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Ich krieg das grad mit der Zitier-Funktion nicht hin, also Zitate „zu Fuß“:
Capri hat geschrieben:
Die Anlage zu, bzw. die Ursache für Ängste kann m.E. auf jeder Ebene (auf geistiger, seelischer oder instinktiver) zu finden sein. Das ist individuell unterschiedlich und zeigt sich nicht zwangläufig im gleichen klinischen Bild (Symptomatik).
Nyan hat geschrieben:
Die Begriffe sind zu unklar. …
Capri antwortet:
Ich finde nicht, dass die Begriffe unklar sind. Man muss sich nur klar darüber werden wollen und dazu auch in anderen Disziplinen nachforschen.
Capri hat geschrieben:
Mag sein, dass bis zu 10 Gedanken/sek. durch den Kopf schießen. Nur sagt das 1. noch nichts über die Qualtiät der Gedanken aus …
Nyan hat geschrieben:
Es ist von mir nicht beabsichtigt gewesen etwas zusätzliches auszusagen. Die Zahl steht, oder wird vermutet, das ist alles.
Capri antwortet:
Die physikalische Messung von Gedanken spielt für mich keine primäre Rolle. Du hast sie benannt und ich bin nur drauf eingegangen.
Capri hat geschrieben:
Wobei die Gedanken m.E. wesentlich langsamer sind, als die Erfahrungsimpulse/-eindrücke auf Ebene von Gefühl und Instinkt.
Gehst du da nach einem konkreten Modell vor, oder ist das nur deine Annahme? Ich habe neulich gelesen, dass uns etwa 1 bis 10 Gedanken pro Sekunde durch den Kopf schließen, die nicht alle bewusst wahrgenommen werden.
Nyan hat geschrieben:
Ich hätte gerne gewusst, auf welche Daten du dich bei dem Vergleich beziehst. Wenn das nur deine Vermutung ist, schreib es doch bitte dazu.
Capri antwortet:
Ich habe geschrieben (s.o.) „m.E.“ – was meint: „meines Erachtens“. Keine Daten also, auf die ich mich dabei berufe, aber mehr als eine Vermutung.
Capri hat geschrieben:
… und 2. wie schnell meinst du sind die Impulse unseres Instinkts bzw. unserer seelischen Empfindungen? ... z.B. Schock- oder Panik-impulse liegen evtl. sogar im Nanosekundenbereich
Nyan hat geschrieben:
Weiß ich nicht, wo kann man das nachlesen? Manche Gedanken schneller als andere, oder meinst du reine Übertragung von Impulsen oder Vergleich der Beiden? Geht die Übertragung nicht (mit individuellen Kleinstunterschieden) immer gleich? Und was sind Panik-Impulse? Etwas anderes als Gedanken?
Capri antwortet:
Weiß ich nicht, wo du das nachlesen kannst. Brauchst du immer irgendeine etablierte Autorität, um etwas zu erkennen?
Mir ging’s um „innere Bilder“, um Lebenssituationen, die sich quasi im (bewussten oder unterbewussten) „Gedächtnis“ einbrennen – hier eben bezogen auf Schock- oder Panik-Situationen. Wenn du noch nie in einer solchen Situation warst, wirst du evtl. nicht nachvollziehen können, was ich meine.
Ja, ich bin der Meinung, dass Gedanken etwas anderes sind, als z.B. Schock- oder Panik-Impulse.
Capri hat geschrieben:
Allerdings gehe ich primär von den "gesunden" Grund- bzw. Kernanlagen eines Individuums aus.
Die klassische Psychologie rollt quasi das "Feld" von der Seite der Erkrankungen (wie auch immer die definiert werden) auf, und ich von der Seite der oft total "gesunden" Anlagen eines Individuums, die in der jeweils aktuellen Mehrheitsmeinung leider oft pathologisiert werden.
Nyan hat geschrieben:
Nein, keinesfalls. Ich-Psychologie, quasi der Grundstein der Psychoanalyse, ist ein allgemeines Modell..
Innerer Kritiker, Inneres Kind, das ist nichts pathologisches.
Capri antwortet:
Richtig. Das habe ich falsch formuliert. Ich korrigiere mich: „Die klassische PsychoTHERAPIE rollt quasi das Feld von der Seite der Erkrankungen auf …“
Capri hat geschrieben:
…Beispiel: Ein sensibler Mensch, der unter div. menschenverachtenden Missständen dieser Gesellschaft, in der auch er leben muss, leidet und div. psychische Symptome zeigen kann, ist nicht krank, sondern eher die Mehrheit seiner Zeitgenossen.
Aber aktuell wird ER ! pathologisiert, medikamentiert, therapiert usw. ... IHM ! wird permanent vermittelt, dass mit IHM ! etwas nicht in Ordnung ist und verzweifelt nicht selten an diesem Prozess bis hin zum Suizid.
Nyan hat geschrieben:
Das Leiden wird immer subjektiv empfunden, und eine Störung bedeutet von der Norm abweichendes Erleben oder Verhalten, die das Denken, Fühlen und Handeln so weit beeinträchtigen, dass ein Leidensdruck entsteht. Das ist erstmal der Sachverhalt, die Ursachenforschung kann, muss man aber nicht mit einbeziehen. Immerhin leidet man an eigenen Gedanken, alles andere sind Umstände, mit denen man normativ klar kommen kann. Es geht also nicht um Sensibel, sondern um eine Störung, wenn der Leidensdruck zu groß wird.
Man kann Sensibilität, die Prolbeme verursacht, i. d. R. als eine Art Ego-Empfindlichkeit sehen. Zu viele Antennen ausgestreckt zum Zweck des Selbstschutzes.
Capri antwortet:
Der Begriff „Norm“ existiert für mich im Zusammenhang mit dem menschlichen Wesen nicht (wie auch nicht für alles was lebt). Ge“NORM“t sind Schrauben, Dübel, Nägel, Briefpapier oder Küchenschränke usw.
M.E. beginnt GENAU HIER, bei dem Begriff der „Norm“, die fatale und ungerechtfertigte Pathologisierung: Sensibiliät (über der „Norm“ – welcher Norm denn?!?) ist für dich eine Störung?!? – damit kann ich mich nicht einverstanden erklären.
„Zu viele Antennen ausgestreckt zum Zweck des Selbstschutzes“ ?!?!? das ist mir viel zu pauschal. Gibt’s da nicht auch noch ANDERE – durchaus sehr gesunde – Gründe?!? – ich meine: absolut ja!
Capri hat geschrieben:
Wie gesagt: Alles steht und fällt mit der exakten, INDIVIDUELLEN Diagnostik.
Und dabei helfen die "Schubladen" der Psychopathologie nur sehr bedingt.
Nyan hat geschrieben:
Es sollte erstmal klar gestellt werden, um was es geht. …
Capri antwortet:
Richtig! Und ich sage: Es geht um das, was wir „MENSCH“ nennen.
Solange man sich darüber nicht im Klaren, bzw. einig ist, macht es keinen Sinn in tiefere Diskussionen bezügl. menschlicher (Psycho-)Pathologie einzusteigen.
Deshalb möchte ich, besonders hier, in diesem Thread darüber nicht weiterdiskutieren. Wir können gerne das gerne per PN weiterführen. Hier ist es eh ein Off-Thema.
22.09.2012 16:23 •
#205
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