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Hallo,

mir wurde von meiner Therapeutin Vanlafaxin 37,5 retard verschrieben.

Kurze Vorgeschichte,

ich bin 38 Jahre alt und bei mir wurde vor 4 Wochen Burnout und als folge daraus leichte Angststörung diagnostiziert, verdacht auf depression inklusive. Körperlich bin ich laut Arzt kerngesund.
Aktuell leide ich trotzdem unter körperlichen Einschränkungen wie starker Müdigkeit, außerdem habe ich dadurch bedingt auch kaum das Bedürfnis mit anderen Menschen zu interagieren. Morgens und Abends fühle ich mich eigentlich immer am besten. Mittags bis Nachmittags möchte ich eigentlich nur dösen....

Es kommt mir vor als würde ich neben mir stehen, ungefähr wie nach einer durchzechten Nacht.

Aus diesem Grunde wurde mir Venlafaxin in der geringsten Dosis 37,5 Mg verschrieben. Ich habe absolut keine Erfahrung mit solchen Medikamenten. Mein Doc sagt das die Nebenwirkungen bei der Dosis maximal gering sind.

Leider habe ich nun von diversen Nebenwirkungen in der Anfangsphase gelesen. Darauf würde ich gerne verzichten da es in einer Woche auch in den Urlaub gehen soll.

Nun lese ich hier viel über das Ausschleichen des Medikaments, wie verhält es sich mit dem Einschleichen?

Wäre es sinnvoll die Kapsel zu öffnen und erstmal niedriger zu dosieren?

Habe vor morgen gegen 11Uhr mit der Einahme zu beginnen.

Viele Grüße

24.07.2016 18:23 • 29.01.2018 #1


32 Antworten ↓


Narisomo
Die Dosis ist so niedrig, was willst Du da ein- oder ausschleichen?

Ich bin auch schon problemlos 75mg nach oben oder unten gesprungen. Die Wirkung kann aber bei jedem anders sein.

Wenn Du bedenken hast, mußt Du die mit Deinem Arzt besprechen. Ich gebe lediglich zu bedenken, daß 37,5mg die niedrigste wirksame Dosis ist.

24.07.2016 18:56 • x 1 #2



Venlafaxin einschleichen

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Mein Arzt sagt auch das ich mir keine Sorgen machen muss und es eher unwahrscheinlich wäre unangenehme Nebenwirkungen zu erfahren.
Dann fing ich an im Internet zu suchen und bin auf etliche Berichte gestoßen die mir eher Angst machen. Vermutlich verständlich wenn man unter einer leichten Angststörung leidet.

Meine Idee war es jetzt die Dosis vielleicht für zwei bis drei tage zu halbieren um dann auf die Zieldosis zu gehen.
Würde da denn etwas aus medizinische Sicht gegensprechen?

24.07.2016 19:12 • #3


Therapeutische mind. Dosis von Venla liegt bei 75mg!
Gewöhnlich nimmt man 7 Tage 37.5mg und dann geht man auf 75mg.
Drunter spricht man von Placebo!

25.07.2016 00:20 • x 2 #4


fragile1980
Es ist halt schwierig, über das Internet nach Erfahrungen zu suchen, da tenendeziell nur von negativen berichtet wird. Warum sollte man, wenn alles glatt lief, im Internet nach Hilfe und Rat suchen?

Wie dem auch sei, starte bitte unbedingt mit den normalen 37,5mg. Aus eigener Erfahrung halte ich eine Wirkung erst ab 75mg für möglich.

25.07.2016 12:39 • x 2 #5


Hallo und vielen Dank soweit schonmal für euer Feedback.

Leider kann ich mit der Einnahme erst am Mittwoch morgen beginnen. Heute und morgen bekam ich geschäftlich wichtige Termine reingeschoben, ich mache mir natürlich Gedanken über meine Arbeitsfähigkeit und mein Urteilsvermögen in Verbindung mit möglichen Nebenwirkungen.

Immerhin schaffe ich aktuell einen halben Arbeitstag ohne Hilfe. Bin jetzt gerade wieder zuhause angekommen und fühle mich total benommen und müde..........

Viele Grüße

25.07.2016 13:07 • x 1 #6


Das würde ich nicht riskieren und mich 2 Wochen krankschreiben lassen zum einschleichen eines Antidepressivum. Eigentlich auch üblich so.

