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westfale
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Hallo liebe Forenteilnehmer,
ich hoffe ihr könnt mir helfen, mir geht es seit Jahren sehr schlecht, bin seit mittlerweile 9 Jahren Single, 45 Jahre alt und war auch noch nie verheiratet. Es ist für mich sehr schlimm, weil ich niemanden in meinem Alter kenne der noch nie verheiratet war, es sei denn er möchte das nicht. Alle in meinem Freundes, Familien oder Bekanntenkreis sind oder waren schon mal verh. die meisten sogar zum zweiten mal. Ich war mit meinem Problem schon in mehreren Foren unterwegs, dort musste ich mir hauptsächlich Sprüche anhören wie z.B. ich sollte froh sein Single zu sein, oder froh sein nicht verheiratet zu sein, und das ich nur jammern würde. Ich hoffe das es hier anders ist.

04.06.2026 #1


1807 Antworten ↓
NeonPixie

NeonPixie
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Zitat von westfale:
Es ist nicht irrational. Welches Land wir noch vergessen haben ist Norwegen z.b. dort war ich auch schon mehrfach, die kommen super ohne EU klar ...

Norwegen ist tatsächlich ein interessantes Beispiel, aber nicht so wie du es meinst.

Norwegen ist zwar nicht EU-Mitglied, aber Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Das bedeutet sie haben Zugang zum EU-Binnenmarkt, müssen aber fast alle EU-Regeln übernehmen ohne dabei mitbestimmen zu dürfen. Dazu zahlen sie erhebliche Beiträge in EU-Fonds.

Das ist das sogenannte “Norway Problem” in der Forschung: maximale Regulierung, minimale Mitsprache. Viele Norweger nennen das selbst unbefriedigend.

Norwegen hat zudem einen sehr ausgebauten Sozialstaat inklusive vieler Frauenrechte. Beides hast du hier ja schon vokal abgelehnt. Meiner Erfahrung sind skandinavische Frauen übrigens bei Sprüchen so wie du sie hier gebracht hast nicht so zurückhaltend wie ich oder die anderen Frauen hier.

Warum deine Aussagen und dein Verhalten irrational sind habe ich dir hier jeweils ausführlich dargestellt. Dieser Norwegen-Exkurs ist nur ein weiteres Beispiel.

Das Staatsoberhaupt wird übrigens in Norwegen gar nicht gewählt, da es eine Monarchie ist.

20.05.2026 20:48 • x 6 #1562


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Immer noch nicht verheiratet

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NeonPixie

NeonPixie
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Zitat von Saina91:
@NeonPixie Ich finde es schade, dass hier von körperlicher Selbstbestimmung der Frau geredet wird, während das Baby im Bauch kein Mitspracherecht ...

Du beschreibst genau den Grund warum diese Entscheidung so schwer ist. Es gibt keine einfache Antwort. Das ist ein echter Konflikt zwischen zwei ethischen Überlegungen.

wer soll diesen Konflikt auflösen? Eine Frau in ihrer konkreten Situation (mit allem was sie weiß, fühlt und trägt) oder ein Gesetz das für alle gilt unabhängig von den Umständen?

Wir haben das vorher schon ausführlicher diskutiert. Kurz zusammengefasst:

Niemand findet Abtreibung gut. Was vertreten wird ist das Recht der betroffenen Frau selbst zu entscheiden, nicht der Staat.

Verbote senken die Abtreibungsrate nachweislich nicht. Sie verlagern sie in die Illegalität mit höherer Sterblichkeit. Das zeigen WHO-Daten aus vielen Ländern.

Beim Herzschlag früher Embryonen haben wir erklärt dass das elektrische Aktivität ist, noch kein vollständiges Herz, und dass auch natürliche Schwangerschaften zu über 50% nicht erfolgreich implantiert werden, was zeigt dass auch gesellschaftlich der Beginn des schützenswerten Lebens nicht konsequent bei der Befruchtung angesetzt wird.

Zum Vergewaltigungsfall: Die Frau trägt dann die Konsequenzen einer aufgezwungenen Tat, ihr auch noch die Entscheidung über die Schwangerschaft zu entziehen ist eine zweite Bestrafung.

