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Rico83
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Hallo zusammen ich bin der Rico. ich habe ein massives Problem. Ich habe schwere Sozialphobie. Ich kann einfach nicht auf fremde Leute zugehen oder generell mit Leuten reden.

ich war schon dieses mal 3 x in der Psychatrie gewesen und ließ mich nach paar Tagen max nach 2 Wochen immer entlassen.

Mein Problem ist, ich war von allen Patienten der Außenseiter und es war mir nicht möglich mit den Patienten mich zu unterhalten. Was mich sehr belastete.

der Arzt und der Psychotherapeut in der Klinik gaben mir die Schuld

ich würde mich zu sehr zurück ziehen
keinen grüßen
immer traurig mit gesenkten Kopf nach unten gehen
und meine Kleidung auch abschrecken würde. Ich bevorzuge es dunkle Kleidung zu tragen.

zuhause lebe ich noch bei meinen Eltern und durch meine psychischen Probleme, bin ich auch nicht in der Lage zu arbeiten. Das ich mein Alltag zuhause verbringe.

ich wollte zurück ins Krankenhaus, aber was nicht ginge. Sie meinten, ich würde die Hilfe nicht annehmen und von mir käme zu wenig Bereitschaft und das ein Krankenhausaufenthalt mit Patienten wegen meiner schweren Sozialphobie schwierig sei, da man sich nur zurück ziehen würde und es Ambulant verseuchen solle. Da es stationär keinen Sinn machen würde.

Sie sagten das Krankenhaus wäre keine Kontaktbörse, die Leute wären mit sich selbst beschäftigt. Aber ich habe gesehen das die Patienten sich untereinander unterhalten haben nur das bei mir es nicht möglich war Kontakte zu knüpfen. Was würdet Ihr mir noch empfehlen? Ich merke es geht mir sehr schlecht und das ich die soziale Isolation nicht im Griff bekomme.

haben die Recht das unter diesen Umständen das Krankenhaus mir nicht helfen kann?

15.07.2016 x 1 #1


173 Antworten ↓
TheSmiths

TheSmiths
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Hallo Rico!

Ich möchte Dir gerne einen Rat bzw. Tipp geben.
Da ich selbst Sozialphobiker bin und es mir diesbezüglich inzwischen deutlich besser geht, möchte ich Dir sagen, was mir geholfen hat.
15 Jahre war ich wegen dieser extrem beschissenen Erkrankung in Therapie und meine Therapeutin konnte mir nicht helfen.
Ich denke bei einer sozialen Angststörung hilft nur eins: KONFRONTATION!
Meine Therapeutin konnte mir nicht helfen, weil sie mir hat alles durchgehen lassen und keinerlei Verhaltensverträge konsequent durchgesetzt wurden.
Zu Beginn der Therapie geht es natürlich nicht um Konfrontation, das Aushalten der Gespräche reicht völlig. Doch nach einigen Monaten und gefundenem Vertrauen muss es dann losgehen.
Ein Therapeut begleitet Dich, stützt Dich und achtet darauf, dass Kofrontationssituationen ausgehalten und nicht abgebrochen werden.
Man fängt da ganz klein an: Ein gemeinsamer Spaziergang durch den Park beispielsweise bei dem Du zu jeder neuen Situation Deine Ängste äußern kannst, aber nicht musst.
Zusammen werdet ihr immer schwierigere Situationen aussuchen, die Du dann aushalten musst.
Und dabei sind alle körperlichen Begleiterscheinungen (Zittern, Erröten, Schwitzen, trockener Mund, Derealisation, Wortfindungsstörungen ... ) okay und willkommen.
Ziel ist es, dass Du immer länger in für Dich beängstigenden Situationen bleiben kannst.
Nach und nach sollst Du dann versuchen deine Vermeidungsstrategien (Kopfhörer mit Musik, nach unten schauen, Clownerie zum Überspielen Deiner Angst ... ) wegzulassen und die Situation voll annehmen und aushalten.
Die Übungen werden immer schwieriger, bis hin zu Situationen, die selbst "gesunden" Menschen schwer fallen oder äußerst unangenehm sind (beispielsweise alleine am Nachmittag im Café einen Menschen anzusprechen, oder alleine in der Staßenbahn leise zu singen...). Es geht nicht darum, dass Du Erfolg in solchen Situationen hast, es geht einzig und allein darum, dass Du wirklich begreifst, dass Du es aushälst, Dir nichts passiert und Du Ablehnung überlebst.
Solche Konfrontationsübungen wirst Du immer und immer wieder herbeiführen und aushalten müssen.
Irgendwann merkt Dein Hirn dann, dass Du alles aushalten kannst und dadurch gewinnst Du Selbstsicherheit. Diese Selbstsicherheit lässt Dich gegenüber anderen Menschen grundlegend anders wirken.
Aber in erster Linie geht es dabei nur um DICH! Du wirst Dich nach und nach immer mehr annehmen und lieben können. Das neuronale Netzwerk bildet neue Schaltkreise. die Synapsen feuern in neue Richtungen, es bilden sich neue Autobahnen und die guten Gedanken über Dich selbst verselbständigen sich.

