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melssi13

melssi13
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Heyyy. Ich habe Mitte Oktober in einer Akutklinik Pregabalin 150 morgens und 150 abends bekommen. Ich wollt den Mist schon lang absetzen wegen den Nebenwirkungen aber hatte leider keinen Psychiater.
Nun bin ich in einer medizinisch beruflichen Reha und hab da eine Psychiaterin. Sie meinte wenn man 50mg wegnimmt zur Nacht passiert da nichts, ich würde das „überschlafen“. Leider hab ich verdammt Angst davor das Medikament abzusetzen weil ich einiges gelesen hab das es zu schlimmen Erscheinungen führen kann und ich gefühlt noch in meinem Paroxetin Entzug hänge, den ich letztes Jahr gemacht habe und ich damit echt Probleme hatte und immer noch nicht drüber hinweg bin was ich dadurch erlebt hab.

Vielleicht kann mir irgendwer ein bisschen die Angst nehmen und ob die 50mg Reduktion so in Ordnung ist, weil ich leider das Vertrauen in Ärzte und Psychiater langsam verloren hab.😅

21.04.2026 x 1 #1


153 Antworten ↓
F

Flame
Gast

Also dazu möchte ich sagen,dass ich seit 2017 morgens und abends jeweils 150 mg Pregabalin nehme.

Ich habe versucht,es (in Eigenregie) abzudosieren aber selbst 25 mg weniger hatten mir enorme Probleme bereitet.
Ich habe das dann mit meinem Psychiater besprochen,der es gut fand,dass ich es probiert hatte (übrigens mehrfach).

Er meinte dann gegen die Schlafprobleme könne er mir noch ein anderes Medikament verschreiben aber ich war dann auch tagsüber wieder hochangespannt und ich wollte auch nicht wieder in eine Klinik zurück müssen.

Ich konnte also wieder arbeiten und es ging mir insgesamt gut.
Es war nicht mehr jeder Tag ein Kampf,was für eine Erlösung.


Einen Entzug kann man durchstehen aber letztendlich ploppen halt danach (bzw. auch währenddessen) logischerweise die Ursprungssymptome wieder auf.

Je nach Ausprägung der Ursprungssymptomatik natürlich umso mehr.

Ein grosses Lob an diejenigen,die einen Entzug geschafft haben,mir ist es nicht gelungen.
Und das sehe ich inzwischen als "in Ordnung" an,auch wenn ich nicht stolz darauf bin.

Bin offenbar zu schwach dafür und das ist in Ordnung.
Mit den Jahren konnte ich das akzeptieren und sogar dankbar werden für diese Medikation.


Manche Behandler wollen unbedingt Medikamente reduzieren,weil sie meinen,das sei nun das Wichtigste.

Aus meiner Sicht ist das Wichtigste,dass man wieder Lebensfreude hat und am Leben teilnehmen kann,auch wenn ich mit dieser Ansicht möglicherweise alleine dastehe.

Früher brauchte ich eine weitaus geringere Medikation (von einem Medikament,das deutlich weniger Abnängigkeitspotenzial aufweist) aber selbst das wollten sie unbedingt reduzieren im Rahmen eines Klinikaufenthates (psychosomatische Klinik) und haben das auch so gemacht.

Das Ende vom Lied war,dass ich dermassen instabil wurde,dass die Psychiatrie unumgänglich wurde.

Also hört bei allem,was so los ist auch weiter auf eure innere Stimme.
Die sagt uns durchaus das "Richtige",auch wenn wir uns kaum noch eine eigene Ansicht zutrauen.

Was ist noch erträglich und wann wird es zuviel.

Und ob ein Entzug wirklich sein muss.

Ich lese oft von Betroffenen,die hatten ein ganz einfaches Antidepressivum und irgendein Arzt meint,das könne nun reduziert werden.

Das geht (meistens) auch ein Weilchen gut,bis eine unerwartet stressige Situation kommt (wie es in jedem Leben früher oder später der Fall ist,weil kein Leben ohne unerwartete Stressoren verläuft) und schon sitzt man wieder in einem Loch.

Und dann kann es passieren,dass einem das Medikament ,das einem ehemals geholfen hatte nicht mehr anschlägt.
Oft genug gelesen hier.

Warum das so ist,weiss ich nicht aber selbst erlebt und auch an unzähligen Betroffenen in diesem Forum sehen müssen.

Und deswegen schreib ich das alles hier zusammen.
Eine kontinuierliche Medikation ist auch eine Form von Rückfallprophylaxe.

Die wenigsten Ärzte (und schon gar keine Therapeuten) benennen das (manche wissen es wahrscheinlich auch wirklich nicht) aber die stecken auch nicht in unserer Haut.

