App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

7

B

Beobachter
Mitglied

Beiträge:
11369
Themen:
31
Danke erhalten:
396
Mitglied seit:
Hallo

Ich muss es hier schreiben, denn es gibt keinen Menschen
im realen Leben, dem ich es im Moment erzählen kann.

Vor etwa 30 Minuten bekam ich einen Telefonanruf von der
Gemeindeverwaltung:

Mein biologischer Vater, der nur knapp 100 Meter von mir
entfernt wohnte, ist am 14. März gestorben.
Ich habe darüber keine Benachrichtigung von seiner Familie
bekommen, zugunsten derer ich vor 12 Jahren enterbt wur-
de.
Bin sein einziger biologischer Nachkomme, aber ein kurzer
Anruf oder Zettel im Briefkasten (100 Meter Entfernung!)
bin ich diesen Menschen nicht wert.

Bitte keine Beileidsbekundungen, denn ich trauere nicht.

Nur Verständnis, warum ich bei dem Wort "Familie" Ekel
und Angstzustände bekomme, und sich mein Glaube und
Vertrauen in und an Familien in engen Grenzen bewegt.

09.04.2014 #1


313 Antworten ↓
P

pumuckl
Gast

Also zum "Aussaugen" kann ich nur Folgendes noch beitragen:
Mein Opa heiratete erneut (meine Oma) als meine Mutter 2 Jahre alt war. Aus erster Ehe (Frau starb bei der Geburt), hatte er einen Sohn. Dem baute er sogar ein Haus und er zog mit Frau und Kind ein. Allerdings gab es noch zwei Jahren schon Streit und der Sohn zog aus. Lt. meinem Opa deshalb, weil er ihm das Haus erst nach seinem Tod überschreiben wollte und ihm vorerst nur Wohnrecht einräumte. Ob das stimmt, weiß ich nicht. In jedem Fall verlangte der Sohn die Auszahlung des Wohnrechts und verpieselte sich.
Im Anschluss hat mein Opa noch rund 25 Jahre gelebt und in den Augen des Sohnes war es ja dann auch so, dass wir (meine Mutter, ich, meine Oma) nun alles bekamen. Aber so war es halt. Mein Opa gab es uns freiwillig und wir kümmerten uns ja auch um ihn.
Was ich damit sagen will: Vielleicht war dein Vater ja doch mal glücklich mit der Frau und den Kindern. Man kann es nicht so genau wissen.
Dass du deswegen aber beim Erbe benachteiligt werden sollst, ist nicht in Ordnung. Was er ihnen zeitlebens finanziert und geschenkt hat, ist ja seine Sache und man muss dann einfach unterstellen, dass das nicht unter Zwang, sondern aus freien Stücken geschah. Auch wenn das für die leiblichen Kinder schlimm ist und weh tut. In jedem Fall wäre es nicht mehr als recht gewesen, wenn du von ihm zumindest symbolisch einen gewissen Betrag bekommen hättest. In meinen Augen würde das der Anstand gebieten. Der Sohn meines Opas bekam z.B. kein Bargeld und kein Haus, sondern, so war es im Erbvertrag geregelt, Grundstücke im Wert von ca. 30.000 Euro. Für wieviel er sie letzlich wirklich verkauft hat, weiß man nicht. Vielleicht hat er sogar mehr Gewinn damit gemacht. Und das war für uns auch völlig in Ordnung und legitim. Es war sein Sohn und es stand ihm zu. Da er meinen Opa aber nicht anschaute und kein Wort mehr mit ihm sprach in all den Jahren, war es in unseren Augen auch damit genug. Und wir hatten kein schlechtes Gewissen, dass wir Häuser erbten und sehr viel an Geld über die Jahre bekommen haben. Obwohl wir "nur" angeheiratete Kinder/Enkel waren.
Allerdings war die Sachlage insofern anders, als dass mein Opa sich anfangs um Kontakt bemühte. Auch zu dem Enkel. Aber die Eltern verboten es wohl.
Für mich ist das auch eine komische Situation, da besagter Enkel ja quasi leer ausging, obwohl es der leibliche Enkel war. Der arbeitet nämlich auch noch bei der örtlichen Bank am Schalter, man ist "per Sie" und tut so, als würde man sich nicht kennen. Also so in etwa kann ich nachvollziehen, wie du dich fühlst. Wenn es auch aus meiner Sicht von der anderen Seite betrachtet ist.