25.07.2016 14:45 • x 1 #7


Zitat von Panikju:
Das würde ich nicht riskieren und mich 2 Wochen krankschreiben lassen zum einschleichen eines Antidepressivum. Eigentlich auch üblich so.



Das ist mir leider nicht möglich. Dafür kann ich als selbständiger aber meinen Arbeitsalltag zumindest teilweise umgestalten, so das ich aktuell nur halbe Tage arbeite je nach aufkommen.

Außerdem möchte ich ab dem Wochenende für zwei Wochen in den Urlaub fahren, hier mache ich mir besonders viele sorgen über mögliche Nebenwirkungen.

25.07.2016 14:54 • #8


Das Problem ist, dass man gerade in den ersten 2 Wochen mit Nebenwirkungen rechnen muss, die den Alltag erschweren. Es kann aber auch gut gehen und Du hast gar keine Probleme. Die natürliche Gehirnchemie wird ja umgestellt und niemand kann Voraussagen wie der einzelne darauf reagiert.

25.07.2016 14:58 • x 1 #9


Könnte ich denn das Midi nach drei vier Tagen ohne Probleme wieder absetzen wenn ich mit den Nebenwirkungen nicht klar komme? Wären die Nebenwirkungen dann auch kurzfristig wieder verschwunden?

25.07.2016 16:21 • #10


Ja das geht. Erst ab 4 Wochen täglicher Einnahme ist es vollständig eingebunden.

25.07.2016 16:31 • x 1 #11


Kurzes Update:

Erste Pille 37,5mg heute um 9Uhr eingenommen, bisher keine Nebenwirkungen.
Hoffe es bleibt so

27.07.2016 17:28 • #12


Zweiter Tag:

Soweit alles okay, ich hatte heute Mittag leichte Kopfschmerzen genau wie gestern. Scheint wohl durch die Tabletten zu kommen.
Ist aber gut auszuhalten, habe kein Schmerzmittel genommen.

Bisher bin ich zufrieden, ich bilde mir ein das ich etwas weniger benommen bin.

p.s da ich morgen in den Urlaub verreise poste ich in den kommenden zwei Wochen nur wenn sich etwas wesentliches ändert.
In jedem Fall berichte ich euch aber nach meiner Rückkehr.

Viele Grüße

28.07.2016 19:22 • #13


Weiterhin alles Gute

29.07.2016 08:10 • #14


Eby
Hallo,
habe das auch verschrieben bekommen, aber gleich 75 mg, als Ersatz für Paroxetin.
Die Nebenwirkungen sind ziemlich krass - starkes Schwitzen, Unruhe, Herzrasen, hoher Blutdruck und auch Kopfschmerzen.
Ich weis nicht ob ich das durchhalte.
Die Kapseln kann man ja nicht Halbieren.
Weiß evtl. jemand ob man es einfach weglassen kann, wenn es nicht auszuhalten ist, oder das alte weiter nimmt,
um die Symptome abzufedern ? Den Arzt kann ich erst nächste Woche fragen.

Viele Grüße

30.07.2016 14:42 • #15


Die Kapseln kann man öffnen und dann findet man einzelne Tabs. So kann man die Dosis regulieren.
Danach wieder verschließen.

Wenn Du Paroxetin einfach abgesetzt hast also 1:1 umgestellt, sind das sicherlich Entzugssymptome.

Man schleicht erst 1 Medi aus und beginnt dann mit dem neuen. Vorallem wenn man die Wirkstoffklasse ändert.

30.07.2016 15:19 • x 1 #16


Eby
hallo,
danke für deine Antwort.
Habe es nicht selber einfach abgesetzt. Ich war 4 Tage im Krankenhaus, und dort wurde es so
verschrieben.

30.07.2016 15:29 • #17


Kliniken sind leider bekannt dafür dass sie viel zu schnell absetzen.
Weiß die Klinik Bescheid über deine aktuellen Problemen?

30.07.2016 15:33 • #18


Eby
Ja, sie wissen bescheid, und haben mich an meine ambulante Ärztin weiter verwiesen,
dass ich es dort abklären soll. Aber sie ist auch ziemlich hartnäckig, wenn es um das Ein - oder Ausschleichen geht.

30.07.2016 15:38 • #19


Wie lange nimmst du Venla schon. Erst ab ca. 4 Wochen ist es in die Gehirnchemie eingebaut.
Wenn es zu schlimm wird, gehe einfach erstmal wieder zurück auf Paroxetin.

30.07.2016 15:48 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf