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Elisabeth0705

Elisabeth0705
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Hallo!

Hat hier schon jemand erfolgreich Pregabalin abgesetzt? Ich habe es erst seit kurzem, möchte es aber natürlich nicht ewig nehmen. Mein Arzt meinte das kann man lange Zeit ohne Probleme nehmen, ich lese im Internet anderes. Ich frage mich wie ich mein Leben in den Griff bekommen soll, wenn ich ständig müde bin. Aber ohne geht es auch nicht, die innere Unruhe lässt mich Schlimmes denken, dann lieber Tabletten. Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Absetzen?
LG Elisabeth

01.06.2025 x 1 #1


376 Antworten ↓
L

Lila94
Gast

Ich nehme es seit Oktober letzten Jahres, bin damit leider komplett falsch eingestellt. Hatte ursprünglich einen Burnout inklusive Belastungsdepression, das mir verschriebene SSRI überhaupt nicht vertragen und aus mir unerklärlichen Gründen dann Pregabalin bekommen, obwohl nicht mal eine Generalisierte Angststörung vorliegt. Bin von 25mg auf 100mg hoch, litt aber in stressigen Phasen weiter, hatte/ habe über den Tag verteilt immer wieder heftige Stimmungseinbrüche, sobald die Wirkung des Medis nachlässt. Nachdem es mir im April halbwegs okay ging, habe ich auf Anraten einer Ärztin (Internistin) angefangen die Dosis bis auf 50mg zu verringern. Es ist keine hohe Dosis, auch die Anfangsdosis war es nicht. Aber die anfänglich nur körperlichen Entzugserscheinungen verlagerten sich nach zwei, drei Wochen massiv in Richtung Psyche, inklusive Heulkrämpfe, fast schon wahnhaft anmutende Depressionsschübe, absurde Ängste/Paranoia. Mein Neurologe riet mir dazu, die Dosis erstmal wieder zu erhöhen. Aktuell nehme ich 3x pro Tag 25mg, ca alle 6-7 Stunden: Nach drei, vier Stunden die Einbrüche und Gefühle tiefer Traurigkeit (ohne objektiven Auslöser), kein gutes Grundgefühl. Habe das Gefühl, trotz mehrfacher Vergewisserung bei Ärzten und Apothekern, damals völlig falsch beraten worden zu sein. Ich könne dieses Medi bedenkenlos nehmen, 75 bis 100mg entsprechen keiner abhängig machenden Dosis. Ich fühle mich wörtlich verarsxht und rate jedem, sich eindringlich zu informieren. Dass dieses Medikament überhaupt psychisch erkrankten Leuten hierzulande so leichtfertig verschrieben wird, ist echt mehr als fragwürdig. Ohne diesen Mist hätte sich mein Körper/ Nervensystem wahrscheinlich schneller regeneriert, inzwischen habe ich nur noch das Gefühl, dass mein Leiden zu 90-95% Medikamenten-induziert ist.

15.06.2023 23:03 • x 3 #286


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A


Pregabalin absetzen

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Juliehb

Juliehb
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Medikament werden immer nur Symptome lindern - können aber nie an der Ursache arbeiten. Ich hab mich immer auf Medikamente verlassen seit ich ein Teenager war und brach dann nach dem Absetzen zusammen. Aktuell nehm ich nur noch 50mg pregabalin und das war’s. Mir gehts noch lange nicht gut von dem Zusammenbruch vor einem Jahr, aber ich arbeite mit mir und Habe das Glück eines guten Therapeuten.
Die Angst vorm Tod wird uns niemand nehmen können. Weil wir sterben werden. Alle. Irgendwann. Vielleicht morgen vielleicht in 2 Jahren vielleicht in 20 oder oder . Aber das wie wir teilweise aktuell leben ist ja auch nicht das Leben, was wir uns wünschen zu leben oder ? Mir hilft zu verstehen in der Verhaltenstherapie, dass die Ängste auch körperliche Ängste immer erst mal Gedanken sind. Ich hab dieser Art zu denken und zu katastrophisieren perfektioniert mein ganzes Leben und das wieder umzulernen dauert seine Zeit …
Ich hab eine gen. Angststörung mit Herzangst, Hypochondrie, Phobien Panikattacken , Zwangsgedanken und teilweise Depressionen. Trotzdem war mir teilweise ein normales Leben vergönnt und da möchte ich wieder hin. Medikamente können unterstützen, aber ich persönlich halte nicht viel von einem Cocktail an Medikamenten. Es ist wichtig, sich mit den Themen auseinander zu setzen und Medikamente als Unterstützung zu nehmen. Ich wünsche euch allen von ganzen Herzen, dass ihr eurer Wege geht und lernt mit den Krankheiten zu leben und die richtigen Therapien und Medikamente zu finden.

P.s. Pregabalin ist sicher ein gutes Medikament, aber ich hätte es wohl nicht genommen hätte ich gewusst, wie schwer man wieder von loskommt.

30.03.2023 23:14 • x 3 #240


Zum Beitrag im Thema ↓


E
Zitat von Elisabeth0705:
ich lese im Internet anderes

Ich nicht.
Ich lese nur, dass es auch zur langfristigen Einnahme geeignet ist.
Zitat von Elisabeth0705:
ständig müde

Wie lange nimmst du es denn schon?
In der Regel verschwinden solche Nebenwirkungen nach einer gewissen Zeit wieder.

x 1 #2


Elisabeth0705
Ich nehme es jetzt seit ca. Zwei Wochen. Dazwischen dachte ich wieder es geht ohne und habe es komplett abgesetzt, aber dann hatte ich so starken Husten, dass ich zwei Nächte nicht schlafen konnte. Und dann ist die Unruhe wieder mit mir durch gegangen.

#3


I
Nimmst du noch was anderes außer Pregabalin ?
Du nimmst es grad 2 Wochen und denkst bereits über´s Absetzen nach ?
Dieses Hin und Her ....mal nehmen...mal nicht...ist auch nicht gut. Wie soll sich dein Gehirn darauf einstellen können ?
Dann geht es einem erst recht blöd...

x 1 #4


Elisabeth0705
Ich nehme auch noch Mirtazapin 15 mg abends. Ich will eigentlich gar keine Medikamente nehmen, ich tu mir so schwer damit.
Ich hab einfach Angst, dass ich da nie wieder raus komme. Jetzt ewig Medis nehmen muß und mir dann die Organe eingehen.

x 2 #5


I
Zitat von Elisabeth0705:
Ich hab einfach Angst, dass ich da nie wieder raus komme. Jetzt ewig Medis nehmen muß und mir dann die Organe eingehen.

Was ist denn schlimmer....die Angst vor den Medikamenten...oder deine Symptome, dein Leidensdruck ?
Wären es Tabletten wegen Diabetes oder für die Schilddrüse würdest du dir wohl weniger Gedanken machen.


Machst du nebenbei noch eine Psychotherapie ?

x 1 #6


Elisabeth0705
Noch nicht. Aber habe ich bald vor.

Tabletten für die Schilddrüse und Diabetes greifen halt nicht ins Hirn ein.

Im Moment ist die innere Unruhe am schlimmsten, es geht eh nicht ohne die Tabletten.

#7


I
Schon angemeldet oder auf Warteliste ?

#8


Elisabeth0705
Zitat von Isalie:
Schon angemeldet oder auf Warteliste ?

Es geht darum, dass ich noch nicht weiss wo und ob ich versichert bin.

#9


I
Aber Medikamente bekommst du so ?

#10


Elisabeth0705
Wahlarzt. Und wie das mit den Medikamenten gerade läuft, weiss ich nicht. Ich trau mich nicht nachzufragen. In den nächsten Tagen sollte ich bescheid wissen.

#11


E
Zitat von Elisabeth0705:
Es geht darum, dass ich noch nicht weiss wo und ob ich versichert bin.

Jeder in D muss krankenversichert sein (das die Realität anders aussieht weiß ich).
Wenn man arbeitet, arbeitslos ist, Krankengeld bezieht oder Bürgergeld, ist man auf jeden Fall Krankenversichert.
Dann kann man sich einen Kassentherapeuten suchen.

x 2 #12


I
@Haferbub sie kommt aus Österreich, aber das wird dort sicher nicht viel anders sein.

x 1 #13


Elisabeth0705
Zitat von Haferbub:
Jeder in D muss krankenversichert sein (das die Realität anders aussieht weiß ich). Wenn man arbeitet, arbeitslos ist, Krankengeld bezieht oder ...

Ich bin gerade in einer Zwischenphase und weiss es nicht.

x 1 #14


I
Du kannst du ja dennoch auf eine Warteliste setzen lassen, egal wo du dann versichert sein wirst, wenn es los geht.
Warum wird die Krankenkasse denn überhaupt gewechselt ?

#15


Elisabeth0705
Zitat von Isalie:
Du kannst du ja dennoch auf eine Warteliste setzen lassen, egal wo du dann versichert sein wirst, wenn es los geht. Warum wird die Krankenkasse denn ...

Weil ich vorher selbstständig war. Und ich bin bei einer angemeldet, ich hoffe sie nimmt mich dann auch.

x 3 #16


I
Wäre das dann eine private Versicherung und du möchtest wieder in eine gesetzliche ?

#17

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Elisabeth0705
Bei uns ist das System scheinbar ganz anders als in D. Wenn man freiberuflich ist, ist man in einer eigenen Versicherung und wenn man angestellt ist in einer anderen. Ich bin da jetzt Zwischendrin, weil ich bis 31.12 freiberuflich war und ab 1.1 mich arbeitslos gemeldet habe. Und da hab ich noch keinen Bescheid, dass sie zahlen.

#18


Elisabeth0705
Ich lese ganz gruselige Geschichten über Pregabalin. Das Absetzen ist scheinbar furchtbar.

#19


E
Zitat von Elisabeth0705:
Ich lese ganz gruselige Geschichten über Pregabalin. Das Absetzen ist scheinbar furchtbar.

Dann hör auf zu lesen.
Es gibt sicher viele positive Berichte, die nicht veröffentlicht werden, weil sie keiner schreibt.
Wer macht sich denn die Mühe über ein Medikament zu schreiben, wenn es wirkt, wie es soll?

x 3 #20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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