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G

Gahan
Mitglied

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Themen:
11
Mitglied seit:
Ich schreibe nun hiermit, meine Ängste und Probleme, in dieses Forum rein, weil das alles schon gar nicht mehr in den Bereich der Einsamkeit geht.


ANMERKUNG : Ich lebe hier in einem Gebiet wo jeder jeden kennt.
Meine Dauergefühle sind Scham, Pein, Verlegenheit,
Blamage.


Immer wenn ich auf die Straße gehe, also wenn ich die Haustür abschließe, und dann weg gehe, fängt diese Geschichte immer wieder von vorne an.

Wenn ich eine Gruppe Jugendliche, b.z.w. junger Erwachsener sehe,
mache ich schon einen großen Bogen um solche Gruppen.
Weil ich schon eine große Phobie davor habe, Angeglotzt, Angepöbelt,
dumme Bemerkungen - Kommentare, Bloßgestellt, nachgeafft, oder gedemütikt zu werden.
Ich fühle mich dann immer, wenn so etwas mal passieren sollte, sehr gekränkt und gedemütikt.
Das kann dann so ca. zwei Wochen dauern, bis ich dann darüber
hin weg bin, und nicht mehr darüber grübel.
Vor allen Dingen, gehen mir dann ständig, solche Gedanken durch den Kopf, wie soll ich mich dann bloß richtig Verhalten, was haben die dann vor mir bloß gedacht ?
Wenn ich die irgendwo mal wieder treffen sollte ?..........Horror............
Meistens schließen sich dann, bei mir darauf hin Rache und Gewaltphantasien an.
Wie soll ich mich dann wehren, wie kann ich dann bloß cool rüber kommen
beim nägsten mal ?
( Darum schauspielere ich auch ab und zu ) Notlösung.

Ich fühle mich, immer von den diesen gruppen beobachtet.

Ich habe Angst, in Geschäfte rein zu gehen, da bekomme ich meistens
schon schwere Magen und Darm Probleme.

Ich muss dann immer vorher unauffällig schauen, welche Kunden befinden sich in diesem Geschäfft, wie wirken die Verkäufer auf mich.
Wenn ich also dann grünes Licht verspüre, dann geht alles sehr schnell
vonstatten, rein - Kaufen - raus.
( So schnell wie es auch nur irgendwie geht )
Auch habe ich eine Angst vor möglichen, plötzlich eintretenden, peinlichkeiten, oder blamagen.
Oft schaffe ich das doch nicht, und haue dann mit leeren händen wieder ab, daran schließt sich dann ein Selbstzorn an.

Ich fühle mich auch hier stets, immer unter Beobachtung

Ich bin immer wieder nur heilfroh, wenn ich die Tür, von drinnen dann wieder zu schließen kann.

Alleine der Gedanke, an das nägste mal raus gehen zu müssen, löst in mir schon die ganze Palette, von vegetativen Beschwerden aus, wie sie nicht mehr zu überbieten wäre.

Mann könnte es wie schwehres Lampenfieber beschreiben, und wehe man vergisst seinen Text, oder man blamiert sich, auf der Bühne b.z.w. Straße.

Ich werde meine Niederschrift weiter fortsetzen.




LG Gahan

09.02.2011 #1


489 Antworten ↓
P

Pilongo
Gast

Gahan, ich finde auch, du musst nicht auf den Arzttermin warten, bis du was bewegen kannst
Mit psychischen Erkrankungen verhält es sich nicht so wie mit einer Erkältung oder einem Beinbruch. Bei einer Erkältung geht man zum Arzt, wirft vielleicht Tabletten ein, und der Körper macht ohne viel eigenes Zutun die Heilung - fertig.
Bei einer psychischen Erkrankung kann man auch zum Arzt gehen, Tabletten einwerfen oder sich Tipps geben lassen vom Therapeuten - aber die ganze Arbeit liegt bei einem selber.

Ich hatte kurz vor dem Abitur schlimme Ängste, sehr vielfältige auch. Ich hatte Angst vor einem plötzlichen Tod, Angst vor dem Tod im Allgemeinen, Angst vor einer Thrombose oder Herzversagen oder einem Schlaganfall. Ich hatte Panikattacken direkt nach dem Aufstehen und oft auch Nachts. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, sterben zu müssen, mein Herz hat gerast und mir ist der Angstschweiß nur so runter gelaufen. Ich hatte Attacken, während ich mit Freunden weg war, konnte mich kaum auf Andere konzentrieren, Gespräche zogen nur so an mir vorbei. Das war nicht schön. Ich war auch im Januar/Februar der festen Überzeugung, meinen Urlaub im August gar nicht mehr zu erleben, weil ich da schon an der ganzen Angst und Panik zu Grunde gegangen sein würde.