06.04.2014 12:02 • x 1 #203


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Vater gestorben

x 3


C

cichysp
Mitglied

Beiträge:
1093
Themen:
1
Danke erhalten:
105
Mitglied seit:
Zitat von Beobachter:
Huhu Pumuckel

Das mit dem Haus war bereits vor knapp 13 Jahren, habe das auch schon
vielfach hier im Forum einmal geschrieben.
Wo seine restliche Habe verschwunden ist, bleibt aber komisch ...

wohin sie verschwunden ist? Das ist einfach, wohin sie verschwunden ist:
Die Betreuerin bekommt ca. 200 Euro monatlich, das ist gesetzlich so geregelt
Wie viele Jahre hatte er sie?
Der Platz im Heim kostet 2.000,00 Euro monatlich (wenn es ein günstiger Platz ist, wenn er z.B. zu zweit im Zimmer mit jemandem war ...), ansonsten eher mehr ...
Wie viele Jahre war er im Seniorenheim?
Vielleicht gab es Krankenhausaufenthalte mit Zuzahlungen, die zu leisten waren ...
und ... und ... und ... vielleicht gab es Zahnarztrechnungen ... die teuer waren
vielleicht eine Ergotherapie etc.
und so weiter ... und so fort ...
ein alter Mensch existiert nicht einfach nur, es entstehen auch Kosten ...

Es ist erst einmal SEINE Sache, wofür er sein Geld ausgegeben hat ...

und ob jemand Missbrauch betrieben hat, Betreuer oder Heimleiterin ?
Nicht ausgeschlossen ...

Einblick oder gar Einfluss in die Vermögensverhältnisse hat man in der Regel nur dann, wenn man Kontakt hat UND im Idealfall auch die Betreuung übernimmt, diese wird dann aber nicht mit 200,00 mtl. aus dem vorhandenen Vermögen vergütet, sondern als leibliches Kind wird die Betreuung ehrenamtlich gemacht ... und man hat nur Anspruch auf eine "Aufwandspauschale", das sind ca. 350 Euro im Jahr

@ juwi
wir können unsere Kindheit nicht ändern, wir können die Eltern, die wir hatten, nicht ändern, wir können die Verletzungen, die uns zugefügt wurden, nicht ändern, und dass wir wissen, dass unsere Eltern es auch nicht leicht hatten in ihrer Kindheit, ist uns ein schwacher Trost
ja, wahrscheinlich stimmt es, dass wir nichts wirklich definitiv abhaken können,
wahrscheinlich laufen wir den Rest unseres Lebens mit offenen Wunden herum, die nicht ganz verheilen wollen
doch was wir ändern können, das sind unsere Gedanken ab sofort, ab dem jetzigen Zeitpunkt - was in der Vergangenheit war, das holt uns zwar immer wieder mal ein und es kann uns deswegen auch mal schlecht gehen,
aber wir dürfen uns davon nicht unterkriegen lassen

beeinflussen können wird die Art und Weise, wie wir über UNS denken wollen, durchaus, wie wir uns unser Leben vorstellen, unseren Tagesablauf ...

