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Wozlew
Hallo zusammen,
War bisher stumme mitleserin und habe jetzt den Entschluss gefasst, mich anzumelden.
Kurz zur Vorgeschichte,
Seit 2012 in behandlung wegen Depression und ptbs
Medikamente wurden diverse ausprobiert, leider vertrage ich diese sehr schlecht.
Nach einem 4monatigen desaströsen klinikaufenthalt,wo ich 8 verschiedene Medikamente genommen habe,bin ich mit einer generalisierten Angst und panikstörung entlassen worden. .

Bis vor kurzem habe ich mich irgendwie mit insidon Tropfen, mirtazapin über Wasser halten können.

Jetzt kommt die panikstörungen mit voller Wucht zurück so das meine psychiaterin mit mir den Versuch startet, venlaflaxin einzuschleichen,37,5 mg Ret., nehme aber nur ein Pellet.

Am zweiten Tag ging es dann mit dem vollem Programm an Nebenwirkungen los.
Habe aber,bis heute irgendwie durchgehalten.
Schlimm sind u.a das schlaflose,Verstärkung der Depression, eulkrämpfe,Schwindel,Angst, Übelkeit,Gefühl der Leere usw.
Was meint ihr?
Soll ich das venlaflaxin weiternehmen?
Wann wird es besser?
Das ist echt gruselig zur Zeit.
Vielen Dank und viele Grüße wozlew

18.09.2021 16:37 • 19.10.2021 x 1 #1


76 Antworten ↓


Maxo
Hallo. Ich habe mit 75 mg damals gestartet. Das ist die Initialdosis bei Depression. Bei Panikstörung 37,5 mg wie bei dir.

Du musst das Durchhalten. Und du musst auch "wollen" das es dir hilft. Ich habe auch Nebenwirkungen, aber die sind harmlos im Gegensatz zu meinem Ausgangszustand.

Bleib mal dabei und nimm bitte die ganze Kapsel wie verordnet. Die Kapseln sollen nicht geöffnet werden und so ein "Rumgedoktore" mit den Dosierungen bringt nur Durcheinander im Stoffwechsel. Die Nebenwirkungen kommen nämlich sofort, die Wirkung und Linderung der Beschwerden erst in ausreichender, lange genug gleichbleibender Dosierung.

Alles Gute dir

18.09.2021 17:37 • x 4 #2



Einschleichen von Venlaflaxin - starke Nebenwirkungen

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Wozlew
Hallo maxo,
Danke für deine Antwort.
Der Wille ist schon da,sonst würde ich diese Hölle nicht aushalten.
Ich Doktor nicht herum,laut meiner psychiaterin soll ich die Kapsel öffnen und von den 3 Pellets einen 1x tig.einnehmen.
Das soll so sein da ich wahnsinnig sensibel reagiere.
Liebe Grüße wozlew

18.09.2021 17:56 • x 1 #3


Maxo
Okay sowas höre ich zum ersten Mal das das von ärztlicher Seite so gesagt wird. Ich hatte das noch nicht gehört und im Beipackzettel steht ja auch drin das die Kapseln weder geöffnet noch zerkaut oder was auch immer werden dürfen und im Ganzen geschluckt werden sollen.
Also tut mir Leid das ich das so geschrieben habe.

Alles Gute weiterhin!

18.09.2021 19:29 • x 1 #4


Flame
Grundsätzlich stimmt es,dass man zunächst "durchhalten" muss bis es besser wird.

Wenn aber schon bei sehr vorsichtiger Eindosierung ein hoher Leidensdruck besteht,darf man darauf auch hören und ein anderes Medikament wählen.
Unabhängig davon,wie viele Medikamente man bereits kennengelernt hat.

Acht Medikamente innerhalb von vier Monaten hab ich noch nie gehört und finde das unverantwortlich.
Wie man darunter stabiler werden soll,ist mir ein Rätsel.
Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung.

Das eigene Empfinden bzw. der eigene Leidensdruck ist entscheidend und auch individuell.
Niemand -ausser einem selbst- kann beurteilen,wieviel man noch aushält.

Ich möchte dazu raten,immer wieder darauf zu hören,wenn es nicht mehr geht.
Gerade wenn man schon einen gewissen Leidensweg hinter sich hat,kann man das - trotz der Angstzustände- durchaus noch beurteilen,in wieweit man weiterhin belastbar ist.

Damit sind keine Momentaufnahmen gemeint bzw. das Empfinden während der Panikattacken/Angstzustände sondern das durchgängige Empfinden,dass es wirklich absolut nicht geht.

18.09.2021 21:30 • x 3 #5


Wozlew
Ja,der klinikaufenthalt war eine Katastrophe, bin bis heute noch davon traumatisiert.
Sind schlimme Dinge dort vorgefallen.
Ich versuche abzuwägen welcher Zustand erträglicher war,mit oder ohne Medikamente.
Durch den hohen Leistungsdruck versuche ich es halt noch mal mit einem Medikament.
Wie schon gesagt, wenn ich wüsste es wird besser ,wäre es einfacher es durchzuhalten.
Im Moment verstärkt das V alle Symptome.

Liebe Grüße wozlew

19.09.2021 00:38 • #6


Maxo
Den hohen Leistungsdruck habe ich auch, deswegen nehme ich 150 mg Venla. Das ist eine mittlere Dosierung, die dich gut antreibt und zugleich etwas gefühllos macht. Also ich an deiner Stelle würde da mal mutig hochgehen. Es kann nicht viel passieren. Bei so kleinen Dosierungen kommt die Wirkung des Venlafaxins garnicht richtig zutage. Die Höchsdosierung sind 375 mg, also nur damit du mal ein Gefühl dafür bekommst. Dieses Medikament solltest du nicht so leichtfertig wieder wechseln. Es kann ein Fluch oder Segen werden mit Venlafaxin. Das musst du entdecken in den höheren Dosierungen. Also ich persönlich möchte es nicht mehr missen.

19.09.2021 01:15 • x 1 #7


Lu-Ann
Ich nehme auch Venlafaxin. Schon seit Jahren. Am Anfang 75mg retard Kapseln - da war das noch die geringste Dosis, die es gab - seit ein paar Jahren nun 37,5mg.

Bei Beginn der Einnahme ging es mir auch sehr schlecht. Ich hatte den Beipackzettel gelesen und hatte ALLE Nebenwirkungen, die drin standen und zusätzlich noch welche, die mein Körper/Kopf mir noch gratis dazu geschenkt hat.
Meine Ärztin sagte mir damals, das venla brauche 3 Wochen, bis die Dosis im Körper angeschwemmt ist. Pünktlich nach 21 Tagen ging es mir gut.

Jeder Körper reagiert anders, verträgt Medikamente anders. Für mich ist das venla ein Segen. Es hält mich stabil und sorgt dafür, dass ich normal leben und funktionieren kann.

Sprich mit deiner Ärztin, ob deine Reaktionen im "normalen" Bereich sind und halte durch.

Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir die Daumen für ein schnelles, besseres Gefühl!

19.09.2021 07:50 • x 5 #8


Lu-Ann
@Maxo
Ich habe zu Beginn die 75mg Trevilor bekommen. Als meine Ärztin diese runterdosieren wollte, bekam ich Leerkapseln aus der Apotheke und wir haben so den Inhalt der Kapseln geteilt.
Allerdings sind ja heute, wo es Venlafaxin von verschiedenen Herstellern gibt, in den Kapseln mal kleine Tabletten oder auch viele kleine Mini-Kugeln drin.

19.09.2021 08:03 • x 1 #9


Wozlew
Hallo lu-ann,
Vielen Dank für deine Antwort.
Ja ich habe morgen einen Termin bei meiner psychiaterin, dann werden wir beratschlagen.
Toll das du durchgehalten hast,und das das venlaflaxin dir hilft!
Dienstag sind meine 3Wochen herum, bisher wie gesagt noch keine positive Entwicklung.
Heute starke Unruhe und nervenpieksen im Körper.
Und ich friere......
Hoffe diese ganze Qual ist nicht umsonst.