Mein Therapeut hat mir aufmerksam zugehört und mir viele Tipps gegeben, wie ich mit der Angst umgehen kann. Ich hab PME gelernt von ihm, was mir sehr gut tat, und er hat mir gesagt, dass ich die Angst bewusst erleben und einfach auch durchhalten soll. Nicht kämpfen, sondern zulassen. Ich hab viele seiner Tipps beherzigt, aber auch Vieles alleine heraus gefunen. Hab zum Beispiel gemerkt, dass mir Singen und Tanzen gut tut, wenn die Angst kommt. Hab heraus gefunden, dass ich bei einer Panikattacke sofort Sport machen sollte, wenn möglich, weil sie dann recht schnell wieder weg geht und ich Vertrauen in meinen Körper zurück gewinne.
Jeder muss auf seine eigene Art und Weise gesund werden.

Aber egal ob man zum Therapeuten geht oder in die Klinik, ob man Medikamente nimmt oder nicht, eines bleibt sich immer gleich: Dass man nur selber was ändern kann an seinem Problem. Dass man selber die Arbeit machen muss. Dass man selber aufstehen und Wege finden muss, damit umzugehen. Und das kann man ohne Therapie auch schon machen.
Der Therapeut ist wie eine Gehhilfe, eine Krücke wenn du so magst, aber das Laufen, das müssen wir alle alleine wieder lernen.

Und diese Eigeninitiative, die man benötigt, um gesund werden zu können, die fehlt dir glaube ich noch ein bisschen. Eröffne thast du diesen Thread am 20.02. Heute ist der 01.04. und -leider Gottes kein Aprilscherz- seitdem hat sich an deiner Situation nichts verändert.

Das finde ich sehr schade. Dein Hausarzt scheint sich ja auch sehr viel Zeit zu lassen, das würde mich an deiner Stelle z.B. total fuchsig machen.
Als ich gemerkt hab, dass mit mir was nicht stimmt, bin ich früh zum Hausarzt, hab von meinem Herzrasen und der Panik erzählt, hab ein Herz-EKG machen lassen, ein Langzeit-EKG mitgenommen, das nach 4 Stunden zurück gebracht, weil ich mit dem Ding nur noch am Kontrollieren und Hyperventilieren war, und hatte noch am gleichen Tag meine Überweisung zum Therapeuten in der Hand. Eine Woche später war mein erster Termin. Dein Hausarzt zieht das ja schon ewig hin, gibt die Termine, wo scheinbar nichts passiert außer Plaudern und Planen. Wie wäre es, wenn du mal selber die Zügel in die Hand nimmst und bei diversen Kliniken und Therapeuten anrufst, um zum Gespräch zu kommen?

Oder, wenn du dir selber kleinere Aufgaben stellst? Wenn du Dinge machst, die dir gut tun? Zum Beispiel "Heute fotografiere ich was Frühlingshaftes" oder "Heute geh ich zum Bäcker und kauf mir was Feines"? Einfach Dinge, die dich von Zuhause raus und rein ins Leben bringen. Damit du nicht immer nur an die Angst denkst, sondern auch mal was Schönes machst. Dazu brauchst du keinen Therapeuten und keinen Hausarzt und keine Klinik, Gahan.
Das kannst du dir auch selber vor nehmen, wenn du es willst

So hab ich auch angefangen. Mir kleine Aufgaben gestellt. Etwa "nicht mehr in die Klinik rennen, wenn was mit dem Körper nicht stimmt" oder "eine Panikattacke einfach mal aushalten und schauen, wie lange sie dauern kann" oder "zum Pizzaessen mit Freunden gehen, auch, wenn es mir nicht gut dabei geht".
Je öfter man nämlich die Angst überwindet und trotzdem Sachen macht, die einem Angst machen und die unangenehm sind, desto mehr merkt man: "Die Angst hat absolut keinen Einfluss auf mich und mein Leben!" Ich hab Schrittweise gelernt, dass ich machen kann, was ich will, trotz Angst. Es war dann vielleicht unangenehm oder blöd für mich, aber machen konnte ich es trotzdem.
Und das war ein gutes Gefühl. Zu wissen, dass die Angst, anders als ich immer dachte, keinen Einfluss auf mein Leben und mich selber hat.