ich war übrigens auch so wie Du, juwi, ich hab meine Mutter immer in Schutz genommen, egal, was sie mir angetan hatte ...
eine Nachbarin hatte mir angeboten, dass ich zu ihr kommen könnte, wenn ich Hilfe brauche, nachdem ich mit 17 stationär gewesen war und es auch den Nachbarn nicht mehr verborgen geblieben war, dass etwas im Argem sein musste in dieser Familie ...
- ich empfand das fast als eine Anmaßung von dieser Nachbarin - wenn sie es auch wahrscheinlich gut gemeint hatte, ich hätte alles versucht, um ihr Angebot NIE annehmen zu müssen, es war einfach ein Bauchgefühl ...
außerdem verband ich auch eine andere ungute Erinnnerung mit ihr, einen ganzen Nachmittag war ich als Babysitter bei ihr gewesen und sie gab mir als Lohn eine Tafel Schokolade ...

es geht mir auch jetzt noch so, es ist mir unangenehm, die Wahrheit über meine Mutter auszusprechen, ich verschweige es natürlich am liebsten, hab darunter gelitten, es nicht auszusprechen (nicht zu können/ nicht zu wollen ... wer hätte mir denn geglaubt ... ), es schwankt allerdings, es gibt Tage, an denen ich emotionslos darüber reden könnte und an anderen Tagen könnte ich nur heulen ...
es ist ein Dilemma, das wird es wohl immer bleiben
aber ich verurteile sie nicht, das heißt nicht, dass ich ihr Handeln gut heiße .. es sind im Prinzip unverzeihliche Dinge abgelaufen, die konnten nur deshalb so verletzend sein, weil ein Kind seine Mutter liebt, ein Kind kann nicht anders, als seine Mutter zu lieben, und wenn es sich ungeliebt fühlt, ist das einfach nur hart,
denn das Kind sucht den Grund bei sich selbst und kommt irgenwann zu dem Ergebnis: ich bin nicht liebenswert ... und fragts ich: wie muss ich mich denn verändern, damit sie mich lieben könnte ? ... aber ich brauche nicht reden ... du kennst das ja alles ...
doch ich versuche es JETZT als Fakt zu akzeptieren, als etwas, was nicht zu ändern ist, dass sie eben keine Liebe für mich aufbringen konnte, egal warum (den wahren Grund werde ich nie erfahren, wahrscheinlich weiß sie den Grund selbst nicht (mehr))
Es tut mir auch größtenteils nicht mehr weh
es ist ok, ich hätte jetzt auch "keine Verwendung mehr" für ihre Liebe, wenn Du verstehst, was ich meine ... ich denke jetzt mehr an mich und ich halte mich an dem Glauben fest, dass ich noch ein glückliches Leben führen werde
ich werde auf jeden Fall noch einmal sehr viel Liebe in meinem Leben erfahren, ich versuche jetzt, gut auf mich aufzupassen, damit mir solche Dinge wie in der Kindheit und im jungen Erwanchsenenalter nicht mehr passieren und das gelingt
mir inzwischen ganz gut

ich wünsche Euch noch
einen schönen Abend Trost

03.04.2014 21:14 • #141


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Das einzig Gute, so denke ich, ist, dass du ohnehin keinen Kontakt hattest.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir (also ich, meine Oma, meine Mutter) den leiblichen Sohn meines Opas aus erster Ehe auch nicht über seinen Tod informiert haben.
Dem ging aber vor Jahrzehnten ein Streit voraus, wo mein Opa sogar noch viel Geld an seinen Sohn (Wohnrecht) bezahlen musste. Sein Sohn schaute ihn fortan nicht mehr an, ging wortlos an ihm vorüber, wenn man sich irgendwo traf usw. Das hat und dazu bewogen, ihn nicht zu informieren. Er hat es aber ohnehin erfahren (Dorf halt). Und stand dann doch auch tatsächlich auf dem Friedhof (was ich persönlich einfach unglaublich fand).
Da deine Familie eh so schlimm ist, gehe ich davon aus, dass es pure Absicht war, dich nicht zu informieren. Aber vielleicht dachten sie auch nur, dass es dich ohnehin nicht interessiert?
Der allgemeine Anstand hätte es aber in deinem Fall erwarten lassen. Der Fall bei meinem Opa lag ja etwas anders und ging vom Sohn aus, der keinen Kontakt wollte.
Vergiss nicht, dich sicherheitshalber wegen des Erbes zu erkundigen und es notfalls auszuschlagen. Man weiß ja nie, ob da nicht Schulden waren und da würde deine Familie sicher nicht zurück schrecken, dich zu informieren.
Hat diese Schwester von dir eigentlich den gleichen Vater? Oder nur die gleiche Mutter?

