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M

mattes75
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Sammelthema
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum Venlafaxin. Ich (m, 40) habe schon seit über 10 Jahren mit einer Angststörung/Panikstörung zu tun. Über 4 Jahre habe ich Trevilor bzw. Venlafaxin genommen in der Dosis von 1*75 mg. war damit zu 99% symptomfrei, alles gut. Innerhalb des letzten Jahres habe ich in Rücksprache mit dem Neurologen nach und nach die Dosis reduziert. Auch hier grundsätzlich gutes Befinden.
Nun gab es eine stressiges Zeit/stressiges Ereignis und von "jetzt auf gleich" kam die Angst wieder. Ich denke, dass die Symptome hier allen bekannt sind :-/ (unruhe, appetitlosigkeit, angstgefühl, kofpdruck, gedankenkreisen usw...). Nun habe ich ich nach Rücksprache mit dem Arzt wieder angefangen das Medikament täglich zu nehmen. Seit 8 Tagen nehme ich nun morgens wieder 37,5 mg.
Die ersten 2-3 Tagen haben sich die Symptome subjektiv etwas verstärkt. Inzwischen ist die Angstsymptomatik ganz gut zurück gegangen.
Meine Frage bzgl. des Medikaments -weil ich mich nicht an die erste Einnahmezeit vor 5-6 Jahren erinnere-: Ist das normal, dass man zum einen nach der Einnahme ein paar Stunden eine Übelkeit/Appetitlosigkeit hat und was mich gerade besonders stört (und natürlich beängstigt....) ich wache nachts 1-2 mal auf und schwitze stark an Brust/Nacken/Kopf.
Kennt das jemand? Würde mich über Eure Erfahrungen freuen.

Danke, Mattes!

10.11.2023 x 1 #1


185 Antworten ↓
M

mattes75
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Hallo. Leider kam nie eine Mailbenachrichtigung, ich dachte hier wär nix los, Fehleinschätzung Smile
Das klingt ja durchwachsen mit der Aufdosierung. Aber das hatte ich auch. Nach der Steigerung war es ein paar Tage wieder schlimmer. Allerdings ist das natürlich auch sehr subjektiv und von Dritten denke ich eh schwer zu beurteilen. Ich kann nur aus insgesamt (mit Unterbrechungen) über 10 Jahren Venlafaxin/Trevilor nur sagen, dass die Tage die man mit vermeintlichen Nebenwirkungen bzw. Verstärkungen der Symptome hinnehmbar sind, wenn man im Anschluss wieder ein normales Leben führen kann. Ich habe mich auch zu meinen Problemen und dem Medikament regelmäßig im Netz informiert und sehe das inzwischen auch zwiespältig. Das Problem ist, dass im Netz zu 95% Menschen posten, die mit dem Medikament Probleme haben. Die, die rasch eine Besserung erfahren posten natürlich nichts...Deswegen hab ich mir auch vorgenommen hier regelmäßig mal meinen Verlauf "durchzufunken". Und ich muss sagen, dass es jetzt inzwischen das 3. Mal ist, dass Venlafaxin "zurück" gebracht hat. Nicht falsch verstehen, ich kenne die Probleme und Ängste selbst monate- bis jahrelang. Aber das, was das Internet abbildet ist nicht repräsentativ. 2 enge Freunde nehmen auch Venla ( 150 bzw. 225 mg am Tag) und von denen habe ich bisher nichts negatives gehört. Für die gelte ich schon fast als kritisch Smile aber die sind vom Typ her auch anders. Die haben angefangen es zu nehmen, nebenwirkungen ignoriert bzw. nicht gehabt, dann gings ihnen wieder gut fertig....Wenn ich das mal so einfach hätte machen können. Seis drum....Ich wünsche euch jedenfalls eine stetige Besserung.

Zum Schluss meine wasserstandsmeldung: war zur regelmäßigen Kontrolle beim Hausarzt. Blut (insbesondere Leber, Niere.Cholesterin.zucker) in Ordnung. EKG in Ordnung, Urin in Ordnung. und mir geht es objektiv auch weiterhin gut (=normal). Habe inzwischen auch von 75 auf 62.5 mg reduziert.
bis bald, mattes.

