Zitat von Beobachter:Hallo
Ich bin ja Abends nicht mehr hier, weil ich im Bett liege, und mir meistens
bis lange nach Mitternacht Phoenix "antue".
Mir ist auch nicht ganz klar, ob es an meiner subjektiven Wahrnehmung
liegt (mein Kopf hat ja keine anderen Aufgaben mehr), oder ob es der Re-
alität entspricht, aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass sich weltweit
unterschiedlichste Problemlagen und Konflikte zuspitzen.
Krisen, Konflikte und andere Probleme gab es natürlich schon immer und
zu allen Zeiten der Menschheit, aber derzeit ist es irgendwie ein kaum noch
in der Gesamtheit fassbares globales Mengegelage, was sich zunehmend
hochschraubt.
Umwelt und Resurcen kommen an ihre natürlichen Grenzen, Wirtschafts- und
Finanzmärkte laufen global ins Absurde. Ethnische und religiöse Spannungen,
die eigentlich vorüber sein sollten, leben neu auf ...
Im NahenOsten droht man sich mit nuklearen "Erstschlägen", China und Japan
machen "Globalisierung" mit ihren Flugzeugträgern, und in mindestens drei eu-
ropäischen Staaten stehen Aufruhr und Bürgerkriege vor der Tür ...
Kann es sein, dass die Menschheit im 21 Jahrhundert den Überblick verloren
hat, oder liegt diese Wahrnehmung nur in meiner eigenen Psyche ?
Ganz liebe Grüsse, Der Beobachter
Ich finde es auch sehr schwer das zu beurteilen. Durch mein noch junges Alter fehlt mir auch der Überblick und der Vergleich zu frühr. Ich kann nur in die Geschichte schauen und es mit meinem aktuellen Blickwinkel vergleichen. Aber auch hier fällt es mir schwer die Lage nüchtern zu beurteilen. Wenn ich komplett ratlos bin höre ich auf meinen Bauch und der hat ein ungutes Gefühl. Ich finde div. Konflikte und Krisen kommt vieleicht nicht öfters vor aber dafür treten sie stärker im Zusammenhang auf. Sehr vieles lässt sich auf die politische und ökonomische Lage der westlichen Welt zurückführen. Derzeit stirbt das Finanz & Wirtschaftsystem der gesamten westlichen Welt. USA, Europa, China, Japan ... jedes dieser Länder hat riesige Probleme mit ihrem Finanzsystem. Die Länder ersticken in Schulden und gleichzeitig explodieren bei einigen die Zahlen auf den Konten. Wer wirklich glaubt, dass wir jemals unsere Schulden auf normalen Wege zurrückzahlen können hat das System nicht verstanden.
Die Konflikte im Osten, Afghanistan, Irak, Iran. Das sind doch keine Konflikte aus Menschenliebe oder weil wir Demokratie verbreiten wollen. Kriege werden seit tausende von Jahren nur aus ökonomischen Gründen geführt um die Macht auszubauen. Schulen aufbauen, Brunnen bohren ... der Running Gag seit 2000 Jahren. Und was die letzten Jahre ablief hat ein Muster.
2001 Ein Angriffskrieg in Afghanistan. Der Grund ... 11 September. Wie wir heute wissen dies war ein Vorwand.
2003 Ein Angriffskrieg auf den Irak. Der Grund ... Massenvernichtungswaffen. Wir wissen heute, die hat es nie gegeben.
Was scheint momentan in Planung zu sein? Ein Angriffskrieg 2012 oder 2013 gegen den Iran. Der Grund? Atombomben.
Zwei Kriege auf Lügen aufgebaut, hunderttausende Tote und die Gründe für die Kriege sind wie ein Kartenhaus zusammengefallen. Wie wird denn der nächste Krieg dann aussehen? Das selbe Muster? Und bei dem was wir angerichtet haben müssen wir uns nicht wundern, wenn mal ne Bombe hochgeht und 100 Menschen als Ausgleich für hunderttausende draufgehen. Wir sollten uns lieber wundern warum das nicht jeden Monat passiert.
Wenn ich für die politische und ökonomische Entwicklung einen Vergleich suche, so komme ich nicht um die Zeit vor dem 2. WK vorbei. Auch damals sind etliche System aus finanziellen und wirtschaftlichen Grunden zusammengebrochen. Wenn man sich die Verfallszeit unseres Finanzsystems anschaut kann man zu der Feststellung kommen, dass wir uns wenige Jahre vor 1933 befinden und wir weltweit erneut darauf zusteuern. Das klingt ein wenig nach Untergangsprophezeiung aber ich sehe diese Entwicklung als reele Bedrohnung an.