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MrsAngst
Meine liebe omi ist vor ca. 1 Stunde gestorben.
Ich weiß nicht was ich tun soll! Es ist als würde meine Welt zusammenbrechen weil ich eine ihrer tragenden Säulen verloren hab.

27.05.2014 11:34 • 28.05.2014 #1


12 Antworten ↓


Schogette
Hallo,

erst einmal mein Beileid für dich.

Meine Oma ist vor 2 Monaten gestorben. Das war für mich schrecklich. Ich habe damit auch einer der wichtigsten Personen im meinem Leben verloren. Derzeit kann ich damit auch nicht richtig umgehen. Ich konnte mich mit fast niemandem besser unterhalten.

Wichtig für dich ist jetzt, das du "nicht alleine" bist. Setz dich mal mit Freunden / Familie bisschen zusammen.

Das ist jetzt auch total blöd gesagt von mir, aber versuch dich bisschen abzulenken.
Ich weis das ist jetzt total schwer und es ist ziemlich unterträglich am Anfang. Eigentlich musst du alles machen damit es dir irgendwie besser geht...egal was.

Naja du bist nicht alleine damit. Für mich ists auch derzeit auch sehr schwierig.

27.05.2014 12:18 • #2



Oma gestorben!

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MrsAngst
Das tut mir leid das du auch deine Oma vor kurzem verloren hast
Es tut so unheimlich weh und ich begreife es gar nicht.

Leider lässt sie sich anonym bestatten, weswegen ich heute vor der schweren Entscheidung stehe sie nochmal im Krankenhaus zu sehen. Ich weiß noch nicht ob ich das kann

27.05.2014 12:21 • #3


Schogette
Hmm schwere Entscheidung...ich hab es nicht getan.

Ich wollte sie so in Erinnerung behalten wie sie war. Wobei ich sie aber jederzeit am Grab besuchen kann (was aber derzeit auch extrem schwierig für mich ist)

Begreifbar ist das Ganze auch erst nach Wochen / Monaten...am Anfang ist das alles unglaublich unwirklich.

Wenn du ins Krankenhaus hingehst, geh aber nicht alleine ! Das wäre nicht so gut.

27.05.2014 12:27 • #4


MrsAngst
Das ist mein Zwiespalt gerade, meine Oma will ich in guter Erinnerung behalten andererseits will ich ihr eine gute Reise wünschen. Das anonyme Grab, also ich weiß dann wo in etwa das Grab sein wird. Dh ich kann zumindest an diese Wiese.

Das glaube ich, Großeltern sind eben ein leben lang da. Oft halten sie sogar mehr zu einem als die eigenen Eltern!

27.05.2014 12:30 • #5


auch mein herzliches beileid!

mein vater ist vor 3 jahren nach schwerer krankheit verstorben. meine mutter wollte ihn im krankenhaus nochmal sehen und ich habe sie begleitet. ich dachte auch, dass ich es nicht schaffe. im nachhinein muss ich aber sagen, dass es wohl besser war. schwer zu fassen und zu begreifen, aber ein persönlicher abschied. in dem moment hat mich viel ruhe durchströmt, weil er endlich von seinen qualen befreit war. er lag ganz friedlich da. überleg es dir in ruhe.

27.05.2014 12:31 • #6


MrsAngst
Abra, das ist sicher nicht leicht seinen Vater zu verlieren!
Aber danke für deine persönliche Erfahrung die mir auf jeden Fall ein wenig hilft.

27.05.2014 12:35 • #7


Mein herzliches Beileid! Dieser Schmerz und die Weltuntergangsstimmung sind "normal", wenn man einen geliebten Menschen verliert. Lass es zu. Heul, schrei, sei traurig und wütend. Nicht hinunterschlucken! Du wirst sehen, mit der Zeit wird es besser. Der Schmerz bleibt, aber er wird erträglich und irgendwann überwiegt die Dankbarkeit, dass man den geliebten Angehörigen kannte, nicht mehr die Trauer, dass man den Menschen verloren hat.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als meine Großeltern starben. Auch bei mir war es so, dass sie mir näher standen als meine Eltern. Sie haben zwar auch viele Fehler gemacht und sind nicht liebevoll mit mir und meinen Brüdern umgegangen, aber sie waren im Notfall doch da und haben das Schlimmste verhindert. Es tat wahnsinnig weh, als zuerst meine Oma und dann mein Opa starb. Meinen Opa habe ich kurz vor seinem Tod noch im Krankenhaus besucht und wünschte, ich hätte es nicht getan. Er war sehr schwer krank, lag im Koma und sah total verändert aus. Dieses Bild hat sich eingebrannt. Aus eigener Erfahrung würde ich eher sagen: nicht mehr ins Krankenhaus fahren (aber ich weiß nicht, was für ein Anblick dich erwartet - vielleicht sieht deine Oma aus "wie immer", nur schlafend...). Eine gute Reise kannst du deiner Oma ja auch so wünschen - ohne dass du vor ihrem leblosen Körper stehst. Das ist nur noch ihre Hülle; ihrer Seele kannst du überall nahe sein, auch zuhause oder vielleicht an einem Ort, der dich an sie erinnert.

27.05.2014 12:39 • #8


MrsAngst
Danke! Mit deinen Worten hast du auf jeden Fall recht! Ich bin froh das sie von dem irdischen leid frei ist aber jetzt tut es weh Abschied zu nehmen.

Das ist schön das du deine Großeltern um dich herum hattest und das sie für dich da waren.
Scheinbar ist sie einfach an Altersschwäche gestorben einfach eingeschlafen.