Wichtig für diese neue und tolle und aufregende Mission ist der richtige Therapeut!
Schaue im Internet und sage direkt bei den ersten Kennenlernsitzungen was Dein Problem ist und wie Du es angehen willst. Falls Dir das zu schwer ist, kannst Du es einfach vorher aufschreiben und dem Therapeuten geben.
Bei mir hat es auf diesem Wege nur nicht funktioniert, weil meine Therapeutin nicht gut war, Punkt.
Sie kam nie mit in die Situationen und erlaubte mir sogar Alk. um die Übungen auszuhalten.
Vor gut 2 Jahren war ich dann an einem Punkt, an dem ich mich entscheiden musste:
Entweder niemals leben, immer von anderen abhängig sein und jeden Tag bis zum Tode diese schei. Angst, oder es zu wagen und zwar total und radikal.
Und ich habe es gewagt, ich habe mich direkt in eine Suchtklinik einweisen lassen und habe dort einen stationären 8 wöchigen Entzug vom Alk. gemacht und anschließend bin ich in die ultimative Sozialphobiker-Hardcoreklinik gegangen!
Diese Klinik ist keine spezielle für Sozialphobiker, es ist eine psychosomatische Klinik mit dem einzigartigen Konzept der therapeutischen Gemeinschaft.
Ich möchte es Dir erklären: In dieser Klinik ist alles anders und anfänglich sehr sehr befremdlich (trotz meines Willens, war ich derart platt, dass ich bereits nach dem ersten Tag wieder abreisen wollte!)
Im Nachhinein bin ich sooooo unendlich dankbar, dies nicht getan zu haben!
Therapeutische Gemeinschaft bedeutet, dass alles zusammen gemacht wird und wirklich jeder auf jeden schaut.
Die Begrüßung der neuen Patienten findet in der sogenannten Großgruppe statt.
Und jetzt halt Dich fest, lieber Rico: Ein Raum, ca. 120 Patienten und dazu etwa 30 Therapeuten, Sozialarbeiter und Ärtze sitzen in einem riesigen Kreis.
Und in diesem Kreis befindet sich ein kleiner Kreis mit Stühlen. Darauf sitzen die neuen Patienten.
2 Therapeuten setzen sich dazu und die Chefärztin (eine ganz tolle Frau) bittet die Neuen sich vorzustellen und zu sagen was sie dort hin führt. Du sitzt also in der Mitte und um Dich herum 150 Menschen die sich alle schon kennen und dann musst Du reden! Und nicht nur (ich bin xy und habe Angst vor Menschen), sondern richtig 1-2 Minuten von Dir erzählen...
Ich habe gerade noch meinen Namen sagen können, dann TILT, erst kam nix, dann Tränen.
Und dann wurde auf mich gewartet und mit einer tiefberührender Freundlichkeit, fast Liebe mit mir gesprochen.
Damit diese Nachricht jetzt nicht extremst lang wird, führe ich nun kurz auf, was genau an dieser Klinik so heilsam für einen Sozialphobiker ist, wenn er den Mut aufbringt dort zu bleiben und sich zu stellen, richtig brutal zu stellen.

- In der Klinik umarmen sich die Menschen. Und zwar lange, teilweise sehr lange und intensivst.
Man fragt jemanden, ob man eine Umarmung schenken darf oder ob man eine bekommt.
Umarmen ist kein Zwang, aber ich würde es DRINGLICHST empfehlen!
Als ich das erstmals sah, dachte ich, ich wäre in einer Sekte gelandet und wollte wieder, nur weg.
Am Ende meines Aufenthaltes bin ich durch keinen Flur gegangen ohne 2-3 ordentliche Langzeitumarmungen Daumen hoch

- Jeden Morgen findet ein Gutenmorgenspazierganz statt, bei jedem Wetter und immer ZU ZWEIT HAND IN HAND! Auch da wollte ich wieder abreisen Mr. Green Ja, da gehen dann Erwachsene Menschen Hand in Hand durchs Dorf...

- Dann gibt es die ersten paar Wochen die sogenannte Körpertherapie und ja, Du ahnst es sicherlich, zu zweit. Jeweils 20-25 Minuten liegt einer am Boden und wird vom anderen berührt, natürlich nicht sexuell und Tabuzonen werden vorher abgesprochen.

- Eine andere Gruppe besteht darin, dass sich zwei Menschen gegenübersitzen, mit aller Kraft auf Schaumstoffrollen einprügeln und sich anschließend anbrüllen und zwar mit allem was sie haben. Danach stehen die beiden auf und nehmen sich herzlichst in den Arm.

- Und dann kommt es, das BONDING (informiere Dich bei Interesse im Netz). Nur soviel:
Einer liegt unten und der andere auf ihm drauf. Und zwar so richtig, voller Körperkontakt mit ganzem Gewicht und allen Gerüchen und Körperflüssigkeiten. Die Person die unten liegt hält sich am "Partner" fest und lässt seinen Gefühlen absolut und unzensiert freien Lauf. Und ich sage Dir, dann geht´s ab!
Es wird geweint, geschrien, auf´s übelste beschimpft (also denjenigen in Deinem Kopf), gewimmert oder einfach irgendein Schwachsinn erzählt oder gebrüllt. Alles was im Kopf ist darf und soll ungefiltert raus.
Der Sinn dahinter: Ganz egal was Du sagst, was Du brüllst, was Du schreist, Du bist wertvoll und Dein Partner lässt Dich nicht alleine, er bleibt bei Dir und Du bist genauso so und mit allem was in Dir ist angenommen und geliebt...

Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, beispielsweise werden alle in der Großgruppe dazu ermutigt, sich in die Mitte zu stellen und "sich zu zeigen" und die anderen sagen Dir dann wie sie Dich sehen und es gibt Großgruppenumarmungen Gruppe

In der Klinik sind Erwachsene, Jugendliche und auch Familien mit Kindern willkommen.

Kurz: Als Sozialphobiker ist es das Beste was Dir passieren kann (halt, was DU machen kannst).
Derarte Dauerkonfrontation gibt es kein zweites Mal.

Falls Du Interesse hast, schreib mich einfach an, dann sage ich Dir den Namen der Klinik (das gilt natürlich für jeden der Interesse hat).
Hab mal gehört, dass man Kliniknamen nicht öffentlich postet, keine Ahnung warum?!
Ich werde dort auf jeden Fall nochmal hinfahren.

Liebe Grüße und alles erdenklich Gute

Moz

14.06.2016 21:34 • x 3 #97


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Schwere Sozialphobie was kann mir noch helfen

x 3


Icefalki

Icefalki
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Hallo Rico, ich möchte mich hier auch mal einbringen, obwohl ich keine soziale Phobie habe und mich auch mit ADHS nicht auskenne.

Was ich allerdings kenne, das sind Todesängste und den ganzen Kram bis hin zur schweren Depression.

Und bei Ängsten kann man sich doch mal die Frage stellen, will ich eine Verbesserung oder finde ich mich damit ab und lebe damit.

Damit meine ich generell, dass ich entweder unter Medis und Todesangst versuche, mein Leben etwas in den Griff zu bekommen , oder bewusst mich damit abfinde, dass ich es nicht schaffe.

Und das sind dann die Entscheidungen. Schlaflose beeindruckt mich mit ihrer Entscheidung, ihre Krankheit akzeptiert zu haben und damit umgehen zu können. Was ich bisher aus ihren Erzählungen herausgelesen habe, bleibt sie bewusst allein und lebt trotzdem ihr eigenes Leben, und macht das Beste aus ihrem Leben.

Für mich heißt es auch, immer wieder Entscheidungen treffen zu müssen, die mich stabil halten. Dazu habe ich auch meine chron Angsterkrankung akzeptieren müssen.

Wenn du also mit deiner Erkrankung überhaupt nicht in der Lage bist, sozial etwas zu ändern, dann bleibt doch nur die Möglichkeit, allein durchs Leben zu gehen. Oder?

Wenn dein Wunsch aber in Richtung Partner und Co geht, dann wirst du nicht drumrum kommen, Veränderungen vorzunehmen, auch unter Todesangst.

Verstandesmäßig sind unsere Ängste doch unlogisch. Weiß doch jeder. Gefühlsmäßig ist das natürlich etwas anderes.

Also. Wie schaffen wir es, dass die schrecklichen Gefühle sich verändern? Logischerweise mit einem Tun. Immer und immer wieder. Unter Aufbringung unserer ganzen Kraft. Wenn die Kräfte dafür nicht reichen, wenn's wirklich überhaupt nicht geht, alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dann bleibt logischweise nur noch das Leiden übrig, das aber weniger Kraft kostet, als der Versuch, diese eben zu beenden.

Und dann hilft meiner Meinung nach nur noch, sich damit abzufinden. Bewusst die Ängste anzunehmen und allein damit zu leben.

Ich habe mir sehr viel Gedanken über die Angst an sich gemacht. Und komme immer wieder zu dem gleichen Schluss, dass nur der Erkrankte selbst, die Richtung bestimmen kann.

Hier schreibt jeder von seinen Umgang, seinen Erfahrungen, seinen Weg mit der Angst, den Weg raus aus der Angst , alles nur aus der Sicht des jeweiligen Verfassers betrachtet.

Was aber hier auffallend ist, dass diejenigen, die akzeptabel leben können, sehr viel an sich gearbeitet haben. Mit Medis, ohne Medis, mit viel Therapie, mit viel Anstrengung, mit vielem hinterfragen der eigenen Persönlichkeitsproblematik.

Letztendlich ist es immer das Gleiche: wer bin ich, und was will ich. Das allein zu beantworten ist schon sehr, sehr schwer.

08.06.2016 13:30 • x 2 #77


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Hotin
Hallo Rico83,

das hört sich tatsächlich so an, als wenn Du einen sehr großen Anteil an Deiner Angststörung hast.
Allerdings Schuld verteilen ist immer leicht.
Glaubst Du denn, dass Du in der Lage bist etwas an Deinem Verhalten
zu ändern, wenn Du dann Vorteile dadurch haben wirst?
Du brauchst keine Angst zu haben. Du als Person kannst so bleiben, wie
Du bist. Es ist nur das Verhalten, wie Du auf andere Menschen zugehst, was Du besser machen solltest.
Denn die anderen Menschen haben genau so Angst wie Du.
Sie zeigen es oft nur nicht.

Ein Krankenhaus wird Dir in Deiner Situation wenig helfen können.
Helfen kannst Du nur Dir selbst.
Dies bedeutet, also wieder rein in eine Therapie und dann zum ersten mal richtig mitmachen.
Wie Du jedoch schön beschreibst, hast Du dies entweder noch nicht verstanden,
oder Du lehnst es einfach grundlegend ab.

Sobald Du bereit bist, die Angst vor anderen Menschen abzulegen und
in einer Therapie Dein Verhalten von anderen kritisch beurteilen zu lassen
(Vorsicht, tut erst mal richtig weh) wird es Dir nach und nach besser gehen.