#2


S
Zitat von Beobachter:
Nur Verständnis, warum ich bei dem Wort "Familie" Ekel
und Angstzustände bekomme, und sich mein Glaube und
Vertrauen in und an Familien in engen Grenzen bewegt.

Naja Beo, wohl nicht umsonst gibt es das Sprichwort:

Nachbarn und die Herkunftsfamilie kann man sich nicht aussuchen.
Freunde und Lebenspartner hingegen schon.

Zitat von Beobachter:
Ich habe darüber keine Benachrichtigung von seiner Familie
bekommen, zugunsten derer ich vor 12 Jahren enterbt wur-
de.

Wenn du der einzige biologische Nachkomme bist, steht dir trotzdem ein Pflichtteil zu.
Mach dich auf jeden Fall schlau. Auch darüber ob eventuell Schulden da sind. Denn man kann auch Schulden erben.

Freunde

Edit: (Muckel war schneller Wink )

#3


D
Hallo Beo,

das ist heftig, das du es durch einen Anruf erfahren hast!

Normalerweise würde ich jeden Schreiben." es tut mir leid für dich", aber du hast hier gleich geschrieben das du es nicht willst. ist auch vollkommen okay so. Daraus schließe ich, das du ein schlechtes Verhältnis zu deinem Vater hattest, also falls ich das jetzt so fragen darf?

Finde ich aber heftig, das dir keiner Bescheid gesagt hatte. Das heißt du hast auch keinen Kontakt zu der Familie deines Vaters?

ich verstehe dich, das du da negative Gefühle bekommst, wenn du an Familie denkst. Das was du hier beschreibst hört sich nicht nach glücklicher familie oder so an.

Du darfst hier gerne alles schreiben was du magst. Wir hören dir gerne zu, gerade wenn du keinen im realen Leben hast, dem du das erzählen kannst! knuddeln

Mit lieben Grüßen, Smile
Delphin

#4


B
Oh beo ja das ist grass und unverständlich
wie shamus schon sagt manchmal sind Freunde mehr für einen ne wirkliche Familie.

Trotzdem wühlt es bestimmt egal in welcher Weise im Moment in dir
und dafür fühl dich gedrückt... und lass deinen Unmut ruhig hier los.

LG bleeny

#5


B
Huhu und Danksagung

Ja, diese Familie (biologische Eltern) ist eben schon vor
43 Jahren in einem zweijährigen Krieg aufgelöst worden.
Ich bin dabei halt nur ein biologisches Überbleibsel, wel-
ches in Vergessenheit (Verdrängung) geraten ist.

@ Delphin2 :

Eigentlich hat mein Vater vor 12 Jahren den Kontakt zu
mir abgebrochen, nachdem er sein Vermögen seinen an-
geheirateten neuen Kindern überschrieben hat.
Er wurde dazu von seiner damaligen Frau genötigt, hät-
te sich aber dennoch mit mir Austauschen können, ohne
Umweg über einen Rechtsanwalt.

@ Pumuckel :

Meine Halbschwester hat die selbe Mutter wie ich . . .

@ Shamus :

Ich habe zwar die neuen Kinder meines Vaters zuletzt
vor 32 Jahren gesehen, aber ihrem Verhalten mir gegen-
über entnehme ich dennoch, dass sie schon dafür gesorgt
haben, dass nur Schulden zu erben sind.
PS: Wir hatten niemals Differenzen oder gar Streit, ich
bin einfach nur übriggeblieben und/oder war zuviel ...

