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28.10.2015 10:17 • 20.07.2021 #1


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rainbow2
Ich nehme ein anderes AD, aber sie symtome sind die gleichen mattes, wird wohl normal so sein. LG

28.10.2015 10:25 • x 1 #2



Venlafaxin ret Aufdosieren bzw wieder einschleichen

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danke für deine antwort. ich habe -extra!- den beipackzettel weggeworfen und will mich auch nicht mit wahllosem googlen irre machen.
aber da man die hände ja eh nicht vom internet weg bekommt, dachte ich ich nutze mal so ein forum mit ebenfalls betroffenen, um erfahrungen mit dem medikament zu hören.
bin ja eigentlich froh, dass ich mich nicht an die zeit damals erinner.... aber natürlich macht man sich als angsthase bei den verschiedensten symptomen sorgen.

28.10.2015 10:31 • #3


Kerny
Hallo Mattes
Deine "symptomen" sind zweispaltig. Venlafaxin habe ich über 5 jahre lang genommen (150mg) und hatte etliche Nebenwirkungen zu bekämpfen und beklagen. Mit Zweispaltig meine ich das einige nebenwirkungen "Könnten!" für anbahnenden Panikattacken gehalten werden. Die Zusammensetzung ist für Depression und Panikstörung gedacht, wobei es gibt zwei sorten von Tablette in Kapselform.
Es gibt eine mit mini "retard" Globulen die über 24 std ihre Inhalt kontrolliert ausschuttern und eins mit 3-4 minitabletten drin die ihre Wirkung mehr oder weniger sofort nach dem Schlucken freisetzen. Die Zweite davon wurde mir fehlerhaft verabreicht und ich hatte zu leiden während mein Spiegeldosis senkte und hebte wie ein Schiff zur See bis ich die Retard Kapseln wieder bekam.

Als erste den starken Schwitzen im Schulter und Nackenbereich ist vollig normal, kommt in vielen Psysomatik Medikamente vor als Nebenwirkung. Für mich meistens während ich schlief. Morgens klebte die Bettdecke formlich an meine Haut. Die Bettlake durchgeschwitzt. Irgendwann ekelte ich mich so sehr davon.

Während ich Venlafaxin Retard nahm gabs Tage wo ich meine Tabletten vergessen habe. Da Venlafaxin ein Spiegelmedikament ist braucht man seine 14-21 Tage um sich daran zu gewohnen. Senkte der Spiegel gabs Zitteranfälle, plötzlichem Druckwahrnehmungen in den Füßen und Händen. Schwindelanfälle, plötzlichen Druckgefühl im Kopf auch. Übelkeit hatte ich schon aber nicht übermäßig stark. Trockenen Mund hatte ich aber schon, und zwar so stark das ich taglich mehrere Gläser Wasser zu mir nehmen wollte.
Den Beipackzettel zu lesen führt nur mehr mögliche Sorgen ins Hirn (so war es in meinem Fall) Suggestive Psychosomatik durch zuviel Infos halt. Als T Blocker ist die Tablette an sich ok, funktioniert aber nicht bei jeder Panikstörung. Bei mir war es so das ich mich im Griff halten könnte aber die Panikattacken hörten nicht komplett auf.

Wenn die Nebenwirkungen sich nicht nach etwa 20 Tagen etwas berühigt haben sorge dafür das du schnell zum Doc gehst. Es bringt nichts etwas zu nehmen der nur Teilweise etwas Linderung bringt. Wir als Psychosomatiker beachten jeden Körperliche Anzeichen als Gefahr und du willst dich damit nicht fertig machen.

28.10.2015 11:19 • #4


Bei mir sind das die retard-kapseln. Heute die 8. genommen. denke es wird noch ein paar tage dauern bis der wirkspiegel stabil ist. Vielleicht muss ich dann auch noch erhöhen.

28.10.2015 13:09 • #5


Schwitzen , unruhe , Schlafstörungen und extreme Symptome wenn man die Tablette zu spät nimmt sind typisch für venlafaxin. Daher ist es auch eher 2. Wahl

28.10.2015 14:07 • #6


nehme sie immer zu gleichen zeit.
ist es normal, dass man sich nicht gleichmäßig besser/verändert fühlt?
also schwankungen von tag zu tag oder im tagesverlauf sind normal?

28.10.2015 14:22 • #7


Zitat von mattes75:
nehme sie immer zu gleichen zeit.
ist es normal, dass man sich nicht gleichmäßig besser/verändert fühlt?
also schwankungen von tag zu tag oder im tagesverlauf sind normal?


jetzt geht's mir wieder ganz ok. War wie so eine "angstwelle" die ein paar Stunden anhielt und dann wieder abflaute. nicht so schlimm wie vor 2 Wochen bevor ich das Medikament hatte, aber beunruhigt mich dann halt?!

28.10.2015 18:27 • #8


Kerny
Moin Mattes,

Ich hatte Schwankungen ab und zu während die ganzen 5 Jahren den ich Venlafaxin einnahm und joah hab ich auch erfahen während die Angewohnungsphase.
Da die T Aufnehmer durch das Mediakment blockiert wurden dauerts etwas bis eine vollständige Wirkung stattfindet. Du muss es dir vorstellen das die Rezeptoren sehen aus wie einem Golfball und das Medikament versucht alle die kleinen Dellen (T Aufnehmer) zu blockieren. Das ist dieser Spiegelwirkung wovon ich gesprochen habe.

Unruhige Phasen sind teil jeder Panikstörung wobei den Körper nur 20 minuten lang Adrenalin ausschuttern kann, danach ist der Körper nur erschöpft und du fuhlst dich trotzden weiter hin ängstlich und durcheinander mit rasenden Gedanken. Durch das "erschrecken" (adrenalinstoß wahrnehmen) fällt dein Körper in eine Art uberlebensmodus. Es prägt sich in dein Unterbewusstsein fürs nächstemal.
Sprich.. geht es nochmal los und du dich darauf einlässt befindest du dich in der unendlichen Kreis der geprägtem Panikattacke.

Das muss du irgendwie unterbrechen, für jeder betroffene geht es anders, entweder mit Sport, Spatzieren, Meditation, wieauch immer. Ich bin kein Maler aber irgendwann hab ich damit angefangen, ein überbleibsel meine Klinikaufenthalt. ich mahlte meine Gedanken wenn es mir nicht gut ging. Erstaunlich was dabei raus kam. Aber es half mir diese andauernden Angst und Panikphasen zu überwinden.

29.10.2015 10:48 • #9


Venlafaxin verstärkt das Noradrenalin aber. Ist ja ein sNri

29.10.2015 11:32 • #10


jetzt hatte ich 9 tage 37,5 mg, vor 2 1/2 stunden habe ich die erste 75 mg kapsel genommen. mal schauen was das gibt.

30.10.2015 09:08 • #11


merkt beim beim höherdosieren zwangsläufig immer nebenwirkungen? und wenn ja, wie lange nach der einnahme kann man damit rechnen?

30.10.2015 10:35 • #12


Das ist natürlich individuell

30.10.2015 13:01 • #13


was mich so beunruhigt sind so schwankungen im tagesverlauf mal besser, mal schlechter....

30.10.2015 13:19 • #14


Keine Ahnung. Wie gesagt , venlafaxin ist nicht gerade unproblematisch

30.10.2015 13:44 • #15


meinte das gar nicht mal auf das medikament bezogen sondern eher auf angststörung/depression allgemein.

30.10.2015 14:16 • #16


Ja. Natürlich ist man nicht immer gleich gut drauf. Aber sobald man ein Medi nimmt kann man nicht mehr klar zwischen Krankheit und nebenwirkung trennen

30.10.2015 15:03 • #17

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Kerny
Hi Mattes,
Die Schwankungen sind normal in so fern mann es normal nennen kann. Du gewohnst dich gerade an einem Spiegel Medikament, wie hoch der Spiegel sein muss wird zwischen deine Diagnose beim Artz/Therapeut und wie klar du kommst mit dem Nebenwirkungen.

Du befindest dich gerade in ein sehr "hilflosen" Situation weil du dich erstmal die 20+ Tagen mit ein neuen Medikament im Körper zurecht finden muss. Nebenbei laufen die Symptomatik die ähnliche Symptomen vorweisen können. Du fragst dich bestimmt bei jeden körperlichen Anzeichen ist das jetzt ein Panikattack oder sind es die Medikamente? Das ist der Spiral in dem die Meisten Panikstörungspatientinnen landen, und wir müssen daraus klettern so schnell es geht.

Depression ist ein schwankende Prozess im Körper und Geist. Mal gehts dir gut, du lachst, kannst dich entspannen, mal bist do so niedergeschlagen das du nur im Bett liegst und starrst die Wand an 24/7. Jeder betroffene reagiert anders abhängig von die Schwere der Depression. Manche merken nicht mal das sie überhaupt depressiv sind und suchen physischen Ursachen beim Arzt so wie ich es tat.

Panikattacken sind anders, normalerweise verursacht durch Traumata. Ob bewüßt oder unterbewüßt irgendwas ist passiert während dein ersten Panikattack das deine Psyche und Verstand als Lebensbedrohlich eingestüft hat. Leider war dieser Erfahrung so intensiv das es eingebrannt wird mit eine Art Erinnerungsfunktion das bei jeden Körperlichen anzeichen wieder zu Erscheinung kommt. Du wirst mit der Zeit lernen dagegen zu steuern (Verhaltenstherapie)

31.10.2015 02:04 • #18


Mm. Also irgendwie hab ich meine Zweifel, dass venlafaxin so das optimale anti Angst Medi ist. Noradrenalin und Angststörung vertragen sich erfahrungsgemäß sehr schlecht.

31.10.2015 09:15 • #19


Also diese Dauerangst ist wesentlich gebessert. Bei meiner Dosis wird zudem noradrenalin vermutlich eh nicht beeinflusst. Gerade stört mich noch extrem so ein helmgefühl, so ne Art schwerer Kopf und alles um einen herum wirkt etwas abgeschwächt, kann ich schlecht beschreiben....

31.10.2015 12:58 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf