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Hilfe! Kurze Vorrede: Ich bin 22 Jahre alt ca. 195cm groß, männlich und wiege ca 100kg ( falls das zur Sache tut ) ich habe bis vor einem
Jahr regelmäßig Kraft- und Kampf Sport gemacht, ich habe damals aufgehört um mich auf meine Abiturprüfungen zu konzentrieren und bin bis heute nicht wieder eingestiegen.. ( Angst vor Hähme usw da ich Abbrubt aufhörte und dadurch der Kontakt zu den Freunden da schlagartig verloren ging, also allein meine Schuld ) ich war eigentlich immer eine sehr selbstbewussteste Person und Psychische Probleme empfand ich als Schwäche.. ich hab mich dann automatisch immer weiter von allen abgeschottet ( Freunde, teilweise auch Familie ) war größtenteils nur zuhause hab am pc gezockt um mich abzulenken zB.. dadurch Bewegungsmangel.. ich bin sozusagen vor mir hinwegvegetiert, monatelang, ohne Ziel und mit vielen sorgen ( Zukunftsängste, um die Mutter zB )
es tut mir leid denn jetzt bin ich evtl selbst betroffen! Das wäre sogar das geringere Übel wenn alles nur eine Kopf Sache sein sollte als das ich wirklich kurz vorm abnippeln bin..

Ich hoffe das wird nicht zu lang jetzt aber ich will möglichst nichts aussparen und ich danke jedem der sich die Zeit nimmt sich meines Problems anzunehmen vom
Ganzen ( hoffentlich gesunden ) Herzen!

Zur Sache: anfangs bin ich nachts mit tauben Arm aufgewacht, meistens rechts, dachte mir dann ich habe mich verlegen.. irgendwann war es aber der linke und ich hatte auch ein Taubheitsgefühl in der Brust ( sehr unangenehmes Gefühl ) irgendwann war es nachts so schlimm das ich mit einer ersten panickattacke aufgewacht bin ( herzrassen, Todesangst..) da ich zur Zeit noch bei meiner Mutter zuhause wohne habe ich meine letzte Kraft aufgewandt und bin in ihr Zimmer getorkelt und hab mich vor ihr Sofa Geworfen und sie gebeten einen Notarzt zu rufen da ich so starkes Herzrassen hatte.. hat sie nicht getan da sie in der Pflege Arbeit meinte sie ich solle mich beruhigen es ist wahrscheinlich nur eine panickattacke, ich hab mir Wasser übers Gesicht geschüttet und konnte mich langsam etwas berühigen hab aber immer noch am ganzen Körper gezittert und hatte Angst..

Mit schlafen war dann eh nichts mehr und wir haben die restlichen Stunden gewartet bis der Hausarzt seine Türen öffnete.. im
Wartezimmer hatte ich eine erneute kleine panickattacke.. die Schwestern haben dann direkt ein ekg gemacht während ich noch aufgeregt war, meine Sinuskurve war dabei auffällig, die Schwester sagte das könnte aber von meiner panickattacke kommen.. hat mich nicht sehr beruhigt.. der Arzt hat mir dann eine bittere Flüssigkeit gegeben, wie ein kleiner Ouzo, das hat mich etwas beruhigt.. er hat mich ins nächste Krankenhaus zur Notaufnahme überwiesen.. ich war immer noch total knülle als sie ihre Tests gemacht haben ( ekg, Blutdruck, Blutbild, röntgen von Brust und Lungenbereich ) der eine höhere Blutdruck war beim ersten Mal messen bei 200!

Blutbild war aber gut, keine auffäligen werte, die ärztin oder Arzthelferin versicherte mir das Organtechnisch also höchstwahrscheinlich in Ordnung sei, sie haben nochmal Blutdruck etc gemessen und er war deutlich niedriger bei 150 glaube ich.. ich hab dann in der Notaufnahme noch eine tavor und 1mg bekommen und konnte dem medizinischen Personal nach nach Hause gehen, keine stationäre Beobachtung benötigt was mich auf eine Art beruhigte auf der anderen Art wusste ich aber immer noch nicht was mit mir nicht stimmt und ich hätte gern nochmal mit einem Facharzt der Kardiologie gesprochen.

Im Auto auf der Rückfahrt bin ich eingeschlafen sobald die tavor gewirkt hat.. soweit so gut sollte man meinen aber die Nacht darauf war erneut die Hölle, jedes Mal als ich vor Müdigkeit einschlafen wollte schreckte ich auf, wie ein Schlag der durch den ganzen Körper fährt und einen am schlafen hindern möchte.. viel schlimmer
Als dieses Gefühl zu fallen und dann aufzuschrecken das man manchmal hat.. über Stunden in der völligen Erschöpfung und halbschläfrikeit, es hörte nicht auf.. deshalb bin ich am nächsten Tag nochmal beim Hausarzt gewesen, ein netter älterer Arzt, smalltalk mit ihm hat mich auch wieder etwas runter gebracht und seiner Meinung Nach sind diese Symptome rein psychosomatisch, er hat mir dann noch 50x 1mg tavor verschrieben für solche Anfälle.. und eine Überweisung für ein Langzeit ekg falls ich anders keine Gewissheit bekomme ( hab ich bisher nicht benutzt weil ich vor märz auch keinen Termin beim Kardiologen bekommen würde.. )

In den folgenden Tagen hab ich mich abends entweder mit 1-2 B. runtergefahren und Baldriantee hochdosiert und das hat bei leichter Unruhe und Eregtheit auch funktioniert solange ich nicht auf die blöde Idee gekommen bin meinen Puls und Blutdruck zu messen übern Tag und Abend um zu schauen wie es mir geht....
Ich hab mir immer direkt sorgen gemacht..

Die Blutdruckwehrte waren meistens normal bis leicht erhöht so 130-140 den niedrigeren wert hab ich nicht mehr im Kopf.. aber was mich anfuchst ist das der Puls bei jeder Messung über 100 war! Einal 125 dann immer so um die 110 selbst wenn ich mir einbildete ich hab mich genug abgelenkt und kann jetzt messen ohne mir vorher schon Gedanken zu machen aber diese Ergebnisse machen mir immer mehr Angst so das ich jetzt überhaupt nicht mehr messen möchte.. ich hab mir auch eine Erkältung im Wartezimmer von meinem
Hausarzt eingefangen die nach 5-6 Tagen jetzt aber glaub ich komplett abgeklungen ist.. während der Erkältung machte ich mir nur sorgen das sich diese panickattacken nicht noch aufs Herz legen und es zu einer Entzündung oder so kommt aber durch Abends 1x 1mg tavor hatte ich das glaub ich gut im Griff ( hab sie nicht jede Nacht genommen )

von der Erkältung merke ich kaum bis nichts mehr Aber seid dem lässt mich dieser hohe Puls nicht in Ruhe.. ich schreibe das auch mitten in der Nacht mit einer tavor intus wovon ich aber nichts merke und mir überlege mir eine zweite zu gönnen um den Druck und das schlechte Gefühl in der Brust völlig loszuwerden.. keine gute Idee wegen Gefahr zur Abhängigkeit ich weiß, aber besser als den ständigen Gedanken zu haben das das wichtigste Organ im Körper nicht richtig arbeitet und ich kurz vorm exitus stehe..

Ich hoffe bis hier konnte sich jemand erbarmen es zu lesen.. ich bin für jede Hilfe sehr dankbar!

Nun noch etwas zu meiner eigenen Vermutung weshalb ich diese Symptome zeige..
ich Schotte mich seid Monaten ab, seid dem ich mein Abitur beendet habe welches mir die letzten Monate auch viel Stress mit Lehrern und den Abschluss Tests bereitetet.. aber seid dem bin ich nicht der selbe, hab keine eigene Wohnung mehr, kein Einkommen da keine Arbeit oder Studium obwohl mir die Welt offen stünde in vielen Studienrichtungen.. wohn zZ bei meiner Mutter zuhause die es selbst alles andere als leicht hat und neben ihrem stressigen Beruf auch nicht gerade gesund lebt ( viel raucht, wenig schläft, auch hygienische Sachen hinten anstellt, sich sehr ungesund ernährt ) ich sehe live wie schlecht es der eigenen Mutter geht was mir als Sohn natürlich sehr besorgt und sie hat noch einen erwachsenen Sohn zuhause der nicht in die Spur kommt und sein Leben auf die Reihe bekommt wegen dieser Psychosomatischen Störung ( vermute ich )
Was aber genau ist was ich möchte, wieder ein Ziel haben, an mir arbeiten, mein eigenes unabhängiges ( Gesundes und glückliches ) leben aufbauen, Geld verdienen mit der ich dann auch die Mutter unterstützen kann..