@ bleeny :

Ganz lieb Danke sag.

Habe ja in den letzten Wochen etwas "Forenurlaub" ge-
macht.
Der Grund dafür war meine Hilflosigkeit und auch eine
derzeit nachdenkliche Phase.

Die vielen Schiksalsschläge der letzten Wochen (z.B.
bei Mahakali und Kyra) haben mich sehr nachdenklich
gemacht.
Mir haben zu oft die richtigen Worte gefehlt, um mein
Mitgefühl mitteilen zu können.
Ich habe begriffen, wie begrenzt unsere Hilfsmöglich-
keiten sind, aber auch, wie oft wir uns über völlig
belanglose Nebensachen wochenlang aufregen oder
sogar streiten.

Es ist mir nicht immer möglich meine komplexen Ge-
danken und Gefühle in Worte zu fassen, und dann ist
Zeit für eine Pause, ein Innehalten und Schweigen.

Verspreche aber, mich bald wieder etwas mehr und er-
nsthafter in das Forum einzubringen.

Allen ganz liebe Grüsse, Beo

#6


P
Ach so. Ich wunderte mich schon, weil du ja mal von deiner Schwester geschrieben hast.
Man kann halt nie wissen, was am Ende war. Also vermögenstechnisch. Einerseits würde ich es dir voll und ganz wünschen, dass du doch noch etwas erbst. Einfach weil du es verdient hättest aufgrund deiner Situation an sich. Andererseits macht Geld auch nicht glücklich und das werden diese angeheirateten Kindern auch noch merken.
Es ist schade, dass Elternteile ihre leiblichen Kinder einfach zurück lassen. Nur um anderer Leute willen. Da gehört schon "viel" dazu. Aber die ganze Situation ist nun nicht mehr zu ändern. Du musst nun nur zusehen, dass du dich schadlos hältst.

#7


B
JA BEO das ist vielen hier sehr Nahe gegangen und mit kyra steh jch ja auch pers.
in Kontakt das geht ahch nicht so an mir vorbei.

Immer die richtigen Worte zu finden ist auch sehr schwer aber wir tuen unser bestes
und ich freu mich wenn du wieder öfter da bist und ein lustiger und auch mit gesundem Sarkasmus
gespickter Beitrag heitert ja auch auf...

Und man muss sich auch über andere Dinge austauschen und nicht nur über Krankheiten
dazu ist das Leben zu schade wir wollen ja lernen es wieder mehr zu geniessen.

#8


B
Huhu bleeny

Mir ist in der letzten (Foren)Zeit bewusst geworden, dass ich
meinen nahezu körperlich völlig gesunden Körper, in einem
sinnlos gewordenen Leben verplempere.

Würde gerne Kyra (und anderen die es brauchen können) et-
was von dieser/meiner körperlichen Gesundheit geben können.
Aber so etwas geht nicht, ja, und irgendwie sind alle diese Ge-
danken am Ende nur noch schwer in Worte zu fassen ...

#9


kyra96
Beo, mach Dir bitte keinen Kopf.
Ich bin ne Kämpferin. Ich pack das.
Daumen hoch

#10


L
Hy Beo

mir gehts grad wie dir.( Hab von meinem Vater schon mal was im Kummerforum geschrieben)
mein Vater ist am Freitag gestorben, hab ein Anruf von dem Pfarrer gekriegt
Da sind auch keine Gefühle , ob wohl er mich sehen wollte, nach über 40 Jahren
Bin nicht hingegangen und denke das ich auch nicht zur Beerdigung gehe,

#11


C
@Beo:

Ich hab ja auch zu meinen Eltern keinen Kontakt mehr,
ich muß sagen dass es mir also auch irgendwie "egal" wäre wenn ich die Nachricht eines Todes erhalten würde.