Mir ist etwas gruseliges aufgefallen, zu dem Zeitpunkt an dem sie schlafen ging bin ich aufgewacht mit einer Panikattacke und extrem unruhig. Vielleicht ging sie in dem Moment? Vielleicht ist das ein urinstinkt? Tiere spüren das ja auch.

27.05.2014 13:22 • #9


Dini58091
Hallo meine Liebe

Das tut mir sooo leid für dich! Sowas ist furchtbar
Wo meine Oma gestorben ist (zu Hause), und ich nach Hause kam, lag
sie unter einer Decke! Ich wurde gefragt, ob ich sie nochmal sehen
möchte. Und NEIN, ich wollte es nicht! Ich habe nur ihre Hand unter der Decke
gehalten und ihr tausend mal gesagt, wie sehr ich sie liebe und dass ich mich
jetzt schon drauf freue, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden,
und sie mir furchtbar fehlen wird. Es tat schon gut, sich irgendwie
zu verabschieden, aber 1. hab ich sie ja nicht gesehen und 2. ist es echt nicht
für jedermann was. Vllt bereut man es hinterher. Wo meinem Vater die Hauptschlagader
geplatzt ist und er im Koma lag (Schafft er es oder nicht?), war ich natürlich
auch bei ihm. Er sah so furchtbar aus, und ich bin froh, dass er es geschafft hat
und dies nicht mein letztes Bild von ihm war. Das fände ich auch ganz furchtbar,
denn diesen Anblick werde ich so schon nicht vergessen!
Aber es ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich! Meine Schwägerin zb
fühlte sich soooo viel besser, dass sie ihre Oma nochmal sehen konnte, um
sich zu verabschieden! Das musst du wissen, ob du dir das "Zutraust".
Wie schon gesagt wurde, ist dies auch nur der leblose Körper!
Die Seele ist bei dir! Gerade, wenn ihr so ein gutes Verhältniss hattet,
wird deine Oma dir durch diese schwere Zeit helfen! Ein guter Glaube hilft natürlich auch
noch ein einiges Stück! Ich gehe zb nicht in die Kirche, aber ich bete fast jeden Abend und
bin der festen Überzeugung, dass es was nach dem Tot gibt, dass wir uns alle
wiedersehen und irgendwie weiterhin zusammen leben werden! Ob dies tatsächlich stimmt,
weiss ich nicht. Aber ich glaube dran, hoffe es sehr und es hat mir in vielen Situationen schon
gut geholfen, einige Phasen zu überstehen!
Lass deine Trauer auf jeden Fall raus... weine, sei wütend ... oder wie sonst du das auch
am besten verarbeiten kannst! Ich wünsche dir alles alles Liebe und ganz viel Kraft
für die nächste schwierige Zeit

27.05.2014 13:33 • x 1 #10


MrsAngst
Vielen Dank dini für deine Geschichte. Es bedeutet mir viel das ihr so persönlich zu mir seit!

Ich bin ins Krankenhaus gefahren um sie nochmal zu sehen.
Sie wil anonym beerdigt werden das war meine einzige Chance mich zu verabschieden.
Sie lag so ruhig da! Hatte ein paar wild Blumen in ihren gefaltenen Händen.
Sie sah nicht schlafend aus, sondern im Tode ruhend. Als wäre die zeit um sie herum stehen geblieben.
Ihre Zeit ist stehen geblieben. Und der Raum roch nach ihr, nach diesem Omi Duft
Sie war ihr Leben lang Zeugin jehovas, ich nicht, aber ich hab am Bahnhof eine Frau gesehen die den Wachturm verschenkt hat. hab einen mitgenommen und ein Buch und zu ihr gelegt das wird zusammen mit ihr verbrannt. So habe ich ihr was für sie wichtiges mit gegeben auf ihre Reise.

27.05.2014 19:53 • x 1 #11


Alice im Wunderland
Liebe MrsAngst, ich möchte dir auch noch einmal hier mein Beileid aussprechen.
Als ich 20 Jahre alt war, also vor 3 Jahren, ist meine Mama verstorben.
Wir hatten kein gutes Verhältnis zuletzt, was vor allem daran lag, dass meine Mutter stark Alk. war.
Als sie im Krankenhaus war, dem Tag bevor sie starb, war ich mit meinem Papa dort (meine Eltern waren etwa ein Jahr getrennt damals) und mein Papa hat seine eigene Frau nicht erkannt, weil sie so abgemagert war und an den ganzen Schläuchen hing.
Ich hätte sie lieber so in Erinnerung behalten, wie sie war als wir uns noch einigermaßen verstanden haben.

Gönne dir die Zeit und Ruhe um alles zu verarbeiten.
Ich wünsche dir alles Gute und Glück der Welt für die Zukunft

28.05.2014 07:52 • #12


MrsAngst
Meine Mutter ist auch schwer Alk. krank. Ich habe gar keinem Kontakt zu ihr. Es ist hart zu sehen wie sich jemand selber so zerstört!
Das war sicher schwer für dich!
Ich glaube dir das dieses Bild sehr hart war, aber die Erinnerungen die du hast als es ihr besser ging kann dir keiner nehmen auch nicht das letzte Bild von ihr!
Vielen Dank! Ich wünschte jemand könnte diesen Schmerz lindern, obwohl es ein "guter" schmerz ist, ich spüre WIE sehr ich meine Oma geliebt hab.

28.05.2014 13:05 • x 1 #13



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