Für dich als Christin sicher noch interessant: Die Bibel sagt erstaunlich wenig direkt über Abtreibung. Das Gebot “du sollst nicht töten” ist da, aber wann genau Leben beginnt ist theologisch seit Jahrhunderten umstritten. Augustinus und Thomas von Aquin vertraten noch die Theorie der “verzögerten Beseelung, dass die Seele erst nach einigen Wochen in den Körper eintritt.

Im Judentum zum Beispiel hat das Leben der Mutter explizit Vorrang vor dem des ungeborenen Kindes. Die Idee dass “das Baby” ab Befruchtung denselben Status hat wie die Mutter ist also keine universelle religiöse Position sondern eine spezifisch moderne konservative christliche.

Nach dem Dobbs-Urteil 2022 sind die Gesamtzahlen der Abtreibungen in den USA übrigens sogar leicht gestiegen. Verbote in konservativen Bundesstaaten haben Frauen nicht abgehalten, sie sind einfach in andere Staaten gereist oder haben online Abtreibungspillen bestellt. Bestraft wurden also nur arme Frauen oder welche in Notsituationen.

Studien aus den USA zeigen dass konservative und religiöse Frauen tatsächlich ebenso Abtreibungen vornehmen lassen. Nur oft heimlich und mit dem Gedanken dass ihre Situation eine Ausnahme sei. Es gibt sogar den Begriff “the only moral abortion is my own” der dieses Phänomen beschreibt.

Die moralische Überzeugung gegen Abtreibung und das eigene Verhalten in einer konkreten Notsituation sind zwei verschiedene Dinge. Bestenfalls kann man das als kognitive Dissonanz bezeichnen. Weniger schmeichelnd als Heuchelei.

Ein Embryo in den ersten Wochen hat kein Nervensystem, kein Bewusstsein, keine Schmerzwahrnehmung. Ab etwa der 20. bis 24. Woche entwickeln sich die neuronalen Strukturen die Schmerzempfinden ermöglichen könnten. Vorher ist von einem “Mitspracherecht” im moralischen Sinne schwer zu sprechen.

Zum Vergleich: Wie sprechen Tieren mit deutlich komplexerem Nervensystem (Hunden, Schweinen) keinen vollständigen Rechtsschutz zu.

Das Argument “es hat kein Mitspracherecht” gilt auch für Eizellen vor der Befruchtung, für Organe, für viele Dinge. Die Frage ist ab welchem Entwicklungsstadium wir moralische Relevanz zuschreiben und da gibt es keine universelle Antwort, nur gesellschaftliche Entscheidungen.

20.05.2026 23:46 • x 5 #1567


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A
Warum ist es für dich so wichtig, verheiratet zu sein?

Hattest du generell wenig oder kurze Beziehungen?

Ich selbst bin seit 9 Jahren single. Seit 1,5 Jahren kenne ich jemanden, mit dem sich langsam eine Beziehung entwickelt. Verheiratet war ich auch noch nicht, bin allerdings erst 33.

x 1 #2


W
@Aspie92
es ist für mich wichtig weil nur eine Hochzeit etwas offizielles ist. Und eben alle in meinem Alter sind oder waren es mal. Bisher hatte ich leider wenige Beziehungen, 2 davon gingen 2,5 Jahre.
Du kennst das ja dann mit der langen Zeit, allerdings bist Du ja etwas jünger.

#3


Windy
Zitat von westfale:
Alle in meinem Freundes, Familien oder Bekanntenkreis sind oder waren schon mal verh. die meisten sogar zum zweiten mal.

Wie waren denn die ersten Ehen der meisten, die sogar das zweite Mal verheiratet sind und wieviele sind schon wieder am kippeln?

x 2 #4


Windy
Zitat von westfale:
Und eben alle in meinem Alter sind oder waren es mal.

Du willst also in erster Linie so sein wie die anderen. Was bringt dir das, wenn du nicht der Typ dafür bist?

x 4 #5


User_0815_4711
Zitat von westfale:
Ich hoffe das es hier anders ist.

Von mir würdest du das gleiche hören.