Deine Erfolge solltest du auch notieren. Ich hatte damals ein kleines Buch, in das ich alles rein geschrieben hab, was ich geschafft hab, trotz Angst. "zum Bäcker gehen" oder "8 Stunden Schule" oder "trotz Kopfweh nicht ins Krankenhaus" steht da drin. Jeder noch so kleine Erfolg gehört dort hinein.
Vielleicht solltest du dir auch so ein Büchlein kaufen und loslegen
Oder nicht mehr dem Hausarzt Alles auferlegen, sondern selber ein paar Kliniken anrufen und Termine ausmachen.

Liebe Grüße,
Bianca

01.04.2010 09:07 • #377


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Ängste erkennen und richtig deuten

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P

python
Mitglied

Beiträge:
95
Themen:
1
Mitglied seit:
Zitat:
python hat das schon richtig erkannt, daß bei mir eher eine stationäre Intensievbetreung sehr gegeben wäre.
Nach der Wahrscheinlichkeit, müsste ich dann schon so ca. drei Jahre intensieve
Hilfe in anspruch nehmen, um das ganze dann, vielleicht bis zur Hälfte tilgen zu können.
Der Ausgang wäre dann immer noch, schwehr vor zu bestimmen.

Hallo Gahan,
bleib mal auf dem Boden, das zahlt die Krankenkasse sowieso nicht.
Denk nicht so perfektionistisch: eine Klinik kann aus dir keinen Superhelden machen. Ja, ich denke ein Halbes Jahr oder mehr kann das schon dauern.
Die Hälfte deiner Probleme würde dir doch eine Menge mehr an Lebenskomfort bringen, wir kriegen im Grunde doch auch nie 100 Prozent. Viele die dir hier Tips geben, müssen auch nach ihrer Therapie weiter kämpfen und haben keine 100 Prozent. Aber durch die Therapie wurden sie in der Lage versetzt, den Kampf aufzunehmen. Manche setzen unterstützend Medikamente ein. Warum nicht, wenn es nur vorübergehend ist und zu keiner Abhängigkeit führt. Alk. ist da die schlechtere Wahl.

kleine Ziele könnten sein:
- zum Arzt gehen zu können ohne Panik
- zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen
- neue Freunde zu finden
- einen guten Job finden
- zuhause ausziehen (wahrscheinlich noch am schwersten)
- deine Talente besser kanalisieren (vllt. Selbstverwirklichung im Job)
- selbstständiger werden
- gute Hobbys finden
Vielleicht kannst du ja mal selbst hier kleine Ziele formulieren.



Übrigens würde ich dir von einer teilstationären Therapie abraten, soweit es dir möglich ist. Du mußt erst mal raus, da wo du jetzt wohnst und da triffst du dann auch nicht immer die Leute, mit denen du vielleicht schon mal unangenehmes erlebt hast. Es tut dir auch gut, während der Therapie weniger Kontakt zu deinen Eltern zu haben, denn das könnte dich irritieren (für dich ja paradox, s.o.) .
Du solltest die Ziele nicht so hoch hängen, dich freuen, vielleicht bekommst du nette Kontakte auch zu Mädels in so einer Klinik, denn auch da solltest du lockerer mit werden. Es wird in der Klinik leichter sein, da bin ich mir sicher!(wurde mir auch so berichtet). Oder neue Freunde, mit denen du dich besser austauschen kannst.
Du wirst sowieso in deinem Leben mehrere Phasen mit Therapien und anderem brauchen, ging mir auch so.

Pilongo hat dir viele gute Tips gegeben, das gefällt mir sehr. Dem braucht man nichts hinzuzufügen. Pax natürlich auch.

Ich würde z.B. wenn ich könnte Aikido lernen, eine reine Selbstverteidigungssportart, die sehr effektiv ist. Da man damit nicht kämpfen kann, gibt es auch keine Wettbewerbe und die meisten Menschen, die dies ausüben sind sehr menschlich orientiert. Kann man nur empfehlen. Basiert auf Hebeltechniken.

Zitat:
eben diese Strategie von Euch beiden, kleine Drachen zu töten, versuche ich jetzt schon so ca. 5 Jahre lang, aber es hat sich bei mir individuell überhaubt gar nichts
daran geändert.
Das kannst du nicht mehr alleine packen, du brauchst Unterstützung durch Therapeuten, am besten in der Klinik. Ein halbes Jahr, das sind 26 Wochen, da wirst du viele neue Erfahrungen machen. Natürlich kann auch eine Konfrontation mal schlecht klappen. Dann ist es wichtig zusammen mit dem Therapeuten rauszukriegen, wie dir das beim nächsten mal nicht mehr passiert. Es ist auch denkbar, daß der Therapeut am Anfang noch zugegen ist. Wirst du ja dann sehen.


Zitat:
Noch ein Rat von mir: Nimm deine vielen Diagnosen nicht gar so ernst. "Verletzbarkeit" und "Vulnerabilität" z.B. bedeuten fast dasselbe. Die Ärzte versuchen halt, dem Kind (deiner Ängstlichkeit und Abwehr) einen Namen zu geben


Das habe ich auch schonmal versucht klarzustellen, alle Ärzte brauchen halt ne Diagnose, aber die wenigsten gehen da richtig gründlich vor. Ein Therapeut nimmt sich für eine Diagnose viel mehr Zeit. (Faktor 10 - 20)

Saidndone, wenn jemand schwarz vor Augen wird, wenn er über die Strasse geht kann er überfahren werden - was ist daran so schwer zu verstehen. Würde daß deiner Schwester passieren, würdest du den Arzt doch auch vor den Kadi zerren wollen, der falsch reagiert hat, oder?

Bin mir nicht sicher, aber geh ich recht in der Annahme, das deine Eltern von einer Therapie nichts halten. So Sprüche mit Suppe selber auslöffeln - es klingt danach, aber ich hoffe ich irre mich. Aber letztlich entscheidet daß dein Arzt, was du brauchst.

Versuch das mit der Therapie positiv zu sehen, mal dir ruhig deine Chancen etwas besser aus, als es dir vielleicht realistisch erscheint. Denn ein bisschen Motivation brauchen wir alle. Dann klappt alles besser. Stell dir ruhig vor, daß du dort mal relaxen kannst. Das alle die gleichen Probleme haben wie du und du damit keine Aussenseiter mehr bist, sondern einer von vielen mit solchen Problemen. Falls du den Weg in die Klinik nervlich nicht packst, wird dir dein Arzt/Neurologe da gewiss zu helfen wissen.

Gahan,
packs an, du kriegst das hin!!

21.03.2010 21:15 • #274


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Also ich finde Dich richtig toll, und kann gar nicht verstehen, warum Du Dich so klein machst.
Du hast Herz und Verstand und das sind sehr wichtige Eigenschaften im Leben.
Du solltest stolz auf Dich sein können.

#2


G
Hallo pax,



Du bist wirklich eine Knalltüte ,


warum sollte ich dann auf meine schwehren, und auch sehr facetten reichen Ängste, die mich ja so quälen, sehr stolz drauf sein ?
Ich wäre nur heil froh, wenn das endlich mal ein Ende finden würde.
Aber jetzt einmal im Ernste, der Tatsache gesprochen.
Du bist ja nun auch nicht gerade, sehr ungebildet.
Du bist für mich ein Mann, der einen großen Horizont, im Herzen
und auch in der Seele besitzt.
Du kannst auch Frieden schenken und stiften.
Sei Dir dessen immer stets bewusst.




LG Gahan

#3


P
Zitat:
und auch sehr facetten reichen Ängste, die mich ja so quälen, sehr stolz drauf sein ?

Du solltest auf Dich als Mensch stolz werden/ sein, und Deine Ängste als für nicht mehr notwendig empfinden.
Offen und selbstbewußt durchs Leben gehn.
Das steht Dir zu- lass Dich nicht so verunsichern.
Das hast Du Knalltüte

#4


S
Zitat von Gahan:
einen großen Bogen um solche Gruppen.

Wäre es Deine grösste Befürchtung [iiiehh]wie "die"[/iiieh] oder Deine grösste Sehnsucht [schmacht]wie "die"[/schmacht] zu sein?

