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Ich nehme es seit Oktober letzten Jahres, bin damit leider komplett falsch eingestellt. Hatte ursprünglich einen Burnout inklusive Belastungsdepression, das mir verschriebene SSRI überhaupt nicht vertragen und aus mir unerklärlichen Gründen dann Pregabalin bekommen, obwohl nicht mal eine Generalisierte Angststörung vorliegt. Bin von 25mg auf 100mg hoch, litt aber in stressigen Phasen weiter, hatte/ habe über den Tag verteilt immer wieder heftige Stimmungseinbrüche, sobald die Wirkung des Medis nachlässt. Nachdem es mir im April halbwegs okay ging, habe ich auf Anraten einer Ärztin (Internistin) angefangen die Dosis bis auf 50mg zu verringern. Es ist keine hohe Dosis, auch die Anfangsdosis war es nicht. Aber die anfänglich nur körperlichen Entzugserscheinungen verlagerten sich nach zwei, drei Wochen massiv in Richtung Psyche, inklusive Heulkrämpfe, fast schon wahnhaft anmutende Depressionsschübe, absurde Ängste/Paranoia. Mein Neurologe riet mir dazu, die Dosis erstmal wieder zu erhöhen. Aktuell nehme ich 3x pro Tag 25mg, ca alle 6-7 Stunden: Nach drei, vier Stunden die Einbrüche und Gefühle tiefer Traurigkeit (ohne objektiven Auslöser), kein gutes Grundgefühl. Habe das Gefühl, trotz mehrfacher Vergewisserung bei Ärzten und Apothekern, damals völlig falsch beraten worden zu sein. Ich könne dieses Medi bedenkenlos nehmen, 75 bis 100mg entsprechen keiner abhängig machenden Dosis. Ich fühle mich wörtlich verarsxht und rate jedem, sich eindringlich zu informieren. Dass dieses Medikament überhaupt psychisch erkrankten Leuten hierzulande so leichtfertig verschrieben wird, ist echt mehr als fragwürdig. Ohne diesen Mist hätte sich mein Körper/ Nervensystem wahrscheinlich schneller regeneriert, inzwischen habe ich nur noch das Gefühl, dass mein Leiden zu 90-95% Medikamenten-induziert ist.
15.06.2023 23:03 •
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