08.06.2016 17:32 • x 2 #79


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Venlafaxin ret Aufdosieren bzw wieder einschleichen

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F

Footjoy
Gast

Hallo ihr Lieben!
Ich bin wieder im Forum vorher "Anajak"
Ich brauchte irgendwie eine Pause.

Der letzte Post war ja das ich Venflaxin wegen der Qtc Zeit absetzen musste. Dies ist nun fast vier Wochen her. Zwischenzeitlich war ich beim Kardiologen um das mit der Qtc Zeit zu klären. Mein Herz ist vollkommen ok. Die Qtc Zeit ist bei mir durch die hohe Herzfrequenz gestiegen. Aber nichts organisches, sondern die Berechnung des Gerätes wo ab einem 80 Puls eine andere Formel angewendet werden muss.

Da ich durch Aufregung immer einen Puls von über hundert hatte kamen solche Qtc Zeiten zustande.
Nach Anraten meines Arztes erstmal weg von AD da ich mich so auf die Nebenwirkungen eingeschossen habe. Habe mir dann einfach gesagt, so nun mach auch mit deiner Angst und Depersonalisation alles was du vorher auch gemacht hast. Ging eine Woche bin sogar Auto gefahren. Immer wieder Gedanken, du machst es aber komisch wie ein Roboter der trotzdem nichts empfindet außer stetige Angst .Plötzlich am WE setzte dieses leere Gefühl in der Stirn ein Mißempfindungen im Gesicht etc. bis ich wieder in der Schleife war oder jetzt bin es ist was neurologisches. Den ganzen Tag immer dieses nicht richtig hier,Gedanken und Angstschübe im Bauch.

Heute hat sich es alles wieder so gesteigert, dass ich durch diese Taubheit in die Psychatrie wollte und mich nicht verstanden Gefühlt habe. Habe dann doch erstmal mein Arzt gewählt, der zu mir sagte, es ist doch besser das wir wieder mit dem Venflaxin anfangen da ich mich soooooo sehr quäle. Es ist so zum verzweifeln. Ganz ohne Gefühl und wirklicher Taubheit fange ich heute mit 37,5 mg wieder an. Dachte man schafft es so, aber meine starken negativen Gedanken und Angst sind so mächtig.
Habe so Angst wo der Weg hingeht. War ja eigentlich schon bei 75 mg 10 Tage es ist so gemein. Jetzt nochmal von vorne. Hoffentlich quälen die Nebenwirkungen mich nicht so sehr.

Sollte die erste heute Abend schon nehmen, normal aber morgens. Morgen Mittag die nächste, dann immer morgens. Ich habe so Angst, aber versuche es jetzt einfach hin zunehmen. Wann darf es mir bloß wieder gut gehen. Man leidet so. Schlimm ist die DP das die mir ja so zu schaffen macht. Dieses unwirkliche. Das letzte halbe Jahr war so holprig ohne halt. Jetzt bleibt die Tablette! 15 Jahre habe ich Citalopram genommen dann werde ich ja wohl das jetzt auch schaffen.
Crying or Very sad
Lg

04.03.2021 22:11 • #124


Zum Beitrag im Thema ↓


rainbow2
Ich nehme ein anderes AD, aber sie symtome sind die gleichen mattes, wird wohl normal so sein. LG

x 1 #2


M
danke für deine antwort. ich habe -extra!- den beipackzettel weggeworfen und will mich auch nicht mit wahllosem googlen irre machen.
aber da man die hände ja eh nicht vom internet weg bekommt, dachte ich ich nutze mal so ein forum mit ebenfalls betroffenen, um erfahrungen mit dem medikament zu hören.
bin ja eigentlich froh, dass ich mich nicht an die zeit damals erinner.... Smile aber natürlich macht man sich als angsthase bei den verschiedensten symptomen sorgen.

#3


Kerny
Hallo Mattes
Deine "symptomen" sind zweispaltig. Venlafaxin habe ich über 5 jahre lang genommen (150mg) und hatte etliche Nebenwirkungen zu bekämpfen und beklagen. Mit Zweispaltig meine ich das einige nebenwirkungen "Könnten!" für anbahnenden Panikattacken gehalten werden. Die Zusammensetzung ist für Depression und Panikstörung gedacht, wobei es gibt zwei sorten von Tablette in Kapselform.
Es gibt eine mit mini "retard" Globulen die über 24 std ihre Inhalt kontrolliert ausschuttern und eins mit 3-4 minitabletten drin die ihre Wirkung mehr oder weniger sofort nach dem Schlucken freisetzen. Die Zweite davon wurde mir fehlerhaft verabreicht und ich hatte zu leiden während mein Spiegeldosis senkte und hebte wie ein Schiff zur See bis ich die Retard Kapseln wieder bekam.

Als erste den starken Schwitzen im Schulter und Nackenbereich ist vollig normal, kommt in vielen Psysomatik Medikamente vor als Nebenwirkung. Für mich meistens während ich schlief. Morgens klebte die Bettdecke formlich an meine Haut. Die Bettlake durchgeschwitzt. Irgendwann ekelte ich mich so sehr davon.

Während ich Venlafaxin Retard nahm gabs Tage wo ich meine Tabletten vergessen habe. Da Venlafaxin ein Spiegelmedikament ist braucht man seine 14-21 Tage um sich daran zu gewohnen. Senkte der Spiegel gabs Zitteranfälle, plötzlichem Druckwahrnehmungen in den Füßen und Händen. Schwindelanfälle, plötzlichen Druckgefühl im Kopf auch. Übelkeit hatte ich schon aber nicht übermäßig stark. Trockenen Mund hatte ich aber schon, und zwar so stark das ich taglich mehrere Gläser Wasser zu mir nehmen wollte.
Den Beipackzettel zu lesen führt nur mehr mögliche Sorgen ins Hirn (so war es in meinem Fall) Suggestive Psychosomatik durch zuviel Infos halt. Als T Blocker ist die Tablette an sich ok, funktioniert aber nicht bei jeder Panikstörung. Bei mir war es so das ich mich im Griff halten könnte aber die Panikattacken hörten nicht komplett auf.

Wenn die Nebenwirkungen sich nicht nach etwa 20 Tagen etwas berühigt haben sorge dafür das du schnell zum Doc gehst. Es bringt nichts etwas zu nehmen der nur Teilweise etwas Linderung bringt. Wir als Psychosomatiker beachten jeden Körperliche Anzeichen als Gefahr und du willst dich damit nicht fertig machen.

#4


M
Bei mir sind das die retard-kapseln. Heute die 8. genommen. denke es wird noch ein paar tage dauern bis der wirkspiegel stabil ist. Vielleicht muss ich dann auch noch erhöhen.

#5


S
Schwitzen , unruhe , Schlafstörungen und extreme Symptome wenn man die Tablette zu spät nimmt sind typisch für venlafaxin. Daher ist es auch eher 2. Wahl

#6


M
nehme sie immer zu gleichen zeit.
ist es normal, dass man sich nicht gleichmäßig besser/verändert fühlt?
also schwankungen von tag zu tag oder im tagesverlauf sind normal?

#7


M
Zitat von mattes75:
nehme sie immer zu gleichen zeit.
ist es normal, dass man sich nicht gleichmäßig besser/verändert fühlt?
also schwankungen von tag zu tag oder im tagesverlauf sind normal?


jetzt geht's mir wieder ganz ok. War wie so eine "angstwelle" die ein paar Stunden anhielt und dann wieder abflaute. nicht so schlimm wie vor 2 Wochen bevor ich das Medikament hatte, aber beunruhigt mich dann halt?! Sad

#8


Kerny
Moin Mattes,

Ich hatte Schwankungen ab und zu während die ganzen 5 Jahren den ich Venlafaxin einnahm und joah hab ich auch erfahen während die Angewohnungsphase.
Da die T Aufnehmer durch das Mediakment blockiert wurden dauerts etwas bis eine vollständige Wirkung stattfindet. Du muss es dir vorstellen das die Rezeptoren sehen aus wie einem Golfball und das Medikament versucht alle die kleinen Dellen (T Aufnehmer) zu blockieren. Das ist dieser Spiegelwirkung wovon ich gesprochen habe.

Unruhige Phasen sind teil jeder Panikstörung wobei den Körper nur 20 minuten lang Adrenalin ausschuttern kann, danach ist der Körper nur erschöpft und du fuhlst dich trotzden weiter hin ängstlich und durcheinander mit rasenden Gedanken. Durch das "erschrecken" (adrenalinstoß wahrnehmen) fällt dein Körper in eine Art uberlebensmodus. Es prägt sich in dein Unterbewusstsein fürs nächstemal.
Sprich.. geht es nochmal los und du dich darauf einlässt befindest du dich in der unendlichen Kreis der geprägtem Panikattacke.

Das muss du irgendwie unterbrechen, für jeder betroffene geht es anders, entweder mit Sport, Spatzieren, Meditation, wieauch immer. Ich bin kein Maler aber irgendwann hab ich damit angefangen, ein überbleibsel meine Klinikaufenthalt. ich mahlte meine Gedanken wenn es mir nicht gut ging. Erstaunlich was dabei raus kam. Aber es half mir diese andauernden Angst und Panikphasen zu überwinden.

#9


S
Venlafaxin verstärkt das Noradrenalin aber. Ist ja ein sNri

#10


M
jetzt hatte ich 9 tage 37,5 mg, vor 2 1/2 stunden habe ich die erste 75 mg kapsel genommen. mal schauen was das gibt.

#11


M
merkt beim beim höherdosieren zwangsläufig immer nebenwirkungen? und wenn ja, wie lange nach der einnahme kann man damit rechnen?

#12


S
Das ist natürlich individuell

#13


M
was mich so beunruhigt sind so schwankungen im tagesverlauf Sad mal besser, mal schlechter....

#14


S
Keine Ahnung. Wie gesagt , venlafaxin ist nicht gerade unproblematisch

#15


M
meinte das gar nicht mal auf das medikament bezogen sondern eher auf angststörung/depression allgemein.

#16


S
Ja. Natürlich ist man nicht immer gleich gut drauf. Aber sobald man ein Medi nimmt kann man nicht mehr klar zwischen Krankheit und nebenwirkung trennen

#17

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Kerny
Hi Mattes,
Die Schwankungen sind normal in so fern mann es normal nennen kann. Du gewohnst dich gerade an einem Spiegel Medikament, wie hoch der Spiegel sein muss wird zwischen deine Diagnose beim Artz/Therapeut und wie klar du kommst mit dem Nebenwirkungen.

Du befindest dich gerade in ein sehr "hilflosen" Situation weil du dich erstmal die 20+ Tagen mit ein neuen Medikament im Körper zurecht finden muss. Nebenbei laufen die Symptomatik die ähnliche Symptomen vorweisen können. Du fragst dich bestimmt bei jeden körperlichen Anzeichen ist das jetzt ein Panikattack oder sind es die Medikamente? Das ist der Spiral in dem die Meisten Panikstörungspatientinnen landen, und wir müssen daraus klettern so schnell es geht.

Depression ist ein schwankende Prozess im Körper und Geist. Mal gehts dir gut, du lachst, kannst dich entspannen, mal bist do so niedergeschlagen das du nur im Bett liegst und starrst die Wand an 24/7. Jeder betroffene reagiert anders abhängig von die Schwere der Depression. Manche merken nicht mal das sie überhaupt depressiv sind und suchen physischen Ursachen beim Arzt so wie ich es tat.

Panikattacken sind anders, normalerweise verursacht durch Traumata. Ob bewüßt oder unterbewüßt irgendwas ist passiert während dein ersten Panikattack das deine Psyche und Verstand als Lebensbedrohlich eingestüft hat. Leider war dieser Erfahrung so intensiv das es eingebrannt wird mit eine Art Erinnerungsfunktion das bei jeden Körperlichen anzeichen wieder zu Erscheinung kommt. Du wirst mit der Zeit lernen dagegen zu steuern (Verhaltenstherapie)

#18


S
Mm. Also irgendwie hab ich meine Zweifel, dass venlafaxin so das optimale anti Angst Medi ist. Noradrenalin und Angststörung vertragen sich erfahrungsgemäß sehr schlecht.

#19


M
Also diese Dauerangst ist wesentlich gebessert. Bei meiner Dosis wird zudem noradrenalin vermutlich eh nicht beeinflusst. Gerade stört mich noch extrem so ein helmgefühl, so ne Art schwerer Kopf und alles um einen herum wirkt etwas abgeschwächt, kann ich schlecht beschreiben....

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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