#5


P
Da stimme ich pax aber zu. Du bist doch ein herzensguter, kluger Mensch, Gahan. Trotz deiner Ängste gehst du noch immer raus - das schaffen Manche gar nicht mehr allein. Du hast keinen Grund, dich zu verstecken. Du kannst und solltest stolz auf dich sein. Und wie Andere über dich urteilen oder dich wahr nehmen, ist erst mal egal - du bist du, und daran ändern die Worte der Anderen auch nix. Jeder von uns ist liebenswert und einzigartig, genau so, wie er ist. Auch du.

Und zu guter Letzt: So interessant, dass Andere dich ständig bewerten, bist du auch wieder nicht. Im Vorbeigehen sind wir für Andere völlig nichtig und klein. Ich erinnere mich an kein Gesicht wieder, das ich im Vorbeigehen in der Stadt gesehen habe, außer an die Leute, mit denen ich gesprochen habe. Alles Andere wird wieder aus dem Gedächtnis gelöscht. Wenn zwei Menschen in einiger Entfernung die Köpfe zusammen stecken und lachen - dann gibt es dutzend andere Gründe, wieso sie das tun, das muss nichts mit dir zu tun haben.

Liebe Grüße,
Bianca

#6


elster
Hi,

Gaham, gibt es denn für irgendeine dieser Befürchtungen / angstbefrachteten Situationen die du aufzählst, einen realen Hintergrund ? Hast du mal ein traumatisches Erlebnis gehabt, aufgrund dem sich diese ganzen Ängste in dem Maße manifestiert haben? Meist beginnt das mit einer einzigen negativen Erfahrung (z.b. Panikattacke bei Einkaufen ) und man fängst an, immer mehr Situationen negativ zu besetzen und zu vermeiden, und erreicht damit, dass überall Angstgefühle entstehen, unabhängig von dem zu Grunde liegenden traumatischen Schlüsselerlebnis.
Vielleicht solltest du auch nicht nur so negativ an die Lösung deiner Probleme gehen. Schreib doch mal auf, was du gerne erreichen möchtest im Leben
( egal ob du aufgrund deiner aktuelle Lage für ein reales oder eine zu hochgestecktes Ziel hältst, einfach mal in Gedanken Rumspinnen mit dem, was man sich so erträumt ). Es bringt viel, wenn man sich seine Wünsche mal Schwarz auf Weiss notiert, du mußt es ja nicht hier öffentlich tun, aber du solltest es für dich mal in Angriff nehmen.
Wie genau ist denn dein privates Umfeld. Gibt es nur negative Gefühle anderen Menschen gegenüber oder hast du Familie, die dich annimmt, so wie du bist?

#7


G
Hallo,




meine zweite Niederschrifft,



Ganz genau so, wie es sich bei dem Kaufmann verhlten hat, verhält es sich auch, wenn ich zum Arzt muss.
Wenn ich mal zum Arzt muss, dann verstärken meine vegetativen Beschwerden, die Symtohme von der Krankheit noch mehr.
Alleine der Weg zu dem Arzt hin, ist dann schon eine reine Tortur für mich.
Begleitet von Angstzuständen, bis hin zu Panikanfällen.
Wenn ich nun aber, die Arztpraxis betrete, fängt nun schon die erste
schwere Hürde an.
Was denkt wohl die Sprechstundenhilfe von mir, bin ich vielleicht Ihr Typ,
oder der doofe Triezibald ?
Wenn ich aber jetzt in das Wartzimmer muss, hängt alles davon ab,
ob sich in dem Wartezimmer schon viele Leute befinden oder nicht, oder ob sich da Jugendliche b.z.w. junge erwachsene dort befinden, oder nicht.
Wenn das der Fall wäre, würde ich von dort flüchten, ohne Behandlung,
und das war schon einmal der Fall.
Nun sitze ich also im Wartezimmer, und es heist Warten, Warten, Warten,................................
Meine Angst, geht dem Höhepunkt entgegen, und ich muss entweder, auf das WC, oder mich übergeben, so ein Horror !
Endlich, ich bin nun dran und ich kann nun endlich das Wartezimmer
verlassen. Puuuh
Ich bin dann zwar, bei dem Arzt im Behandlungsraum meist dann immer noch sehr angespannt, aber das legt sich dann.
Wenn ich aber mal zu einem fremden Arzt soll, wo ich es nicht weiss,
wie der auf mich wirkt, oder ob der mir vielleicht unsympatisch ist,
dann könnte es schon sein, daß ich dann mich nicht richtig öffnen
kann, oder sogar ohne eine Behandlung erfahren zu haben, von dort
ab haue.
Ich bin schon einmal, nur wegen der puren Angst, aus dem Wartezimmer
geflüchtet.
Das Ergebniss war anschließend dann, ein Weinanfall deswegen.
Meine Mutter, nahm mich dann an die Hand, und ging mit mir zusammen
dann noch einmal dort da hin.
Am besten wäre es für mich, wenn es wie beim Kaufmann dann ablaufen könnte.
Rein-Behandlung-Raus, mit dem Rezept in der Hand.
Aber wenn die Apotheke danach dann ruft, verhält es sich dann ganz genau so wieder, wie bei dem Kaufmann, von meiner ersten Niederschrifft....Horror...........





