe vor meinem Studium ein FSJ (halbjährig im Ausland absolviert), in welchem ich auch mit Kindern arbeitete und das hat nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch ziemlich gut funktioniert und mir auch viel Freude bereitet, wodurch ich überhaupt auf die Idee kam, dieses Studium zu beginnen. Ich möchte Kindern helfen, welche einen schweren Stand im Leben haben mit dem Ziel, dass sie ein sorgenfreies und entspannteres als auch glückliches Leben führen können. Nach diesem halben Jahr absolvierte ich noch ein halbjähriges FSJ bei einer Ganztagesbetreuung an einer Grundschule hier in Deutschland, bei welchem ich mir sehr schwer getan habe, mich gegenüber den Kindern richtig zu behaupten, konsequent zu sein und mich auch nicht zu sehr stressen zu lassen. Nichtsdestotrotz habe ich das Studium begonnen mit dem Gedanken, dass mir im Rahmen des Studiums die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden, um auch mit solchen Situationen umgehen zu können, das war aber bisher nicht der Fall. Mich plagen seit Monaten nun schon extreme Selbstzweifel, mir fehlt es immer schwerer, Entscheidungen zu treffen, vor allem, wenn diese eine große Tragweite haben und habe das Gefühl, komplett allein zu sein, sowie im Leben schon jetzt versagt zu haben und gebe mir auch vollumfassend die Schuld dafür.

Ich frage mich nun, ob die oben genannten Symptome wirklich zu einer sozialen Phobie passen oder eher nicht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Neige auch zu Perfektionismus, sei noch erwähnt.

Tut mir leid, dass der Text jetzt tatsächlich so lange geworden ist, deshalb noch Mal ein großes Danke an jeden, der oder die es sich durchgelesen hat.

Euer Juli0210

x 2 #38


Hoffnungsblick
Hallo Juli0210,

hab Dank für dein Vertrauen.
Ich möchte dir am liebsten sagen: Vertraue in deine Fähigkeiten.

Zitat von Juli0210:
Ich möchte Kindern helfen, welche einen schweren Stand im Leben haben mit dem Ziel, dass sie ein sorgenfreies und entspannteres als auch glückliches Leben führen können


Das ist doch eine sehr gute Berufsmotivation. Man wünscht sich einen solchen Heilpädagogen für die Kinder.


Zitat von Juli0210:
Nach diesem halben Jahr absolvierte ich noch ein halbjähriges FSJ bei einer Ganztagesbetreuung an einer Grundschule hier in Deutschland, bei welchem ich mir sehr schwer getan habe, mich gegenüber den Kindern richtig zu behaupten, konsequent zu sein und mich auch nicht zu sehr stressen zu lassen. Nichtsdestotrotz habe ich das Studium begonnen mit dem Gedanken, dass mir im Rahmen des Studiums die notwendigen Kompetenzen vermittelt werden, um auch mit solchen Situationen umgehen zu können


Das hört sich einfach nach "Praxisschock" an. Erst mal ist der gute Wille und die gute Motivation da. Aber in der Praxis hat man echte Menschen vor sich, die sich nicht nach Regeln oder wie am grünen Tisch verhalten. So ein Praxisschock ist normal. Passiert fast jedem. Mit der Zeit, in der Praxis, wirst du alles lernen, was du können musst. Vertraue auf deine Motivation. Von dort bekommst du Kraft zum Durchhalten.

Zitat von Juli0210:
"Man du hörst dich an wie ein Depp, hochnäßig, Möchtegern schlau, außerdem war das, was du gesagt hast, total dumm." Ich hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.


Das ist leider das Probleme. Du negierst dein Dasein und deine Lebensäußerungen so sehr, dass es mich beim Lesen traurig macht.
Wenn ich deinen Text lese, dann klingst du sympatisch, selbstkritisch und du erkennst viele deiner Probleme.
Deine eigenen Probleme werden dich befähigen, dich sehr gut in andere mit ähnlichen Schwierigkeiten einzufühlen. Das ist eine gute Ausgangssituation für deinen Beruf als Heilpädagoge.

Vielleicht wäre es gut, wenn du dich aber zunächst mal in deinem "So-Sein" annimmst. Versuche jemanden zu lieben (dich selbst), den du hier als "komischer Nerd" oder als "kompletter Außenseiter" bezeichnest.

Zitat von Juli0210:
Ich frage mich nun, ob die oben genannten Symptome wirklich zu einer sozialen Phobie


Ob du deine Schwierigkeiten jetzt als soziale Phobie bezeichnen wirst oder nicht: Letztlich hilft es nur, wenn du konkret ein Problem nach dem anderen löst.

Ob man introvertiert oder extrovertiert ist, das ist ein Charaktergrundzug, der nur schwer zu verändern ist. Das muss man liebevoll akzeptieren.

Du kannst deine sozialen Fähigkeiten auch bewusst fördern und darüber Buch führen. Du könntest z.B. Theater spielen lernen, vielleicht zunächst mit Einzelstunden bei einem Schauspieler, der dazu bereit ist. Du könntest das auch in der Heilpädagogik anwenden.

Vielleicht kann dir auch Yoga helfen. Das ist gut geeignet für introvertierte, selbstkritische oder auch perfektionistische Menschen, weil man lernt, sich selbst anzunehmen und gleichzeitig aber seine körperlichen, psychischen und geistigen Fähigkeiten fortwährend auszudehnen.

Liebe Grüße

#39


CaptainFuture
Hallo Juli,

Erstmal danke dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich bin 39 Jahre alt und leide selbst an einer Sozialphobie daher kann ich das vielleicht etwas beurteilen. Meiner Meinung nach hast du ganz klare Anzeichen einer Sozialphobie was da ganz klar hervorsticht ist die Angst durch Bewertung anderer. Bei dir scheint, die genetische Veranlagung eine große Rolle zu spielen. Das bedeutet für mich als Laie dass das nicht so einfach weggehen wird. Meiner Erfahrung nach wird es vielleicht etwas besser wenn man älter wird aber es geht nicht von selbst weg daher habe ich mich entschieden eine Psychotherapie zu machen. Dies würde ich dir auch raten, verliere keine Zeit wenn du spürst dass das für dich belastend ist und das ist es offensichtlich, du Solltest auch zu einem Psychiater gehen und dich mal durchchecken lassen. Vielleicht kann man dir auch medikamentös helfen. Ich schreibe das, um dir klarzumachen dass du aktiv werden musst verliere bitte keine Zeit so wie ich es getan habe. Ich habe mich lange Zeit mit Alk. betäubt bei Ängsten eine gefährliche Mischung,fang das bloß nicht an. Ich möchte dir mit diesem Post keine Angst machen denn eins kann ich dir versichern es gibt Hilfe du musst es nur angehen.

LG

#40


A


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Dr. Reinhard Pichler
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