Zwei kurze Beziehungen haben mich von dem Paargedöns geheilt. Nie mehr wieder!

x 2 #6


W
@Windy es ist bei den meisten zumindest zu Anfang sehr gut gelaufen, aber selbst wenn es dann auseinander geht, die waren aber dann mal verheiratet

#7


W
@User_0815_4711
Ich verstehe nicht was Du damit meinst.
"Zwei kurze Beziehungen haben mich von dem Paargedöns geheilt. Nie mehr wieder!"

x 1 #8


W
@Windy
Was meinst Du mit Typ dafür? Und ja ich will so sein wie die anderen, das einzige was für mich im Leben noch zählt ist zu heiraten.

#9


User_0815_4711
Zitat von westfale:
aber selbst wenn es dann auseinander geht, die waren aber dann mal verheiratet

Wo kommt das her, wer hat dir das eingetrichtert, dass verheiratet sein ein Wert an sich ist?

Ist es nicht. Ist nur ein Wert, wenn auch der Inhalt passt. Denn verheiratet sein ist erst mal ein Vertrag mit dem Staat und ansonsten nur eine Hülle.

x 3 #10


User_0815_4711
Zitat von westfale:
"Zwei kurze Beziehungen haben mich von dem Paargedöns geheilt. Nie mehr wieder!"

Nie wieder eine Beziehung!

#11


Windy
Zitat von westfale:
das einzige was für mich im Leben noch zählt ist zu heiraten.

Es gibt sehr viele hübsche Frauen aus dem asiatischen Raum, wo du ganz schnell eine findest, die sich dafür bereit erklärt.

#12


User_0815_4711
Zitat von westfale:
das einzige was für mich im Leben noch zählt ist zu heiraten.

Trauriges Leben!
Du tust mir leid!

#13


Windy
Zitat von User_0815_4711:
Nie wieder eine Beziehung!

Heiraten geht ja auch ohne, mit einer reinen Zweckehe.

x 1 #14


Windy
Achja, es gibt auch viele osteuropäische Partnervermittlungen, mit wunderschönen, gebildeten Frauen. Da hättest ganz schnell einen Ring am Finger!

#15


User_0815_4711
Zitat von Windy:
Heiraten geht ja auch ohne, mit einer reinen Zweckehe.

HarHar, du Böse aber auch 😉 !

x 1 #16


A
Ich würde an deiner Stelle versuchen einen Partner zu finden, der zu dir passt. Das heiraten ergibt sich dann von alleine, wenn ihr gut zusammen passt und das wollt.

Nicht heiraten kann auch Vorteile haben, falls die Beziehung nicht hält, spart man unter Umständen auch Geld, da eine Scheidung immer teuer ist.

Ich persönlich würde deshalb erst nach vielen Jahren Beziehung heiraten, wenn ich mich sehr sicher bin.

x 1 #17

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Windy
@User_0815_4711

Der bösartige Sermon, hat sich dazu geäußert ...

x 1 #18


S
Was erhoffst du dir denn genau von einer Ehe? Bzw. warum muss es etwas,,offizielles" sein?
Den Wunsch nach einer festen und langjährigen Partnerschaft kann ich gut verstehen, aber warum du es erstrebenswert findest zumindest mal verheiratet gewesen zu sein, dass verstehe ich nicht.
Ansonsten kenne ich tatsächlich recht viele Leute in deinem Alter, die weder verheiratet sind, noch waren. Zum Teil befinden sie sich in langjährigen Beziehungen, halt ohne Eheschließung, zum Teil waren sie noch nie in festen Beziehungen.

#19


Mariebelle
Zitat von Aspie92:
Ich würde an deiner Stelle versuchen einen Partner zu finden, der zu dir passt. Das heiraten ergibt sich dann von alleine, wenn ihr gut zusammen passt und das wollt. Nicht heiraten kann auch Vorteile haben, falls die Beziehung nicht hält, spart man unter Umständen auch Geld, da eine Scheidung immer teuer ist. Ich ...

Da moechte ich mich anschliessen.
Wenn es passt,dann passt es .
Ich finde an dem Wunsch heiraten zu wollen nichts verwerfliches.

x 1 #20


A


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