Zitat von Inkompatibel:Da es sich hierbei weder um konstruktive Kritik noch um einen guten Ratschlag handelte sondern lediglich darum das ich dir klar und deutlich sagen wollte, was ich von deiner negativen Grundhaltung halte, solltest du spätestens jetzt den Unterschied kennen.
Nunja, das ist dann eben das, was ich unter Meinungen verstehe. Jeder hat das Recht, seine freie Meinung zu äußern, solange diese nicht aktiv und gezielt die Persönlichkeit des Gegenüber angreift bzw. verletzt. Meinungen können sachlich und neutral vorgetragen werden. Meinungen können aber ebenso die eigene emotionale Lage/Stimmung, die eigene Haltung und/oder Ansicht vermitteln. Meinungen können auch fies bzw. sehr ungenehm sein. Doch solange man niemanden gezielt angreift, ist jede Meinung in Ordnung. Ich setze mich sogar dafür ein, dass Meinungen gesagt werden dürfen, die ich überhaupt nicht vertrete, weil es ein wichtiges Gut ist, dass das jeder darf - ausnahmslos jeder! Jeder muss seine freie Meinung äußern können dürfen!
Zitat von Abendschein:Dreimal habe ich Dir gesagt, Du möchtest nicht in meinem Thread schreiben, ......!
Wer mit den Meinungen anderer nicht zurecht kommt, sollte meiner Ansicht nach die Ignorierfunktion benutzen oder jenem anderen schlichtweg aus dem Weg gehen. Wie sagt man so schön - man kann es niemanden Recht macht. Jeder ist eigen und hat so seine Macken und Charakterzüge. Aber niemand zwingt einen dazu, sich mit jemanden unterhalten zu müssen, dessen Art und Weise zu sein man nicht abkann oder dessen Meinungen und Ansichten man nicht ausstehen kann. Ich persönlich finde es unfair, nur weil man ein allgemeines Thema eröffnet hat, darüber Besitzansprüche zu erheben. Sicher, wenn es um sehr persönliche Dinge geht, wie Tagebücher oder ähnliches, ist es okay, zu sagen, dass man jemanden dort nicht erwünscht. Dieser Thread hier stellt aber ein sehr allgemeines Thema, welches in jeder Hinsicht nicht privat ist, sondern ein öffentliches Gut für alle Nutzer des Forums - solange sie sich an die Forenregeln halten!
Das, was ich jetzt schrieb, ist ein gutes Beispiel für eine sachliche Kritik, in welcher ich die Sache bewerte und meine Bewertung kundtue, möglichst ohne dabei emotional zu sein. Dennoch ist mir bewusst, dass es immer welche geben wird, die meine Kritik von gerade eben als persönlichen Angriff wahrnehmen. Damit wären wir beim Thema, wie man lernt, mit Kritik umzugehen, insbesondere mit Kritik, welche nicht die Absicht hat, helfend zu sein, sondern nur das, was Kritik ist - sie soll nur die Sache bewerten. Neutral, nüchtern und sachlich. Wie andere damit umgehen, ob sie es als nützlich oder als Angriff werten, liegt nicht in meiner Macht. Das entscheidet der Empfänger, nicht der Sender.
Natürlich könnte ich den einen oder anderen Satz noch extra schön reden und auf super-duper-heile Welt machen und alles mit Samthandschuhen anfassen, doch dabei geht zwar nicht unbedingt was vom Inhalt verloren, jedoch sehr wohl was von der Ausdruckskraft. Allein dass ich die Phrase "nicht abkann" und "nicht ausstehen" benutzte hat eine ganz andere Wirkung, als hätte ich die
schönere Phrase "nicht gut finden" genommen. Das ist letztendlich das, was unter Rhetorik fällt. Worte erzeugen Bilder. Daher müssen Worte bewusst und gezielt gewählt werden, um die richtigen Bilder zu erzeugen. Ebenso erzeugen Worte Emotionen, da alles immer mit Emotionen assoziiert ist. Auch daher müssen Wort bewusst gewählt werden. Doch alles hat zwei Seiten. Zuviel ist ebenso ungünstig wie zu wenig. Die Dosis ist entscheidend.
Sobald man sich aber zu sehr auf eine Seite verkrampft, fällt man schnell in eine Ideologie. Der Mensch ist nun mal so. Das kann jedem von uns passieren. Das ist nicht weiter schlimm, solange man in der Lage ist, dies zu erkennen und dann gegenzusteuern.