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Hallo, ich bin weiblich und 36 Jahre alt. Ich quäle mich seit vielen Jahren schon mit Angst und Panik, habe es bis vor knapp einem Jahr für mich erträglich verdrängen können aber dieses ist nun mittlerweile unschaffbar für mich. Ständig verfolgt und zerfrisst mich Angst vor schlimmen Krankheiten oder aber der Gedanke an schlimme Dinge die meinen Liebsten zustossen könnten ... mehrmals war ich nun schon auf der Notaufnahme wegen plötzlichem Herzrasen/ stolpern, starkem Schwindel usw... Untersuchungen jeglicher Art schlossen schwere Krankheiten aus - es verfolgt mich trotzdem weiter. Meine Arbeit wurde von Tag zu Tag unerträglicher für mich - obwohl ich sehr gern arbeite aber diese tägliche, grauenvolle Angst ist einfach täglich dabei und nimmt mir mehr und mehr meine wenig gebliebene Kraft.
Nun habe ich mir letzten Freitag all meinen Mut zusammen genommen und meinem langjährigen Hausarzt alles erzählt und ihn um Hilfe gebeten. Wichtig sei das ich eine Therapie mache, sagte er - aber um mich erstmal etwas herunterzubekommen, verschrieb er mir Escitalopram Glenmark 20mg, dieses nehme ich nun seit Samstag ein und ja, es geht mir seit heute soooo verdammt schlecht, das ich von der Arbeit gehen musste ( das 1. Mal überhaupt ). Mein unglaublich trockener Mund und meine Magen-Darm Schmerzen waren ein Witz gegen den furchtbaren Schwankschwindel - Übelkeit - selbst im sitzen hatte ich das Gefühl vom Stuhl zu kippen.

Hat denn jemand von Euch Erfahrungen mit diesem Medikament? Ich wäre um jedes Statement unsagbar dankbar, ich bin wirklich verzweifelf... Lieben Gruss, hope

23.02.2015 23:58 • 10.08.2015 #1


10 Antworten ↓


saragossa
Hallo hope99 und erstmal ein herzliches Willkommen im Forum
Hier findest du ganz bestimmt viele Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen kannst. Ich finde es toll, dass du über deinen Schatten gesprungen bist und deinem Hausarzt alles erzählt hast, denke das war der 1. wichtige Schritt zur Besserung.
Und zum Medikament: Ich nehme zwar ein anderes, aber auch deines gehört zu den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und da sind die Nebenwirkungen doch immer relativ ähnlich. Ich habe vor anderthalb Wochen damit angefangen und hatte anfangs auch diese blöden Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Unruhe...gib dem Medikament etwas Zeit bis es wirkt, das kann schon 2-3 Wochen dauern! Wenn die Nebenwirkungen allerdings zu heftig werden, solltest du das mit deinem Arzt besprechen!
Halte durch, ich glaube an dich! Wünsche dir viel Glück

24.02.2015 00:15 • #2



Trockener Mund durch Escitalopram

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Vielen Dank für Deine netten Worte! Was mich ein wenig verunsichert ist, das mein Arzt mir gleich von Anfang an die höchste Dosis dieses Präparates verordnet hat, überall wo ich lese, wird es in kleiner Menge verabreicht und langsam gesteigert und bei meinem Medikament ist die kleinste Dosierung 5mg und ich nehme ja 20mg... was meinst Du?

24.02.2015 00:29 • #3


Kann mir denn evtl. jemand etwas zu meinem Medikament sagen? Wie war euer Start damit und in welcher Dosierung habt ihr begonnen? LG hope99

24.02.2015 09:23 • #4


Butterfly77
@ Hope: Ich kenne das Medikament nicht, aber habe im Beipackzettel ja gelesen:

3.2.a Erwachsene
3.2.a.1 Depressive Erkrankungen
1-mal täglich 10 mg Escitalopram. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg pro Tag gesteigert werden.
3.2.a.2 Panikstörung
In der 1. Behandlungswoche 1-mal täglich 5 mg, bevor die Dosis auf 10 mg pro Tag erhöht wird. Sie kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg pro Tag weiter gesteigert werden.
3.2.a.3 Soziale Angststörung
1-mal täglich 10 mg Escitalopram. Ihr Arzt kann die Dosis entweder auf 5 mg pro Tag senken oder sie auf maximal 20 mg pro Tag steigern, je nachdem, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen.
3.2.a.4 Generalisierte Angststörung und Zwangsstörung
1-mal täglich 10 mg Escitalopram. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 20 mg pro Tag gesteigert werden.


Demnach bist du direkt mit der Höchstdosis eingestiegen. Wenn Du Dir da unsicher bist oder Dich nicht gut fühlst, solltest Du nochmal mit Deinem Arzt sprechen.

Ich muss dazu sagen, dass Hausärzte mit Psychopharmaka oft nicht wirklich Erfahrungen haben. Zwar grundsätzlich schon, aber meine Erfahrung ist, dass Psychiater/Neurologen da doch eher die richtigen Ansprechpartner sind.

Mein langjähriger Hausarzt weiß um meine Erkrankung und kennt meine Medikation aber wegen der Verschreibung und eventueller Fragen wende ich mich immer an meinen Psychiater.

24.02.2015 09:29 • #5


Dankeschön für Deine Mühe, Butterfly. Ich rufe meinen Arzt jetzt gleich an!

24.02.2015 09:58 • #6


saragossa
Zitat von hope99:
Vielen Dank für Deine netten Worte! Was mich ein wenig verunsichert ist, das mein Arzt mir gleich von Anfang an die höchste Dosis dieses Präparates verordnet hat, überall wo ich lese, wird es in kleiner Menge verabreicht und langsam gesteigert und bei meinem Medikament ist die kleinste Dosierung 5mg und ich nehme ja 20mg... was meinst Du?



Also ich nehme ein anderes AD, bin aber mit 10 mg eingestiegen für 1 Woche und dann 20 mg. Wie geht es dir heute? Hast du deinen Arzt angerufen?

24.02.2015 16:42 • #7


Hallo, ich nehme jetzt erstmal 10mg und es geht mir zum Glück um einiges besser heute. Etwas schwindelig ist mir noch aber kein Vergleich zu gestern mal sehen wie es morgen ist. LG

24.02.2015 20:59 • #8


saragossa
Heyy Na das sind doch gute Neuigkeiten, freut mich sehr für dich!

glg

24.02.2015 22:06 • #9


Huhu habe echt großen Respekt vor solchen Medikamenten und habe nach Rat u Erfahrungen gesucht. Dann habe ich deine Beschreibung entdeckt und mich in jedem satz wiedererkannt. Heute habe ich opipram 50mg und Escitalopram Glenmark 5mg verschrieben bekommen. Wie ist es dir /euch ergangen? Ist ja schon ein paar monate her.

Freue mich ueber jede Hilfe!

Lg

10.08.2015 18:04 • #10


Vergissmeinicht


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