Bekomme von meiner Ärztin übrigens ein Rezept von einem Hersteller, wo immer genau 3 Pellets drinnen sind.
Macht es leichter
Einen schönen Sonntag
Liebe Grüße wozlew

19.09.2021 15:49 • #10


Maxo
@Wozlew sehe ich das aber richtig du nimmst seit knapp 3 Wochen nur ein Pellet, also 12,5 mg Venlafaxin?

19.09.2021 17:21 • x 1 #11


Maxo
@Lu-Ann Hallo, und du nimmst also seit Jahren nur noch 37,5 mg und es geht dir sehr gut damit?

19.09.2021 17:24 • x 1 #12


Wozlew
@ maxo
Genau 1 Pellet a 12,5mg
Trotzdem heftigste Reaktionen...

Mein Stoffwechsel ist nach dem schrecklichen klinikaufenthalt hypersensibel geworden.
Zum Glück berücksichtigt das meine Ärztin

19.09.2021 18:03 • #13


Maxo
Das ist wirklich krass. Ich kann mir das kaum vorstellen, ich hab ca. 3 Jahre lang 18 Pellets genommen also 225 mg.

19.09.2021 18:08 • #14


Wozlew
Ja ,stimmt,es ist krass.
Diese hypersensibilität macht es leider nicht einfacher mit Medikamenten eher komplizierter

19.09.2021 20:15 • x 1 #15


Wozlew
noch jemand eine Idee?

20.09.2021 06:36 • #16


Lu-Ann
@Maxo
Ja genau, 37,5 mg und damit geht es mir meistens ganz gut. Nehme das venla wegen meiner AngstStörung.
Zu 100% bin ich durch die geringe Dosis natürlich auch nicht vor Panikattacken gefeit. Gerade wenn mein Hypochonder-Hirn sich wieder mal irgendein Drama ausdenkt. Dann packt mich die Angst trotzdem. Aber mein ganz normales Leben kann ich, dank dem venla, schon seit ein paar Jahren wieder führen. Begleitet durch einen früheren, sehr guten Aufenthalt in einer psychosomatischen Akutklinik und einer immer mal wieder auffrischenden, ambulanten Psychotherapie bin ich stabil und kann ein normales Leben führen.

20.09.2021 22:44 • x 1 #17

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Maxo
Ok wow. Also mein niedrigstes waren mal zwischenzeitlich 75 mg, da ich dann irgendwann mal von den 225 wieder runter wollte. Will ja auch noch ein bisschen mitkriegen vom Leben und nicht ganz daneben stehen. Aber bei 75 hatte ich dann echt nen Hänger, und es ging nix mehr.

Ich denk auch mittlerweile das das am Stoffwechsel und der allgemeinen Gesundheit liegt, wieviel jeder braucht / verträgt.

21.09.2021 15:55 • #18


Es hängt sehr von jeweilligen Stoffwechsel ab. Venlafaxin wird über das Enzym Cyp2D6 abgebaut. Da gibt es unterschiede in den Individuen. Es gibt solche die schnell abbauen und solche die langsam abbauen. Entsprechend ist dann der Bereich einer optimalen Dosis unterschiedlich und ja, gerade die niedrige Dosis eignet sich für das längerfristige Behandeln von Angstzuständen und erlaubt einem normal zu funktionieren. Wenn man mit diesern SSRI beginnt ist es typischerweise in den rrsten paar Wochen immer so, dass die Nebenwirkungen überwiegen bis sich schliesslich die eigentliche Wirkung bemerkbar macht. Dh auch, dass man nicht zu schnell von einem Medikament zum anderen wechseln sollte, ausser man hat wirklich massive Nebenwirkungen.

21.09.2021 23:18 • x 2 #19


Wozlew
Hallo und danke

Mit dem Stoffwechsel gebe ich dir recht,seit den wechseljahren benötige ich an Medikamenten deutlich weniger.
Das ist ja auch bewiesen, das ab 50 Jahren der Körper sich,besonders bei Frauen,verändert,und alles "runterfährt"
Gehöre eh zu denen,wo es halt länger braucht.
Meine psychiaterin gibt mir und meinem Körper auch Zeit mit der Gewöhnung.soll die kleine Dosis beibehalten und erst in 3 Wochen erhöhen.
Liebe Grüße wozlew

22.09.2021 07:14 • x 1 #20



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