Nur jetzt mach ich mir sorgen das ich durch meinen Zustand nie auf die Beine komme und alles nur noch schlimmer wird, ich aus diesem teufelskreis nicht ausbrechen kann und langsam aber sicher komplett eingehe.. ob nun durch Herzinfarkt oder Medikamenten Abhängigkeit oder was auch immer...

versteht mich nicht falsch, ich fürchte mich nicht vor dem Tod, da er nach heutigen Forschungsstand noch gewiss ist.. aber ich fürchte mich davor zu sterben als
Nichts, als bloßer Name auf einer Tafel der in seinem Leben noch nichts geschaffen hat und in spätestens 2 Generationen völlig vergessen ist.. für was soll man sich auch an mich erinnern? Trophäen in einem
Online spiel? kleiner Spaß aber ich hoffe ihr könnt verstehen was ich meine, ich will nicht jetzt abtreten müssen wo es mir so schlimm geht und ich noch nichts nennenswerte in meinem Leben für andere oder mich selbst vollbracht habe.. ich hab den Wunsch etwas zu bewegen, jemand zu sein und das macht mir Angst nicht die Chance dazu zu bekommen falls
Es nicht besser werden sollte..

Ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen ich überlege gerade ob ich nochmal Puls messen sollte aber allein der Gedanke daran lässt mein Herz sicher wieder rasen.. also vielleicht lieber doch eine tavor..

Danke an alle die sich die Zeit für mich nehmen!

10.02.2017 04:11 • 10.02.2017 #1


3 Antworten ↓


Hotin
Hallo Robby,

willkommen hier im Forum.
Deine Ängste verunsichern Dich ja ziemlich heftig
Deiner Beschreibung nach hast Du sehr wahrscheinlich nicht organisches.
Aber die eigenen Gefühle können Dich richtig stark ärgern, wenn Du das zulässt.
Zitat:
Ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen


Helfen kannst Du Dir bei so etwas eigentlich nur selbst.
Zitat:
.. für was soll man sich auch an mich erinnern? Trophäen in einem Online spiel?


Du bist jetzt 22 Jahre alt. Und plötzlich wirst Du wach und merkst, Du hast keine richtigen Ziele.
Zitat:
hab keine eigene Wohnung mehr, kein Einkommen da keine Arbeit oder Studium


Wer hat Dich denn bis jetzt finanziert? Hast Du einfach hauptsächlich Existenzängste?

Zitat:
Nur jetzt mach ich mir Sorgen das ich durch meinen Zustand nie auf die Beine komme und alles nur noch schlimmer wird


Wenn Du das wirklich möchtest, hast Du als junger Mann gute Chancen Deine
Gefühle (Ängste) bald wieder in den Griff zu bekommen.

Du brauchst meiner Meinung nach sehr schnell einen psychologischen Berater.
Falls Du so eine Person schon nutzt, ist es bestimmt hilfreich, Deine Erfahrungen
darüber hier zu beschreiben.

Viele Grüße

Bernhard

10.02.2017 08:03 • x 1 #2



Schwere Panikattacken und Herzrasen - wer kann helfen?

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Angor
Zitat von Hotin:
Wenn Du das wirklich möchtest, hast Du als junger Mann gute Chancen Deine
Gefühle (Ängste) bald wieder in den Griff zu bekommen.


Dem kann ich nur zustimmen, ich habe heute Morgen dazu noch einen Beitrag verfasst im Thread:
agoraphobie-panikattacken-f4/angst-zu-sterben-obwohl-ich-jung-bin-wer-kennt-das-t78438-2070.html
Auszug:
Zitat von Angor:
Das zu denen, die Angst vor irgendwelchen Krankheiten haben, den anderen möchte ich wie auch diesen dazu raten, nicht nur die Symptome zu bekämpfen, sondern der Ursache auf den Grund gehen, oft liegt es an Erlebnissen in der Vergangenheit, die man nie richtig verarbeitet hat und man mit Hilfe einer Therapie aufarbeiten kann.

Ein Medikament kann auch nur immer eine Hilfe sein, befreien von Euren Angsten könnt ihr Euch nur selber, indem ihr aktiv werdet und was dagegen unternehmt, so wie jetzt Du FusliBär.

Ich habe es viel zu lange schleifen lassen, die Quittung habe ich später bekommen, bekomme seit 3 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrente.
Macht bitte was, wenn Ihr noch jung seid, um so schneller kann sich ein Erfolg zeigen.


LG Angor

10.02.2017 08:12 • #3


@angor,

das ist ja richtig, Therapie und so.

Aber geh mal los und suche...

Hier in der Provinz, in der nächsten für mich größeren Stadt gibt es drei! Psychologen und die sind alle ausgebucht.

Und das wird leider nicht besser.

Wird bald alles online ablaufen müssen, nur wer bezahlt das?

Die KK sicher nicht.

@robby22,

auf jeden Fall versuche bitte, irgendwie an einen Psychiater/Neurologen ranzukommen, mit diesem hast du eher eine Chance auf eine Therapie.

Alleine auf eigene Faust zu suchen, das wird schwierig.

LG

10.02.2017 11:01 • #4




Dr. Christina Wiesemann