LG Gahan

#8


P
Ok Gahan- mich würde nun interssieren, wie Du im Moment lebst, und was Deine Eltern für einen Stellenwert in Deinem Leben haben.
Du darfst darauf antworten.
Mußt es aber nicht.

#9


G
Hallo pax,



im Angesicht dessen, daß das Internet, bekanntlicher Weise überhaubt gar nichts vergisst, habe ich mir schon meine Gedanken darüber gemacht.
Ich gedenke die Situation, die mich und meine Eltern anbelangt, einmal hier
hinein zu stelllen.
Aber ich muss es mit hinzu fügen, daß das nur die Dinge sein können, die man hier im Forum getrost noch Öffentlichkeit kund tun kann.
Alleine schon, die Warnungen die die Medien verbreiten, das Big Brother, oder der transparente Mensch, Heute schon sehr real sind, gibt einem schon sehr zu denken.
Ob nun Echolon, der Caos Computerclub, die Riegierung - Das Trojanische Pferd -
wegen Terror Verdacht, Häcker .u.s.w.......................
Ich bin auch deswegen am spekulieren, ob ich mir mal einen neutralen
Browser herunter lade, und auch meine IP Adresse verschlüsseln lassen werde.





LG Gahan

#10


P
Du solltest nur keine Namen nennen Gahan.

#11


G
Hallo pax,




es geht hier nicht um die Namen, sondern um den Grundsatz, Maxime
und um das intime Familiengefüge.




LG Gahan

#12


G
Hallo,




nach langen und reiflichen Überlegungen, werde ich meine Interaktion
zu meinen Eltern hier nicht niederschreiben.
Weil das zu sehr in das intime Nähkästchen gehen würde.
Aber ich werde meine Niederschrift, noch weiter aus den anderen Bereichen meiner Problematik fortsetzen, ich werde mich weiter hin um eine Gute Ausdrucksweise bemühen.




LG Gahan

#13


P
Zitat:
um das intime Familiengefüge.

Da scheint mir aber einiges im Argen zu liegen Gahan.
Vielleicht überlegst Dir ob da ein starker Zusammenhang zu Deinen jetzigen Problemen liegen könnte.
Zitat:
zu meinen Eltern hier nicht niederschreiben.

akzeptiert

#14


G
Hallo Gahan,
Zitat von Gahan:
ich werde mich weiter hin um eine Gute Ausdrucksweise bemühen.

deine ungewöhnlich gepflegte Ausdrucksweise ist mir schon aufgefallen.

Wie kommst du aber zu dem Gedanken, dass du dich - hier oder überhaupt? - um eine "gute Ausdrucksweise" besonders bemühen musst? Hat das jemand in der Schule zu dir gesagt? Oder bei der Arbeitssuche?

Eine gute Ausdrucksweise ist natürlich sehr schön. Deine klingt aber wirklich etwas überangestrengt. So spricht man normalerweise nicht. Kann es sein, dass du den Menschen auch deswegen ausweichst, weil du nicht weißt, wie du mit ihnen reden sollst? Hat es etwas mit dem Reden zu tun? Falls ja, was? Was fällt dir dazu ein?

