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Liebe Mia,
weißt Du, wenn ich bei Dir in der Nähe wohnen würde, würde ich echt darüber nachdenken mich mal mit Dir zusammenzusetzen, zumal ich genug eigenen Kram zu machen habe, den ich mir mitbringen könnte. Und ich kenne es auch manchmal echt Angst zu haben, die Dinge „einfach“ mal anzugehen und in die Hand zu nehmen. Ich stimme auch grundsätzlich Deiner Einstellung zu, dass die Menschen einfach mal mehr zusammenhalten sollten, dann würde vieles schon besser klappen. Aber ich wohne nicht in Deiner Gegend und ich kann mich auch nur den Bedenken einiger Vorschreiber anschließen, ich würde auch nie sofort zu Dir nach Hause kommen. Ich weiß ja schließlich auch nicht, wer und was mich da erwartet. Ich würde erst mal ein Treffen im Cafe, der Bücherei etc vorschlagen. Und wie Du ja inzwischen schon selbst geschrieben hast, wenn sich jemand melden, solltest Du das auch auf jeden Fall erst mal, bevor Du –wenn überhaupt- die Person in Deine Wohnung lässt.
Apropos Bücherei, gibt es bei Euch keine (Stadt-) Bücherei mit einer Sitzecke? Dort sitzt man zwar meistens auch alleine an einem Tisch, aber es sind schon mal einige Menschen um einen herum. Ich kenne das so, dass dort immer viele Menschen sind, die einen lesen Zeitung, jemand anderes ein Buch, es sitzen welche zusammen, die mit Nachhilfe beschäftigt sind und auch welche alleine, die sich was zum arbeiten mitgebracht haben, einfach weil sie das auch nicht alleine zu Hause machen wollen. Man könnte natürlich auch sogar jemanden ansprechen, ob man sich an den Tisch dazusetzten darf. Du schreibst, Du bekommst die Kisten an Papier nicht alleine irgendwo hingeschleppt, aber die Kisten kannst Du eh nicht an einem Tag bearbeiten. Du kannst Dir ja erst mal einen Stapel schnappen und damit losgehen.
Das mit der Betreuung (dass regelmäßig jemand vorbei kommt und schaut was ansteht) halte ich auch für eine gute Idee. Ich kenne einige Menschen, die das in Anspruch nehmen. Das sind durchaus sehr selbstständige Menschen, sie können halt bloß nicht auf Familienmitglieder oder ähnliches zurückgreifen, wenn sie mal irgendwie Hilfe oder Unterstützung brauchen. Man kann nicht alles im Leben alleine schaffen, die meisten Menschen haben halt bloß Familie, die mal einspringen kann. Mir hat das keine Ruhe gelassen, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass es das in Wuppertal nicht gibt. Daher habe ich mal selbst kurz im Netz nachgeschaut. Ich glaube man muss „betreutes wohnen“ oder „ambulantes betreutes wohnen“ eingeben, eventuell noch „psychisch Kranker“. Ich habe was von den Johannitern und Elisabeth Heimstatt gefunden. Schau Dir das doch mal an bzw. frag da mal nach.
Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute!
newday
25.01.2013 19:49 •
#26
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