Wünsche Dir dafür etwas Mut und viel Erfolg

Einen schönen Sonntag für Dich

Bernhard

#2


T
Hey Rico,
hast du dich schon mal informiert, ob es für dein Problem spezialisierte psychosomatische Kliniken gibt. Ich glaube, dass die Psychiatrie um die Ecke für dich nicht geeignet ist. Mit einer Essstörung geht man ja auch nicht in die nächstbeste Psychiatrie, sondern auch in eine spezialisierte Fachklinik.
LG Till

#3


T
Und wenn die Ärzte und Therapeuten zu dir sagen, dass du dich erst einmal öffnen musst, damit sie dir helfen können, wenn es doch gerade dein Problem ist, dass du dich nicht öffnen kannst, dann kannst du bei denen nicht richtig sein.

x 1 #4


R
ich war schon oft in Kliniken und auch in Rehas. Aber ich war immer der Außenseiter. Ich konnte nie Kontakte knüpfen. Ich finde es immer schade. Ich beobachte viel und da sind Leute dabei die sind richtig nett auch Frauen die nett sind und mir gefallen aber ich es nicht hin bekomme Leute zu grüßen oder zu fragen wie es Ihnen geht.

mich belastet es sehr. Ich habe mal gelesen auch was Frauen angeht das Frauen es mögen, wenn Männer Sie ansprechen und es denen egal ist ob der Mann gut aussieht oder häßlich ist. Das Frauen es schön finden, wenn jemand sich für die Frau Interessiert. Aber ich kann das nicht umsetzen.

Bei mein letzten Aufenthalt sagte der Arzt deutlich ich wäre der Außenseiter und alle anderen hätten Sich angepasst. Da fragst Du dich was haben die Leute gegen mich warum immer ich den ersten Schritt machen muss.

ich muss auch sagen das ich Depressionen habe und eher traurig und niedergeschlagen schaue aber dennoch gerne mit den Patienten in Kontakt getreten wäre

ich finde es auch schade, wo ich wieder hin gehen wollte, das es abgelehnt wurde.

#5


T
Hey Rico,
es ist doch normal für einen Mensch mit einer sozialen Phobie, „Außenseiter“ zu sein, sonst hättest du ja keine soziale Phobie! Warst du denn in einer speziellen Gruppen für Sozialphobiker oder hatten deine Mitpatienten andere psychische Krankheitsbilder? Für den Fall, dass die Mitpatienten andere Krankheitsbilder hatten, wäre es ja auch normal, dass du dich als Einziger nicht „anpassen“ konntest. Aber dann doch nicht, weil du nicht wolltest, sondern weil du nicht konntest.
Ich glaube nicht, dass die Leute/Ärzte etwas gegen dich haben! Sie verstehen dich einfach nicht, weil sie das Krankheitsbild nicht kennen und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Es ist deshalb wichtig, dass du dir bei Fachleuten/Kliniken Hilfe holst, die sich auf das Krankheitsbild spezialisiert haben.
Schöner Abend, Rico.

#6


R
doch also die sagten mir auch das einige Patienten Sozialphobie hätten, aber dennoch sich normal unterhalten untereinander und frage mich warum meine so stark ist das man leute nicht grüßen und antworten kann

bekomme dann panik und habe angst und sage dann lieber nix auch meine stimme ist leise und zitterig und weiß nicht wie man es im griff bekommen soll

werde so nie Freunde haben oder eine Partnerschaft. ich frage mich aber immer warum ich nie andere Leute kennen gelernt haben die auch in der Position sind wie ich es bin.

ich war ja auch in Rehas und da waren fast 200 Patienten und ich ärgere mich das ich so Gelegenheiten nicht nutze. Mein Arzt meinte es ist doch ein Spielraum wenn man in eine Klinik ist kann man es lernen weil dort alle krank sind und mehr Verständnis ist, wie wenn man es außerhalb lernt aber selbst in Psychatrien und Kliniken bekomme ich sowas nicht hin

#7


Idefix13
Andere wie dich, womöglich sind sie wie du und deshalb genauso verschlossen und nicht in der Lage in Kontakt zu treten.

Also wenn du versuchst, jemanden anzusprechen oder dich innerlich durchgerungen hast, jetzt willst du es doch mal wagen, aber es klappt dann doch nicht, wo genau scheitert es denn dann?
Schreib mal auf, welche Gefühle, Befürchtungen und/oder Ängste dich daran hindern.

#8


R
z.B bei meinen letzten Aufenthalt waren unerwerwartet 3 sehr hübsche und junge Patientinnen. Bekam wenn die an mir vorbei gegangen sind panik und war nervös und hatte eine Unruhe und kribbeln im Bauch und solche Ängste

das sie nicht zurück grüßen und das sie kein Kontakt möchten und lasse es dann sein

merkte dann wenn es immer wieder passierte und der Schritt nicht von den anderen kommt, das es mich belastet und frustriert aber nie meine Wut zeigen kann. Kann auch nicht zeigen und sagen was mich stört und damit komme ich nicht klar.

ich kann niemanden die Meinung sagen oder mal laut werden. Wenn Leute so wären wie ich, würde die Menschheit aussterben. Ich mache mir schon sehr Gedanken ich bin Anfang 30 und ich hatte sowas schon von Kindheit an aber da hatte ich noch Freunde zwar nicht viel aber ein paar.

so richtig schlimm fing es an mit 16-17. Diese Hemmungen und Scheu und Schüchternheit

#9


T
Zitat von Rico83:
doch also die sagten mir auch das einige Patienten Sozialphobie hätten

Guten Morgen Rico. Das ist zu wenig, du solltest in eine Therapiegruppe, in der die Sozialphobie behandelt wird, also in eine Gruppe, in der deine Mitpatienten als Hauptdiagnose "Sozialphobie" haben und die "Sozialphobie" im Mittelpunkt aller therapeutischer Bemühungen steht.

#10


R
was ich nicht verstehe zuhause bin ich normal aber vor anderen kommen diese Ängste und Hemmungen. Mein Arzt sagte zu mir was soll schlimmes passieren entweder die grüßen zurück und reden oder Sie sagen das Sie kein Kontakt möchten aber wenn man es nie versucht und immer wieder sich zurück zieht meinte er. ich bin ja selbst im Speisesaal nicht dabei. Ich nahm immer das essen mit im Zimmer. Ich denke zuhause bekomme ich es nicht im Griff.

bei uns gibt es eher allgemeine Gruppen aber nicht auf Sozialphobie spezialisiert. War da schon mal. Dort waren aber nur ältere Leute und da hatte ich sowas von hemmungen das ich nicht mehr hingegangen bin.

ich hatte auch Psychotherapie aber nach paar Sitzungen kam ich auch nicht weiter

#11


Hotin
Hallo Rico83,

Zitat:
Ich konnte nie Kontakte knüpfen.


Es kann sein, das Du es sehr schwierig findest Kontakte zu knüpfen.
Alles was man schwierig findet, muss man üben. Als Du in die Schule kamst
konntest Du auch noch nicht lesen und rechnen.
Und Kontakt mit anderen Menschen zu bekommen müssen viele Menschen
erst mit der Zeit lernen.
Zitat:
Da fragst Du dich was haben die Leute gegen mich warum immer ich den ersten Schritt machen muss.


Hier hast Du Dir bestimmt eine weniger kluge Frage gestellt.
Die Leute haben natürlich nichts gegen Dich.
Den ersten Schritt musst Du machen, weil wie soll sonst jemand wissen, dass Du mit ihm reden möchtest.
Wir Menschen sprechen nicht nur mit dem Mund sondern ständig mit dem ganzen Körper. Vermutlich sendest
Du mit Deinem Körper Signale "Ich habe Angst. Bitte sprecht mich nicht an."
Die anderen verstehen das klar und deutlich.
Und dann spricht Dich auch keiner an.
Es sei denn, Du machst den Anfang.

Bitte probiere es doch einfach mal.

Viele Grüße

Bernhard

#12


R
wollte es immer wieder versuchen, aber bei mir geht es einfach nicht. wie kann man am besten es lernen ? weil die erste zeit werde ich in keine Klinik mehr kommen, da ich bereits 3 x dort war zwar immer sehr kurz aber ich hatte auch das Gefühl ich war denen zu Zeitintensiv sonst hätte der Arzt nicht ständig gefragt ob man nicht doch gehen möchte

#13


Idefix13
Wie man sowas lernt..., naja ein gesundes Selbstvertrauen gehört wohl auch dazu.

Zuhause bist du deshalb normal, weil du in einer gewohnten Umgebung bist.
Außerhalb aber, stehst du dem Unbekannten gegenüber. Du weisst nicht was passieren kann, wie die einzelnen Personen auf dich reagieren könnten und bist deshalb gehemmt und scheu.

Was könnte - in deiner Fantasie - wohl passieren wenn du sie doch angesprochen hättest, welche möglichen Reaktionen spielst du dann im Geiste durch?

Was mich noch interessieren würde, woher weisst du dass du an einer "schweren" Sozialphobie leidest, hast du ein Attest oder ähnliches oder ist es alleine deine Vermutung, weil du dich schlau gelesen hast, bzw. die Ärzte haben dies bei ihren lapidaren Erst-Diagnosen so festgestellt?

Womöglich solltest du dich einmal eingehender mit den unterschiedlichen Sozialphobien befassen, um herauszufinden, welche auf dich persönlich zutrifft.
Auch ich dachte lange Zeit, dass es die Soziale Phobie sei, an der ich litt, obwohl es noch andere Symptome gab, die nicht ganz in jenes Spektrum passten, bis ich 2014 über die ÄVPS gestolpert bin. Habe dann dies auch mit meiner Therapeutin besprochen.
Und obwohl du selbst schon mal in Therapie warst, aber nichts damit anfangen konntest, bedeutet das nicht, dass dir eine Therapie nicht helfen kann. Hierzu musst du nämlich wissen, dass es ein breites Angebot an Spezialisierungen gibt, aber das wichtigste ist auch, dass du mit dem Therapeuten/in gut klarkommst.

Denn alleine das Wissen, schlussfolgernd aus dem Zugehörigkeitsgefühl, hilft schon ungemein, damit man mit seinem Leben besser zurechtkommt. Und man kann gezielter voranschreiten, weil man weiss wo seine Stärken liegen und wo die Schwächen.

#14


S
@Rico83

Das klingt nach einer sehr starken Phobie. Hast du schon Medikamente dagegen probiert?

#15


Hotin
Hallo Rico83,

Zitat:
wollte es immer wieder versuchen, aber bei mir geht es einfach nicht.


Ich kann Dich verstehen. Bitte sage "noch nicht". Stell Dir vor, Du bist in einem Raum eingeschlossen der
fünf verschlossene Türen hat. und Du hast nur den Schlüssel von einer Tür.

An zwei Türen hast Du schon mehrmals versucht die Tür zu öffnen. Der Schlüssel passte jedoch nicht.
Du bist sauer, enttäuscht und frustriert.
Glaubst Du, Dir gelingt es aus dem Raum herauszukommen oder wartest Du darauf, das Dich einer aus dem
Krankenhaus befreit?


Zitat:
wie kann man am besten es lernen ?


Lernen ist, immer wieder etwas neues probieren und das, was funktioniert hat,
in das eigene Buch "Mein Wissen" einzuschreiben.
Du weigerst Dich seit langer Zeit, neues zu probieren. Darüber wird der Kopf krank.
Das bessert sich, wenn Du wieder mal etwas neues ausprobierst und wenn
Du gutes Verhalten von anderen Menschen kopierst. Mit den Augen und Deinen Ohren darfst Du alles
gute klauen, was Du findest.

Oder frage jemanden, der das kann. Zum Beispiel "Gelbe Seiten" oder Therapeuten.
Zitat:
aber ich hatte auch das Gefühl ich war denen zu Zeitintensiv


Du bist nicht zu Zeitintensiv. Nur, wer hat Dich veranlasst, Dich selbst am Boden festzuschrauben.
Waren es Menschen, die Dir sehr weh getan haben? Oder war es Deine eigene Idee?

Was müsste passieren, das Du Dich wieder ein wenig öffnest und auch Mut bekommst Dich
wieder zu bewegen?

Hoffentlich war das jetzt nicht zu belehrend. Ich möchte Dir nicht weh tun.
Aber ohne Veränderung kommt keine Zufriedenheit.

Viele Grüße

Bernhard.

x 1 #16


R
ich war ja in mehreren Reha Klinijken und alle sagten das ich unter schwerer Sozialphobie und Persönlichkeitsstörung leiden würde

ich nahm mal Medikamente 2014 aber es besserte sich nicht. Mein Arzt sagte es soll nur eine kleine Linderung sein, würde aber nicht dafür Sorgen, das die Symptome und Hemmungen weg gehen

ich habe schwere Verlustängste. Ich hatte damals mal versucht Frauen kennen zulernen und ich wurde enttäuscht bzw abgelehnt das am Ende die Person genervt war bzw auch das Interesse nicht groß genug war. Ich spürte halt, das ich immer den Kontakt suchen musste und dadurch das ich so viele Jahre keine Freunde und Kontakte mehr geknüpft habe, habe ich total verlernt über was man reden soll und wie man den Kontakt halten soll

ich denke dann immer ich bin nicht gut genug oder die Person interessiert sich nicht für mich und macht das gleiche wie die anderen und beendet den Kontakt mit mir.

natürlich habe ich Leute beobachtet. Es gibt Leute die denken sich nichts bei bzw Sie erhoffen sich nichts und reden einfach. Das kann ich nicht. Ich mache mir zu viele Gedanken und ich glaube auch das Verlangen nach einer Partnerschaft und nach Liebe spielt auch eine Rolle, warum Hemmungen dabei sind.

#17

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S
Welche Medikamente hast du denn genommen

#18


S
Hallo Rico83,



was Du hier schilderst, ist wieder einmal typisch für die normale Psychiatrie.
Am besten wäre für Dich, eine Spezialabteilung, für die Soziale Phobie.
Das ist meist der Normalfall, das alle möglichen psychischen Problemfelder, in nur eine Institution gesteckt werden.
Ich war auch bei zwei Fachkräften gewesen, die mit mir überfordert waren.
Ich halte die Bemerkungen von dem Psychiater, die er Dir an den Kopf schmiss, für äußerst instinktlos.
Ich weis nicht welche Persönlichkeitsstörung, Dich in Ihrer Gewalt hat, aber eine Persönlichkeitsstörung, ist nicht heilbar.
Deinen Frust, und Deine Verunsicherung, kann ich nur zu gut verstehen.
Auch die Angst vor Enttäuschung, ist keine leichte Angst, die man eben mal über Bord werfen kann.


















LG Schwarzes-Leben

#19


R
das ist echt nicht heilbar? ja nahm Zyprexa und so ein Bedarfsmedikament wenn man zu sehr am zittern war

beim Entlassungsbericht stand drauf welche Symptome man hätte

F45.0
Somatisierungsstörung
F40.1
Soziale Phobien
F 61 Kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Schizoide Persönlichkeitsstörung
Dissoziale Persönlichkeitsstörung
Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung

es sind schon nach Abteilungen sortiert. Also es gibt eine Abteilung wo mehr ältere sind, eine andere wo Suchtkranke mehr sind und ne Abteilung für sonstige. So eine spezielle Abteilung nur für Sozialphobie gibt es nicht. Hatte mal überlegt in die Schön Klinik zu gehen aber die ist sehr weit weg 700 km und da sind 500 Patienten. So schnell wird auch keine mehr bewilligt und die Wartezeiten sollen sehr lang sein

ja manchmal denke ich auch es ist so festgefahren bei mir, das es nicht mehr heilbar ist. Es war schon in der Schulzeit so das ich mich zurück gezogen habe und mit niemanden sprach. Hab in der gesamten Schullaufbahn mit niemanden geredet. Aber da war mir das noch nicht so aufgefallen und ich habe das noch nicht so sehr vermisst den Umgang mit Menschen wie es heute der Fall ist. Ich glaube wenn man älter wird, das solche Sachen wie Liebe, Freundschaft und soziale Kontakte immer wichtiger werden

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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