Es gibt Richtlinien für Ärzte,an denen man sehen kann,welche Behandlungsschritte für sie massgeblich sind:
https://register.awmf.org/assets/guidel...021-06.pdf

17.02.2024 22:56 • x 3 #47


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Absetzerfahrungen mit Pregabalin

x 3


Winny-lein

Winny-lein
Mitglied

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Zitat von levana:
@progylein DANKE! jep der entzug kann verspätet auftreten, prega bei mir nach 7-9d dulox nach zwei monaten ich wollte im dezember suizid begehen, so ...

Das tut mir leid......ich hatte während dem Pregabalin Entzug auch solche Phasen mit schlimmen Gedanken, war schwierig auszuhalten, aber heute kommen die in der Form und Stärke GOTT SEI DANK nicht mehr.....man ist mal niedergeschlagen und fühlt sich mal traurig, aber das ist normal, so geht es auch gesunden Menschen.
Arbeiten geh ich schon seit 2017 nicht mehr,bin in Rente.....war allerdings ca. 2 Jahre auf 450Euro Basis Arbeiten....musste ich aber leider aufhören, da ich durch permanenten psychogenen Schwindel nicht mehr machen konnte.
Wäre dieser fiese Schwindel nicht wäre vieles einfacher.....die Angst wird dadurch auch immer wieder befeuert....bin dadurch ständig verspannt und dieser Kreislauf ist sehr schwer zu durchbrechen.
Heute z.b. war es schon seit dem ausstehen wieder sehr schlimm....konnte kaum unter die Dusche wegen dem Schwindel.....war aber trotzdem Einkaufen und Spazieren und auf dem Heimtrainer + Hausarbeit, aber alles wie betrunken oder wenn man gerade vom Karussell runter kommt 🤢🤮

17.02.2024 21:20 • x 3 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


U
Das ist immer schwer zu sagen. Jeder reagiert anders aufs Psychopharmaka absetzen. Manche haben gar keine Probleme
, manche für ein paar Wochen und mache kommen nie davon weg. Generell scheinen die Psychiater das eher zu unterschätzen. Wenn ich mir unsicher wäre würde ich mit der kleinstmöglichen Reduktion beginnen die dir möglich ist von den Tabletten her und schauen wie du es verträgst und dann entsprechend weiter machen. Oft liest man von der 10% Regel...immer 10% von der aktuellen Dosis reduzieren und ein paar Wochen warten...wenn wieder stabil wieder 10%.
Das ist dann die sichere Variante....aber wie gesagt es gibt auch leute die können es einfach so weglassen. Sicher je nach dem wie das Medikament schon im Kopf in den festen Stoffwechsel eingegriffen hat.

x 1 #2


melssi13
@Urkelwurkel ich weis nur nicht wie das beim Pregabalin möglich ist, weil das ja Kapseln sind. Ich hab Ende letzten Jahres Quetiapin versucht zu reduzieren von 50mg auf 25mg und hatte Mega Probleme so das ich wieder 50 nehmen musste. Im Blut hatte ich aber keinen Spiegel also keine Ahnung wie mein Körper was verstoffwechselt 😕

#3


U
Also bei den Venlafaxinkapseln hab ich immer einfach Kapsel auf, Anteil raus, Kapsel zu gemacht.

x 1 #4


Acanthurus
Wieviel mg nimmst du denn, 50 oder 300?

#5


melssi13
@Acanthurus 300mg vom Pregabalin die will dann 50 Abend weglassen also 150 morgens 100 abends

#6


RK1986
@melssi13 wie klappt das absetzen ?

#7


melssi13
@RK1986 ich hab es nicht gemacht. Ist mir alles zu heikel gerade

x 1 #8


RK1986
@melssi13 das kann ich verstehen. Man fängt immer wieder von vorne an

x 1 #9


Winny-lein
Zitat von melssi13:
@RK1986 ich hab es nicht gemacht. Ist mir alles zu heikel gerade

Hatte auch mal 400 mg Pregabalin.....bis 150 mg war das einfach ohne große Probleme.....für die letzten 150 mg habe ich ca. 1 Jahr gebraucht.....25 mg ist normal die niedrigste Dosis aber man kann die Kabseln öffnen und nach und nach etwas raus nehmen....bei mir hat es funktioniert, war aber nicht einfach.
Je länger man es nimmt umso schwieriger wird es leider....
DRück dir die Daumen.....

x 2 #10


RK1986
@progylein ich hatte nur zweimal 25 mg und habe dann nach 4 Wochen abgebrochen weil ich glaub ich 15 Nebenwirkungen hatte und es mir schlechter ging als davor.
Bin an den letzten 25 mg und hab die Kapsel geöffnet und 1/4 raus genommen. Am Wochenende nehme ich noch mal 1/4 raus.
Ich merke es schon aber es ist noch aushaltbar.
Aber es nervt trotzdem. Bis man wieder in der Spur ist dauert ja

x 1 #11


Winny-lein
Zitat von RK1986:
@progylein ich hatte nur zweimal 25 mg und habe dann nach 4 Wochen abgebrochen weil ich glaub ich 15 Nebenwirkungen hatte und es mir schlechter ging ...

Vier Wochen ist kein Drama.....ich habe es einige Jahre genommen und würde es nicht mehr tun.....ist aber Gott sei Dank überstanden.....Drück dir die Daumen.....bei der kleinen Menge sollte es einfach sein.....ich hatte leider auch bei Null noch Monate daran zu knabbern.....

x 1 #12


RK1986
@progylein ja das kann ich mir vorstellen. Hut ab wenn man es hinter sich hat.

x 1 #13


RK1986
@progylein darf ich fragen wie du das meistern konntest ? Ich hab seit gestern auch ein Haufen absetzsymptome mit denen ich gar nicht mehr gerechnet habe nach 8 Tagen nach dem ersten reduzieren.
Das ist körperlich und psychisch echt schwer auszuhalten. Und das bei so wenig was ich kurzzeitig genommen habe.

#14


Winny-lein
Zitat von RK1986:
@progylein darf ich fragen wie du das meistern konntest ? Ich hab seit gestern auch ein Haufen absetzsymptome mit denen ich gar nicht mehr gerechnet ...

Ich hatte das leider über Monate und es wurde irgendwann weniger.
Konnte es manchmal nicht unterscheiden, ob es Symptome meiner Angst waren oder Entzugserscheinungen....habe einfach Tag für Tag auf mich zukommen lassen.....war wirklich schwer,hat aber funktioniert.
Finde manchmal meine Angstsymtome sogar schlimmer,mit denen ich immer noch zu kämpfen habe 🤢
Nur was nützt es,ein Medikament einzunehmen,welches keinen Nutzen bringt.....dann lieber nach und nach absetzen, egal wie lange es dauert.....bei mir waren es insgesamt ca. 12-15 Monate.

x 2 #15


RK1986
@progylein das war echt lange.
So lange dürfte ich ja mit meinen 4 Wochen Einnahme nicht brauchen.
Ich merke direkt das es nicht meine Symptome sind. Vor allem die körperlichen da ich die nicht habe. Hab extremen Ekel vor essen und Bauch schmerzen. Bin total müde und schwach. Steh irgendwie total neben mir. Die Nacht war extrem mies. Wach oder unruhig. Wie im Kampf Modus. Gestern hatte ich extreme Schmerzen überall und konnte mich kaum anfassen. Entweder ich hab kalt oder heiß und schwitze.
Da ist echt alles dabei.

#16


Winny-lein
Zitat von RK1986:
@progylein das war echt lange. So lange dürfte ich ja mit meinen 4 Wochen Einnahme nicht brauchen. Ich merke direkt das es nicht meine Symptome ...

Bei 2 x 25 mg und 4 Wochen, solltest du in kurzer Zeit Ruhe haben.Wieviel nimmst du noch ein?
Lg

#17

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RK1986
@progylein ca 16 mg abends noch. Hatte zuerst ca 6 mg reduziert und nach einer Woche jetzt nur 3 weil es mich seit gestern so umhaut.

x 1 #18


Winny-lein
@RK1986
Die Symptome die du hast hatte ich auch und auch ganz miese ,sehr starke kurzzeitige Depressionen.....das ist aber normal bei Pregabalin Entzug.
War ja damals im Krankenhaus für 9 Wochen Psychotherapie und während dem Aufenthalt hatten wir schon von 400mg auf 125 mg reduziert......alles was du beschrieben hast hatte ich ähnlich und die Ärzte sagten, dass diese Symptome normal wären 🤪

x 1 #19


Winny-lein
Zitat von RK1986:
@progylein ca 16 mg abends noch. Hatte zuerst ca 6 mg reduziert und nach einer Woche jetzt nur 3 weil es mich seit gestern so umhaut.

Das .machst du gut ....mach die 16 mg einfach pro Woche 4 mg weniger und in 4 Wochen hast du Ruhe.
Ich hab am Schluss glaube ich 12,5 mg gehabt und bin dann auf 0 gegangen.
BEi dir ist es aber auch noch nicht so lange und dein Körper hat sich wahrscheinlich noch nicht so daran gewöhnt wie es bei mir war......das waren ja mindestens 3-4 Jahre.

x 1 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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