Liebe Grüße
GastB

#15


elster
Kann es vielleicht sein, dass man bei dir zuhause - ohne auf die näheren Umstände einzugehen - immer sehr viel Wert darauf legte, was die anderen Leute, die Nachbarn etc denken könnten und du deshalb denkst, du mußt immer sehr gewählt und unauffällig rüberkommen und es dürfte niemand bemerken, dass es dir (mal) nicht gutgeht ? Vielleicht leigen deine Ängste in puncto Interaktion mit anderen Menschen mitunter auch daran, dass du permanent darauf achtest "wie fällt mein unangebrachtes Verhalten ( bei einer Angstattacke verhält man sich eben unangebracht ) den anderen nicht auf?" und somit / und durch die damit einhergehende Vermeidungsstrategie, - denn wenn man nichts macht, kann man ja nichts falschmachen - gar keine Möglichkeit entstehen lässt, mal wirklich in persönlichen Kontakt mit anderen Leuten zu kommen? Warum sollten sie schlecht von dir denken, Menschen reagieren zunächst einmal eher selten auf andere, so sehr beobachten tun sie andere nicht, wie man immer denkt. Aber auf Dauer wird schon dem einen oder anderen auffallen, dass mit dir keine Interaktion zustande kommt, vor allem, wenn du - nehm ich mal an, ich war mal in der Gegend - in einer eher kleineren Ortschaft lebst.

#16


G
Hallo pax, Gast B, elster,




ich werde es versuchen auf Eure Fragen, so Gut wie es mir möglich erscheint ein zu gehen.


1. Ich habe noch bis vor drei Jahren an einer Rechtschreibschwäche
gelitten, und ich bin im normalen Leben ein Mensch der sehr
schnell redet, und sich auch nicht so Gut ausdrücken kann.

2. Was nun meine Eltern anbelangt, möchte ich nicht verlautbaren
lassen, aber es ist ab und zu schon Paradox.

3. Ich lebe hier in einer Ortschafft die nicht groß ist, und ich
habe auch keine große Interaktion zu meinen Nachbarn, oder zu den
anderen Leuten hier.
Wenn ich auf die Straße gehe kontrolliere ich mich ständig.
Es gibt von der Gruppe Kraftwerk, das Album die Mensch Maschine,
und auf diesem Foto sieht man die vier Musiker, auf einer Treppe
stehen, sie haben keinen Gesichtsausdruck, und haben rote Hemden,
mit schwarzen Krawatten dazu an.
Genau so wie sie, laufe ich auf der Straße herum, mit keinem
Gesichtsausdruck, und nicht antastbar.
Weil meine Angst mich dazu regelrecht zwingt.
So eine Schauspielerei, ist zwar anstrengend, aber man läuft dann
nicht Gefahr irgend einen Fehler zu begehen, denn man dann nach
her, möglicher Weise mit Scham, Pein, Verlegenheit, oder
mit einer Bloßstellung zu bezahlen hätte.






LG Gahan

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

P
Zitat:
Ich habe noch bis vor drei Jahren an einer Rechtschreibschwäche
gelitten, und ich bin im normalen Leben ein Mensch der sehr
schnell redet, und sich auch nicht so Gut ausdrücken kann.

Also hier kannst du dich sehr gut ausdrücken.
Vielleicht stotterst du leicht, oder ist das nicht so?
Das wertet dich als Mensch aber nicht ab.
Vor wem und was hast du Angst Gahan?
Hast Du schon viel Gewalt in Deinem Umfeld gesehen? Angst davor gemobbt zu werden.
Warum machst Du Dich so klein?
Hast Du gar nicht nötig

#18


G
Hallo pax,



Du bist immer stets der erste Mann an der Spritze, nicht wahr ?
Du hast eine sehr Gute Kondition immer der Erste zu sein !!

pax, lese bitte einmal beim dem Thread, " Ich möchte mich gerne vorstellen " nach, da habe ich schon so einiges dazu geschrieben.
Da kannst Du Deinen Wissendurst stillen.
PROST.




LG Gahan

#19


elster
Na ja, wenn du dich selber da draußen als Menschmaschine verkaufst ist doch eigentlich klar, dass dir die Menschen um dich herum wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkommen müssen. Hast du denn menschlichen Kontakt, der ein wenig privater ist als dieses den "Leute auf der Straße ja nicht auffallen"?
Denn scheinbar sehst du dich ja nach einer gewissen Annahme und Zuwendung von anderen Leuten und wünschst dir eine Freundin. Doch deine eigenen Sehnsüchte bremst du selber dann wieder aus, indem du dir vorbetest, warum es ja gar nicht gehen kann. Du wirst mit Menschen erst dann umgehen lernen, wenn du ihnen die Möglichkeit erlaubst, mit dir einen nicht maschinenmäßigen, sondern einen unbefangenen Kontakt zu haben.
Gibt es eine Person, bei der du etwas du selbst sein kannst ohne gleich zurückzurudern?

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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