Aber dass Dir niemand Bescheid sagte find ich schon bißchen komisch,
aber so weisste wenigstens was Du von denen zu halten hast; nämlich nix!

#12


T
Hallo, Biologisch oder Nicht , wenn man mit einem Menschen keinen Kontakt mehr hat darf man sich nicht wundern wenn man nicht benachrichtigt wird.
Aus dem Auge aus dem Sinn. Der Mensch weiss doch überhaupt nicht mehr was richtig und falsch ist wenn nur noch Streit /Krieg zwischen denen besteht.In der regel verhalten sich die Menschen aus Selbstschutz so distanziert,dass kennne wir doch auch.

Alles Gute

#13


J
Hallo Beo,

Verständnis dafür, dass der Begriff "Familie" in dir unangenehme Gefühle weckt, hast du von mir auf alle Fälle! Das ist wirklich nicht in Ordnung, dass dich deine "Familie" nicht über den Tod deines Erzeugers informiert hat.

Zitat von Beobachter:
Mir ist in der letzten (Foren)Zeit bewusst geworden, dass ich
meinen nahezu körperlich völlig gesunden Körper, in einem
sinnlos gewordenen Leben verplempere.

Würde gerne Kyra (und anderen die es brauchen können) et-
was von dieser/meiner körperlichen Gesundheit geben können.


Interessant, etwas ganz Ähnliches geht auch in mir vor. Ich habe direkt ein schlechtes Gewissen, dass mein Leben so leer ist und ich es gar nicht mehr wirklich will - während andere, die leben wollten und schmerzlich vermisst werden, nicht mehr da sind oder solche, die leben wollen, wegen Krankheit um ihr Leben fürchten. Es wäre wirklich schön, wenn man seine Gesundheit und Lebensjahre jemandem spenden könnte.

#14


B
Zitat von tuffie:
Hallo, Biologisch oder Nicht , wenn man mit einem Menschen keinen Kontakt mehr hat darf man sich nicht wundern wenn man nicht benachrichtigt wird.
Aus dem Auge aus dem Sinn. Der Mensch weiss doch überhaupt nicht mehr was richtig und falsch ist wenn nur noch Streit /Krieg zwischen denen besteht.In der regel verhalten sich die Menschen aus Selbstschutz so distanziert,dass kennne wir doch auch.


Soweit ist mir das natürlich völlig klar

Nur,

da war NIEMALS Streit oder gar Krieg zwischen meinem Vater,
samt dessen neuer Familie und mir (nur eben das Enterben meiner
Person auf dem Weg der Schenkung/Übertragung).

Krieg gab es nur zwischen meinem Vater und meiner Mutter (sei-
ner Ex-Frau).

#15


P
Viele Männer ziehen sich zurück, wenn die Frau oder Kindesmutter bösartig ist. Möglicherweise hat auch anfangs deine Mutter Kontakt verhindert?
All die Jahre bis ich 18 war, hat meine Mutter das getan. Meine Eltern liessen sich scheiden als ich 6 oder 7 Jahre alt war. Mit ihnen zusammen gewohnt habe ich nie. Ich kam kurz nach meiner Geburt zu meiner Oma, da meine 20jährige Mutter keinen Bock auf mich hatte. Anfangs holte sie mich noch am Wochenende. Zu meinem Leidwesen zog sie dann als ich 7 war nebenan ein und "besetzte" ein Haus meines Opas. Seither haben wir sie an der Backe.
Ich sage es ganz offen: Ich habe nichts für meine Mutter übrig. Sie hat mir als Kind eingeredet, mein Vater wolle mir etwas Schlechtes. Er wolle mich entführen usw. Was absolut gelogen war. Mein Vater ist zwar ein Muslim, aber ein rechtschaffener Mann, der seit über drei Jahrzehnten in einer deutschen Fabrik buckelt. Da er eine neue Familie gegründet hat, verlor sich der Kontakt. Mit 18 besuchte ich ihn dann auf eigenen Wunsch und zu seiner großen Freude. Inzwischen beschränkt sich der Kontakt auf mehrmals im Jahr telefonieren und vielleicht einmal im Jahr sehen. Er ist so ein netter Mensch. Aber man kann keine Kindheit aufholen und er wird nie wie ein Vater für mich sein.
Die wahre Hexe, vielleicht war es bei dir ja auch so, ist meine Mutter! Wenn sie heute sterben würde, so bin ich mir relativ sicher, würde mich das kaum belasten. Höchstens in Forum von Schulden, die sie durch ihren Kauf-Wahn garantiert produziert hat. Ach ja und ein marodes Haus mit Gerümpel von mehreren Tonnen (schätze ich jetzt einfach mal) würde mir noch hinterlassen.

Oftmals, das darf man niemals vergessen, stecken die Mütter hinter allem. Es gibt Väter, klar, die sich vom Acker machen. Aber aus eigener Erfahrung und vor allem auch aus beruflicher sage ich, obwohl ich eine Frau bin, dass meist eine böse Frau dahinter steckt.

#16


T
Vielleicht würdest du dir ein Gefallen tun wenn du es nicht persönlich nehmen würdest.
Denn wem tut Wut oder Hass gut? Niemanden! die anderen sind es einfach nicht Wert das man sich das leben versauern lässt.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

T
trotzdem , alles Gute ,lieber beobachter

#18


prodomo81
Zitat von Beobachter:
Mir ist in der letzten (Foren)Zeit bewusst geworden, dass ich
meinen nahezu körperlich völlig gesunden Körper, in einem
sinnlos gewordenen Leben verplempere.


Das ist sehr traurig!

Ich denke, jahrelange Kontaktlosigkeit haben "seine" Familie annehmen lassen, dass du wenig wert darauf legst, informiert zu werden. Sie werden letztlich ihre Gründe haben, wie jeder so seine Gründe hat.

Erbschaftsangst oder der Gleichen wird es wohl kaum sein, wenn die Schenkungen schon voran gegangen sind. Du bist denen unwichtig, ebenso wie sie dir. Da können auch 100 Meter schon zu weit sein!?

#19


B
Zitat von prodomo81:
Ich denke, jahrelange Kontaktlosigkeit haben "seine" Familie annehmen lassen, dass du wenig wert darauf legst, informiert zu werden.


Nöö, ich wurde auch früher (<30 Jahre) nie über etwas informiert.
Früher bezieht sich dabei auf eine Zeit, wo ich selber diese Familie
noch über Alles informiert habe, und noch positiv mitten im Leben
stand.

Zitat von prodomo81:
Sie werden letztlich ihre Gründe haben, wie jeder so seine Gründe hat.


Jupp, diese Gründe heissen bei meinem Vater "Pathologische Verdrän-
gung" (Erste Ehe), und bei seinen angeheirateten Kindern GELD, GELD
und nochmal GELD.

Zitat von tuffie:
Vielleicht würdest du dir ein Gefallen tun wenn du es nicht persönlich nehmen würdest.
Denn wem tut Wut oder Hass gut?


Ist nicht Wut und auch nicht Hass, ist nur gerade aktuell, weil, heute
um 10:36 Uhr erfahren (ab morgen Schnee von Gestern, zumindest bis
zur Beerdigung, zu der ich aber noch nicht weiss, ob ich hingehe . . .).

@ Pumuckel :

Wenn ich wieder (bald) bei Kräften bin, dann schreibe ich hier einmal,
wie ich im Alter von 9 Lebensjahren Schreibmaschineschreiben gelernt
habe.
Habe damals für meine Mutter, die ja nicht lesen / schreiben konnte,
alle scheidungsrelevanten Gerichts- und Anwaltsbriefe tippen müssen,
die sie mir (hysterisch schreiend) diktiert hat ...

#20


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore