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Wozlew

Wozlew
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Hallo zusammen,
War bisher stumme mitleserin und habe jetzt den Entschluss gefasst, mich anzumelden.
Kurz zur Vorgeschichte,
Seit 2012 in behandlung wegen Depression und ptbs
Medikamente wurden diverse ausprobiert, leider vertrage ich diese sehr schlecht.
Nach einem 4monatigen desaströsen klinikaufenthalt,wo ich 8 verschiedene Medikamente genommen habe,bin ich mit einer generalisierten Angst und panikstörung entlassen worden. .

Bis vor kurzem habe ich mich irgendwie mit insidon Tropfen, mirtazapin über Wasser halten können.

Jetzt kommt die panikstörungen mit voller Wucht zurück so das meine psychiaterin mit mir den Versuch startet, venlaflaxin einzuschleichen,37,5 mg Ret., nehme aber nur ein Pellet.

Am zweiten Tag ging es dann mit dem vollem Programm an Nebenwirkungen los.
Habe aber,bis heute irgendwie durchgehalten.
Schlimm sind u.a das schlaflose,Verstärkung der Depression, eulkrämpfe,Schwindel,Angst, Übelkeit,Gefühl der Leere usw.
Was meint ihr?
Soll ich das venlaflaxin weiternehmen?
Wann wird es besser?
Das ist echt gruselig zur Zeit.
Vielen Dank und viele Grüße wozlew

12.10.2025 x 3 #1


2357 Antworten ↓
G

Giftiger_Kater
Gast

Hallo liebe Venlafaxianer,

ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. Alle die mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben, macht euch nicht verrückt, die dauern 2 bis 3 Wochen, manchmal auch länger an. Kein Grund zur Sorge. Es ist kein "leichtes" Medikament, dafür aber am Ende zuverlässig. 😊

Ich staune immer wieder das es Menschen gibt, die Antidepressiva wieder absetzen und denen es dann gut geht. Ich könnte mir das nicht mehr vorstellen, klar der Gedanke ist immer mal wieder da das ich nicht mein Leben lang Chemie in mich einflößen möchte, da ich auch ein sehr gesundheitsbewusster Mensch bin. Aber ich weiß wie mein Leben vor der Einnahme war und wie es war als ich mal zwischenzeitlich bis auf 75 mg wieder runtergegangen war. Das Endergebnis war, dass ich meinen melancholischen, depressiven, phlegmatischen Zustand wie vor 5 Jahren wieder zurück hatte. Hmmm, macht für mich einfach keinen Sinn mehr ohne. Ich gehe einmal im Jahr zum Hausarzt für ein Blutbild. Bisher nach 4 Jahren Einnahme von 150 mg Retard + 37,5 bis 75 mg unretardiertem Venla alles im grünen Bereich. Derzeit habe ich noch Übergewicht, allerdings bestehend aus Muskel- und Fettmasse, da ich trainieren gehe. 10 kg reine Fettmasse noch runter und ich bin der glücklichste Mensch 😇

Bleibt dran, tut euch Gutes, danke @Wozlew für deine Motivation zwischendurch!

13.11.2021 13:16 • x 5 #123


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Einschleichen von Venlafaxin - starke Nebenwirkungen

x 3


L

Liucid
Gast

Huhu @Johnny83 Smile
Zitat von Johnny83:
Oder denkt ihr, dass ich nach dem wirklich auslaugendem Termin am vorigen Donnerstag, noch immer Aufholbedarf hab?

Halte ich nicht für ausgeschlossen.
Kann imo! eigentlich schon sein, dass diese Situation dich dermaßen geschlaucht hat, dass du auch jetzt noch einen leichten 'Überhang' hast. Vielleicht auch unter dem Gesichtspunkt, dass dir ja auch mehr oder weniger bewusst ist, dass so etwas in absehbarer Zeit noch einmal auf dich zukommt und du deshalb - wenn vielleicht auch unbewusst - schonmal etwas Energie 'vortanken' möchtest. (Du hattest - iirc - ja hier mal geschrieben, dass es in diesem Sommer zwei solcher Situationen geben wird ..)

Was Ernährung und 'Sättigungsgefühl' betrifft, würde ich bei mir in so einem Fall zunächst zwei Punkte unter Lupe nehmen ..

Zum einen: hab' ich in der jüngeren Vergangenheit allgemein etwas an der Ernährung geändert?
Das kann auch ruhig schon ein Weilchen zurück liegen .. dauert manchmal ein bisschen, bis die 'Vorräte' aufgebraucht sind und die Information, dass sich ein Mangel an irgendetwas (muss gar nicht mal unbedingt in Sachen Nähr- oder Zusatzstoffe sein) anbahnt oder anbahnen könnte, durch die Großhirnrinde gesickert ist.

Könnte aber auch einfach sein, dass der Körper (oder die Psyche zwinkern ) eine bestimmte Nahrung als 'nicht befriedigend' einstuft.
So'n ganz typischer Fall bei mir ist Müsli. Esse ich seit einiger Zeit wieder häufiger und stelle dabei fest, dass ich daraus zwar Energie ziehen kann, es mir aber kein Sättigungsgefühl verschafft. Im Gegenteil .. ich bekomme in der Folge sogar ein merklich erhöhtes Hungergefühl.

Der zweite Punkt bei mir wäre (wie sollte es auch anders sein Rolling Eyes zwinkern ) die 'Kopfsache'.
Als ich Venla genommen habe, hatte ich nicht nur eh schon mehr und regelmäßiger gegessen und auch das Eindruck, dass es einfach aufgrund der gesteigerten Aktivität 'notwendig' ist, sondern auch so ein eher unbestimmtes Gefühl, dass ich es zudem tun sollte / 'müsste', um kein Gewicht zu 'verlieren'.Obwohl mir eigentlich schon klar war, dass dies sicherlich nicht passieren wird. Aber dadurch, dass die Aktivität über einen gewissen Zeitraum gesteigert wurde, wurde eben auch die Kondition besser und alles ging - logischerweise - merklich 'leichtfüßiger'. Da foppte mich einfach mal wieder meine eigene Körperwahrnehmung so'n bisschen. zwinkern
Du machst ja seit Kurzem wieder regelmäßig Kampftraining, oder?

Die Jahreszeit allgemein und deinen kürzlichen Donnerstag dazu genommen, könnte sich das imo! schon auf so eine Weise äußern. Auf 'etwas (körperlich) Ernstes' würde ich - ganz persönlich - bei mir selbst in diesem Fall zunächst jedoch nicht tippen ..



----
.. und weil ich gerade hier und beim Tippseln bin .. 'nur mal so' als allgemeine Info:
ich habe in der vergangenen Woche nun definitiv beschlossen, mittelfristig meine 'Gast-Rolle' in diesem Thread an den Nagel zu hängen und wieder zum 'vollwertigen Venlafaxianer' zwinkern zu werden. So wie's bei mir im Moment ist, komme ich einfach nicht weiter und basierend auf meine Erfahrungen aus der Vergangenheit, ist Venla 'lowdosed' wahrscheinlich der 'Anschubser', den ich gerade gut gebrauchen kann.
Mal gucken, wann ich's auf die Reihe bekomme, meine Püschaterin diesbezüglich zu konsultieren Confused .. werde dann zu gegebener Zeit aber natüüürlich auf jeden Fall hier Bericht erstatten. zwinkern Smile

21.05.2022 14:11 • x 4 #1642


Zum Beitrag im Thema ↓


G
Hallo. Ich habe mit 75 mg damals gestartet. Das ist die Initialdosis bei Depression. Bei Panikstörung 37,5 mg wie bei dir.

Du musst das Durchhalten. Und du musst auch "wollen" das es dir hilft. Ich habe auch Nebenwirkungen, aber die sind harmlos im Gegensatz zu meinem Ausgangszustand.

Bleib mal dabei und nimm bitte die ganze Kapsel wie verordnet. Die Kapseln sollen nicht geöffnet werden und so ein "Rumgedoktore" mit den Dosierungen bringt nur Durcheinander im Stoffwechsel. Die Nebenwirkungen kommen nämlich sofort, die Wirkung und Linderung der Beschwerden erst in ausreichender, lange genug gleichbleibender Dosierung.

Alles Gute dir 🙂

x 4 #2


Wozlew
Hallo maxo,
Danke für deine Antwort.
Der Wille ist schon da,sonst würde ich diese Hölle nicht aushalten.
Ich Doktor nicht herum,laut meiner psychiaterin soll ich die Kapsel öffnen und von den 3 Pellets einen 1x tig.einnehmen.
Das soll so sein da ich wahnsinnig sensibel reagiere.
Liebe Grüße wozlew

x 1 #3


G
Okay sowas höre ich zum ersten Mal das das von ärztlicher Seite so gesagt wird. Ich hatte das noch nicht gehört und im Beipackzettel steht ja auch drin das die Kapseln weder geöffnet noch zerkaut oder was auch immer werden dürfen und im Ganzen geschluckt werden sollen.
Also tut mir Leid das ich das so geschrieben habe.

Alles Gute weiterhin! 😊

x 1 #4


F
Grundsätzlich stimmt es,dass man zunächst "durchhalten" muss bis es besser wird.

Wenn aber schon bei sehr vorsichtiger Eindosierung ein hoher Leidensdruck besteht,darf man darauf auch hören und ein anderes Medikament wählen.
Unabhängig davon,wie viele Medikamente man bereits kennengelernt hat.

Acht Medikamente innerhalb von vier Monaten hab ich noch nie gehört und finde das unverantwortlich.
Wie man darunter stabiler werden soll,ist mir ein Rätsel.
Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung.

Das eigene Empfinden bzw. der eigene Leidensdruck ist entscheidend und auch individuell.
Niemand -ausser einem selbst- kann beurteilen,wieviel man noch aushält.

Ich möchte dazu raten,immer wieder darauf zu hören,wenn es nicht mehr geht.
Gerade wenn man schon einen gewissen Leidensweg hinter sich hat,kann man das - trotz der Angstzustände- durchaus noch beurteilen,in wieweit man weiterhin belastbar ist.

Damit sind keine Momentaufnahmen gemeint bzw. das Empfinden während der Panikattacken/Angstzustände sondern das durchgängige Empfinden,dass es wirklich absolut nicht geht.

x 3 #5


Wozlew
Ja,der klinikaufenthalt war eine Katastrophe, bin bis heute noch davon traumatisiert.
Sind schlimme Dinge dort vorgefallen.
Ich versuche abzuwägen welcher Zustand erträglicher war,mit oder ohne Medikamente.
Durch den hohen Leistungsdruck versuche ich es halt noch mal mit einem Medikament.
Wie schon gesagt, wenn ich wüsste es wird besser ,wäre es einfacher es durchzuhalten.
Im Moment verstärkt das V alle Symptome.

Liebe Grüße wozlew

#6


G
Den hohen Leistungsdruck habe ich auch, deswegen nehme ich 150 mg Venla. Das ist eine mittlere Dosierung, die dich gut antreibt und zugleich etwas gefühllos macht. Also ich an deiner Stelle würde da mal mutig hochgehen. Es kann nicht viel passieren. Bei so kleinen Dosierungen kommt die Wirkung des Venlafaxins garnicht richtig zutage. Die Höchsdosierung sind 375 mg, also nur damit du mal ein Gefühl dafür bekommst. Dieses Medikament solltest du nicht so leichtfertig wieder wechseln. Es kann ein Fluch oder Segen werden mit Venlafaxin. Das musst du entdecken in den höheren Dosierungen. Also ich persönlich möchte es nicht mehr missen.

x 1 #7


Lu-Ann
Ich nehme auch Venlafaxin. Schon seit Jahren. Am Anfang 75mg retard Kapseln - da war das noch die geringste Dosis, die es gab - seit ein paar Jahren nun 37,5mg.

Bei Beginn der Einnahme ging es mir auch sehr schlecht. Ich hatte den Beipackzettel gelesen und hatte ALLE Nebenwirkungen, die drin standen und zusätzlich noch welche, die mein Körper/Kopf mir noch gratis dazu geschenkt hat.
Meine Ärztin sagte mir damals, das venla brauche 3 Wochen, bis die Dosis im Körper angeschwemmt ist. Pünktlich nach 21 Tagen ging es mir gut.

Jeder Körper reagiert anders, verträgt Medikamente anders. Für mich ist das venla ein Segen. Es hält mich stabil und sorgt dafür, dass ich normal leben und funktionieren kann.

Sprich mit deiner Ärztin, ob deine Reaktionen im "normalen" Bereich sind und halte durch.

Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir die Daumen für ein schnelles, besseres Gefühl!

x 6 #8


Lu-Ann
@Maxo
Ich habe zu Beginn die 75mg Trevilor bekommen. Als meine Ärztin diese runterdosieren wollte, bekam ich Leerkapseln aus der Apotheke und wir haben so den Inhalt der Kapseln geteilt.
Allerdings sind ja heute, wo es Venlafaxin von verschiedenen Herstellern gibt, in den Kapseln mal kleine Tabletten oder auch viele kleine Mini-Kugeln drin.

x 1 #9


Wozlew
Hallo lu-ann,
Vielen Dank für deine Antwort.
Ja ich habe morgen einen Termin bei meiner psychiaterin, dann werden wir beratschlagen.
Toll das du durchgehalten hast,und das das venlaflaxin dir hilft!
Dienstag sind meine 3Wochen herum, bisher wie gesagt noch keine positive Entwicklung.
Heute starke Unruhe und nervenpieksen im Körper.
Und ich friere......
Hoffe diese ganze Qual ist nicht umsonst.

Bekomme von meiner Ärztin übrigens ein Rezept von einem Hersteller, wo immer genau 3 Pellets drinnen sind.
Macht es leichter
Einen schönen Sonntag
Liebe Grüße wozlew

x 1 #10


G
@Wozlew sehe ich das aber richtig du nimmst seit knapp 3 Wochen nur ein Pellet, also 12,5 mg Venlafaxin?

x 1 #11


G
@Lu-Ann Hallo, und du nimmst also seit Jahren nur noch 37,5 mg und es geht dir sehr gut damit?

x 1 #12


Wozlew
@ maxo
Genau 1 Pellet a 12,5mg
Trotzdem heftigste Reaktionen...

Mein Stoffwechsel ist nach dem schrecklichen klinikaufenthalt hypersensibel geworden.
Zum Glück berücksichtigt das meine Ärztin

#13


G
Das ist wirklich krass. Ich kann mir das kaum vorstellen, ich hab ca. 3 Jahre lang 18 Pellets genommen 🙃 also 225 mg.

#14


Wozlew
Ja ,stimmt,es ist krass.
Diese hypersensibilität macht es leider nicht einfacher mit Medikamenten eher komplizierter

x 1 #15


Wozlew
noch jemand eine Idee?

#16


Lu-Ann
@Maxo
Ja genau, 37,5 mg und damit geht es mir meistens ganz gut. Nehme das venla wegen meiner AngstStörung.
Zu 100% bin ich durch die geringe Dosis natürlich auch nicht vor Panikattacken gefeit. Gerade wenn mein Hypochonder-Hirn sich wieder mal irgendein Drama ausdenkt. Dann packt mich die Angst trotzdem. Aber mein ganz normales Leben kann ich, dank dem venla, schon seit ein paar Jahren wieder führen. Begleitet durch einen früheren, sehr guten Aufenthalt in einer psychosomatischen Akutklinik und einer immer mal wieder auffrischenden, ambulanten Psychotherapie bin ich stabil und kann ein normales Leben führen.

x 3 #17

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G
Ok wow. Also mein niedrigstes waren mal zwischenzeitlich 75 mg, da ich dann irgendwann mal von den 225 wieder runter wollte. Will ja auch noch ein bisschen mitkriegen vom Leben und nicht ganz daneben stehen. Aber bei 75 hatte ich dann echt nen Hänger, und es ging nix mehr.

Ich denk auch mittlerweile das das am Stoffwechsel und der allgemeinen Gesundheit liegt, wieviel jeder braucht / verträgt.

#18


K
Es hängt sehr von jeweilligen Stoffwechsel ab. Venlafaxin wird über das Enzym Cyp2D6 abgebaut. Da gibt es unterschiede in den Individuen. Es gibt solche die schnell abbauen und solche die langsam abbauen. Entsprechend ist dann der Bereich einer optimalen Dosis unterschiedlich und ja, gerade die niedrige Dosis eignet sich für das längerfristige Behandeln von Angstzuständen und erlaubt einem normal zu funktionieren. Wenn man mit diesern SSRI beginnt ist es typischerweise in den rrsten paar Wochen immer so, dass die Nebenwirkungen überwiegen bis sich schliesslich die eigentliche Wirkung bemerkbar macht. Dh auch, dass man nicht zu schnell von einem Medikament zum anderen wechseln sollte, ausser man hat wirklich massive Nebenwirkungen.

x 2 #19


Wozlew
Hallo und danke

Mit dem Stoffwechsel gebe ich dir recht,seit den wechseljahren benötige ich an Medikamenten deutlich weniger.
Das ist ja auch bewiesen, das ab 50 Jahren der Körper sich,besonders bei Frauen,verändert,und alles "runterfährt"
Gehöre eh zu denen,wo es halt länger braucht.
Meine psychiaterin gibt mir und meinem Körper auch Zeit mit der Gewöhnung.soll die kleine Dosis beibehalten und erst in 3 Wochen erhöhen.
Liebe Grüße wozlew

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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